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Großen-Linöcn und Allendorf (Lahn). 3n all seinen Wirkungsorten genoß er die allgemeine Liebe und Verehrung der ganzen Gemeinden.

' Lollar, 17. April. In unserem Bericht in der Dienstagausgabo über die Ehrung des Weißbinder- meisters Franz T a u b e r t war zu lesen, daß der Vorsitzende des Ortsgewerbeoereins, Spenglermeister BernhardFuchs, die Glückwünsche der Handels- rammet übermittelt habe. Berichtigend ist hierzu zu bcmerten, haß es sich dabei selbstverständlich um die Handwerkskammer Handelle, und die Glück­wünsche nicht von Bernhard Fuchs, sondern von Spenglermeistet Gerhar'd Fuchs ausgesprochen wurden.

V Mainzlar, 17. April. Vei der dieser Tage stattgehabten Holzsubmission von Fichten-Stammholz wurden pro Festmeter fol­gende Preise erzielt: Klasse la 24,65 Mk., Klasse 1b 25,15 Mk., Klasse 2a 27.15 Mk., Klasse 2b 30,15 Mark, Klasse 3a 31,85 Mk.. Klasse 4a 36,00 Mk. Die Zahlungsbedingungen sehen bei genügender VürgschoftSleistung zinslose Stundung der Kauf­summe bis 1. November d. 3. vor. Die jüngste Sitzung des Gemeinderates hatte nur eine kurze Tagesordnung. Für das Anfahren von Deckmaterial auf die neuchaussierte Teilstrecke der Hachborner Straße im hiesigen Gemeindewald waren zwei Angebote eingegangen. Der Zuschlag wurde dem Wenigstnehmenden, W. S p a a r, mit 2,70 Mk. für den Kubikmeter erteilt. Die am 12. d. M. stattgehabte Holzsubmission wurde genehmigt und den Zimmergeschäften L e m m e r, Mainzlar, Rohm, Wieseck, und K r ö ck, Abendstern, die Zuschläge erteilt.

Alten-Duseck, 17. April. Einen inter- essanten Lichtbildervortrag veranstaltete am Sonntagabend im Saale von Phllipp Ein­hauser der ehemalige Stabsphotograph des 26. Ref.-Armeekorps W. 3. Becker aus Mar­burg. Zur Vorführung gelangten zahlreiche Ori­ginalaufnahmen von allen Kämpfen unö_ Vor­kommnissen, an denen das Armeekorps während der Kriegsjahre beteiligt war. Der Vortrag war gut besucht und bot besonders denen, die an den Kämpfen des Weltkrieges nicht persönlich be­teiligt gewesen waren, ein anschauliches Bild von den Vorgängen im westlichen Kampfgebiet.

1 Oppenrod, 17. April. Am Sonntag wurde der über die Grenzen seines Heimatortes hinaus bekannte Strahenwart Kaspar Koch zu Grabe getragen. Etwa 40 Jahre lang versah der Ver­storbene mit großer Gewissenhaftigkeit seinen Dienst an der Straße Oppenrod Hanseburg Annerod. Gr war Veteran des Krieges 1870/71, und gern erzählte er von den Erlebnissen aus dieser großen Zeit. Seine Ehefrau Elisabeth war ihm 14 Tage im Tode vorausgegangen, so daß beide, die gleiches Geburtsjahr (1849) und gleiches Sterbejahr hallen, nun auch zur letzten Ruhe nebeneinandergebettet wurden.

4- Grünberg, 17. April. 3n der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden dem Musik­verein für den Winter 1929/30 zwei Raummeter Kiefernscheitholz zum Heizen seines älebunas- lokales bewllligt. Infolge Reubauten in der Gartenstraße und in der Färbgrabengasse ist es nötig, Wasserleitung und Kanalisation in beiden Straßen weiterzuführen. Es wurde beschlossen, in der Gartenstraße bis zum Reubau Rahn und in der Färbgrabengasse bis zum Reubau Seib dies ausführen zu lassen und die Arbeiten hierzu auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung zu vergeben. Rach Mitteilung des Kreisamts hat der Finonzminister zur Wiederbelebung der Bau­wirtschaft durch steuerliche Begünstigungen auch in diesem Jahre die Befreiung der in 1929 er­stellten Wohnungsneubauten für die folgenden fünf Jahre von der staatlichen Grundsteuer angeordnet, und ersucht darum, daß die Gemein­den in gleicher Weise eine Befreiung von der gemeindlichen Grundsteuer beschließen. Der Ge­meinderat beschloß, es wie seither bei einer drei­jährigen Befreiung zu belassen. Der Beigeordnete teilte mit, daß er einem ihm in der vorigen Sitzung erteilten Auftrage zufolge von einem Privatbesitzer ein am Tannenkopf gelegenes Grundstück in der Gröhe von 2113 Quadratmeter für 220 Mark für die Stadt erworben hat. Daß die Kälteperiode auch finanzielle Rachwirkungen für die Stadt hat, zeigen zwei weitere Beschlüsse, wonach für das Auftauen der Spritzen 20 Mark bewilligt wurden und weiterhin ein Anwohner der Rosengasse, der durch einen Rohrbruch einen größeren Schaden erlitten hat, aus Dilligkeits- gründen eine Beihilfe von 80 Mark zugesprochen erhält.

