sein, dein alter Lehrer, dein Pfarrer, deine Zeitung, es gibt so viele Menschen, i>u> von dem Glück des eigenen Buches wissen, und die, wen sie um dieses Glück wissen, sich von ganzem Her- zen freuen werden, wenn sie auch dir dazu verhelfen können.
Dazu kommen noch zahlreiche Organisationen, die durch Anregung und Beratung jedem gerne Helsen, zu guten Büchern zu kommen. Ich kann in diesem Zusammenhänge nur auf einige Hinweisen: die Deutsche Dichter-Gedächtms-S istung, der Dürer-Bund, der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung, der Reichsausschuh für sozialistische Bildung ^arbeit, der Borromäusverein. der Evangelische Volksdienst, die verschiedensten Pru- fungöausschüsse für Jugendschri.ten. dre Deutsche Zentralstelle für volkstümliches Büchereiwcsen u. v. a. Jeder gute Buchhändler ist in der Lage, die von diesen und anderen Organisationen herausgegebenen Verzeichnisse empfehlenswerter Bücher zu beschaffen. Den besten Wertmesser hat jedoch jeder in seiner eigenen Brust. Kaufe dir die Bücher, die dir wirklich mehr zu sagen ha- den, als was dir sonst Klatsch und Tratsch der Straße zu sagen haben, und bei denen du daS Gefühl hast, dah du dieses Buch mehr als einmal und mehr al 5 zweimal lesen wirst. Denn ich nestme an, dah du mit deinem Geld sparsam umgehen muht. Ha-
Wirtschaft.
TJr. Sloans Besuch in den Opelwerken. Rüffelsheimer Zukunflsprojekle.
WSA. Mainz, 15. März. Eine hiesige Zei- tung läßt sich aus Rüsselsheim berichten: Am Donnerstag nachmittag um 2 Llhr traf, von Wiesbaden kommend, der Präsident der General Motors, Mr. Sloan, von einem Stabe amerikanischer Ingenieure begleitet, in den Opel- werken «in. Begrüß* und geführt wurden die Amerikaner von dem Smiorchef der Ope.wer.e. Gehe mrat Dr. h. c. Wilhelm von Opel, Dr. Frih OPel und Dr. Fritz von Opel jr. Die mehr als dreistündige Besichtigung erstreckte sich nur auf die Abteilungen des M o - lorwagenbaues. nicht aber auf diejenigen des Fahrradbaues. Letzterer soll, wie ein Ge» rücht in den Opelwerken besagt, in die im Besitz von Dr. Fritz von Opel jr. übergegangenen Diamant-Fahrradwerke in Siegen (Sachsen) verlegt werden, weil die Amerikaner angeblich auf die Fabrikation von Fahrrädern in Rüsselsheim keinen Wert legen sollen. Um 5 Uhr verliehen die Amerikaner die Opelwerke und begeben sich nach Wiesbaden zurück, wo der Abschluß der Fusionsverhandlungen stattfinden soll. Mit den umfangreichen baulichen Erweiterungen ter Opelwerke soll auch eine Verlegung der durch die Opelwerte larsen^n S aatsbchnlinie Mainz—Frankfurt, und des etenfalS jetzt in der Mitte der S adt Rüs- fe shelm gelegenen Staatsbahnhoss um etwa einen Kilometer nach Süden in Aussicht genommen fein. Mit der Verlegung der Bahnlinie und des Bahn- Hoss ist das Projekt verbunden, unter Umgehung des Slaatsbahnhofs Bischofsheim eine direkte Bahn.inie Rüs'e s'feim—Kömgstädten—Raufe m (Bahnstrecke Mainz—Darmstadt) zu erbauen, um so deii Personen- und Güterverkehr in Richtung Darmstadt—Mannheim vom Bischofsheimer Bahnhof unabhängig zu machen. Weiler sollen seitens der Amerikaner in Rüsselsheim großzügige Wohnungsbauprojekte erstehen. Mik einem Kostenaufwand von etwa 10 Mill. Mk. sollen der sog. Terggewann im Südosten der S adt in großem Umfang Werkwohnungen für Arbeiter und Ang^lellte der neuen Opelwerke erstellt werden. Es soll nämlich beabsichtigt sein, dir amerikanischen General Motors- wrrke in Berlin- Borsigwalde, die an einer territorialen Ausdehnung behindert fe.cn, nach Rüsselsheim zu verlegen.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effcktenmarkt.
