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Wirtschaft.

Normale Reichsbankenilastung.

Der Ausweis der Reichsbank vom 15. Februar zeigt zwar eine durchaus nor­male Entlastung, toeim auch von einer außerordentlich großen Entspannung, wie sie er­wartet wurde, nicht die Redr fein kann. Er bietet insofern allo nichts besonderes. Aber die in ihm sich kennzeichnende D e v i s e n b e w e g u n g ist von ganz besonderem Interesse. Bereits im ersten Februarausweis der Reichsbank traten dre De­visenverluste hervor, sie zei;en für tl>zweite Februarwoche noch eine erhebliche Zu­nahme. Die Abnahme beträgt auf dem Konto der Teckungsdevisen rund 40 Millionen Mk., das find 30 Prozent des Bestandes, mrd wenn man das Konto der sonstigen Wechsel hinzufügt, da sich die tatsächliche Devisenabnahme auf d.eses Konto und das Konto Deckunqsdevifen verteilt, so kann man auf eine weitere Abnahme in Höhe von 60 bis 80 Mill. Mk. kommen, so daß sich für die gesamten Devisenabgänge schätzungsweise 100 Mill. Mk. ergeben. Das würde, wenn man den bisherigen Devisen­bestand der Reichsbank auf etwa 450 Mill. _Mk. insgesamt berechnet, einen Abgcrng in H oh e von etwa 25 Prozent bedeuten Für die beiden ersten Februarwochen hat die ReichEbank schätzungsweise einen Betrag von rund 159 bis 170 Mill. Mk. Devisen aus ihren Beständen ab­gegeben.

Bei der gegenwärtigen Konstellation am inter­nationalen Geld- und Devisenmarkt sind wei­tere Devisenabgänge trotz des vorübergehenden Rückgangs der Devisenkurse in Deutschland wahr­scheinlich. die, wenn sie größeren Umfang an- nehmen sollten, die Reichsbank natürlich zwingen würden, Goldabgaben vorzunehmen, um einer weiteren bedeutenden Abnahme ihres an sich schon geringen Devisenportefeuilles vorzubeugen. Die Anspannung am Devisenmarkt ist weniger eine Folge gestiegener Rachfrage als verringerten Angebots, da zur Zeit kurzfristige Ausland­gelder nur in geringem Umfange bei den billigen deutschen Eeldsätzen hereinkornrnen, so daß sogar zum Teil weiter zurückgezahlt wird. Es ist ganz klar, daß sich unter diesen Umständen die Bedürf­nisse der Zahlungen seitens des Repara­tionsagenten, ter augenblicklich einen Be­trag von etwa 120 bis 130 Mill. Mark pro Mo­nat in Devisen transferiert, am hiesigen Devisen­markt doppelt auswirken müssen. Der Inter- ventionszwang der Reichsbank am Devisenmarkt ist also vornehmlich eine Folge der Devisen- faufe des Reparationsagenten, die über den ganzen Monat anhalten. Anfang April wird zudem die nächste Date der Industrie- vbligationszinfen von 150 Mill. Mark fällig, die auch in Devisen umgewandelt wird.

Die Borgänge am Devisenmarkt, ins­besondere der im neuen Jahr erngetret-rnr Um­schwung und der Ausweis der Reichsbank vom 15. Februar, zeigen, wie überraschend schnell sich die Balutensituation der deutschen R e i ch s b a n k geändert hat und von welch' schneller und scharfer Wirkung eine zeitlich nur eng begrenzte Unterbrechung bzw. Derringerung des Zustroms gn Auslandgeldern auf diese Situa­tion sein kann. Es ist noch nicht lange her, daß die Goldbestände der Reichsbank wegen ihrer angeblich außerordentlichen Höhe besonders von englischer Seite scharf kritisiert wurden. Und schon heute zeigt es sich, baß die Reichsbank durch starke Levisenabgaben ihre Goldbestände schützen muß. Andererseits ist bei einem längeren Anhalten der gegenwärtigen Lage am inter­nationalen Devisen- und Geldmarkt der Zeit­punkt nicht mehr fern, an dem sie zu Gold­abgaben gezwungen ist, so daß sich die Stär­kung des Goldbestandes der Reichsbank als eine weit vorausschauende Maßnahme darstellen wird.

