r GlL Entwickelung am Privatdiskont- markt kennzeichnet ganz besonders die Lage des Geldmarktes. Die Reichsbank muhte ganz allein das aufkommende umfangreiche Angebot aufnehmen, da die Danken keine Reigung haben, ihr Geld jetzt in Bankakzepten anzulegen. Das umfangreiche Material, welches am Privatdis- kontmarkte aufkam. zwang schließlich dazu, eine weitere Heraufsetzung der Sage vorzunehmen. Der Privatdiskontsah liegt jetzt mit 63/8 Prozent nur noch um Vs Prozent niedriger als der offizielle Reichsbankdiskont, eine Spanne, die sehr gering ist.
In unserem letzten Bericht war darauf hingewiesen worden, daß in diesem Jahre der 11 l - timo März mit Ostern zusammenfällt, so daß sich der gesteigerte Bedarf für das Ostergeschäft stärker auswirken muh, als sogst. Die Situation der Reichsbank dürfte zum Ultimo recht schwierig werden, obgleich ihr Wechselportefeuille augenblicklich noch gering ist. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Sah für Warenwechsel schon beträchtlich über dem Dankdiskontsah liegt. Hinzu- konnnen die dauernden Devisenabgaben _ und neuerdings auch Goldabgaben, die fürs nächste anhalten werden, weil Die Reichsbank bemüht ist, ihre Golddepots im Auslande, besonders in Amerika, wieder aufzufüllen. Die Lage an den ausländischen Geldmärkten ist nach wie vor ungeklärt. in Reuyork hat der Geldmarkt fein angespanntes Aussehen behalten.
* D i e amtliche G r o h h a n d e l s i n d ex- ziffer. Die auf den Stichtag des 13. März berechnete Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 139,9 gegenüber der Vorwoche (140,1) leicht zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,4 Prozent auf 135,0 (135,6) gesunken. Die Indexziffern der übrigen Hauptgruppen waren unverändert; sie betrugen für Kolonialwaren 125,4, für industrielle Rohstoffe und Halbwaren 134,0, und für industrielle Fertigwaren 158,0.
• Dampfkesselfabrik vorm. Arthur Rodberg A. G., Darmstadt. Die G.-V., in der 311 700 (pon 350 000) Mk. Aktienkapital vertreten waren, genehmigte einstimmig den divi- dendenlosen Abschluß. Der Reingewinn von 1622 Mk. wird oorgetragen. Wie ausgeführt wurde, leitet die Gesellschaft noch unter der Erledigung alter, von der früheren Verwaltung in Angriff genommener, unrentabler Geschäfte. Man nehme an. mit den für die Abwicklung dieser Geschäfte in Reserve gestellten 48 723 Mk. auszukommen. Irn übrigen sei die Entwicklung des Unternehmens nicht ungünstig.
• Mainkraftwerke A. - ©., Höch st a. M. In der Aufsichtsratssihung wurde der Abschluh für das Geschäftsjahr 1928 vorgelegt. Der auf den 20. April einzuberufenden Generalversammlung soll die Verteilung von wieder 8 Prozent auf 22,4 Mill. Mark Aktienkapital in Vorschlag gebracht werden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 18. März. Tendenz: befestigt. In der neuen Woche zeigte die Börse, ermutigt durch eine günstige Beurteilung der Reparationsverhandlungen, der immer noch festen Reuyorker Börse und der unverändert belassenen Auslanddiskontsätze freundlicheresAussehen. Angeregt hiervon schienen Publikumsaufträge heute etwas reichlicher eingetroffen zu sein. Das Geschäft entwickelte, da auch noch Auslandaktien Vorgelegen haben sollen, leb- haslere Formen. Die Stimmung war wieder zuverlässiger als an den Vortagen, und die Spekulation zeigte infolge der verhältnismäßig günstigen Lage vermehrte Deckungsneigung, was sich besonders am Spezialmarkte auswirkte. Das weitere Ansteigen der Arbeitslosigkeit im Reiche und die schlechten Absatz- verhültnisse bei der Cheminindustrie wurden auf der anderen Seite nicht beachtet und konnten auch keinen nachteiligen Einfluß ausüben. Gegenüber den Schlußkursen vom Samstag waren Kurs- besferungenbiszu4v. H. zu verzeichnen. Im Vordergründe standen vor allem Elektrowerte, und das Hauptinteresse des Auslandes konzentrierte sich meist auf diesen Markt. An der Spitze standen Siemens und Bergmann plus 4 v. H. AEG. konnten 3,25 v. H., Schuckert 3 v. Sy und Licht & Kraft 2,25 o. Sy gewinnen. Chadeaktien erhöhten sich um 8 Mk. Auch Kaliwerte waren lebhafter gesucht. Salzdetfurth 7 o. Sy höher. Auch der Montanmarkt sand heute mehr Beachtung. Das Ausfallen der Feierschichten im Ruhrbergbau war hier von besonderem Einfluß. Rheinische Braunkohlen plus 3,5 v. Sy, Mannesmann plus 2 v. Sy und Ilse Bergbau plus 2,5 v. Sy Bei letzteren wurde die Dividendenerhöhung auf 10 v. Sy günstig beurteilt. Auch Kupferwerte waren im Einklang mit dem weiteren Ansteigen des Kupferpreises gefragt. Mansfelder zogen um 2 v. Sy und Otavi- minen um 1 Mark an. Von Bankwerten lagen Reichsbank und Metallbank 2 o. Sy höher. Disconto-
Die Interessengemeinschaft Motors perfekt.
