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Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Nr. M Drittes Blatt

Samstag, 20. Juli (929

Wirtschaft.

Austnebssymptome und Hemmungen der Konjunktur.

Das Institut für Konjunkturforschung tritt in fei­nem neuen Wochenbericht der Auffassung entgegen, daß die teilweise Erhöhung der Geschäftstätigkeit, die seit einigen Monaten auf der Güterseite der Wirtschaft zu beobachten ist, auf einen beginnenden neuen Aufschwung der Wirtschaft hindeute. Man kann die gegenwärtigen Auswärtsbewegungen in einzelnen Branchen nur als Sonderbewegungen betrachten. Denn für einen allgemeinen, die Gesamt­wirtschaft umfassenden Aufschwung sind bei der gegenwärtigen Verfassung des Geld- und Kapital­marktes nur geringe Möglichkeiten gegeben. Bei einer Gegenüberstellung der Auftriebssym­ptome und der Hemmungen kommt das In­stitut für Konjunkturforschung zu folgenden Festftel- lungen: Beschäftigung, Produktion und Umsatz ein­zelner Industriezweige sind in den letzten Monaten gestiegen, wenngleich die Gesamtbeschäftigung noch immer unter dem Stande vom Herbst 1928 liegt. Insbesondere hot sich die Nachfrage nach Produk­tionsmitteln erhöht, und zwar zum größeren Teil aus dem Auslande. In der Verbrauchsgüterindu­strie ist die Abwärtsbewegung zum Stillstand ge- kommen. Die Lagerhaltung im Einzelhandel dürste verhältnismäßig gering sein, da die Auftragsertei­lung schon seit Monaten kaum über den laufenden Bedarf hinausgeht. Die Bautätigkeit ist immer noch verhältnismäßig hoch, so daß vielen Industrie- zweigen, soweit sie vom Baumarkt abhängig sind, ein gewisses Beschäftigungsminimum gesichert ist. Anderseits hält die Verknappung auf dem inländi­schen Kapitalmarkt weiter an. Wichtige ausländische Kreditmärkte sind ebenfalls angespannt. Soweit langfristige Kredite überhaupt aufgebracht wer­den können, werden sie zu einem großen Teil vom Baumarkt aufgesaugt, da hier der Kreditbedarf be­sonders groß und dringlich ist. Die kurzfristige Fi­nanzierung ist zwar etwas erleichtert, aber die hohen G e l d s ä tz e und die große Beanspruchung der Notenbanken zeigen, daß der Bewegungsspiel­raum für Kredite recht eng ist. Eine größere Ge- schäftsbelebung müßte daher in hohem Grade durch Selbstfinanzierung der Wirtschaft getra­gen werden. Dies würde eine starke Ausweitung des Wechselumlaufs und dementsprechend eine Er- Höhung des Unsicherheitsmoments in der Wirtschaft nach sich ziehen.

Starker Rückgang des Schiffbaus in Deutschland.

Nach dem neuesten Bericht von Lloydes Re­gister hat sich die im Dau befindliche Welt- t v n n a g e nur unwesentlich verändert. Die Auf- tragsbestellungen sind im zweiten Vierteljahr 1929 mit rund 2,838 Mill. Br.-R.-Tons, gegen­über dem ersten Vierteljahr mit 2,837, nahezu gleichgeblicben. Davon entfielen auf Großbri­tannien und Irland allein rund 1,45 Mill. Dr.- R.-Tons, gegen 1,36 am Ende des ersten Viertel­jahrs 1929. Der Anteil Großbritanniens ist somit stark gestiegen. Dagegen ist bei den deutschen Werften ein starker Rückgang der Auftragsbestände sestzusteUen. Während am 31. März 1929 noch Schisse mit 406 988 Dr.-R.- Tons sich im Bau befanden, betrug die Tonnage­zahl am 30. Suni d. I. nur 272 444 Dr.-R.-Tons, d. h. ein Rückgang von fast 30 Prozent. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß auf die Ab­lieferung derBremen" allein 46 000 Dr.-R.- Tvns entfallen. Die beiden Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd mit insgesamt 92 OOO Tonnen sind in den Ziffern für das erste Vierteljahr 1929 mit enthalten.

