Hessen im Betrage von zwölf t wesentlich überzeichnet
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Devisenmarkt Berlin—Aronksurt
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Letzte Nachrichten.
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Cleve, IS.Febr. (IVTV. Juntfprud).) Vas an- gewöhnliche Erlebnis, den Rhein an seiner b r e i l e st e n Stelle auf deutschem Gebiet zwischen Eleve und Emmerich zu Jufi überschreiten zu können, hatte gestern große Menschen- massen angelockt. Die Straßenbahn hatte einen Sonderverkehr bis zum Rhein eingerichtet, der aber nicht ausreichte. Viele Hunderte legten infolgedessen den zwei Stunden weilen Mcg zum Rheinuser zu Fuß zurück. Da au» Besorgnis vor etwaigen Katastrophen der Verkehr über da» Rheineis geregelt war und Passierscheine ausgegeben wurden, lieh sich feststellen, dah gestern etwa 15 600 Personen den Strom auf diesem un- gewöhnlichen Wege überquert haben.
Ein polnischer Antrag ans Auflösung LeS Deutschen Doltsbundes?
Kaltowlh. 18. Febr. (WTV. Funkfpruch.) Wit die „Polonia" von gut unterrichteter Seite ersah- ren haben will, wird die polnische Regierung auf der Märztagung des Völkerbundsrates einen besonderen Antrag auf Auflösung de« Deutschen Volksbundes wegen seiner »antistaatlichen Arbeit" stellen.
Keine Spiele.
Die grimmig« Kälte machte gestern Haltung sämtlicher Fußball- und ballmeisterschaftsspiele trotz handen«n Terminnot unmöglich.
Der gestrige zweite Tag begann mit einer 4xl00-Meter-Lagenstaffel, die Hella« Magdeburg gegen Sparta Köln gewinnen konnte. Weltmeisterin Hilde Schrader ließ sich das 2^0-Meter-Damn'en-Drustschwimmen nicht nehmen. 3m 46>Meler»Freistilschwimmen wurde bet drei Startenden der Göppinger Pa Ick Sieger vor Schrader, Hildesheim. Ein zweites Unentschieden erzielte die Berliner Städte- Wasserballmannschaft mit 5:5 gegen London. Das Länder-Wasserball- spiel Deutschland — Frankreich endete mit einem 8.1 (4:1)-Siege der Deutsch.n. Europameister Riebschläger, Zeih siegte im Springen vor dem Spandauer Neumann. De- r i ch s, Köln, gewann das 1. Freistilschwimmen 100 Meter mit Handschlag ge^en den Magdeburger Arendt. Ebenso knapp war das Ergebnis im 200-Meter-Drustschwumnen zwischen Sietas, Hamburg, und D u d i g, Köln, wobei der Hamburger das belfere Ende für sich hatte. Er erzielte die gute Zeit von 2: 53 und war damit s/io Sekunden besser als Dudig. Meister Küppers ließ sich das 100-Meter-Rückenschwimmen nicht nehmen und siegte überlegen in 1:11,6. Gute Leistungen zeigte Grothe, Poseidon Berlin, im Turmspringen, das er sicher vor seinem Klubkameraden M a r a u h n gewann. Unter 28 Teilnehmern wurde Schrader, Hildesheim, im 2. 107-Meter-Freistilschwimmen Sieger in 1: 04 vor Langer, D. S. S. B., 1:04,2 und Schweitzer, Magdeburg 66, 1:04,8 und benötigte damit nur 4 'n Se.. mehr als der Kölner Derichs.
Reue deutsche Hallenbestleistung.
Bei dem am gestrigen Sonntag vom EimS- bütteler Turnverband veranstalt.ten 7. Hallensportfest stellte dcr deutsche W.Itrckerdrnann und Olympiasieger Hirsch seid (Allenstein) im Kugel st oben m'.t 15,12 M:t:r e ne deutsche Hallenbestleistung auf. Zweiter wurde Siebert (Eimsbüttel) mit 13.40 Meter und Drittes Boß (Victoria) mit 13,15 Meter.
Vom Wintersport.
3n den Kämpfen um die Schwarzwald- Skimei st «rschaft siegte gestern im Gesamt« klaffement der Norweger Dlomseth vor Stei- ert, Lenzkirch.
In Nürnberg erzielte gestern die Eishockeymannschaft des S. C. Riehersee mit 15:1 einen überlegenen Sieg über die Eishockeymannschaft des l.F. C. Nürnberg. Auch die Hockey- Gesellschaft Nürnberg wurde mit 7:1 von den Gästen abgefertigt.
An der Terg-Isl-Schanze bei Innsbruck stellt« gestern bei einem Länderspringen Deutschland — Oe st erreich der norwegische Olympiasieger Andersen mit 63 Meter einen neuen Schanzenrekord auf.
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Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angetübrten Zistern geben die Höhe der zuletzt belchlostenen Dividende an. — NeichSbankdiskont 6,5 Prozent. Lombardzinsfuß 7,5 Prozents
worden.
Verlangsamter Anstieg derAibelirlofigleii
Dom 15. bis 31. Januar hat die Zahl der Hauptunterstühungsempfäntzer in der Arbeitslosenversicherung (emfchließlich d«r S o n - derfürsorge bei berufsüblicher Arbeitslosigkeit) um weitere 176 000, oder 8,6 Prozent zugenommen. Die Steigerung ist also g er in - ger als in den tior auf gegangen en Wochen. Insgesamt gab es Ende Januar in der Arbeitslosen- versicherun z rund 2 222 000 Unterstützte. Hierbei ist zu be...ecken, daß in einer Neihe von Bezirken die Zahl der Unterstützungsempfänger in der Sonderfürsorge bei bemssüblicher Arbeitslosigkeit vorläufig nur geschäht werden konnte.
Auch die Hauptunterstühungsempfänger in der Krisenunter st ützung haben weniger zugenommen, als bisher. Ihre Zahl betrug Ende Januar rund 145 000 Personen, gegen 138 000 in der Mitte de« gleichen Monats.
Kün-iqung -es Lohnabkommens in -er Frankfurter Metallindustrie.
WSA. F r a n k f u r t a. W.. 16. Febr. Der Ber- band der Metallindustriellen für Hessen und Hessen-Nassau hat an die hiesigen Metallarbeiterverbände ein Schreiben gerichtet, in dem er das am 1. April 1928 in Wirkung getretene Lohn- und Akkordabkommen zum Wlauf der zweiten Woche nach der letzten Lohnwoche im März 1929 kündigt. Als ®runö der Kündigung wird angegeben, bas bestehende Lohnabkommen möglichst langfristig vereinbarungsgemäß zu verlängern, um für diese Zeit wenigstens eine stetige Äaltu- lationsbasis und sichere Arbeitsweise auf Grund der gleichbleibenden Löhne auch der Metallindustrie zu gewährleisten. Die Metall- industriellen haben weiter den Wunsch ausgesprochen, dah hinsichtlich der Akkordregelung die Wiederherstellung des früheren Zustandes der Berechnung der Akkordbasenstaffelung nach den Altersklassen des Lohntarifs verwirllicht wird. Die 'Derhandlungen über die Vorschläge sollen am 28. Februar stattfinden.
Oie Regierung hat keine Beanstandungen in Wetzlar.
