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Handball der Gp.-Dg. *1900.

8. Nächsten Sonntag hat die Spielvereiniaung 1900 abermals einen süddeutschen Verein zu Gast. Es ist der V. f. B. Höchst a.M., der damit einer Rückspielverpflichtung nacykommt. Im Vortreffen hatten die 1900er eine mit vielem und unzureichen­dem Ersatz durchsetzte Mannschaft nach Höchst ent­sandt, die glatt geschlagen wurde. Am kommenden Sonntag wird es naturgemäß das Bestreben der Spieloereinigungsleute sein, die Scharte auszuwetzen und dann auch den guten Eindruck vom vergangenen Samstag (3:1 gegen Rot-Weiß Darmstadt) nicht zu verwischen. Wenn die Mannschaft mit demselben Eifer spielt, muß sie ein günstiges Resultat heraus­holen können, zumal der Sturm wesentlich stärker ausgestellt ist. Der Höchster Mannschaft ist eine forsche Spielweise eigen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Ligareserve und 3. Mannschaft der Dlauweihen haben sich für den nächsten Sonn­tag die 1. und 2. Elf Sportvereins Cölbe bei Marburg, denen ein guter sportlicher Ruf vorausgeht, zu Gesellschaftsspielen nach hier ver­pflichtet. Durch ständige Begegnungen mit den Marburger Stadtvereinen haben es die Gäste zu ganz ansehnlichem Können gebracht. Die je­weiligen Sieger sind nicht vorauszusagen.

Die Äugend unterliegt seit verganenem Sonntag der Sperre.

B. f. B.

Bor der am 1. Juli beginnenden allgemeinen sFuhballsperre toill die L i g a m a n n sch a f t noch zwei Rückspielverpflichtungen einlösen.. Am kom­menden Sonntag fährt sie nach Alsfeld, um gegen den dortigen Sportverein 06 anzu- treten. Es ist das vierte Treffen, in dem sich die beiden Mannschaften gegenüberstehen. Die drei vvrausgehenden gewann Alsfeld, die zwei ersten mit 5:2, während das dritte beim Stande von 3:2 für Alsfeld wegen Regens abgebrochen wurde. D.f.B. hat diesmal also allen Grund, das Mög­lichste aus sich herauszugeben, um die Riederlage wieder wettzumachen. Wenn ihm dies gelingen soll, muh die.Mannschaft jedoch in stärkster Auf­stellung stehen und in bester Form sein. Dor allem sollte sie von vornherein darauf bedacht lern, ihr Spiel dem auhergewöhnlich kleinen und harten Platz anzupassen. Alsfeld ist eine typische Kampfmannschaft und besonders auf eigenem Platz ein gefährlicher Gegner. Sein letztes, vor vierzehn Tagen ausgetragenes Spiel gegen die sFulbaerGermanen", die D.f.B. vor einiger Zeit auf hiesigem Platze mit 4:0 schlagen konnte, en­dete 1:1. Hiernach zu schließen, was allerdings nur sehr bedingt sein kann, sollte man Giehen einen knappen Sieg Voraussagen können.

Die Ligareserve empfängt auf eigenem Platz die erste Mannschaft des Sportvereins Homburg zum Gesellschaftsspiel. Die Gäste waren vor längerer Zeit als sehr spielstarke Mannschaft bekannt, haben aber dann stark nach­gelassen. Immerhin wird D.f.B. sich anstrengen müssen, wenn er gewinnen will.

Die 3. Mannschaft folgt einer Einladung des Sportklubs Daubringen, der im Rahmen eines Werbesportfestes eine Anzahl Pokalspiele veranstaltet, an denen sich die D.f.D.- Elf beteiligen will. Wenn die Konkurrenz nicht allzu stark ist, sollte sie Aussicht auf Sieg und Pokal haben.

Arbeiier-Turn- und Sporibund.

Am kommenden Sonntag kommen die letzten Spieleder diesjährigen Frühjahrs­runde zum Austrag. Außer noch zwei aus­stehenden Spielen der 1.Mannschaft Wie­se ck s wird die Runde beendet sein. W i e s e ck I tritt am Sonntag in Lollar gegen die dortige 1.Mannschaft an. Zwischen beiden Gegnern hat es schon immer spannende Treffen gegeben. Wer am Sonntag als Sieger den Platz verläßt, ist ungewiß, da die Platzbesiher schon öfters mit äleberraschungen aufwartcten.

