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Hier konnte sich keiner der V. f. Ber bis in den End- lauf durchsetzen, in den Zwischenläufen mußten sie sich knapp (Hellmeyer und Stroh um Hand­breite) geschlagen bekennen. Ihre Zeiten waren: Steuerwald 12, Stroh 12,1, Hellmeyer 12,2 und Kirchheimer 12,3 Sek. Im 50 Meter-Lauf der Klasse C konnte sich der kleine Happ gegen die älteren und kräftigeren Gegner nicht behaupten. Luh stieß in der 6-Klasse die Kugel 9,78 Meter, ohne damit einen Platz belegen zu können, ebenso­wenig wie Steuerwald mit einem Weitsprung von 5,30 Meter. Gruber kämpfte sich im Dreikampf der Klasse A an die fünfte Stelle. Jedenfalls kann D. f. B. mit dem Äbschneiden und den Leistungen seiner Jugend zufrieden sein, der die in Frankfurt Semachten Wettkampferfahrungen bei den nächsten

Meetings sehr zustatten kommen werden.

A. D. T.-SüdweBeutscher Turnverband.

LahN'Tünsberg°Gau.

Beim Dauwettschwimmen am 28.3uli in Garbenheim kommen nachstehende Kämpfe zum Austrag:

Senioren: 50 Meter Freistil, 50 Meter Brust und eine 4x50-Meter-Freistil-Staffel.

3ugend: 50 Meter Freistil, 50 Meter Brust und eine 4X50-Meter-Freistil-Staffel.

Aeltere: 50 Meter Freistil.

Die Wettkämpfe werden nach den Bestimmun­gen des Deutschen Schwimmverbandes ausge- tragen.

V. f. B.

Die auf Veranlassung der Schiedsrichtervereini- gung Gießen am Sonntag auf dem Waldsportplatz ausgetraaenen Belehrungsspiele dürsten ihren Zweck, den Schiedsrichteranwärtern des Gaues Gelegenheit zu geben, sich in der Leitung von Spielen zu vervollkommnen, erreicht haben. Auch von den Mannschaften, die sich in dankens­werter Weise zur Verfügung gestellt hatten, wurde trotz der Hitze recht guter Sport geboten. Im ersten Treffen standen sich V.f.B dritte Mannschaft und F.C. Großen-Buseck erste Mannschaft gegenüber. Gießen war technisch und im Zuspiel besser und gewann nach flottem Kampf gegen die eifrigeren Großen-Busecker mit 3:2. Im zweiten Spiel fer­tigte die A.H.-Elf die erste aktiv« Mannschaft des Sportvereins Braunfels knapp, aber verdient mit 2:1 ab und machte damit die im Vorspiel erlittene Niederlage wieder wett.

Tennis.

Gießen Siegen 21:3.

Die erste Begegnung des Gießener Tennis­klubs 1922 mit dem Tennisklub Siegen brachte den Gießenern einen haushohen Sieg. Die Kämpfe litten etwas unter der sehr drückenden Hitze, zum Teil waren aber auch einige Gießener Spie­ler erstaunlich indisponiert. Trotz allem war Gießen eine Klasse besser.

Herren-Einzel: Alle acht Spiele gewinnt Gießen, Siegen kann nur zwei Sähe erringen. Dr. Kirchner gewinnt ohne jede Mühe gegen Echleifenbaum 6,0, 6,2; Noll, unlustig spielend, gibt einen Sah an Dr. Schleifenbaum ab, letzterer zieht im dritten Satze zurück. Dr. Schopper, Hamann, Scriba, v. Grolman, Fischer, Cellarius bringen die übrigen Pluspunkte nach Hause.

Damen-Einzel: Gießen gewinnt vier, Sie­gen zwei Spiele. Frau Dumur schlägt in heißem Drei-Sah-Kampf nach äußerst interessantem und sportlich auf hoher Stufe stehendem Spiel Frl. Picker. Frl. Berg spielt weit unter Form und verliert glatt. Frl. Stückrath, Frau Düttmann und Frl. Stark siegen, Frl. Kuhlmann unterliegt.

Herren-Doppel: Alle Spiele gewinnt Gießen. 3n einer geradezu miserablen Form zeigen sich Dr. Kirchner-Noll, mit Ach und Krach liegen sie gegen die Brüder Schleifenbaum. Dr. Schopper-Scriba. Hamann-v. Grolman, Fischer- Cellarius heißen die anderen siegreichen Paare.