An der Effektenbörse machte sich in dieser Woche eine von Tag zu Tag stärker um sich greifende Lustlofigkeit bemerkbar, und die herrschende Zurückhaltung erreichte das denkbar größte Ausmaß. Während der Rahmen des Geschäftes unrerändert eng blieb und sowohl das Publikum als auch das Ausland dem Markte fast vollkommen fernblieben, schritt die S-ekulation zu Realisationen und darüber hinaus zu Blaneoabgaben. Die Tendenz erfuhr infolgedessen zunächst eine weitere Abschwächung. Dies hatte seine älrfad;e einmal wieder in der Ungewißheit über die Lage bei den Pariser Deparationsverhandlungen. Der Gedanke einer Reparationsbank wurde zwar
zunächst meist begrüßt, und die aus den Verhandlungen über die eventuelle Errichtung einer derartigen Dank bekanntwerdenden Einzelheiten fanden keine ungünstige Aufnahme, hinsichtlich des Endergebnisses der Besprechungen bestand jedoch wieder ein ziemlich starker Pessimismus. In der Hauptsache ging die Verstimmung von der ziemlich unbefriedigenden Geldmarktsituation aus. Die kritische Geldknappheit der Reichskassen lieh ernsthafte 'Be- sorgnisse entstehen, da über die Deckung des etwa 400 Mill. Mk. betragenden Defizits noch keine Beschlüsse gefaßt worden find. Man befürchtet, daß sich eine neue Begebung von Reichs- schahwechseln mit halbjähriger Laufzeit nicht umgehen läßt. Dazu kommt, dah damit gerechnet werden muß. daß die Landwirtschaft bald mit größeren Ansprüchen an den Geldmarkt herantreten wird. Reben den Industriebelastungs- zinsen wirkten in dieser Woche die weiteren Devisenabwanderungen nach dem Ausland verknappend. Die Reichsbank muhte, um zum Ausgleich Devisen kaufen zu können, in den letzten Tagen für etwa 46 Millionen Mark Gold abgeben. Doch muh darauf hingewie- sen werden, dah bei dem augenblicklichen Gold« bestand der Reichsbank se.bst Goldabgaben im Betrage von mehreren hundert Millionen noch keinen Grund zur Besorgnis bieten. Der letzte Reichsbankausweis zeigte eine mäßige, im allgemeinen jedoch befriedigende Entlastung des Instituts nach dem Ultimo. Am Tages- geldmarkt trat schließlich eine gewisse Entspan- nung ein; der Privatdislontsatz mußte dagegen auf 63/r Prozent erhöht werden. Die Lage der internationalen Geldmärkte b.ieb immer noch undurchsichtig. Die Gefahr einer Diskonterhöhung der Bank von England wurde schließlich durch das Anziehen des Pfundkurses etwas geringer. Ebenso wurden die Reu^orker Geldmarltverhält- nisse später etwas günstiger beurteilt, da der dortige Satz für Tagesgeld auf 6 Prozent ermäßigt werden konnte. Die Höhe der Reutzorker Börsenlredite mahnte dagegen weiter zur Zurückhaltung. Auf die Allgemeintendenz von ungünstiger Einwirkung war der plötzliche Kursrückgang, den die Reubesitzanleihe erfuhr. Man sprach von Exekutionen und größeren Prä- mienverkäusen, zu denen die ungünstige Beurteilung der Pariser Verhandlung der Anlaß gewesen sein soll. Es dürften aber auch von der Baissespekulation vorgenommene Leerverkäufe zu der schwachen Haltung der Ablösungsschuld beigetragen haben. Im allgemeinen hielten sich die Kursabschläge in erträglichen Grenzen. Einen gewissen Ausgleich bot die kleine Rachfrage, die sich nach ve.sa iedenen Werten bemerkbar machte. So waren Schiffahrtswerte zeitweise verlangt im Zusammenhang mit der bevorstehenden Opposition in der Generalversammlung der Hapag. Auch für Kupferwerte bestand auf die unverändert anhaltende Kupferhausfe wieder Interesse. Am variablen Markt waren Franlfurter Maschinen in Erwartung einer wieder 6proz. Dividende mehrere Prozent fester. Zum Wochenlchluh wurde die Haltung allgemein freundlicher, und es konnte sich eine etwas zuversichtlichere Beurteilung der Situation durchsetzen. Dazu trug bei vor allem der mit Befriedigung aufgenommene Abschluß der Danaibank. Die Kulisse nahm Deckungen vor, und die anfänglichen Kursabschläge wurden großenteils wieder eingeholt. Auch deutsche Anleihen konnten sich wieder erholen.