Opel-General
Das amtliche Kommunique.
WER. Frankfurt a. M., 17. Marz. Der Präsident der General Motors Corporation Alfres P. Sloan übergab heute in Berlin den Vertretern der Presse eine längere Erklärung, in der es heißt:
„General Motors hat durch Erwerb eines ansehnlichen Aktienkapital der Adam-Opel- Werke in Rüsselsheim eine Interessengemeinschaft geschaffen, die die
Investierung von etwa 120 Millionen Mark.
mit sich bringt. Eine Vereinigung der General Motors G. m. b. H. in Derlin-Dorsigwalde mit den Opelwerken ist nicht beabsichtigt. Beide Unternehmungen werden unabhängig vo..einander ihre Geschäfte fortführen. Diese Trennung bleibt insbesondere auch für den Verkauf bestehen, den jede der beiden Unternehmungen durch ihre bestehenden und gesonderten Verkaufsorganisationen weiter betreiben wird. Die Opelwerke werden unter der bisherigen Leitung eine unabhängige Gesellschaft bleiben. Durch sinngemäße Angliederung an die vorhandenen Tätigkeitsgebiete von General Motors und durch zweckdienliche Zusammenarbeit dürfte die schon jetzt führende Stellung von Opel nicht nur gewahrt, sondern erheblich gestärkt Werdern
Der Beifrag von General Motors wird in technischer, fabrikatorischer, finanzieller und organisatorischer Mitarbeit und Unterstützung bestehen mit dem voraussichtlichen Erfolg, daß Opels gegenwärtige hohe Leistungsfähigkeit noch weiter gesteigert wird und der Absatz in beschleunigtem Tempo wächst. Ein großer Aufschwung kann als sicher vorausgesagk werden.
Die Verbindung mit Opel wird General Motors die Möglichkeit geben, an diesem Aufschwung im allseitigen Interesse teilzunehmen. Die Tatsache des Eingehens dieser Verbindung bedeutet einen Markstein auf dem Wege der General Motors zu einer internationalen Absatz- und Produktions- Organisation. Mit Rücksicht auf die anders gearteten Wirtschaftsverhältnisse in nichtamerikanischen Ländern ist amerikanischen Wagen wegen ihrer besonderen Konstruktion nur ein verhältnismäßig geringer Teil des zu erschließenden Marktes zugänglich. Die eingegangene Verbindung bietet uns daher Gelegenheit zu einer schnelleren Ausbreitung unseres Geschäfts und zu einer Stärkung unserer Stellung dadurch, daß wir unsere derzeitigen Modelle durch solche ergänzen, die sich für Märkte, wie z. D. der deutsche, besonders eignen, wo, wie gesagt, Bedarf und die Wirtschaftslage anders sind. Die neue Verbindung dürfte die finanzielle Lage der beteiligten Gesellschaften auch für die Zukunft wesentlich verbessern. Dadurch dürften wir zugleich etwas zur Hebung der deutschen Industrie als solcher beitragen, nicht $um wenigsten durch die vermehrte Beschäftigung deutscher Arbeitskräfte und durch gesteigerten Bedarf an deutschem Mate- r i a I.“
Diese Erklärung wurde mündlich dahin erläu
tert, daß es sich um keinen formellen Interessengemeinschaftsvertrag handelt und die 120 Mill. Mk. nicht nur im Erwerb von Aktien. — über deren llebernahmekurs übrigens keine Auskunft gegeben wurde —, sondern zu einem erheblichen Teil auch in Investititionen anderer Art bestehen.
Daß der von General Motors erworbene Anteil mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals beträgt, wurde nicht bestritten.
Dagegen wurde betont, daß die Herren Wilhelm und Fritz v. Opel nach wie vor Großaktionäre und Leiter des Unternehmens bleiben. Wer als Vertreter von General Motors in den Aufsichtsrat von Opel eintritt, ist noch nicht entschieden. Die Unabhängigkeit der Opelwcrke von dem Betrieb der ©encral Motors in Berlin-Borsigwalde wurde durch den Hinweis auf die Verhältnisse in Amerika erläutert, wo General Motors für seine sieben Typen sieben voneinander unabhängige Verkaufsorganisationen besitzt. Präsiden Sloan gebrauchte in diesem Zusammenhang wiederholt die optimistischen Worte: There is business enough for all
Eine Erklärung der Adam Opel A.-G.
Die Adam Opel A.-G. gibt zu dem Vertragsabschluß mit den General Motors folgende Erklärung heraus:
Die in den letzten Wochen in der Oeffentlich- keit viel besprochenen Verhandlungen der General Motors Corporation mit der Adam Opel A.-G. sind zum Abschluß gekommen. Die General Motors Corporation hat ein größeres Paket Aktien der Adam Opel A.-G. erworben. Die Familie Opel bleibt als G r o tz a k t i o n ä r in der Adam Opel A.-G. beteiligt und behält in der Leitung maßgebenden Einfluß. In den Opelwerken sollen auch in Zukunft ausschließlich Opelwagen gebaut werden.
Line Aenderung des Bauprogramms der Adam Opel A.-G. ist nicht vorgesehen, um fo meh^ als dieses den Erfordernissen des deutschen Marktes angepaht in allen Einzelheiten vorliegt, und die Materialabschlüffe für das nächste Jahr bereits getätigt sind.
Die durch Generationen bewährten und durch den Erfolg bestätigten Opeltraditionen, mit dem Rückhalt der Kapitalmacht und der technischen Erfahrungen und Möglichkeiten des größten amerikanischen Automobilkonzerns, werden die Adam Opel A.-G. befähigen, dem deutschen Automobilkäufer, wie der deutschen Volkswirtschaft gleich wertvolle Dienste zu leisten. Durch die eingegangene Verbindung dürfte Rüsselsheim zu einem der wichtigsten Faktoren für die Erschließung des deutschen und außerdeutschen Automobilmarktes werden. Die General Motors G. m. b. Sy in Berlin-Borsigwalde bleibt für sich bestehen und wird sich nach wie vor ausschließlich mit dem Dau und Vertrieb der bisherigen General Motors-Marken durch ihre eigene Organisation befassen.
gesellschaft und Berliner Handel waren etwas ab= bröckelnd. Autoaktien bis 1,25 v. H. höher. Zellstoff- werte büßten eher etwas ein. Auch Svenska lagen 1 Mark niedriger. Chemiewerte ohne nennenswertes Geschäft. Farben 1,5 v. Sy fester. Scheideanstalt unsicher. Renten still. Deutsche Anlechen wieder etwas fester. Im Verlause wurde das Geschäft wieder ruhig und beschränkte sich nur auf Spezialwerte. Die Tendenz war fest, und das Kursniveau konnte sich weiter bessern. Schuckert und Siemens konnten weiter je 2 v. Sy gewinnen. AEG. plus 1,25 v. Sy J.-G.-Farben immer noch im Hintergründe mit plus 0,75 v. Sy Besonderes Interesse wandte sich den Zellstoffwerten zu. Waldhof konnten 3 o. Sy auf Dividendenerhöhungshoffnungen anziehen. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld mit 6 v. Sy unverändert. Am Devisenmarkt war Spanien mit 32,15 wieder etwas schwächer. Sonst nannte man Mark gegen Dollar 4,2150, gegen Pfund 20,457, London gegen Kabel 4,8543, gegen Paris 124,29, gegen Mailand 92,71, gegen Holland 12,12.
