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netz unserer Stabt schlimm mitgespiell 2Dehr- tach stad Royrbcüch« vorgekommen. DaS- Gas- Verl hat einen Bereitschaftsdienst eingei! ichtet, der bereits mehrfach nachts alarmiert Yiurde. Die Straßenlaternen sind fast alle eingellcoren. In der Dorstadt platzte ein starkes TDa'jierlei- tungSrvhr, und das QBafier drang in dst: anliegenden Keller, die biS zu den Fensteri^fnun- gen vollicfen. Kartoffeln und Gemüse» sind natürlich verdorben. Es friert selbst in den besten Kellern. Der Seemenbach ist mit einer 12 bi« 15 Zentimeter starken Eisdecho bedeckt,' eine willkommene Eisbahn für die^ Tu-
dinger Buben. r
!! Büdingen. 18. Febr. 3n der justigsten SemeinderatSsitzung nahm derGcmq.nde- rat yinä^ft die vom QMiniiier des Innern UDterm 3. Januar 1929 erlassene Verfügung übest: die Grundsätze für die Anstellung von BersorgstmgS- antDärtcrn bett. Anerkennung der Abschälprüfungen der Heeressachschulen und der Hessischen DereitschaftSpolizei zur Kenntnis. Das Gesuch des D. H. E. um Gewährung eine« Zuschusses resp. BellragS zur Datec-Beirderheim-Gerirc'inde muhte mit Rücksicht auf die finanzielle Sage der Stadt abgelehnt werden, zumal bei Errichtung des Heims die Stadt Büdingen bereits einejv, ansehnlichen Detrag geleistet hat. Ein Antrag, der LandwirtschastS- und Gewerbekasse Büdingen, aus Genehmigung der Ausnahme einer Bankverbindung mit der Stadlkasse wurde abgelehnt. 'Der Gemeinderat erachtet daS bestehende KonMor- renlbnto bei der BezirkSsparkasie Büdingen,bei dec sie als Garantiegemeinde in Frage tofchmt, für ausreichend. Die zur Zeit provisorisch verwaltete Betriebsleiterstelle im städtischen Gaswerk soll unter Berücksichtigung der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen zur definitiven tDe- sehung ausgeschrieben werden. Rach dem jneu erlassenen Gesetz vom 14. Dezember 1928 Bett, die öffentlichen Unterrichtsanstallen ist a!8 Präger der betreffenden UnterrichtSanstalt die politische Gemeinde anzusehen. Für Büdingen kchtimt u. a. die Gewerbeschule in Frage. Die Dcr»s al- tungS- und Dechtskommission wurde damit b«uf» tragt, auf Grund des erlassenen Gesetze- die A^r- hällnisse einer Prüfung zu unterziehen und Ebern Demeinderat Vorschläge zu machen, wie eine Verringerung der Ausgaben für die Gewerbes.Zule eintreten kann, damit eine Mehrbelastung ver Steuern unterbunden wird. Einigen Gesuchen fwe- gen Biudarlehens wurde entsprochen.
J: [ SB en Ings, 16. Febr. Gestern fand im mefi» gen Schulhaus die S ch l u ß f e i e r des sechswüct/f-nt- lichen Kursus der Wanderhaushaltun^s-- schule des Kreises Büdingen statt. Itimit nerbunden war eine Ausstellung der angcher- tigten Kleider, Wäsche und Backwerk. Letzttlres durfte allerdings nicht angeschnitten und veracht werden. Schon lange vor der Eröffnung hatte Dich eine grohe Anzahl von Angehörigen der Schülerinnen — es waren 22 — versammelt. Bürgermeister Reuhel sprach in anerkennender Weiserer Lehrerin, Fräulein Streckhard, für ihr Ue- mühen im Namen der Gemeinde besten Dank 17^2. Ferner waren erschienen die Mitglieder des Gciyub Vorstandes, in deren Namen Lehrer ch e u s o»D n (Wenings), sprach. Diese Kurse, in denen die MädLen viel lernen können, sind hauptsächlich für das butte Mädchensortbildungsschuljahr eingerichtet. Sffchs Wochen lang ist von morgens 8 Uhr bis abcjn.ds 5 Uhr Unterricht. Die Teilnahme an diesem Kuch'us befreit die Mädchen von der übrigen FortbilduWs- schule. Der Kursus ist ein vollwertiger Ersatz für'Jbie m unserm Kreise Büdingen eingegangene chaucKal- tung-schule zu Lindheim.
]:[ Gelnhaar, 18. Febr. Haute morgen gdien 5 Hbr wurden unsere Einwohner durch signale plötzlich aus dem Schlafe geweckt. ^Die Scheune des Gastwirts Deck stand in helÜen Flammen. Der Chauffeur des in der Scherer untergestellten Autos wollte den Motor erwärmen, um mit dem Kraftwagen die C tr- beiter nach Hirzenhain zu fahren. Kaum hc tte er die Scheuer verfassen, als sie auch Ä on brannte. Die Feuerwehr war anfangs machigsos, da alles fest zugefroren war. Erst später, 4al6 Löcher in das Cis gehackt waren, konnte Die Feuerspritze in Tätigkeit treten. Das Heu «nb S!roh ist verbrannt und nicht durch Dersicher>tng gedeckt. Die herbeigerusene Feuerwehr von Bwd- sachsen konnte gegen 8 llhr wieder abrücken.
Kreis Schotten.
V Gedern. 18. Febr. Dieser Tage sand Ä'le diesjährige Hauptversammlung des '(ife» ttgen Zweigvereins vom D. H. C. fhqtt. Rach Bsc^rühungSworten des Vorsitzenden, xo- chekc»; Veesenmeyer, erstattete dieser .gen Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, datz Aas VereinLleben etwas basser war als vorher. Alter immer noch nicht auf der Höhe ist. Von gen vorZeschriebenen Wanderungen wurden alle spis auf eine Tac,«swanderung durchgeführt, auchf die Beteiligung war zufriedenstellend. TesonderS' Betont wurde die kulturelle Aufgabe des Dereks. Wenn der Vo;elSbarg heute nicht mehr als lVas .hessische Sibirien" zu bezeichnen rst, fontutim als durchaus gleichberechtigtes Glied in der Ke'fte der deutschen Wandergebiete gilt, ist diese Tüt- lache tn hervorragender Weise der rührigen rheb ztelbewustten Arbeit des V.H.E. zu vrrdanijein. Auch in diesem Jahre wurden die Ttarfietun^m in unserem Bezirk nachgesehen und die Strechim Gedern—Hoherodskopf (grünes Kreuz), Gede^» - Hercherchain (gelbcS Kreuz) sowie Gedern—Schps.- teuer Fußpfad—Eschenrod vollständig erneuert. Eine Eingabe des Vor.itzenden an die Reichsbann bete, eines Zuschusses zu den Markierungsvül. losten wurde trotz Anerkennung und Würdigi^g der Leistungen abgeschlagen. Wenn auch fcr innere Betrieb in unserem Zweigverein nicht Id rege ist, wie es wünschenswert wäre, so hat b>r Verein doch ersprießliches für die Allgemeinhtznt geleistet. Reben den mustergültigen Marlierunck^- arbeiten wurde das Badehaus am Großen gehoben, mit Roberii gedeckt und gründlich res tariert. Wie im verflogenen, so sollen auch fcn lausenden Jahre an landschaftlich schön gelegenen mitten Bänke auf.«stellt werden. Zunächst sMd hierfür die Annahö'he und der Kreuzungsps^t der Wcninger Straße mit dem Kutscherweg «n Aussicht genommen. V. H. C.-Bruder Rage l -xr- ftattete die Aechnungsablage. Danach steht eurer Einnahme von 264,65 Wk. eine Ausgabe 246,15 M. gegenüber, so daß ein Guthaben vtzvr 1852 Wl. auf daS lausende Zrahr übeenomrahn werden kann. Der Rechner wurde entlastet. der Wahl wurden Apot^er Beesenmetz^r 1,Dor-sitzender, Qchrer Häusel 2. Vorsitzender. Lstlo Sage! Rechner, Karl R u h l Schriftführer. Hofprediger Widmann und Lehrer Riedeßl Beisitzer. — 3a der am Samstag stattgehabtefn Bez.irkslehrerkonferen.-H sprach nach Erledigung etnigec geschäftlicher Angrlegenheillj- Lehrer Sauer ^OberlaiS) über Episkopie urid
lastet
ist.
