Laubacher prämiierungsmarkt.
a Laub ach, 13. Sunt. Auf dem hiesigen miierungsmarkt, der gelegentlich des Laubacher Ausschußfestes stattfand, erhielten für hervorragende Lei st ungen in der Tierzucht Auszeichnungen:
I. Fleckvieh.
Familien: Christian Kircher, Laubach, Ehrenpreis Ar. 1; Konrad Högy III., Ruppertsburg, Ehrenpreis Ar. 2; Heinrich Friedrich Frank- Laubach, Ehrenpreis Ar. 7; Heinrich Schmidt, Laubach, Ehrenpreis Ar. 8 und 10. Kühe in Milch: Heinrich Schmidt, Laubach, Ehrenpreis Ar. 9: Cristian Kircher Laubach, 1. Preis; Christ. Stroh II., Laubach, 2. Preis; Konrad Högy, Laubach, 2. Preis; Heinrich Kreuder II. Laubach, Heinrich Jochem, Laubach, Heinrich Konrad Frank, Laubach, Karl Biedenkopf, Lehnheim, 3. Preis. Aeltere Kühe: Jakob Mengel, Gedern, Ehrenpreis Ar. 4; K. L. Albach, Lich, Ehrenpreis; Friedrich Göbel Witwe, Laubach, und Heinrich Röder, Laubach, 1. Preis; Heinrich Salzmann, Laubach, Friedrich Frank, Laubach, Heinrich Diehl I., Laubach, Konrad Högy IV., Ruppertsburg, 2. Preis; Heinrich Riehl V., Laubach, Georg Friedrich Jochem, Laubach, Ludwig Rühl, Lehnheim, 3. Preis. Junge Kühe, tragend: Karl Ludwig Albach II., Lich, Ehrenpreis Ar. 6; Konrad Högy, Ruppertsburg, 1. Preis; Sakob Mengel, Gedern, WilhelmSemm- ler, Laubach, Wilhelm Krämer, Laubach, und Heinrich Diehl III., Laubach, 2. Preis; Christian Kircher, Laubach, Friedrich Frank, Laubach, Aug. Schmidt, Laubach, 3. Preis. Kalbinnen: Johann Heinrich Frank, Laubach, Ehrenpreis Ar. 5; Heinrich Schomber, Laubach, 1. Preis; August Schmidt, Stockhausen, und Wilhelm Krämer, Lau- bach, 2. Preis. Junge Rinder: Heinrich Friedrich Frank, Laubach, und Heinrich Schmidt, Laubach, 2. Preis; Heinrich Weisel, Laubach, August Schmidt, Stockhausen, Albert Spamer.
Kapitalien bezahlen, Heute sind an die Stelle der deutschen Auslandguthaben Schulden getreten und der Industrie-Export reicht nur noch aus, um den industriellen Rohstoffbedarf zu decken. Die Lebensmitteleinfuhr Deutschlands entspricht der Passivität unserer Handelsbilanz. Sie ist nur solange möglich, als Deutschland weiterhin Kredit vom Auslande bekommt. Die Passivität unserer Handelsbilanz ist bei unserer Lage als kapital- und rohstoffarmer, dicht besiedelter Schuldnerstaat auf die Dauer eine Unmöglichkeit. Da der Ausweitung unseres Exportes durch die wirtschaftlichen und politischen Interessen des Auslandes enge Grenzen gezogen sind, läßt sich ein Ausgleich unserer Handels- und Zahlungsbilanz nur durch Ersparung der Lebensmitteleinfuhr, durch Hebung der heimischen Landwirtschaft, durch Erlangung der Nahrung s- freiheit gegenüber dem Auslande erreichen. Je weiter die Produktionskraft der deutschen Landwirtschaft geschwächt wird, desto gefährdeter wird die deutsche Versorgungslage und die allgemeine Wirtschaftsentwicklung, insbesondere, wenn die Auslandkredite versiegen, ein Umstand, der zwangsläufig eintreten muß.
