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edrSvorsitzende W Klee eine Degrüßungsan- spräche, in der er u. a. zu weiterer tatkräftiger Mitarbeit an der schönen Sangessache auffor- bette. 3n bunter Abwechslung folgten dann Konzertstücke der Kapelle, ge angliche Darbietungen des Vereins und humoristische Vorträge von Herrn Geißler, Großen-Linden. Wie alljährlich, fehlte auch diesmal das gemeinsame Kaffeetrinken nicht. — Der hiesige Kriegerverein lVors. W. Laux) beabsichtigt, in nächster Zeit eine Reihe schöner Filme aus Deutschlands geschichtlicher Vergangenheit vorführen zu lassen. Zu diesem Zweck hat man Herrn Hisgen, Lich. gewonnen, der demnächst den Weitkriegsilm vorführen will.
! Hungen, 22. Ian. Die am Sonntag unter dem Vorsitz von G- Kohlheyer im „Solmser Hof" tagende Versammlung des Geflügelzuchtvereins Hungen und Umgegend beschäftigte sich m.t den letzten Vorbereitungen für die am nächsten Sonntag in der Turnhalle dahier stattsindende Geflügelschau des CBe- zirleS Schotten-Laubach-Hungen. Bürgermeister 3 e n i> t wird das Protektorat über die Veranstaltung übernehmen. Als Ausstellungsleiter wurde G. Hehler bestimmt. Die Prämiierung der ausgestellten Tiere findet durch die Preisrichter Ph. O st h e i m, Echzell, und K. R ü h - 'amen, Giehen, die Eröffnung der Ausstellung um Sonntagvormittag statt. Eine staatliche Anzahl wertvoller Ehrenpreise, darunter auch solche von der Landwirtschastslammer, stehen zur Verfügung. Um den Interessenten in der Umgebung die Zureise zu erleichtern, soll der Autobus des ZweckverbandeS Schotten-Hungen an diesem Tag zwischen hier und den Äachbarorten verkehren. Am Montag ist die Schau für Schulen geöffnet.
• Rodheim a.d. Horloff, 22. Ian. Dieser Tage hie.t der hiesige Schühenverein seine Generalversammlung ab. Wie aus dem Iahresbericht hervorgeht, ist die Mitgliederzahl in ständigem Steigen begriffen, fast sämtliche Jugendliche des Ortes gehören dem Verein an. Auf mehreren Wettbewerben konnten sehr gute Erfolge erzielt werden. Die vom Rechner er» hütete Iahresrechnung wurde genehmigt und dem Vorstand und Rechner Entlastung erteilt Die durch den Dau einer Schützenhalle dem Verein erwachsene Schuldenlast konnte zum größten Teile abgetragen werden: die Gemeindevertretung stellte als Zuschuß einen namhaften Betrag in Aussicht. Bei der Vorstandswahl wurden als Beisitzer Adolf Schäfer und Erich Hofmann neugewählt, im übrigen wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder durch Wiederwahl in ihren Qlemtern bestätigt. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil des Abends fand ein gemütliches Beisammensein statt
Kreis Friedberg.
WSR. B a d - R a u h e i m, 22. Ian. Wie die .Dad-Aauheimer Zeitung" zuverlässig erfährt, soll sich der Reichssparkommrssar in seiner bis heute noch nicht veröffentlichten Denkschrift bei dem Kapitel „Aufhebung bzw. Zusammenlegung von Amtsgerichten" für eine Aufhebung des Amtsgerichts Dad-Rauheim ab 1. {Januar 1930 ausgesprochen haben. Lediglich eine Geschäftsstelle soll hier verbleiben.
J Steinfurth, 22. Jan. Bürgermeister Falk, der 25 Jahre das Bürgermeisteramt geführt hat, ist nun, 73jährig, in den Ruhestand getreten. Er wird die Geschäftsführung noch bis jur Wahl und Bestätigung des neuen Bürgermeisters behalten. Die Neuwahl ist auf Sonntag, 17. Februar, festgesetzt worden. Als Bewerber werden genannt: Gemeinderechncr Schwegler, Beigeordneter Philippi und Gemeinderatsmitglied Ludwig Huber.