Obne Gewahr
Nachdruck verdstetz
9. giebunflstflfl
1R. Februar 1929
in
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316288 316813 332501
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346811
193501
234697
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90322
168168
169486
215546
21271 47668 64157
74581 92469 1
11140? 155062 179078 199031 212850 239553 261792 274326 288716 300330 324531 347525 368296
9491?
38960
4614?
306406
121798 151904 167747 I88269 207216 248851 271723 287596 312328 337713 353899 384780
122761 153861
169869
190122 207961 248736
272161 289152
319919 340I00 358209
387438
105402 139974 157128 177946 192282 226179 255364 280106 292164 32M47 344812 383067
116680
149964
161378
180755
197881
245702
257392
285066 304'216
329321
347850
383414
120416 151612
162610 181987
198417
248526
258610
286268
309768 334376
353721
383686
150908 175687 196679 211835 238674 263348 273678 287323 293904 320581
343053 385213
104773 124318
154039 177255 190844 208239
248939 273270 290939 320083
344729 369408 399095
135714 155307 180035 200410 Q13025 241967 264501 274339 290966 303.336 326965 358753
392489
137814 165153 185785 30493?
215644 243717 266543 274436 291708 308575 334950 374707 392559
6871
23914
68059
67516
82435
175086
218590
249990
279153
373568
148474 169733 188613
210000
235977
245326
272741
284899
295112 315218 338822 378933
187807
259'>6S
287123
381199
en Fort-
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gesallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer In den beiden Abteilungen I und II
Gewinnauszng
ß. Klosse 32. Preußisch-Süddeutsche (25b. Prcuß.) Klassen Louerie
141718 167986
187674 207081
235695 245022
272683 276226
293290 31084.3
335365 376981
Lützellinden. 18, Febr. Der Kreis- verband der Evangelischen Zünglings- vereine des Kreises Wetzlar veranstaltete dieser Tage im Svangellschen Vereins- Hause Hierselbst eine Winterfreizeit für Leiter und Helfer, die von BundeSgauwart Dornemann, Sechshelden. geleitet wurde. Die Teilnehmer versammelten sich täglich zweimal rm Evangelischen Dereinshaus, woselbst Bundes- gauwart Dornemann Anleitung zur Auslegung
4 •rtrinne *u 10000 M-
8 »etoinn« p, 3000 W. 388772
12 Oetotnn« tu 2000 W. 301271 373654 384616
22 •etmnnv .u 1000 'M 160191 210631 256806 889947 398281
Gemlnnrade verblieben 2 Prämien zu 5(MJO00 2 Aemmne zu 5<nmkx), 2 zu 300000. 2 zu 200000, 2 zu IOUOOO. 2 zu 75000, 4 zu 60000. 6 zu 25000, 64 zu IOOUO, 120 zu 5000. $00 zu $000. 552 zu 2000, 1198 zv 1000. 3198 zu 500, 8432 zu 300 Mk.
ein Durchschnittssatz von 28 Mark bezahlt.
Rheinhessen.
GaSrohrbruch in Weisenau.
DSR. Ma in 3, 18. Fcbr. Nachdem schon
In der Bormsttagsziebung wurden Gewinne über 15U 3)t. gezogen
S »etoinne <u 761X10 W 2834 I I
4 «rrlnne »u 6000 -DL 223363 337409
10 »eminne .u 3000 143762 169188 263318
265125 268312
12 9ttni«>" ... 2000 91L 19989 28717 93073 31407? 329.368 376892
28 »ttoiun«. .U 1000 ®. 1473 7793 24618 134599 180758 180851 186017 234875 275395 291657 356504 373761 384021 395'264
94 <B 600 <m. 7287 19346 29914 31016 40868 42395 43412 45920 60334 67973 92'46 93540 94656 100737 111270 15.3830 1546'24 158057
Preisaufgaben der Universität Gießen
für das Jahr 1929/30.
