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Vereins, Herr Wann, dahier, den Geschäftsbericht. anS dem u. a. zu entnehmen ist, daß der Verein sowohl an Mitgliederzahl, als auch in bezug auf die Höhe der Versicherungssumme zugenommen hat. Die DechnungSablage weist zum erstenmal seit Kriegsende einen groben Hebet* schuh auf. der sich auf 3503,65 Wk. beläuft, von dem auf Vorschlag des Vorstandes 2000 Wk. einem besonderen Reservestock überwiesen wurden. Infolge dauernder Vergröberung des Versiehe- rungsbezirkes erfolgte eine Erweiterung des Vorstanoes; man wählte einstimmig 2lltbürgermeister Krausch von Dirklar in den Vorstand. Wieder- gewählt wurden die sahungsgemäh ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Vernhard und Lupp, R dda: Beiher. Dorsdorf, und Hofmann, Michelnau. An Stelle des verstorbenen Mitgliedes K. Reinhard. Ridda, trat H. D r o st, dahier.
Kreis Schotten.
ft. Lardenbach. 17. März. Dieser Tage hielt der Kaninchen« und Geflügelzuchtoer« ein Lardenbach und Umgegend in der Wirtschaft des Dereinsmitgliedes Heinrich B a st, Stock- häuscr-Hof, eine außerordentliche Gene« rälversammlung ab. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Die Beschaffung von Bruteiern und Zuchttieren hat der Verein übernommen Außerdem unterstützt er die Mitglieder noch durch einen Zuschuß von 5 Mark aus der Der« einskasse. Nach der Bcitragserhcbung für das laufende Jahr und Neuaufnahme von Mitgliedern wurde die nächste Versammlung Im April bei Gastwirt Diehl. Lardenbach, festgelegt. Darauf schloß der Vorsitzende des Vereins. L. K l i n k e l, die anregend verlaufene Versammlung.
+ Grob-Eichen. 17. März. 21m Freitag wurden in einer gemeinsamen Sitzung der Ge - meindevorstände von Groh- und Klein- Eichen, sowie des K i rch e n v o r st a n d e s die noch ausstehenden Arbeiten beim Pfarrhausneubau vergeben. Durchweg sind die Wenigstbietenden berücksichtigt worden. So erhielt den Zuschlag für die Glaserarbeiten Hermann Winter. Dobenhausen II; für die Schlosserarbeiten H. Schäfer. Grünberg; für die elektrischen In- stallationsarbeiten Jakob Von - Eiff. Grünberg; für die Wasserleitungsarbeiten Jakob Von-, E i f f. Grünberg; für die Schreinerarbeiten P. Hofmann, Freienseen; für die Weißbinder- nnd Tapezierarbeiten Martin Ellrich, Groh- Eichen, der auch den Rohbau fertiggestellt hat. Die Pflasterarbeiten wurden D. Lind, Laubach, und die Lieferung der Oefen und des Herdes Gustav Faust, Groh-Eichen, übertragen. Im groben und ganzen sind die Angebote unter dein Voranschlag geblieben, wie es auch beim Rohbau der Fall war. Der Voranschlag für den gesamten Dau in Höhe von 25 000 Mk. wird also keineswegs überschritten werden.
Starkenburg.
Das Mainzer Gutenberg-Museum in Sevilla.
WER. Mainz, 16. März. Das Mainzer Gut enberg-Museum stellt, einer ehrenvollen Aufforderung folgend, auf der groben i b e r o - a m e r i t a n i s ch e n Ausstellung in Sevilla seine rekonstruierte Gutenberg- Werk st a t t aus und führt sie dort im Betrieb vor. Druckgesellen in der Tracht Gutenbergs werden Stempel schneiden, Schriften mit dem Hand- giebinstrument gießen, mit hölzernen Winkelhalen aus Manuskriptbruchstücken des 15. Jahrhunderts Seite sehen und auf der Holzpresse drucken. Alle Kosten werden von der Ausstellungsleitung getragen. Das wertvolle Ausstellungsgut ist bet einer deutschen Versicherungsgesellschaft versichert und wurde in elf Kisten und 26 Verschlügen nach Spanien abgesandt. Der Direktor der Stadt- Bibliothek und des Gutenberg-Museums, Dr. R u p p e l, reist selber nach Spanien, um die Gutenbergwerkstatt in Sevilla aufzubauen und die Druckgesellen in der ordnungsgemäßen Handhabung der Instrumente zu unterrichten.