Mixed: Siegen gewinnt einen Match, Gießen die übrigen fünf. Frau Dumur-Dr. Kirchner siegen klar nach schönem Spiel über Frl. Picker- Schleifenbaum. Des weiteren gewinnen Fräulein Derg-Dr. Schopper, Frl. Stückrath-Hamann, Frau Düttmann-Aoll, Frl. Stark-v. Grolman. Nur Frl. Kuhlmann-Scriba müssen eine Niederlage hinnehmen.

Arbeiier-Tum- und Sportbund.

Wieseck I -euchelhelm I 3:1.

Zum letzten Spiel der Borrunde trafen beide Mannschaften in Wieseck aufeinander. Die Gäste mit Ersah für ihren Rechtsaußen, die Einheimi­schen zum erstenmal wieder komplett. Bach An­pfiff deS ^parteiischen folgte ein flottes Feld- spiel. Beide Hintermannschaften bekommen öfters Arbeit. Ein Alleingang des Rechtsaußen der Einheimischen, eine totsichere Sache, wird von dem ^parteiischen durch Verlegenheitsentschei­

dung unterbunden. Bei einem Gedränge vor dem Tor der Gäste wehrt der Hüter zu schwach ab und Halblinks bucht den ersten Erfolg. Heuchel­heim geht nach Anstoß mächtig aus sich heraus, doch reicht es zu keinem Erfolg. Bach Seiten­wechsel fällt Heuchelheim etwas ab. Wieseck drückt nun merklich, und der Linksaußen kann nach schöner Vorlage unhaltbar zum zweiten Tor ein- schießen. Heuchelheim gibt sich noch nicht ge­schlagen. Der linke Verteidiger verwirkt einen Handelfmeter, der den Gästen ihr einziges Tor bringt. Wieseck kann sein drittes Tor erzielen. Bei diesem Stande bleibt es trotz gegenseitiger Anstrengung bis zum Schluß.

Vor diesem Spiel trafen sich die Zugendmann­schaften beider Vereine. Hier konnte die 3ugend der Einheimischen in technisch besserem Spiel die Gäste mit einer 3:0-Biederlage abfertigen.

{jungen I Treis I 4:2.

3n Hungen trafen beide Mannschaften zum letzten Spiel der Vorrunde der 2. Klasse zusam­men. Beide Mannschaften lieferten sich in der ersten Halbzeit ein gleichwertiges Spiel; Hungen führte beim Wechsel 2:1. Bach Seitenwechsel kann jedoch Treis ausgleichen. Bun wird Hungen mehr und mehr überlegen und kann bis Schluß noch zweimal erfolgreich fein, während die Gäste nichts mehr erreichen.

2. Bundesfest der Arbeiter-Sportler in Nürnberg 18. 21. Zuli.

Vom kommenden Donnerstag bis zum Montag findet das 2. Dundesfest des Arbeiter- Turn- und Sportbundes im neuen Sta­dion Bürnbergs statt. Am Donnerstag be­ginnt das 3ntemationale Tennisturnier; wäh­rend zu gleicher Zeit im Stadion und auf vielen Vereinsplätzen Fußballspiele ausgetragen werden. Am Freitagvormittag findet die Fest­eröffnung im Rathaussaal statt. Gleichzeitig be­ginnen die Wettkämpfe der Geräteturner, Schwimmer und Leichtathleten. Fuß- und Sjanb- ballspiele auf sämtlichen Plätzen Bürnbergs er­gänzen das Programm. Am Abend finden in allen Stadtteilen Tum- und sportliche Kreis­abende statt. Der Samstag bringt Fortsetzung der Wettkämpfe, die Proben zu den Massenübun­gen, am Bachmittag die Sondervorführungen der Kreise und Bezirke. Der Sonntagvormittag bringt die Festzüge dem Stadion. Später werden die 18 000 Freiübungsturner ihre Hebungen zeigen. Mit dem Abmarsch der Männer erfolgt der Aufmarsch der 10 000 Frauen. Anschließend finden die Endspiele um die Festmeisterschaft in Fuß- und Handball statt.

Wirtschaft.

Oie Wirtschaftslage.