Volksbanl Gießen.

Die Bilanz für 1928 zeigt eine günstige Ent­wickelung. Die Zahl der Mitglieder ist von 205 auf 264 gestiegen. Die eingezahlten Gefchäftsgut- haben betragen 72 947 Mk. Die Einlagen be­laufen sich auf rund 300 000 Mk. Cs wurde ein Reingewinn von 10 834 Mk. erzielt, und es wird wieder eine Dividende von 10 P r v z e n-t ausgeschüttet. Die Reserven betragen jetzt 13000 Mk. Der Umsatz betrug 8,1 Mill. Mk. Die mit der Bolksbank personell und räumlich vereinigte Geschäftsstelle der Landesgenossen- fchaftsban? Darmstadt hatte einen Kassenumsatz von 8,4 Mill. Mk. Die Bolksbank arbeitet mit Privaten, die Geschäftsstelle der Landesgenossen­schaftsbank nur mit ländlichen Genossenfchafts- kasfen.

I.-G 'FarSetikndustne.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers*.

In der heutigen außerordentlichen G e - »eralversammlung der I.-G.-Farben- industrie Frankfurt a.M. wurde der Be­schluß des Dividende-Garantieoerban- des mit der Internationalen Gesellschaft für chemische Unternehmungen. A.-G. Basel (I.-G. Chemie-Basel) einstimmig genehmigt. Eine Erörte- rung darüber fand nicht statt. Vertreten waren durch 173 Aktionäre 788 265 430 Reichsmark Farben- Aktien, 100 Millionen Reichsmark Vorzugsaktien Serie A und 40 Millionen Reichsmark Vorzugs- aktien Serie 8. Außer der erwähnten Beteiligung würden in die I.-G.-Chemie-Bofel später weitere Beteiligungen eingebracht werden, und zwar solche, die bereits vorhanden feien und andere, die eventuell später erhoben werden. In dieser Hinsicht schweben noch Verhandlungen. Die Einführung der Aktien der I.-G.- Chemie-Basel an ver­schiedenen Börsen bedürfe noch der Ueberlegung. Weiter wurde mitgeteilt, daß die I.-G.-Farben- ind'ustrie am 1. Januar d.I. 114 000 (im Vorjahre 108 234) Angestellte und Arbeiter beschäftige, was als Beweis für den erhöhten Umsatz angesehen wer- den könne. Der Geldbedarf der I.-G. - F arb en in dustrie sei in erster Linie auf die- sen vergrößerten Umsatz zurückzuführen, der erheb­liche flüssige Geldmittel erfordere. Außerge- wöhnliche neue Projekte seien für die nächste Zeit nicht geplant. Das Ausbaupro­gramm sei ziemlich beendet.

* Konkurs der Daldur-Pianoforte- fabrik, A.-G., Frankfurt a. M. Die Gläu- bigerversammlung hat einstimmig beschloßen, den Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens zu stellen.

Reue Inlandanleihe der Stadt München. Die Stadt München hatte mit zwei Dankenkonfortien Verhandlungen wegen Auf­nahme einer neuen Inlandanleihe von 20 Mill. Mark für das Jahr 1929 aufgenommen. In der gestrigen Vollsitzung des Münchener Stadtrats wurde das Angebot des von der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank geführten Kon­sortiums als das günstigere angenommen. Das Konsortium übernimmt nom. 10 Mill. Mk. fest und erhält eine Option auf weitere 10 Mill. Mk. Die Anleihe, die voraussichtlich zu 933/< Prozent aufgelegt werden wird, ist mit 8 Prozent jähr­lich zu verzinsen und innerhalb 24 Jahren zu tilgen. Es werden auf den Inhaber lautende Teilschuldverschre'bungen der Stadt München aus- gegeben, die seitens der Inhaber unkündbar sind. Die Stadt ist berechtigt, vom 1. März 1934 ab die Anleihe ganz oder teilweise zu 102 Pro­zent, vom 1. März 1939 ab zum Rennwert zu­rückzuzahlen. Die Anleihe wird an den Börsen Berlin, Frankfurt a.M., Hamburg und München einaeführt werden.