Gieß en II fährt nach Beil st ein und wird abermals eine Riederlage nach Hause bringen.

Westdeutscher Spielverband.

Gautag des GaueS Gießen-Wehlar.

Der diesjährige ordentliche Gautag fand am vorigen Sonntag in Anwesenheit von Vertretern von 45 Vereinen mit 101 Stimmen in Wetzlar statt. Aus den Jahresberichten, die von den ein­zelnen Referenten verlesen wurden, war zu er­sehen, daß auch in dem vergangenen Jahre eine gute Weiterentwicklung zu verzeichnen ist. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt: Klier (Wetzlar) als Obmann, Henkel (Gießen) als Geschäftsführer, Bastian (Frohnhausen) als Beisitzer, Hofmann (Gießen) als Leichtathletik­

Obmann. Reugewähll wurden Dusch (Rieder- Weisel als Jugend-Obmann und Durgeleit (Gießen) als Handball-Obmann. Die Erledigung der vorliegenden Anträge erfolgt bei der dem­nächst stattfindenden Fortsetzung des Gautages. Bund OeutscherZugendvereineB.D.Z.

Die Äungenschaft der Matthäusge- meinde Gießen kann mit ihrem Abschneiden bei dem am vergangenen Sonntag stattgehabten Sportfest des Landesverbandes Hessen und Rassau des D. d. 3. vollauf befriedigt sein. Konnte sie doch in der Gcsamtwertung als bester Verein des garrzen Landesverbandes den ersten Platz besehen. Rachstehend die einzelnen Kämpfe.

Dreikampf: 1. Sieger Karl Geller, Gie­ßen (Kugelstoßen: 10,30 Meter, außer Konkur­renz: 11,15 Meter, 100 Meter: 12,5, Weitsprung: 5,80 Meter). 2. Sieger Richard Lenz, Giehen (10,10 Meter, 12,8 Sek., 5,55 Meter). 9. Sieger Rudolf Eifert, Giehen. 3n dieser Klasse erzielte Giehen die beste Gruppenleistung.

3n der Klasse der Aelteren belegte August M a ye r den 1. Platz.

Die zweitbeste Gruppenleistung erzielten die Gießener in der Klasse der Jüngeren: 6. Ernst Fabian: 7. Heini Gebauer: 9. Karl Scheuing.

In den Staffeln tonnten sich die Gießener nur plazieren: 4xl00-Meter Klasse B: 1. Frank­furt: 2. Zurhellen: 3. Gießen (Eifert, Langer, Lenz, Geller) 49,9 Sek. Klasse C: 3. Gießen. Klosse D: 3. Gießen.

3n der olympischen Staffel belegte Gießen infolge der prächtigen Pistung seines 400-Meter-Mannes unter neun Mannschaften den 3. Platz.

Der schönste Erfolg war der Handball­mannschaft beschieden. Rach ganz überlegenem Spiele konnte sie Oberneisen 7:2 und Frankfurt- Riederwald 4:2 schlagen und damit die Grup- penmeisterschast erringen.

Baden-Badener Automobiliurnier.

Rosenstein auf Mercedes-Benz fährt Rekord.

Wie in den letzten Jahren, so erfreut sich auch diesmal das IX. Baden-Badener Automobilturnier einer überaus regen Anteilnahme. Das Flachrennen, das am Donnerstagmittatz auf der fünf Kilometer lan­gen Strecke zwischen Rastatt und Ettlingen vor sich ging und fast die gesamte deutsche Extra­klasse am Start vereinte, brachte ausgezeichneten Sport und insofern eine äleberraschung, als es Rosen st ein (Stuttgart) mit seinem Mer­cedes-Sportwagen gelang, die Geschwindigkeiten der Rennwagenkategorie um ein Bedeutendes zu überbieten und mit 193,5 km (1:33,1 Minuten) einen neuen Rekord aufzustellen.. Die Er. gebnisse:

Sportwagen: 350 bis 75 0 ccm: 1. Si­mons (Berlin) auf DKW. 2:26,8 RNn. (101,9 Stdkm.): 2. Oesterreicher (Dresden) auf DKW. 2:37,2 Min.; 3. Hertenstein (Karlsruhe) auf Dixi 3:18,4 Minuten. 750 bis 1100 ccm:l. Stein­weg (München) auf DRC. 2:48,2 Min.: 2. Rock (Frankfurt a. M.) auf Opel 3:52,1 Minuten. 1100 bi s 15 0 0 ccm: 1. Kersting (Bremen) auf Bugatti 2:08,0 Minuten. 1500 bis 2000 ccm: 1. Dr. Fuchs (Rürnberg) auf Bugatti2:12,3 Min. (135,6 km), b i s 3000 ccm: 1. Riehenke (Hameln) auf Austro-Daimler 2:37,1 Min., b i s 5 000 ccm und darüber: 1. Rosenstein auf Mercedes-Benz 1:31,1 Min. (193,5 Stdkm. Beste Zeit des Tages und neuer Rekord): 2. Erich Spandel (Rürnberg) auf Mercedes-Benz 1:57,4 Min.: 3. Prinz zu Leiningen auf Mercedes-Benz 2:35 Minuten.

Rennwagen: 350 bis 15 00 ccm: 1. Dr. Risse (Solingen) auf Bugatti 2:13,3 Min.; 2. v. Morgen (Berlin) auf Amilcar 2:14,3 Min.,' b i s 15 00 ccm und darüber: 1. Rudolf Caracciöla (Berlin) auf Mercedes-Benz 1:43,1 Min. (174 km); 2. Kappler (Gernsbach) auf Bu­gatti 1:43,3 Min. (173,8 km); 3. Hans von Stuck (Gut Sterz) auf Austro-Daimler 1:49,1 Minuten.

Wirtschaft.

Landwirtschaft und Industrieabsatz.

Das Institut für Konjunkturforschung bringt in seinem neuen Wochenbericht eine interessonre Unter­suchung über die Beziehungen zwischen Landwirtschaft und Industrieabsatz. Danach nimmt die Landwirtschaft jährlich für etwa 4 Milliarden Mark Industrieerzeugnisse auf, und zwar je etwa zur Hälfte Produktionsmittel und Kon- sumgüter. Dieser Teil des Industrieabsatzes, der von den Kräften der Industriekonjunktur verhältnis­mäßig wenig berührt wird, gewinnt bei der gegen­wärtigen depressiven Lage der Industriewirtschaft an Bedeutung. Aus mehreren Schaubildern über

die Agrar- und Industriegebiete Deutschlands ist ersichtlich, daß ein starkes Uebergewicht der In­dustriebevölkerung über die Agrarbevölkerung Rheinland-Westfalen, das Land Sachsen und Berlin- Brandenburg aufweisen. Starkes Uebergewicht der Agrarbevölkerung^besteht dagegen in Dftpeu- ßen, Pommern und Mecklenburg, in der südlichen Rheinprovinz und in Südbayern. Da zahlenmäßige Uebergewicht der landwirtschaftlichen Bevölkerung läßt jedoch nicht eindeutige Schlüsse auf ihre Bedeu­tung für den Markt der Jndustrieerzeugnisse zu. Für die Kaufkraft der Landwirtschaft in den ein­zelnen Gebieten sind vor allem die agrarischen Pro­duktionszweige bestimmend, deren Werterzeugung selbstverständlich verschieden ist. Im allgemeinen sind die Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse gegenwärtig um rund 4,5 o.H. niedriger als vor einem Jahre. Dieser Rückgang ist vor allem auf die niedrigeren Preise für Weizen, Roggen und Kartoffeln zurückzu­führen. Dagegen liegen die Preise für Vieh und Vieherzeugnisse höher als im Vorjahre. Aus diesem Gesamtrückgang der Preise kann auf einen Rückgang des landwirtschaftlichen Bruttoer­löses je Produkteinbeit demnach auf eine Verminderung der Kaufkraft der Landwirtschaft geschlossen werden, deren Aus­maß jedoch in den einzelnen Gebieten Deutschlands je nach der Zusammensetzung der landwirtschaft­lichen Produktion verschieden groß ist. So hat der Rückgang der Geteide- und Kartoffelpreise vor allem die Kaufsraft der oftelbischen Gebiete in Mitleiden­schaft gezogen, während z. B. der Rückgang der Zuckerrübenpreise die Kaufkraft der Zuckerrüben- wirtschaften in Mitteldeutschland und Schlesien be­einträchtigt hat. Den starken Rückgang der Agrar­stoffpreise seit dem Vorjahr steht eine E r - Höhung der Preise für landwirt­schaftliche Produktionsmittel gegen­über, mit anderen Worten, die Preisschere hat sich zuungunsten der Landwirtschaft erweitert. Die Senkung der Konsumgüterpreise ist geringer als die der Agrarstoffpreise.

*

* HolländischerAustrag fürdieMo- torenfabrik Deutz. Die Koninglhke Paket- Daart My. hat bei der Schiffswerft von Burger- hout in Rotterdam drei neue Motorschiffe in Auftrag gegeben, deren Motoren von derMotoren- fabrik Köln-Deutz geliefert werden sollen.

* R. V. Hollandsche Kunstzuiden- Industrie, Breda. Wie zuverlässig ver­lautet, wird die Gesellschaft der auf den 2. 3uli einberufenen a. o. G.-V. eine Erhöhung des Ge­sellschaftskapitals von 10 auf 15 Mill. Gulden Vorschlägen. Die neuen Aktien sollen den alten Aktionären im Verhältnis 2:1 zum Kurse von 125 Prozent zum Bezüge angeboten werden.

* A. G. Möncheberger Gewerkschaft, Kassel. Die o. G.-V. genehmigte den Derlust- abschluh von 1928 in Höhe von 205 586 Mk. (im Vorjahre 4 Prozent Dividende) und beschloß, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen. Heber die Geschäftslage wurde mitgeteilt, daß im Mo­nat April eine Besserung eintrat, die im Mai einen außerordentlich starken Umfang annahm. Der Gesamtumsatz blieb aber doch im Vergleich zum Vorjahre zurück. Alle Regularien wurden widerspruchslos genehmigt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 21.Juni. Tendenz gedrückt. In­folge des fortbestehenden Auftragsmangels eröffnete auch die heutige Börse in lustloscr und weiter etwas schwächerer Haltung. Auch die Spekulation zeigte sich fast ganz desinter­essiert und schritt eher zu Abgaben, diese nahmen aber auch heute wieder kein größeres Ausmaß an, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse keine größeren Rückgänge zu verzeichnen waren. Der feste Schluß der gestrigen Reuyorker Börse, die bessere Lage am Arbeitsmarkt und einzelne eher günstige Nachrichten konnten keinen Eindruck machen, da der bevorstehende Halbjahres­ultimo zur Zurückhaltung mahnte, was schon an den wieder schlechteren Geldmarktver­hältnissen zu erkennen war. Farben waren weiter etwas angeboten und eröffneten ungefähr 3 v. H. schwächer. Scheideanstalt minus 1 v. H. Etwas Interesse bestand am Elektromarkt für Sie­mens plus 2 v. H. Hier sollen einige Auslandauf­träge eingetroffen fein. Aber auch Schuckert, Licht und Kraft und AEG. konnten bis 0,75 v. H. ge­winnen. Ehade-Aktien plus 1,50 Mark. Montan­werke und Autopapiere lagen bis 1,25 v. H. niedri­ger. Am Bankenmarkt zogen Disconto-Gesellschaft etwas an. Die übrigen Werte dieses Marktes muß­ten bis zu 1,25 v. H. nachgeben. In Glanzstoff­aktien ging heute das Angebot beträchtlich zurück und dieses Papier konnte sich knapp behaupten. Deutsche Linoleum eröffneten leicht gedrückt. Am variablen Markte waren Frankfurter Maschinen mit minus 1 v. H. angeboten. Renten fast ge« schäftslos. Deutsche Anleihen etwas nachgebend.

Ausländer behauptet. Im Verlaufe trat besonders für Montanwerte stärkeres Interesse hervor. Be­sonders bevorzugt waren Mannesmann mit plus 2,25, Mansfelder plus 1 und Harpener plus 2,25 v. H. Aber das Geschäft wurde bald wieder stiller, und die Spekulation schritt wieder zu Gewinnmit­nahmen. Hiernach setzte wieder, vom Elektromarkt ausgehend, eine lebhaftere Geschäfts­tätigkeit ein. AEG. gewannen 2, Schuckert 1, Siemens 1,5 v. H. Auch die übrigen Werte wie z. B. Farben, auch wieder die Montanwerte konnten sich daraufhin bessern. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld mit 7,5 v. H. unverändert. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1920, gegen Pfund 20,335, London gegen Kabel 4,8486, gegen Paris 123,99, gegen Mailand 92,67, gegen Madrid 34,20, gegen Holland 12,07.

Berliner Börse.

Berlin, 21. Juni. Das Angebot zu Beginn der Börse hielt an. Die Tendenz neigte weiter etwas zur Schwäche. Die Grundstimmung war jedoch recht widerstandsfähig, da der Schieds­spruch im Ruhrbergbau, die gute Rohstahlpro­duktion und die gebesserten Abschluhziffern der Kaliindustrie anregten. Die älmsahtätigkcit konnte aber erst später etwas größer werden. Stärker angeboten waren nur Demberg mit minus 6 Pro­zent, Tagesgeld 7 bis 9 Prozent. Renten still, aber gut behauptet. Rach den ersten Kursen trat eine allgemeine Gefchäftsbelebung ein und das Kursniveau besserte sich durchschnittlich um 2 Prozent. Bevorzugt waren Rorddeutscher Lloyd, Reichsbank, Mansfelder, Farben, Gelsen­kirchen, Harpener, Hoesch, Mannesmann, Rord- deutsche Wolle mit plus 3 Prozent, Polyphon mit plus 4 Prozent, Siemens plus 3 Prozent und Glanzstoff mit plus 3,5 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 21. Juni. Der Produkten­markt verkehrte weiter in ruhiger Haltung. Die höheren Auslandnotierungen beeinflußten die Ro- tierungen etwas günstiger, ohne daß das Ge­schäft hierdurch eine nennenswerte Belebung er­fahren tonnte. Die Provinz hielt sich stark zurück. Rur für Weizenmehl und auch für niederrheini­sche Qualitäten bestand etwas lebhafteres Inter­esse bei anziehendem Preise. Es wurden notiert: Weizen 23,50; Roggen 21,75 bis 22; Sommer­gerste für Brauzwecke 23; inl. Hafer 22; Mais (gelb) für Futterzwecke 20; Weizenmehl, süd­deutsches Spezial 0, 33; Roggenmehl 28,25 bis 29; Weizenkleie 10,25 bis 10,50; Roggenkleie 11,50 Mark. Tendenz: ruhig.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 22. Juni. Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; abends 9 und 9.40 Uhr.

Israelitische Religionsgefellfchaft. Sabbatfeier den 22. Juni. Freitag abend 7.50 Uhr; Samstag vor­mittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.40. Wochengottesdienst: morgens 6.15; abends 7.15 Uhr.

Letzte Nachrichten.

Abschluß de-210Mllionen Mark-Kredites des Reiches.

Berlin, 21.3unL (TU. Drahtbericht.) Amtlich wird mitgeteilt, bas Reich habe mit einer Ban­kengruppe unter Führung des Bankhauses Rlendelfohn L Lo., Berlin, der im übrigen die Deutsche Bank und die Reichskredit- g e f e l l f ch a f t A.-G., Berlin angehören, einen Bereitstellungskredit von 210 Mil­lionen Reichsmark vereinbart. Die Ein­räumung dieses Kredits ist der deutschen Gruppe dadurch möglich geworden, daß sie ihrerseits ent­sprechende Kreditvereinbarungen mit einer amerikanischen Gruppe getroffen hat, die von dem Bankhaus Dillon Read & Sohn, Rcuyork, geführt wird und der im übrigen das Bankhaus Harry Fordes & Sohn, Reuyork, und die Llays-Securities-Lorporation, Reuyork, ange­hören. Der Kredit läuft auf ein Jahr, der Zinsfuß beträgt 7,5 v. h. Außerdem wird eine Be- reitftellungsprovision von 1 v. h. gewährt.

Hundert Todesopfer eines Krankenhausbrandes in Kanton.

Hongkong, 21. Juni. (WTB. Funkspruch.) Rach einer Meldung aus Kanton zufolge wurde dort ein Hospital durch Explosion und dar­aus entstehendes Feuer vollkommen eingeäschert. Es sind 100 Tote zu beklagen, unter denen sich auch die 3 0 Kranken, die im Hospital untergebracht waren, befinden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Berlin, 20- Juni

Frankfurt a. M.