Der mangelnde Industrie-Export ist auch die Hauptursache der in Deutschland seit Jahren anhaltenden schweren Arbeitslosigkeit, die eine Erscheinung von wirtschaftlich, moralisch und politisch schwersten Folgen ist. Auch die Arbeitslosigkeit kann nur überwunden werden durch Steigerung der landwirtschaftlichen Kaufkraft. Die deutsche Landwirtschaft kann innerhalb weniger Jahre ihre Produktion um zweieinhalb bis drei Milliarden steigern, wenn ihr die Rentabilität gewährleistet ist. Durch eine derartige Stär- kung der Kaufkraft des Binnenmarktes in Verbindung mit aktiver Siedlungspolitik in dem dünnbevölkerten Osten läßt sich die Arbeitslosigkeit und mit ihr die Ursache schwerster sozialer Spannungen im deutschen Volke beheben.
III. Wie kann die Not der deutschen Landwirtschaft behoben werden?
Vor mehr als zwei Monaten ist das Programm der vier Führer der wirtschaftspolitischen Organisationen der deutschen Landwirtschaft veröffentlicht worden. Es enthält nur die wichtigsten und dringendsten Forderungen und bedarf noch in Einzelheiten der Ergänzungen. Mit Rücksicht auf die ausführlichen Darlegungen der von uns für erforderlich gehaltenen Maßnahmen zur Behebung der dringendsten Notstände der Landwirtschaft kann ich mich hier nur auf kurze grundsätzliche Ausführungen zur Beantwortung der Frage, wie die Not der Landwirtschaft behoben werden kann, beschränken. Hauptsächlich kommt es darauf an, die ü b e r f l ü s s i - gen Einfuhren zu drosseln. Hierzu bedarf es einer zielbewußten, auf den Schutz de sV in- nenmarktes eingestellten Zoll- und Handelspolitik. Die radikalen protektionistischen und Dumpingmaßnahmen wichtiger Staaten, wie z. B. der Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Italien, Spanien, zwingen uns, auch die deutsche Landwirtschaft durch höhere Zölle und andere Maßnahmen zu schützen, wenn nicht die Auswüchse des internationalen Konkurrenzkampfes auf Kosten der deutschen Landwirtschaft gehen sollen. Die Zollpolitik der anderen Länder zwingt auch Deutschland zu einer schleunigen Umstellung seiner Zoll- und Handelspolitik, wenn nicht die deutsche Wirtschaft Schaden erleiden soll.
Ferner kommt es zur Beseitigung der Agrarkrise darauf an, die eigenen inländischen Märkte zu regulieren, neue Absatzmethoden durchzuführen, um die Handelsspannen zu verringern und unnötige Preisschwankungen auszugleichen. Die Durchführung dieser Arbeit bedarf längerer Zeit, wenn wirtschaftlich Gesundes geschaffen werden soll, sie muß aus der Selbsthilfe der Landwirtschaft geleistet werden. Der Staat kann hier nur vorübergehend helfen, insbesondere durch Hergabe zinsverbilligender Darlehen.
Solange dieses Selbsthilfewerk der Landwirtschaft noch nicht vollendet ist, muß die Regierung nach dem Vorbild der Schweinepreisregulierung 1928 durch zentrale Maßnahmen der Desorganisation der Märkte entgegenwirken. Obwohl auf der Ausgabenseite der Landwirtschaft bei den Steuern, Sozial- und Zinslasten Ersparnisse möglich und auch erforderlich sind, kommt es in erster Linie darauf an, durch Hebung des Preisniveaus der Agrarprodukte die Preisschere zu beseitigen. Letzten Endes ist die Agrarkrisis nicht mit rein agrarpolitischen Methoden zu beseitigen. Es bedarf der grundsätzlichen U m st e l l u n g unserer gesamten Politik auf das Ziel: Schaffung eines neuen Gleichgewichtes innerhalb der deutschen Wirtschaft zwischen Industrie und Landwirtschaft zur Verminderung unserer Abhängigkeit vom Auslände und zur Wiederherstellung eines gesunden Wirtschaftslebens aus eigener Kraft.
Wettere Besserung des oberhessischen Arbettsmarktes. Bericht des Arbeitsamts Gießen über den Monat Mai.
