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Vsgriff der Demokratie ständige älmbildung er­fuhr. Das; im Zuge dieser Bewegung nicht nur die Standes- und Rassegrenzen abgebaut, son­dern schließlich auch die Schranken, die die beiden Geschlechter scheiden, radikal übersprungen wurden, ist durchaus verständlich, weil es dec Ausfluß einer Konsequenz ist, die die Gewalt einer naturgesetzlichen Entwick­lung angenommen hat. Es scheint mir bedeu­tungsvoll zu sein, daß der wichtigste internatio­nale Pakt, die Dölkerbundssahung, in Artikel 7 die feierliche Proklamation enthält:AlleAemker des Bundes oder seines Verwaltungsdienstes, einschließlich des Sekretariats, sind in gleicher Weise Männern wie Frauen zugänglich." Da­mit ist die Gleichberechtigung der Geschlechter an hervorragender Stelle als ein Kennzeichen un­serer Zeit verkündet. 3n einer solchen Zeit wird unser Blick auf die hl. Hildegard hingelenkt. Die Gnade Gottes hat nicht gewartet, bis der Fortschritt der natürlichen Kultur den Frauen die gleichen Möglichkeiten zu geistiger Arbeit wie den Männern bot. Die wahrhaft großen Seelen finden, wenn sie sich Gott überlassen, KU jeder Zeit ihren Weg. Kein Jahrhundert ist zu dunkel und zu arm für sie, als daß sie nicht in ihm erwachsen könnten, keines zu reich und glänzend, als daß sie von den anderen verdrängt und verdunkelt werden müßten.

3m weiteren Verlauf seiner Rede feierte Dr. Seipel die . hl. Hildegard als Seherin, Be­raterin, Raturbelrachterrn und Menschenkenne­rin und schloß mit dem Wunsche, daß Gott zu jeder Zeit der Menschheit die Seher und Be­rater, die Ratur- und Menschenkundigen, die Aerzte und die Führer geben möchte, die sie braucht.

Wirtschaft.

Oie Wirtschaftslage im August.

Den Mitteilungen der Frankfurter 3n- dustrie - und Handelskammer entnehmen wir folgendes über die Wirtschaftslage im August: 3n der Automobil- und F a h r r a d i n d u st r i e hat der Geschäftsgang eine Abschwächung erfahren, so daß Betriebs­einschränkungen sich als notwendig erwiesen. 3n der elektrotechnischen 3ndustrie ist gegen den Vormonat keine Veränderung einge­treten: eine Belebung des Geschäftes machte sich bis jetzt nicht bemerkbar. 3n der Sabri- tation landwirtschaftlicher Ma­schinen stellte sich die erwartete Geschäfts­belebung nicht in dem erhofften Maße ein. 3n- folge des Saisongeschäftes steigerten sich zwar die LImsätze im 3nlandgeschäft, konnten jedoch das schlechte Frühjahrsgeschäft nicht ausgleichen. 3m Export war dagegen eine regere Geschäfts­tätigkeit zu verzeichnen. Da die Auslandnach- frooe ziemlich lebhaft blieb, steht auch für die nächsten Monate ein zufriedenstellender Umsatz zu erwarten. 3n der Scheideindustrie ist der Geschäftsgang erwartungsgemäß außer­ordentlich ruhig geblieben. 3n der Hanauer Schmuckwarenindustrie ist eine Be­lebung des Geschäftsganges im allgemeinen nicht .eingetretcn. Daß die Arbeiterschaft im allge­meinen noch gut beschäftigt werden konnte, ist zum Teil auf ein leidliches Auslandgeschäft und auf die Herstellung von Musterstücken für die Leipziger Herbstmesse zurückzuführen, von der eine Belebung des Geschäftsganges erhofft wird. Auch die einsetzende Reisetätigkeit und das be­vorstehende Weihnachtsgeschäft werden für die nächsten Monate von günstigem Einfluß sein. 3n der Schuhindustrie war der Auftrags-" eingang für den Hochsommer verhältnismäßig befriedigend. Der Ausverkauf hat in vielen Ge­genden recht gute Erfolge gebracht, so daß die Läger im Kleinhandel dadurch geräumt wurden. Die Beschäftigung war nicht ungünstig,' ver­stärkte Feierschichten erwiesen sich nur in Aus­nahmefällen als notwendig. Der Geschäfts­gang in der Gummiindustrie ist in An­betracht der abflauenden Saison etwas ruhiger geworden und den Verhältnissen entsprechend befriedigend. Gegenüber dem Vormonat hat sich die Lage auf dem Erz markt des Lahn-Dill-Gebiets nicht wesentlich ge­ändert. Zwar stieg die Förderung bei etwa gleich- bleibender Belegschaftszahl, doch hielt sich der Bahnversand in den gleichen Grenzen wie in den Vorwochen. \