*MitteldeutfcheMetallwarenfabrik, A.-G., Offenbach a.M. Wie bereits mitgeteilt, muß in der Generalversammlung am 9. März Mit­teilung gemäß § 240 des Handelsgesetzbuchs gemacht werden, da sich bei einem Aktienkapital von 140 000 Mark der Verlust im Jahre 1928 auf 87 515 (29 606) Mark erhöht hat. Nunmehr ist Über das Vermögen der Gesellschaft das gerichtliche Ver­gleichsverfahren eröffnet worden.

* Karlsruhes endgültiger Bei­tritt zur Südwe st deutschen GaS - A.-G. Der Dürgerausschuß von Karlsruhe hat mit großer Mehrheit der Vorlage des Stadtrats über den Beitritt der Stadt Karlsruhe zur Süd­westdeutschen Gas-A.-G. zugestimmt.

Wiederaufnahme der Arbeit In den Dunlopwerken. Die Fabrikation in den Dunlopwerken in Hanau wird ab Donnerstag wieder ausgenommen werden. Durch Anwendung gewisser Hilssmittel glaubt die Di­rektion die Fabrikation, selbst wenn die Ab­schwächung der Kältewelle nur vorübergehend fein sollte, aufrecht erhalten zu können.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 20. Fehr. Tendenz: un­einheitlich. In Erwartung günstiger Mit­teilungen auS der heutigen außerordentlichen Ge­neral-Versammlung der I.-G.-Farben- Industrie machte sich zu Beginn der heutigen Börse eine allgemein freundlichere Stimmung geltend. I.-G.-Farben-Aktien wa­ren schon im Dormittagsverkehr lebhafter gehan­delt und beträchtlich gesteigert. Als jedoch die

Ausführungen bekannt wurden, trat eine Ent­täuschung ein, da Ausführungen über eine Dividendenausschüttung vollkom­men fehlten. In Dörsenkreisen wurde vielfach die Hoffnung gehegt, daß heute Klarheit hin­sichtlich der Dividendeverteilung eintreten dürfte. Auch nach Festsetzung des amtlichen Kurses unterlagen die Farben-Aktien daher größeren Schwankungen. Der Grundton der Börse blieb je­doch verhältnismäßig freundlich, doch war im Zu- menhang mit der Farben-Angelegenheit eine Zu­rückhaltung nicht zu verkennen. Auch der schwache Verlauf ter gestrigen Reuhorker Börse, sowie die Rete des Ministers Dr. Schreiber über die unbefriedigende Wirtschaftslage Deutschlands, drückten auf die Stimmung und hatten nur klein­stes Geschäft zur Folge. Die Kursgestaltung war daher uneinheitlich. Bei Spezialwerten über­wogen jedoch die Besserungen, die aber kaum über 1 Prozent gegenüber der gestrigen Abend­börse hinausgingen. Das Fehlen jeglicher Or­ders ließ keine Geschäftsbelebung aufkommen. Im Vordergründe des Intereises standen I.-G.-Far- ben, die aber nur 0,75 Prozent höher lagen. Auch AEG., Deutsche Linoleum. Harpener, Wans- selber, Oberbedarf und Schisfahrtswerte lagen bis 1 Prozent höher. Am Bauunternehmungsmarkt waren Holzmann bei Rachfrage 1,75 Proz. und von internationalen Werten Svenska 3,50 Mk. fester. Danken bis 1 Prozent niedriger. Stärker vernachlässigt lagen am Clektrvmarkt Siemens mit minus 2.25 Prozent. Dis 1,5 Prozent schwä­cher waren noch Rütgerswerke, Phönix, Rhein­stahl und Daimler. Adlerwerke dagegen etwas gebessert. Renten fast ohne Geschäft. Don Aus­ländern waren Mexikaner lebhafter gehandelt und hoher. Auch nach den ersten Kursen hielt die Verstimmung an, das Geschäft konnte aus diesem Grunde keine Belebung erfahren, und es traten auf fast allen Marktgebieten Rückgänge bis zu 1,5 Prozent ein. Auch I.-G.-Farben ver­loren nach vorübergehender Erhöhung bis 1.75 Prozent. Die Tendenz zeigte eine gewisse Un­sicherheit. Der Satz für Tagesgeld erfuhr mit 4,5 Prozent eine weitere Entspannung. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,216, gegen Pfund 20,44, London-Kabel 4,8525, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,6750, gegen Madrid 31,66, gegen Holland 12,1160.