Kreis Büdingen.
y. Bad Salzhausen, 22. Ian. Gestern wurde hier das bei der Felöbereinigung gebildete Alafsegelände öffentlich versteigert. Es wurden 25 761 Quadratmeter Acker- und Wiesenlund ausgeboten und dafür 13 260 Mark erlöst. Fast alle neuen Besitzer sind in Geiß-Ridda woh. h ft. Don gutem Ackerland ka n der Quadrai- ine.ec durchschnittlich auf 55 Pf. Die Käufer Haren den Kaufpreis in sechs Zielen zu zahlen und zu dem jeweiligen Dankzinsfuß zu verzinsen. Größere Zuschnitte £at auch der Staat erhllten. die zu dem Durchschnittserlös bei der heuttgen Versteigerung M vergüten sind.
]:[ Gelnhaar, 22. Ian. Dieser Tage hielt 8er hiesige Gemischte Chor seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Der Rechner erstattete den Kassenbericht: es ergab sich ein reiner Lieberschub von 105 Mark. 5>et alte Borstand wurde auf drei Iahre wiedergewählt. Bon einem Familienabend oder sonstiger Unter» Altung wurde infolge der eben herrschenden Ar- beitslosigkcit abgesehen. Rachdem die TageSord- Buntg erledigt war, wurde dem Dirigenten, Lehrer Aünergarth. ein schönes Dild (Zillertal von
lauf etwas leistet, den Langlauf und Schanzen ein, dann folge bevor.
springt er sich auf großen stehen ihm sicherlich noch Tr
atte Dlütenträume reiften, so
Gauerländer Ski-Rennen
Wenn auch nicht
kann doch der Ski-Klub Gießen mit seinen diesjährigen vier Sauerländer Preisen zufrieden sein, zumal er sich auf dem ©ebiet des Springens bis in die ersten Reihen vorgeschoben hat. Die
Im Sprunglauf erhielt tt.©rolman den 3.Preis, im zusammengesetzten blieb er 2. Sieger. Jedenfalls ist für die kommenden Iahre v. Grolman einer der aussichtsreichsten Läufer Gießens, da er sowohl im Lang- als im Sprung- Trainiert er rechtzeitig für
Willbach) überreicht. Rach kurzen Worten des Dirigenten, in denen er dem Verein für das Geschenk dankte, gini es zum gemütlichen Teil über. Die Feierabendstunde beschloß die Generalversammlung.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 21. Ian. Am Samstagabend hielt der hiesige Veteranen- und Krie-
Hauptkonkurrenz bilden stets die Mannschaften aus den Ski-Vereinen der ortsansässigen Derg- bewohner, insbesondere der von Willingen und Winterberg, die das Gelände kennen und denen die großen Schanzen auch zum Heben zur Verfügung stehen.
Zum Schluß noch ein Wort zum Wachsen der Ski: Hierzu müssen beim M-Klub Giehen noch Erfahrungen gesammelt werden. Der Laie hat keine Vorstellung, wie ost beim Ski-Lauf der Erfolg davon abhängt, daß man gerade das Wachs auf den Ski hat, das für die besondere Schneeart Paßt. Unter Umständen ist sogar bei einem längeren Langlauf ein Ausschnallen und Umwachsen geboten. Der Zeitverlust holt sich spielend wieder ein, sofern man nur auf die richtige Wachsart getippt hat.
Von den Ergebnissen des Rennens seien folgende angeführt, die insbesondere für Gießen interessieren:
Langlauf (15 Kilometer) Herreicklasse fl: 1. Sieger: Brinkmann, Winterberg, 1 Stunde 31 Min. (beste gelaufene Zeit). Die vier übrigen Preise fielen nach Berleburg, Winterberg, Düsseldorf und Willingen. Es kamen, ohne Preise ;u erhalten, an: an 6. Stelle: v. Grolman (Gießen) mit 1 6t 38 Min. und an 8. Stelle Dr. Dv- browolny mit 1 St. 42 Min. II. Altersklasse (40 bis 50 Iahre): 1. Seidler (Düsseldorf), 2. Hofmann (Düsseldorf). Ohne Preis an 4. Stelle: Mangold (Gießen) mit 2 St. 6 Min.
Damenlauf (3 Kilometer) 1. Klasse: Mar- grit Iaeger (Gießen) 12.17 Min. 1. Siegerin. 2. Klasse: 1. Thea Wahle (Winterberg) 11.49 Min.: 2. Lotte Drill (Gießen) 13,17 Min. (In der Montagsausgabe war Frl. Drill irrtümlich als 3. Siegerin angegeben.)