Einheitsverband der ländlichen Genossenschaften.

Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Preu­ßischen Zentralgenossenschaftskaffe sand in Frank- furt a. M. eine Sitzung der Organisationen des ländlichen Genossenschaftswesens statt. Vertreten waren: Reichsverband der deutschen landwirt­schaftlichen Genossenschaften. Generalverband der deutschen Naiffeisengenossenschaften, Genossenschafts, verband der deutschen Bauernvereine, Genossen- schastsverband des Reichs-Landbundes, Genossen- ichaftsverband der deutschen Bauernschaft, Mit­telrheinischer Genossenschaftsverband, Verband der vberschlesischen Genossenschaften.

Die Verhandlungen über die Bildung des Tinheitsverbandes der ländlichen Ge­nossenschaften wurden in dieser Sitzung zu Ende

geführt. Den zuständigen Organen der Genossen­schaftsverbände wird e i n ft i m m t g folgender Vorschlag zur unverzüglichen Annahme empfohlen:

An die Spitze des Einheitsverbandes tritt ein Präsidium. Gleichberechtigte Präsidenten wer­den Geh. Landesökonomierat Hohenegg und Reichsminister a. D. Dr. Hermes. Stellvertre­tende Präsidenten werden Landesökonomierat Dr. Rabe und Regierungspräsident z. D. Frei­herr von Braun. Generalanwalt und als solcher Mitglied des Präsidiums wird General­anwalt Regierungsrat G e n n e s. Erster Stell­vertreter des Generalanwalts und dessen erster Vertreter im Präsidium wird Direktor Schmidt, zweiter 6tetfoertretet des Generalanwalts und dessen zweiter Vertreter im Präsidium Direktor Brenning. Das Ehrenpräsidium des ge­nossenschaftlichen Einheitsverbandes wurde dem Präsidenten des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften, Landes­ökonomierat Dr. h. c. Iohannssen, ange- Iragen.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

Die Börse eröffnete die neue Woche in lüft- loser Haltung. Anregungen lagen zumeist nicht vor, so daß der Markt oft ein fast vollkommen verödetes Bild bot. Dor allem machte sich die begonnene Ferien- und Reisezeit stark bemerkbar, aber es waren auch noch andere Mo­mente vorhanden, die die Dörse nachteilig beein­flußten Der angespanntere Geldmarkt zum Medio und das kräftige Ansteigen des Geld- sahes in Reuhork, sowie die ruhigen und zumeist schwächeren Auslandsbörsen standen einer rege­ren Geschäftsentwicklung hemmend im Wege. Auf der anderen Seite stimulierten aber einige et­was vorteilhafter lautende Geschäftsberichte und Konjunkturnachrichten. Aber auch die weiter be­friedigende Entlastung des Reichsbankinstituts, besondere Deachtung sand hierbei wieder die wei­ter ansteigende Deckungsquote, machte einen gün­stigen Eindruck,, so daß eigentlich die Grundstim­mung in der ganzen Woche hindurch n i cht u n - fr eundlich war. Aber eine lebhaftere Ge­schäftstätigkeit konnte sich trotzdem nicht ent­wickeln, da Auslandsorders und Aufträge von Publikumsseite nur in ganz geringem Almfange eingetroffen waren. Das anhaltende Interesse für Montanwerke und die wieder einsehende Nachfrage nach Elektroaktien gegen Ende der Woche gab dem Markte eine starke Wider­standskraft. Das Rheinland interessierte sich be­sonders für Montanwerte, während das Aus­land am Elektromarkt Material aus dem Markte nahm. Zeitweise schritt, veranlaßt hierdurch, auch die Spekulation zu Meinungskäufen. Das Ge­schäft war daher in diesen Werten zum Teil manchmal ziemlich lebhaft und es konnten auch Desserungen verbucht werden, die aber nie ein größeres Ausmaß annahmen, da auf der anderen Seite der Daissepartei immer wieder versuchte, einen Vorstoß zu unternehmen, der aber infolge der doch verhältnismäßig günstigen Verfassung der Dörse an der nicht zu verkennenden Wider­standsfähigkeit abprallte. Aber Verluste in ge­ringem Umfange traten doch ein, die aber zu­meist wieder aufgeholt werden tonnten, da das Dekanntwerden der Einigung in der d e ut s ch - be l g i s ch e n M a r f n o t e n fra g c, die Ver­bindlichkeitserklärung in der schlesischen Textil­industrie, die Mitteilungen der Frankfurter In­dustrie- und Handelskammer über die Wirt­schaftslage und die sich wieder bemerkbar machende Entspannung am Geldmarkt, ein gün­stiges Echo hinterlassen. Das Geschäft beschränkte sich aber nur auf favorisierte Werte. Die Re­be n m ä r f t e lagen still und zumeist etwas schwächer. Montanwerte gewannen durchweg bis zu 1,5 Proz. Phönix und Klöckner- w er k e zogen sogar je 4 Prozent an. Aber auch Stahlverein, die gegen Ende der Woche besonders bevorzugt waren, gewannen 6 Prozent. Von Elektrowerten lagen A E G., Berg­mann, Lahmeher und Elektr. L i e fe- rungen bis 3Prozent * gebessert, während Schuckcrt und S ie mens leicht gedrückt la­gen. Stark angeboten waren wieder Glanz- ft o ff mit minus 16 Prozent. Stärker unter Kurs­druck hatten noch D t. Lin oleu m mit minus 7 Proz., Kaliwerte mit minus von 3 bis 6 Prozent, und Rheinische Draunkohlen mit minus 3,5 Prozent. S ch i f f a h r t s w e r t e

