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mittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.30. — Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7 Uhr.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst m der Synagoge (Südanlage). Samstag, 17. August. Vorabend 7.15 Uhr; morgens 8.30; abends 7.o0 und 8.30 Uhr. __________________
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aufhielt, am letzten Montag plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Herzschlages im Alter von 68 Jahren.
Der Verstorbene hatte zunächst die Präparandenschule in Lich, später das Lehrer-Seminar zu Finedberg besucht, welches er im Jahre 1881 verlieh, und wirkte lange Jahre hindurch, bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1926, als Lehrer an der Volksschule in Leihgestern. Seine verdienstvolle Tättgkcit als Jugenderzieher hat ihm das uneingeschränkte Vertrauen der ganzen Gemeinde erworben.
Abgesehen von seiner Tätigkeit als Lehrer hat sich der Verstorbene als Bienenzüchter einen hervorragenden Rennen gemacht. Erst ün Januar dieses Jahres konnte der Bienenzüchter- verein Gießen und Umgebung anläßlich seiner Hauptversammlung in Gießen Lehrer Buß für die 25jährige treue Führerschaft als erster Vorsitzender des Vereins eine wohlverdiente Ehrung bereiten und ihm den Dank der Dereinsmitglieder darbringen. Lehrer Buß war auch seit zwanzig Jahren erster Vorsitzender des Hauptvereins für ganz Oberhessen und schon einige Jahre erster Vorsitzender des Verbandes hessischer Bienenzüchter, welchem außer den Imkern von ganz Hessen der Mitteldeutsche Bienenzüchter-Verein, mit dem Sih in Frankfurt am Blain, und der Bienenzüchter-Verein für Kurhessen (Hessen-Kassel- mit Waldeck angeschlossen sind. Ferner war Herr Buh Mitglied des Vorstandes des Deutschen Imker-Bundes, so daß die gesamte deutsche Jmkerschaft die «Früchte seiner ausgezeichneten und sachkundigen Arbeit ernten durfte und ihm zu außerordeitt- lichem Danke verpflichtet war.
Mit Lehrer Buß ist eine Persönlichkeit von hoher Bedeutung dahingegangen; ein durchaus rechtlich denkender und in weiten Kreisen beliebter Mann, dessen frühes und unerwartetes Hinscheiden allgemein bedauert wird. Wie wir Höven, sollen die sterblichen äleberreste nach Leihgestern, dem Ort seiner langjährigen Wirksamkeit, übergeführt werden, wo am morgigen Samstag die Beerdigung stattfindet.
Daten für Samstag, 17. August.
Sonnenaufgang 4.48 Uhr, Sonnenuntergang 19.19 Uhr. — Mondaufgang 18.36 Uhr, Monduntergang 0.53 Uhr.
1786: Friedrich der Große im Schloß Sanssouci gestorben (geboren 1712); - 1861: der Maler Ludwig von Hofmann in Darmstadt geboren.
Vornotizen.
7. Ziehungstag 15. August 1929
3n der Dormlttagsziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
Klus der pwvinzialbauptstadi.
Gießen, den 16. August 1929.
Lehrer i. K Heinrich Buß f.
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Gießen, 14. Aug.
Ein hiesiger Kassenbeamter hatte in den Jahren 1927 und 1928 insgesamt etwa 14 000 Mk. aus der ihm anvertrauten Kasse entnommen und einem Bekannten geliehen. Wegen schwerer Amtsunterschlagung (er hatte auch die Bücher unrichtig geführt) erhielt er 8 Monate Gefängnis.
Ein Arbeiter aus Gießen hatte sich tn drei Fällen an kleinen Kindern vergangen und wurde deshalb zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. < vr
Ein mehrfach vorbestrafter Pferdehändler aus dem Kreise Usingen hatte Anfangs 1927 einem Landwirt ein Pferd abgeschwindelt und den Kaufvertrag mit einem falschen Rainen unterschrieben. Strafe: 1 Jahr Gefängnis.
Ein junger Landwirt aus der Provinz hatte im Mai d. I. versucht, einem Mädchen Gewalt anzutun. Mit Rücksicht auf seine Jugend und sein reumütiges Geständnis erkannte das Gericht auf 3 Monate Gefängnis.
