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Dutter 210 Pfennig das Pfund, Matte 30 35, Wirsing 20 bis 25, Weihkraut 15 bis Rotkraut 20 bis 25, Gelbe Rüben 10 bis Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 20 bis Römischkohl 10 bis 15, Dohnen (grüne) 25 30, Dohnen (gelbe) 25 bis 30, Feldsalat bis 150, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10
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Schwerer Vorfbrand Infolge vlihschlags.
3n dem bei Hildburghausen gelegenen Ort Kößlitz schlug der Dlih in eine Scheune. Da durch den Dlih die Fernsprechlei tungen z e r st ö r t wurden, wurde die Heranziehung der auswärtigen Feuerwehren verzögert. Auch herrschte Wassermangel. 3n kurzer Zeit sind fünf Wohnhäuser, mehrere Scheunen und Wirtschaftsgebäude mit dem gesamten 3nhalt eingeäschert worden. '
Auf dem Weg jum Standesamt verunglückt.
Am Sonntag stieß ein mit sechs Personen besetzter schwerer Tourenwagen aus Berlin in Drauchitschdorf (Riederschlesien) mit einem leichteren Automobil zusammen, das ein Brautpaar mit den Trauzeugen zum Standesamt bringen wollte. Der Zusammenprall war so heftig, dah der kleinere Wagen umgestürzt und die 3nsassen schwer verletzt wurden. Sowohl das Brautpaar wie auch die Zeugen muhten in das Lübener Krankenhaus gebracht werden. Die D r a u t ist in der Rächt zum Montag ihren Verletzungen erlegen. Auch eine 3nsassin des Derliner Autos wurde bei dem Zusammenstoh erheblich verletzt.
Lin hoher Pariser Polizeibeamler ermordet.
Der Leiter des Kriminalistischen Erkennungsdienstes, Dahle, ist im Pariser 3ustizpalast auf der zu seinem Dureau führenden Treppe durch drei Revolverschüsse getötet worden. Der Täter wurde auf der Strahe von Polizeibeamten. die die Detonation gehört hatten, nach kurzer Verfolgung festgenommen. Es handelt sich um einen 43jährigen Handelsvertreter, der die Tat als Racheakt wegen eines von Dahle gegen ihn erstatteten Gutachtens verübt haben will. Der Ermordete, der in allen grohen Schwurgerichtsprozessen eine Rolle spielte, galt als Autorität auf dem Gebiete der Anthropometrie sowie der Feststellung der Echtheit von Kunstwerken und Altertümern.
storben: — 1786: der Dichter Justinus Kerner in Ludwigshafen geboren; — 1806: der Schriftsteller Heinrich Laube in Sprottau geboren; — 1819: französische Physiker L6on Foucault in Paris
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Wettervoraussage.
Unter dem Einfluß hohen Druckes herrscht in ganz Deutschland heiteres Wetter. Die Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht haben sich dabei verschärft, und namentlich im östlichen Deutschland liegen die heutigen Morgentemperaturen unter 10 Grad. Der hohe Druck wandert ostwärts ab, aber trotzdem werden die aus ihm ausfließenden kontinentalen Luftmassen ihren Einfluß noch geltend machen. Jedoch lagert über Frankreich eine flache Störung. Sehr wahrscheinlich wird dadurch Bewölkung auf- treten, wobei gleichzeitig wieder ein Ausgleich der Temperaturen stattfindet.
Wettervoraussage für Mittwoch: Stellenweise Frühnebel, zunächst tagsüber noch heiter, dann aufkommende Bewölkung, trocken.
Wettervoraussage für Donnerstag: Uebergang zu wolkigem Wetter mit zwischen Tag und Nacht mehr ausgeglichenen Temperaturen.
Lufttemperaturen am 16. September: mittags 22,6 Grad Celsius; abends 17,9 Grad; am 17. September: morgens 14,3 Grad. Maximum 22,6 Grad, Minimum 12,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. September: abends 20,8 Grad; am 17. September: morgens 16 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 2% Stunden.