Sprunglauf (je zwei gewertete Sprünge-: Klasse 1: 1. Wahle (Winterberg) 23 Meter (gestanden) und 21,5 Meter (gestürzt). 2. Genuit (Winterberg) 18 Meter und 18 Meter (beide gestanden. 2. Klasse: Wittenborn (Därmen) 21 Meter und 23,5 Meter (beide gestanden): 2. Fischer (Mcinerzhagen) 19 und 19 Meter (beide gestanden): 3. v. Grolman (Gießen) 22 Meter (gestanden) und 20,5 Meter (gestürzt).
Zusammengesetzter Lauf (Gesamtwertung von Gang- und Sprunglauf): 1. Genuit (Willingen) Rote 14,959 ; 2. v. Grolman (Gießen) Rote: 14,093 ; 3. Fischer (MeinerzHagen) Rote: 14,091.
gerüerein im »Deutschen Hause" sein diesjähriges Winterfest ab, das aus allen Kreisen der Bevöllerung sehr gut besucht war. Rach einer Begrüßungsansprache des ersten Vorsitzenden, Lehrer Hartmann, in welcher dieser auf die Aufgaben der Kriegervereine näher einging und mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland und seinen Reichspräsidenten schloß, wickelte sich
Ablaufs und dem Ende des Auslaufs (nach dem Sprung) entspricht etwa der zwischen Hoherods- köpf und Breungeshain. Der Winkel des Aufsprungs beträgt auf einer Strecke von 110 Meter 36 Grad (Hoyerodskopfschanze 30 Grad).
Sein erster Sprung — es war überhaupt sein allererster auf einer derartigen Schanze — gelang v. Grolman (Gießen) glänzend. Mit 22 Meter kam er, was die Weite betrifft, an die Grenze des an diesem Tag Möglichen Die beiden Haltungsnoten für diesen gestandenen Sprung waren 20 und 19. (Bestmögliche Rote: 20.) Leider stürzte v. Grolman beim zweiten gewerteten Sprung Sonst wäre er Meister vorn Sauerland geworden, und zwar durch die Gesamtleistung von Lang- und Sprunglauf. Trotz des Sturzes beim zweiten Sprung fehlte 'ihm zur Meisterschaft nur der Bruchteil eines Punktes. Dies ist um so bedauerlicher, als in diesem Iahr das Land Tirol für jeden Ski »Meister eines Landesverbandes einen Ehrenpreis ausgesetzt hat, bestehend in einem zehntägigen freien Aufenthalt an beliebigen Plätzen Tirols und freier Bahnfahrt 2. Klasse.
Da keiner der Läufer die zur Meisterschaft notwendigen 15 Wertungspunkte erreichte, gab es auch in diesem Iahr keinen Ski-Rkeister vom Sauerland.
Der Landesverband Skiklub Sauerland, dem der Skiklub Gießen als Ortsgruppe angehört, hielt am letzten Samstag und Sonntag in Willingen (Waldeck) seinen Verbandswettlauf ab, bei Dem die Sauerlandmeisterschaft Aum Austrag kommen sollte.
Willingen (580 Meter), an der Bahnstrecke Corbach—Brilon— Wald gelegen, mitten in Der „Waldeckschen Schweiz" - steile Höhenzüge steigen bis über 800 Meter an — ist wie selten ein Ort des nördlichen Westdeutschlands zu einem Derartigen Unternehmen geeignet. Kein Fremdling ist dort der Skiläufer, sondern Sportkamerad unter der skilaufenden Bevölkerung. Schon die Dorfkinder meistern Die Bretter.
Der 6 kiklub Gießen startete mit insgesamt 7 Läufern bei Langläufen Der Herrenklasse unD Altersklasse II, beim Damenlauf unD Sprunglauf. Der Geländelauf mußte aussallen.
Mit Dem ersten Renntag setzte Tauwetter ein, Rebel, Schnee, zum Teil auch Regen. Die Schneemassen im Gelände reichten sreüich noch längst aus. Aber im nassen Firnschnee stand Läufern und Läuferinnen eine äußerst anstrengende Sportarbeit bevor.
