Ausgabe 
15.8.1929
 
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ii> in einer mit Skoh Eers Holznagel ein wen, der Sohn des «ab, mitverbrannlen. icnb in der Scheune zespielt. streite mehr.

Deutschen Tängcrbund gangen, in denen die ngerstreites gesor- isl von dem Mann- d ausgegangcn, der (io große deutsche Läng.r 5o u.a. der Badische iträge werden aus bc* chen Sängerbünde- zur daß als Ersatz für d. ft ein ffieriuncjL- foll.

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Pilzvergiftungen

von Hutpilzen, welche

Als

Nachdruck verbot«

Ohne Gewahr

14. August 1929

6, Ziehungslag

143992

140167

128069

271873

173537 310768

Unter den Hunderten in Deutschland wachsen.

86222

123075

162255

178986 201191

206609

220193 241900 257512 270320

293684

316851

331834

366832

389297

127043

166884

184968

201208

207119

221243

242556

260265

273816

306386

319741

336306

372821

389710

183502

208776

243874

269785

279619

299792

349891

365423

393520

146131

182083

206667

231724

250496

270253

286063

339604

363633

380002

183251 207918 236697

263187

275003 298223 349829 363794 387787

168562 186841

201888 208440

223638 242828 260314 275263 307024 321648

335516 374679

170866 187229

204671

215673

230546 246049

261904 280597

307040

323799 363996

374692

192636 211286

245977

262093

282342 305888

355844

371570

398198

175824

193525 205669

219254 239148

256928 265843

290890 308119 329078

361684 380711

Vermischtes.

Der Hund als Lebensretter.

186691

210318

244162

261185

280749

303900

353467

370491

394982

172608 189896 204955

218419

236758 255995

263147 286465

308046 324291

354334 376917

200905

22272t

249841

262951

284946

306545

860460

371597

wenn dieser die Ueberweisung oder den Scheck vom Aussteller erhalten hat, durch den auf der Lieberweisung oder dem Scheck unten links an­zubringenden und von ihm zu unterschreibenden Vermerk:Eilauftrag" gestellt werden. Cs emp­fiehlt sich, den VermerkEilauftrag' auch auf die Anschriftseite des Scheckbriesumschlags zu sehen, in dem der Auftrag dem Postscheckamt übermittelt wird. Die Gebühr trägt der Antrag­teller. Sie ist bei Zahlkarten außer der Zahl- kartengebühr durch Aufkleben von Freimarken auf die Zahlkarte zu entrichten. Bei Ueberwei- ungen wird die Gebühr vom Konto des Antrag­stellers abgebucht: bei Schecks wird sie, wenn der Aussteller die Eilbehandlung beantragt, eben­falls von seinem Konto abgebucht, hat aber der Empfänger des Schecks den Antrag gestellt, so wird sie bei der Auszahlung des Betrags em» behalten. , ,

* Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker. Ortsgruppe Gießen. Gewerbe­oberlehrer W. Lesemann von der staatlichen Kunstgewerbeschule Dielefeld spricht am kom­menden Freitag, 16. d. M., im Gewerkichaftshaus überZukünftiges typographisches Gestalten". Herr Lesemann wird an Hand einer Ausstellung von Arbeiten der Kunstgewerbeschule Bielefeld das interessante Thema eingehend behandeln. Interessenten seien auf die heutige Anzeige ver- wiesen, aus der alles Nähere zu ersehen ist.

sind über sechzig gute die als wohlschmecken-

2 ©tiolnne zu 6000 M. 209174

10 (Betoiniiz zu 3000 M. 137410 149506

Gewlimavszug

5. Klaffe 33. PreMch-Süddeutsche (259. Preuß.) Klaffen-Lotterie

abzusehen. . r , , ..

Cs kann hierbei gesagt werden, daß durch die Wettbewerbe der Blumenschmuck an Häusern, Ballonen und in Vorgärten in erfreulicher Weise gefördert wurde und damit eine Belebung und Verschönerung des Stadtbildes erreicht werden konnte. Andere Städte und Orte folgten dem Gießener Beispiel und erbaten Bat und Mit- hilfe. Wir hoffen und wünschen deshalb, daß auch künftighin wieder ein Blumenschmuck-Wett­bewerb zur Durchführung kommt.

