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bet hiesigen Mittelst andsvere'tni- fl u n g unter dem Vorsitz von Schreinermeister Fritz Gehringer statt. Aus dem Rechen­schaftsbericht ging hervor, daß die Vereinigung auch im abgelaufenen Jahre bestrebt war, die Interessen der Allgemeinheit zu vertreten. So wurde bei der ilrnftelhing des Ortsnetzes ent­schieden gegen das Vorgehen des Lleberland- werkes wegen Umtausch der Glühbirnen gegen Ve- zahlung Stellung genommen. Verkehrsfragen, so­wie wichtige städtische Angelegenheiten wurden mit den der Vereinigung angehörenden sechs Mit­gliedern des Gemeinderates besprochen und da­durch zu fördern gesucht. Eine Eingabe, die um Abänderung des Ortsbauplans im Heegviertel ersucht, harrt vorläufig noch der Erledigung. Sn der Aussprache wurde von einer Seite diese letztere Angelegenheit bemängelt und bedauert, daß dadurch einem Bauliebhaber sein Bauvor­haben unterbunden worden sei. Der Vorstand begründete sein Vorgehen mit dem Hinweis auf die Interessen der städtischen Steuerzahler: die Mittel der Stadt erlaubten es nicht, wegen ver­einzelter Bauten sofort unter schweren Opfern neue Straßen zu erstellen, sondern die zur Zeit angefangenen Straßen hätten noch genügend Bau­gelände, außerdem müßten eine ganze Anzahl alter Straßen dringend erneuert werden. Die Aussprache über diese Sache war teilweise sehr erregt: mit Zweidrittelmehrheit billigte die Ver­sammlung das Vorgehen des Vorstandes. Be­züglich des Mitglieder-Beitrages wurde es bei dem seitherigen niedrigen Satze von 50 Pf. be­lassen, um jedem die Mitgliedschaft zu ermög­lichen. Etwaige nötige Mittel, um im Herbst er­folgreich in die Gemeinderatswahlen ein­

greifen zu können, sollen durch eine Listensamm­lung aufgebracht werden. Die Jahresrechnung ergab einen Liederschatz von etwas über 100 Mk. Der Vorstand wurde in seiner seitherigen Zu­sammensetzung ohne Widerspruch wiedergewählt. Eingehend besprochen wurde die Frage der Teerung der Ortsdurchfahrten an den Durchgangsstrahen, die von der Etratzenverwal- tung nur unter Beitragsleistung der betreffenden Gemeinden erfolgt. Es wurde dies als eine un­billige Härte gegen die Gemeinden angesehen und bezweifelt, ob eine gesetzliche Grundlage zur Her­anziehung der Gemeinden zu den Kosten bestehe, da laut Gesetz nur bei Kleinpflaster oder einem gleichwertigen Verfahren die Gemeinden 50 Pro­zent der Kosten zu tragen verpflichtet seien. Außerdem könne man ja gute Strahenteile im freien Gelände von der Teerung auslassen und dafür die Ortsdurchfahrten ohne Belastung der Gemeinden teeren. Angeregt wurde, die an dieser Frage interessierten Gemeinden möchten gemein­same Schritte in dieser Angelegenheit unter­nehmen und auch bei den Abgeordneten des Provinzialtages aufklärend Wirkern

! Hungen, 14. Juni. Am Mittwochabend ertrank der 23 Jahre alte Schmiedegeselle Heinrich Dotzert aus Zell bei Alsfeld, der bei einem Schmiedemeister in Langd tätig war. beim Baden in der Horloff bei dem Dorfe Langd. Ein Begleiter des bedauernswerten jungen Mannes konnte dem Verunglückten, der als Schwimmer an einer tiefen Stelle plötzlich ver­sunken war, leider keine Hilfe bringen. Anschei­nend hat der beöauemdtoerte junge Mann einen Herzschlag erlitten. Die Leiche konnte erst gegen Mitternacht gelänget werden.

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Seugrasversteigemng

der Stadl Giehen.

Dienstag, den 18. Juni 1929, und Mitt­woch, den 19. 3unl 1929, soll das Heugras von den städtischen Wiesen öffentlich meist­bietend versteigert werden, und zwar: '

Dienstag, den 18.3uni 1929: vormittags 8)4 Ahr (Zusammenkunft am Schlachthof) von den Wiesen im Neu­städter Feld, bei dem Schlachthof, Hohl­eiche und auf der Insel;

vormittags lOl^Ahr (Zusammenkunft in der Restauration von Georg Schrimpf, Kaiserallee 4) die Wiesen an der Throm- schen Fabrik, eine Wiese hinter der Klär­anlage, von den WiesenAm Weiher", am Ohleberg, im Heegstrauch, am Alten Steinbacher Weg (Rußland) und vom Obstbaumstück an der Licher Straße in acht Abteilungen:

nachmittags 2 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration Philosophenwald) von den Wiesen im Wiesecktal, am Fürstenbrun­nen, an der Eselswiese und in der Schwarzlach, in neun Abteilllngen.

