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Dutter 210 Pfennig das Pfund, Matte 30 35, Wirsing 20 bis 25, Weihkraut 15 bis Rotkraut 20 bis 25, Gelbe Rüben 10 bis Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 20 bis Römischkohl 10 bis 15, Dohnen (grüne) 25 30, Dohnen (gelbe) 25 bis 30, Feldsalat bis 150, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10

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iobert Tecilhat gsausfdjuffes her ), einen Snt> cht, auf den hin jauptpunttcn des ungnehmen en von verschiede' sucht motten war, mlungsausschusses eine kritische kr< des vorbereitenden onserenz vom Der­en die Einhe­iten Reserven irials oussprochen, re. Rach dem jetzt )ll der Abrüstung-' mlung, in dem im schuß sämtliche Böl- ju folgenden vier

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Gießener Wochenmarktpreise.

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bet Itupptnein- , ober bet ilusbil- beiden Methoden: als entweder direkt hlung oder inbirell Bubgets ober burch den: ationalen Auloriläl nidjlerffatlung über irüstungskonvenlloi.

Schwerer Vorfbrand Infolge vlihschlags.

3n dem bei Hildburghausen gelegenen Ort Kößlitz schlug der Dlih in eine Scheune. Da durch den Dlih die Fernsprechlei tungen z e r st ö r t wurden, wurde die Heranziehung der auswärtigen Feuerwehren verzögert. Auch herrschte Wassermangel. 3n kurzer Zeit sind fünf Wohnhäuser, mehrere Scheunen und Wirtschaftsgebäude mit dem gesamten 3nhalt eingeäschert worden. '

Auf dem Weg jum Standesamt verunglückt.

Am Sonntag stieß ein mit sechs Personen besetzter schwerer Tourenwagen aus Berlin in Drauchitschdorf (Riederschlesien) mit einem leich­teren Automobil zusammen, das ein Braut­paar mit den Trauzeugen zum Stan­desamt bringen wollte. Der Zusammen­prall war so heftig, dah der kleinere Wagen umgestürzt und die 3nsassen schwer verletzt wurden. Sowohl das Brautpaar wie auch die Zeugen muhten in das Lübener Krankenhaus gebracht werden. Die D r a u t ist in der Rächt zum Montag ihren Verletzungen erle­gen. Auch eine 3nsassin des Derliner Autos wurde bei dem Zusammenstoh erheblich verletzt.

Lin hoher Pariser Polizeibeamler ermordet.

Der Leiter des Kriminalistischen Erkennungs­dienstes, Dahle, ist im Pariser 3ustizpalast auf der zu seinem Dureau führenden Treppe durch drei Revolverschüsse getötet worden. Der Täter wurde auf der Strahe von Polizei­beamten. die die Detonation gehört hatten, nach kurzer Verfolgung festgenommen. Es handelt sich um einen 43jährigen Handelsvertreter, der die Tat als Racheakt wegen eines von Dahle gegen ihn erstatteten Gutachtens verübt haben will. Der Ermordete, der in allen grohen Schwurgerichtsprozessen eine Rolle spielte, galt als Autorität auf dem Gebiete der Anthro­pometrie sowie der Feststellung der Echtheit von Kunstwerken und Altertümern.

storben: 1786: der Dichter Justinus Kerner in Ludwigshafen geboren; 1806: der Schriftsteller Heinrich Laube in Sprottau geboren; 1819: französische Physiker L6on Foucault in Paris

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Wettervoraussage.

Unter dem Einfluß hohen Druckes herrscht in ganz Deutschland heiteres Wetter. Die Temperaturgegen­sätze zwischen Tag und Nacht haben sich dabei ver­schärft, und namentlich im östlichen Deutschland liegen die heutigen Morgentemperaturen unter 10 Grad. Der hohe Druck wandert ostwärts ab, aber trotzdem werden die aus ihm ausfließenden kontinentalen Luftmassen ihren Einfluß noch geltend machen. Je­doch lagert über Frankreich eine flache Störung. Sehr wahrscheinlich wird dadurch Bewölkung auf- treten, wobei gleichzeitig wieder ein Ausgleich der Temperaturen stattfindet.

Wettervoraussage für Mittwoch: Stellenweise Frühnebel, zunächst tagsüber noch heiter, dann aufkommende Bewölkung, trocken.

Wettervoraussage für Donnerstag: Uebergang zu wolkigem Wetter mit zwischen Tag und Nacht mehr ausgeglichenen Temperaturen.