Preußen.
Gedenkfeier für Emil v. Behring.
WSN. Marburg, 16. März. Aus Anlaß des 75. Geburtstages des Wirkt. Geh. Rats Emil von Behring, des im Jahre 1917 verstorbenen Erfinders des Diphterie- Und Tetanus- 5) e i I f e r u m 9 , fand gestern vormittag vor dessen in einem idyllischen Nebentölchen der Marbach am sog. Wannkopf gelegenen Mausoleum eine G e - oachtnisfeier statt. Außer der Witwe des Verewigten und zwei Söhnen, vielen Freunden, Mitarbeitern, Vertretern der Universität und der Stadt Marburg, hatten sich Hunderte von Angestellten und Arbeitern der Behring-Werke eingesunden, um ihres Meisters in Dankbarkeit zu gedenken. Der Vertreter des Aufsichtsrats der Behringwerke und frühere Mitarbeiter v. Behrings, Dr. Siebert, hielt die Gedächtnisrede, in der er auf die wissenschaftlichen Großtaten v. Behrings hinwies, wodurch ungezählten Menschen das Leben gerettet wurde und wird. Auch zur Erforschung der Tuberkulose habe der Gelehrte in hervorragender Weise beigetragen und sich einen dauernden Platz in der Geschichte der Dete- linärrnedizin gesichert. Der Redner bezeichnete den Verewigten als einen großen Naturfreund und unermüdlichen Forscher, den kein Aerger oder Mißerfolg in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zu hemmen vermochte, und der nur immer das eine Ziel im Auge hotte, der leidenden Menschheit zu helfen. Das Werk des Meisters finde in den heutigen Behring- Werken feine Fortsetzung. Der Generaldirektor der Behring-Werke, Schünemann-Hofer, hob hervor, daß sich die medizinische Wissenschaft noch heute Stunde um Stunde in den Gedankengängen des großen Forschers bewege, der die Grundlage zu dem gewaltigen Bau der Serumforschung geschaffen habe. Im Auftrage des Instituts für experimentelle Therapie, dessen Gründer o. Behring ist, legte Dr. Schmidt einen Kranz nieder. Weitere Kranzniederlegungen erfolgten durch den Vertreter der Angestellten der Behring-Werke, der Medizinischen Fakultät und der Stadt Marburg, deren Ehrenbürger der Verstorbene gewesen war. Umrahmt wurde die stimmungsvolle Feier durch Trauerweisen einer Musikkapelle und Liederoortröge eines Männerchores der Behringwerke.
Eisenbahnunfall bei Limburg.
WSR. Limburg. 16. März. Heute vonnit- tag gegen 9.30 Uhr ereignete sich auf der Strecke Limburg — Siershahn ein Eisenbahn- Unfall. Die Lokomotive des Personenzuges Siershahn—Montabaur—Limburg sprang in einer Kurve bei Montabaur aus den Schienen und lief noch ein Stück neben den Geleisen her. Außer der Maschine entgleisten noch der
Lumen, Sport und Spiel
Anhängern Anlaß zu Die Ergebnisse: l.Casmir, Frankfurt 2. Becker, „ 3. Rosenbauer. „ 4. Klöckner, Wiesbaden 5. Webert, Mainz 6. Fügener, Frankfurt 7. Schickert, Mainz
6 Siege
5 „
4 „
3 „
2 „
1 „
0 „
Beifall gaben.
3 erh. Treffer
20 „
16 ,
22 „
25 „
25 .
30 „
rasche Gefechte, die den zahlreich erschienenen häufigem
Sandball Süddeutsch.and-M te-deutsch'and 7:10.