Die Lage des Arbeitsmarktes hat im Derichtsmonat eine weitere Besserung erfahren, jedoch ist das Tempo der Aufwärtsbewegung in den letzten Wochen ein merklich langsameres geworden. Die Autzenberufe haben teilweise zur Belebung des Marktes beigetragen. Sn den einzelnen Derufsgruppen ist folgendes zu berichten:
Der Beschäftigungsgrad des landwirtschaftlichen Arbeitsmarktes ist als günstig zu bezeichnen; obgleich durch die Beendigung der Frühjahrsbestellungen und vor Beginn der Erntearbeiten die Rachfrage nach Arbeitskräften alljährlich abflaut, sind jugendliche Arbeitskräfte gesucht. Der Bergbau konnte mit genügend Arbeitskräften versehen werden. Die Besserung der Arbeitsmarktlage in der Industrie der
kräften — stattgefunden. Die Entlastung des Arbettsmarktes im Berkehrsgewerbe hat nachgelassen. Die Einstellung von Zeitarbeitern bei der Reichsbahn ist erheblich zurückgegangen. Das langsame Abgleiten der Arbeitslosenziffer in der Lohnarbeit wechselnder Art ist einerseits auf die schlechte Bautätigkeit und anderseits auf die mangelnde Aufnahmefähigkeit der Fabrikbetriebe zurückzuführen. Die Arbeitsmarktlage für Angestellte hat, abgesehen von einigen Ausnahmen, eine weitere Verschlechterung erfahren, die sowohl durch das Ansteigen der Arbeitsuchendenzahl, als auch durch Rückgang der Stellenangebote zum Ausdruck kommt.
Sn dem Schaubild bringen wir eine Zusammenstellung der durch das Arbeitsamt in den Monaten Januar bis Mai getätigten Dermittlun-
tur Oesamtvermittlung m °Jo 39’io 29* 20* 32* 27*
Marz
669
Mal <477 401 <076
Januar 478 187 291
April 1323 430 893
Februar
482
3 41
Zahl der Oesamtvermltty
Zahl der Landwlrtsch.Verm B
„ übrigen Verm. Z Verhältnis der landw. Vermittlung
cro iw
U06 «IM 1000
900 «I TM '
GW sca va 300 ZOO . »00
Zusammenstellung der durch das Arbeitsamt Giessen getätigten Vermittlungen in den Monaten Januar-Mai 1929
Steine und Erden hielt auch im vergangenen Monat an. Sn der Metallindustrie zeigte sich der Arbeitsmarkt wenig aufnahmefähig. Die Einstellung von Arbeitskräften erfolgt nur vereinzelt. Die Lage des Arbeitsmarktes in dem Spinnstoffgewerbe und in der Papierindustrie ist befriedigend geblieben. Das Holz- und Schnitz st offgewerbe war im allgemeinen gut beschäftigt. Die Sägewerksindustrie und das Bauschreinergewerbe forderten eine größere Anzahl von Arbeitskräften an. Der Arbeitsmarkt im Aahrungs - und Genußmittelgewerbe war gegenüber dem Vormonat ziemlich unverändert, nur in der Tabakindustrie sind jüngere weibliche Arbeitskräfte gesucht. Die Deschäftigungsmöglichkeit im Bekleidungsgewerbe hat eine kleine Besserung erfahren. Sm Reinigungsgewerbe hielt die günstige Arbeitsmarktlage — hauptsächlich im Friseurgewerbe — weiter an. Die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe hat auch im Derichtsmonat weiter abgenommen, jedoch ist die Gesamtlage nicht befriedigend. Es scheint, daß durch den Mangel an Daugeld und die geringe Zahl der Bauvorhaben vorläufig eine Besserung der Lage des Arbeitsmarktes nicht zu erhoffen ist. Sm Gastwirtsgewerbe hat mit Eintritt der warmen Witterung ein größerer Abruf von Arbeitskräften — besonders Saison-
gen, unter besonderer Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Vermittlungen. Angebot und Rachfrage konnten zum größten Teil ausgeglichen werden.
Oie Abteilung Berufsberatung hat, nachdem die allermeisten Schulentlassenen in Lehrstellen untergebracht sind, den erwar- tungsgemähen Rückgang an Beratungen und Vermittlungen zu verzeichnen. Verschiedene Sugendliche kamen zur Beratung, die sich selbst eine Lehrstelle gesucht hatten und während der Probezeit wegen Llntauglichkeit wieder entlassen wurden. Andere haben ihre selbstgesuchte Lehrstelle aus verschiedenen, teils berechtigten Gründen wieder aufgegeben.