Lufttemperaturen am 16. September: mittags 22,6 Grad Celsius; abends 17,9 Grad; am 17. September: morgens 14,3 Grad. Maximum 22,6 Grad, Minimum 12,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. September: abends 20,8 Grad; am 17. Septem­ber: morgens 16 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 2% Stunden.

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Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: ....... ' bis

1 Pfund 55 Pfennig

Daher nur,,Seeligs kandierten Kornkaffee" das gesunde deutsche Familiengetränk

20, Meerrettich 70 bis 150, Kürbis 5 bis 8, Pilze 40 bis 45, Kartoffeln 5, Falläpfel 4 bis 5, Aepfel 10 bis 20, Dirnen 10 bis 20, Preisel­beeren 35 bis 40, Pfirsiche 45 bis 70, Brom­beeren 60 bis 65, Zwetschen 8 bis 12. Mira­bellen 15 bis 20, Reineclauden 15 bis 20 Pf. 3unge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pfennig das Pfund; Käse (zehn Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 70 bis 90 Pf. das Stück, Gier 15, Blumenkohl 30 bis 80, Salat

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In Rewburg (Reuhork) ereignete sich in einem Abzugskanal gegen Mittag mehrere Gasexplosionen, durch die die Vorder- front einiger Rachbarhäuser eingedrückt wurde. 3n vier Läden brachen Brände aus, die die Geschäftsräume in Trümmer legten. Fünf­zehn Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Vier Personen werden vermißt. Straßen wurden aufgerissen und ganze Gebäude in Trüm­mer gelegt. 50 Gebäude wurden beschädigt und viele Personen aus Läden auf die Strahe ge­schleudert. Der in dem Geschäftsviertel angerich- Ifcte Schaden wird auf eine halbe Million Dollar

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bei einer internationalen Motorbootregatta.

Lei der internationalen Motorbootregatta am Lido ist das amerikanische 2000-?8.-Motorrennboot Miß America VII" im Rennen gegen die bekannte Miß England" des Majors Segraeoe aus noch nicht aufgeklärten Gründen verunglückt. Das Boot schoß Iim einer Welle plötzlich etwa 6 Meter hoch i» bie Luft und fiel kieloben aufs Wasser, wobei cs schwer beschädigt wurde. Der Führer, der Ameri­kaner Philip Wood, und sein Mechaniker wurden ins Wasser geschleudert, aber von dem nachfolgenden Konkurrenten gerettet und ins Krankenhaus übergeführt. Das verunglückte Boot vermochte eine Geschwindigkeit von rund 150 Kilo- uieter in der Stunde zu erzielen.

Tirol protestiert.

Die Forderung nach Revision der Verträge.

Innsbruck, 16.Sept. (WB.) Die heutige Sitzung des Tiroler Landtags war bei einer feierlichen Kundgebung des Landes­hauptmanns zum zehnjährigen Bestehen des Vertrages von St. Germain gewidmet. Rach einer Zusammenfassung alles dessen, was vor zehn Jahren geschah und nach einer Verlesung des Protestes des verfassungsgebenden Tiroler Land­tags vom 23. September 1919 gegen die Verge­waltigung des Landes Tirol, führte der Lan­deshauptmann u. a. aus: Seither sind zehn Iahre verflossen, aber die brennende Wunde ist keineswegsvernarbt. Denn nicht nur, doh Tirol damals zerrissen wurde, die Be­fürchtungen, die wegen der nationalen und kul­turellen Zukunft unserer im abgetretenen Ge­biet lebenden Brüder und Schwestern gehegt wurden, haben leider einemehr als trau­rige Erfüllung gefunden. Wir erheben heute, zehn Iahre, nachdem diese furchtbare Katastrophe über unsere Heimat hereingebrochen ist, unsere Stimmen neuerdings mit Würde, aber auch mit aller Deutlichkeit, wie es jüngst Deutschland getan hat, als es wieder gegen die Kriegsschuldlüge und gegen die Bestimmun­gen des Friedensvertrags Einspruch erhob und wie Ungarn immer wieder sein Rein dem Vertrag von Trianon entgegengeschleudert hat. Für alle Ewigkeit kann der surchtbare Druck die­ser Friedensverträge nicht auf uns lasten. Maß­gebende Männer haben bereits zugegeben, daß ohne Lösung des Min derheitenpro- blemö und ohne klare Antwort auf die Abrüstungsfrage eine endgültige Li­quidierung des furchtbaren Weltkrieges und die Defriekxmg Europas lediglich ein Phantom ist. Wenn dem aber so ist, dann muh eine Re­vision der zur Zeit bestehenden Verhältnisse eintreten. Das unüberwindbare gute Recht ist