* 9)21 o g mindestens Vorjahrsdivi- d e n d e (10 v. Sy\ Nachdem der Berliner Börsen­vorstand die Einführung der Aktien derT2iag" Miihlenbau und Industrie A.-G., Frankfurt a. 9)2., in "en Terminhandel genehmigt hat und nur noch die formelle Genehmigung des Reichsrats ausfteht, dürfte die Termineinführung zu Ultimo Oktober zu

ZorfchiiWinM für Herzkrankheiten in Aanheini.

Millionenftiftung eines amerikanischen Kurgastes.

WER. Bad-Rauheim, 16. Sept. 3n Gegenwart der Vertreter des hessischen Staates und der Stadt wurde am heutigen Montag von einer dankbaren amerikanischen Patien- tin Bad-Rauheim eine Stiftung in Höhe von 4,5 Millionen Mark gemacht. Davon sind zwei Millionen für einen S tipendien- f o n d s und 2,5 Millionen für ein 3 n ft i t u t zur Erforschung und Bekämpfung der Herzkrankheiten bestimmt. Die Sti­pendien werden verliehen zur Durchführung wissenschaftlicher Arbeiten und zur wissenschaft­lichen Weiterbildung. Das 3nftitut wird von einem Derwaltungsrat geleitet, dem Vertreter des Staates, der Vorsitzende der Landesversiche­rungsanstalt Hessen, Vertreter der benachbarten Gemeinden und der Aerzteschaft Bad-Rauheims angehören. Das 3nstitut wird vier Abteilungen enthalten, 1. eine Untersuchungsabteilung der

erwarten sein. Dem Vernehmen nach sind die bis­herigen Monate des Geschäftsjahres 1929 günstig verlaufen, so daß eine Dividende von mindestens Vorjahrshöhe (10 o. H.) erwartet werden dürfe.

* Zunehmender Kunstseide-Umsatz. Der mit Spannung erwartete Prospekt der Al- gemeene Kunstzijde Unie R. V. (Enka, Holland, und Glanzstoff, Deutschland) ist jetzt zur Veröf­fentlichung gelangt. Heber den Geschäftsgang be­richtet der Prospekt u. a., daß der Gesamtumsatz von Glanzstoff und Enka im ersten Halbjahr 1929 58,25 Millionen Mark betrug, gegenüber 53,50 Millionen Mark im ersten Halbjahr 1928. Das Geschäftsergebnis werde auch in Zukunft ins­besondere von der Entwicklung der Verhältnisse auf dem deutschen Markte abhängig sein. Die Bestrebungen, unter den auf dem deutschen Markt beteiligten Produzenten einen engen kommer­ziellen Zusammenschluß auf der Grundlage einer Kontingentierung zu erzielen, hätten Fortschritte gemacht. Die im Verlauf der 3 ah re 1928/29 schon eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen hätten zu einer Verminderung der Selbstkosten beigetragen, wenn auch nicht zu erwarten fei, daß der Preisrückgang durch diese Maßnahmen in diesem 3ahre ausgeglichen werden könne.

* Wiederinbetriebnahme der GrubePauline" bei Rassau. Die seit einigen Jahren stillgelegte GrubePauline" bei Rassau ist aus dem Besitz der Gewerkschaft Historia" in Köln an einen Pariser Großindu­striellen übergegangen. 3n kurzer Zeit soll der Betrieb wieder eröffnet werden, und zwar in Form einer Aktiengesellschaft. Dabei sollen 400 bis 500 Leute Beschäftigung finden, was für die schlechte Arbeitsmarktlage in der Gegend von Rassau eine fühlbare Erleichterung be­deuten würde.

Hindermarkt in Gießen

Zum heutigen Rindermarkt in Gießen waren 1219 Stück Großvieh und 227 Kälber aufgetrieben. Der Handel war schleppend, so daß Ueberftanb verblieb. Schlachtkühe waren infolge Ueberangebot schlecht verkäuflich, und man merkte auch heute wieder, daß die Märkte in der letzten Zeit stark unter dem Ein­fluß der trockenen Witterung stehen. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qualität 500 bis 600 Mark, 2. Qualität 400 bis 500 Mark, 3. Qualität 150 bis 250 Mark, Schlachtkühe 100 bis 350 Mark, Rinder (ein- bis zweijährig) 100 bis 250 Mark, Kälber, je Pfund Lebendgewicht 55 bis 60 Pf. Bessere Tiere brachten Preise über Notiz.

Rekordverlust der Glanzstoffwerte,

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 17. Sept. Tendenz ent­täuscht. 3m Anschluß an die festere Stimmung der gestrigen Abendbörse konnte sich zu Beginn der Börse eine weitere Befestigung durch­setzen. Ungünstige Momente lagen nicht vor, so daß sich eine zunehmende Unterneh­mungslust bemerkbar machte. Stärkeres 3n» teresse bestand bei anziehendem Kurs für 3.°G.° Farben. Auch die zum Schluß festere gestrige Reuyorker Börse wirkte günstig. Doch war man nach den ersten Kursen stark enttäuscht, als auf einmal Material in größerem Umfang in Glan zstvffaktien an den Markt kam. Eine hierdurch hervorgerufene Ver­stimmung, die durch die heutige Betrachtung des Unie-Prospektes hervorgerufen wurde, griff im-

Patienten, die von Trägern der Sozialversiche­rung nach Bad-Rauheim geschickt werden, 2. eine Abteilung für statistische Erhebungen über die Ursachen der Herzkrankheiten, 3. eine Abteilung für soziale Aufklärung über Ursachen und Be­kämpfung der Herzkrankheiten, 4. eine Abteilung für experimentale Pathologie und Therapie der Herzkrankheiten. Das 3nstitut wird der Dad- Rauheimer Aerzieschaft eine medizinische Büche­rei zur Verfügung stellen und allen Bad-Rau- heimer Aerzten die Möglichkeit für Forschungs­arbeiten geben. Ein Medizinmuseum wird eingerichtet. Die Bad-Rauheimer Aerzteschaft wird einen Sitzungssaal erhalten. Für den Bau sind 1,5 Millionen Mark ausgeworfen. Das monumentale Gebäude soll gegenüber vom Bade- Haus 8 errichtet werden. Mit dem Dau soll in kürzester Frist begonnen werden.

mer mehr um sich, und die allgemeine Tendenz wurde anscheinend hiervon ungünstig beeinflußt. Die Spekulation schritt zu Abgaben, teil­weise sogar zu Ang st Verkäufen, und es ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse man muß auch noch die höheren vorbörslichen Kurse berücksichtigen Abschwächungen bis zu 2 Proz. An einzelnen Marktgebieten war die Umsatztätigkeit, hervorgerufen durch die starke Bewegung, etwas lebhafter. Später trat jedoch wieder eine Beruhigung ein. Die Spekulation schritt zu einzelnen Rückkäufen, so daß das Kursniveau sich lieber etwas bessern konnte. Später trafen einige Orders für Spezial- werte ein, doch nahm das Geschäft fein wesent­liches Ausmaß mehr an. Rur Glanzstoff- Aktien blieben im Angebot und hatten heute wieder, einen Rekordverlust von 21 Pro­zent' aufzuweisen. 3eht war die Kursgestal­tung nicht mehr einheitlich, teilweise waren Besserungen zu verzeichnen. Auch 3.-G.-Farben traten etwas hervor, doch blieb ein Verlust, von 1 Prozent bestehen. Am Clektromarkt zogen Licht und Kraft und Gesfürel bis zu 1 Prozent an. Siemens dagegen lagen 2 Prozent schwächer. Don Montanaktien gaben Buderus, Gelsenkirchen und Mannesmann bis 1,25 Prozent nach. Gut behauptet etöhnelen Klöckner und Phönix. Stahl­verein gewannen 1 Proz.: dies war auf einen Auftrag von holländischer Seite für dieses Unter­nehmen zurückzuführen. Kaliwerte leicht erhöht. Die weitere Entlastung des Reichs­bankausweises wurde günstig beurteilt. Renten still, überwiegend etwas schwächer. 3m Verlaufe wurde das Geschäft sehr still, die Ten­denz war aber allgemein sehr zuversichtlich. Es trat einiges 3ntereffe für Spezialwerte zutage, das ein Anziehen der Kurse um 1 Prozent zur Folge hatte. Rur bei Glanzstoff hielt das An­gebot art, bei einem erneuten Rückgang von 5 Prozent. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 8 Prozent wieder etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1993, gegen Pfund 20,355, London gegen Kabel 4,8468, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92,68, gegen Madrid 32,85, gegen Holland 12,0913.

Heuer Kursrückgang in Kunstseide.

Berliner Börse

Berlin, 17. Sept. Die freundliche Stimmung, die an der gestrigen Abendbörse und im heutigen Vormittagsverkehr vorherrschte, mußte au Beginn des offiziellen Verkehrs erneuten Abschwä­chungen Platz machen. Es lagen zwar keine neuen ungünstigen Momente vor, die gestrige Neuyorker Börse hatte sogar nach schwankendem Verlauf einen festen Schluß aufzuweisen, auch zeigte das Ausland wieder kleines Kaufinteresse. Doch hinderte ein neuer Kursrückgang der Kunstseiden- aktien und führte zu einer allgemeinen Verstim­mung. Der enttäuschende Inhalt des Unie-Prospekts hatte schon zu den ersten Kursen stärkeres Angebot hervorgerufen, so daß an der Maklerschranke für Glanzstoff das gefürchtete Minus-Minus-Zeichen er­schien. Auch an den übrigen Märkten überwog daraufhin die Abgabeneigung. Die Kursbesserungen des Freiverkehrs gingen verloren, und selbst gegen die Mittagskurse von gestern überwogen zirka 1-v. H.-Abschwächungen. Nennenswert schwach er­öffneten außer Glanzstoff (minus 19 v. H), auch Bemberg (minus 9 v. fj.) BMW. mit minus 2 v. fj. und Soenska minus 3 Mark. Auch Polyphon büßten

3 v. 5). ein, während Siemens plus 1 v. H., Reichs» bank plus 1,75 o. S). und von Nebenwerten Basalt­aktien plus 2 v. $). relativ fest eröffneten. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer weiter etwas fester. Pfandbriefmarkt gut gehalten. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld mit 7 bis 9,5 v. H. eher etwas leichter. Monatsgeld 9 bis 10,5 v. H., Waren­wechsel 7,60 v. H. und darüber. Der Verlauf war uneinheitlich. Bemberg, die anfänglich besser gehalten waren als Glanzstoff, glichen dies durch einen neuen 7=o. H.-Verlust aus, BMW. gaben um weitere 1,5 p. 5). -iach und Reichsbank gaben einen Teil ihres anfänglichen Gewinnes wieder her. Lebhafter und fester ging es dagegen am Montanmarkt zu. Auch Salzdetfurth zogen etwas an. Am Siemens-Markt wollte man einige Auslandkäufe beobachten. Der zur Veröffentlichung gekommene Reichsbankausweis per Medio dieses 9J2onats wurde kaum beachtet, ob­wohl die Entlastung in Höhe von 258 Millionen für Wechsel, Lombards usw., die Abnahme der Noten um 192 Millionen und die Besserung der Deckungen auf 49,5 bzw. 56,9 v. H. als nicht schlecht anzusprechen sind. Später konnte man wieder Angebot in Glanz st off-Aktien beob­achten, der Kurs war bis auf fast 300 v. H. gedrückt, und auch an den übrigen Märkten wurde das An­fangsniveau meist um 0,5 bis 1 v. H. unterschritten. Erwäbnenswert ist das anhaltende Interesse für Farbenbezüge, die mit 5 v. H. gesucht blieben.