24'230 38573 40399 43*22 47865 61233 61349
67503 62203 635.32 64592 67423 75937
3n der Nachmiltogszieduna wurden Gewinne über lfi() M. gezogen
der Rächt zmn Freitag in einem Hause der Durichstraße in Weisenau drei Erwachs ene und drei Kinder durch Einatmen von Gas nicht unerheblich erkrankt waren und das Haus wegen weiterer Gefahr vorläufig geräumt wurde, bemerkte man am Sonntag früh
58 »»tD.iinc tu 600 m. 7482 29850 37985 30148 63962 67784 61603 88139 100405 103450 113138 167410 170234 182335 193081 197428 197987
207843 257595 262799 279392 287788 295540
296472 300363 332672 362769 37'2478 390713
ISO @#»inne tu 300 <to 10308 17469 18034 18279
hältniS zu Metall- und GlaSwaren zu untersuchen. Es muß ferner versucht werden, den Favrikationsort und die genaue zeitliche Stellung der Gattung zu finden. 3. Aus der alten Geschichte' Die Zeit und Enftlehung von Athani- sius' Schrift gegen die Arianer soll festgestellt Werden. Erwünscht ist, daß die für biete Feststellung wichtige lieber lieserungSgeschichtr der Schrift aufgeklärt werde. 4. Aus der Mathematik. Der Degaisf der sechsgliedrigen Gruppe der Euklidischen Bewegungen ist heute Allgemeingut aller Mathematiter, f in bet sich aber allem Anschein nach bei Euler noch nicht. Es soll feft- geste.lt werden, ob dieser Begriff mit vol.er Deutlichkeit oder doch andeutungsweise in den Schriften von Lagrange. Cauchh. Poncelet, Moebius. Hamllton und deren Ze.tgeno,fen auftrit^ 5. Aus der Geologie: Geologisch« llntersuchungen über Entstehung und llmwandlung von Braunkohlen.
Wer >ich um einen Preis bewirbt, muß mindestens in einem der beiden auf dir Stellung d-rr Aufgabe folgenden Semester an der llnivrrsität Gießen rmmatritulieit gewesen sein.
Jede Dewerbungsschrist darf nur einen Verfasser haben.
Die Dewerbungsschrist ist in der Sprache ab» zusa,1en. in der die Aufgabe gestellt ist. Auf dem Titel ist ein Kennwort anzubringen.
Die Dewerbungs.chrift ist vor dem 1. April 1930 einzusenden unter Beifügung eines verschlossen-rn. mit dem Kennwort der Arbeit versehenen Drief» umschiags, der die Aufgabe des Verfassers und sein« Adresse enthält. Die Sendung ist an dir Fakultät zu richten.
Beim Zahressest der llniversität am 1. Juli 1930 verliest der Rektor die Urteile und verkündigt die Ramen der preisgekrönten Bewerber.
im daneben liegend en Haus ebenfalls starken Gasgeruch. Die Bewohner wurden sofort alarmiert. Sin im Erdgeschoß wohnendes Ehepaar wurde bewußtlos aufgesunden und inS Krankenhaus übergesührt. wo der Mann noch lebensgefährlich erkrankt darniederliegt.
Rundfunkprogramm.
Mittwoch, 20. JebruaL
6.30 Albt: Morgengymnastik. 12.45 bis 13-15: Schulfunk: Deutsch, borge tragen von Adalbert Reumann und Otto Fluck: Balladen in Worten und Musik. 13.15: Schallplattenkonzert: AuS Opern. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Aus dem Buch der Sage und Geschichte, vorgetragen von Rektor Wehrhan: .Der westfälische Schulze. Die ersten Kartpf sein". 1555 biS 16.05: Haus- frauendienst. 16.35 bis 16.45: Don Kassel: Zehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund. 16.45 biS 17.15: .Der letzte Kaiser", Erzählungen aus
Für das Jahr 1929/30 werden folgende Preisaufg aben gestellt:
Don der Theologischen Fakultät: 1. Für den akademischen Preis: Schrifttum und Wirkung des pro.estantischen Mystikers Da.«ntin Weigel. 2. Für den Leydhecker- preis: D.« Entstehungsgeschichte der ältesten Anstalten der Inneren Miision in Hessen.
Don der Juristischen Fakultät: Steht dem Reiche oder deutschen Ländern daS Eigentum am Festungsgrlände der infolge des Friedens- Vertrages von Versailles ausgelassenen deutschen Festungen zu?
Don der Medizinischen Fakultät: Die Speicherungsoorgängen in der Milz sollen vergleichsweise bei verschiedenen Tie-arsm untersucht werden.
Von der VeterinärmedizinischenFa- kultät: Vergleichende Untersuchung der Entwicklung des Zungenbeinapparates von älngu- laten.