Mittwoch, den 19. 3uni 1929: vormittags 9 Uhr (Zusammenkunft an Ort und Stelle) an der Anneröder Straße von den Wiesen am Allentisch und Utersbrunnen, anschließend an der Röd- ger Straße von den Ochsenwiesen und den Wiesen im Stolzen Morgen nachmittags 1 Uhr (Zusammenkunft an Ort und Stelle) von den Wiesen in den Ge­markungen Großen-Buseck und Rödgen. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu be- sichtigen wünschen, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Klos, Am Rodt­berg 5, wenden. 5167C

Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu lassen.

Gießen, den 10. Juni 1929.

Der Oberbürgermeister.

I. V.: Dr. Rosenberg.

Heugras-Versleigenmg.

Das Heugras von den staatlichen Wiesen wird versteigert: 5273D

1. in Gemarkung Wieseck Donnerstag, den 20. 3unt, vormittags 10 Uhr, in der WirtschaftZur Ludwigsburg" an der Straße WieseckAlten-Buseck;

2. in Gemarkung Gießen an demselben Tag, nachmittags 2 Uhr, im Philosophen­wald;

3. in Gemarkung Alten-vuscck Freitag, den 21. 3uni, vormittags 9 Uhr, in der Otto Rabenauschen Wirtschaft in Alten- Buseck;

4. in Gemarkung Staufenberg-Daubringen (Sorauwiese mit 23 Losen Los 7 und 8 werden nicht versteigert) an demselben Tag, vormittags 12 Uhr, in der Wirt­schaftZum blauen Hecht" in Daubrin- gen.

Auskunft erteilen zu 1 unb 2 Herr För­ster Brück zu Rödgen, zu 3 Herr Förster i. R. Müller in Allen-Buseck, zu 4 Herr Förster Braun in Daubringen, sowie das Forstamt.

Gießen, den 9. Juni 1929.

Hessisches Forstamt Gießen.

Fischerei-Verpachtung.

Die städtische Fischereiberechtigung in der Wetter wird am Mittwoch, 19. d. 211., mittags 12 Uhr, auf dem hiesigen Rathaus ab 1. Juli d. I. auf 7 Jahre öffentlich ver- pachtet. Interessenten erhalten Auskunft durch die Bürgermeisterei.

Lid), 12. Juni 1929.

Hessische Bürgermeisterei Llch.

KreiZ Friedverg.

pb. Butzbach, 14. 3unL Anläßlich des 75. Geburtstages des hiesigen Fabrikbesitzers A. 3. Tröster, den dieser am Dienstag in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit beging, über­brachten Vertreter der hiesigen und anderer Be­hörden usw. Glückwünsche. 1L a. hob der Ver­treter der Stadt, Bürgermeister Dr. Jansen, die Verdienste hervor, die sich Tröster um die Entwicklung der Stadt in industrieller Hinsicht erworben habe. Aus kleinen Anfängen habe sich im Lause von etwa 50 Jahren eine Fabrik ent­wickelt, deren Erzeugnisse weithin über Deutsch­lands Grenzen Absatz fänden. Zur Zeit beschäf­tige die Fabrik, der eine Gießerei und ein Säge­werk angeschlossen, etwa 250 Beamte und Ar­beiter und sei im Begriff, sich weiter zu ver­größern. Auch wirkte Tröster lange Jahre als Gemeinderatsmitglied zum Vorteile der Stadt mit. Der gestrige Schweinemarkt war mit 284 Ferkeln beschickt. Gezahlt wurden für Ferkel bis zu 6 Wochen 39 bis 44 Mk., von 6 bis 8 Wochen 44 bts 48 Mk., von 8 Wochen und darüber 48 bis 52 Mk. Der Handel war lebhaft. Der Markt wurde nahezu ausverkauft.

Kreis Büdingen.

* Aidda, 14. Juni. Gegenwärtig läßt die Stadtverwaltung an der Salzhäuser Straße ein großes Deamtenwohnhaus für sechs Fa­milien errichten. Dadurch ist auch eine bedeutende Weiterführung der städtischen Wasserleitung nötig geworden, die durch die neu erschlossene Qkunöe- straße, in der zur Zeit drei neue Wohnhäuser von Privaten erbaut werden, nach dem vorbe­zeichneten Aeubau führen soll. Das Kulturbau­

amt hat einen Plan nebst Kostenanschlag übet! diese Erweiterung des Wasserleitungsrohrnetzes aufgestellt, dessen Ausführung etwa 20 000 Mk. kosten wird. Der Stadtvorstand hat den Plan genehmigt. Mit den Arbeiten soll baldigst be­gonnen werden. Auch in der Hopfengasse läßt die Stadt einen Kleinwohnungsneubau auf» führen, wozu die Rohbauarbeiten kürzlich ver­geben wurden. Cs muh anerkannt werden, dah die Stadtverwaltung in den letzten drei Jahren sehr viel zur Linderung der Wohnungsnot getan hat; trotzdem besteht diese hier noch in erheb­lichem Maße.