Der Entschließungsantrag unterstreicht die lleberzeugung, dah eine fortschreitende und allgemeine Herabsetzung der Rü­stungen in der ganzen Welt dringend ver­engt wird. 6t spricht ferner die Erwartung aus, daß der vorbereitende Ausschuß für die Ab­rüstungskonferenz seine Arbeiten zum frühe st möglichen Zeitpunkt abschließt und erklärt bann, daß bei der Aufstellung des Entwurfs für die Abrüstungskonvention in Erwägung gezogen cverden müsse, inwieweit die erwähnten vier tzauptgrundsähe angenommen wurdexv oder an­genommen werden sollten. Die Veröffentlichung des Entschliehungsantrages bildete den Haupt- Pgenstano'des Gesprächs in den Wandelgängen des Dölkerbundsekretariats. Obwohl damit die wichtigsten Punkte des Abrüstungsproblems er­teilt zur Diskussion gestellt werden, wird doch allgemein auf die vorsichtige Formulie­rung der vier Hauptpunkte hingewiesen, die bei Vervollständigung des Entwurfs der Abrüstungs- kvnvention noch berücksichtigt werden sollen. Heber den praktischen Erfolg der Wiederauf­nahme dieser Erörterungen gibt man sich auch auf englischer Seite keinen besonders grohen Erwartungen hin.

Aus aller Well.

Politische Augenzeugenberichle."

Die dem Reichsarchiv angegliederte histo- rische Reichskommission, die sich unter dem Vorsitz Friedrich Meineckes unter an­derem die Aufgabe gestellt hat, da sgeschicht- liche Werden der deutschen politi­schen Gegenwart zum Gegenstand wissen­schaftlicher Erkenntnis zu machen, hat eine be­merkenswerte Reuerung getroffen. Sie befragt !' durch eine historisch-wissenschaftlich geschulte Kraft Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens über ihre Mitwirkung an politischen (Ereignissen und fixiert die Resultate dieser Mit­teilungen, um auf diese Weise eine Sammlung politischer Augenzeugenberichte zu erhalten, die a[8 Mittel zur Feststellung der historischen Wahr­heit bjenen sollen.

Gasexplosionen in einer amerikanischen Stadt.

15 bis 20, Sakatgurken 10 bis 25, Einmach- Sitten 2 bis 4, Endivien 10 bis 20, Ober- ohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich

10 bis 20, Sellerie 10 bis 30 Pfennig das Stück; Kartoffeln 4 bis 4,50 Mark der Zentner.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Der König von Soho" undDer Maharadscha von Dvmelanien.". Asto- ria-Lichtspiele:Die Frau die nicht nein sagen kann" undDer Turfkönig".

Berliner Börse.

Berlin. 17. Sept. (WTB. Funkspruch.) Nach­dem es gestern abend in Frankfurt trotz des ruhigen Geschäftes gut behauptet war, hofft man auch für heute auf eine bessere Stimmung, da in der Zwi­schenzeit nichts Ungünstiges vorgefallen ist. Die gestrige Neuyorker Börse schloß sogar nach schwan­kendem Verlauf ziemlich fest. An Kursen nennt man vorläufig nur Farben mit 212 Geld. Am De­visenmarkt hörte man London gegen Paris 123,90, London gegen Mailand 92,69. London gegen Spa­nien 32,86, London gegen Kabel 4,8466, London gegen Berlin 20,36, Kabel gegen Berlin 4,2010.

** Personalien. In den Ruhestand versetzt wurden der ordentliche Professor in der philosophi­schen Fakultät der Landesuniversität Geh. Hosrat Professor Dr. Karl Elbs auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1.Oktober 1929 an; der ordentliche Professor für organische Chemie an der Technischen Hochschule Darmstadt, Professor Dr. Hermann Fin­ger, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Okto­ber 1929 an.

** Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt­theaterbureau wird uns geschrieben: Als Nachfolge- rin für Frl. Alix K r a h m e r wurde für die kom­mende Winterfpielzeit Frl. Marianne Mewes vom Bremer Schauspielhaus für das Fach der ersten jugendlichen Salondame von Intendant Dr. P r a f ch verpflichtet.

** Rundflüge vom hiesigen Flughafen aus finden bis auf weiteres an jedem Tage statt. Man beachte die heutige Anzeige.

** Ausstellung des S t ä d t e - Achter- Preises. Vom Verein Rudersport Gießen 1913 und Akademische Ruderabteilung wird uns mitge- teilt: Der von den Städten Gießen und Wetzlar im Jqhre 1926 gestiftete Achter-Wanderpreis, der am Sonntag auf der Lahn ausgefahren und vom Verein Rudersport Gießen 1913 wieder gewonnen wurde, ist für einige Tage im Schaufenster der Firma C. O. Reuter ausgestellt.