waren bei Erholungen bis zu 2,5 Prozent etwas gesuchter. Zum Wochenschluh war die Stimmung wieder lustlos. Die Tendenz neigte bei Ab­schwächungen bis zu 5 Proz. zur Schwäche. Die besseren Neuhorker Geldmarktverhältnisse konn­ten infolge des Abbruches der diplomatischen Beziehungen zwischen Rußland und China keinen Eindruck machen. Aufträge fehlten fast vollkommen. Glanz st offaktien waren mit erneut minus 7 Prozent weiter stark angeboten. Am Devisenmarkt war das Pfund interna­tional schwach. Paris und Madrid konnten sich et­was befestigen. Geld war mit 7,5 Proz. wieder eher erhältlich. An der Nachbörse traten auf Rückkäufe jedoch wieder kleine Desserungen ein, die aber keinen Ausgleich des lehttägigen Ver­lustes Herstellen konnten. I. G. F a r b e n waren bei einem Kurs von 227,25 Prozent unverändert vernachlässigt.

Wochenbericht

vom frankfurter Produktenmarkt.

Nach der Haussebewegung der vergangenen Woche waren die Händler infolge schwächerer Auslandnvtierungen verstimmt, und der Markt zeichnete sich durch eine gewisse Alnsicherheit aus. Cs kam auch plötzlich erheblich mehr Ma­terial. und zwar zu billigeren Preisen, an den Markt. Dies war aber sehr schwer unter­zubringen, da die beteiligten Kreise abwartend blieben. Aber bald trat wieder auf eine er­neute Hausse an den überseeischen Märkten eine Besserung ein, und die Tendenz war wieder fest. Das Geschäft blieb aber noch gering. Das An­gebot in Weizen alter Ernte schrumpfte stark zusammen, so daß die amtliche Notiz hierfür ausgesetzt werden mußte. Die anfänglichen Ver­luste konnten zumeist wieder aufgeholt, teilweise noch überschritten werden. Roggen alter Ernte war reichlich angeboten und im Preise nach­gebend. Gegen Ende der Woche wurde das Ge­schäft auf weiter steigende Auslandnotierung leb­hafter. Besonders Mehle waren bevorzugt und bei einem Vergleich gegenüber der vergangenen Woche konnte Weizenmehl beider Sorten um je 3 Mk. im Preise anziehen. Roggenmehl war dagegen vernachlässigt und nur behauptet. Am Futtermittelmarkt waren W e i z e n- und CRogg en f leie bei ruhigerem Geschäft behauptet, nur für Mais für Futterzwecke be­stand von Landwirtschaftsseite recht reges In­teresse bei einem Gewinn von zwei Mark. Die Woche schloß in sehr fester Haltung bei folgen­den Notierungen: Roggen 22,75 bis 23, Hafer (inl.) 23,25 bis 23,50, Mais für Futterzwecke 23.25 bis 23,50, Weizenmehl 39 bis 41,75, nieder- rheinisches 39 bis 41,75, Roggenmehl 31,25 bis 32, Weizenkleie 11,75 bis 12, Roggenkleie 13.

Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviehmarkt. Die Geschäftstätigkeit am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche sehr ruhig und klein. Die Konsumnachfrage ist erheblich zurückgegangen, was durch die jetzige Ferienzeit bedingt ist, und dadurch dem Geschäft der Hauptfaktor genommen ist. Auch durch die in letzter Zeit etwas schwankenden Preise sind die Händler und sonstigen Interessenten sehr zurück­haltend, was auch jetzt zu dem flauen Ge­schäftsgang beiträgt. Namentlich am Schweinern arkt ist die Lage sehr unsicher. Die Preise unterliegen seit einigen Wochen star­ken Schwankungen, was hauptsächlich den Land­wirten mit dem Verkauf von Vieh große Zurück­haltung auferlegt. Auch an den übrigen Märkten ist die Lage dieselbe. Auf dem Rinder- markt war der Auftrieb etwa der gleiche wie in der Vorwoche. Der Abfluß für Exportrechnung war nur mittelmäßig. Das angetriebene Vieh war mittlerer Qualität. Nach ruhigem Handel verblieb geringer ileberftanö. Kälber hatten bei ruhigem Geschäft und nachgebenden Preisen verstärkten Austrieb aufzuweisen; der Markt wurde jedoch geräumt. Schafe wurden des geringen Auftriebs wegen nicht notiert. Auf dem Schweinemarkt war die Beschickung erheblich geringer als in der Vorwoche. Nach schleppendem Geschäft wurde ausverkauft. Die Preise konnten wahrscheinlich infolge des ge­ringen Auftriebs etwas anziehen. Der Ge­samtauftrieb bestand aus 1622 Rindern, darunter 337 Ochsen, 110 Dullen, 631 Kühe und 427 Färsen, ferner aus 1571 Kälbern, 152 Schafen und 4417 Schweinen. Verglichen mit dem Auf­trieb der letzten Derichtswvche waren 277 Kälber mehr angetrieben, während 1205 Schweine, 30 Rinder und 17 Schafe weniger zum Verkauf

standen. Dezahlt wurde pro Zentner Lebendge­wicht in Mark: Ochsen Klasse Al 59 bis 62, A2 54 End 58, Bl 49 bis 53. Dullen A 52 bis

56, B 48 bis 51. Kühe A 47 bis 51, B 41 bis

46, C 34 bis 40, D 25 bis 33. Färsen A 60 bis

62, B 55 bis 59. C 49 bis 54. Kälber B 72 bis

77, C 65 bis 71, D 56 bis 64. Schafe nicht notiert. Schweine B 86 bis 89, C 87 bis 90, D 87 bid 90, E 86 bis 89. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Kälber bis 5 Mk., Dullen bis 3 Mk., Kühe bis 2 Mk. und Ochsen und Färsen je 1 Mk. niedriger, dagegen konnten Schweine bis zu 2 Mk. anziehen.

*

'Beteiligung von Wayß L Freitag an großem Reparationsauftrag. Die Hafenverwaltung von Dünkirchen hat mit den Firmen Saintrapt L Drice (Paris), Polenskyk Zöllner (Berlin) und der Wayß & Freitag A.-G. (Frankfurt a. M.) einen Vertrag für die Er­weiterung und Vertiefung des Hafens, sowie für die Herstellung einer Schleuse abgeschlossen. Die Kosten dieser Arbeiten betragen rund 220 Millionen Francs. Die drei Firmen sind an die­sen Arbeiten zu je einem Drittel beteiligt Der Vertrag bedarf jedoch noch der Genehmigung durch die Reparationskommission.

