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ten statt, welch« von Pfarrer D. Fritsch Ruppertsburg in der üblichen Weise eingeleitet wurde. Pfarrer Römer (Schotten) sprach dann über verschiedene die Innere Mission betreffende Fragen und warb besonders um Mithilfe beim Vertrieb der Wohlfahrtsbriefmarken und beim Rufbringen von Mitteln für den Bau des Krüppelheims in Rieder-Ramstadt. Ferner wurde beschlossen, dem Gedanken der Veranstaltung von Volksmissionswochen näherzutreten, vor allem in den Gemeinden, in denen zur Zeit wegen des Pfarrermangels die Pfarrstellen unbesetzt sind. Pfarrer Weimar (Gonterskirchen) erstattete hierauf ein Referat über das ThemaCharisma und Amt", woran sich eine lebhafte Aussprache anschloh. Die nächste Konferenz soll am 5. Sep­tember auf dem Hoherodskopf stattfinden und gedacht sein als eine Zusammenkunft der Pfarr­familien des Dekanats Schotten und der benach­barten Dekanate, womit man einen alten Brauch wieder ausleben lassen will. Zum Schluß wurde noch mitgeteilt, daß das Dekanatsmissionsfest am 8. oder 15. September in Rainrod und das Iahresfest des Zweigvereins Schotten der Gustav-Adolf-Stiftung am 29. September in Vol­kartshain stattfinden werde.

Schotten, 23. Aug. Unter der Leitung von Pros. Dr. S Pilger (Darmstadt), eines hervorragenden Kenners der oberhessischen Pflanzenwelt, fand dieser Tage eine botani­sche Exkursion durch den hochgelegenen Teil des Vogelsbergs statt. Cs beteiligten sich daran etwa 60 interessierte Personen, in der Mehrzahl Lehrer unseres Kreises. Die Wanderung begann in Hartmannshain und führte über Herchenhain zum Hoherodskopf. Auf dem Wege wurden die

thpifchen Vertreter der spätsommerlichen Flora, bte Wiesen, Wald, Heide und Sumpf beherrschen, bestimmt und gewürdigt. Rach der Mittags­pause auf dem Hoherodskopf sprach Schulrat H a s e n z a h l (Schotten) über den naturkund­lichen Llnterricht in der Volksschule. Er kam zu dem Ergebnis, daß eine aufmerksame Ratur­beobachtung nur durch Wanderungen zu erreichen sei. Der Rachmittag führte die Teilnehmer über den Taufstein zur Dreungeshainer Heide, dem einzigen hessischen Hochmoor. Das ganze Gebiet soll jetzt als Raturschuhpark erklärt werden, wie überhaupt alles Gelände im Oberwald über 700 Meter Höhe. Infolge des trockenen Sommers konnte das Hochmoor gut überschritten werden. Dabei wurden sein Werden und Wachsen er­läutert, die vorhandenen Sumpfpflanzen behan­delt und besonders davor gewarnt, sie abzu­pflücken, da sie bereits zu den Seltenheiten ge­rechnet werden müssen. Schulrat Hasenzahl brachte dem überaus sachkundigen Führer Prof. Dr. S p i l g e r den Dank der Teilnehmer zum Ausdruck.

* Eichelsdorf, 23. Aug. Dor etwa sechs Monaten wurden die Vorarbeiten für die Er­richtung eines Gefallenen- und Kriegerdenkmals in Angriff genommen. Die vorgesehene Dau- summe von 5000 Mark wurde bereits gezeichnet. Runmehr konnte auch eine Einigung in der Platzfrage erzielt werden. Die Mehrheit der Denk­malkommission hatte den Platz am Zusammen­flüsse von Eichel und Ridda fallen lassen und sich für den Drunnenplah im Oberdorfe entschie­den. Eine Dürgerversammlung trat einstimmig diesem Beschlüsse bei und ermächtigte die Kom­mission zu selbständiger Weiterarbeit. Rachdem

die Plcrhfrage geklärt ist, wird sich die Zeich­nungssumme wesentlich erhöhen, denn eine An­zahl Haushalte hatte die Zeichnung bis zur Klä­rung der Plahfrage verschoben.