* Abschiedsfeier für denalten Stei n. Der Vogelsberger Höhenklub (V. H. C.) hatte für Samstagnachmittag zu einer Ab- schiedsseier für den seitherigen Klubwirt Stein auf dem Hoherodskops eingeladen, und viele Freunde desAlten vom Berge" waren der Einladung gefolgt. Der erste Vorsitzende des Klubs, Dr. Bruchhäuser, Lllrichstein, wür­digte in seiner Ansprache die Verdienste des Klubwirts 3ohs. Stein, der vierzig 3ahre die Bewirtschaftung der Klubhäuser auf dem Hoherodskops gehabt und dabei nie die 3nter- essen des Vereins aus den Augen verlorenl habe. Dem Dank für das treue Ausharren auch in schwierigen Zeitverhältnissen auf dem Posten fügte der Vorsitzende die besten Wünsche an für den Scheidenden und seine Familie, der mit seinem Sohne in Breungeshain eine Gastwirtschaft betreiben wird. Reben verschiede­nen anderen Rednern widmete der Mundart- dichter Peter Fuchs, Offenbach a. M., dem alten Freunde Stein ein selbstverfaßtes Gedicht und überbrachte die Grüße des Offenbachef Zweigvereins, der immer gern auf dem Hohe- rodskops Einkehr gehalten hat. Als Rachfolger des Klubwirts Stein wurde der Gastwirt Wil­helm Bender, Besitzer des HausesHu­bertus" bei Schotten, gewählt, dem die zwei Klubhäuser sowie das neu erworbene3äger- heim" zu dem verhältnismäßig hohen Betrage von 2600 Mk. verpachtet worden sind. Der neue Pächter wird am 1. Oktober d. 3. seinen Einzug halten.

** Die Opel-Sonderschau, die von der hiesigen Opelvertretung P. 3 ä g e r am Sonntag und gestern in der Volkshalle veran­staltet wurde, fand auch am gestrigen Tage einen außerordentlich lebhaften Besuch, der das starke 3uteresse bekundete, das man in Stadt und Land dieser neuartigen Ausstellung ent­gegenbrachte. Ein Rundgang durch diese Kraft­fahrzeug-Schau war in der Tat außerordentlich fesselnd. Man konnte an den schnittigen Wagen mit ihrer gediegenen Ausstattung und anspre­chenden äußeren Herrichtung seine Freude haben. Daß die Fahrzeuge auch beim Publikum starken Anklang gefunden haben, geht aus der Tat­sache hervor, daß nach den angebrachten Der- kaufsschildern der Absatz der Ausstellerfirma sehr gut gewesen ist.

** Wildgänsezug. Die Tierpsychologische Beobachtungsstelle schreibt uns zu der Mitteilung über einen Wildgänsezug am Sonntag, 8. Septem­ber, daß am Dienstag, 3. September, nachmittags gegen 6 Uhr, an der Ostseite des Aulweges an der verlängerten Schubertftraße folgendes beobachtet wurde:Es kam von Osten ein kleiner Schwarm (ungefähr 5) von Wildgänsen, gleichzeitig von Nord­osten ein etwas größerer Schwarm von etwa zehn Stück, die sich alle vereinigten und in westnordwest­licher Richtung über den großen Neubau nahe der Lupusheilstätte weiterflogen. Die Vereinigung und die weitere Richtung des Fluges ist sehr bemerkens­wert. Mitteilung von weiteren Beobachtungen ist erwünscht.

** Die Frankfurter Herbstmesse, die vom 22. bis 25. September stattfindet, bringt drei Spezialmärkte für Möbel, Haushaltartikel und Spiel­waren. Diese Märkte weisen gegenüber dem bis­herigen Umfang im Rahmen der Frankfurter Messen eine sehr beachtliche Erweiterung auf. Man beachte die heutige Anzeige.

Aus Der Proviuzialhaupifiadi.

Gießen, den 17. September 1929.

Oie neue Gebührenordnung für die Arbeiten der Katastervermeffung.