Berlins Börse.

Berlin. 20. Febr. Entgegen den Erwartun­gen des heutigen Vormittagsverkehrs, in dem Hoffnungen auf Dividendeauslassungen in der heutigen außerordentlichen Generalversammlung der I.G. Farben-Inbustrie eine recht freundliche Stimmung hervorgerusen hatten, er­öffnete die heutige Börse nicht einheit­lich. Die ersten Kurse waren nicht so fest, wie noch vorbörslich taxiert, und im allgemeinen waren gegen den gestrigen Schluß keine größe­ren Veränderungen mehr festzustellen. Es lagen für heute im übrigen eine Anzahl ungünstiger Momente vor: die Stockung der Verhandlungen in Paris, die bisher ergebnislosen Verhandlun­gen einer Einigung zwischen Zentrum und Deutsche Volkspartei, die Placierung der 125 Millionen Reichswechsel, die Etatsrede Dr. Schreibers, die Absichten, eine Inflationssteuer einzuführen, das im Verlause schwächere Reu- York usw. Rur auf die große Geschäfts­losigkeit war es zurückzuführen, daß trotz­dem keine Verluste eintraten. Einige Papiere, wie Waldhof, Harburg Phönix, Polyphon, Schle­sische D.-Gas, Stottberger Zink lagen bis drei Prozent schwächer. Draunkohlenwerte, Kali- aktien, Leonhard Tietz und Svenska fielen durch ihre Widerstandsfähigkeit auf. Deutsche An­leihen freundlich. Ausländer geschästslos. Pfand­briefmarkt uneinheitlich, eher schwächer. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld mit 5,5 bis 7,5 Prozent etwas leichter. Rach den ersten Kursen überwogen die Rückgänge, nur Svenska lagen auf weitere Deckungen 1 Mk. hoher, wäh­rend sonst ziemlich einheitlich Verluste von 1 bis 2 Prozent festzustellen waren. Glanzstoff gingen um 5 Prozent, und Polyphon um 6 Proz. zurück. In dem inzwischen zur Veröffentlichung gekommenen Farben-Communique war entgegen den Erwartungen der Börse über die Dividenden- aussichten des letzten Jahres nichts enthalten. Der Farbenkurs hielt sich aber doch auf An­fangsniveau.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 20. Febr. Der Produkten­markt verkehrte heute in ruhiger Haltung. Trotz des anhaltenden Frostes und der damit ver­bundenen knappen Beschickung des Marktes, so­wie der etwas erhöhten Auslandnotierungen blieb das Geschäft klein und eine Anregung ging hier­von nicht aus. Die Preise blieben bei mäßigem Umsatz alle unverändert. Es wurden notiert: Weizen 24 bis 24,25; Roggen 23,75; Sommer­

gerste für Brauzwecke 24,50: Hafer, inländisch«!

24,25 bis 24,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 24; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 34 bis 34,75; Roggenmehl 31 bis 31,75; Weizenllei« 14,25; Roggenkleie 15. Tendenz: stetig.