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Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: ....... ' bis
1 Pfund 55 Pfennig
Daher nur,,Seeligs kandierten Kornkaffee" das gesunde deutsche Familiengetränk
20, Meerrettich 70 bis 150, Kürbis 5 bis 8, Pilze 40 bis 45, Kartoffeln 5, Falläpfel 4 bis 5, Aepfel 10 bis 20, Dirnen 10 bis 20, Preiselbeeren 35 bis 40, Pfirsiche 45 bis 70, Brombeeren 60 bis 65, Zwetschen 8 bis 12. Mirabellen 15 bis 20, Reineclauden 15 bis 20 Pf. 3unge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pfennig das Pfund; Käse (zehn Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 70 bis 90 Pf. das Stück, Gier 15, Blumenkohl 30 bis 80, Salat
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In Rewburg (Reuhork) ereignete sich in einem Abzugskanal gegen Mittag mehrere Gasexplosionen, durch die die Vorder- ‘ front einiger Rachbarhäuser eingedrückt wurde. 3n vier Läden brachen Brände aus, die die Geschäftsräume in Trümmer legten. Fünfzehn Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Vier Personen werden vermißt. Straßen wurden aufgerissen und ganze Gebäude in Trümmer gelegt. 50 Gebäude wurden beschädigt und viele Personen aus Läden auf die Strahe geschleudert. Der in dem Geschäftsviertel angerich- Ifcte Schaden wird auf eine halbe Million Dollar
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bei einer internationalen Motorbootregatta.
Lei der internationalen Motorbootregatta am Lido ist das amerikanische 2000-?8.-Motorrennboot „Miß America VII" im Rennen gegen die bekannte „Miß England" des Majors Segraeoe aus noch nicht aufgeklärten Gründen verunglückt. Das Boot schoß Iim einer Welle plötzlich etwa 6 Meter hoch i» bie Luft und fiel kieloben aufs Wasser, wobei cs schwer beschädigt wurde. Der Führer, der Amerikaner Philip Wood, und sein Mechaniker wurden ins Wasser geschleudert, aber von dem nachfolgenden Konkurrenten gerettet und ins Krankenhaus übergeführt. Das verunglückte Boot vermochte eine Geschwindigkeit von rund 150 Kilo- uieter in der Stunde zu erzielen.
Tirol protestiert.
Die Forderung nach Revision der Verträge.
Innsbruck, 16.Sept. (WB.) Die heutige Sitzung des Tiroler Landtags war bei einer feierlichen Kundgebung des Landeshauptmanns zum zehnjährigen Bestehen des Vertrages von St. Germain gewidmet. Rach einer Zusammenfassung alles dessen, was vor zehn Jahren geschah und nach einer Verlesung des Protestes des verfassungsgebenden Tiroler Landtags vom 23. September 1919 gegen die Vergewaltigung des Landes Tirol, führte der Landeshauptmann u. a. aus: Seither sind zehn Iahre verflossen, aber die brennende Wunde ist keineswegsvernarbt. Denn nicht nur, doh Tirol damals zerrissen wurde, die Befürchtungen, die wegen der nationalen und kulturellen Zukunft unserer im abgetretenen Gebiet lebenden Brüder und Schwestern gehegt wurden, haben leider einemehr als traurige Erfüllung gefunden. Wir erheben heute, zehn Iahre, nachdem diese furchtbare Katastrophe über unsere Heimat hereingebrochen ist, unsere Stimmen neuerdings mit Würde, aber auch mit aller Deutlichkeit, wie es jüngst Deutschland getan hat, als es wieder gegen die Kriegsschuldlüge und gegen die Bestimmungen des Friedensvertrags Einspruch erhob und wie Ungarn immer wieder sein Rein dem Vertrag von Trianon entgegengeschleudert hat. Für alle Ewigkeit kann der surchtbare Druck dieser Friedensverträge nicht auf uns lasten. Maßgebende Männer haben bereits zugegeben, daß ohne Lösung des Min derheitenpro- blemö und ohne klare Antwort auf die Abrüstungsfrage eine endgültige Liquidierung des furchtbaren Weltkrieges und die Defriekxmg Europas lediglich ein Phantom ist. Wenn dem aber so ist, dann muh eine Revision der zur Zeit bestehenden Verhältnisse eintreten. Das unüberwindbare gute Recht ist
Der Entschließungsantrag unterstreicht die lleberzeugung, dah eine fortschreitende und allgemeine Herabsetzung der Rüstungen in der ganzen Welt dringend verengt wird. 6t spricht ferner die Erwartung aus, daß der vorbereitende Ausschuß für die Abrüstungskonferenz seine Arbeiten zum frühe st möglichen Zeitpunkt abschließt und erklärt bann, daß bei der Aufstellung des Entwurfs für die Abrüstungskonvention in Erwägung gezogen cverden müsse, inwieweit die erwähnten vier tzauptgrundsähe angenommen wurdexv oder angenommen werden sollten. Die Veröffentlichung des Entschliehungsantrages bildete den Haupt- Pgenstano'des Gesprächs in den Wandelgängen des Dölkerbundsekretariats. Obwohl damit die wichtigsten Punkte des Abrüstungsproblems erteilt zur Diskussion gestellt werden, wird doch allgemein auf die vorsichtige Formulierung der vier Hauptpunkte hingewiesen, die bei Vervollständigung des Entwurfs der Abrüstungs- kvnvention noch berücksichtigt werden sollen. Heber den praktischen Erfolg der Wiederaufnahme dieser Erörterungen gibt man sich auch auf englischer Seite keinen besonders grohen Erwartungen hin.