Es fanden im Monat Mai 111 Beratungen statt (68 für Knaben, 43 für Mädchen), davon 50 erstmalige und 61 wiederholte. 5 Ratsuchende kamen aus höheren Lehranstalten. Verhältnismäßig hatten die meisten Ratsuchenden, wie fast immer, feinen bestimmten Derufswunsch, und der begehrteste Beruf war wiederum der kaufmännische. 6 Ratsuchende stehen unter Sugend- fürsorge.
Reue Lehrstellen wurden 31 (21 für Knaben, 10 für Mädchen) angemeldet. 10 Knaben und 4 Mädchen konnten in Lehrstellen vermittelt werden.
Villingen, und Sohannes Schombert, Laubach, 3. Preis; Heinrich Diehl III., Laubach, Christian Stroh II., Laubach, Heinrich Sochem III., Laubach, Anerkennung. Aeltere Dullen: Konrad Müller Witwe, Gambach, Ehrenpreis Rr.3; Konrad Walter, Treis-Münzenberg, 1. Preis; Georg Krauß, Wetterfeld, Georg Zimmer VII., Villingen, Heinrich Rürnberger III., Villingen, 2. Preis; Heinrich Keil V., Villingen, Heinrich Friedrich Sochem, Laubach, 3. Preis.
II. Vogelsberger Vieh.
Aeltere Kühe, tragend: Karl Damb- mann, Rudingshain, Ehrenpreis Rr. 2; Karl Fischer II., Rudingshain, Karl Dölsing, Wohnfeld, und Adam Krämer, Wohnfeld, 1. Preis; Otto Weishaupt, Wohnfeld, August Schmaus, Lindenstruth, Karl Lind, Lardenbach, 2. Preis; Heinrich Frank, Laubach, Karl Keblowski, Rie- der°Dessingen, Kaspar Keil, Grünberg, 3. Preis; Rudolf Schmidt, Weickartshain, Heinrich Dörr, Münster, Otto Hofmann, Klein-Eichen, Anerkennung. Kalbinnen: Karl Herzberger, Queck- born, Ehrenpreis; Karl Hartmann III., Rudingshain, 1. Preis; Theodor Dambmann, Rudingshain, 2. Preis; Otto 'Deishaupt, Wohnfeld, Konrad Dambmann, Rudingshain, 3. Preis; Theodor Dambmann, Rudingshain, Rudolf Schmidt, Weik- kartshain, Anerkennung. Aeltere Kühe in Milch: Theodor Dambmann, Rudingshain, Ehrenpreis Rr. 6; Karl Hartmann III., Rudingshain, Ehrenpreis Rr. 7; Heinrich Thraum, Weik- kartshain, 1. Preis; Karl Ludwig Deubel, Rudingshain. Heinrich Thraum, Weickartshain, Karl Fölsing, Wohnfeld, 2. Preis; Eduard Decker, Rudingshain, Karl Ludwig Deubel, Rudingshain, Karl Graulich, Wohnfeld, 3. Preis; Ernst Zimmer, Dingmühle, Ludwig Görnert V., Queckborn. Heinrich Klös, Weickartshain, Anerkennung. Kühe in Milch: Heinrich Klös, Weickartshain, Ehrenpreis; Karl Keblowski, Rieder-Dessingen, 1. Preis; Karl Graulich, Wohnfeld, Karl Fischer II., Rudingshain, 2. Preis; Ernst Zimmer, Bingmühle, Karl Fischer II., Rudingshain, 3. Preis; Eduard Becker, Rudingshain, Karl Hartmann III., Rudingshain, Prinz zu Solms- Lich, Mühlsachsen, Anerkennung. S u n g e K ü h e, tragend: Karl Ludwig Deubel, Rudingshain, Ehrenpreis Rr. 4; Derselbe 1. Preis; Karl Ri- cole, Lich, Kaspar Keil, Grünberg, 1. Preis; Karl Lind, Lardenbach, Konrad Blum, Wohnfeld, 2. Preis; Karl Dambmann III., Wohnfeld, Otto Keiber, Villingen, Konrad Dambmann, Rudingshain, 3. Preis; Ludwig Görnert V., Queckborn, Karl Hartmann III., Rudingshain, Anerkennung. Sung-Rinder: Karl Fischer, Rudingshain, Ehrenpreis Rr. 8; Karl Ludwig Deubel, Rudingshain, 1. