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Itr. 298 Priltes Blatt Sichen« Anzeiger (Semral-Anzelger für Sberheffen)Keliag, 2».vezember 1929

Wirts«»«.

D ie Lage des Erzbergbaues. Die Lage der Sirg^rländer Gruben weist gegen den * Vormonat keine wesentlichen Veränderungen auf. Die Preise für Siegerländer Roh- und Rost- spat blieben unverändert. Lahn- und Dillgebiet einschl. Oberhessen: For­derung und Abruf hielten sich auf dem Stande des Vormonats. Trotz ungünstigen Rheinwasser­standes und Schwierigkeiten beim Abschleppen wegen Rebels war es unter besonderen Anstren­gungen möglich, den Versand auf dem Wasser­wege voll aufrecht zu erhalten.

Mainzer Aktienbrauerei, Mainz. In der G.-V. der Mainzer Aktienbrauerei wurde der Geschäftsbericht genehmigt und die Vertei­lung einer Dividende von 13 Prozent beschlossen. Hinsichtlich der Aussichten für das kommende Ge­schäftsjahr wurde darauf hingewiesen, daß es ge­lungen sei, das Auslandgeschäft zu erweitern. Die Schankstätten in Brüssel entwickelten sich gut: die neu errichtete Schankstätte in Paris berechtige zu den besten Hoffnungen, und auch in Rotterdam habe die Mainzer Aktienbrauerei Fuß gefaßt.

Hessische und Herkules Vier­brauerei 21.-®. i n Kassel. In der gestern abgehaltenen o. G.-V. der Hessischen und Herkules Bierbrauerei 21.-®. in Kassel wurden die An­träge der Verwaltung, insbesondere auch die 2kr» teilung einer Dividende von 11 Prozent (L 23. 11 Prozent) genehmigt und sämtliche ausschei­denden Mitglieder des Aufsichtsrates wieder­gewählt.

* Carbo-Union und Verein für chemische Industrie A. - ®. Bekanntlich haben die I.-G.-Far.'enindustrie 21.»®., Frank­furt a. M., die Metallgesellschaft 21.»®., Frank­furt a. M. und der Verein für chemische und metallurgische Produktion, Karlsbad, ihre Inter­essen auf dem Gebiete der aktiven Kohle in der Carbo-Anion" vereinigt. Dieser Gruppe hat sich vor einiger Zeit die Compagnie des Pro- duiis Chimiques et Charbons Ackifs Cd. Ar- Lain. Paris, angeschlossen. Als weitere maß­gebende Gruppe arbeiteten bsher auf dem glei­chen Gebiete die Firmen Verein für chemische Industrie A.-G., Frankfurt a. 2IL, und R. V. Algemeene Rorit Maatschappij, Amsterdam. Wie WTD.-Handelsdienst von unterrichteter Seite hört, hoben die beiden genann'en Gruppen soeben ein Abkommen getroffen, das eine weitgehende technische Zusammenarbeit unter gegenseitiger Benutzung aller Schuhrechte und Erfahrungen auf dem gemeinsamen Arbeitsgebiet vorsieht. Gleichzeitig ist eine entsprechende Verständigung über den Verlauf erfolgt, um auch den 23er» triebsapporat möglichst rationell zu gestalten. Die Selbständigkeit der einzelnen Firmen wird durch dos Abkommen nicht berührt. Die Firmen verfügen über zahlreiche Fabrikat!ons- und Vertriebsstellen in verschiedenen Ländern.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M_, 2t).De> Tendenz freund­licher. Rachdem eine Regierungskrise, die durch den Rücktritt Hilterdings geschallen worden wäre, beseitigt wurde, konnte sich zu Beginn der heutigen Börse eine allgemeine Zu­versicht und freundlichere Stim­mung durchsetzen. Auch die Bereitwilligteit Dr. Schachts, einen Aeberbrückungs.r:dit mit Hilfe der chm nahestehenden Banken beizubringen, trug zur Besserung der Lage bei. Die Situation wird allgemein ruhiger beurteilt, zumal Dillon Read immer noch bereit sein soll, der Regierung bei günstigen Bedingungen den erforderlichen Kredit ,-ur Verfügung zu stellen. Also schon aus diesem Grunde war man in Börsenkreisen optimistischer, da jetzt zwei Möglichkeiten bestehen, die be­fürchteten Altimoschwierigkeiten zu beseitigen. Die sehr schwache Reuyorker Börse von gestern machte heute nur sehr wenig Eindruck, doch wurde dies als geschäftshemmend empfunden. Rur bei Festsetzung der ersten Kurse war vor­läufig das Geschäft etwas lebhafter. Bei Bevor­zugung von Spellalwerten stellien sich hier gegen­über der gestrigen Abendbör'e Besserungen bis zu 2,5 v. H. ein. Die ein getroffenen Aufträge nah­men immer noch keinen größeren -Umfang an. Das Geschäft wickelte sich in der Hauptsache in der Kulisse ab, da die Spekulation einiges Dek- kungsbedürfnis bekundete. Am Eleltromarkt tra­ten Siemens mit plus 2,5 v. H. etwas mehr her-