Oberheffen.

Landkreis Gietzerr.

£ Wiefeck, 16. Sept. 3n der letzten nicht­öffentlichen Sitzung befaßte sich der Gemeinde- r a t mit der Festsetzung der Steuersätze für den Umlagen bedarf 1929/30 in Höhe von rund 53 000 Mark. Rach dem Vorschlag des Kreisamts Gießen soll der Hmlagenbedarf wie folgt gedeckt werden: 1. Sondersteuer für Ge­bäude 39,93 Pf. des staatlichen Sondersteuersolls, 2. für Bauplätze 28 Pf., 3. land- und forstwirt­schaftlich genutztes Gelände 69 Pf., 4. für ge­werbliches Anlage- und Betriebskapital 92 Ps. für je 100 Mark Steuerwert, 5. vom Gewerbe­ertrag 270 Pf. vom Gewerbeert^agssoll. Der Vorschlag des Kreisamts fand Annahme. Ferner befaßte sich der Gemeinderat mit dem Dau der 12 Wohnungen, die in diesem Herbst noch begonnen werden sollen. Da die Finanzierung noch auf Schwierigkeiten stößt, weil auf den staatlichen Zuschuß für 1929 nicht mehr zu rechnen ist, soll festgestellt werden, ob 1930 mit diesem Zuschuß bestimmt gerechnet werden kann. Sollte dies der Fall sein, so werden die Wohnungen noch vor Winter im Rohbau fertiggestellt. Der Fe st platz am Ried, der schon öfters Gegen­stand der Deratung war, gibt Karl Seibert Veranlassung, ein Angebot zur Fertigstellung einzuteichen. Da nun noch zu gleicher Zeit ein Sport - und Dadeplah geschaffen wer­den soll, beschloß der Gemeinderat, den Fest- Platz zu besichtigen.

h. Ruttershausen, 16. Sept. Gestern abend stürzte der im Elektrizitätswerke in Gießen arbeitende Deamte Karl Schwarz von hier mit seinem Motorrade zwischen Rodheim und Krofdorf. Er trug äußere Ver­letzungen an Kopf und Schulter davon, die aber hoffentlich nicht lebensgefährlich sein wer­den. Er wurde der Klinik zu Gießen übergeführt. Der Deisiher kam mit Hautabschürfungen und einem Rervenchok davon.

)( Großen-Linden, 17. Sept. Der Zweit­älteste Mann Großen-Lindens, Landwirt Phi­lipp Peppler IV., vollendet heute sein 85. Lebensjahr.

Kreis Schotten.

c. Schotte n, 16. Sept. Die so lange anhal­tende Trockenheit hat in den Gärten und im Feld erheblichen Schaden angerichtet. Das Obst fällt vielfach ab, Gemüse ist verdorrt, ebenso viele Pflanzen, Sträucher und Däume. Die Wasserleitung hat bisher noch nicht versagt. Da im vergangenen Herbst die städtischen Quellen zum großen Teil neu gefaßt und neue Quellen zugeleitet wurden, ist der Zulauf noch gut. Die eben herrschende trockene Witterung ist von der Stadt dazu benutzt worden, um einige Strecken der Stadtbach in (Beton zu legen, ein besserer reinlicherer Wasserablauf ist damit erreicht.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

XX Kinzenbach, 16.Sept. In der vorigen Woche wurden auf dem hiesigen Bahnhof die e r st e n Zwetschen im Waggon verladen. Unsere Landwirte verkaufen mit Vorliebe an einen bewähr­ten Händler der Kölner Gegend, der schon seit Jahr-

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lornbardzinsfuß 8,5 Prozent.

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Berlin

Frankfurt a M.

Berlin

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f>% $t. 8(eld)8ameil> i'.»27 .

Tt. Vlnl.-'2lblö|.-Sd|uio mit Au» lo|.«8<ed)tcit.......

Teeal. ofjnc Auslol. Rechte . .

7% firmili Hup Bl Qlolbpf. un lüitobar bis 1932......

Ci% Rheinische Hyp-Bank Clqu Gvldpj............

i'l.ti.Ql. abß. Borkriegs-Obllgation. rüchoblbar 1932

4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. .

4% Lesterteichische Goldtle.. . 4/20% Ccftcrr. (silberne. . . .

4% Ceflerreid). einljclU. Rte .

4% Uitßariidte Wolbrte......

4% Ungarische Gtaatör. v 1910 4y,% Dcigl. von 1913 ....

4% Unnoriidje flrmienrte.. . .

4% Turk. tzoiianlelhe v. 1911 .

4% Isttliichs Bagdadbahn-Anl.

(Serie 1.........

4% beeßl. Serie H......

t% Rumänen tonocti. Rle. . . . I y,% Rumänen Äoldanl. von 1913

Allg Deuilche tiliciibahn . . 4Yi Hamburg-Amerika Palet ... 7 pamb.-Süvam. Dampssch. . 8 Paula Daiuvsschiss.....10

Rvrddeutschet Lloyd.....8

ililfl. Scutidje ISrebltanft . . 10 Barnier Baulverein .... 10 Berliner Handelsgesellsch. . . 12 Cent merz- und Prlvat-Bank . 11 Tarmft. u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank......W

Tislonio-Gefellfchaft Aut.. . 10 Dresdner Banl......1C

..................12

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vi.(5.0............c

Bergmann..... 0

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Licht und Straft......1°

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Hamb. Eletlr. Werls .... 10

Rhein. (Slektr.........«

Schief. (Llellr........1°

Schlickert..... 11

Siemens 6 Halske ..... 16

Trausradiv . . ....... 8

Lahmeyer 4 do.......10

Buderus..........6

Deutfche ErdSl.......6

(illencr Steinkohle......8

Geilenkirchener ....... 8

Hatpenet....... . . - O

Hoefch Eifen........6V,

Ille Bergbau ....... 10 filddnerroerte..... -

KSIn-Neuesfeu........7

Mannesmann....... . 7

Mansfeider.........7

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Cberfdilel. ftoleroerte.....7

Phönix Bergbau......654

Rheinische Braunkohlen... 10

Rhoinktahi.........6

Siiebed Montan......7,V

Bereinigte Stahlw .....

C-taDt Minen..... 16'/,

Roll AlcherSleben.....n

Halt Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

G. ffatben-Industtte . . . 12

Dynamit Rodel.......6

Scheideanstalt......9 ................ 6

RütgetSwerke ......6

Metallgefellichaft. ..... . 8

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138

06,5

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167

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145

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115

113,25 137,5

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265

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12,5

150

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79

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193,25

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72,25

140

115

112

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193,5 223,5

171 204,75

138 207,25 143,25

146,5 187,65

223 382,25

166

72 113,13

141

141

145

130 213,75

115 125,75

113

138

80 103,25 105,65 264,75 121,75 129,25

114

70,25 236,75

241,5 -94,5

'11,5 100,5

72,25

79 122,75

193

204

138,25

206

142,4 145,25 187,25 222,75 383,25

164,25

71,75 112,75 139,25

140,5

144,25 129

114,5

126

112,75 137,5

102,25 106 265

122,25

114,5 70,5

393

211,75

72

78,5

Hraukfurt a ... Berlin

Berlin, 16. September Geld Brief

'-chlub-l i-Ubr Schlich- Anfang-

Kurs I Kur- Kurs Kur

Französische Noten - 16,415 16,475

Holländische Noten ...... 167,86 168,54

Italienische Noten...... 22,03 22,11

Norwegische Noten ..... 111,40 111,84

Dalum 16.9. 1 17.9. 16.9. 17.9.