Von der Philosophischen Fakultät: 1. Aus der Kunstgeschichte: Der Maler Wilhelm Tiautschold (1815 bis 1877). - Es soll der Werdegang und die künstlerische Entwicklung dieses Malers, der im wesentlichen in Hessen tätig war, dargestellt werden, an der Hand seiner Werk«, die nach Möglichkeit vollständig aufzusuchen und festzustellen sind. 2. AuS der Archäologie Die hetttonige, scharf profiliert«, vielfach mit blutroter Farbe bemalte Tonware der frühen römischen Kaiserzeit bn römischen Germanien ist zu sammeln, ihr Formenschatz ist festzustellen und ihre besonderen Formen gegenüber der gleichzeitigen Terra sigillata und anderen verwandten Gattungen sind hervorzuheben. Dies« Formen sind in ihrem Abhängigkeitsver-
dungSschulen abzulehnen. Die Eaifüh- rung der Schulzahnpflege in der Bürgermeisterei wurde bis 1930 zurückgestell teEenfo die Errichtung von gewerblich b i k d u n g s s ch u l« n.
epislopisches Bildmaterial. Der Redner verstaird es auf Grund seiner praktischen Ersahrungen wertvoll« Anregungen zu geben. Wenn der Dortrag auch in erster Linie nur für diejenigen Schulen eine besondere Bedeutung hatte, di« mit einem Lichtbildgerät ausgestattet sind, so wurde vielleicht doch in manchem der Wunsch nach einem neuzeitlichen Dildwerser wach.
V Gedern. 18. Februar. Deim Skifahren verunglückte gestern der 13 jährige Schüler Ern st Hermann von hier. In voller Fahrt vom Gelmer Berg herunter, stieß er gegen eine hervorstebende Erdscholle, di« ihn mit edler Wucht zu Fall brachte. Er wurde sofort ins hiesige Krankenhaus «ingeliefert, wo er sich einer Operation unterziehen mußte. Es ist dies binnen vierzehn Tagen der zweite Unglücksfall beim Skiläufen in unserer Gemarkung.
)—( Ruppertsburg. 18. Febr. Der hiesige Gesangverein Sängerbund hielt am Sonntag bei Gastwirt Schtörb seinen Familienabend ab, der sehr gut besucht war. Das Programm, wies sechs Shöre, ein heiteres Terzett, einen humoristischen Sologesang, ein sehr zeitgemäßes vaterländisches Volksstuck _unö ein lustiges Militärstückchen aus. Die Chöre, darunter zwei von Rektor Schaad in Hungen, waren zumeist Volkslieder und wurden durchweg gut vorgetragen. Dei den Aufführungen gaben sich alle Mitspielenden große Mühe, ihren Qüifgaben gerecht zu werden.
Kreis Alsseld,
v Bleidenrod, 18.Febr. Das 7jährige Söhnchen des Landwirts Maus zog sich infolge nicht passender Schuhe eine Fußwunde zu. Die Folge davon war eine Blutvergiftung, on deren Folgen der Kleine noch qualvollen Schmerzen in der Gießener Klinik verstarb.
v M a u 1 b a ch , 18. Febr. Dieser Tage sand hier die erste H o l z v e r ft e i g e r u n g in hiesiger Gegend statt. Die große Kälte wirkt sich auch stark auf die Brennholzpreise aus. Für vier Raummeter Buchenscheiter wurden durchschnittlich 55 Mark geboten. Bier Raummeter Buchenknüppel konnte man kaum unter 44 Mk. bekommen. Für Eichenknüppel wurde
Preußen.
Kreis Wetzlar.
WSN. Wetzlar, 16. Febr. In der Nacht zum Freitag glitt auf dem Gelände des Bahnhofs Wetzlar der in den 20er Jahren stehende Ram gierer ©untler aus Garbenheim auf einer Schiene aus und kam über das Gleis zu liegen. Ehe er sich erheben konnte, wurde er von einem rangierenden Zuge überfahren. Ein Fuß und ein Dein wurden dem Unglücklichen vom Körper getrennt, so daß er sich bis zum Morgen verblutet hatte. Er hinwrläßt Frau und zwei unmündige Kinder.