Seither regelten sich die Gebühren für die Katastervermcssungsarbeiten nach der Gebühren­ordnung vom 12.3anuar 1926. Runmehr hat das hessische Finanzministerium eine neue Ge- bührenordnung vom 2 4. 3uli 19 29 erlassen. Das erste, was an dieser neuen Ge­bührenordnung in die Augen fällt, ist die Tat­sache, daß die Gebühren wiederum er - heblicherhöhtwordensind, teilweise so­gar bis zu 50 Prozent gegen seither! So be­tragen z. D. die Gebühren für jeden Hektar Ge­markungsfläche, wenn die Gemarkungsgrenze neu ausgenommen wird, jetzt 18 Mk., seither 12 Mk.! Wenn die Gemarkungsgrenze nicht neu ausgenom­men wird, jetzt 18 Mk., seither 11 Mk.! Die Ge­bühr für jedes Grundstück beträgt nach der neuen Gebührenorduung 1,30 Mk., seither 90 Pf.; für jede Hofreite 20 bis 30 Mk., seither 15 bis 23 Mk. Schon aus dieser kleinen Gegenüberstellung er­gibt sich, daß auch hiernach wieder eine erheblichfinanzielleMehr belast ung für die Gemeinden und dieeinzelnen Grundbesitzer eintreten wird.

.Für die rheinhessischen Gemeinden ist die neugeschaffene Bestimmung in § 1 der neuen Gebührenordnung von Bedeutung, wonach infolge der besonderen Schwierigkeiten imWein- berggelände die für jedes Hektar Gemar­kungsfläche und für jedes Grundstück oben an­gegebene Gebühr um 60 bis 110 Pro­zent zu erhöhen ist!

Bor Beginn einer Katastervermessung stellt das Landesvermesfungsamt auf Grund dieser Ge­bührenordnung eine Kostenberechnung auf und teilt sie dem Gemarkungsinhaber mit. Mangels anderer Bestimmungen ist die neue Gebühren­ordnung am 7. Tage nach Ablauf des Ausgabe­tages des Regierungsblattes, mithin am 16. Aug. 1929," in Kraft getreten. Die alte Gebührenord­nung vom 12. 3anuar 1926 hat nur noch Geltung für die im Betrieb befindlichen Arbeiten. Rück­wirkende Kraft besitzt also die neue Gebühren­ordnung nicht.

Die Sähe der neuen Gebührenordnung wer­den für diejenigen Katastervermessungsarbeiten angewandt, für die eine Kostenberechnung noch nicht aufgestellt ist.

Rach Angabe des Landesvermessungsamts sind die Sähe der neuen Gebührenordnung so fest­gesetzt worden, daß die halben Selbstkosten der Katastervermessungen der Staatskasse durch Ge­bühreneinnahme ersetzt werden.

Oie demokratische Liste für den oberhessischen provinzialiag.

Am Samstagnachmittag fand in Friedberg eine von etwa 100 Delegierten aus allen Teilen Oberhessens besuchte Provinzversammlung der Deutschen Demokratischen Partei statt. Die Tagung wurde vom Provinzialvorsitzen­den, Schulrat Fischer (Gießen), geleitet, der bei der Eröffnung den Landtagsabgeordneten Ober­amtsrichter Schreiber (Vilbel) als Landesvor­sitzenden der Demokratischen Partei und General­sekretär Dr. Kunze (Darmstadt) begrüßen konnte. Nach einem mit Beifall aufgenommenen Referat des Prooinzialausschußmitglieds, Kommerzienrat Langsdorf (Friedberg) über die Aufgaben der Provinzialverwaltung in den letzten vier Jahren wurde nach kurzer Beratung der Wahlvor- schlag für die bevorstehende Provinzial- t a g s w a h l aufgestellt. Die Liste weist 12 Namen aus allen Teilen Der Provinz auf. Die Spitzenkandi­daten sind: Kaufmann Hammerschlag (Gießen), Steuerinspektor P l a a g (Bad-Nauheim), Direktor Schanz (Ober-Schmitten). Schulrat Fischer bat, von seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden des Ober­hessischen Provinzialverbandes Abstand zu nehmen. Auf eindringliches Bitten der Versammlung ließ er sich aber nochmals bewegen, nach einstimmig erfolg­ter Wahl das Amt anzunehmen. Zweiter Vorsitzen­der wurde Amtsgerichtsrat Thurn (Friedberg). Wiedergewählt wurden Frl. Frick (Gießen) als Schriftführer und Weil (Gießen) als Rechner. Ein Referat von Generalsekretär Dr. Kunze über die politische Lage in Hessen bildete den Abschluß der Tagung.

Daten für Mittwoch, 18. September.

Sonnenaufgang 5.38 Uhr, Sonnenuntergang 18.09 Uhr. Mondaufgang 18.23 Uhr, Monduntergang 4.31 Uhr.

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