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Für die De f ch a f f ung v on W a s se r m e s - fern werden weitere 12 000 Mark bctoilhgt Die Lieferung wird je zur Hälfte an Siemens & Halske in Berlin und an Bopp & Reuther in Mannheim übertragen.

Die Dlattenliesecung zur Erneue tung des Dürgersteigbelags in hr W e st a n - läge vor der Goetheschule erhalten dre Firmen Sack & Jughardt und Dern & Co.

Wit der Lieferung der Äiederdruck- Warmwafserheizungsanlage für dre Pestalozzi sch ule in oen Eichgärten wird die Firma Schaffstaedt zu Gießen zum An­gebotspreis von 75 655.97 Marl beauftragt.

Errichtung

eines neuen Dasserhochbehällers bei Annerod.

Zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Stadt Gießen wird die Errichtung eines neuen Wasserhochbehälters mit einem Fassungsvermö­gen von 5200 Kubi.meter oberhalb des Wasser­behälters bei Qlnnetou bei Kilometer 6,6 der Provinzialstrahe GießenGrünberg beschlossen. Die Gesamtkosten von 400 000 Mark werden bewilligt. 275 000 Mark sollen dem Erneuerungs­stock des Wasserwerks entnommen und 125 000 Mark aus dem Erneuerungsstock des Gaswerks gegen Zinserstattung entliehen werden.

Beigeordneter Dr. Hamm bemerkt bei dieser Borlage, daß unsere Quellen genügend Wasser liefern und auch das Pumpwerk gut in Ordnung sei, die Erfahrungen im letzten heißen Sommer jedoch die Notwendigkeit der Schaffung eines weiteren großen Behälters zur Aufspeicherung einer Wasserreserve erwiesen hätten.

lichen Uhren in der Stadt nicht übereinstimmen, 0 zu beseitigen. Die Verwaltung habe zu diesem Zweck nach eingehender Prüfung der Firma W a g n e r in Wiesbaden das Recht zur Einrich­tung einer Zentraluhrenanlage tn Gießen erteilt. An diese Anlage sollen nicht nur die älhren in den städtischen Gebäuden und in den Straßen angeschlossen werden, sondern es sollen auch Privatfirmen an die elektrisch be­triebene Zentraluhrenanlage Anschluß finden. Leider habe sich die in Betracht kom­mende Bevölkerung nur ganz unzulänglich an der Sache beteiligt, und neuerdings würden der Firma bei der Anbringung ihrer Dachständer zur Befestigung des Leitungsdrahtes Schwierig­keiten bereitet. Da es sich hier um eine Einrich­tung handele, die im öffentlichen Interesse liege und die auch für die Geschäfte und die Betriebe bedeutsame Vorteile aufweise, bitte er, sich an dieser Einrichtung zahlreich zu beteiligen, damit sie für die Dauer erhalten bleiben könne, und ferner bitte er die in Betracht kommenden Haus­eigentümer, der Firma hinsichtlich der Anbrin­gung der Dachständer entgegeirzukommen. Es handele sich hierbei nur um leichte Ständer, durch die eine Beschädigung des Daches nicht zu er­warten sei. Wenn allseitiges Interesse und Ent­gegenkommen in dieser Sache gezeigt werde, so sei zu hoffen, daß unsere Stadt auch in Bälde eine einheitliche älhrzeit au'weise.

In einer anschließenden kurzen Aussprache stimmten mehrere Fra.tionsredner den Ausführun­gen des Beigeordneten zu.

Weitere Sredilbewilligungen.

Zur Beschaffung von Kulissen für die Bühne der Liebigshöhe werden 500 Mk. zur Verfügung gestellt. Die Kulissen können vom Goethebund erworben werden. , , _

Der beim Dermessungsamt vorgesehene Kre­dit für Laglohnarbeiten wird infolge umfang­reicherer Dermessungsarbeiten von 3200 Mk. auf 5000 Mk. erhöht. m

Für die Instandsetzung der der Gewerbe- und Maschinenbauschule und der gewerblichen Ab­teilung der Fortbildungsschule in der Alten Klinik überlassenen Schulräume wird ein Kredit von 6000 Mk. zur Verfügung gestellt.