Ein Meachniker aus einem Landorte wurde im Mai 1928 dabei erwischt, wie er im Seltersweg ein Fahrrad aus einem Garten heraus mitnahm. Als rückfälliger Dieb erhielt er acht Monate Gefängnis.
Ebenfalls wegen Rückfalldiebstahls wurde ein Arbeiter und eine mit ihm herumziehende Köchin zu je 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie hatten sich nachts in ein Haus eingeschlichen unb dort verschiedene Sachen im Werte von einigen hundert Mark entwendet.
3n der Nachwittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
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Adreßbuch
der Siadi und des Kreises Gießen.
Oer Abschnitt III mit den Einträgen der Buchstaben
A bis $
in das alphabetische Einwohner« und Firmenverzeich- nis der Stadt Gießen liegt 3 Tage, vom Montag, dem 19. bis einschließlich Mittwoch, dem 21. August zu jedermanns Einsichtnahme In unserer Geschäftsstelle offen.
Oie zuständige Einwohnerschaft Gießens sowohl als die beteiligten Behörden und öffentlichen Körperschaften usw. werden um Prüfung der Einträge auf Richtigkeit und Vollständigkeit hiermit gebeten. Für Fehler und ün- richtigkeiten kann keine Haftung übernommen werden. Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen
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Eingang von der Kaplaneigaffe aus.
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Seit 100 Jahren unübertroHen geg. alle Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden, Sodbrennen etc. 250 g 0.60, Tabletten 0.25 u. 150. Nur echt m. d. Bilde des Erfinders. Berlin W 57.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Neliglonsgefeüfchafl. Sabbatfeier den 17. August. Freitag abend 7.10 Uhr; Samstag vor-
Tierschutz-Verein Gienen.
Den verehrl. Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß Herr W. Schneider, Ebelstraße 38, seines Dienstes als Vereins- diener enthoben und Herr Karl Kaiser, Ostanlage 29 öl, als solcher bestellt wurde. Derselbe besitzt Ausweis.
Für den Vorstand: 6802D
W. Fritzel, 1. Vorsitzender.
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Der weit über die Grenze' Heimat hinaus bekannte Lehr Duh, Leihgestern, verstarb m Berchtesgaden, wo er sich mit seiner Frau zur Erholung
Verhalten feine gesetzliche Handhabe, um es zu unterbinden. Es entspricht zwar nicht den guten Sitten, aber trotzdem kann ihm nicht im Sinne des unlauteren Wettbewerb-Gesetzes beigekommen werden. Die interessierten Geschäftsorganisationen werden dem Vernehmen nach demnächst an die zuständigen Behörden herantreten, und um eine Ergänzung des bestehenden Wettbewerbsgesetzes ersuchen. Ein entsprechender Entwurf befindet sich gegenwärtig in Bearbeitung, mit dessen Prüfung amtlicherseits demnächst begonnen werden dürfte.
•• Volkstümliche Sonderfahrt nach Helgoland. Einer volkstümlichen Sonderfahrt an die Rordsee und nach Helgoland hatten sich unter Vermittlung des Hapag-Reiseburcaus Gießen zahlreiche Teilnehmer aus Gießen und Umgegend angeschlossen. Die Autorundfahrt durch Hamburg und die anschließende Rundfahrt durch den Hafen gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Den Höhepunkt bildete die Dampferfahrt nach Helgoland. Die Reise war ausgezeichnet organisiert, das herrliche Wetter ein gütiges Geschenk des Himmels.
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— Belehrung über Verkehrs-Un- fallverhütung in den Schulen. Die in den letzten Jahren zu verzeichnende, gewalttge und sprunghafte Steigerung des Straßenverkehrs, den das Kraftfahrzeug mehr und mehr be- beherrscht, hat früher nicht gekannte Unfall* gefahren hervorgebracht, die zum Teil darauf zurückzuführen sind, daß sich weder die Fußgänger noch die Fahrzeuglenker und die sonstigen Verkehrsbenuher in wünschenswerter Weise_ den veränderten Verhältnissen anzupassen vermögen. In Deutschland verunglücken jährlich über 2000 Kinder. Da das Verkehrsproblem ohne Verkehrserziehung nicht zu lösen ist, hat der hessische Minister für das Bildungswesen angeordnet, daß an sämtlichen hessischen Schulen passende Gelegenheiten im Unterricht zu Verkehrsbelehrungen, insbesondere über die Verhütung von Derkehrs- unfällen auf der Straße, zu benutzen sind.