Den Mitteilungen der Frankfurter Industrie- und Handelskammer über die Wirtschaftlage im Juni entnehmen wir:

Die bessere Witterung hat der A o t o m o b i I und Fahrradindustrie einen lebhafteren Geschäftsgang gebracht, und die Umsatzziffern sind weiter gestiegen. Der Konkurrenzkampf und die Geldknappheit machen sich nach wie vor stark be­merkbar.

Die Geschäftstätigkeit in landwirtschaft­lichen Maschinen litt stark unter den erhöhten Geldsätzen. Die ländlichen Abnehmerkreise neigen zur Zurückhaltung, die erwartete Belebung konnte sich daher noch nicht in vollem Umfange durchsetzen.

In der elektrotechnischen Industrie sind einige größere Aufträge vergeben worden, so daß eine leichte Besserung der Geschäftslage zu er­warten ist.

In der Scheideindustrie war infolge eines erheblichen Rückganges des Silberpreises das Sil­bergeschäft trotz der allgemeinen saisonmäßigen Ge­schäftsstille lebhaft; für Gold trifft dies trotz des Preisrückgangs infolge Besserung des Markkurses nicht in gleichem Maße zu.

In der I u w e l e n i n d u st r i e war eine Besse­rung im allgemeinen nicht festzustellen. Bei den Silberwarenfabriken gingen zwar die Aufträge aus dem Auslande teilweise etwas besser ein, doch war das Jnlandaeschäft sehr still. Die Konkurrenz ist im In- und Auslande sehr scharf. Der Zahlungsein­gang hat sich eher noch verschlechtert.

In der S ch u h i n d u st r i e war derAuftrags­eingang uneinheitlich. Nachfrage bestand nur nach Artikeln billiger Preislage. Eine kleine Anzahl von Firmen war stark beschäftigt, während die Mehr­heit nach wie vor klagt. Hinsichtlich der Ausland­konkurrenz hielt die zugunsten der deutschen Fa- briken eingetretene Besserung an. Das Einzelhan­delsgeschäft ist ziemilch günstig.

Im Eisenerzbau des Lahn-Dill-Ge- b i e t s hat sich die Lage nicht verändert. Weitere Stillegungen von Gruben und Entlassungen von

Arbeitern sind nicht vorgenommen worden, da der Absatz durch laufende Verträge gesichert war.

* Teilweise rechtzeitige Tilgung der Golddiskontbank-Anleihe. Die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt (Landwirtschaftliche Zen- tralbank) teilt mit, daß das am 15. Juli 1929 fällig gewordene erste Drittel der von ihr in den Jahren 1926 27 ausgegebenen Hypothekarschuldschein«, die seinerzeit von der Golddiskontbank übernommen wurden, voll eingelöst worden ist, nachdem ein er­heblicher Teil dieser Hypothekarschuldscheine bereits im Laufe des letzten halben Jahres auf Grund vor- zeitiger Rückzahlungen getilgt werden konnte.