Berliner Börse
Berlin, 18. März. Zur allgemeinen ileber- raschung brachte die Eröffnung der heutigen Börse recht feste Kurse. Man wollte an der Börse von besseren Rachrichten aus Paris wissen und von anhaltendem Auslandinteresse
für Elektrowerte. Man vermutet in den Käufern der Siemens- und AEG.-Aktien die General Elektric, und da einer Börse wie der gegenwärtigen bei der herrschenden Geschäftslosigkeit und dem Ordermangel der Phantasie ein großer Spielraum gelassen ist, griff man diese Vermutungen auf und beschäftigte sich lebhafter am Clektromarkt. Aber auch die übrigen Werte lagen teilweise gebessert. Kaliwerte hatten auf Käufe einer Privatbank eine 7,5prozentige Steigerung aufzuweifen. Reichsbank gewannen 2,25 Prozent, Bergmann 4 Prozent, Glanzstoff 4,5 Prozent und Polyphon 3,5 Prozent. Der Montanmarkt fiel trotz der Orderlosigkeit durch Festigkeit auf. Montecatini und Stahlwerke waren um mehrere Prozent gebessert. Im allgemeinen hielt sich das Geschäft jedoch in engen Grenzen, und von einem normalen Orderscingang konnte noch nicht die Rede sein. Deutsche Anleihen gehalten. Ausländer geschäftslos. Von den variabel gehandelten Auslandrenten kamen nur zwei zur ersten Rotiz. Pfandbriefe geschäftslos. Am Geldmarkt ermäßigte sich der Salz für Tagesgeld auf 5,5 bis 7,5 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent und Warenwechsel 6,5 Prozent und darüber. Rach den ersten Kursen wurde es zunächst etwas leichter. Eine neue Anregung
ging von der Erklärung des Gouverneurs der Federal Reserve Boards aus, nach der vorläufig mit keiner Erhöhung des Diskontsatzes zu rechnen sei. Gewinne bis zu 2 Prozent waren tm Verlaufe keine Seltenheit. Chade-Aktien konnten sich um weitere 4 Mk. bessern. Für Wald- Hof bestand auf Käufe einer Großbank Interesse (plus 3 Prozent), man sprach von der Möglichkeit einer Dividendeerhöhung. Später konnten allerdings die höchsten Kurse sich nicht immer behaupten, die Stimmung blieb jedoch weiter freundlich.
, Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 18. März. Der heutige Produktenmarkt verkehrte auf Grund der wieder schwächeren Auslandmeldungen in sehr ruhiger Haltung. Geschäft konnte sich heute am Markte kaum entwickeln, jedoch die Preisgestaltung blieb gegen vorige Woche ziemlich unverändert. Don Brotgetreide schwächte Roggen eine ' Kleinigkeit ab, ebenfalls von Futtermitteln Weizrnlleie. Es wurden notiert: Weizen 24 bis 24,50, Roggen 23,50, Sommergerfte für Brauzwecke 24, Hafer, inländ. 24,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50, Weizenmehl, südd. Spezial 0 33,50 bis 34,50, Roggenmehl 30,75 bis 31,75,' Weizenlleie 14,25 Roggenkleie 15,50, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 35 bis 65, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 65 bis 115, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 14,25 bis 14,75, Weizc.i- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5,50 bis 6. Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 5 bis 5,50, Treber, getrocknet 22,50. Tendenz ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 18. März. Auftrieb: 1483 Rinder (darunter 322 Ochsen, 95 Bullen, 585 Kühe, 420 Färsen), 541 Kälber. 48 Schafe, 5122 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 54 bis 58 Mk., (ältere) 49 bis 53; sonstige vollfleischige (jüngere) 45 bis 48; (Bullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 50 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 45 bis 49; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 42 bis 47; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 37 bis 41. fleischige 33 bis 36; gering genährte 25 bis 32; (Färsen — Kalbinnen, Iungrinder —): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58; vollfleischige 49 bis 53; fleischige 44 bis 48. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78; mittlere Mast- und Saugkälber 69 bis 73; geringe Kälber 60 bis 68. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 80 bis 82: vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 300 Pfund 81 bis 83; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 77 bis 80 Mk. — Marktverkauf: Rinder mäßig-rege, geräumt. Schweine ruhig, Uebcrftanö. Kälber und Schafe rege, aus- verkauft.
Kunst und Wissenschaft.
Frankfurt-Leipziger Streit um Dr. Kronacher.