Zu dem Zwischenrundenspiel um den DSD- Hanküal -Pokal, das auf d^m Sportplatz des Poli- zeisportrereins Darmstadt gestern ausgetragen wurde, hatten sich rund 25CX) Zuschauer eingefunden. Das Spiel stand unter der hervorragenden Leitung von Pothmann (Barmen). Die Mannschaft Mitteldeutschlands siegte verdient. Systemvolles und überlegtes Spiel trug den Sieg davon über die zwar in ihren einzelnen Teilen recht gute, aber in der Gesamtheit versagende Mannschaft der Süddeutschen. Die Mitteldeutschen waren technisch überlegen. Ihr taktisch richtiges Spiel — gutes Abdecken des Gegners und Freistellen — gab den Ausschlag. Böhme schoß allein sechs Tore. Der ausgezeichnete Gesamteindruck, den die mitteldeutsche Mannschaft hinterließ, wurde leider etwas getrübt durch Mätzchen, die sich einzelne Spieler beim Stand von 10:6 leisteten. Ein Spieler mußte sogar herausgestellt werden. Süddeutschland spielte sehr zerfahren. Die Manrschaftsausstellung war denkbar unglücklich. Der Sieg der Mitteldeutschen stand nie in Frage. Auch eine Timstellung der Süddeutschen in der zweiten Halbzeit konnte ihnen den Erfolg nicht bringen.
Lilly Außem in Aizza geschlagen.
Die deutsche Meisterin Cillh Außen war in der Schlußrunde des Dameneinzel im Riz - zaer Tennisturnier von Pech verfolgt. Das wieder auftretende Augenleiden fetzte ihre Leistungsfähigkeit stark herab, so daß die Engländerin Miß Covell mit 6:2, 6:3, den Sieg davontragen konnte. 3m Finale des Herreneinzel schlug der Franzose Duplaix den Wiener Artens 3:6, 6:1, 6:0.
SallentenniSkamps Rheinland - Holland.
Am gestrigen Sonntag wurde der Hallentennis» kamps Rheinland — Amsterdam-ten Haag ausgetragen. Das Rheinland konnte einen überlegenen Sieg mit 13: 6 Punkten, 23:13 Sähen und 239:193 Spielen erzielen.
Neuer Hallenwettrekord von Nurmi.
Beim Hallenfest der Kolumbus-Ritter erschien auch der finnische Meisterläuser Rurmi wieder am Start. Rurmi bestritt ein 4 M e i - len-Laufen und legte die Strecke in der neuen Weltrekordzeit von 19:27,6 zurück Er verbesserte damit den früheren Rekord seines Landsmannes Ritola um eine Fünftelsekunde.
Fußball-Entscheidung in Hessen-Hannover.
Sportklub 03 Sasse! — Surhessen Sasse! 3:2 (0:1).
Das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft des Bezirkes Hessen-Hannover kam am gestrigen Sonntag in Kassel vor 7000 Zuschauem zum Austrag. Schon in der zweiten Minute er- zielte Kurhessen das erste Tor, und war auch während der weiteren Spieldauer zeitweise über- legen. In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel eine überraschende Wendung; in der 48. Minute konnten die 03er durch ihren Halblinken ausglei- chen. 03 kam stark auf; kurz hintereinander fielen < wei weitere Tore, denen Kurhessen nur noch ein Tor entgegensetzen konnte. Mit 3:2 errang Sportklub 03 erstmalig die Meisterschaft des Bezirks. Der Sieg ist verdient. Kurhessen hatte nur eine gute erste Halbzeit.
Borussia Fulda—SP.-Bg. Kassel.
In einem Privatspiel besiegte Borussia Fulda nach überlegenem Spiel Sp. V. Kassel mit 5:1 (4:0).
Die süddeutschen Fußball-Verbandsspiele.
Runde der Rlelster.