21 6.

21-6.

113,75

138

454,25

251,75

58,13

51,5

49

73,5

123,5

123,5

127,5

Banknoten.

i-Uhr- Kurs

221,5

145,5

314

251,5

455

346,5

250,25

1"

8 io

92

278,5

50,25 70

111,75

212,5

58

28

90,25

279

101,75

315

253

459.5

352,75

253 186,4 112,75 214,5

60

50,9 51,75

207,5

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Heyligenstaedt Junghan«. . Lechwerke. . Mainkraslwerke Mag. . . . Rekurs ulmer Peters Union Gebr. Roeder Voigt & Haesfrl« GObb. findet . .

I Brief r rrhr 1-68,59 21,995 1-11,82 59,025 2,51 112,52 80,835 59,23 12,44 73,10

Französische Noten.....

Holländische Noten...... Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Lcsterr .Lioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten.......

Geld 16,37s 167,91 21,915 111.38 58,785 2,49 112,08 80,515 58,99 12,38 72,80

Schind- Kurs

20.6.

112,5

137

178

Datum

PhUwU Holzmann . Heidelberger Gement Gement Karlstadt .

Wavb 4 Freitag . .

Schultheis Patzenhof« Cflroetle . . - Bet. Glanzstosf Bemberg. - fiellfloff «Balbi ficliltoss Ascha Eharlottenbur, Dessauer Gas Daimler Motoren Deutsche Maschtnen-FabrU Adlerwerke Lieber

Ludw. Loewe . Rat. Automobil

Berlin

Schiub- Ansang

Karo

20.6.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- Kurs

l-Ub" Kure

Schluß- Kur«

Anfang- Kur«

Datum

20.6.

21.6.

20 6.

21 6.

6% Dt. Reichsanleihe o. 10'27 . . Dl. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuL

87,3

--

87,5

los.-Rechten.........

50,9

50,9

50,9

50,9

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte . . . V% Franks. Hyp.-Bl. Goldps. un- kündbar bis 1932.......

10,7

10,65

10,65

10,5

86,8

Rheinische HyP^Bank Liqu.-

Goldps.......... -

79,13

B.C.®. aba. BorkriegS-Obllgation., rückzahlbar 1932 .......

87

4% Schwei,. Bundesbank.. . .

99,75

4% Oesterreichische Goldrte.. . -

29,4

29,5

4,20% Oesterr. Slkberrte.....

2,55

2,6

4% Oesterreich. embeltL Rte. . -

1,9

4% Ungarische Goldrte......

23,75

23,3

4% Ungarische Staatir. v. 1910 .

20,75

20,4

4Vi% deSgl. von 1913.....

4% Ungarische «tonende.....

1,95

1,95

4% Türk, fiollanleihe v. 1911 . .

8,45

8,15

8,25

4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie l...........

8,25

_

3,13

_

4% deLgl. Serie II.......

8,25

8,13

4% Rumänen eonveri. Rte. . . -

9

-

-

4K% Rumänen Goldanl. von 1913

CDg. Deutsche Eisenbahn . . 4%

Hamburg-Amerika Paket ... 8

Hamb.-Südam. Dampssch. . . 6

119,9

119.5

192

192

Hansa Dampsschiss.....10

Rorddeutscher Lloyd.....8

150,5

110,9

110,9

110,5

Allg. Deutsche Credttanft. . . 10

128,5

129,13

128,5

Barmer Bankverein .... 10

131,13

131

Berliner Handelrgeselstch. . . 12

-

224

223

Tommerz- unL Prtoat-Bank. 11

186,5

185,25

186,4

185,75

Darmst. u. Rattonalbank . . 12

275,9

275,5

275,25

Deutsche Bank......10

171,75

172,25

172,25

Diskonto-Geieilschaft Ant.. . 10

156,75

157

156,75

156,75

Dresdner Bank ..... 10

162,5

162,5

163

162

Mitteldeutsche Sredtlbanl ... 9

_

_

329,5

327

327

Frankfurt a. M

Berlin

Schlutz- Kurs

1 Ubr- Kurs

Schluß. Kurs

Ansang. Kurs

Datum

20.6.

21.6.

20.6.

21-6.