Daten für Freitag, 16. August.

Sonnenaufgang 4.40 Uhr, < Sonnenuntergang 19 21 Uhr. Mondaufgang 17.55 Uhr, Mond­untergang 0 Uhr (Mond in Erdferne).

1743- der Chemiker Laurent Lavoisier inParis geboren; - 1832: der Philosoph WilhelmWundt in Neckarau geboren; 1899: ber ®f)enutct Robert Wilhelm Dunsen in Heidelberg ge­storben.

Gicszener Wochenmarktstreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stuck) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 20, Notkraut 20 bis 30, gelbe Ruben 15 bii 20 rote Nüben 15 bis 20, Spinat 20 bis 30, Nömischtohl 12 bis 15, Bohnen, grüne und gelbe 20 bis 25, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 20 bis 35, Zwiebeln 10 bis 20, Pilze 35 bis 40 Kartoffeln 6 (Ztr. 5 bis 5,50 Mk.), Frühapfel 25 bis 30, Falläpfel 4 bis 5, Birnen 10 bis 30, Sauer­kirschen 35 bis 45, Aprikosen 40 bis 50, Pfirsiche 60 bis 65, Heidelbeeren 35 bis 40, Stachelbeeren 20 bis 25, Johannisbeeren 20 bis 25. Himbeeren 45 bis 50, Pflaumen 15 bis 20, Zwctschen 25 bis 30. Mirabellen 25 bis 30, Reineclauden 25 bis 30, Honig 40 bis 50. junge Hahne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund, Tauben 70 bis 90, Eier 14, Blumenkohl 30 bis 80, Salat 10 bis 15, Salatgurken 15 bis 40 Ern- rnachgurken 2 bis 4, Endivien 15 bis 20, Ober* Kohlrabi 10 bis 12, Lauch bis ^5 Rettich 10 bis 20. Sellerie 10 bns 15 Pf. das Stuck, Radieschen Bd. 10 bis 15 Pf.

Bornotizen.

_ Taae^kalender für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ''Kameradschaftsehe undChikagocr Polizei in der Unterwelt . Auf^der Bühne Gastspiel des bekannten Humoristen tfrifc Taschauer. ,

Speisepilze, d. h. solche, die als wohlschmecken­des Nahrungsmittel in Betracht kommen kön­nen. Eine beinahe ebenso große Zahl kann ohne Schaden genossen werden und nur sechs Arten sind unter allen Umständen als giftig anzusehen. Es sind dies: K n o l l e n b l 2 t t e r s ch w a m m Fliegenpilz, Speiteusel, Giftreiz- ker, Satanspilz und Kartoffelbo- v i st. Andere, als giftig geltende, wie der Schweselkops, Pantherpilz, Wolfsrohrling oder die Giftmorchel können gelegentlich Wohl Un­wohlsein erzeugen, doch sind Todesfälle kaum zu verzeichnen gewesen. Cs ist auch anzunehmen, daß diese Vertreter des Pilzgeschlechts leicht er­kennbar sind und kaum von jemandem genossen

,41863 149309 163233 166984 lbbb4"2 iboutw

170385 172264 203963 209361 231064 234713

247616 267316 276833 282444 302968 304588

323268 331667 340000 359098 365617 369676

___ ein Häusler aus Hobro in 5ütla n mit Arbeiten in einer Sandgrube beschäftigt war, wurde er plötzlich von nicderstürzenden Sand massen begraben, so daß nur ein Teil des Gesichte: freilag. Sein Hund begann, als er sah, daß fein Herr verschüttet war, den Sand fortzuschar r en, um ihn zu befreien. In kurzer Zeit gelang cs dem treuen Tier, den Kopf und den Arm des

Städtische Krankenkraftwagen. Die Benutzung eines städtischen Krankenkraftwagens erfolgt worauf in einer Bekanntmachung der Stadt­verwaltung im heutigen Anzeigenteil hingewiesen wird, auf eigene Gefahr der zu befördernden Per­sonen. Die Stadt haftet für keinerlei im Betriebe entstehenden Personen- oder Sachschaden. Näheres ist aus der heute veröffentlichten Benutzungsordnung er^tI,^) e r f o n a [ i e n. Ernannt wurden: der Polizeiverwaltungssekretär Karl Hobler zu Friedberg zum Polizeiverwaltungsobersekretar mit Wirkung vorn 1. August 1929; der Gen- darrneriehauptwachtmeister Karl H ir t h du *-on* borf zum Gendarmeriemeister mit Wirkung vom 1 August 1929 ab. In den Ruhestand versetzt wurde auf Grund des Polizeibeamtengesehes vom 31. März 1929 der Gendarmeriekommissar Ludw. Werner in Schotten, mit Wirkung vom 1. Sep­tember 1929 an.