Damen- und Sungmannenläufe wurden programmäßig dur^geführt. Im Samenlauf der 1. Klasse war Frl. Iaeger vom Skiklub Gießen wieder 1. Siegerin In der 2. Damen- klasse erhielt Frl. Lotte Drill, gleichfalls Ski- klub Gießen, den 2. Preis. Deide liefen eine gute Zeit, trotzdem sie anscheinend nicht das für Den betreffenDen Schnee geeignete Wachs auf den Drettern hatten.
Der Herrenlanglauf am Samstagvormittag, Der als Rundlauf im Gebiet des Ettel- berges (833 Meter) gedacht war, nahm ein unerwartetes Ende. Die Willinger Mannschaft, die am Morgen vor dem Rennen Die 18 Kilometer lange Strecke abstecken sollte, verlief sich im dichten Rebel in Den Dergen. Rach 12 Kilometer anstrengendster Fahrt stießen die Langläufer auf unmarkierte Wege. Ein Teil von ihnen kam in steiler Abfahrt in den Dörfern des Rachhartals an. Andere trafen auf Die umher- irrenDe Willinger Absteckmannschaft und kehrten um. Kurzum, das Rennen stieß ins Leere. Eine Bewertung war sekbstverständlich ausgeschlossen. Sportarbeit schwerster Art war umsonst vertan. Erst nach Stunden waren alle Läufer wieder nach Willingen zurückgekehrt.
Hm so mehr sprach es für Den Sportgeist Der Läufer, daß Die weitaus meisten sich bereit erklärten, am Sonntagvormittag Den Langlauf zu wieDerbolen. Diesmal wurde eine Strecke von 7,5 Kilometer zum Hin- und Rücklauf abgesteckt. Auch sie führte wieder ins Gttelberg-Massiv. Bei diesem 15-Kilometer-Lauf war eine Gesamtsteigung von zirka 300 Meter zu überwinden. Frost herrschte. Sie Fahrt ging auf Harsch, der sich in den höheren Regionen als Bruchharsch entpuppte. Am Schluß hatte man eS wieder mit nassem Firn zu tun Sie Gießener Läuser der Altersklasse eroberten feinen Preis.. Immerhin hielt sich Baurat Mangold an vierter Stelle, mit einer Zeit von 2 Stunden 6 Minuten Auch in der Herrenklasse entfiel keiner der fünf Preise auf einen Gießener. Iedoch ging von Grolman (Gießen) mit einer guten Zeit von 1 Stunde 33 Minuten als sechster durchs Ziel und Dr. Dobrowolny (Gießen) mit 1 Stunde 42 Minuten als achter. Die beste Zeit des Siegers (Berleburg) betrug 1 Stunde 31 Minuten. Gießen hat sich somit gut gehalten Die Leistungen von Grolmans kamen ihm spater bei der Wertung des zusammengesetzten Laufs (gemeinsame Wertung von Lang- und Sprunglauf) zugute.
Der Abfahrtslauf, zu dem gleichfalls Gießener Läufer starten wollten, mußte wegen Verlegung des Langlaufs aussallen.
Am Sonntagnachmittag lief man dieSprung- konkurrenz wieder auf weichem Firnschnee, Der die Weite Der Sprünge sehr ungünstig beeinflußte. Die Willinger Schanze ist gebaut für Sprünge bis 50 Meter. Am Sonntag aber kam der weiteste Sprung des Tages, Den Bartel (Ski-Klub Gießen) sprang, nur auf 24 Meter. Leiber waren beide Sprünge Bartels gestürzt.
Sie Willinger Mühlenko?fschanze, auf Der gesprungen wurde, ist die beste des Sauerlandes. Die Höhendifferenz zwischen Dem Beginn des
das abwechslungSvoN und fesselnd zusammen- gestetlte Programm flott ab, wobei insbesondere Die Theaterstücke unD ein von Der hiesigen Kindergärtnerin, Frl. Seifer t, einftuDierter Kinderreigen besonders lebhaften Beifall fanden Verschiedene Mitglieder des Vereins wurden für 25jährige Mitgliedschaft durch Verleihung von Ehrenurkunden ausgezeichnet. Ein Ball beschloß die wohlgelungene Veranstaltung.