df Langsdorf, 17. April. Am Sonntag fand im GasthausZur Traube" die ordent­liche Generalversammlung der Be­zugs- und Absatzgenossenschaft statt, die zur Zeit 84 Mitglieder zählt. Das Geschäfts­jahr 1928 ergab einen Reingewinn von etwas über 300 Mk., der zur Abtragung der im vori­gen 3ahre angeschafften Saatgutreinigungsanlage benutzt werden soll. Der seitherige Direktor Wil­helm Roth IV. trat aus Gesundheitsrücksichten

von seinem Amte zurück. An seine Stelle wurde einstimmig Emil Bausch gewählt. Für diesen kam Adolf Klein!urt neu in den Vorstand. Sonst blieb eS bei der seitherigen Zusammen­setzung. Rach Erledigung des geschäftlichen Tei­les befaßte man sich mit den Fragen der E i e r - und Viehverwertung auf genossen­schaftlichem Wege. Man war der Ansicht, daß hier, wie überhaupt in der Absahreaelung, eine wichtige Aufgabe der landwirtschaftlichen Genossenschaft liege. Der Vorstand soll daher die Entwicklung aufmerksam verfolgen und die nö­tigen Schritte unternehmen. Damit soll der Han­del nicht verdrängt werden, sondern man denkt ihn allmählich dahin zu bekommen, daß er. an­geregt durch die Konkurrenz der Genossenschaft, höhere Preise bezahlt, die aber keine höheren Verbraucherpreise bedingen.

! Hungen, 17. April. Am Sonntag fand imSolmsec Hof" dahier eine Dertreterversamm- lung des Hessischen Landjugendbun­des und des Landbundes statt, die sich mit den Vorarbeiten zu dem am 2. und 3. Juni hier stattfindenden Landvolktag beschäftigte. Der Vorsitzende des Hessischen Landjugendbundes, Robert Schmidt«Steinheim, begrüßte die recht zahlreiche Versammlung, besonders die zum Teil von weither gekommenen Vertreter des Alt­landbundes. und wandte sich dann zum wichtig­sten Punkte der Tagesordnung: Festsetzung des Festprogramms. Man einigte sich auf fol­gende Festfolge: Samstagabend: Begrüßung mit Bannerweihe des Landjugendbundes Hungen und Vorführungen des Turn- und Radfahrervereins. Sonntagmorgen: 6 Llhr Weckruf, 9 Ugt Feier am Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegung, 10 Llhr gemeinsamer Kirchgang; nachmittags 1 Uhr historischer Festzug mit Festwagen und bärge» stellten Gruppen, wozu sich die Ortsgruppen Hungen, Echzell, Lich, Langsdorf. Steinbach, Lau­bach, Holzheim, Rodheim a. d. Horloff, Stein­heim, Langd, Gettenau, Inheiden, Oberhörgern und Ober-Bessingen bereits gemeldet haben. Um 2 Uhr wird auf dem Festplatz eine Quadrille der Reitergruppe Hungen geritten, anschließend folgt die Festrede, gehalten von Reichsminister a. D. Schiele. Am Montag wird ein zweiter Fest­zug statlfinden mit darauffolgenden reiterischen Spielen der Reitergruppe Hungen. Die übrige Zeit der beiden Nachmittage wird durch Tanz- und Volksbelustigung ausgefüllt werden. Als Musikkapelle hat man die Feuerwehrkapelle Friedberg gewonnen. Der Antrag des Versamm­lungsleiters, Anschaffung einer Bundesfahne zum Landvolktag fand aus wirtschaftlichen Gründen keinen Anklang und wurde für einen späteren Zeitpunkt zurückgestellt.