Wochecidencht
vom Frankfurter produktenmarkt.
Bei kleinster Llmsatztätigkeit war am Frankfurter Produllenmarlt die Haltung ruhig. Obwohl vom Ausland: meist höhere Rotierungen gemeldet wurden, blieben diese ganz ohne Einfluß, da die Händler große Zurückhaltung bekundeten. Das Angebot von Inlandware war trotz des milden Wetters weiter recht klein, und der Grundton des Marktes zeigte in der Hauptsache aus diesem Grunde eine gewisse Widerstandsfähigkeit Einige Rachfrage bekundeten die Mühlen und der Export, die sich aber auch nur auf die beiden Hauvtmarkttage beschränkte. Die Händler H e en im H nlergrunde, und auch d e üb.izer Interessenten schritten nur im Bedarfsfälle zu Deckungen. Diese Vorsicht war in erster Linie auf die entgegenkommenden Forderungen der Provinz zurückzuführen, da sich infolge der in nächster Zeit zu erwartenden größeren Beschickung der Märkte, im Zusammenhang mit den eisfreien Flüssen, die Hoffnung einer Preissenkung herangebildet hatte. Weizen war bei geringem Angebot und etwas vermehrter Rachfrage etwas gebefsert, Roggen dagegen zeitweise abgeschwächt, und die daraufhin einfetzende starke Rachfrage hatte einen gut gehältenen Preis für diesen Artikel zur Folge. Rur geringere Qualitäten blieben vernachlässigt, aber hierfür zeigte
sich nur wenig Interesse. Sommergerste gab weiter bis zu 0,25 Mark nach, ohne dah ein besonderer Grund für diesen Rückgang vorhanden gewesen wäre. Der M e h l m a r k t zeigte immer noch schleppenden Absatz. Die Preise blieben jedoch, da auch das Angebot hierin klein blieb, alle gut behauptet. Auch am Futtermittelmarkt war eine nennenswerte Geschäftsent- toidelung nicht festzustellen gewesen. Rur für Roggenkleie zeigte die Landwirtschaft infolge des langen und strengen Winters zur Auffrischung ihrer Bestände zeitweise lebhaftere Rachfrage. Rur mit Ausnahme von Weizen konnte hier ein zu nennender Gewinn erzielt werden. Zum Wochenschluß blieb die Geschäftstätigkeit eng begrenzt. Von den überseeischen Märkten lagen keine Anregungen vor, und demzufolge traten die am Produktengefchäft interessierten Kreise ganz in den Hintergrund. Das Angebot von Inlandgetreide blieb gering; die Wühlen zeigten, angeregt hierdurch, einiges Deckungsbedürfnis. Sonst war nennenswertes Geschäft nicht zu verzeichnen.