Aus aller Well.
„Politische Augenzeugenberichle."
Die dem Reichsarchiv angegliederte histo- rische Reichskommission, die sich unter dem Vorsitz Friedrich Meineckes unter anderem die Aufgabe gestellt hat, da sgeschicht- liche Werden der deutschen politischen Gegenwart zum Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnis zu machen, hat eine bemerkenswerte Reuerung getroffen. Sie befragt !' durch eine historisch-wissenschaftlich geschulte Kraft Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens über ihre Mitwirkung an politischen (Ereignissen und fixiert die Resultate dieser Mitteilungen, um auf diese Weise eine Sammlung politischer Augenzeugenberichte zu erhalten, die a[8 Mittel zur Feststellung der historischen Wahrheit bjenen sollen.
Gasexplosionen in einer amerikanischen Stadt.
15 bis 20, Sakatgurken 10 bis 25, Einmach- Sitten 2 bis 4, Endivien 10 bis 20, Ober- ohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich
10 bis 20, Sellerie 10 bis 30 Pfennig das Stück; Kartoffeln 4 bis 4,50 Mark der Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der König von Soho" und „Der Maharadscha von Dvmelanien.". — Asto- ria-Lichtspiele: „Die Frau die nicht nein sagen kann" und „Der Turfkönig".
Berliner Börse.
Berlin. 17. Sept. (WTB. Funkspruch.) Nachdem es gestern abend in Frankfurt trotz des ruhigen Geschäftes gut behauptet war, hofft man auch für heute auf eine bessere Stimmung, da in der Zwischenzeit nichts Ungünstiges vorgefallen ist. Die gestrige Neuyorker Börse schloß sogar nach schwankendem Verlauf ziemlich fest. An Kursen nennt man vorläufig nur Farben mit 212 Geld. Am Devisenmarkt hörte man London gegen Paris 123,90, London gegen Mailand 92,69. London gegen Spanien 32,86, London gegen Kabel 4,8466, London gegen Berlin 20,36, Kabel gegen Berlin 4,2010.
** Personalien. In den Ruhestand versetzt wurden der ordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität Geh. Hosrat Professor Dr. Karl Elbs auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1.Oktober 1929 an; der ordentliche Professor für organische Chemie an der Technischen Hochschule Darmstadt, Professor Dr. Hermann Finger, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1929 an.
** Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Als Nachfolge- rin für Frl. Alix K r a h m e r wurde für die kommende Winterfpielzeit Frl. Marianne Mewes vom Bremer Schauspielhaus für das Fach der ersten jugendlichen Salondame von Intendant Dr. P r a f ch verpflichtet.
** Rundflüge vom hiesigen Flughafen aus finden bis auf weiteres an jedem Tage statt. Man beachte die heutige Anzeige.
** Ausstellung des S t ä d t e - Achter- Preises. Vom Verein Rudersport Gießen 1913 und Akademische Ruderabteilung wird uns mitge- teilt: Der von den Städten Gießen und Wetzlar im Jqhre 1926 gestiftete Achter-Wanderpreis, der am Sonntag auf der Lahn ausgefahren und vom Verein Rudersport Gießen 1913 wieder gewonnen wurde, ist für einige Tage im Schaufenster der Firma C. O. Reuter ausgestellt.