* Zusammenschluß NSU-Wanderer. Die beiden ältesten Firmen der Motorradindustrie, die NSU Vereinigte Fahrzeugwerke A.-G., Neckar- sulm, und die Wanderer-Werke, Chemnitz, haben eine Vereinbarung getroffen, die Fabrikation und den Vertrieb ihrer Motorräder zusammenzulegen. Die Möglichkeiten, Verbilligungen zu erzielen, dürften bei diesen modernen, mit großen Produktionsziffern arbeitenden Werken bei gemeinsamem Vertrieb, ge- meinfamer Propaganda und Erfahrungsaustausch recht groß sein.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 16.Juli. Tendenz zurückhaltend. Die heutige Börse verkehrte in lu (Hofer Hal- tung. Das Geschäft bewegte sich in engen Gren­zen, da Anregungen nicht Vorlagen, auch fehlten heute wieder Orders, so daß die Spekulation auf sich selbst angewiesen war, und daher tarnen nur in einigen Werten etwas größere Umsätze zustande. Verstimmend wirkten die Verknappung von Tagesgeld und das Anziehen des Geld­satzes an der gestrigen Neuyorker Börse. Die Grundstimmung war jedoch dessen ungeachtet nicht unfreundlich, da sich das Interesse für Montanwerte erhielt und der Börse eine nicht zu verachtende Widerstandskraft gab. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung nicht einheitlich, doch überwogen zumeist Bessern n- gen. Stark vernachlässigt eröffneten Glanzstoff­aktien mit minus 5, Deutsche Linoleum mit minus 4 und am Kalimarkt Salzdetfurth mit minus 3 o. H. Am Elektromarkt war die Umsatztätigkeit sehr be- scheiden. AEG. waren noch etwas gefragter, aber nur bei knapp gehaltenem Kurse. Felten konnten etwas anziehen. Siemens gaben 1,5 und Elektrische Lieferungen auf starkes Realisationsbedürfnis 2,5 v. H. nach. Am Chemiemarkt büßten J.-G- Farben 1,5 v. H. ein. Bauunternehmungen bis 1,25 v. H. abgeschwächt. Montanwerte allgemein leb- Hafter gesucht und bis zu 1 v. H. fester. Nur Klöck­ner und Harpener schwächten sich leicht ab. Am Automarkt wirkte gestern abend der Zusammen­schluß in der Automobilindustrie günstig, aber heute war hiervon nichts mehr zu merken. Daimler lagen eher angeboten und leicht gedrückt. Nur Adlerwerke blieben gut behauptet. Banken bei stillem Geschäft nur wenig verändert. Schiffahrtsaktien eröffneten uneinheitlich. Am Rentenmarkt war das Geschäft minimal. Deutsche Anleihen mit Option waren etwas gefragter. Das Interesse für Farben hat stark nachgelassen. Im Verlauf stagnierte das Ge­schäft fast vollkommen. Veränderungen waren kaum zu verzeichnen. Montanwerte gaben von dem anfangs erzielten Gewinne meist Bruch­teile eines Prozentes wieder her. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 v. H. unverändert. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1985, gegen Pfund 20,364, London gegen Kabel 4,85, gegen Paris 123,89, gegen Mailand 92,75, gegen Holland 12,0790, gegen Madrid 33,46.

Berliner Börse.

Berlin, 16. 3ulL Auch die heutige Börse krankte an einer schon zur Gewohnheit gewor­denen Geschäftslosigkeit. Sicherlich sind gewisse Kreise an einem geregelten Börsen­geschäft interessiert, doch ist dieses in Gang zu bringen bei der geringen Beteiligung des Pu­blikums äußerst schwierig. An Momenten fehlte es ebenfalls wieder, so daß auch von dieser Seite das Geschäft keinen Anstoß felam, im Gegen­teil, die gestrige schwächere Beuyorker Börse mit einem bis auf 12 Proz. erhöhten Tagesgeldsatz und die Pfundbewegung mahnten zur Zurück­haltung. So lag die Eröffnung bei ziemlich freund­licher Stimmung im allgemeinen behauptet und ohne größere Veränderungen. Während für Rheinstahl und Mannesmann, Gelsenkirchen und Schifsahrtswerte einiges 3nteresse bestand, litt der Farbenmarkt wieder unter Ab­gaben, und Vereinigte Glanzstoff lagen sogar direkt schwach. Auch Svenska, Reichsbank, Salzdetfurth, Deutsche Linoleum, Deutsche Kabel, Rheag, Polyphon usw. verloren 1 bis 2 Prozent. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Bosnier weiter fest. Pfandbriefe teilweise etwas fester. Der Geldmarkt, der schon gestern durch die einzelnen Einzahlungen für die 3ndustrie- belastung eine stärkere Anspannung erfahren