Die Preise erfuhren keine Veränderung mehr. 3m Vergleich zu den (Kotierungen der vergangenen Woche waren Roggen, Mais für Futterzwecke, Weizenmehl, niederrheinisches Weizenmehl, Roggenmehl und Weizenkleie gut behauptet. Sommergerste büßten 0,25 Mark ein. Dagegen konnten Weizen 0,12 Mark und Roggen- kleien 0,25 Mark gewinnen. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 24 bis 24,15, Roggen 23,75 bis 23,50, Sommergerste 24 bis 24,25, inl. Hafer 24,50 bis 24,75, Mais für Futterzwecke 24,50, Weizenmehl 33,50 bis 34,50, niederrheinisches Weizenmehl 33,25 bis 33,75, Roggenmehl 30,75 bis 31,75, Weizenkleie 14,25 bis 14,35, Roggenkleie 15,50 Mk.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
In dieser Woche war das Geschäft am Frankfurter Echlachtviehmarkt wieder ruhiger. Am Rindermarkt konnte sich trotz de3 geringeren Auftriebs nur langsames Geschäft entwickeln; bei gut behaupteten Preisen verblieb sogar noch üleberstand. Für Schweine machte sich anfangs der Woche regeres Interesse geltend, und die Preise konnten hier allgemein etwas anziehen, doch wurde zum Wochenschluß die Stimmung wieder flauer, so daß die zum Ddginn der Woche erzielten Prci (gewinne größtenteils wieder verlorengingen. Schaf e hatten trotz des größeren Auftriebs in dieser Woche, regeres Geschäft zu verzeichnen, jedoch konnten die Preise bis zu 3 Mark anziehen. Am Kälbermarkt war das Geschäft ruhig, obwohl der Auftrieb geringer war. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1596 Rindern, darunter 334 Ochsen, 78 Bullen, 639 Kühe und 410 Färsen, ferner aus 1592 Kälbern, 472 Schaden und 5535 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieh der vergangenen Woche waren 91 Rinder und 240 Kälber weniger, dagegen 182 Schafe und 341 Schweine mehr angetrieben.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Rinder: Ochsen AI 52—56, All 49—51, BI 45-48; Bullen: A 50-53, B 45—49; Kühe A 41—46, B 36-40, C 32—35, D 25—31; Färsen A 53-57, B 48-52, C 43—47; Kälber: B 73—76, C 68—72, D 60-67; Schafe: AI 56 bis 61, B 50—55, Schweine: B 78—81, C 79—82, D 78—81, E 76-80.
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• Lederwerke Martin Zimmer A.-G., Offenbach a.W. Laut „granlfL Ztg." ist bei dem Hnterneßmen (1,2 Millionen Mark Aktienkapital) mit einer Ünterbilanz von etwa 350 000 Ml. zu rechnen. Die Gesamtverpflich- tungen dürften sich auf 2,3 Millionen Mark belaufen, darunter 860 000 Mk. Bankkredite. Die Gesellschaft benötigt etwa 400 000 Mk. neue Mittel. zu deren Aufbringung sich erst ein Teil der Gläubiger und Aktionäre bereiterk.ärt hat. Voraussichtlich wird das Aktienkapital im Verhältnis 2:1 gufammengclegt und auf eine Million Mark wieder erhöht werden. Man hofft, daß die der Gesellschaft nahestehende Alpina A.-G. Lederfabrik in ©ümlingen (Schweiz) einen Teil der neuen Aktien übernehmen wird.
* Barmer Bankverein Ginsberg, Fischer 8c Co., K. a. 21. Nach dem nunmehr vorliegenden Geschäftsbericht für das Jahr 1928 wurden einschließlich 256 840 Mk. Vortrag insgesamt (alles in Mill. Mark) 14,030 (13,394) vereinnahmt. Hiervon entfallen auf Gebühren 7,073 (6,755), auf Zinsen 5,675 (5,187), auf Wertpapiere 1,025 (1,224). Derwallungskosten erforderten 7,314 (7,027), Steuern und Lasten 2,512 (2,188), so daß ein Reingewinn non 4,205 (4,179) verbleibt, aus dem wieder 10 v.H. Dividende verteilt werden sollen; 279 396 Mk. ge» langen zum Vortrag.