Hier wurde die Begegnung der beiden bayerischen mit den beiden höllischen Meistern, diesmal auf bayerischem Boden, fortgesetzt und ergab wiederum den erwarteten Sieg der Bayern. Während jedoch die Frankfurter Eintracht in Nürnberg gegen den 1. F. E. Nürnbergin einem sehr guten Spiele ein rühmliches 0:2 erftritt, war Wor» matia Worms den Münchenern Bayern gegenüber völlig machtlos und verlor mit einem ver- nichtenden 0:7. Der D. f.L. Neckarau hatte, wie erwartet, mit Germania Brötzingen große Mühe und kam mit 2:2 zu einer Punktteilung. B o - russia Neunkirchen hielt gegen den K. F. V. Karlsruhe leidlich stand und verlor nur 1:3.
Runde der Zweiten und Dritten.
In der Gruppe Nord siegte F. Sp. D. Frankfurt gegen Saar 05 Saarbrücken 7:3, aber der große Torunterschied kam erst in den letzten 15 Minuten zustande. Der V. f. L. Neu-Isen- bürg wehrte sich verzweifelt gegen den V. f. R. Mannheim, dem er nur einen knappen Sieg von 1:2 Toren überließ. Auch der 1 F. C. Idar machte gegen den jetzigen Tabellenführer, Waldhof Mannheim, keine schlechte Figur und wurde nur 0:2 geschlagen. .
In der Gruppe Süd verschwmdet nunmehr Schwaben Augsburg von der seither innege- habten Tabellenspitze, denn die Augsburger verloren auf eigenem Platze überraschenderweise gegen S. D. 1 8 60 München mit 1:2 Toren. An die Stelle Schwabens tritt nunmehr die Sp. D. Fürt h, die sich in Freiburg gegen die F. E. einen allerdings nicht allzuleicht erkauften 5:3-Sicg Holle. Die Stuttgarter Kickers hatten wieder einmal einen erfolgreichen Tag, denn sie konnten sich dem A.S. V. Nürnberg mit 3:2 überlegen erweisen. Eine große lleberraschung zeitigte Phönix Karlsruhe durch seinen ganz unerwartet hohen Sieg über den D. f. B. S t u 11 g a r t mit 4:0 Toren. Geräteturnen - Mnschaslslamps. Eintracht Frankfurt a. 211. — Turnverein Göggingen.
2lm Samstagabend kam ,im überfüllten Saal des Ludwigsbaues in Göggingen ein Mann- schastskampfimGeräteturnen zwischen der Frankfurter Turngemeinde Eintracht und dem Turnverein Göggingen zum Austrag. ^dcioc Mannschaften, die die Elite der deutschen Kunstturner repräsentieren, zeigten ganz hervorragende Leistungen und lieferten sich bis zum Schluß emen spannenden Kampf. Rach wechselnder Ilcberlegen- heit beider Vereine siegte schließlich Göggingen mit 483 Punkten vor Frankfurt mit 404 Punkten. Das Kampfgericht, bestehend aus Gauoberturnwart D e ck e r t. Frankfurt, und ®au- turnwart Apprich. Göggingen, erfüllte sein recht schwieriges Amt zur allgemeinen Zufriedenheit der -Zuschauer. Rach Schluß der Kämpfe überreichte der Vorsitzende des Gögginger Turnvereins den Frankfurter Gästen eine Erinnerungsgabe.
Kunsstuni-Gtädiekanipf.
koln-DüsfeldorfLssen.
Die Essener wiederum siegreich.
Zum 6. Male trafen sich am Samstag im überfüllten Großen Saale des Städtischen Saalbaues in Essen die Kunstturner der rheinischen Großstädte Köln, Düsseldorf und Essen. Obwohl die Essener mit einer Ausnahme jeweils als Sieger aus den Kämpfen hervorgingen, stand ein neuer- sicher Erfolg der Essener sehr in Frage. Die Vertreter der Domstadt leisteten verzweifelten Widerstand und blieben mit 1024 Punkten nur um 42 Punkte hinter Len Essenern mit 1066
Punkten zurück. Die Düsseldorfer, deren Leistungen ebenfalls aus einer ganz beachtlichen Höhe standen, erreichten allerdings nur 935 Punkte.
Altmannen-Fechten in Bad-Nauheim.