(-) Groß-Felda. 22. Ian. Der hiesige Sportverein 1 9 2 5 veranstaltete in des Gastwirtschaft „3ur Traube" sein diesjährige» Wintervergnügen, das sich eines sehr guten Besuchs erfreute. Im Anschluß an einen Prolog, Den eine junge Dame vortrug, sprach Molkereioberinspektor August Marke! über Die Bedeu- tung Des Sportes für unsere Iugend. Anschließend wurden zwei Theaterstücke aufgeführt, denen eine Verlosung folgte. Sie Kapelle .Frankonia" von hier sorgte in trefflicher Weise für Den musikalischen Teil Des AbenDS, der mit Tanz seinen Abschluß fand.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
* Lützellinden, 21. 3an. Der hiesig« Männer-Gesangverein, Mitglied deS Solmser Sängerbundes, veranstaltet am kommenden Samstag und Sonntag fein diesjährige- Wintervergnügen, bei Dem ein gutes Theaterfttick zur Ausführung kommen soll. Der Beidin steht unter der künstlerischen Leitung des Chormeisters Leib (Gießen).
Dillkreis.
WSR. Sillen bürg, 22. Ian. Das neue Fernsprech-Selbstanschluhamt wird vorausficht.ich am 3. oder 4. Februar in Betrieb genommen werden.
U Eisemroth, 22. Ian. Hier fand jetzt Die erste Diesjährige Holzversteigerung statt. Die Preise schwankten für Buchenscheithols zwischen 40 und 50 Ml. für je 4 Raummeter. Knüppel wurden mit 25 bis 30 Mk. je 4 Raummeter bezahlt. Der: Reiserknüppelpreis betrug 10—12 Mk. je 4 Raummeter.
Kunst und Wissenschaft.
Der Jerusalemer ZHumienfunb wird dementiert.
London. 23. Ian. (W.T.B.-Funkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet aus Ierusalem, daß die Meldung über die Entdeckung der Grabstätte der ägyptischen Frau des Königs Salomo vollkommen aus der Luft gegriffen sei.
Buntes Allerlei.
Bdttedarif.
Die türkische Polizei hat strenge Vorschriften erhalten, jede Person, die arbeitslos auf den Hauptstraßen angetroffen wird, festzunehmen und durch den Stadtarzt untersuchen zu lassen, ob sie geeignet ist, Arbeit zu leisten. Die Kranken und Arbeitsunfähigen werden den Verwandten übergeben, von Denen sie versorgt werden müssen. Die Bettler müssen öffentliche Arbeiten leisten und werden von den Gemeinden ernährt. Die Maßnahmen sind auf die außerordentliche Zunahme des Bettlerunwesens in der Türkei zurückzuführen. Die Bettlergilde hatte sich sogar einen Tarif gegeben und als geringstes annehmbares 2llmofen den Betrag von 2,5 Piaster festgesetzt.
Die mißglückte Schweine-G.mch^.
Großes Gelächter herrschte kürzlich bei der Verhandlung eines Prozesses vor einem Pariser Gerichtshof, bei Dem ein Mann namens Gustave Itasse Des Betruges angeklagt war. Er mar Der DegrünDer eines Unternehmens, daS sich stofz „Französische Schweine-G.m.b.H." nannte. Die Gesellschafter mußten nach Den Angaben deS Prospektes Das nötige GelD einlegen, um ein Schweinchen zu kaufen, Das Dann von Der Gesellschaft aufgezogen unD als Mastschwein verkauft werben sollte. Von Dem stattlichen Gewinn, den man Dabei zu erzielen hoffte, sollte Der Besitzer Des Anteils 50 Prozent und 50 Prozent Die Gesellschaft erhalten. Es hatten sich für Dieses Geschäft so viel Franzosen gefunden, daß Die Einlagen Die Summe von l1/* Mill. Mk. überschritten, aber Die glücklichen Miteigentümer der Schweinchen, Deren Groß- und Fettwerden sie sich in ihren rosigen Träumen vorstellten, erhielten keinen Pfennig. Wenn sie sich dann nach Dem Ergehen ihres Schweines erkundigten, er* hiellen sie stets dieselbe Antwort: daß es leider gestorben sei. „Ich hatte halt so großes Pech," erklärte Itasse kläglich vor Gericht. „Alle Schweine sind mit immer zu früh gestorben." Das Gericht erkannte diese Entschuldigung nicht an, sondern verurteilte Den GrünDer Der ScAoeine- G.mch.H. zu einer empsindlichen Strafe.
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