* Arbeitsjubiläum. Frau Emma Ge r ndt, hier, kann heute auf eine zehn­jährige Arbeitszeit im Hause ber Firma Karl r-aber Marktplatz, sowie bet der Firma Lud­wig Höhn, Bergstraße 22, zunickblicken

** Eilauf t r ä ge i m P o st s ch eckver keh r. Eine Neuerung im Postscheckverkehr ist kurzbch in Kraft getreten. Cilbehand ung kann feit dem 1 August bei Zahlkarten, Überweisungen und Schecks gegen eine Gebühr von 1 Mk. verlangt werden. Die Cilbehandlung besteht barm, baß bie beim Postscheckamt bis 13 iUjr (<5$Iufoeit für Eilaufträge) eingehenden ober emgelieert^ Zahlkarten, Verweisungen unb Schecks sofort ^bucht werben. Das Verlangen der Eilbehanb- lung stellt bei ZS"arten Melber ^urch

feen am oberen Rande der Zahlkarte meoe. guschreibenden Vermerk: »Sofort gutschreiben > bei ikbertoeifungen und Schecks kann bet: Eintrag zotoohl vom Aussteller als auch vom Empfänger,

In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 2R. gezogen

werden.

Wenn trotzdem alljährlich zahlreiche Menschen an Pilzvergiftungen eines qualvollen Todes ster­ben, so liegt das meist an der .ilnad)tfamfeit ber Sammler. Wer barum Pilze für feine An­gehörigen ober zum Verkauf sammelt, merke sich folgende Regeln: 1. Man samwle leinen Pilz, den man nicht ganz genau als Speisepilz kennt. 2. Man sammle keine jungen, an denen: bie Merkmale ihrer Art noch nicht genau er­kennbar ausgeprägt sind, aber auch keinen alten unb von Maden angegangenen. 3. Der gesam­melte Vorrat ist am gleichen Tage ober bei solchen, bie am Nachmittag gesammelt worden sind, am nächsten Mittag aufzubrauchen. 4. Man sammle nicht bei Regenwetter, weil nasse Pilze leicht der Zersetzung anheimfallen unb hebe Pnz-

3723122«t£3^300 M. 1964 6066 8046 9907 21653 21848 24668 26991 28048 30348 34453 33579 40906 46739 64937 57684 59869 66416 67804 * 67297. .67901,-96869 96921 112070 1J3586

3?68 ©dotnne m 300 ö. 185 10893 13081 17716 19364 24658 27226 42063 42645 45458 69453 60533 65604 71026 75021 77759 78930 843^3 93779 93951 107060 112646 120119 139377 139604 ------ 183177 165552 1 68774 1 73342 176172,

auftoeifen. Die Angabe, ber Knollenblätter- schwamm wachse im Walde, ist unter Uniftanbcn irresichrenb. beim man habet ihn auch, wenn auch seltener, auf moosigen Walbwiesen, an Walbränbem unb auf Heiben da, wo die weit- auslaufenben Wurzeln von Eichen ben Boden durchziehen. Aus Geruch und Geschmack ist erst recht nichts zu geben, beim ber Knollenblatter- schwamm riecht und schmeckt angenehm. Ein wei­teres Merkmal ist bie Knolle am unteren Ende des Stieles, von welcher er feinen Namen hat. Sie ist oft vorhanden, oft auch fehlend. So bleibt demnach, wenn man Gefahren vermei­den will, nichts übrig, als alle noch geschloffenen Pilze stehen zu lassen, unb feinen Champignon zu sammeln, dessen Lamellen nicht unzweifelhaft rot gefärbt sind. 2 ..., __ _