Der Gau Frankfurt der Turnerschaft trug am Sonntag ein Altmannen-Flo- rett-Fechten gegen die dritte Gaugruppe der Tur- nerschaft in Bad-Rauheim aus. Beide Mannschallen lieferten sich einen durchaus gleichwertigen Kampf, in dem fich G l ü ck - T. G. Eintracht Frankfurt und R o t f u ß - T. G. Bornheim als die besten Kämpfer erwiesen. Der Kamps endete mit 18:18 Punkten unentschieden.
Fechten in Frankfurt.
Casmir gewinnt den Wanderpreis deS ehem. GroßherzogS von Hessen endgültig.
Das Haus der Fechter in Frankfurt a. M. war am Sonntag die Stätte eines Florettkampfes des Deutschen Fechterbundes um den Wanderpreis des ehemaligen GroßherzogS von Hessen. Dreimal schon hatte C a s m i r vom F. Hermannis Frankfurt sich die begehrte Trophäe erworben; auch diesmal errang er dank seiner schulmäßigen, in Angriff wie Abwehr gleichmäßig sich erweisenden Brillanz den ersten Sieg und damit für seinen Klub den kostbaren Preis. Die 24 angetretenen Fechter erledigten in je einer Vor- und Zwischenrunde die Auswahl der sieben Besten, die unter sich den endgültigen Rang aus- kämpften. Casmir fiel der Sieg leicht; seine härtesten Gegner, die mainischen Großkampffechter, hatten in Selbstbescheidung dem Rachwuchs das Feld überlassen, der sich durch schöne Gefechte als gut geübt und zu schönen Hoffnungen berechtigend erwies. Die Frankfurter Hermannen. Mainzer und Wiesbadener Fechter gefielen in der Endrunde besonders durch schulgerechte und
Packwagen und die beiden ersten Personenwagen dritter Klasse. Die Schienen wurden auf einer Länge von 50 m vollständig aufgerissen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist bedeutend. Von Limburg aus ist sofort ein Hllfszug abgegangen. Während der Aufräumungsarbeiten, die bis zum Abend dauern werden, wird ein Pendelverkehr eingerichtet. Rur dem ilmftanb, daß der Zug wegen der Äurtoe nur mit einer Geschwindigkeit von 20 km fuhr, ist es zu verdanken, daß lein größeres Hnglüd entstand.
Kreis Wetzlar.
cd Wißmar. 15. März. Dienstag fand hier eine Sitzung der A m t s v e r t r e t u n g des Amtes Launsbach statt. Der Vorsitzende gedachte in ehrenden Worten des kürzlich verstorbenen Gemeindevorsteher; und Beigeordneten Stroh von Wißmar, die Vertretung erhob sich zum Zeichen der Trauer und des Andenkens an den Verstorbenen von den Sitzen. Zu Beigeordneten für das Amt Launsbach wurden dann einstimmig gewählt: Gemeindevorsteher B o- denkender in Salzböden und Gemeindevorsteher Pfaff in Launsbach.
Kreis Biedenkopf.
T Waldgirmes, 16. März. Bei der Rutz- holzversteigerung, zu welcher viele auswärtige Käufer sich eingefunden hatten, kam das Festmeter Tannenstammholz durchschnittlich auf
27 Mark, das sind 10 Mk. weniger als im vorigen Jahre; Buchenschneidstämme 28 bis 40 Mk., Eichen durchschnittlich 100 Mk. Bei einem Stimm wurde das Festmeter mit 171 Mk. bezahlt.
Kirche und Schule.
Oekanatstag in Grünberg.