A.E.G............d

193,75

194

194,25

194,25

-

221,75

221

Elektr. Lieferungen..... 10

159,25

Licht und Kraft......10

218

218,75

219

218

Felten & Guilleaume..... 6

134

135

Ges. s. Elektr. Untern.. ... 10

223

224

223,25

Hamb. Elektr. Werke .... 10

Rhein. Elektr.........9

161

Schief. Elektr........10

194,75

193,5

243

242,5

242,5

398

400

400,25

398,5

TranSradio . ........ 8

145

145

Lahmeher & Co....... 10

169,5

170,75

Buderus..... 6

--

71,75

71,6

Deutsche Erdöl.......6

115

115,5

115

Essener Steinkohle ...... 8

125

Gelsenkirchener ... f. H 3- 4

136

136,13

136

Harpener.......... 6

143

143,25

143,25

Hoesch Eisen.........8

127

126,5

218

104

104

103,75

104

Köln-Neuessen. ....... 9

-

-

123,75

Mannesmann........ 8

117

116,75

117,25

Mansfelder.........7

138

137,75

138,75

138

cberschles. Eisend. Bedarf. . . 6

86,25

86

vberschles. Koköwerke.....6

112

111

Phöntr Bergbau......5%

Rheinische Braunkohlen... 10

Mbeinüabl . . . i.5L Iahr4V-

Riebeck Montan......7,2

93,25 294

93,25

93,5

294,25

93,75

294

125,5

126

126

Bereinigte Stahl»......C

Otavi Minen ....... 8 sh

98,5

99

99,75

71,9

71,5

71,75

71,25

Kali Aschersleben ..... 10

242

242

242,5

Kali Westeregeln...... 10

Kaliwerk Salzdetfurth ... Id

252

252

251

411

409

410

3- ®. Farben.Inbustrte ... 12 Dynamit Nobel ....... 6

253,4

252,75

254

252,25

162

161

Goldschmidt ........6

74,5

74,5

RütgerSwerke . ....... 6

88

87,6

89,25

88

Metällgeselllchaft. . . . . 11

128

129

. 15

. 12

. 18

455

. 14

. 12

. 12

186,5

e <

. . 8

. . O

59,5

. . 0

. . 6

. 10

. . 0

. . 5

. . 6

. . 0

. . 6

50

. 11

70

. . 0

. . 4

74

. . 8

106,13

. . 8

106,13

. 10

123

. . 8

. . 8

127,25

. 10

. . »

220

. . 8

146,5

20. Juni

21. Juni

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(Selb

Briet

Geld

«riet

Ämft.- Non.

168,22

168,56

168,28

168,62

Buen>Aire4

1,750

1,755

1,757

1,761

Brst.-Antw-

58,13

58,25

58,135

58,255

Chrtstiania -

111,59

111.81

111,66

111,78

Kopenhagen

111,55

111,77

111,58

111,80

112,47

Stockholm -

112,23

112,45

112,25

HelsingforS-

10,527

10,547

10,528

10,548

Italien. . .

21,91

21,95

21,925

21,965

London. . .

20,307

20,347

20,31

20,35

Neuvork - .

4,188

4,196

4,189

4,197

Paris....

16,38

16,42

16,375

16,415

Schweiz ..

80,59

59,25

80,75

80,625

80,785

Spanien. .

59,37

59,12

59,24

Japan . . - Wo de Jan. Dien in D--

1,846

1,850 0,498

1,841

1,843

0,496

0,4965

0,4985

Lest, abgest

58,845

58,965

58,89

59,01

Prag Belgrad . .

12,404

12,424

12,412

12,423

7,357

7,371

7,358

7,372

Budapest. .

73,00

73,14

73,01

73,15

Bulaarreu .

3,031

3,034

3,027

3,033

Lissabon . .

13,75

18,79

18,73

18,77

Danng. . - Konstan ttn.

81,18

81,34

81,20

81,36

2,002

2,024

2,018

2,022 5,45

Athen. .

5,415

5,425

5,44

Kanada .

4,154

4,162

4,155

4,163

4,044

Urnana».

4,036

4,044

4,036

Cairo . .

20,825

I 20,865

20,83

20,87

Berlin. 20. Juni

Geld

Brief

Amerikanische Not« .....

4,166

4,186

58,06

58,30

Dänische Noten........

111,35

111,79

Englische Dolen........

20,27

20,35