Für die Herstellung von etwa 5500 Meter Kabelgräben wird ein Kredit in Höhe von 18 937,05 Mk. bewilligt. Die Ausführung der Arbeiten wird der Firma Abermann in Gießen übertragen.

Die Lieferung von fünf Kabelverteilungskästen zum Gesamtpreis von rund 3200 Mk. wird der Firma Köttgen & Co. in Bergisch-Gladbach über­tragen und der erforderliche Kredit in Höhe von 3200 Mk. bewilligt.

Zur Beleuchtung des Gäßchens zwischen den Häusern Seltersweg 14 und 16 wird ein Kredit von ICO Mk. bewilligt.

Die Zentraluhrenanlage.

Vor Schluß der öffentlichen Sitzung weist Bei­geordneter Dr. Hamm noch darauf hin, daß die Stadtverwaltung auf Wunsch aus Stadtrats­kreisen und seitens des Verkehrsvereins, wie auch der Bürgerschaft sich bemüht habe, den bisherigen unleidlichen Zustand, daß die off ent-

Hände hoch - Kriminalpolizei!"

Was ich in -ISjährigem Kampf gegen das internationale Verbrechertum erlebte.

beginnen heuie mit dem Abdruck einer Artikelserie, worin einer der nam­haftesten und bewährtesten deutschen Kri­minalisten, Kommissar Engelbrecht, zuletzt in Berlin, seine Erlebnisse und Er­fahrungen während einer jahrelangen, auf­reibenden Dienstpraxis in aller Herren Ländern schildert. Wir sind überzeugt, mit dieser Memoirenreihe, die wir in zwang­loser Folge fortsehen wollen, unseren Le­sern eine unalltägliche und interessante Lektüre bieten zu können: hier ist einmal die häufig ein wenig phantastisch anmu­tende Welt des Verbrechertums, wie sie den meisten aus Romanen, Filmen oder Theaterstückenvertraut" sein dürfte, als nüchterne und in allen Einzelheiten er­lebte Wirklichkeit behandelt. Iedem Be­richt liegt ein aktenmäßig greifbarer ..Fall" zugrunde, und man wird vielleicht finden, daß die Realität dieser Aufzeichnungen und die sachliche Kriminalreportage nicht minder fesselnd und spannend zu sein braucht, als die abenteuerliche Erfindung zahlloser Romane und Filme, in denen gespielt wird mit Dingen, welche im All­tag ost genug zwischen Tod und Leben sich ereignen und har.e, manchmal erschütternde und unauslöschliche Wahrheiten bedeuten.

I.

Kriminalist aus Passion.

Man hat mich schon häufig gefragt, was mich eigentlich veranlLßt hat, gerade Kriminalkom- mi.sar zu werden. Ich glaube, es war der von Kindheit an in mir ruhende Trieb nach Aben­teuern, nach Erleben großer Vorkommnisse. Schon als vierzehnjähriger Iunge glaubte ich, in mir eine besam ere Veranlagung für diesen Beruf entdeckt zu haben. Ich war damals Gast eines Onkels, des Amtmanns von Lüdenscheid in Westfalen. Gerade in diese Ferienzeit hinein fiel eine Mordtat, die weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus die Gemüter der Bevöl­kerung erreg.T Rahe der Lungenheilstätte Hel­lersen war eine Frau, die wegen ihres meist allzu reichen Alkoholgenusses in der dortigen Gegend übel beleumundet war, ermordet wor­den. Der Amtmann hatte die Untersuchung zu leiten, und für mich, den vierzehnjährigen dün­ge», war es selbstverständlich, ihn überall zu begleiten. Mein Onkel bemerkte auch wohl ein gewisses Verständnis und erlaubte mir, für einen plötzlich erkrankten Polizeibeamten das Protokoll niederzuschreiben. Die verschiedenen Zeugenver­nehmungen, die Besichtigung des Tatortes und überhaupt die ganze Untersuchung interessierten mich ganz außerordentlich. Der Höhepunkt mei­nes Interesses wurde erreicht, als es gelang, den mutmaßlichen Mörder zu ermitteln und den Zeugen gegenüberzustellen. Tieftraurig war ich, als die Ferien abgelaufen waren und mich der Schulbeginn nach Marienwerder zurückrief, ehe der Mordfall seine völlige Aufklärung gefunden hatte. Roch viele Monate hindurch beschäftigte dieser Mord von Hellersen meine Phantasie. In meinen Gedanken erwog ich ständig das Für und Wider, alles, was man für die Schuld oder für

Von Kriminalkommissar Ernst Engelbrecht.