Gegenüber einem so lebensgefährlichen Ge­wächs. wie es ber Knollenblätterschwamm ist, er- scheinen bie übrigen Giftpilze, in benen bie Chemiker ebenfalls schwere Gifte entdeckten, nahe­zu harmlos. So .ist bei unferm bekannten F Ite- aenpilz. der im Herbst eine Zierde ber Bir­kenwälder ist, eine Verwechselung so gut tote ausgeschlossen. (Der ihm ähnliche Kaiserling, ber ; im südlichen Baden seine Nordgrenze erreicht, kommt bei uns nicht vor.) Außerdem äußert sich beim Fliegenpilz wie auch bei den übrigen giftigen Pilzen die schädliche Wirkung schon nach

kammer für Hessen angeschlofsene Hessische Silo­ring entfaltet eine rege Tätigkeit. Es ist ge­lungen, alle hessischen Silobesiher und solche, die ein Interesse an der Erstellung eines Silos haben, im .Frühjahr dieses Iahres im Ring zusammenzuschließen. Siee Geschäftsstelle führt bei verschiedenen Mitgliedern zahlreiche interessante Versuche durch. Zahlreiche Silofutterproben wur­den bereits untersucht und beurteilt.

** Schweine z wische nzählung. Am 2. Sevtcmber d. I. findet in Preußen auf Anord­nung des Preußischen Lan: Wirtschaftsministeriums eine Schweinezwischenzählung statt. Die starken Schwankungen der Schweinebestände taffen es zur Erlangung eines zutreffenden Bildes über die Lage dringend geboten erscheinen, daß die Angaben mit größter Genauigkeit erfolgen.

** Eine Auto-Gesellschaftsfahrt zur Edertalsperre (Waldeck) im Geselljchafts-Auto- bus veranstaltet das hiesige Hapag-Reisebureau am kommenden Sonntag, 18. d. M. Interessenten können Näheres aus der heutigen Anzeige ersehen

" Tötet die Fliegen! Das Ende der Fliegenzeit ist jetzt herangeiommen. In den Woh­nungen halten sich, noch eine Anzahl dieser Tiere auf. Cs wäre verkehrt, sie aus falschem Mitleid leben zu lassen. Iede vernichtete Fliege vermin­dert die sommerliche Massenvermehrung im näch­sten Iahr. Man sollte darum bie vielfach noch geschonte Winterfliege (Tausendtalerfliege") ver­nichten. Am besten geht man gegen die Fliegen­plage morgens vor, wenn die Tiere infolge bet leichten Erstarrung über Nacht noch fast unbeweg­lich sind. Man vergesse nie, daß mit jeder getö­teten Fliege im kommenden Iahte vielleicht ein Mensch weniger an Ruht, Kindbettfieber ober Blutvergiftung erkrankt.

kurzer Zeit. _ _ m..

Sobald jemand nach dem Genuß von Pilzen Ucbelfeit, Brennen im Halse, Schwindel- und Ohnmachtsanfälle bekommt, schicke man säumt unter Angabe des Grundes zum nächsten Arzt, der eine Ausspülung des Magens und Darmes vornehmen unb die notwendigen Gegen­mittel verabreichen wirb. Bis bahin ist Brechreiz zu erregen, bainit die giftigen Substanzen so rasch wie möglich ben Körper verlassen.

UcbrigenS ist bie Wirkung ber Pilzgifte auf ben einzelnen Menschen durchaus verschieben. Ebenso wibersprechenb sinb barum auch die An­gaben über die Giftigkeit des S p e 11 e u f e l s , ber zu den Täublingen zählt und der wohl kaum Veranlassung zu Vergiftungen geben kann, weil man bie Täublinge in unserer Gegend nicht sam­melt. Sie sind immer, auch in jungem Zustande, madig. Der Satanspilz, ein roter Röhrling, ist selten unb leicht erkennbar. So bleiben noch Giftreizker unb Kartoffelbovist. Der erstere ist ebenfalls leicht zu erkennen, unb soll nach verschobenen Angaben wenn auch nicht harmlos, sv boch nicht lebensgefährlich sein. Den Kartoffelbovist aber wird man seines häßlichen Aussehens und des widerwärtigen Geruchs nach i rohen Kartoffelkeimen nicht als Speisepilz sam­meln wollen. t c. . ..

ileberauS ernst zu nehmen dagegen sind die Gefahren, welche Gesundheit und Geben be­drohen, wenn Speisepilze jeder Art in Zer­setzung übergehen Es bilden sich bann bie glei­chen Giftstoffe, wie in oerborbenen Fischen ober I verwesenden Fleisch- unb Wurstwaren. Alte ober gar schon schimmelig geworbene Pilze sind schädlich und dürfen auch zum Trocknen keine Verwendung finden. D. G.

