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T2. Funkspruch.) M Bch über die Re« men" und vnößenb > .neuen Rouge )zeans", wie bet* ^chen Dampfer nennen, glaubt, der Cunard« werde versuchen, den sich zu bringen. Einer leuhork zufolge hat m Dorddeutschen Llvhd emen", die den Rekord Wauretania" gebrochen söokschaft gesandt,

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lieb vemitzt. Weitere )uig, Ramsiedt, Husum Die abendlichen Ar­che Drände txrur« le ein Schulhaus ab, in Wirbelsturm, der enbrü chen begleitet Greife Steinburg und in inen noch nicht überseh- i. Diele Dächer wurden ortgettagen, zahlreiche geknickt. Auch den Sv roll Schaden zugefugt.

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Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 23. 3uli 1929.

Staatsrat Dr. Weber t-

In feiner alten Heimat Schotten, wo er nach seiner Pensionierung seinen Lebensabend voll­bringen wollte, verstarb gestern nachmittag Staatsrat und L a n d f o rst m e i st e r a. D. Dr. Karl Weber. Er hatte am Sonntagvormittag mit einem Beamten im Auto eine.Fahri in den Ober­wald unternommen. Auf der Rückfahrt stürzte der Wagen infolge Reifenpanne bei Busenborn eine Böschung hinunter und überschlug sich. Der Fahrer blieb unverletzt, ebenso auch Staatsrat Dr. Weber, der jedoch anscheinend einen Neroenchok erlitt, an dessen Folgen er gestern nachmittag verstarb.

Ein Mann von überragender Bedeutung, nicht nur in seinem engeren Fache, dessen Wirken weit über die Grenzen unseres Hessenlandes gefck)0tzt und anerkannt wird, ist mit Staatsrat Dr. Weber viel zu früh aus unserer Mitte gegangen.

Karl Weber wurde am 14. Januar 1864 auf der Neumühle bei Rodheim a. d. Horloff geboren. Hohe Begabung zeichnete ihn schon von Jugend an aus und ließ ihn schon in dem Realgymnasium zu Gie- hen, in welchem er die höhere Schulausbildung genoß, immer an erster Stelle stehen. Mit gleichem Erfolge widmete er sich dem Studium der Forst» Wissenschaft auf der Landesuniversität zu Gießen.

Dach beendetem Studium folgte der Vorberei­tungsdienst als Forstakzessist, den er zum größ­ten Teile in Schotten verbrachte, das ihm eine zweite Heimat wurde: fand er doch hier die treue Lebensgefährtin, die Freud und Leid mit ihm geteilt hat.

Dach vorzüglich bestandenem Staatsexamen muht« Weber, wie viele andere Forstassessoren, mangels Verwendungsmöglichkeit im Forstfache em« andere Tätigkeit ergreifen. Diese führte ihn u. a. auch nach Mainz zur Betätigung bei Drandversicherungskammer usw. Doch bald be­gann die ersehnte Tätigkeit im Forstfach bei verschiedenen Oberförftereien, besonders wieder bei der Oberförsterei Schotten.

Während dieser Assessorenzeit entstand auch im Jahre 1894 Webers WerkDie Dodenwrrt- schast im Vogelsberg und ihre Förderung, ins­besondere durch Wiederbewaldung und Verbes­serung der Gemeindegüter". Diese von der Liebe zum Vogelsberg und seinen Bewohnern getra­gene Schrift, in welcher der junge Forstassessor die Ursachen des Rückgangs der Bevölkerung untersuchte und Vorschläge zur Förderung der Bodenkultur für den oberen Vogelsberg mit Hilf« von Staatsunterstühung forderte, gab den Anstoß zu den staatlichen Hilfsmaßnahmen, die in den Jahren 1897 bis 1905 alsGeneralkultur, plan" für den oberen Vogelsberg geplant wur­den. Wenn diese aus verschiedenen Gründen nicht zum Ziele führten, so konnte Karl Weber doch noch erleben, daß in jüngster Zeit diese staatliche Hilfstätigkeit im wesentlichen nach den von chm gesteckten Zielen verwirklicht worden ist.

Am 1. August 1897 erfolgte die Anstellung Karl Webers als Oberförster der Oberförsterei Konradsdorf. Hier konnte sich die forstliche Tätig­keit Webers voll entfalten. Mit glühendem Eifer widmete er sich seinem schönen Berufe, immer bestrebt, das Höchste zu leisten, auch mit er­heblichen persönlichen finanziellen Opfern bei dem Streben nach den wirkungsvollsten Me­thoden der Waldbewirtschaftung. Bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand am 1. Mai d. I. betreute Karl Weber sein schönes Revier, in dem ihm jeder Baum ans Herz gewachsen war. Unzählige Forstleute aus nah und fern haben dort unter seiner Führung reich« Anregung und Belehrung gefunden. Im Jahre 1903, und nach 25 Jahren im Jahre 1928, tagte der Hrs-

Das neue Selbstanschlußamt Gießen.

Am Samstag, 27. d. M., von 2 Uhr nachmittags ab, wird das neue Selbstanschlußamt zum Betriebe geschaltet werden. Pünktlich zur selben Zeit müssen bei allen Sprechstellen an den besonders bezeichneten Stellen die Drähte geschnitten oder die Umschalter nach rechts umgelegt werden. Wer das unterläßt, wird längere Zeit vom Verkehr abge- schnitten ^ein. Teilnehmer, die am 27. Juli schon vor 2 Uhr Geschäftsschluß haben oder aus sonstigen Gründen abwesend sind, müssen das Schneiden schon vorher erledigen.

Wer das Schneiden usw. vergißt oder aus fon- stigen Gründen nicht rechtzeitig ausführt, verursacht im neuen Selbstanschlußamte eine empfindliche Sto­rung, die durch Sperrung des Anschlusses unwirk­sam gemacht werden muß, um den übrigen Teil­nehmern die ungehinderte Sprechmöglichkeit zu er­halten. Wenn die Sperre einmal ausgeführt ist, so ist ein Anruf des Amtes zwecklos: in solchem Falle muß vielmehr das versäumte Schneiden usw. bal­digst nachgeholt werden. Vom Amt aus werden die gesperrten Anschlüsse in Abständen geprüft. Ertönt also später beim Aushängen des Hörers das Amts­zeichen (kurzer und langer Summerton), so ist das ein Zeichen, daß beim Amte das nachträgliche Schneiden bemerkt und die Sperre aufgehoben wor­den ist. Der Anschluß kann dann benutzt werden. Wenn zwei bis drei Stunden nach dem nachträg­lichen Schneiden aber immer noch kein Amtszeichen ertönt, so liegt eine sonstige Störung vor, die dem Amte gemeldet werden muß.

Die älmschaltungen beim Amt werden etwa 1 bis 2 Stunden in Anspruch nehmen, wäh­rend deren der Verehr ruhen muh. Die Wieder­aufnahme des Betriebs geschieht sobald als mög­lich und hängt in der Hauptsache davon ab, ob alle Teilnehmer rechtzeitig und richtig schnei­den usw.

Die genaueste Beachtung der Bestimmungen auf Seite 11/12 des neuen Fernsprechbuchs, das ebenfalls am 27. Juli 2 Uhr nachmittags in Be­nutzung zu nehmen ist, sowie der jedem Teil­nehmer ausgehändigten Bedienungsvorschriften in Aushangform wird dringend empfohlen. Etwa noch bestehende Zweifel können durch den Be­such der Vorführungen beim Telegraphenamt (Dahnhofstr. 85, Hofgebäude, Dordeingang) be­hoben werden. Diese Vorführungen werden noch bis zum 26. Juli täglich von 8 bis 1 und 3 bis 6 älhr nachmittags stattfinden.

Weiter wird noch darauf aufmerksam ge­macht, daß sich jeder Teilnehmer nächsten Sams­tagnachmittag und Sonntag in der Benutzung des Fernsprechers aus technischen Gründen mög­lichste Beschränkung auserlegen muß. Durch nicht unbedingt nötige Gespräche oder gar bloße Sprechversuche würde der wirklich dringende Ver­kehr beeinträchtigt werden. (Vgl. die Bekannt­machung im heutigen Anzeigenteil.)

bei der Abwehr des Feindes in den Vogesen, während der älteste Sohn bereits als Berufs­offizier in Frankreich kämpfte, der zweite Sohn sich in letzter militärischer Ausbildung befand.