Der Außenhandel im November passiv.

Saisonmäßige Gründe.

Im reinen Warenverkehr hat im Rovember die Einfuhr gegenüber Oktober um 51.5 auf 1161,2 Mill. Mark zugenommen, die Ausfuhr ein­schließlich der Reparationslieferungen, die 59,6 Will. Mark betragen, um 103,2 auf 1153,6 Mill. Mark abgenommen. Di se bereits in den früheren Jahren beobachtete Erscheinung der Einfuhr- zunahme und des Ausfuhrrückganges im Rovember ist auf saisonmähi ge Ein­flüsse zurückzuführen.

Bei der Einfuhr sind mit wesentlicher Stei­gerung besonders Baumwolle. Mineralöle, Felle, Südfrüchte, Weizen und Gerste beteiligt, wo­gegen Fertigwaren zurückgegangen sind. Der starke Ausfuhrrückgang betrifft mit 72,4 Mill. Mark hauptsächlich Fertigwaren und hier­von besonders Textil», Pelzwaren, Walzwerk- erzeugnisse, Maschinen und eleitrotechnische Er­zeugnisse. Die Ausfuhr von Hafer. Weizen und Roggen ist zusammen um 17,1 Mill. Mark ge­sunken. e e

Der deutsche Außenhandel weist für den Monat Rovember zum ersten Male seit der Mitte des Jahres wieder eine Passivität von allerdings nur 8 Mill. Mark aus. Ein- und Ausfuhr haben annähernd die gleiche Höhe von rund 1150 Mill. Mark erreicht, so daß man sagen kann, daß bilanzmäßig gesehen der deutfche Außenhandel für den Monat Rovember fast im Gleichgewicht sich befindet. Wenn man die Repa- rationssachlicfcrungen aus der Ausfuhr heraus- nimmt, so ergibt sich ein Einfuhrüberschuß von rund 67 Mill. Mark.

Zu diesem Ergebnis des Rovember-Dußen- handels ist zunächst allgemein zu sagen, daß auch in den vergangenen Jahren im Monat Rovem­ber stets eine Steigerung der Einfuhr bei gleich­zeitigem Rückgang der Ausfuhr zu verzeichnen gewesen ist, so daß also saisonmäßigeEin- f l ü s s e für die Gestaltung des Rovember- Außenhandels sich geltend gemacht haben. Be­sonders die Fertigwarenausfuhr pflegt- im Rovember den in den vorhergeheichen Mo­

naten erreichten Höchststand (durch das Weih- nachtsgeschäft) nicht mehr zu erreichen, hinzu kommt, daß auch die Reparationssachlieferungen mit einem Rückgang von 89 Mill. Mk. im Ok­tober auf 59,6 im Rovember mit zu der Aus­fuhrverringerung von rund 100 Mill. Mk. bei­getragen haben. Der Rückgang der Aus­fuhr, der also als Saisonerscheinung zu werten ist, entfällt in erster Linie auf die Fertigwarenausfuhr mit einem solchen von 72,4 Mill. Mk., wobei namentlich Textilwaren in stärkerem Maße bei der Ausfuhr xurüdgegangen sind. Auf der Einfuhrseite hat der Rovember ein starkes Anwachsen der Rohstoff» e i n f u h r zu verzeichnen, die in den vorher­gehenden Monaten eine sinkende Tendenz auf­zuweisen hatte. Die Ziffer der Rohstoffeinfuhr liegt wesentlich über den Ziffern des Rovember in den Jahren 1927 und 1928. Dagegen ist die Einfuhr von Fertigwaren gegenüber Oktober Weller um 12,8 Mill. Mk. zurückgegangen, insbesondere Motorwagen, Textilien. Vergleicht man die Fertigwareneinfuhr mit der der ent­sprechenden Monate in 1927/28, so erkennt man, wie stark sie sich feit Juli d. I. vermindert hat. Während die Fertigwarenimporte in 1927 23 durchschnittlich zwischen 200 und 230 Mill. Mk. lagen, betrugen sie im Rovember nur noch 177 Mill. Mk.