Copyright bh Greiner & Co., Berlin NW 6. die älnschuld des Verdächtigen anführen konnte. *v)^ war für mich ein Erlebnis gewesen, und von diesem Zeitpunkt an verfolgt» ich wohl sämtliche triminellen Geschehnisse in unserem gemütlichen Liebe"-Städtchen Marienwerder mit ganz be­sonderem Interesse.

Dieses Erlebnis wirkte dann, dreizehn Iahre später, bei meinem Entschlüsse, Kriminalist zu werden, entscheidend mit. Schnell entschlossen suchte ich den damals bekannten süddeutschen Kri­minalisten, den Kriminalkommissar von Salo­mon, im Polizeipräsidium Frankfurt a. M. auf und bat ihn, sich für meine Annahme und Aus­bildung als Kriminalkommissar verwenden zu wollen. Herr von Salomon sagte mir liebens­würdigerweise seine Unterstützung zu und bot auch alles auf, mir in der Folge die Wege zu ebnen. Meinem Anträge auf Ausbildung als Kriminalkommissar wurde auch bald entsprochen, und schon August 1911 durfte ich meinen Dienst beim Polizeipräsidium Frankfurt a. M. antreten. Im Iuli 1922 erfolgte meine Ernennung zum Hilfskriminalkommissar, und schon wenige Wochen später meine Anstellung als Kriminalkommissar beim Polizeipräsidium Frankfurt a. M. Zunächst wurde mir die Leitung des Spielerdezernats übertragen.

Zu den Aufgaben meines Arbeitsgebietes ge­hörte die Bekämpfung des Spiels in jeder Form, also des öffentlichen Glücksspiels, der unerlaub­ten Ausspielung, des gewerbsmäßigen Glücks­spiels, des Buchmachens und auch die Beobach­tung der Rennplätze.

Ein mißgestalteter Heiratsschwindler.

Etwas Abwechslung in dem ewigen Einerlei der Spieler- und Duchmacherrazzien bot die Be­arbeitung einiger größerer Betrugsfälle.

Einer der intere'santesten Fälle, dessen Bear­beitung meinem Dezernat oblag, war wohl der des bekannten Heiratsschwindlers E. Th., der in den Jahren 1912/13 wohl in ganz Deutschland sein Unwesen trieb. Th. war früher Fabrikarbei­ter, wurde aber geisteskrank und in einer Irren­anstalt interniert. Cs gelang ihm aber immer wieder, aus der Anstalt zu entweichen und dann .auf die Brautschau" zu gehen. In Berlin. Dresden, Chemnitz, Halle, München, überall hatte er große Erfolge, überall hatte er bei reichen Frauen Glück, und überall wurde er deshalb steckbrieflich gesucht. Hier knüpfte er mit einer Witwe die engsten Beziehungen an, dort suchte er Anschluß an Töchter aus gutem Hause. Hier war er der Ingenieur Iäckel, dort Ingenieur Thoma, hier trat er als Regierungsbaumeister Mendel und dort als Regierungsassessor Dr. Thoma in Erscheinung. Meistens kam der Herr Regierungsassesfor dl ec Ingenieur in einem Privatauto angefahren und machte der Dame seines Herzens oder ihren Angehörigen im Frack, mit weißer Binde, Lackschuhen und mit einem goldgefaßten Monokel seinen offiziellen Besuch. Stets zeigte er sich gewandt und liebenswürdig, und niemals vergaß er, der Dame seines Her­zens die herrlichsten Blumen mitzubringen. Ge­schickt gelang es dem Schwindler in der Regel, schon in wenigen Wochen Herz und Vertrauen der Dame zu erobern. Dann erschien er mit

allerlei mehr ober weniger wahrscheinlichen Grün­den, unter denen er seine Auserwählte um ein Darlehen in Höhe van 5000 bis 10 000 Mark unter dem tat er es selten bat. Meistens hatte er mehrere Bräute, und zwar vorsichtigerweise in verschiedenen Städten, die er dann so lange besuchte und mit seiner Liebe beglückte, bis er ihnen ihre Ersparnisse abgenommen hatte. Dann kam das nächste Opfer an die Reihe.