•* Abschiedsfeier für den „alten Stei n“. Der Vogelsberger Höhenklub (V. H. C.) hatte für Samstagnachmittag zu einer Ab- schiedsseier für den seitherigen Klubwirt Stein auf dem Hoherodskops eingeladen, und viele Freunde des „Alten vom Berge" waren der Einladung gefolgt. Der erste Vorsitzende des Klubs, Dr. Bruchhäuser, Lllrichstein, würdigte in seiner Ansprache die Verdienste des Klubwirts 3ohs. Stein, der vierzig 3ahre die Bewirtschaftung der Klubhäuser auf dem Hoherodskops gehabt und dabei nie die 3nter- essen des Vereins aus den Augen verlorenl habe. Dem Dank für das treue Ausharren auch in schwierigen Zeitverhältnissen auf dem Posten fügte der Vorsitzende die besten Wünsche an für den Scheidenden und seine Familie, der mit seinem Sohne in Breungeshain eine Gastwirtschaft betreiben wird. Reben verschiedenen anderen Rednern widmete der Mundart- dichter Peter Fuchs, Offenbach a. M., dem alten Freunde Stein ein selbstverfaßtes Gedicht und überbrachte die Grüße des Offenbachef Zweigvereins, der immer gern auf dem Hohe- rodskops Einkehr gehalten hat. Als Rachfolger des Klubwirts Stein wurde der Gastwirt Wilhelm Bender, Besitzer des Hauses „Hubertus" bei Schotten, gewählt, dem die zwei Klubhäuser sowie das neu erworbene „3äger- heim" zu dem verhältnismäßig hohen Betrage von 2600 Mk. verpachtet worden sind. Der neue Pächter wird am 1. Oktober d. 3. seinen Einzug halten.
** Die Opel-Sonderschau, die von der hiesigen Opelvertretung P. 3 ä g e r am Sonntag und gestern in der Volkshalle veranstaltet wurde, fand auch am gestrigen Tage einen außerordentlich lebhaften Besuch, der das starke 3uteresse bekundete, das man in Stadt und Land dieser neuartigen Ausstellung entgegenbrachte. Ein Rundgang durch diese Kraftfahrzeug-Schau war in der Tat außerordentlich fesselnd. Man konnte an den schnittigen Wagen mit ihrer gediegenen Ausstattung und ansprechenden äußeren Herrichtung seine Freude haben. Daß die Fahrzeuge auch beim Publikum starken Anklang gefunden haben, geht aus der Tatsache hervor, daß nach den angebrachten Der- kaufsschildern der Absatz der Ausstellerfirma sehr gut gewesen ist.
** Wildgänsezug. Die Tierpsychologische Beobachtungsstelle schreibt uns zu der Mitteilung über einen Wildgänsezug am Sonntag, 8. September, daß am Dienstag, 3. September, nachmittags gegen 6 Uhr, an der Ostseite des Aulweges an der verlängerten Schubertftraße folgendes beobachtet wurde: „Es kam von Osten ein kleiner Schwarm (ungefähr 5) von Wildgänsen, gleichzeitig von Nordosten ein etwas größerer Schwarm von etwa zehn Stück, die sich alle vereinigten und in westnordwestlicher Richtung über den großen Neubau nahe der Lupusheilstätte weiterflogen. Die Vereinigung und die weitere Richtung des Fluges ist sehr bemerkenswert. Mitteilung von weiteren Beobachtungen ist erwünscht.
** Die Frankfurter Herbstmesse, die vom 22. bis 25. September stattfindet, bringt drei Spezialmärkte für Möbel, Haushaltartikel und Spielwaren. Diese Märkte weisen gegenüber dem bisherigen Umfang im Rahmen der Frankfurter Messen eine sehr beachtliche Erweiterung auf. Man beachte die heutige Anzeige.
Aus Der Proviuzialhaupifiadi.
Gießen, den 17. September 1929.
Oie neue Gebührenordnung für die Arbeiten der Katastervermeffung.