hatte, war heute teilweise noch weiter beeinflußt, so daß der Satz für Tagesgeld auf 8,5 bis 10 Prozent anzog. Monatsgeld nannte man mit 9,25 bis 10,25 Prozent, Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Dieser Umstand und die Befürchtung, daß die angespannten Geldverhältnisse in Beuhork auch auf die europäischen Geldmärkte abfärben müßte, verstimmten im Verlaufe stärker und führ­ten auf fast allen Märkten zu ein- bis zwei­prozentigen Kursrückgängen. Bemerkenswert war hierbei die besonders schwache Haltung von Reichsbank, Polyphon, Glanzstoff und Tietz. Als Ausnahme sind Adlerwerke zu nennen, die gegen Anfang 1 Prozent gewinnen konnten. Am Markte der Reichsbankanteile machte der Daissevorstoh weitere Fortschritte und führte im Verlaufe zu einem etwa dreiprozentigen Kursrückgang.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 16. 3uli. Der Produkten­markt verkehrte heute in sehr fester Haltung. Die Haussestimmung an den überseeischen Märk­ten machte einen starken Eindruck, so daß bei leb­hafterem Geschäft besonders Weizenmehl kräftig anziehen konnte. Die Preisnotiz für Weizen mußte infolge knappen Angebots dieser Ge­treideart ausgesetzt werden. Auch im übrigen lieh das Angebot infolge der enorm steigenden Preise zu wünschen übrig. Roggen dagegen war ange­boten und 0,50 Mk. schwächer. 3nteresse bestand noch am Futtermittelmarkt für Mais für Futter­zwecke. Roggen 22,75, Hafer, inländischer, 23,25 bis 23,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 23,25, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 3941,25, Roggenmehl 31,2532, Weizenkleie 11,7512, Roggenkleie 13. Tendenz: fest.

Frankfurter Cierrnarkt.

F ra n k f u r t a. M., 15. 3uIL Die Tendenz war fest. 3nlandeier ab Station. Auslandeier unverzollt ab Grenzstation. Bulgarische 9,75 bis 10, Holländische 10,75 bis 12,75, Südslawische 10,25 bis 10,75, Polnische 9 bis 9,25, Russische 11 bis 12, Dänische 10,50 bis 13, Belgische 11,3 bis 11,7, Französische 11 bis 12, Rumänische 9,75 bis 10,50, Schlesische 10,75 bis 11, Bayrische 10,50 bis 10,75, Norddeutsche 10,50 bis 11,50, alles pro Stück in Pfennigen.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 15. 3uli. 3m Anschluß an die Hausse der nordamerikanischen Terminmärkte, die auf die alarmierenden Nachrichten über die kom­mende Sommerweizenernte in Kanada zurück­zuführen waren, eröffnete auch die hiesige Pro- ouktenbörse den neuen Derichtsabschnitt in sehr fester Haltung. Sowohl für Prompt- wie für Warenweizen als auch im handelsrechtlichen Lie- serungsgeschäst ergaben sich Preissteigerungen um vier bis fünf Mark. Das 3nlandangebot von Weizen alter Ernte ist ziemlich spärlich, so daß die Mühlen in der Hauptsache auf den Bezug von Auslandweizen angewiesen sind. Roggen alter Ernte wird noch ausreichend angeboten, an­gesichts des wenig befriedigenden Roggenmehl­geschäftes kaufen die Mühlen nur vorsichtig. 3n Brotgetreide neuer Ernte scheiterten Abschlüsse zumeist daran, daß Forderungen und Gebote zu weit auseinandergehen.

Letzte Nachrichten.

Beileidstelegramm des Reichskanzlers an Frau Delbrück.

Berlin, 16. Juli. (WTB. Funkspruch.) Reichs­kanzler Hermann Müller hat aus Bad Mergentheim an die Witwe des verstorbenen Historikers Hans Delbrück folgendes Telegramm gesandt:Zu dem schweren Verlust, der Sie durch das Hinscheiden Ihres Gatten betroffen hat, spreche ich Ihnen und den Ihrigen zugleich im Namen der Reichsregierung meine aufrichtigste Anteil­nahme aus. Hans Delbrücks Verdienste als For­scher sichern ihm ein bleibendes Andenken. Er starb mit 80 Jahren immer noch z u früh, weil er zu den Begnadeten gehörte, deren Arbeits­kraft unerschöpflich schien."

Geheimrat Binswanger f.

Jena, 16. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der ehe­malige Direktor der hiesigen Universitäts-Nerven- klinik, Geheimrat Prof. Dr. Otto Binswanger, ist in der vergangenen Nacht in Kreuzlingen bei Konstanz, wo er seit seinem im Oktober 1919 er­folgten d Ausscheiden aus der Lehrtätigkeit seinen Wohnst^ hatte, g e ft o r b e n. Professor Binswanger war 1852 in Münsterlingen in der Schweiz ge­boren. Er veröffentlichte Fachpublikationen über Die Pathologie und Therapie der Neurasthenie* (1896) undDie Epilepsie" (1899).

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a ®i

Berlin

Schluß- Rute

I Ubr- Äute

Schluß, fturt

Anfang ffute

Datum

15.7.

16.7.