Als die erste Anzeige gegen Th. einlief, war leider kein Lichtbild von ihm vorhanden, das zu Feststellungen und Ermittelungen nach ihm Ver­wendung finden konnte. Sämtliche betrogenen Frauen schilderten ihn als einen gebildeten, hüb­schen und liebenswürdigen jungen Mann von gepflegtem, sauberen Aeußeren. Als die Polizei ihn schließlich in Frankfurt a. M. auf dem Haupt­bahnhof festnehmen konnte, stellte sich heraus, daß diese von den Damen angeführte Personen- beschreibung absolut unzutreffend war. Th. war ein kleiner, häßlicher Mensch, er lahmte auf einem Bein, und sein Gebiß zeigte vorne zahl­reiche ßüden. Eigenartig war, daß keine der Da­men bei dem amüsanten Plauderer etwas von Geistesgestörtheit gemerkt haben wollte. Als Th. wieder der Irrenanstalt zugeführt war, änderte sich sein Verhalten aber derart, daß man in ihm unschwer den Geisteskranken erkennen konnte.

Oie Bank nimmt den Defraudanten in Schuh.

Erwähnenswert ist auch noch ein anderer Fall, der ein eigenartiges von mir nie für möglich ge­haltenes Ende nehmen sollte. Gelegentlich einer Razzia gegen obskure Frankfurter Lokale in der Altstadt fiel ein jüngerer Mann dadurch auf, daß er allzu freigebig die Gäste traktierte und seinen Kneipgesellen unvorsichtigerweise Einblick in seine Brieftasche tun ließ. Man vermutete zunächst in diesem etwa fünfundzwanzigjährigen Manne einen unerfahrenen Provinzler, der die Freuden einer Großstadt kennenlernen wollte. Die Streife der Kriminalpolizei nahm M. des­halb zu seinem eigenen Schutze mit und brachte ihn zur Feststellung seiner Personalien zum Po­lizeirevier. Hier stellte es sich heraus, daß M. erhebliche Geldsummen bei sich führte, über deren Erwerb er ausweichende Angaben machte. Man lieferte ihn zwecks weiterer Ermittlung ein und führte ihn tags darauf meinem Dezernat vor. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung machten wir nun eine höchst seltsame und interessante Entdeckung. In einem kleineren Handkoffer, sei­nem einzigen Reisegepäck, lagen unter Wäsche und einigen Büchern wild durcheinander meh­rere Hundertmarkscheine. Die Bücher fielen durch einen etwas starken Deckel auf, und bei näherer Inaugenscheinnahme wurde festgestellt, daß sich unter den Deckeln sämtlicher Bücher, kunstvoll eingeklebt, eine ganze Anzahl Tausendmarkscheine befanden. Wohl in allen Büchern befanden sich zwei bis drei Tausendmarkscheine, die in ent­sprechender Verteilung sorgsam in den Buchdeckel eingelegt und dann wieder mit weißem Papier überklebt worden touren. Als man M. den Fund entgegenhielt, erblaßte er zwar, blieb aber auf die eindringlichsten Fragen nach der Herkunft dieses Geldes immer wieder bei seiner