In früheren Betrachtungen zu den monatlichen Ziffern des deutschen Außenhandels war bere.ts angedeutct worden, daß sich die A.tivität für die beiden letzten Monate des Jahres nicht ausrecht­erhalten würde. Wesentlich für die Beurteilung der diesjährigen Außenhandelsentwicklung ist aber, daß gerade die rückgängige Einfuhr von Fertigerzeugnissen zu dem Rückgang der Import­ziffern beigetragen hat, während Rohstoffe in der Einfuhr gestiegen sind. 3m übrigen läßt sich aber in konjunktureller Diziehung Lin Schluß aus d r Rovemberbilanz des deutschen Außenhandels ziehen, da, wie gesagt, saisonmäßige Gründe, wenigstens zum Teil, seine Entwicklung bestimmt haben.

vor, AEG. lagen 1,5 v. H. fester. Dagegen waren Gesfürel vernachlässigt und 2 v. H. abgechwächt. Licht & Kraft waren 2,25 v. H. niedriger. Erst nach Festsetzung der ersten Kurse vermehrte sich der Kreis der Spe'ialpapiere, und das G.schäft wurde bei einer nicht zu verkennenden Festigfeit auf fast allen Marktgebieten recht lebha.t. Dor allem bestand für Montanaktien recht reges Interesse, unter Führung von Rheinische Dräunkohlen, die 3,5 v. H. anziehen konnten. Gelsenkirchen lagen 2,75 v. H. und die übrigen Werte dieses Marktes bis zu Ichv. H. höher'. Kaliaktien zogen bis zu 3 v. H. an. Banken hatten nur geringes Ge­schäft. Reichsbank traten mit plus 5 v. H. aber stärker in Erscheinung. Zellstoff Aschaffenburg gedrückt. Kunstseidewerte bis 2 v. H. fester. Am Chemiemarkt lagen Farben und Scheideanstalt je 1,5 v.H. fester. Auch für Schiffahrtswerte be­stand Rachfrage, bei Gewinnen bis zu 2,5 v. H. Renten still, aber ebenfalls fester. Im Verlaufe blieb die Tendenz fest, doch schränkte sich die ülmsahtä.igkeit, da Auftrlge nur wenig eintrafen, ein. Gegenüber dem Anfang waren i m allge­meinen Besserungen bis zu 2,5 b. Sy zu verzeichnen. Am Geldmarkt war Tagcsgeld mit 8 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt lag der Dollar gegen Mark weiter schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1727, gegen Pfund 20,388, London gegen Kabel 4,8822, gegen Paris 123,90, gegen Mailand 93,23, gegen Schweiz 25,0950, gegen Madrid 35,30, gegen Holland 12,1025 schwach.

Berliner Börse.

Berlin, 20. Dez. Rachdem vormittags die Wcinungen über d e Weiterentwicklung der Ten­denz noch recht geteilt waren, überwogen zu Beginn der Börse selbst leichte Befesti­gungen. 3e nach der politischen Einstellung wurde zwar das Eingreifen Dr. Schachts bei den Kreditverhand'.ungen des Reiches verschieden beurteilt es brechte aber die Garantie Dr. Schachts der Kassenlage eine Beruhigung, ob­wohl noch nicht feststeht, woher das Geld kommen wird und ob nicht bei einem Inlandkredit eine

Pressung des heimischen Geldmarktes eintreten wird. Man verwies auf die Dividendehoffnungen beim Stah.verein, die heute stattfindende Sitzung bei Siemens, die ebenfalls einen sehr günstigen Abschluß erwarten ließe, den geschlossenen zehn­jährigen Eisenfrieden, der eine ruhige Weiter­entwicklung der Montangesellschaften garantiert, auf die in befriedigendem Sinne abgeschlossenen deutsch-eng.ifchea L c.uidalion.v.rhand.ungcn, auf bessere Ruhrkohlenförderung usw. Während im allgemeinen die Besserungen gegen gestern 1 bis 2 Prozent betrugen, konnten Reichsbank 3,5 Prozent, 1. Berger 3 Prozent, Spritwerte 3 bis 3,5 Prozent, Kaliaktien 3,25 bis 4 Prozent, Chemische Heyden 2,75 Prozent und Siemens 2,5 Prozent gewinnen. Bemerkenswert schwach lagen die sogenannten Auälandwerte: Soenska minus 2 Mk., und Chadeaktien, nach Berücksichti­gung des Dividendeabschlages von 5,60 Mk., etwa 3 Mk. schwächer. Deutsche Anleihen ruhig. Reubcsih etwas höher. Ausländer geschäftslos. Bosnische Investment 0,5, 4,5prozentige Oester- reichlsche Staatskuxe minus 4,5 Prozent. Pfand­briefmarkt uneinheitlich. Der Geldmarkt erfuhr eine weitere Versteifung. Twgesge d 8 lis 10 Pro­zent, Monatsgeld 9 bis 10,5 Prozent, Waren­wechsel etwa 7,9 Prozent. Rach den ersten Kursen wurde es auf Deckungen und eintreffende kleine Kauforders allgemein fester. Bei Spezial­werten ergaben sich Kursgewinne bis zu 2 Proz.

T..liner Produktenbörse.

Berlin, 19. Dez. Rach den gestrigen scharfen Preissteigerungen machte sich an der heutigen Börse eine fühlbare Reaktion geltend. Das Ge­schäft kam angesichts der älnsickerheit bezüglich der heutigen Parlamentsverhandlungen nur sehr schleppenv in Gang. 3m handelsrechtlichen Liefe- rungsgefchäft erfolgten in verstärktem Ausmaße Realisationen, besonders da auch von lleberfee enttäuschende Schluhmeldungen Vorlagen. Die Anfangsnotierungen für Weizen und Roggen lagen daher 3 bis 4 Mark unter gestrigem Ri- bcaiL Da das Mehlgeschäft seit gestern nach­mittag wieder fast völlig stagniert, lauteten auch

die Gebote für Brotgetreide zur prompten Wag- goiwcrlabung 2 bis 3 Mark niedriger, obwohl sich das 3nlandangebot keineswegs wesentlich verstärkt hat. Äuslandweizen sand heute trotz ermäßigter Cifosferten gleichfalls weniger Be­achtung. Weizen- und Roggenmehle liegen sehr still, bei Geboten sind die Mühlen zu Preis« konzessionen bereit In Hafer kommen plmsätze gleichfalls nur auf ermäßigtem Preisniveau zu­stande, Gerste fast geschäftslos. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk., 213 bis 241 (stetig). Dez. 250 bis 267,75, März 237,75 bis 233,50. Mai 277 bis 275,50; Roggen, märk., 169 bis 171 (stetig), Dez. 183,53 bis 183 (Brief), März 203 bis 200,25, Mai 214 bis 212 (Brief):

Gießener Jugendgericht.

In der letzten Sitzung des Jugendgerichts wirkten als Jugendschöffen mit Werkmeister Hein­rich Ley und Buchbindermeister Max Müller von Gießen.

Der in der Rähe Hamburgs wohnende Vater eines 16jährigen jugendlichen Arbeiters, dessen Mutter eine brave Frau ist, hatte in Abwesenheit der letzeren nach Angabe des Angeklagten dazu benutzt, den gesamten Hausrat zu verkaufen und sich mit dem Sohn auf Wanderschaft zu begeben. So stand der Sohn gänzlich unter dem Einfluß seines bereits mit Zuchthaus vorbestraften Vaters. Da und dort wurde einmal gearbeitet, nach An­gabe des Sohnes auch, wie nicht anders zu er­warten war, gebettelt. Schließlich fand der Sohn eine Stelle bei einem Landwirt im Kreise Fried­berg, rückte aber wieder auf einem Fahrrad aus, das er einem Dienstknecht entwendet hatte. Für den Preis von 8Mk. veräußerte er es hier in Gießen. Rachdem er dann eine Rächt in einem Kliniksneubau übernachtet und dort eine Draht­zange (!) und Tabak entwendet hatte, beging er kurz darauf einen Cinbruchsdiebstahl in einer Erfrischungshalle, aus der er Zigaretten und Schokolade sich aneignete. Der Jugendliche, der unter den obwaltenden ilmftänbcn eine längere älntersuchungllhaft verbüßt hat, erhielt eine Ge­fängnisstrafe von zwei Monaten und zwei Wochen. Die gleichzeitig ausgesprochene Fürsorgeerziehung wird alsbald einsetzen.