Aas der Pwvinzialhauptstadt.

Gießen, den 15. August 1929.

Blumenschmuck-Wettbewerb und Berschönerungsverein.

Zu den am 12. d. M. an dieser Stelle er­schienenen Ausführungen überBlumenschmuck- Wettbewerb und Verschönerungs-Verein" erhal­ten wir vom hiesigen Verkehrsverein fol­gende Zuschrift, mit deren Widergabe wir bie öffentliche Diskussion dieses Themas in unseren Spalten beenden möchten.

Der Der kehr sverein hatte es in ben letzten Iähren übernommen, zur Berschönerung des Stadtbildes den Blumenschmuck-Wettbewerb durchzuführen, und auch an die Stadtverwaltung und sonstige zuständige Behörden eine Reihe von Eingaben gerichtet wegen Anlegung von Rasenplätzen und dergleichen (Platz vor dem Hotel Kühne, ©ü&aiüage, städtische ®ebäube u. a ) die auch in den meisten Fällen Berücksich­tigung und Erledigung fanden. Diese Arbeiten hatte der Derkehrsverein übernommen, weil der Terschönerungs-Derein nicht in die Oesfentlich- keit trat und unser Verein es nach dem Kriege als eine Hauptaufgabe ansah, dem Stadtbild ein freundliches Aussehen zu geben.

Da der Verkehrs-Verein jedoch die ihm zur Verfügung stehenden Mittel in erster Linie für praktische Verkehrswerbung (Herstellung, Ver­teilung unb Dersanb von Werbematerial ins In- und Ausland, Druck von Stadtplänen, Inser­tionen in Zeitungen unb Zeitschriften) benötigt, würbe im Frühjahr vergangenen Jahres mit bem Verschönerungs-Verein wegen Verschmelzung mit dem Verkehrs-Verein verhanbelt. Hierburch sollte eine Stärkung bes Verkehrs-Vereins erreicht wer­den; eine Anzahl Mitglieder bes Verschönerungs- Vereins gehört bereits lange Zeit bem Derkehrs- 03crein an. Bon feiten des Verschönerungs-Ver­eins wurde jedoch diesem Vorschläge nicht bei­getreten und ein definitiver Bescheid für nicht lalljuferne Zeit in Aussicht gestellt. Da diese Antwort bis zu diesem Frühjahr nicht emge- gangen war und ber Verkehrs-Verein, wie be­reits bemerkt, gezwungen ist, nick seinen Mitteln zu rechnen, unb man ferner ber Ansicht war, daß ein Dlumenschmuckwettbewerb Aufgabe bes Der- schonerungs-Dereins sei, wurde beschlossen von einer abermaligen Veranstaltung eines solchen

On btt Nachmittagsziehung wurde» Gewinne über 150 M. gezogen

4 setptane n 5000 M. 139571 387821 ____

6 T 3000 M. 125092 172945 301090

6 xn 2000 SHL 46699 254092 398416___

1000®. 65016 127864 1404» S

l6758 ro 500 ®- 8838 8065 19328 81174

85548 104808 109206 109612 120168 128201 130676 147056 163532 164424 180405 182846

87862 192868 211091 231979 237446 240869

256720 261706 272072 273965 286602 8380»

Gießener Jugendgericht.