Ein tragisches Geschick ließ nut den Vater heil aus dem Felde zurückkehren: beide Söhne, der Stolz und die Hoffnung der Eltern, besiegelten ihre Treue für das Vaterland mit dem Helden­tode.

Doch auch so schweres Schicksal konnte den tief­gebeugten Vater nicht vollends zu Boden drücken. Sein Pflichtbewußtem hielt ihn aufrecht.

Die Regierung berief Karl Weber als Land­forstmeister an die Spitze der Hessischen Forst­verwaltung. Was Karl Weber in der schweren Kriegs- und Dachkriegszeit in dieser Stellung zu leisten hatte, war das Schwerste seiner dienst­lichen Tätigkeit. Das Schiff der hessischen Forst- verwaltung durch die schweren Wogen der staat­lichen älmwälzung mit all ihren Wirren und Schwierigkeiten sicher und ohne Schaden zu len­ken, konnte nur seinem Geschick und seinem ge­nialen Weitblick gelingen. Daß die wichtigsten von ihm veranlaßten gesetzgeberischen Maßnah­men, wie dasCanögefetj , die Gesetze über Die Neuorganisation der Förstereien" und Kleber die Forstverwaltung im Dolksstaat Hes­sen", ihm neben Anerkennung auch Anfeindun­gen eintrugen, lag in der Datur der Sache. Denn Vorteile für das große Ganze werden immer mit Dachteilen für Einzelne verknüpft sein. Kein Unbefangener aber wird auch dem Staatsmann Karl Weber die Achtung und An­erkennung für sein uneigennütziges Streben nach hohen Zielen zur Förderung der Volkswohlfahrt versagen.

Betrauern werden jedoch alle, die ihn wirk­lich kannten, den guten, warmherzigen Menschen Karl Weber, der so vielen ein treuer Freund im Leben war und als solcher in dankbarer Erinnerung fortleben^ wird.

Vornotizen.

Stadttheater Gießen. Die heutige Erstaufführung des neuen SchwankesHallo, wir

fisch« Forstverein in seinem Reviere, und im Jahre 1927 fand einFortbildungskurs des Deutschen Forstvereins" unter Beteiligung der prominentesten deutschen Forstleute dort statt. Denn nicht nur der hervorragende forstliche Praktiker erfreute sich allgemeiner Wertschätzung, sondern auch seine wissenschaftlichen älntersuchun- gen und Bestrebungen fanden in der forstlichen Welt volle Beachtung und Anerkennung.

Aber in der rein fachlichen Tätigkeit fand die reiche Datur Karl Webers nicht Genüge. Dafür war er zu eng mit weiten Kreisen Oberhessens verbunden. Er mußte seine reichen Gaben und Kenntnisse in ihren Dienst stellen. So berief ihn das Vertrauen der Bevölkerung in den Landtag als Vertreter des Wahlkreises Schotten. Auch hier kamen Karl Webers hervorragende Gaben voll zur Geltung. In allen schwierigen Situatio­nen, besonders wenn es galt, die Gegensätze zwi­schen der Ersten und Zweiten Kammer zu über­brücken, fand Weber den richtigen Weg.

Daß die kommunalen Verwaltungen, Kreis- und Provinzialausschuh die Dienste dieses hervor­ragend begabten Mannes sich sicherten, war selbstverständlich. Alle seine Verdienste hier zu würdigen, fehlt es an Raum. Hervorqehoben sei jedoch, daß die Gründung des Provinzial-Wasser- werkes Inheiden und des Walferkrästwerkes Lih- berg feinen Anregungen mit zu verdanken ist.

Aber auch für die Interessen seiner nächsten Umgebung, des Diddertales und seiner Bewoh­ner, setzte Karl Weber sich ein. Lange Jahre versah er das Amt des Vorsitzenden der Spar­kasse zu Ortenberg. Die Gruppenwasserversor­gung einer ganzen Anzahl von Gemeinden des Diddertales ist auf seine Anregung zurückzufüh­ren. Doch in allerletzter Zeit galten seine Be­strebungen der Rationalisierung der heimat­lichen Obstverwertung.