Ein jugendlicher Lehrling. Sohn eines Eisen­bahnbediensteten, ist angeklagt, sich bei einer Schlägerei beteiligt zu haben, bei der in der Rächt vom 5. zum 6. Mai L I. der Rachtwächter von Staufenberg in überaus roher Weise von orts­fremden Burschen mißhandelt wurde. Während deshalb bereits zwei Erwachsene zu Gefängnis­strafen verurteilt worden sind, erzielte der an­geklagte Jugendliche, der seine Beteiligung be­streitet und zu dessen Gunsten zwei Zeugenaus­sagen sprechen, Freisprechung.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

tB. 7t., Treis. Den Eigentümern. Mietern, Nutz­nießern und Verwaltern von Privatgebäuden, sowie von unbebauten Grundstücken, die an die Ortsstraße stoßen, liegt nach dem Lokalreglement für den Kreis Gießen, mit Ausnahme der Stadt Gießen, vom 8. Januar 1884, die Verbindlichkeit ob, für die gehörige Reinhaltung der Straße bis zur Mitte der Straße oder Gasse zu sorgen. Der Gemeinde geht die Straßenreinigung nichts an, es sei denn, daß Gebäude in Frage kommen, die im Gemeindeeigentum stehen. Zuwiderhand­lungen werden mit den im Reichsstrafgesetzbuch und dem Hessischen Polizeistrafgesetz angedrohten Strafen bestraft. Die Anzeige erfolgt in der Regel durch die Organe der Polizei.

Reiskirchen. 1. Die Gemeinde besitzt nur ein A n - tragsrecht auf Enteignung, nicht aber das Recht, selbst zu enteignen. Der Antrag der Ge­meinde ist an den Kreisdirektor zu richten. Ob in dem von Ihnen geschilderten Falle Aussicht besteht, daß dem Cnteignungsantrage stattgegeben wird, kann von hier aus nicht beurteilt werden. Maßgebend sind die örtlichen Bedürfni'se. Maß­gebend für den gesamten Fragenkomplex ist das hessische Gesetz, die Enteignung von Grundeigen­tum betreffend in der Fassung der Bekannt­machung vom 30. September 1899. Lassen Sie sich das betreffende Regierungsblatt auf der Bürgermeisterei zur Einsichtnahme vorlegen. 2. Wenden Sie sich wegen der Pensionshöhe an das Kreisamt Gießen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 o. H., Lombardzinsfuß 8 v H

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Datum

19 12

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_

50,1

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1

7,175

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8% Hess. Dolksstaal von 1989 (riidja&Ib. 102%)

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Dbtthclfen Provinz - Anleihe mit

ÖUi'loi;>!Ufditen

46

_

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Anleihe Serie 1

46,1

_

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8% Krankt. Hyp.-Bank Golvvle XIII unkündbar bis IV34 .

96,5

_

_

f% Zran« Hnv.-Bonk «olvpte unkündbar bis li)32.....

83

_

_

_

4!4% «hctulichf Hrw.-Bank filau. «Aolbvle........

78,7

_

8% Pr. Lanve.svtandbNesankait Psanvdrlele üi 17

98

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_

6% Pr Landeevlanddrlelanstait Somm.-Lbl R l«

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_

95

7% Pr. r'anvesvlanvhNetanstail. Psanvbricse zH. LO

89

_

89

_

SLl <*>. aog. <wrinego«Obligatton rückzahlbar 1932 ......

<% Oesterreich««- »otörte.. .

24

24,4

_

4.20% Cefterr Silben-'-

2,7

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<% OcslerreichiiL, Einheitliche

Rente.........

1,95

2

__

4% Ungariiche Goldrte.....

21.25

21.25

4% Ungarische Slaalsr. v. 1910

19.5

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20,9

4% Ungar«»- Kronenrle.. . .

1,95

1.95

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4% Türk. Zollanleihe v. 1911 .

6,9

7

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4% Türkilche «agvadbahn-Anl Serie 1......

_

7,2

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6,95

7

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6% Rumänisch» wtetnD Ken re von I9<>3

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___

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7,05

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19 12

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20 12

Hamvuig-Amerilo Haie. .