WSR. Frankfurt a. M., 16. März. Die Frankfurter Theaterdeputation hat bekanntlich den Leipziger Schauspieldirektor Dr. Kronacher als Intendanten des Frankfurter Schauspielhauses berufen. Der Rat der Stadt Leipzig hat jetzt beschlossen, das Gesuch Dr. Kronachers um vorzeitige Lösung seinesVertrages, der erst vor wenigen Monaten auf weitere fünf Jahre neu abgeschlossen worden ist, abzuleh- nen, jedoch den Vertrag in einigen Punkten günstiger zu gehalten. ®cr Rat ist sich einig in der Verwunderung über das Verhalten der zuständigen Stelle in Frankfurt, die insbesondere es nicht einmal für nötig gehalten habe, sich mit Leipzig in Verbindung zu setzen, obwohl sie wußte, daß mit Dr. Kronacher noch ein langjähriger Vertrag besteht. Die von der Leipziger Stadtverwaltung der Stadt Frankfurt gemachten Vorwürfe werden von den Frankfurter städtischen Stellen als völlig unbegründet zurückgewiesen. Dr. Kronacher habe in einem Bries mitgeteilt, bah er die Lösung seines Leipziger Vertrages selbst betreiben und auch erreichen werde. Sein Wunsch, nach elfjähriger Tätigkeit in Leipzig als Süddeutscher wieder nach Süddeutschland in hervorragende Stellung zurück- zukehren. würde in Leipzig durchaus Verständnis finden, und die Stadt Frankfurt werde in dieser Beziehung mit keinerlei Schwierigkeiten zu rechnen haben. Auf Grund dieses Briefes ist die Frankfurter Theaterleitung nicht an Die Stadt Leipzig herangetreten. Roch in den letzten Wochen und Tagen wurden solche Schritte lediglich auf dringende Vorstellung Dr. Kronachers untea> lassen, Der mitteilte, ein solches offizielles Ersuchen würde in Leipzig als höchst unerwünscht empfunden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.
Frankfurt a. M.
Berlin
chluss. Kurs
l-Uljr-' flute
Schluss- Kur«
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Datum
16.3.
18.3.
16-3.
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D>. Slnl^Ablös.-Schuld mif Aus los.-Rechten .......
Tesgl. ohne Auslos^Rechte . . .
7% Srantf. Hyp.-Bk. Goldpf. im kündbar bi« 1932 ...
Rheinische Hyp.-Dmit Stau.
G^ldps............
et.Lf.®. abg. BorkriegS-Obligation rückzahlbar 1932
4% Schwei». Bundedb.-Anl.. .
4% Oeüerreichijche Goldrte.. . .
4,20% Gefiert. Silberne. .... 4% Oesterreich, einheill. Rte. . .
4% Üngarifche Goldrte.....
4% Ungarische Staattr. v. 1010 4y,% de-gl. von 1913.....
4% Ungarische Kronenrke.....
4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . .
4% Xürfitfflf Bagdadbahn-Anl..
Serie I.........
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4% Rumänen coiwert. Rte. . . . 4%% Rumänen Goldanl. von 1013
AUg. Deutsche Eilenbadn . .
Hamburg-Amerika Palet ... 8
Hamb.-Sübam. Dampssch. . . 8
Hansa Dampfschiff ... 10
Norddeutscher Llovd.....8
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Berliner Handeirgesellfch. . . 12
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Darm ft. u. Nationalbank . . 12
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Dresdner Bank . . • K
Mitteldeutsche Ereditbanl . . - 0 Metallbank
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Berlin, 16. März
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Berlin, 16. März
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Schweizer Noten.......
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Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten ..
64,36
64.64
12,43
12.49
Ungarische Noten . . ....
73,20
73,50
16. Mar,
18- März
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
«db
Briet
Weib
Bries
nm't.-Nott
168.64
168.98
168.60
168.94
Buen-Airetz
1,770
1.774
1,770
1.774
Brss.-AnM).
58,46
58,60
58.44
58,56
Cbrisliania.
112,28
112,50
112,27
112.49
Kopenhagen
112,22
112,44
112.21
112.43
Stockholm -
112,45
212,67
112.47
112.69
HelsingforS.
Italien. . .
10,59
22,05
10,63
22.09
10,592
22,045
10,642
20.083
London. . .
20.434
20,474
20.439
22,479
Network . .
4,211
4,219
4,2105
4.2185
'.s «s> X c€
16,445
16.485
16.44
16.48
80.99
81,15
£0.98
81.14
Spanten.
64,24
64.36
64.34
64.46
Japan . . -
1,875
0,879
1.873
1,877
•Hio de Ian
1,4995
0,5005
0,4995
0,5015
Sten in D--
Oe st. abgcst
Seljrob • -
59,14
59,26
59,145
99,265
12.466
12,486
12,463
12.463
7.395
7.409
7,393
7,407
Dndav.'st - -
63.37
63.51
73,3.
73-51.
Bulgarien
3.039
3,045
3.039
3.045
Lissabon .
18,80
18,84
18,83
18.87
81,69
81,85
81,67
81.83
2,071
2,075
5,455
4.191
2.068
5.44
4.183
2,072
5.45
4.191
Athen. . . danaba
5,445
4,183
4.266
20,96
4.274
21,00
4.276
20,97
4.284
21,01