— Grünberg, 14. März. Heute fand hier der Dekanatstag für das Dekanat Grünberg statt. 3m Eröffnungsgottesdienst in der Etadtkirche predigte Pfarrer Thorn (Odenhausen) über 2. Tim. 1, 6 und 7. Die Verhandlungen fanden anschließend in einem Schul- faal der Volksschule start. Rachdem der Dekanatstag sich konstituiert hatte und die Gültigkeit der Wahlen anerkannt war, erstattete Dekan Schmidt den Jahresbericht des Dekanatsausschusses für 1927 und 1928. Er verstand es, die trockenen Zahlen der Statistik, die gedruckt in den Händen der Abgeordneten war, lebendig zu machen. 3m Personalbestand der Pfarrerschaft sind seit dem letzten Dekanatstag einige Aende- rungen eingetreten; zu Ehren der verstorbenen Mitglieder des Dekanatstages, besonders des Psarrers A h l h e i m, der seine ganze Amtstätigkeit im Dekanat Grünberg getan hat, erhob sich der Dekanatstag. Der Bescheid des Landeskirchenamtes auf die Beschlüsse des letzten Dekanatstages zu Homberg wurde verlesen. Darauf folgten
die Wahlen. Da zu den Wahl der vier toelt- lichen Mitglieder des Dekanatsausschusses nur ein Wahlvorschlag eingegangen war, war eine Wahl nicht erforderlich. Die vorgeschlagenen Mitglieder: Bürgermeister Au mann (Londorf), Bürgermeister Weber (Göbelnrod), Bürgermeister Albert (Queckborn) und Konrad S a n n 1.1. (Burg-Gemünden) sind Mitglieder des Dekanatsausschusses; ihre Stellvertreter: Karl Zöckler (Orünbcrg), Wilh. Ludwig Damm (Bersrod), August Zimmer (Groß-Eichen) und Bürgermeister Lein (Lardenbach). Es folgte die Wahl des Dekanes, einstimmig wurde Dekan Schmidt (Grünberg) wiedergewählt. Da der Dekanstellvertreter, Pfarrer Georgi (Ermenrod) auf eine Wiederwahl verzichtete, wurde Pfarrer Prätorius (Homberg) ebenfalls einstimmig als Dekanstellvertreter gewählt. Als Stellvertreter beider wurde mit Stimmenmehrheit Pfarrer Graßling (Grünbeig gewöh t, Da die Zeit zu weit vorgeschritten war, mußte der Bericht über die Verhältnisse der Landeskirche ausfallen, und es wurde nur die Frage der Heiligung des Karfreitags noch behandelt. Darauf wurde der Dekanatstag von Dekan Schmidt (Grünberg) geschlossen.
Oekanatstag des Dekanats Nidda.
JL Ridda, 14. März. Am Dienstag tagte im Saal der hiesigen Kleinlinderschule der Dekanatstag des Dekanats Ridda. Rach der Cröffnungsandacht von Psarrer Weidner- Oberlais im Anschluß an Galater 6,4 und Hebräer 12,2 begrüßte der Vorsitzende der Versammlung, Dekan S c r i b a - Ridda, die fast vollzählig erschienenen Mitglieder des Dekanatstages, besonders den Superintendenten für Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner- Gießen. Der weltliche Abgeordnete des Dekanats im Landes» kirchentag, Landeskirchenrat Professor ß a m - pas, war am Erscheinen verhindert. In seiner Einleitungsansprache berichtete Dekan 6 c r i 6 a über die Tätigkeit des Dekanatsausschusses. Im Anschluß an diesen Bericht wurden die Wahlen im Dekanat zum Dekanatstag für gültig erklärt. Die Wahl des Dekanatsausschusses wurde ebenfalls genehmigt; es ist nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden, mithin sind gewählt: Alt- bürgermeister W o l f f - Berstadt, Bürgermeister Schultheiß- Bingenheim, Landwirt Louis M ö s e r - Eichelsdorf, Landwirt Karl Düppel- Wallernhausen. Die Wahl des Dekans, des Dekanstellvertreters und des Stellvertreters beider im Dekanatsausschuß hatte folgendes Ergc ' nis: Zum Dekan wurde Dekan Seriba toi ergetoählt, ebenso PfarrerLaut- Ridda als Dekanstellvertreter, und Pfarrer Landmann - Gettenau als Stellvertreter beider. Sodann wurde der vom Dekanatsausschuß für 1929/30 aufgestellte Voranschlag genehmigt. Den Höhepunkt