87,25

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87 25

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Hamb -Südam. Dampsich. .

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159,75

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11

137

137,75

Norvdeuiichec ülutjö ....

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11

115

115.4

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Barmer Banloerein ....

11

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Berliner Hanvclrgeiellfch. . .

1!

168,5

168.5

170.25

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1

148

149

148

149

Tarmst. u. Nanonalbanl . .

1

227

226 5

228.5

Teuuche Bank ......

1'

143.75

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143.75

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DicconroUNeielljchafi, Änt. -

1'

143.75

Dresdner Bank......

1'

143.5

144

143,5

144

Reichsbam ...

276

275.5

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a.G.®........

149.5

151

149.4

151-13

Bergmann . .

200

200

200

201

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1

156,25

Uictit und Utah

1

145.5

147.75

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Rehen 4 Guilleaume....

7 V,

112

112

111.75

Gei. f. Clettt. Untern.. . . .

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145

143

144,25

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Hamb Elelir.tiette ....

1

126,5

127.5

Bibeln. Elekic........

138

Schlei. Ele»> ......

1

140,4

141,5

Echuck-rt 4 Go. . . . .

11

_

171

171.75

Siemens & Halske.....

16

275

278

273,5

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Transradio........

. b

120

Lahmeyer 6 Go.. .....

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158 5

159

Buderus...... . .

. 6

57,75

56,25

57

Deutsche Gib öl......

f

87

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Gilener Steinkohle.....

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124,5

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122.25

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123-75

Haroener.........

. 0

131

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Hoei» Eilen........

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10

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214

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Cbendilei. floleroetfe. . . .

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Datum

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222.5

929

4; 066. Lucker

10

161

160

160

Banknoten.

Berlin, ig.Dezamber

(Selo

Bries

tilmrrilanUdie Noten

4.166

4.186

Belgische Noten ......

58,18

58.42

Täniiche Noten .......

111.68

112,12

Englische Noten ........

20,347

20,427

ranzostlche Noten .......

16.415

16.475

Holländische Noten .......

167-94

168,62

Italienische Noten. .......

Norwegische Noten.....

21,82

111,65

21,90

119 09

Deurich-Oesterreich, 6 100 Schilling

58.64

58.88

Rumänische Noten . . .

2.485

2.505

Schwedische Noten ......

112.31

112,75

Schmetter Noten........

81.24

81.56

Soantiche Noten ........

57.68

53.92

D'chechoilowakische Noten.....

12.345

12,405

Ungarische Noten ......

72.85

73.15

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

19 Dezent bet

20 Dezember

Amtliche Kotierung

Amtliche Not'enino

We'c

Bries

Ittel C

B e

Aiwt-.tttott

. 1b8.22

168.56

168,20

168.54

Bu n.-Aire-

r' 1.672

1.676

1.659

1.663

Brst.-Anrw

58.385

58.50b

58,39

58.51

Cdril'tian'.a

111.85

112.07

111.86

112.08

ftop.'nbacun

111.93

112.15

111-95

112,17

Stockdoliir

112,51

112.73

112 50

112,72

Hclsingrors-

10.485

10,505

10,481

10.501

Italien. .

21,835

21,875

21.835

21.875

London. . .

20.362

20,402

20,363

20.403

J.cunort . .

4.1705

4,1785

4.1705

4.1785

Poris...

16,43

16,47

16,43

16.47

Schweiz . .

81,12

81,28

81,14

81.30

Sva i:n .

57.69

57,81

57,62

57.74

Javcrn . . .

2.046

2,050

2.046

2.050

«io d? (Vnn Wien in D--

0.4565

0.4585

0 450

0.452

C eft- abaeft

Prag - Bel irad

58,70

58,82

58.71

58.83

12.385

12,405

12.385

12.405

7.408

7.422

7.410

7.424

Budav. 't -

73-09

73.23

73.09

73.23

Bul arten

3 017

3.023

3.021

3-C27

i'iffabon

18.81

18.85

18-81

18.85

Tanz-g

81.41

81.57

81.41

81 57

4*onit.ntin.

1.963

1.967

1-974

1.978

9iI,en. . ffanoba

5.43

4,143

5.44

4.151

5.43

4.143

5.41

4.151

Urn uay

3,876

3,884

3,856

3.864

Cutro ..

20.885

20,925

20.885

20,921