In der letzten Sitzung des Iugendgerichts wirkten als Iugendschoffen mit Lehrer OK atem unb Arbeiter Lubwig Mehl, beide von Gießen. Cs standen vier Falle zur Verhandlung. Ein junger Mann von auswärts hat gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt. Er soll sich mit etlichen anderen jungen Leuten in ber Eisenbahn auf der Fahrt von Gießen nach Garbenteich ungebührlich benommen und. bas Mitreisende Publikum belästigt haben. Die Sache wurde zur Ladung weiterer Zeugen vertagt. Gegen einen ordnungsmäßig geladenen ju­gendlichen Angeklagten wurde Haftbefehl erlassen; er ist ber Hehlerei angeklagt und wiederholt nicht erschienen. Eine größere An- zcchl junger Mädchen hat sich im Betriebe einer Schneiderei, in ber sie teils als Lckbrrnädchen teils als Gehilfinnen tätig waren, Ende 1928 und anfangs 1929 dadurch Lknredlichkeiten zu­schulden kommen lassen, daß sie in zahlreichen Fällen, Stoffe, Spitzen u. bgl. entwendet oder gehehlt haben. Da die bei Haussuchungen gefun­denen Sachen einen nicht unbedeutenden Wert hatten, unb zahlreiche Diebstähle begangen wor­ben sind, wurde auf Frei heits straf en er­kannt, jedoch unter Aussetzung der Vollstreckung bei vierjähriger Bewährungsfrist. Gleich­zeitig wurden Erziehungsmahregeln an­geordnet, deren Anordnung und Auswahl der Dormundschaftsrichter treffen wird. Eine im Zusammenhänge mit dieser Sache der Hehlerei angeklagte Schneiderin wurde trotz schwerer Ver­dachtsmomente mangels ausreichenden Beweises

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 600000, 2 zu je 800000. 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 4 zu je 76000. 6 zu je 60000, 10 zu je 26000, 76 zu je 10000, 126 zu je 5000, 856 zu je 8000, 642 zu je 2000, 1698 zu je 1000» 8744 zu je 600, 9810 zu H300M.

geeichte nicht auf. I

Der gefährlichste aller Giftpilze ist der Knollenblätterschwa mm. Es ist der­jenige, welcher die Speisepilze in Verruf gebracht hat. Schon ein ober zwei Exemplare genügen, um durch ein Pilzgericht eine Familie zu ver­giften. Das Gift wirkt erst nach Verlauf von | 6 bis 16 und mehr Stunden, also zu einer Zeit, wo Brechmittel und Magenauspumpen zwecklos sind unb die Zersetzung des Blutes, bei welcher ber Blutzucker fast vollkommen verschwindet, schon so weit vorgeschritten ist, daß ärztliche Hilfe versagen muß. Man kennt vom Knollenblätter­schwamm drei Abarten, von denen die eine be­reits im Mai erscheint, unb bie bei Gießen un­seres Wissens noch nicht beobachtet wurde, wah­rend die beiden anderen in allen Wäldern der Umgegend von August bis Anfang Oktober nicht allzu selten vorkommen, in manchen Iahren sogar recht häufig erscheinen. Der Hut ist weih, gelblich oder grünlich, das Aeußere des ganzen Pilzes so, daß sich nicht so leicht jemand an ihm vergreist. Die verhängnisvolle Verwechselung ist nur im unentwickelten Zustande möglich, wenn der Hut noch fest geschlossen ist. Ein untrügliches, für alle Fälle sicheres Unterscheidungsmerkmal gibt es leider nicht. Früher nahm man an, daß die Farbe der Lamellen ein solches sei, die beim Champignon rosa gefärbt sind, während die des Knottenblätterschwammes weiß erschei­nen. Aufmerksame Beobachter wollen jedoch schon junge Knollenblätterschwämme gefunben haben, bie ebenfalls eine leichte Rötung der Lamellen

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je dnet auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II