Kreis Friedberg.

2i Bad-Rauheim. 17. April. Nächsten Samstag und Sonntag hält hier der Bezirks­verb a n d Hessen im Bunde deutscher Reichssteuerbeamten seinen diesjährigen Verbandstag ab. Der hessische Dezirksver- band zählt an 37 Finanzämtern etwa 1300 Mit­glieder; davon werden zur hiesigen Tagung 120 Delegierte erwartet. Außerdem nehmen eine An­zahl Gäste aus dem Reiche an den Verhandlun­gen teil. Ein Degrüßungsobend wirb am Sams­tag geboten.

Kreis Büdingen.

* Ridda. 17. April. Der Hausmeister der hiesigen Volksschule, Schuhmachermeister Wilhelm Luft, ist nach 23 Jahre langer gewissenhafter und treuer Dienstführung am 1. 2Q>ril in den Ruhestand getreten, ilm die ausgeschriebene Stelle hatten sich zehn Bewerber gemeldet. Der Stodlvorstand wählte den Weißbinder KarlW a l- therll. zum neuen Hausmeister der Schule, der mit Beginn des neuen Schuljahres seinen Dienst angetreten hat.

g. Ober-Mockstadt, 17. April. Wit dem neuen Schuljahr wurde unsere Schule wie­der zweiklassig, nachdem sie drei Jahre als einklassig geführt werden mußte. Die Schüler­zahl weist eine stetige Steigerung auf, in drei Jahren sind es sogar weit über 100 Schüler. Mit der Verwaltung der Schulstelle ist Schul­verwalter Karl Fich aus Rieder-Mockstadt seither in Groß-Felda beauftragt worden. Am 4. Mai werden es 40 Jahre, daß Lehrer Jung die zweite Schulstelle dahier übernahm.

Kreis Schotten.

|j Laubach, 17. April. Es zeigt sich jetzt, datz der Winter doch nicht ohne gewisse Schädi­gungen der Landwirtschaft vorüberge­gangen ist. Wenn auch das Korn im ganzen hier recht gut steht, ebenso wie der Klee, so hat der Weizen teilweise stark gelitten. Unter der hohen, mit einer Eiskruste überzogenen Schnee­decke ist er verschiedentlich erstickt ober ausgefault. Ebenso haben hier einzelne weniger widerstands­fähige Ob st bäume (vornehmlich feineres Kern­obst) durch den Frost gelitten; man sieht häufig Risse in der Rinde. Am Sonntag sah man einen starken Zug von Kranichen (gegen

30 Stück) aus dem Horlofftal, von der Gegend von DUlingen und Ruppertsburg aus an unserem Städtchen vorüber, gegen Rorden eilen. Die Schnepfen sind noch hier, der Strich ist jedoch schlecht. In den letzten Tagen hat man hier zahl­reiche Bekassinen seftgestellt. Sie treten sonst hier selten aus; sie halten sich in den sumpfigen Wiesen des oberen Lautertals auf. Heute zeigten sich hier die ersten Schwalben.

I Ober-Lais. 17. April. Infolge dringen­der Reparaturarbeiten am Wagen müssen die Autobusfahrten auf der Rundstrecke Nidda-Ober-Lais für einige Tage eingestellt werden. Das Fehlen des gewohnten Verkehrs­mittels wird von jedermann schmerzlich empfun­den. Verhandlungen, die kürzlich zwischen den Betriebsgemeinden Nidda und Ulfa und den übrigen beteiligten Gemeinden gepflogen wur­den und die älmwandlung des bestehenden, von Anfang an als vorläufig geschaffenen Garantie­vertrages in einen Zweckverbandsver­trag zum Ziele hatten, führten bis jetzt nicht zu einem Abschluß, da einige Gemeinden sich zu diesem Schritte noch nicht entschließen konnten.

Kreis Alsfeld.