Erklärung:Ich habe mir bas Geld erworben." Die Kriminalpolizei ermittelte bald, daß M. Buchhalter bei einer Privatbank eines kleineren märkischen Städtchens gewesen war, dort aber leinen Posten aufgegeben und sich seit mehreren Monaten auf Reisen begeben hatte. Rachfragen bei dieser Bank ergaben aber keine Anhalts­punkte, die für den unredlichen Erwerb des Geldes sprechen konnten. Die Dank erklärte viel­mehr, daß M. wohl bei ihr tätig gerne en wäre, daß aber alle seine Bücher in Ordnung befun­den seien und daß ec bei der Dank sich keiner­lei älnehrlichkei.en Jjabe zuschulden kommen lassen. M. wurde immer wieder vernommen, immer wieder einem Verhör unterzogen, um eine Auf­klärung zu ermöglichen, aber immer blieb er bei seiner Erklärung:Ich habe mir das Geld erworben." Schließlich gelang es nach mehreren Tagen aber doch, M. zu einem Geständnis zu veranlassen. Er gab zu, daß er in der be­wußten Bank etwa 20 000 Mark unterschlagen und durch falsche Buchungen die Entdeckung ver­hindert habe. Er habe, so erklärte er, die Sache aber so geschickt angefangen, daß die Bank davon nie etwas habe merken können. M. wurde nun der Staatsanwaltschaft vorgeführt, die das Ver­fahren gegen ihn einleitete. Die Dank, für welche immerhin die Möglichkeit bestand, über 16 000 Mark zurückzubekommen, bestritt al er energisch die Aussage M.'s und blieb auch bei dem Ver­handlungstermin gegen M. bei dieser strikten Ablehnung. Die Dank erklärte, daß es ganz ausgeschlossen sei, daß M. bei ihr das Geld unterschlagen haben könne, alle Duchkontrollen hätten die Ordnung der von ihm geführten Bücher ergeben. M., der auch dem Vcrnehmungs- richter gegenüber sein der Kriminalpolizei ab­gelegtes Geständnis wiederholt hatte, blieb auch beim Verhandlungstermin bei seiner Behauptung, daß er das Geld bei die'er Dank veruntreut habe, und bat um eine milde Destrafung. Das Urteil fiel aber ganz anders aus, als die Kri­minalpolizei es sich gedacht hatte. Den Angaben des M. wurde seitens des Gerichts keinerlei Glauben geschenkt und, da das Gericht nicht in der Lage war, ihm den betrügerischen Erwerb des Geldes nach^uweisen, erfolgte seine Frei­sprechung. Außerdem wurden ihm die sechzehn Tausendmarkscheine, die von der Kriminalpolizei bei ihm beschlagnahmt waren, wieder ausgehän- digt. M. war darob baß erstaunt. Als man ihm das Geld geben wollte, fürchtete er Wohl eine Falle und verweigerte zunächst _ die Annahme. Schließlich ging ihm aber allmählich ein Licht auf, und unter Kopfschütteln nahm er seine Tausendmarkscheine wieder an sich. M. wurde dann ständiger Gast der Frankfurter Lebewelt und Verbrecherlvkale und vergeudete das viele Geld in wenigen Monaten. Wie ich später hörte, soll er dann, als alles verbraucht war, selbst Hand an sich gelegt haben.

Es darf Wohl kaum einem Zweifel unterliegen, daß M.'s Geständnis der Wahrheit entsprach. Die Dank aber dürfte ihrerseits großes In­teresse daran gehabt haben, den Verlust abzu­streiten, um ihr Renommee zu wahren und einen unvermeidlichen Kundenabfall oder noch Schlim­meres zu verhindern.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

fi. 211. 1. Der Hausbesitzer kann nicht gezwungen werden, in Ihre Wohnung eine elektrische Lichtlei­tung zu legen. 2. Wegen der notwendigen Jn- standsetzungsarbeiten wenden Sie sich an das Stadt. Mieteinigungsamt, Lonystraße 2. Dieses wird auch zu prüfen haben, ob der Hauseigentümer in ord­nungsmäßiger Weise für die Erwarmungsmöglich­keit Ihrer Räume durch passende Defen gesorgt hat, die der Zimmergröße entsprechen.

£). 5. G. Ihre Mutter erwarb als frühere Hessin durch die Verheiratung mit Ihrem Vater, einem Preußen, die preußische Staatsangehörigkeit und verlor gleichzeitig damit die hessische. Wenn Ihr Daier nicht die hessische Staatsangehörigkeit er­worben hat, sind die aus der Che hervorgegan­genen Kinder gleichfalls nur Preußen. Wir wer­den in Kürze einen Aufsatz bringen, in dem Sie Ihre weiteren Fragen beantwortet finden werden.

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