** Der Hessische Landes verein für Innere Mission veranstaltet im September zwei größere Tagungen. In Friedberg findet im Gemeindehaus am 11. und 12. September ein Lehr­gang für Volksmission statt, bei dem Professor Veidt (Frankfurt a. M.) überDie Volksmission im Kampf mit dem Aberglauben unserer Zeit" und Pfarrer Müller (Schwefe) überDie besonderen Aufgaben der Volksmission in unserer Zeit",Die Lage der Kirche als Nus zur Volksmissionsarbeit" undWege und Irrwege der Apologetik in der Volksmissionsarbeit" sprechen werden. Vom 24. bis 26. September hält der Verein eine Rüstzeit für Pfarrfrauen und Pfarrbräute in Worms ab. Frau Pfarrer Sta n g e (Kastel) spricht über die Themen Die Ehe im Wandel der Zeiten",Die Ehe als heilige Gemeinschaft" undUnsere Aufgabe in der Eh»*' Weltbund für internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen. Die deutsche Vereinigung des Weltbundes für inter­nationale Arbeit der Kirchen hält ihre dies­jährige Jahresversammlung vom 23. bis 25. Augustz in Kassel ab. Der erste Verhandlungs­gegenstandWas haben die deutschen Kirchen von den britischen unb bie britischen von ben deutschen empfangen?" wird von Geh. Konsisto- rialrat Professor D- Dr. Deismann (Berlin) und Univ.-Professor Principal A. E. ©arbie M. A. D. D. (London), der zweite:Die Kirche und ber Weltfrieben" von Oberpräsibent D- Dr. Schwander (Kassel), Metropolit ® e r m a » nos-Thyati r a, Lorbbischos von Ripon (Eng- lanb), Professor D- Fischer (Oesterreich) und Präsibent D- Dr. Burghart (Berlin) behandelt werden. Die Tagung wird dadurch besonders bedeutsam werden, daß bie Delegation von zwan­zig führenben Geistlichen Englands, die sich zur Zeit in Deutschland auf halten, sowie eine Reihe führender Kirchenmänner des Auslandes an ihr teilnehmen werden.

Hessischer (Siloring. Der der Acker­bau- unb ©rünlanbabteUung ber Landwirtschafts-

Serlmer Börse.

Berlin, 15. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die freundliche Stimmung von gestern hat im heutigen Frühverkehr keine Fortsetzung gefunden. Da Der überraschend hohe Goldverlust der Bank von Eng­land gestern (über eine Million Pfund) neue Be- ürchtungen hinsichtlich der heutigen Diskontsitzung hervorrief, taxierte man eher schwächere Kurse und wurde wieder unsicher. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,98, London gegen Mailand 92,72, London gegen Spanien 33,04, London gegen Kabel 4,8484, London gegen Berlin 20,3590, Kabel gegen Berlin 4,1988.

Verantwortlich für Lokales: i. 93. Dr. Thyr iot.

vom Sln^McWr frct gcspr °chen. Fortbildungsschülerin, die früher die H.lfsklasse besucht, unb ihren Eltern schon oft Sorgen be­reitet bat, ist bes Diebstahls einer Uhr und eines Portemonnaies angeklagt, und letzt, nach anfänglichem Leugnen, geständig. DaS Iugend- gericht verfügte die sofortige Fürsorgeer­ziehung bes sonst der Verwahrlosung ausge­setzten Mädchens.

Verschütteten frei zu legen. Der Verunglückte hatte inzwischen das Bewußtsein verloren, Das Bellen des Hundes wurde jedoch von einem Knaben ge- hört, der Hilfe herbeiholte, fo daß eine Rettung des Häuslers möglich war.

Eine berühmte Kneipwirtin.

Im hohen Alter ist in München Kathi Ko - b u s gestorben. Ihr Name ist durch die jahrzehnte­lang von ihr geleitete KünstlerkneipeSimpli- cissimus" in München (Schwabing), in der oiele Jahre hindurch Maler, Dichter und Schau­spieler, Musiker und Literaten aus- und eingingen, in aller Welt bekannt geworden.

Ein Öberösterreichischer weiter niedergebrannt.

In dem oberösterreichischen Weiler Hundorf (bei Passau) wütete ein großes Schadenfeuer, dem fast der ganze Weiler zum Opfer fiel. Das Feuer war in einer Scheune durch eine fortgewor­fene Zigarette e n t ft a n b e n und der starke Wind hatte die Funken über den ganzen Weiler getragen. Acht Feuerwehren waren am Platze, doch konnte nur ein Anwesen gerettet werden. Die übri­gen sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der schuldige Arbeiter, der die Zigarette fortgewor- fen hatte, wurde wegen fahrlässiger Brandstiftung in das Bezirksgericht in Engelhartzell eingeliefert.

Schwere Wolkenbrüche in vstgaiizien.

In Ostgalizien gingen furchtbare Wolkenbrüche nieder, so baß einige ostgalizische Flüsse in weni­gen Stunden über drei Meter gestiegen sind. Einige Städte pnb weite Strecken Landes sind überschwemmt. Den Wolkenbrüchen gingen starke Stürme voraus, die in den Waldbeständen große Schäden anrichteten. Durch einschlagende Blitze sind nach bisherigen Feststellungen sechs Per­sonen getötet worben.

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