* Der Erzbergbau im Juni, lieber die Lage des Erzbergbaues im Juni wird berichtet: Die Lage der Siegerländer Gruben hat sich gegenüber dem Vormonat nicht geändert. Forde­rung und Absatz sind etwa die gleichen geblie­ben. Preisänderungen sind nicht eingetreten. Im Lahn-Dillgebiet einschl. Ober Hess en sind bis heute noch nicht alle Formalitäten für die Staatshilfe erfüllt. In Anbetracht der in Aussicht stehenden Beihilfe ist eine Grube in Betrieb genommen worden. Im übrigen ist dis Lage gegenüber dem Vormonat unverändert.

Frankfurter Abcnvbörse.

Frankfurt a. M., 19. Juli. Die Abendbörse war fast vollkommen geschäftslos, da angesichts der politischen Situation und der bevorstehenden zweitägigen Unterbrechung des Verkehrs stärkste Zurückhaltung geübt wurde. Die Kurse waren gegen den Berliner Schluß meist knapp be­hauptet. Leicht gedrückt lagen I.-G.» Farben und Metallgesellschaft. Andererseits waren Schuckert und Waldhof geringfügig gebessert. Renten still. Abl.-Schuld ohne Option 9,8, Danatbank 279. Reichsbank 316,50, Gelsenkirchen 149,50, Har- pener 147,50, Aschersleben 236, Westeregeln 241, Klöckner 112,50, Mannesmann 122,25, Phönix 105,75, Rheinstahl 127, Stahlverein 114, AEG. 198, Bergmann 224, Daimler 54,50, Linoleum 306,50, Licht und Kraft 211, I.-G.-Farben 227,50. Holzmann 109,50, Schuckert 229,25. Glanzstoff 399, Waldhof 240, Hapag 124,25, Lloyd 116,75.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 19. Juli. Die festere Stimmung, die sich in den gestrigen Abendstunden für Weizen vorübergehend geltend gemacht hatte, machte in­folge der schwachen Schlußmeldungen von ileber- see wieder einer Beruhigung Platz und die Pro­duktenbörse eröffnete mit gegen gestern mittag nur wenig veränderten Preisen. Dom Auslande lagen, namentlich von Nordamerika, stärkere er­mäßigte ©ifofferten vor. Geschäft vermochte sich nicht zu entwickeln. In Inlandweizen alter Ernte kamen nur wenige Abschlüsse zustande, Geschäft in Neuweizen gestaltete sich schwierig, da Forde­rungen und Gebote zu weit auseinandergehen. Roggen alter Ernte bleibt reichlich angeboten und schwer verkäuflich. Für Roggen neuer Ernte sind die Verkäufer angesichts der bedeutenden Preisspanne zwischen Weizen und Roggen weiter- zurückhaltend. Am Lieferungsmarkt ergaben sich für Weizen nur per Oktober, für Roggen per September Preisveränderungen. Mehl hat weiter sehr ruhiges Geschäft, die Roggenmehlpreise sind durch das reichliche Inlandangebot gedrückt. Hafer bei ausreichendem Angebot ziemlich stetig. In Gerste bleiben die Umsätze gering.- Cs notierten für je 1000 kg: Weizen, märt., 255 bis 257 (ruhig), Juli 271, Sept. 268 u. G., Oft. 267,25; Roggen, märt.. 195 bis 198 (ruhig), Juli 216 u. G., Sept. 218,50 bis 219,50, Oft. 220,50 bis 220 bis 220,75' Futtergerste 182 bis 190 (ruhig); Hafer, märt., 183 bis 193 (ruhig), Juli 197,50. Sept. 206,50 bis 207; für je 100 kg: Weizenmehl 31 bis 35,50 (stetig); Moggenmehl 27 bis 30 (schwächer); Weizenkleie 12,75 bis 13; Roggen­kleie 12; kleine Erbsen 28 bis 34; Futtererbsen! 21 bis 23; Peluschken 25 bis 26.50; Ackerbohnen 21 bis 23; Wicken 27 bis 30; Lupinen, blau, 20 bis 21; Lupinen, gelb, 28,50 bis 30,50; Rapskuchen 19,30; Leinkuchen 23 bis 23,50; Trockenschnitzel 11,20 bis 11,40; Sojaschrot 20 bis 20,60 Mark.