* Brown. BoveriLCie., A. >G., Mannheim. Das Geschäftsjahr 1928 schließt mit einem
ÄDhtn von 17,48 Mill. Mk. Generalunkosten rten 11,37, d. h. 1,94 Mill. Mk. mehr als im Vorjahre, Steuern beanspruchten 2,33, Abschreibungen 1,81 Mill. Mark. Für soziale Leistungen wurden 1,64 Mill. Mk. aufgewendet; in dieser Summe sind die für die Pensionskasse bereitgestellten 500 000 Mark enthalten. Aus dem verbleibenden Reingewinn von 1,96 Mill. Mk. werden wieder 9 v. H. Dividende auf die Stammaktien vorgeschlagen. Die 15 Mill. Mk. alte Stammaktien sind für das ganze Jahr, die 10 Mill. Mk. jungen für ein halbes Jahr dividendeberechtigt. Zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 51 420 Mark.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 16. März. Tendenz: zurück - hallen. — Obwohl an der Neuyorker Börse die Haussestimmung anhäll, ging von dieser Tatsache heute keine besondere Anregung aus, utzd zu Beginn der heutigen Börse konnte sich nur schleppend Geschäft entwickeln. Die Umsätze waren sehr bescheiden und beschränkten sich nur auf ganz vereinzelte Spezialwerte. Die Spekulation oerh.ell sich aber sehr zurückhaltend, da Orders von Publikumsselle sowie günstig lautende Nachrichten nicht vorlagen. Die Stimmung war im allgemeinen lustlos doch zeigte der Grundton der Börse eine gewisse Widerstandsfähigkeit, da von der Etatsdebatte und den neueren Meldungen über den Stand der Reparationsverhand- lungen eine Beruhigung ausging. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestallung keine einheitliche, doch blieben die Veränderungen nach bei- den Seiten gering. Vereinzelte Werte, in denen weitere Auslandaufträge eingetroffen fein sollen, konnten sich bis zu 2,25 v. H. bessern. So lagen z. B. AEG. bevorzugt. Auch Svenska konnten 2 Mark gewinnen. Bis 1,5 v. H. fester eröffneten noch Westeregeln, Adlerwerke, Deutsche Linoleum und Discontogesell- schäft. Teilweise waren aber auch Verluste bis zu 2 v. H. zu verzeichnen. So waren Licht 8- Kraft, Metallbank, Montanwerke und Kupferaktien trotz der weiteren Steigung der Kupferpreise stärker vernach- läffigt. Chadeaktien, Farben und Montecatini blieben bei kleinsten Umsätzen knapp behauptet. Fest waren im Freioerkehr von amerikanischen Äunftfelbenroerten Shares Bemberg mit 81 und Glanzstoff mit 64,5 Dollar gehandelt. Renten ohne nennenswertes Geschäft, doch weiter etwas gebeffert. Im Verlaufe wurde es stimmungsmäßig etwas freundlicher. Die Umsätze blieben aber sehr klein, vereinzelte Orders bewirkten bei den meisten Werten eine Besserung bis zu 0,5 v.H. AEG. lagen weiter bis 0,75 v.H. gebessert. Farben konnten ihren anfänglichen Verlust ausgleichen. Der Geldmarkt zeigte heute für Tages- gelb mit 6 v. H. eine kleine Erleichterung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2152, gegen Pfund 20,458, London gegen Kabel 4,8528, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,68, gegen Madrid 31,70, gegen Holland 12,1180.
Berliner Börse.
Berlin, 16. März. Schon im heutigen Dor- mittagsverkehr war eine Haltung nur schwer erkennbar, und auch zu Beginn der Börse selbst hatte sich noch keine Einheitlichkeit in der Kursgestallung herausbilden können. Auch vorbörslich noch eher schwächer, zeigte sich zu den ersten Notierungen einige Kaufneigung, die der Spekulation auch an den übrigen Märkten zu Deckungen Anregung gab. Vereinzelt waren zwar heute kleine Kursverluste zu verzeichnen. Reichsbank, Holzmann, Waldhof und Mannesmann verloren bis zu 2,5 v. H. Die Mehrzahl der Werte eröffnete gegen gestern wenig verändert, Berger Tiefbau, Chadeaktien, Svenska und Bemberg hatten Ge- minne bis zu 6 v. H. erzielen können. Wie klein das Geschäft aber auch heute wieder blieb, geht daraus hervor, daß z. B. die 4,5-v. H.-Steigerung bei Bemberg auf eine Nachfrage von 6000 Mark zurückzuführen war, und aus der großen Anzahl zur ersten Notiz gestrichenen Kursen. Deutsche Anleihen etwas freundlicher. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefmarkt ruhig und nicht einheitlich. Der Geldmarkt war unverändert. Nach den ersten Kursen war am Elektro» markt für AEG. eine größere Kauforder eingetroffen, was anscheinend auf die übrigen Märkte etwas ab- färbte; später aber setzten, wie schon in den letzten Tagen, Abgaben einer größeren Kommissionsfirma ein, die zu einer erneuten Derflauung der Börse führten. Die Rückgänge betrugen bis zu 1 o. H. Die nichtssagende Erklärung der Mannesmann-Ber- roaltung zu den Dividendegerüchten von gestern konnten nicht verh'ndern, daß ein erheblicheres Angebot an den Markt kam, das den Kurs weiter stark drückte.