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Edgar Borrmann, Gießen.

Bekanntmachung.

Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen findet wie folgt statt:

1. 3mpftermin: Mittwoch, 5. Juni, von 14 bis 15 Uhr,

Nachschautermin Mittwoch, 12. Juni, von 15 bis 15! Uhr;

2. 3mpftermin: Mittwoch, 12. Juni, von 14 bis 15 Uhr,

Nachschautermin Mittwoch, 19. Juni, von 15 bis 15! Uhr;

3. Impftermin: Mittwoch, 19. Juni, von 14 bis 15 Uhr,

Nachschautermin Mittwoch, 26. Juni, von 15 bis 15! Uhr.

3mpflokal ist die Turnhalle der Goethe- fchule, Westanlage. 49260

Zu diesen Terminen tonnen alle in 1928 oder früher geborenen Kinder, bei welchen der Nachweis der erfolgreichen Impfung bisher noch nicht erbracht wurde, vorge­stellt werden. In 1929 geborene Kinder können in diesen Terminen nicht geimpft werden. Die Kinder müssen mit rein ge­waschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung gebracht werden.

Kinder aus Häusern, in denen übertrag­bare Krankheiten herrschen, sind nicht zu- gelassen.

Gießen, den 31. Mai 1929.

Der Oberbürgermeister.

_____________I. B. Klingfpor.____________

Bekanntmachung

Laub u. Nadelholzversteigerung der Stadt Gießen.

Auf die am Montag, dem 17. 3uni 1929, 10% Uhr, in der GastwirtschaftZur £ie- bigshöhe" in Gießen stattfindende Laub­und Radelnuhholzversleigerung wird hin­gewiesen. 5289C

Eine weitere Auhholzversleigerung findet in diesem Wirtschaftsjahr voraussichtlich nicht mehr stakt.

Gießen, den 13. Juni 1929.

Der Oberbürgermeister.

_____I. B.: Dr. Rosenberg.______

Bekanntmachung.

Der Serbstmarki in Gießen

(Schaumeffel929)

findet vom 29. September bis 6. Oktober 1929 statt. Die Plätze für erstklassige Fahr- und Schaugeschäfte, Schieß- und Lerkaufs- buden (letztere in beschränktem Umfange), sind im Wege schriftlichen Angebots zu ver­geben. Bedingungen und Augebotsschelne sind bei der Stadtverwaltung (Stadthaus, Bergstr. 20, Zimmer Nr. 12), erhältlich; dort sind auch die Angebote unter Verwendung des vorgeschriebenen Angebotsscheines bis spätestens 10. 3uli 1929 (einschließlich) ein­zureichen. Der Herbstmarkt ist in der Zu­lassung von Geschäften kein offener, son­dern ein beschränkter Markt. Grundsätzlich werden nur solche Geschäfte (auch Spezia­listen) zugelassen, die sich rechtzeitig um Plätze beworben haben und denen die Zu­lassungsgenehmigung vor Beginn des Marktes schriftlich zugegangen ist. Die Vergebung der Plätze geschieht nur durch die Stadtverwaltung. Glückspielunterneh­men jeglicher Art sind verboten. Eine Ver­längerung des Marktes aus irgendwelchen Gründen findet auf keinen Fall statt.

Gießen, den 15. Juni 1929. (5264C

Der Oberbürgermeister. I. V.: Klingfpor.

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Giehen, den 15. Juni 1929. 5263D

Allgemeine Ortskrankenkasse des Landkreises Gießen.

Betannrniachnng.

Betr.: Die Unfallversicherung der in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen; hier: Bei­tragsleistung für das Jahr 1928.

Die Heberolle über die Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufs- genossenschaft für das Jahr 1928 liegt von heute an während zwei Wochen beim Der- sicherungsamt der Stadt Gießen, Lony- straße 2, 1. Stock, Zimmer Nr. 5, täglich von VA bis 12% Uhr zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Dffenlegungs» frist, kann der in der Heberolle als bei- tragspflichtig in Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnung bei dem Vorstand der Land- und forstwirtschaft­lichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt Einspruch erheben (s. §§ 1021 bis 1023 der Reichsversicherungsordnung). Der Ein­spruch schiebt die vorläufige Zahlungs­pflicht nicht auf. 52890

Gießen, den 14. Juni 1929.

Versicherungsamt der Stadt Gießen. Pr, S e i b,