Diese reiche Lebenstätigkeit fand eine Unter­brechung im Jahre 1914. Das lodernde Dational- gefühl ließ auch Karl Weber als Fünfzigjährigen I zu den Fahnen eilen. Dem mobilen uauusturi.l- I Bataillon Friedberg stellte er sich zur Verfügung

fliegen!" von Hermann Lekisch und Hans Dernböst (Spielleitung Heinrich Hub) beginnt um 20 Uhr. Sommerabonnements haben Gültigkeit.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater:Hallo, wir fliegen!", 20 bis 22.15 älhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die Ehe".

Bauvorhaben der Baugenossen­schaft 1 89 4 in der Liebig st raße. Mit ter Erbauung eines Wohn- und Geschäftshauses für die Baugenossenschaft 1894 in der Liebig» st raße, gegenüber den bereits fertiggestellten Wohnblöcken. Hal man seit einigen Tagen be­gonnen. Das Gebäude soll im Erdgeschoß Läq den enthalten, während in den drei oberen Ge­schossen je zwei Dreizimmerwohnungen mit Zu­behör vorgesehen sind. Die Anfertigung der Baupläne und die Bauleitung sind dem Archi­tekten Hamann übertragen, während die Aus­führung der Erd-, Maurer- und Eisenbetonarbei­ten durch dieBauhütte" erfolgt. Soweit man feftstellen konnte, wird das Gebäude ohne In­anspruchnahme öffentlicher Darlehen errichtet. Dach Vollendung des Bauwesens, das noch in diesem Sommer im Rohbau fertiggestellt wer­den soll, ist die Liebigstraße, mit Ausnahm« eines der Eisenbahnverwaltung gehörigen Grund-, stücks, als ausgebaut zu betrachten.

** Oberhessischer Geschichtsverein. Dieser Tage ist dem Geschichtsverein ein beson­ders wertvolles Geschenk zugewendet worden. Die Herren August Hoffmann in Waldheim in Sachsen und Lldolph Hoffmann in Gie­ßen (Stephanstraße 11) haben ihm ein Modell der Burgruine Gleiberg, das von ihrem Vater, Ferdinand Hoffmann, in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angefertigt worden ist, überwiesen. Das Modell zeichnet sich durch große historische Treue und künstlerische Schön­heit aus. Es ist deshalb interessant, weil es die Ruine toiebergibt in einem Zustand, der heute durch Freilegung eines Teiles der Jnnenhöfe und andere Veränderungen beseitigt ist. Der Verfer­tiger dieses schönen, von Herrn Adolph Hoff­mann sachgemäß wiederhergestellten Stückes, ist unser früherer, im Jahre 1897 verstorbener ver­dienter Mitbürger, der einst großes Ansehen genossen hat und den älteren Gießenern noch in guter Erinnerung steht. Das interessante Werk soll im Oberhessischen Museum seinen dauern­den Platz finden.

** I m Lichtspielhaus. Bahnhof­straße, wird seit gestern der FilmD i e E h e" von Dr. Th. H. van de Velde gezeigt. DaS Thema ist gegenwärtig aktuell und der Dame deS Verfassers befannt und fast volkstümlich genug, um dem Werk (trotz der sommerlichen Tempera­tur) eine nicht alltägliche Anziehungskraft zu verleihen. Der Streifen erweist sich als eine Art Aufklärungsfilm, mit ausgesprochen lehrhafter Tendenz an die breiten Massen des Publikums sich wendend, originell in seiner Mischung auS Spielfilm, Trickaufnahme, Statistik und lebendem Bild. Die Regie, von wissenschaftlichen Instituten in Berlin unterstützt, arbeitet gro. enteils sachlich und nicht ohne Geschick, bringt aber nicht immer neues Material und bedient sich stellenweise recht einseitiger und grober Beispiele. Im Grunde ist das Thema doch in Buchform gründlicher und wohl auch wirkungsvoller zu behandeln: das Bild vermag die sachliche Abhandlung nur teilweise zu ersehen oder gar zu überbieten. In den aktuel­len und historischen Episoden ist vorwiegend gutes Schauspielermaterial am Werke. 2n der weib­lichen Besetzung fallen vor allem Lil D a g o v e r (die hier in bester Form erscheint), Hanna Waag, eine sehr talentierte junge Gießenerin, die in letzter bemerkenswerte Erfolge aufzuweifen hatte, und MariaSolveg auf; von den Herren: Stahl-Dachbaur und Livio P a v a n e l l i.

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