der Verhandlungen bildete das Referat von Vfarrer Ra um ann« Schwickartshausen über den kircklichen und sittlichen Zustand des Dekanats auf Grund des dem Dekanatstag vom Dekanatsausschuß vorgelegten Berichtes. Pfarrer Ä a u m a n n sprach insbesondere über den Abendmahlsbesuch, den Gottesdienstbesuch und die christliche DarmherzigkeitS- übung. Das Bild, das er entwerfen tonnte, war im allgemeinen erfreulich. Er konnte seststellen. daß in den Dekanatsgemeinden noch guter kirchlicher Sinn besteht. Erfreulicherweise ist auch der Besuch der Christenlehre gut, manche Gemeinden haben mit Verlegung der Christenlehre auf die Wintermonate gute Erfahrungen gemacht. In sehr anregender Aussprache wurde insbesondere das Kolleltenwesen behandelt. 3m Verlaufe der weiteren Aussprache wurde die Sonntagshelli» gung, der Schutz des Karfreitags, auch der Voltstrauertag besprochen. Die Versammlung war in ihrer großen Mehrheit der Ansicht, daß der Totensonntag der gegebene Gefallenengedenktag, daß ein anderer Trauertag um die Toten des Weltkrieges nur durch reichsgesetzliche Regelung möglich sei. Eine Entschließung betr. Karfreitagsheiligung an das Ministerium wurde einstimmig beschlossen. Aach dem Schlußwort von Pfarrer Baumann schloß der Vorsitzende nach nahezu vierstündiger Verhandlung den Dekanatstag.
Daten für Dienstag, 19. März.
Sonnenaufgang 6.06 Uhr, Sonnenuntergang 18.10 Uhr. — Mondaufgang 10.35 Uhr, Monduntergang 3.27 Uhr.
1813: der Afrikaforscher David Livingstone in Dlantyre geboren; — 1873: der Komponist Max Reger zu Brand i. d. Oberpfalz geboren.
Wirtschaft.
Oie Geldmarktlage bleibt angespannt.
Bereits in der ersten Märzwoche war eine Anspannung am Geldmarkt festzustellen, die rein äußerlich gesehen auf die Rotwendigkeit der Abdeckung für die zum Ultimo Februar in Anspruch genommenen hohen Lombardkcedite zurückzuführen war. Diese Anspannung hat,sich jedoch in der zweiten Märzwoche noch verschärft. Die Rachfrage ist außerordentlich stark, und die Rückflüsse zu den Danken bleiben nach wie vor ungenügend. Wenn auch infolge des in der De- richtswoche liegenden Medio als vorübergehende Erscheinung die Bedürfnisse der Wirtschaft sich stärker bemerkbar machen, so ist doch nicht zu verkennen, daß die angespannte Gesamtlage vor allem auf die starken Anforderungen deS Reiches und anderer öffentlichen Stellen zurückzuführen ist. An den Schwierigkeiten der Kassensituation des Reiches hat sich nichts geändert, im Gegenteil, der von dem Reichsfinanzminister mit 1 Milliarde Mk. angegebene Bedarf für den März- ultimo wird sich infolge der zu erwartenden Mehraufwendungen für die Arbeitslosenfürsorge noch erhöhen. Es ist,auch noch nicht klar, ob der gegenwärt ge Kassenbedarf des Deiches nur vorübergehender Art ist und ob im April eine Erleichterung eintreten wird. 3n welcher Weise das Reich seiner Kassenschwierigkeiten wenigstens zum Ultimo d. M. Herr werden will, ist noch nicht zu sagen. Bekanntlich können weder die Post, oder die Reichsbahn, noch die Preußenkasse erhebliche Geldmittel dem Reiche zur Verfügung steilem da sie bereits zum Februar-Ülltimo in Anspruch genommen worden sind. Da es so scheint, als ob das Reich eine kurzfristige Anleihe im Betrage von 500 Millionen ausgeben teilt, so beobachten die Geldgeber natürlich Zurückhaltung. Man muß auch bedenken, daß die Banken, die schließlich nur als Geldgeber in Frage kommen, die gegebenen Beträge sich nur entweder durch Rediskontierung bei der Reichsbahn oder durch Aufnahme von Auslandgeld beschaffen können. Diese Ülmstände zeigen, daß die Anspannung am Geldmarkt noch einige Zeit andauern wird.