Aus dem Amisverkündigunasblatt.
* DasAmtsverkündigungsblatt Nr. 16 vom 15. März enthäll Prooinziallag der Provinz Oberhcsien. — Abgang der Landgestütsbeschäler. — Forst- und Jagdschutz. — Maß- und Gewichtspolizei und die Durchführung der Nacheichung. — Die Sue« führung des Urkundenstempelgesetzes. — Dienstnach- richten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Banknoten
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Die hinter den Papieren angeführ:en Ziffern neben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent. Lombardzinsfuß 7,5 Prozents
Berlin, 15. Mär;
Geld
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Holländische Noten......
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Norwegische Noten......
Dem lch-Tcslerr,-t 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten ....... Spanische Noten.......
Tschechoilowakische Noten .. Ungarische Violen . ...
16,44 168,38
22,09 111,93
59,03 2,49
112,23 80.99 64,86 12,43 73,20
16,52 169.08
22.17 112,42
59.27 .2,51
112.67 81,31 65,14 12,49 73,50
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4% Ungarische Staat», v 1910 4H% oeefli. von 1913
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4% Türtiiche Bagvabbahn-Anl Serie 1
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454% Rumänen (Bolbani. von 1913
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Rorddeutfchrr Lloyd ... 8
Allg. Deutiche EredltanÜ. . . 10 Barmer Bankverein 10
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105,13
118,5
114,5
125,5
86,25
102,25
94,25
289,5
123,25
94,25
68.5
211
216
>12,5
245
?9.75
92,4
167,75
266,5 162
206,5
140.6
228,75
217
371,25
77
120,5
127,25
104,75
113,4
125
94.25 288,75 122.75
82,5 69
211
214.5 311
244,5
89.6
15- M n
16- März
ÄMiliche Noneruna
Amtliche Notierung
(')cl6
Brie
i^eld
Briet
»UN 1.. Non.
168.60
168,94
168,64
168.98
Bun.-Aires
1.770
1,774
1,770
1.774
Brsf.-Antw
58.465
58.585
58.46
58.60
Ctzristiania.
112,27
112.49
112.28
112.50
Kop.'niiagtn
112,21
112,43
112,22
112.44
Stockholm -
112,45
112,67
112,45
212,67
-helnngforS.
10,592
10,612
10.59
10.63
Italien. .
22,045
20,473
22,05
22.09
London. . .
20,433
22,085
20,434
20,474
'J.'cnnorf . .
4,2105
4,2185
4.211
4,219
PrriS. . .
16.44
16,48
16.445
16,485
Schweiz ..
80.98
81,14
80.99
81.15
Sva btt .
64.50
64,62
64.24
64.36
Japan . . -
1.873
1,877
1,875
0,879
•Hio de Jan Wien in D->
0.4995
0,5015
3.4995
0,5005
CtfL abgelt
59,145
59.265
59.14
59.26
Prag . - - -
12,466
12.486
12,466
12.486
Bcltrad . -
7.391
7.405
7.395
7.409
Bndav^t - -
73.36
73.50
63.37
63.51
Bul arien
3.039
3,045
3.039
3.045
L'ssobon TanV«. . .
18,83
18,87
18,8
18,84
81.70
81,86
81,69
81,85
Konst ntin-
2,071
5,452
2,071
2,075
9uten. .
5,442
2,075
5.445
5,455
Tanada
4,183
4.191
4.183
4.191
11 ru nat) .
4,276
4,284
4.266
4.274
Cairo • . •
20,958
20,998
20.96
21,00
Berlin. 15- Marz
"tlb
Her
....ri.aunajt 'Jloten.....
4,203
4,223
belgische Noten .......
58,28
58,52
Däniiche Noten .......
111.98
112.42
Englische Noten........
20,427
20,507