* Ulfa, 23. Aug. Schon seit Jahren war unsere Wasserleitun g kaum imstande, das hier benötigte Wasser zu liefern. Man versuchte auf den verschiedensten Wegen Abhilfe zu schaffen. Am Sägewerk Eichelsdorf wurden Wassermesser eingebaut, um den Verbrauch von Ober-Schmitien und illfa feststellen zu können, die Hausanschlüsse unseres Dorfes wurden erneuert der Wasser­mangel blieb. Runmehr hat sich die Gemeinde entschlossen, nach Plänen des Kulturbauamtes Gießen mit einem Kostenauswande von 10 000 Mk. ein Pumpwerk zu errichten, um den sehr er­giebigen, unterhalb des Dorfes gelegenen Schnö­de n b o r n für die Wasserversorgung nutzbar machen zu können.

Aus dem hohen Vogelsberg, 23. Aug- Die Erntearbeiten sind in den höchsten Gemarkungen des Vogelsberges ver­hältnismäßig weit fortgeschritten. Viele Roggen- und Gerslenfelder sind bereits leer. Hier und da sieht man auch noch die Kornhaufen mit den doppelten Hüten, die in der Ebene nicht mehr anzutreffen sind. Zum Schuh vor Regen stülpt man nämlich über den Haufen erst eine große, dann darüber eine kleine Garbe. Der Weizen ist bis auf die höchsten Hänge gut geraten und uir Reife gelangt. Ueberhaupt darf der hohe Vogelsberg mit seinem Ernteergebnis recht zu­frieden sein. Bei trockenem Wetter und einem etwas lebhaften Arbeitstempo dürfte in 8 bis 10 Tagen die letzte Garbe geborgen sein. Die meliorierten Hut-, sowie die angelegten 3 u n g-

vlehweiden begünstigen in merklichem Maße die Viehhaltung. Man sieht stattliche Herden gut genährten Viehes auf den grünen Weideflächeir. Vereinzelt geht man zum zwei ten Gras­schnitt über.

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Bekanntmachung.

Es wird darauf hingewiesen, daß die Fußsteige im Stadtwald von Radfahrern nicht benutzt werden dürfen. Uebertretun- gen des Verbots haben Strafanzeige zur Folge. 7009C

Gießen, den 22. August 1929.

Der Oberbürgermeister. I. V.: Klingspor.

Bekanntmachung.

3m städtischen Anwesen Lindenplatz 1 ist eine Aukagarage ab 1. September 1929 zu vermieten. Angebote find bis zum 30. August 1929 auf dem Wohnungsamt, Lonystrahe 2 I, abzugeben. 6993C

Gießen, den 22. August 1929.

Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. Seid.

Grummetgrasversteigerung der Stadt Gießen.

Montag, den 26., und Dienstag, den 27. August 1929, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen öffentlich meist­bietend versteigert werden, und zwar:

Montag, den 26. August 1929:

a) vormittags 9 Uhr (Zusammenkunft am Schlachthof) von den Wiesen im Neustädter Feld, bei dem Schlachthof, Hohleiche und auf der 3nsel;

b) vormittags 10^ Uhr (Zusammenkunft in der Restauration von Gg. Schrimpf, i Kaiserallee 4) die Wiesen an der Thromschen Fabrik, eine Wiese hinter * der Kläranlage, von den Wiesen am Weiher, am Öhleberg, im Heegstrauch und am Alten Steinbacher Weg (Ruß- ' land);

c) nachmittags 2 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration Philosophenwald) von den Wiesen im Wiesecktal, am Fürstenbrunnen und an der Esels- wiese. 6926C

Dienstag, den 27. August 1929:

a) vormittags 9 Uhr (an Ort und Stelle) nn der Anneröder Straße von den Wiesen am Altentisch und Uters- brunnen, anschließend an der Rödger Straße von den Ochsenwiesen und den Wiesen im Stolzenmorgen. Das Grummetgras von den Wiesen des Gas- und Wasserwerks in den Ge­markungen Rödgen und Großen- Buseck wird im Stolzenmorgen mit­versteigert.