<5 Krofdorf, 16. Febr. Di« Vertretung des Amts Atzoacy hielt ty.er unter dem Vorsitz d«S Dürgerrneisters Drockmeier ein« Sitzung ab, an der auch Landrat Dr. Sartorius und Re« gierungsassefsor Molfen aus Wetzlar teil» nahmen. Unter anderem beschloß die Vertretung, die Errichtung von Wädchenfortbil-
dem Chinesischen von Kiabund, vorgetragen von Charlotte Christann. 17.15 bis 17.45. Von Stuttgart: RachmittagSkonzcrt. 17.45 biS 18.3-: Don Köln: Jugoslawische Stunde. 18.30 bis 19: Dor- tragszvkluS der Handwerkskammer Kassel, Re- benstclle Hanau: .Der Lehr lag und die Gewer e- ordnung", Dortrag von W. Ulrich. 19 bis 19.15: Französische Literaturproke.r. 19.15 blS 19.45: Französischer Sprachunterricht. 19.45 bis 20: Senckenberg-VierteTtunle: Aktuelle Ta urwifsen» schalt. .DaS Auftauchen ausgestorle.'.er Tiere unter den lebenden", Vortrag von Professor Dr. R. Richter. 20: Aus dem Staatsthealer Kassel: .UndineRomantische Zauberoper in vier Aufzügen von Albert Lortzing.
Buntes Allerlei.
Der Rulldfurck-Regenschirm.
Die Radio-Industrie, die einen so großen Aufschwung genommen hat, wartet mit immer neuen Ueberrascyungen auf, und besonders sind die Amerikaner groß im Erfinden von seltsamen Apparaten, die als Empfänger benutzt werden können. Da gibt es z. D. einen Fingerring, mit dem man den Rundfunk hören kann: es gibt einen Spazierstock, der ebenfalls als Empfangsapparat ausgebildet ist, und sogar ein« Kokosnuß, auf der ein Kristall angebracht ist. Das neueste aber für den Radiolieb hader in den Vereinigten Staaten ist der Rundfunk-Regenschirm. Kauft man einen solchen Apparat, so erhält man einen Schirm, der sich zunächst in nichts von einem gewöhnlichen Regenschirm unterscheidet. Aöer spannt man ihn auf. so bemerkt man am Handgriff einen zierlichen Hörer, der mit einem Draht an die Krücke anqeschlossen ist, und in den Rippen deS Schirmdaches befindet sich ein Empfänger, durch Den ma.i den Rundfunt vortrefflich hören kann, zumal die Spitz« des Stock.'s als Antenne auSgestaltet ist. Die Vorzüge dieses Rundfunk- Regenschirmes werden uns in den glühendsten Farben geschildert, und was kann es wohl schöneres geben, als wenn man sich den unangenehmen Gang im strömenden Regen dadurch verschönert, daß man zugleich mit diesem nützlichen Apparat alle möglichen Darbietungen ausnimmt, die das Tromme.n der Tropfen übertönen und den eine Erkältung fürchtenden Geist auf angenehmere Vorstellungen hin lenken? .
Ein UeberfetzungSrelv'd.
Der englische Schrift,teller und Ueberseher F. S. Flint hat bei der Uebcrtragung des deutschen Anastajia-Duches von Rathlef- K e i l m a n n eine Schnelligkeitsleistung aufgestellt, die sobald wohl nicht Überboten werden wird. Wie in der „Literarischen Welt" mitgeteilt wird, sandte ihm der Verleger Putnam das deutsche Manuskript an einem Donnerstagmittag: am Freitag um 9.30 Uhr früh lagen bereits 25 Schreibmaschinenseiten von der Ueberfet)ung vor. und in Wochenfrist war sie vollendet. ‘3aboi ist Flint in feiner Arbeit seh: gewissenhaft und im Hauptberuf höherer Beamter in einem englischen Ministerium, das mit Arbeet über»
von Dibeistellen gab. Während der Dauer der Freizeit h e t Tundesgauwart Dorncmann abends Evangelisationsvorträge über wichtige religiöse Themen, die von hiestgen und auswärtigen Gemeinschastskreisen gut besucht waren.
3 Groß-Rechtenbach, 16. Febr. Die kom- miliarilcheBerwaltungderDurger- rn e i st « r st e l l« des Amtes Rechtenbach ist durch Erlaß des Oberpräsidenten der Rheinprovinz dem Volkswirt Dr. Reumann, Wetzlar, übertragen worden. Di« Amtseinführung wird vorauSsichr- lich in den nächsten Tagen durch den Landrat zu Wetzlar erfolgen.