Seither regelten sich die Gebühren für die Katastervermcssungsarbeiten nach der Gebührenordnung vom 12.3anuar 1926. Runmehr hat das hessische Finanzministerium eine neue Ge- bührenordnung vom 2 4. 3uli 19 29 erlassen. Das erste, was an dieser neuen Gebührenordnung in die Augen fällt, ist die Tatsache, daß die Gebühren wiederum er - heblicherhöhtwordensind, teilweise sogar bis zu 50 Prozent gegen seither! So betragen z. D. die Gebühren für jeden Hektar Gemarkungsfläche, wenn die Gemarkungsgrenze neu ausgenommen wird, jetzt 18 Mk., seither 12 Mk.! Wenn die Gemarkungsgrenze nicht neu ausgenommen wird, jetzt 18 Mk., seither 11 Mk.! Die Gebühr für jedes Grundstück beträgt nach der neuen Gebührenorduung 1,30 Mk., seither 90 Pf.; für jede Hofreite 20 bis 30 Mk., seither 15 bis 23 Mk. Schon aus dieser kleinen Gegenüberstellung ergibt sich, daß auch hiernach wieder eine erheblichfinanzielleMehr belast ung für die Gemeinden und dieeinzelnen Grundbesitzer eintreten wird.
.Für die rheinhessischen Gemeinden ist die neugeschaffene Bestimmung in § 1 der neuen Gebührenordnung von Bedeutung, wonach infolge der besonderen Schwierigkeiten imWein- berggelände die für jedes Hektar Gemarkungsfläche und für jedes Grundstück oben angegebene Gebühr um 60 bis 110 Prozent zu erhöhen ist!
Bor Beginn einer Katastervermessung stellt das Landesvermesfungsamt auf Grund dieser Gebührenordnung eine Kostenberechnung auf und teilt sie dem Gemarkungsinhaber mit. Mangels anderer Bestimmungen ist die neue Gebührenordnung am 7. Tage nach Ablauf des Ausgabetages des Regierungsblattes, mithin am 16. Aug. 1929," in Kraft getreten. Die alte Gebührenordnung vom 12. 3anuar 1926 hat nur noch Geltung für die im Betrieb befindlichen Arbeiten. Rückwirkende Kraft besitzt also die neue Gebührenordnung nicht.
Die Sähe der neuen Gebührenordnung werden für diejenigen Katastervermessungsarbeiten angewandt, für die eine Kostenberechnung noch nicht aufgestellt ist.
Rach Angabe des Landesvermessungsamts sind die Sähe der neuen Gebührenordnung so festgesetzt worden, daß die halben Selbstkosten der Katastervermessungen der Staatskasse durch Gebühreneinnahme ersetzt werden.
Oie demokratische Liste für den oberhessischen provinzialiag.
Am Samstagnachmittag fand in Friedberg eine von etwa 100 Delegierten aus allen Teilen Oberhessens besuchte Provinzversammlung der Deutschen Demokratischen Partei statt. Die Tagung wurde vom Provinzialvorsitzenden, Schulrat Fischer (Gießen), geleitet, der bei der Eröffnung den Landtagsabgeordneten Oberamtsrichter Schreiber (Vilbel) als Landesvorsitzenden der Demokratischen Partei und Generalsekretär Dr. Kunze (Darmstadt) begrüßen konnte. Nach einem mit Beifall aufgenommenen Referat des Prooinzialausschußmitglieds, Kommerzienrat Langsdorf (Friedberg) über die Aufgaben der Provinzialverwaltung in den letzten vier Jahren wurde nach kurzer Beratung der Wahlvor- schlag für die bevorstehende Provinzial- t a g s w a h l aufgestellt. Die Liste weist 12 Namen aus allen Teilen Der Provinz auf. Die Spitzenkandidaten sind: Kaufmann Hammerschlag (Gießen), Steuerinspektor P l a a g (Bad-Nauheim), Direktor Schanz (Ober-Schmitten). Schulrat Fischer bat, von seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden des Oberhessischen Provinzialverbandes Abstand zu nehmen. Auf eindringliches Bitten der Versammlung ließ er sich aber nochmals bewegen, nach einstimmig erfolgter Wahl das Amt anzunehmen. Zweiter Vorsitzender wurde Amtsgerichtsrat Thurn (Friedberg). Wiedergewählt wurden Frl. Frick (Gießen) als Schriftführer und Weil (Gießen) als Rechner. Ein Referat von Generalsekretär Dr. Kunze über die politische Lage in Hessen bildete den Abschluß der Tagung.
Daten für Mittwoch, 18. September.
Sonnenaufgang 5.38 Uhr, Sonnenuntergang 18.09 Uhr. — Mondaufgang 18.23 Uhr, Monduntergang 4.31 Uhr.
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