Steigliebhaber, welche die Wiesen be­sichtigen möchten, wollen sich an den städti­schen Wiesenmeister Klos, Am Rodberg 5, wenden.

Gießen, den 20. August 1929.

Der Oberbürgermeister. 3.23.: Klingspor.

Grummel grasverfieigerung

Donnerstag, den 29. August, vormittags 9 Uhr, wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, das Gras von Schneisen, Mähplatten, den Eisteichen, dem Peters- weiher und der Klosterwiese in der Wirt­schaft des Georg Sommer VI. zu Watzen- born versteigert. Anschließend kommen etwa 200 Düngersäcke zum Verkauf.

Gießen, den 22. August 1929.

Hessisches Forstamt Schiffenberg. _________Nicolaus.______6969D @rummcigro6 Verweigerung

Das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen wird versteigert: 6970D

1. von Gemarkung Attenvuseck: Mitt­woch, den 28. August, vormittags 9% Uhr, in der Otto Rabenauschen Wirt­schaft zu Alten-Buseck;

2. von Gemarkung Slaufenderg-Daubrln- gen: an demselben Tage, nachmittag» 12% Uhr, in der WirtschaftZum blauen Hecht" in Daubringen;

3. von Gemarkung Wieseck: Donnerstag, den 29. August, vormittags 10 Uhr, in der WirtschaftZur Ludwigsburg" an der Straße WieseckAlten-Buleck;

4. von Gemarkung Gießen: an demselben Tage, nachmittags 2 Uhr, im Philo­sophenwald.

Auskunft erteilen zu 1 Herr Förster i. R. Müller zu Alten-Buseck, zu 2 Herr För­ster Braun zu Daubringen, zu 3 und 4 Herr Förster Brück zu Rödgen sowie das Forstamt.

Gießen, den 24. August 1929.

______Hessisches Forstamt Gießen.______

Niddaer Herbstmarkt.

Montag, den 2. September 1929, findet in Nidda auf der Gänsweid 7003D

Rindvieh-, Schweine-, Zlegen- und Krämermarkt

verbunden mit einer Prämiierung von Bullen, Kühen, Kalbinnen und Rindern der Simmentaler und Vogelsberger Raffen sowie einer Versteigerung von Bullen, Ebern und Ziegenböcken eingetragener Herdbuchtiere statt.

Günstige Gelegenheit zum Ankauf von Faselvieh für Gemeinden.

Nachmittags 2% Uhr Verlosung von auf dem Markt angekauften 15 Stück Vieh sowie landwirtschaftlichen Geräten und Ge­brauchsgegenständen.

Ausstellung landwirtschaftlicher Ma­schinen usw.

Sonntag nachmittag 2 Uhr Reit- und Fahrturnier des Reitervereins Nidda und Umgebung.

Konzert, Tanz, Volksbelustigung.

Bürgermeisterei Nidda.

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Lollar für das Rj. 1929 liegt von Montag, den 26. August 1929, ab eine Woche auf hie­siger Bürgermeisterei während den Ge- schäftsstunden zur Einsichtnahme und Er­hebung von Einwendungen offen. (7023D

Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen worden ist, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Lollar, den 23. August 1929.

Helfische Bürgermeisterei Lollar.

___________Schmidt.___________

Dullenverkauf.

Mittwoch, den 28. August 1929, vormit­tags 10 Uhr, soll ein zur Zucht untaug­licher Fleckoiehbulle im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum ge­nannten Zeitpunkt einzureichen. Bedingun­gen werden vor Oeffnung der Angebote bekanntgegeben. 7022D

Grünberg (Hessen), den 23. August 1929. ____________Bürgermeisterei.____________

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Montag, den 2. September 1929, vormittags 10 Uhr in Nidda.

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Gießen, den 17. August 1929.

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