Rundfunkprogramm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".) Donnerstag, 21. Februar.

6.30 Uhr: Morgengymnastik. 12.30: Schall­plattenkonzert: Enrico Caruso. 15.05 bis 15.35: Stunde der Juxend: Führung ins Berufsleben durch das Städtische Derufsamt FranklUrt a. M.: Sie Laufbahnen im Reichsheer und bei der Schutzpolizei", Vortrag von Direktor Menne. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.30 bis 19: Don Kassel:Das Grün und seine Beziehungen zum Dorf- und Stadtbild", Vor­trag von Gartenbaudirektor Rud. Stier. 19.30: Don München: Konzert des Münchener Bach- Dereins. Geistliche Werke von Mozart. 21.15: Eine Stunde Walzer.

Freitag, 22. Februar.

6.30 Uhr: Morgengymnastik. 12.15: Schallpla- tenkonzert: Buntes Programm. 15 05 bis 15.25: Stunde der Jugend: Aus der Technik des All­tags, vorgetragen von Mittelschullehrer Adolf Hering:Unser Straßenpflaster". 15.55 bis 16.05 Uhr: Hausfrauendienst; 16.35 bis 17.05 Uhr: Hausfrauen-Rachmittag, veranstaltet vom Frankfurter Hausfrauenverein. 17.15 bis 17.45: Vortragszyklus des Frauenverbandes Hessen- Rassau:Sind die Sorgen der Mütter wegen der Berufswahl ihrer Tochter berechtigt?", Vor­trag von Dr. Charlotte Anders. 17-45 bis 18.30: Von Köln: Vesperkonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 13.30 bis 19.00:Der zweite Faustmonolog und der Osterspaziergang in Goethes Faust I", Vortrag von Pfarrer Cle­mens Taesler. 19 bis 19.30: Schachstunde. 19.30 bis 20.00: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 60 Silben aufwärts). 20.00 bis 21.00: Konzert des Unionquartetts, Mitglied des Volkschors Union. 21.00 bis 2120: Auf alle Stationen: Rundfunkmufik II. Bunte Suite für Orchester: op. 48, Ernst Doch. 21.20 bis 22.20: Anekdoten.

Samstag, 23. Februar.

6.30 Uhr: Morgengymnastik. 12.45 bis 13.15: Schulfunk: Musik, vorgetragen von Studienrätin Cilla Geis:Die dreiteilige Liedform". 13.15: Schallplattenkonzert: Mittagsständchen. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranze, Liedervocträge Frankfurter Schu­len, Ludwig-Richter-Schule, Chorleiter: Lehrer Schmidt. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Konzert des Rundfunkorchester3: Reue Tanzmusik. 18.30 bis 18.45: Der Briefkasten. 18.45 bis 19.00: Esperanto-Unterricht. 19.00 bis 19.30: Zur Reichsunsallverhütungswoche:Helft Unfälle verhüten", Vortrag von Rektor Dr. Scheibe. 19.30 bis 20.00: Stunde des Frankfur­ter Bundes für Volksbildung:Die soziale Schich­tung des französischen Volkes", Vortrag von Oberstudiendirektor Dr. Oehler. 20.00 bis 20.30: Unterhaltungsmusik des Rundfunkorchesters. 20.30:Indra", Oper in 3 Akten von Friedrich von Flotow. Anschließend bis 0.30: Don Berlin: Tanzmusik.

Buntes Allerlei.

Gräfin Spee t-

Gräfin Margarete von Spee, die Witwe des in der Seeschlacht bei den Falllands­inseln gefallenen deut chen Kreuzergefchwader- chefs, Vizeadmiral Grasen von Spee, ist im Alter von 61 Jahren in Kiel gestorben.

Erste deutsche Kolonialbriefmarkenausstellung in Bremen.