15. 7.

16 7.

6% trt. »eichlanleihr o. 1927

DL BnL-eiblökSdiuU) AuL wf.-Rechlen

r«_L ohne Auilos.-Rechte

7% grany. Hl>V -Bl- Goldpf. un- kündbar bU 1932

4H% Rheinische Hhp^Bank Liqu > Goldpf.

t®.®. dbg. Bortriegl-DbUgatton. rückzahlbar 1932

4% Schweiz. BunMb-'ÄnL.

4% Oesterreichtsche «oldrte..

4,20% Ceften. 6Ubtrrte. .

4% Oesterreich, etnhetll. Stte.

4% UngarW Goldrtr.

4% Ungarijdjc Staatlr. ». 1810 btigL von 1913

4% Ungarische kronentte.. .

4% lütt Zollanleihe v. 1911 .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

Serie I

4% deigl. Serie ll

4% Rumänen ronvert. Rte. . . . 4H% Rumänen OolbanL von 1918

tUlfl. Dermchr Etfendahn . 4% Hamburg-Amerika Palet . . . k Hamd.-Südam. Dampffch. . . 8 Hansa Dampfschiff . . 10

Norddeutscher Lloyd .... 8 ffilg. Deutsche Grtbltanü. . . 10

Barmer Bankverein . . 10

Berliner HandeUgescllsch. . 12

Commerz- und Privat-Banl 11 Darm st. u. Rattonaldanl 12

Deutsche Bank . . . 10

DUlonto-GeleMchatt ünt. 10

Dresdner Bank ... 10

Mitteldeutsch« rredttdaU ... 9 Metalldank.........

«leichsbank ......U

W,25

50,9 10

85,5

79

87

98

2,3

1,7

23,15

7,75

124,65

116,75 127

129,5

217

186,5

282,5

173,75 159 162

1 319,5

| *11 I I 1 | | | | | 1 1 | 1 Illi 13 1 1 S 1 1 1 S 1 1 I I r?

6U

50,9

10

29,5

2,5

23,25

22,13

1,75

7,6

7,35

7,65

17,25

124

168,4

116,5

127,25

129,5

216,5

186,5

281,75

174

158,5

162,5

318?5

51

10

7,9

124,25

194 169

116,25

127,25 129,5

186,25

281,6 173,75 158,25

162,5

319

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß.

Sure 1

i-Ubr- Kur«

Schluß- Kure

Anfang- Kurs

Datum

15.7.

16.7.

15-7.

16.7.

ti.li.®. . .......b

Elektr. Lieferungen..... 10

Licht und firafi ..... 10

Felten ft Guilleaume. .... 6

Gef. f. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elektr. Werke .... 10

Rhein. Elektr.........9

Schief. Elektr........10

Schuckert..... .... 8

Siemens 4 Halske.....12

Lahmeyer L To.. ..... 10

Buderus...... 6

Deutfche Erdöl ....... 6

Effener Steinkohle ...... 8

Geilenkirchener ... s. H I. 4 harpener..........6

Hoefch Eilen.........8

Alle Bergbau...... . 8

Rlödncrmcrte........7

Küln-Reurssen. ....... 9

ManneSmann........8

Manifestier.........7

cderfchlel. Eilend. Bedart... 8

Cbcrfdilc). Koktwerke.....6

Phönix Bergbau......5%

Rhcinilche Braunkohlen... 10 Rhetnstahl . . . f.'/« Jahr 4'/, Niederk Montan......7,2

Bereinigte Stahlw......6

Oiavi Minen.......2 sh

Kali Aschersleben.....10

kalt Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

I. G. Forbcn.Jndustrie . . . 12 Dynamit Rodel ....... 6 Scheide anstatt ...... ..9 Goldfchmtdt .........

RütgerSwcrke ........ 6 Meiallgelestfchaft. ..... 11

197,25

226

216

139,5

215

236,75

396,5

172,5

78,4

120,65

143

151

219

117

127

109

303,5

132

117,25

244

249

406

232,75

81

88,5

127

197

154,5

139,75

395

79

143,25

150,5

116,5

127,6

107,9

132,6

117,75

403

231,25

197 226,5 156,9 216,5

140 215,4 141,25 154,5

193 235,5

397 148,75 173,5

79

121 144,25 142,75 151,25

142

116,5 138,25

127,4

138

92 110,75 109,13 303,5 132,25

116,9

69

245 248,75 405,25

232,25

109

80,75 88,25 127,75

19771T

226,5

216 140,5 215,5

141

152,25

235 396,13

148,5

79,5 121,4 144,5

143 151,25 141,75

116,75

138,5

127,9

138,25

92,25 110,75 109,13

302

133

117,25

68,5

403

231

79,13

884

ffronksuna.M.