WSN. Wetzlar, 16. Febr. Die Koblenzer Negierung hat jetzt der Stadtverwaltung Wetzlar einen 40 Schreibmasthi- nenseiten umfassenden Bericht über die Prüfung der städtischen Frnanz- und Vermögenslage z^r A.-uherung em- gereicht. Die Prüfung erfo.gie bekanntlich, well erhebliche Llebcrfchreitungen bei gojeren stab tischen Projekten Beunruhigung in ore Bürgerschaft getragen hatten, so dah in einer öffentlichen Versammlung schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung erhaben wurden. Das Wesentlichste des Prüfungsberichts ist, dah er diese Vorwurfe nicht nur entkräftet, sondern außerdem feststellt, dah zu der Finanzgebarung der Stadt Wetzlar begründete Beanstandungen nicht zu machen sind. Zur Prüfung der Frage der Dauüberschreitungen erllärte sich die Nevisionskommission nicht kompetent: dies wird wohl noch den Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Dauamt und Stadtverordneten bilden. Cs wird festaeitellt, dah eine erhebliche Schuldenlast von der Stadt ausgenommen wurde, jedoch mit Zustimmung der Stadtverordneten und des Bezirksausschusses. Abgesehen von in einer großen Verwaltung stets vorkommenden formalen Beanstandungen und der Feststellung, daß in den letzten Jahren zuviel Gelder für unproduktive Zwecke festgelegt worden sind, entspricht das Prüfungscrgebnis keiner der sensationellen Vermutungen, wie sie zuerst gehegt wurden. Die Stadtverwaltung ist zur schriftlichen Aeuherung zu diesem Bericht aufgefori>ert worden. ____________________
Die von einem Konsortium unter Führung der Deutschen Bank. FUiale Frankfurt a.M. zur Zeichnung aufgelegte 8prozentige Anleihe des D o l k s st a a t e » C " * “ ' m*1 * x,c
Millionen Mark ist , .
Kandels, und «Sewerbebaul Gieße«.
In der am Freitag stattgehabten Bilanzsitzung der Handels- und Gewerbebank, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, wurde beschlossen, der auf Freitag, 8. März einzuberufenden Generalversammlung der Bank die Verteilung einer Dividende von wiederum zehn Prozent vorzu- schlagen. Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäfts- jahres wird als befriedigend bezeichnet.
Lleberzeichnung
-er neuen hessischen Anleihe.
genüber den Schlußkursen vom Samstag gingen die Verluste durchschnittlich bis zu 3v.H. Stärker unter Kursdruck standen vor ollem Soenfka mit minus 7 Mark. Auch Deutsche Linoleum waren mit minus 4,5 v.H. und am Elektromarkt Siemens mit minus 3,5 o.H., Schuckert mit minus 3v.H. und Chads mit minus 4 Mark stärker angeboten. Am Kalimarkt verstimmte eine Meldung, in der die Kaliabsatzsteigerung für Februar dementiert wurde, und Westeregeln eröffneten bei größerem Angebot 4,5 d. H. niedriger. Autowerte uneinheitlich. Adlerwerle gut behauptet, Daimler etwas schwächer. Schiffahrtswerte bis etwa 2v.H. nachgebend. I.-G.-Farben waren vernachlässigt, eine Notiz kam erst spät zu- stände, doch blieb der Verlust mit minus 1.25v.H. verhältnismäßig klein. Am Montanmarkt gingen die Verluste kaum über 0L v. H. hinaus. Nur Mannesmann lagen 1,5 v. H. schwächer. Banken ohne nennenswerte Umsätze. Renten still. Don Ausländem. Zolltürken etwas gefragt. Auch nach den ersten Kursen konnte sich keine Geschäftsbelebung durchsetzen, die Kurse blieben jedoch bei weiter bestehender Unsicherheit gut behauptet. Einiges Inter- esse machte sich für Kohlenwerte bemerkbar. Rhei- nische Braunkohlen mit 2 v. H., Harpener 1,25 v.H., und auch Schuckert 0,75 v.H. gebessert. Der Satz für Tagesgeld erfuhr mit 5 v. H. eine weitere Anspannung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2150, gegen Pfund 20 451, London gegen Kabel 4,8530, gegen Paris 124,28, gegen Mailand 92,79, gegen Madrid 31,00, gegen Holland 12,1170.
Frankfurter Getreiv-ttörse.
Frankfurt a. M.. 18. Febr. Der Produkten- markt verkehrte heute in äußerst ruhiger und fast geschäftsloser Haltung: die allgemeine Tendenz ist als stetig zu nennen. Die Prnfe erfuhren im allgemeinen keine Veränderung, nur von Futtermitteln war Mais angeöoten und 0,25 QKarf niedriger. Auch baß Mehlgeschäft ist etwas vernachlässigt und Roggenmehl verlor ebenfalls 0,25 Mark. Es wurden notiert: Weizen 24 bis 24,25; Roggen 23,75; Sommergerste für Drau- zwecke 24,50; inL Hafer 2425 bis 21,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 24; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 34 bis 34,75: Roggenmehl 31 bis 31,75; Weizenklcie 14,25; Roigenkltte 15; Erbsen 35 bis 55; Linsen 65 bis 110; Heu 13,25 bis 13,75; Weizen- und Roggenstroh, dcahtge- preßt. 4,50 bis 5; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt,, 4 bis 4,53; Treber, getrocknet, 22 bis 23 Mark. Tendenz: stetig.
frankfurter Schlachtv'rchmarkt.
Frankfurt a. M., 18. Febr. Auftrieb: 1440 Rinder; darunter 342 Ochsen, 70 Dullen, 610 Kühe, 390 Färsen; 463 Kälber. 149 Schafe, 3967 Schweine. Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 53—56, 2. ältere 49—52, 44—43. Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 49—52; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 46—48. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 41—46; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 36—40; fleischige 32 bis 35; gering genährte 25—31. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollflcischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 53—57; vollflcischige 48—52; fleischige 43—47. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 71—75; mittlere Mast- und Saugkälber 66—70; geringe Kälber 60—65. Schweine' vollsleischige Schweine von zirka 240—300 Pfd. Lebendgewicht 78—80; von zirka 200—240 Pfd. Lebendgewicht 78—80; von zirka 160—200 Pfd. Lebendgewicht 78—80; fleischige Schweine von zirka 120—160 Pfd. Lebendgewicht 75—77. Marktverlauf: Schweine rege, Rinder, Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft.
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e Frankfurter Genossenschaftsbank e. G. m. b. H. Auf 2 Millionen Mark werden wieder 10 v. H. Dividende vorgeschlagen.
• Frankfurter Hypothekenbank. Wie WTD.-Handelsdienst erfährt, fand am 16. Febr. die Bilanzsitzung der Frankfurter Hypothekenbank statt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 1928 gestattet es. der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende von 9 auf 10 Prozent Vorschlägen. Hierbei ist neben den sonstigen Rückstellungen eine Erhöhung de« gesetzlichen und außerordentlichen Reservefonds auf 5,5 Millionen Mark, gleich 55 Prozent be« Stammkapitals, vorgesehen. Der Pensionsanstalt der Dank sollen wiederum 100 000 Ulf. überwiesen werden. Die Generalversammlung wird wahrscheinlich am 20. März stattfinden.
frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 18.Febr. Tendenz: schwä- cher. — Die (Einberufung einer Sondersitzung der Neuyorker FederalReserve-Bank, in deren Zusammenhang wieder Befürchtungen einer Diskonterhöhung in Börsenkreisen auftauchten, die Baisse an der Neuyorker Börse vom Samstag, sowie das weitere Ansteigen der Arbeitslosigkeit, jedoch in einem beträchtlich verlangsamten Tempo, mahnten zum Wochendeginn allgemein zur Zu- rückhaltung und Vorsicht; das Geschäft war äußerst gering. Bei der ersten Notiz kamen nur wenige Papiere zur Notierung. Auch die immer noch bestehende Reserviertheit des Publikums und die sehr spärlich cintrcffenben Orders von Auslandseite übten einen starken Druck aus. Die Spekulation war daher sehr interestelos, und d'.e Tendenz neigte im allgemeinen zur Schwäche. Ge
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Turnen, Spott und Spiel. IniemaiionalesGchwimmfest in Berlin.
Da« Internationale Schwimmsest in D e r l i n brachte am Samstag der deutschen Weltmeiste r-W a s s e r b al l ma nasch a f t einen überlegenen 11 : 4 - Sieg über England. Tas Städte-W-s e.ba l Piel Der- l i n - P a r i s endete unentschieden 4 : 4. nachdem Varis bei Halbzeit mit 2 : i geführt hatte. Poseidon Leipzig siegte in der 3 mal 1 0 0 - Me - ter-Freistill staffel überraschend gegen Hellas Magdeburg, Eckstein, Poseidon Leipzig, wurde erster im 200-Meter-Freistilschwimmen vor Schrader- Hildesheim. Ter Kölner D e r i ch s versagte gänzlich und muhte sich mit dem vorletzten Platz begnügen. A.S.B. Breslau holte sich die 10 mal 100-Meter-Druststafsel gegen Hellas Magdeburg.
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Schweizer Noten.......
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Tschechoilowalische Noten . . Ungattsche Noten . . .
Wirtschaft.
Der Geldmarll Im Zeichen der Stagnation.
Die Derichtswvche hat am Geldmarkt, wenn man von der infolge des Medio eingetretenen Versteifung, die auch zum Teil auf den Stichtag für die Vermögenssteuerzahlungen zurückzufuhren ist. absieht, nur sehr geringe Der- Änderungen gebracht. Tie Sähe für Tagesgeld sind erneut auf 4 bis 6 Prozent zurückgegangen, während Monatsgeld, das mit etwa 7 bis 8 Prozent angeboten war. umsatzlos blieb. Auch am Markte für Privatdiskonten, desgleichen im Warenwechselgeschäft, trat die Materiallnappheit offen zutage, so dah fast Umsatzlosigkeit herrschte. Eine der bevorstehendsten Erscheinungen war die Tatsache, die man seit der groben Geldflüssigkeit von 1926 nicht mehr beobachtet hatte, daß sich Mark und Dollar zins- mäßig gleichgestellt haben, und dah als Folge davon Dreimonatsmark erstmalig billiger war als Dreimonc-tsdollar. Es zeigt sich also, dah die sinkende Unternehmungslust in unserem Wirtschaftsleben bzw. die im Vergleich zu den Vorjahren sehr geringe wirtschaftliche Tätigkeit sehr weit fortgeschritten ist, und so zu der auherordenllichen Geldabundanz beigetragen hat. Hierzu kommt, dah sich die Diskonterhöhung der Dank von England, wenn man von den erhöhten Forderungen für Leihdevisen und im besonderen für englische Pfunde absieht. . auf den deutschen Geldmarkt bisher jedenfalls ohne wesentliche Wirkung geblieben ist. Selbst die Kündigung ausländischer Kredite oder die Hinterlassung von Prolongationen von Aus- landsgeldem in Anbetracht der verlangten höheren Zinssätze ist bei den geringen Ansprüchen, die die Wirtschaft im Augenblick an den Geldmarkt stellt, nur von geringer Bedeutung. Anderseits sind langfristige Auslandsgelder im Zusammenhang mit den Transaktionen der De- richtswoche (10 Millionen Dollar-Anleihe der Harpener Bergbau Ql.»©., Verkauf der Sachschadengesellschaften des Iduna-Konzerns u. a. -m.) zu erwarten. Es ist daher kein Wunder, dah auch die Danken selbst die fortdauernd zurückgehenden Ansprüche der Wirtschaft als den besonderen Grund für die herrschende Geldfülle ansehen.
Was die Lage auf den ausländischen Geldmärkten anbelangt, so ist nach der Diskonterhöhung der Dan! von England auch in anderen europäischen Ländern, vornehmlich in der Schweiz und in Holland, die für uns als Geldmärkte besonders in Detracht kommen, mit Diskonterhöhungen zu rechnen. Außerdem steht es noch nicht fest, cb die Dank von England mit ihrer Diskonterhöhung, die, sich ausschließlich gegen die amerikanischen Goldkäufe richtete, wirklich auskommt. Somit stellt sich die Lage auf den internationalen Geldmärkten noch ziemlich unübersichtlich, was natürlich auch für den deutschen Geldmarkt zu beachten bleibt
Banknoten.
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