3 Homberg a. b. Ohm, 17. April. Am Sonn­tag hielt derBienenzüchtervereinHom- berg (Zweigverein des Oberhessischen Bienen­züchtervereins Gießen) im GasthofeFrankfurter Hof" dahier seine erste diesjährige Versammlung ab, die guten Besuch zeigte. Der Vorsitzende, Lehrer Appel, Büßfeld, trug zunächst feinen Bericht über die Ausschuhsitzung des Oberhessi­schen Bienenzüchtervereins zu Gießen vor. Die Rechnungsablage über das Jahr 1928 wurde von dem seitherigen Rechner, Bahnvvrsteher Kloß, Neuhaus, vorgetragen, der als Rechner einstim­mig wiedergewählt wurde. Bemängelt wurde die verspätete Beitragszahlung mancher Mitglieder, die auch im Dersammlungsbesuch zurückstehen. Der Beitrag für 1929 mit 4 Mk. wurde erhoben. Sodann wurden Einheitshoniggläser und Ein­heitshonigversandbüchsen des Deutschen Imker­bundes bestellt, die durch das Mitglied Förster Christ verteilt werden sollen. Die Bestellung und Verteilung von Kunstwaben (künstlichen Mittelwänden) wird durch das Mitglied Brief­träger Seih, hier, erfolgen. Rach Erörterung einiger bienenwirtschaftlicher Fragen wurde be­schlafen, die nächste Versammlung bei Gastwirt K. Fleischhauer, Düßfeld, Ende Mai abzuhalten.

r. Ober-Ohmen, 16. April. Bei der gestern und heute stattgehabten Holzverstei- g e r « n g in den Gemeindewaldungen wurden Preise erzielt, die weit über der Taxe lagen. So erreichten 4 Meter Reisig 4 Mk., 4 Meter Buchenscheit 74 Mk. Auch für Brennholz beweg­ten fich die Preise in entsprechender Höhe. Fichtennuhholz erreichte 30 Mk. pro Festmeter. Am zweiten Tage lagen die Preise niedriger, da sich Kauflustige nur in geringer Anzahl einge- funden hatten. Die hiesige Hartstein - inbuftrie hat ihren Betrieb wieder aufgenommen. Dadurch ist die Zahl der hiesigen Arbeitslosen etwas geringer geworden.

Preußen.

Großer Waldbrand bei Marburg.

][ Marburg. 17. April. An einem mit jungen Kiefern bepflanzten Dteilhang im sog. Gefälle (östlich deS neuen Stadtviertels Elsaß- Hausen) entstand heute nachmittag gegen 4 Uhr ein Waldbrand. der sich trotz sofortigen Ein­greifens der Anlieger infolge des herrschenden Windes mit großer Geschwindigkeit ausbreitete. Innerhalb kurzer Zeit stand eine Flache von etwa 300 Meter Breite und 400 Metyr Länge in Flammen. 3n dem teilweise zehn- bis fünf­zehnjährigen Kiefembestande auf der Höhe des Berges schlugen die Flammen haushoch empor. Der in Autos herbeigeeilten gesamten Marburger Freiwllligen Feuerwehr, sowie sämtlichen ver­fügbaren Mannschaften des hiesigen Reichswehr- batalllons gelang es. nach etwa zweistündiger schwieriger Arbeit dem Brand Einhalt zu ge­bieten. Der Schaden ist beträchtlich.

Kreis Wetzlar.

4 Groß-Rechtenbach, 16. April. Am Sonn- tagnachmittag fand im Gemeindesaal im neuen Schulhause eine Versammlung statt, in der eine Sanitätskolonne vom Roten Kreuz gegründet wurde. Die Kolonne hat ihren Sih in Groh-Rechtenbach. Ihr Geschäftsbereich er­streckt sich auf die Gemeinden des Amtes Rech­tenbach. Die kostenfreie Ausbildung der Mit­glieder hat Dr. mcd. Erler. Hörnsheim, über­nommen. Der Erfolg der Ausbildung wird durch eine Prüfung festgestellt, die der unterrichtende Arzt abhält. Der Mitgliederbeitrag wurde für die ordentlichen Mitglieder auf 50 Pf. monatlich festgesetzt, außerordentliche Mitglieder haben einen Jahresbeitrag von mindestens 6 Mark zu bezahlen. In den Vorstand wurden gewählt: als Vorsitzender kommissarischer Bürgermeister Dr.

Reumann. Groß-Rechtenbach, als dessen Stell« Vertreter Lehrer Messerschmidt, Groh« Rechtenbach, als Kolonnenführer Gemeindevor« steher Schmidt, Klein-Rechtenbach, als dessen Stellvertreter Landwirt Wilhelm Langsdorf, Groß-Rechtenbach, als Kolonnenarzt Dr. med. Erler. Hörnsheim, als Schriftführer Heinrich Bonn. Groß-Rechtenbach, als dessen Stellver­treter Wilhelm L u h. Lützellinden, als Kassen­führer Polizeihauptwachtmeister Langsdorf, Groß-Rechtenbach, als dessen Stellvertreter Al­bert Ohly, Hörnsheim, ferner als Beisitzer Wilhelm G l a u m . Oberkleen, und Eduard Wenzel, Lützellinden. Als Gruppenführer wurden gewählt Heinrich Volk. Hörnsheim, August Hofmann. Klein-Rechtenbach, und Friedrich Kuhl. Groß-Rechtenbach. Der Ko­lonne sind bis jetzt als Mitglieder beigetreten: aus Groh-Rechtenbach 16. aus Klein-Rechtenbach 5, aus Hörnsheim 3, aus Lützellinden 6 und aus Oberkleen 5 Personen.