In der Woche nach Pfingsten findet in den Festräumen des Paula-Becker-Moderson- und des Haghauses in Bremen die erste deutsche Ko- lonialbriesmarken-Ausstellung statt. Das Protek­torat bei diesem Unternehmen, das ein philate- listisches Ereignis größten Stils werd-en wird, hat General von Lettow-Dorbeck über­nommen. Gleichzeitig ruft der 35. Philatelistischs Tag, der Bund deutscher Philatelistenverbände im In- und Auslande'(24. bis 23. Mai), und der Germaniaring (24. Mai) seine Mitglieder zu wichtigen fachwissenschaftlichen und organisatori­schen Besprechungen nach Bremen. Ausstellungs- meldefchluß ist am 15. März.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlvstenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, LombardzinSfuß 7,5 Prozent.

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Berlin

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Ludw.Loewe ....

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Örenstein & Koppel .

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Leonhard Tiey . . .

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Bamag-Meguin . . .

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Franks. Maschine» . .

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Griyner......

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Hcnligenstaedt . . .

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Mainkrastwerks . . .

. 8

119

130,9

d

Miag........

e

10

141

142,5

142,5

Rekars ulmer ....

e

. v

27

26,5

26

Peters Union ....

e

. 8

101,5

100,5

Gebr. Roeder ....

10

28,5

B otgt 4 Haeffner . .

e

. s

212

212

EOdd. Zucker ....

. 8

144,5

145

Vertin. i9. Februar

*Clt>

Brie'

rimeruanliche 'Jioien.....

Belgische Noten........

Dänische Noten ......

Englische Noten........

4.19.)

58,33

111,90

20,40

4.213

58,57

112,34

20,48

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. 21L

I e I e q r a hischi Auszahlung.

Berlin, >4. Februar

Geld

1 Brier

ti"Un>MiiKue jiOiCU ......

Holländische Noten......

italienische Violen......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr,äl00 Kronen Numäniiche Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tscheche,lowakische Noten . . Ungarische Noten . . ...

16,44

168,16

22,03

111,90

59,00

2,50

112,18

80,79

4.51

12,445

73 15

Ui,50 168,81 22.11 112.34 59,24 2.52 112.62 81.11 1.4.97 12,505 73.45

19. F bruar

20. Februar

Amtliche Non runa

Ärmliche Notierung

(Sie 16

Brie?

iÄeld

Bnet

Amt--Non

168.50

168.81

168.50

168.84

Buen.'Aire<

1,768

1,772

l.7»9

58.405

1,773

Brss-Anllv

08.43

58,55

58,525

Christiania

m.18

112,40

112,19

112,41

ikop.'nbagni

112.18

H2.40

112.19

112.il

Stockholm

112,42

10,582

22.02

112,04

112,43

in,65

HclnngforS- Jlalieu. .

10.602

22,06

10,582

22,16)5

10,6 2

22.075

London - . .

4J1.4I4

20.454

20.4.9

20,45J

9,'cuyork . . Paris. . .

1,2070

4.2150

4,2t,80

1,2160

16.425

16.465

16,425

16.4l5

Schweiz . .

80,89

81,

80,92

öl,08

Spa i'N.

,4,16

64,28

'.4,61

04,73

Japan . - -

1.904

1.908

1.898

1,903

Hio de Jan

0.501

0.503

J.5o2

0.504

Wien in D-.

<^eft. abgest

59,085

59,205

59,12

59.24

Prag . . -

12,4.5

12.415

12,477

12.497

Belirad .

7,585

< ,399

<.v8.

7.399

Budapest.

<3.32

<3,46

<3.<5

73.49

Bul arien

..038

.044

3,037

3,043

Lissabon

18,o8

18,62

13,58

18.63

Danz'g. - -

8..58

61.74

öl,<0

öl.76

.Qonft utin.

2,076

2,080

2,o74

2,(78

Atuett. . .

5,4 5

5,445

5,435

5,445

Lanada . .

4.186

4.194

4,185

4,193

llrn uat). .

4.316

4.326

4.316

4.324

Cairo . . -

20,93

20.97

20.93

21.67