Bevorstehende Beendigung des Schreiner st reiks. Rach siebenwöchiger Dauer scheint jetzt der Gießener Schreinerstreik seinem Ende entgegenzugehen. Der Schlichtung^ ausschuß hat dieser Tage einen Schiedsspruch gefällt, der den Manteltarifvertrag für das Holzgewerbe, einschließlich der Desttmmungen über die Kostgeldsätze der Lehrlinge, auch für das oberhessische Holzgewerbe als maßgebend anerkennt. Die Parteien haben sich bis zum 21. August über Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruchs zu erklären.
•* Schaufensterdekoration und geistiges Eigentum. Anläßlich des in Berlin tagenden Welt-Reklame-Kongresses und der ge- genwärttg stattfindenden großen Reklcrmeschau sind die vielseittgen Erörterungen über das Plagiat am Schaufenster interessant. Rachdem die wirksame Ausstattung der Ausstellungsräume und Schaufenster zu einer besonderen Werbekunst geworden ist, müssen deren Schöpfungen unbedingt als Kunstleistungen anerkannt werden. Ein Schutz dieser Schaufensterdekorationen besteht aber nicht und so kommt es nicht selten vor, daß besonders wirksame Schaufensterdekorationen kopiert werden, nachdem sie ohne Einverständnis des Geschäftsinhabers photographiert und diese Photographien an andere Geschäftsleute verkauft werden. Leider gibt es für ein solches
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Preußen.
Kreis Wetzlar.
00 Hörnsheim, 15. Aug. Der G e m e i n d e - rat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Beratung des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1 9 2 9. Bei dem Abschnitt „Einnahmen" wurde beschloffen, zur Bestreitung der ungedeckten laufetiden Gemeindebedürfnisse auf die staatliche Steuer vom Grundvermögen, sowie auf die Gewerbekapital- und Gewerbeertragsteuer einen Zuschlag von 2 0 0 Prozent zu erheben. Ferner wurde beschlossen, die vom Schulvorstand beantragten Arbeiten ausführen zu lassen. Für die von der K irch engem ein de beantragte Erhöhung der Küsterentschädigung wurden die erforderlichen Mittel aus der Gemeindekasse zur Verfügung gestellt. Bei dem Artikel „Wegebau" faßte der Gemeinderat den Beschluß, die Schäfergasse vom Hause Rinker bis an das Wiege-Häuschen, ferner im selben Straßenzuge die Strecke vom Mühlgraben bis an den „Stern" mit einer neuen Basalt-Kleinschlagdecke i u versehen. Zur Ergänzung der Feuerlöschgerät- chaften sollte eine ausziehbare Feuerleiter beschafft werden, die Beschaffung mußte jedoch we- gen Mangels an Mitteln bis zum nächsten Jahre zurückgestellt werden. Fortbildungsschul- unterricht soll, wie im Vorjahre, abgehalten werden. Zur Schaffung eines eisernen Bestandes wurde die zinsbringende Anlage eines Betrages von zunächst 500 Mk. beschlossen. Im übrigen wurde der Haushaltsplan in Einnahme und Ausgabe auf 46 000 Mk. festgestellt.
tung über Oberdieten—Niederhörlen—Rieder- eisenhausen.
** Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz teilt mit, daß ihre beiden Kranken- kraftwoaen gegen Haftpflicht usw. versichert sind, und daß sie hmit auch für vorkommende Schäden haftet, sofern sie selbst gesetzlich haftbar gemacht werden kann. (Dgl. heutige Anzeige.) ,
•• Primizfeier der katholischen Kirchengemeinde Gießen. Am Feste Mariä Himmelfahrt feierte die hiesige katholische Kirchengemeinde das Fest der Primiz eines Sohnes aus der Gemeinde. Seit vielen Jahren ist es der erste Aeupriester, der ans ihr her- vorgegangen ist. Das Pfarrhaus und die Kirche hatten Flaggenschmuck angelegt, auch das Innere des Gotteshauses war würdig vorbereitet. Unter Assistenz zweier Freunde und des hiesigen Pfarrers, Geistlichen Rats Dekan Beyer, sowie mit Unterstützung des früher hier amtterenden Kaplans Raue zelebrierte der Primiziant Josef Heihler, ein Sohn des HausmeistersHeihler vom Lyzeum sein erstes hl. Meßopfer. Strafanstaltspfarrer Dr. Laufenberg (Butzbach) hielt eine Ansprache über die hohen Aufgaben des Priesters. Die Gemeinde brachte ihre herzliche Anteilnahme an der Feier durch die Ueberrei- chung von Geschenken zum Ausdruck.
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A quä dem Hause ausgestaprll.
ging über ^artiges ®e. Dermassen wurden ta Kostüme naheui "rumänische r des. ZDises, i- i.u. seit Jahre. ^Hauseigentümer ■ entschlossen n. Aach einem Ein. en Maniu erhielten eine Abschlags. Ölungen aber nicht die Hauseigentümer Aationaloper durch >ie Tür sr^n. Die diesen Vorfall als alle Blätter ohne J greifen die ver« n aufs schärfste an. isbanknebenstelle.
ilral ein Mann das : in Muskau unb inltr sich geschlossen X hoch/ einen Äe> Zimmer besindlichen m Nebenzimmer sich :at Böhme bas >le sofort 8 Schüsse von denen einig« ge- verließ slüchtend den daß man bisher seine >i und Landjäger sind »undeten Räuber, der, offenen Blutlachen zu
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— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt- theaterbureau wird uns geschrieben: Einen interessanten Theaterabend hat das Stadttheater für Dienstag, 20. August, vorgesehen. „Drei Mal Rußland" lautet der Titel des Abends. Drei Einakter von Anton Tschechow, „Der Heiratsantrag", „Das Jubiläum" und „Der Bär" gelangen aus Anlaß des 25. Todestages des russischen Dichters zur Aufführung. *
*• Schulpersonalien. Ernannt wurden: die prov. Handarbeitslehrerin an der Volksschule zu Schotten Anna Döh zur Handarbeitslehrerin an dieser Schule, der Schulamtsanwärter Albert Maurer aus Maibach, Kreis Friedberg, zum Lehrer an der Volksschule zu Schotten, beide mit Wirkung vorn Tage des Diens^ antritts ob; der Lehrer Johann Heinrich Eichenauer zu Hergersdorf, Kreis Alsfeld, zum Lehrer an der Volksschule zu Alsfeld.
•• Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. V. (A.V.D.) Gießen: Die Ortsdurchfahrt Angersbach im Zuge der Slrafze Rudlos—Angersbach ist vom 19. d.M. bis au, weiteres gesperrt. Umleitung über Stockhausen—Müs. Die Strecke Grüningen—Holzheim im Zuge der Straße Gießen—Watzenborn—Butz- bach ist gesperrt. Umleitung über Lang-Gons oder Dorf-Gill. Die Strecke Rieter-Mockstadt— Ober-Mockstadt im Zuge der Straße Friedberg- Staden— Ridda ist gesperrt. Umleitung über Leidhecken. Die Straßen um die Burg in Friedberg im Zuge der Straße Friedberg—Rauheim ist ab 19. d. M. gesperrt. Umleitung erfolgt durch örtliche Regelung. Die Strecke Oberdieten—Rieder- dieten von Kilometer 20,6 bis 21,6 ist vom 16. bis 30. d. M. gesperrt. 3m Zuge der Straße D illenburg—Eibelsh aus en—Biedenkopf. Umle -
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5. Klaffe 33. Preußisch-Süddeutsch« (259. Prcuß.) Klasscn-Lotlette Ohne Gewähr_________________Nachdruck verboten
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275017 278467 281442 287610 303207 91^6710
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