Groß-Rechtenbach. 15. April. Bei einer G r u n d st ü ck v e r p a ch t u n g wurden hier gute Preise erzielt. Es wurden, je nach der Güte des Landes, bezahlt: für den Morgen Wiesen bis zu 80 Mk. und für den Morgen Acker 50 bis 60 Mk.

<> Hochelheim, 15. April. Dieser Tage hat Lehrer Drescher von hier die hiesige Ge­meinde verlassen, um die Stelle eines Kon­rektors an der Volksschule zu Krofdorf an­zutreten. Zu einer würdigen Abschieds feier hatte sich die Gemeinde im Saale der Gastwirt­schaft Philipp Jung cingefunben. Lehrer Dre­scher hat 32 Jahre lang segensreich an der hiesigen Volksschule gewirkt, darüber hinaus sich auch außerhalb seines Berufes vielseitig in den Dienst bet Oeffentlichkcit gestellt. So hat er den GesangvereinFrohsinn" 23 Jahre geleitet, ferner dem hiesigen Kriegerverein und dem Frauenchor seit einer Reihe von Jahren vorgestanden, und schließlich hat er lange Jahre das Amt des Organisten der hiesigen Kirchengemeinde ver­sehen. All dieser Tätigkeit, der er sich stets mit voller Kraft hingab, wurde bei der Ab­schiedsfeier mit warmen Dankesworten gedacht. Den Dank der Gemeinde sprach dem Scheidenden Gemeindevorsteher Jung aus. namens der Kirchengemeinde sprach Pfarrer Schneider, für den GesangvereinFrohsinn" dessen Vor­sitzender Fritz Nack und für den Frauenchor die Vorsitzende Frau Emma H e p p e r t. Meh­rere Geschenke wurden Lehrer Drescher als äußeres Zeichen des Dankes überreicht. Mit bewegten Worten dankte Lehrer Drescher für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen, ilnfere Gemeinde wird diesen Mann nicht vergessen.

Kreis Marburg.

H Marburg, 17. April. Als heute vormittag die Frau des Garagebesitzers Schmidt an der Tankstelle Cappeler Straße Benzin in ein Auto pumpen wollte, sprang plötzlich aus dem Motor des Autos ein Funke und setzte das Benzin in Brand. Die Kleider der Frau standen sofort in Flamme n. Ihr schnell her­beispringender Mann konnte die Flammen er­sticken, doch erlitt die Frau schwere Brand­wunden, die ihre llcberfiihrung in die Klinik notwendig mochten.

Dillkreis

3ß6')L Dillenburg, 17. April. Als heute mor­gen gegen 7 Uhr der Einwohner Oskar Dorndorf aus R o t h im Dillkreis mit seinem Motorrad in schneller Fahrt den s ch r a n k c n l o s e n S t r o ß e n Übergang bei Steinbrüchen passieren wollte, wurde er von dem Personenzug Straßebers­bachDillenburg erfaßt »nd auf der Stelle g c - tötet. Wahrsche lich hat der Motorradfahrer in­folge des Nebels das Herannahen des Zuges nicht bemerkt.

Maingan.

WSR. Frankfurt a. M., 17. April. Wie der Vorstand der AllgemeinenOrtskranken- lasse Frankfurt mitteilt, hat die letzte Grippe­epidemie der Ortskrankenkasse in drei Mona­ten Mehrausgaben in Höhe von minde­stens 2 256 000 Mk. verursacht. Am 28. Februar 1929 zeigte der Krankenstand die außergewöhn­liche Höhe von 20 833 Arbeitsunfähigen, gleich 10.44 Prozent der gesamten Mitgliederzahl.

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Die am 5. April 1929 in Oberkleen statt-» gehabte gemeinsame Nutzholzversteigerung der Gemeinden Ebersgöns, Niederkleen und Oberkleen ist genehmigt. 3513V

Groß-Rechtenbad), den 15. April 1929.

Der k. Bürgermeister.

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