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1,75

7,9

7,7

7,55

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Ludw. Loewe. . . Rat. Automobil . . Oienftein & Koppel Leonhard Tietz . . Bamag-Meguin . . Franks. Maschinen . Gritzner.....

Heyligenstaedt . < Iunghans. . . . . Lechwerke.....

Maintrastwttte . < Miag.......

Nelarsuimer . . < Peters Union . . . Gebr. Roeder . . . Voigt 4 Haessner . Skdd. Zucker . . <

1,75

7,6

4% Schweiz. ®unbrfb>anL. . .

4% Oeslerretchische Goldrte.. . . 4,20% Oesterr. Silberrte.....

4% Oesterreich, einheiü. Rte. .

4% Ungarische Goldrte......

4% Ungarische Staatsr. v. 1910 . 414% desgl. von 1913.....

t% Ungarische Kronentte.....

4% Türt. ZoUanleihe v. 1911 . - 4% ZüdiTdje Bagdadbahn-Anl.,

Serie I...........

4% deSgl. Serie » 4% Rumänen unwert Rte. . - - 4V4% Rumänen Goldanl. von 1913

98

29,5

2,3

1,7

23,13

iVi . 6 . 8

10 . 8

10 10 12

11 12

10

10

10

Lllg. Deutsche Eisenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Dampfsch. Hansa Dampfschiff .... Norddeutscher Lloyd . . . Mg. Deutsche Treditank- - Barmer Bankverein . . . Berliner Handelsgesekych. . Commerz- unt Prioai-Bank Darm st u. Nationalbank .

Deutsche Bank .... Dtskonto-Gesellschaft Pint Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Treditbanl Metallbank ......

Geld

4,17 58,33 111,48 20,305

«rief

4,19 58,57 111,92 20,386

18. Juli

Amtliche '.Kotierung itzeld | Briet

Kurszettel -er Berliner und frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloflenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lornbardzinsfuß 8,5 Prozent.

Berlin. 19. Juli

Amerikanische No«» . Belgische Noten.... Dänische Note» ....

19- Juli Älmiliche Notierun,

Franksurt a.M.

Ber-tn

Schluß Kurs

Schiußk. Abend­börse

Schloß- Kurs

Schluß!. Mittag- börse

Datum

18.7.

19.7.

18.7.

19-7.

Philipp Holzmann.....

110

109,5

109,5

109,5

Heidelberger Cement....

10

135,5

Clement Karlstadt .....

186

182

Wayß 4 Freitag......

10

99

100,5

Schultheis Patzcnhoser . . .

15

306

303,5

12

-

239

237,5

Ber. Glanzstoff......

18

392

399

393,5

399

Bemberg.........

14

302,5

309

tzellstoss WaldHos.....

12

240

239,75

239,75

Zellstoff Aschassenburg . . .

12

158,25

158,5

158

Charlottenburger Wasser . .

<

110,65

110

Dessauer (Das.......

. 8

195,5

198,65

Daimler Motoren.....

. 0

54

54,5

54,5

54,4

Deutsche Maschinen-Fabrik .

. O

54,5

ülblcrroede Klever.....

. 5

50

50

50

Berlin, 19. Juli

Geld

Brief

französische Noten.....

Holländische Noten ......

16,42

167,83

16,48

168,51

Jtnlienislbe Noten ......

21,96

22,04

Norwegische Noten......

111,48

111,92

Deutsch-Oestrrr-, äic>0 Kronen

59,03

59,27

Rumänische Noten......

2,485

2,505

schwedische Noten ......

112,08

112,52

Schweiler Noten .......

80,60

80.92

Soonische Noten .......

60,81

61,05

Tschechoslowakische Noten ..

12,382

12,442

Ungarische Noten.......

72,85

73,15

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- Kure

Schiußk Abend börse

Schluß- Kurs

Schiußk. Mittag» börse

Datum

18-7-

19.7-

18 7.

19 7-

5% Dl. ReichSanleihe o. 1927 . .

87,23

87,5

87,5

Dt Slnt-Ablöi..Echuld mit Lus-

51.5

51.3

51,6

51,4

Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . .

9,8

9,8

9,8

9,75

7% Franks. Hyp.-Bt Goldps. un-

kündbar bis 1932......

85 5

4H% Rheinische Hyp^Bank Liqu^ Pnldps...........

79

U.E.G.abg. Borkriegs-Obligation.

rückzahlbar 1932 .......

87

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- Kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß» Kurs

Schiußk. Mittag- börse

Datum

18.7.

19.7.

18.7.

19.7.

A.E.G............8

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198

197,75

198,25

Bergmann...... 9

225,25

224

226,5

224

Gitta. Lieferungen.....1°

-

155,5

155,5

211,5

211

212,25

202

Fellen 4 Guilleaume.....6

Ges. f. Gleta. Untern.. ... 10

139

138

139,25

212,75

137,25 210,5

Hamb. Gitta. Werke .... 1°

139,25

139,25

Rhein. ...............9

150,5

149

Schles. Elektt........10

188

189

231,5

229,25

231,5

229

Siemens 4 Hals!« . 12

392

392,25

392

TranSradio . . 8

148,25

147,75

171,5

172,25

170,25

Buderus..... 5

75,5

75,75

75,25

Deutsche Erdöl ....... 6

117,25

117,25

116,9

Essener Steinkohle ...... fr

238

137

Gelsenllrchener ... f. Yi 3- 4

Harpener ........ 6

140

148

140,5

147,5

140,25

149

140,5

147,5

Hoesch Eisen.........8

135,5

135

Ilse Bergbau........8

213

212

212

212

Klöcknermerkr ........7

112,25

112,5

112,5

112

131,4

132

ManneSmana........8

123

122,25

123,13

122,75

Mansselder.........7

134

136,75

136,75

Lberschles. Eisenb. Bedarf. . . 6

89,5

88,75

Oberschles. Kokswerkc.....6

108,5

106,9

Phönix Bergbau......t>Vi

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl . . . f. '/« Jahr l?t

105,5

105,75

106,13

106

299

298,75

298,5

298,75

127,5

127

127,75

127

Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahl»......6

114,5

114

>14,4

114,5

64,25

64,4

Sali Aschersleben.....10

238

236

238,75

235,5

Kalt Seiteregeln......10

242,5

241

242,75

242

Kaliwerk Salzdetfurth ... 16

395

396

398,5

396,5

3- *8- Farben-Industrie ... 12

228

227,25

228

227,75

Scheideanslolt........ 9

Goldschmidt ........6

77

76

77

76,5

86

85,5

86,75

85,9

ÄdaUflekMaft. U

126,6

124,6

126,5

125,25

Zünfte Rott. Buen^AireS Brff.-Antw- Chrtstiania - Kopenhagen Stochholm . HelstngforS. Italien. . . London. .. VI enti ort .. Daris.... Schwei, .. Spanien. . Japan . - . Rio de Jan. Dien inD» EefL abgest Prag - - - Belgrad ..

Bulgarien.

Lissabon . .

Danzig. . .

Athen. . .

Canada . .

Urvgnqp. .

Tatro

168,21

168,55

168,19

1,758

168,53

1,760

1,764

1,762

38,255

58,375

58,24

58,36

111,75

111,97

111,69

111,91

111,69

111,91

111,68

111,90

112,40

112,62

112,34

112,56

10,53

10,55

10,533

10,553

21,93

21,97

21,93

21,97

20,337

20,377

20,338

20,375

4,1930

4,1995

16,46

4,1925

4,2005

16,42

16,425

16,465

80,61

80,77

80,62

80,78

61,07

61,19

60,98

61,10

1,924

1,928

1,923

1,927

0,497

0,499

0,496

0,498

59,02

12,405

59,14

59,04

59,16

12,425

12,407

12,427

7,362

7,376

7,371

7,375

73,05

73,19

70,05

71,19

3,027

3,033

3,032

3,038

18,75

18,79

18,75

18,79

81,35

81,51

81,32

81,48

2,020

2,024

2,017

2,021

5,42

5,43

5,425

5,435

4,171

4,179

4,176

4,184

4,076

4,084

4,076

4,034

20,855

20,905

20,855

20,895