Pyiupo ............... 100 100,75 100

Heidelberger dement .... 10 126 126

(iement Karlstadt.....1° jgz

Waytz L Freitag.......8 99 zg 99,5

Schulthei» Patzenhofer ... 15 - 228 287,5

Ostwerke......... 12 - 223,5 223,5

Bet. Glanzstoff...... 18 326 305 326 307

Bemberg.......- 249 240

ycllftofr Waldhof . . . . 13y, - - 236,25 235,5

^ueuno) vejr Rumänische Schwedische Schwei,er Spanische N Tschechoflow

Ungarische 9

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rrr-.aiuu «tonen Noten......

Noten......

oten .......

33,Ul 03,23

2,481 2,501

112,10 112,54

80,60 80.92

akilche Noten . . oten - . -

enmartt Berlin-I

legraphijche 21 u

'2,395 12,455

73,03 73,33

rankfurt a. M.

sza hlung.

Charlottenburger Wasser ... 8 104,13

Tefiauer Ga»........9 188,4

Daimler Motoren......< 46,75 45,13

Deutlche Mafchinen-FabrU . . 1 53

Adlerwerle Stiebet......0 40 41

Ludw. Loewe.......10 201 201,5

Rat. Automobil ....... f -2,75 22,5

Otenstein L Koppel..... 6 84 84

Leonhard Dien ...... 10 197 197,5

Bamag-Meguin.......0

^ranlf. Maschinen...... 4 52 --- 53,75

Gritznet...... . . . 6 58 58

Heyligenstaedt .......1 9

IuughanS..........6 57

-Dlalntrafttoerte ....... 8

Mag...........io * - 122 124

Rekurs ulmer ....... «8

PeterS Union ........ 8

Gebt. Roeder.......1* 109,5 -

Boigi & Haeffne,......0 222 222

Südd. Zucker....... 10 158.25 >57

Banknoten

16. September

17. September

Amtliche Notierung

Geld l Brick

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amst.-Rokt- Buen.-Aires Brss.-AnNv Christiania. Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. . . Weunort . Paris. . .

Schweiz .

Spanien. Japan . . Rio de Jan Wien in D. Oeft. abgeft Prag . . . Belgrad . Budapest. Bulgarien Lissabon Danzig - - Konstantin. Athen. .

Eanada Uruguay - Cairo -

168,20 1,759 58,31

111,71 111,75

112,38 10,543

21,94 20,342

4,197 16.415 80,865

61,88 1,984

0,4965

>9,065 12,42 7,378 73,21 3,037 18,76 81,30

2,012 5,425 4,168 4,096

20,866

168,54 1,763

58,43 111,93 111,97 112,60 10,563

21,98 20,382

4,20r 16,455 81,025

62,00 1,988 0,498'

59,185

12,44 7,392 73,35

3,043 18,80

81,46 2,016 5,435 4,176

4,104

20,906

168,18 1,757

58,28 111,69 111,71

112,34 10,541 21,945

20,334 4,196 16,42 80,85 61,86 1,983

0,4965

59,035 12,418

7,380 73,19 3,035 18,76 81,31

2,010

5,42 4,166 4,066 20,86

168,52 1,761 58,40

111,91 111,93 112,56 10,561

21,985 20,374

4,202 16,46 81,01

61,98 1,987 0,4985

59,155 12,438

7,394 73,39 3,038 18,80

81,47 2,014

5,43 4,174 4,074 20,90

Berlin. 16-September

Geld

Brief

Amerikanische Roten.....

Belgische Noten........

Dänische Noten ......

Englische Noten........

4,177

58,15

111,45

20,32

4,197

58,39

111,89

20,40