<7> Hochelheim, 16. Febr. Dei der ersten diesjährigen Holzversteigerung der hie- sigen Gemeinde wurden folgende Preise erzielt: Duchenscheitholz 21 Mk., Duchenknüppel 18 Mk. je Raummeter, Duchenwellen 20 Mk. je 50 Stück, Fichtenstangen 3. Klasse 1 Mk., Fichtenstangen 4. und 5. Klasse 0,30 Mk. je Stück, Fichtennuh- knüppel 10 Mk. je Rm. — Am Sonntagabend sand int VereinShaus der hiesigen Evangeli- schenGemeinschast ein llnterhaltungsabend statt, der sich eines sehr zahlreichen Besuches erfreute. Di« Leitung der Veranstaltung lag in Händen deS Ortsgeistlichcm. Pfarrer Schneider, Hochelheim. Mit einem Posaunenvortrage nahm die Feier ihren Ansang. Es folgten Dann Schriftverlesung unD Gebet Durch Pfarrer Schneider. Orgelvvrträge des 5!ehrers Messer» s ch m i d t, Grvßrechtenbach. und «in Tenvrsvlo von Albert Kuhl, Hörnsheim. Den Höhepunkt des Abends bildete Di« Aufführung Des Stückes „Mirjam", durch Mitglieder DeS hiesigen Jung- frauenvereins. Ein Chvrgesang DeS Jungfrauen» Vereins unter Leitung von Frau Pfarrer Schneider schloß diesen Teil Der Veranstaltung. Aus Den weiteren Darbietungen sinD erwähnenswert Posaunenvorträge deS hiesigen PosauncnchorS unter Leitung von Karl Doller, Lang-Göns, Gesangvorträg« Des hiesigen Gemischten Chors unter Leitung von Albert Kuhl, HörnSheim, Sologesänge von Frau Pfarrer S ch n e i D e r , Hochelheim, unD Orgelvorträge von Lehrer MesserschmiDt, Großrechtenbach. Di« Schluh- ansprach« hielt PreDiger Trippler, Großrechtenbach. Die am Schluß erhobene Kollekte war zur Destreitung der zur Deschaffung einer neuen Saalorgel cnlftanbenen Kosten bestimmt.
Niederkleen. 16. Febr. Der hiesige Gesangverein „Liederlranz" veranstaltete am Dienstagabend in der Gastwirtschaft Ohly einen Hnterhaliungsabend, mit Dem er fein diesjähriges Stiftungsfest verband. Die Veranstaltung erfreute sich eines außer» ordentlich zahlreichen Besuches. Rach einer Begrüßungsansprache des Dereinsvorsitzenden Wilhelm Rühl wechselten mufrkalische Darbietungen und Gesangsvorträge her Deretnsmitglie» der unter Leitung des Dirigenten Lehrer E ch u » ler- Oberlleen einander ab. Reichen Beifall fand ein Theaterstück, das von den Darstellern gut gespielt wurde.
Maingau
WSR. Frankfurt a. HL. 18. Febr. Ser Tod hüll gegenwärtig in Frankfurt reiche Ernte. In den Leichenhäusern des Haupt- sriedhoss lagen Samstagabend über 90 Leichen. Richt nur di« Grippe fordert reichliche Opfer, sondern auch Die ungewöhnliche Kälte verursacht viele ToDessälle. Es starben in Den letzten Tagen vorwiegenD ältere Personen. Die Bestaltungstätigkeit mutz mit allem Hochdruck betrieben werden. Dreißig Bauhandwerker sind neu eingestellt worden, Damit die Ausschachtungen flotter vonstatten gehen. Don morgens früh bis in Den Spätnachmittag erfolgen Beisetzungen. Am Samstag versagte bet einer Trauerfeierftch» leit plötzlich Die elektrische Lichtleitung unD Die TrauergemeinDe war in Finsternis gefüllt. Die Stromunterbrechung soll auf einen Wafserrohr- bruch zurückzuführen sein, llebrigens befand sich her ganz« nördliche Stadtteil eine Zeitlang ohne eleÜrifchen Strom.
Kircklicke Nachrichten.
Lvangelische Gemeinden.
Mittwoch, den 20. Februar.
Johanneskirche. 6 Uhr: Passionsandacht. Pfarrer Ausfell».
Freitag, den 22. Februar.
Kapelle des Allen Friedhofs. 6 Uhr: Pafsions- andacht; Pfarrer Lenz.