Berlin

Schluß- Sure

1-ntir- Sture

Schluß- Kur«

Anfang Kur«

Datum

15.7.

16.7.

15.7.

16 7.

Philipp Holzmann.......

Heidelberger Eement .... 10

Cement Karlstadt......8

Wayh 4 Freitag......10

Schultheis Patzenhofer ... 15

Ostwerke........ 12

Ber. Glanzsto«......18

Bemderg.........1*

Zellstoff Waldhof.....12

Zellstoff Aichafsendurg ... 12

Eharioltenbnrger Waster ... 7

Dessauer Gas.......8

Daimler Motoren......0

Deutsche Maschtnen-gadrü . . v

Adlerwerke Klever......6

Ludw. Loewe...... 10

Rat. Automobil.......0

Orenstetn 4 Koppel . .... 6

Leonhard Tley ....... 6

Bamag-Meguin.......0

flrankf. Maschine«......6

Grihner...... 11

Heyliacnstardt ....... 0

Mainkrastwerke ....... 8

Miag...........10

dtekarsulmer ....... 8

Peter« Union........8

Gebr. Roeder ....... 10

Botgt 4 Haeffuer......f

Südd. Zucker........»

__Dan

111,5

135,5

185

101,25

417

161,5

56

50

57,5 71

62

106,25

105,25

124

120,5 114

220

149,25

knoten

IIISII^IIsllSIS'IIIIIIISIIIIIH»

111,5

101,25

310,5

248

418,25

321

247

161

142,5

198,5

55,75 57,75

48,13

206,5

24 94

218,75

58 70

63

124

121

222

150

122,75

311,25

247,5

412,5

320

245,25

111,5

197,5

55,75

57,75

49

207

23,5

94.5

217,5

124,5

_______Berlm, 15. Juli

Geld

«rtcf

Ämcrifanifdif Note» ..... Belgifche Noten...... .,

Därmtbe Roten........

Englische Roten........

4,172

58,28

111,43

20,297

4,192

58,52

111,87

20,377

Berlin, 15. Juli

Geld

Brief

Französische Noten.....

Holländische Noten...... iktolienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr , 4100 Kronen Romanische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

imT3 168,03 21,96 111,50 59,07 2,475

112,08 80,66 60,64

12,387 72,87

16,475

168,71

22,04

111,94

59,31

2,515

112,52

80,98

60,88

12,447

73,17

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

15. Juli

16. Juli

Amtliche Notierung

Geld 1 Brie>

Amtliche Notierung Geld | Brie,

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Japan . . . Rio de Jan Wien in D^- Ctft. abgeft Prag . . . Bclzrad . . Badapest. . Bulgarien. Lissabon . Danzig. . . Konsunttiu. Athen. .

Tanada Urnauay. Latro . -

168,40 1,759

58,165 111,71

. 111,70 112,38 10,537 21,925 20,337 4,1935

16,42 80,645

60,80 1,909 0,497

58,995 12,409

7,365 73,075

3,032 18,73 81,32 2,023 5,415 4,165 4,036 20,86

168,74

1,763 58,385 111,93 111,92 112,60 10,557 21,965 20,377 4,2015

16,46 80,805

60,92 1,913 0,499

59,115 12,429

7,379 73,215

3,033 18,77

81,41

2,027 5,425

4,173 4,044 20,90

168,37

1,760

58,255

111,75

111,68

112,40

10,535

21,93

20,335

4,195

16,42

80,64

60,76

1,917

0,497

59,035

12,411

7,363

73,10

3,027

18,75

81,35

2,018

5,42

4,168

4,076

20,855

168,71 1,764

58,375

111,97

111,90

112,62 10,555

21,97 20,375

4,203

16,46 80,80

60,88 1,921

0,499

59,155 12,435

7,377 73,24

3,033

18,79

81,51

2,022

5,43 4,176 4,084

20,905

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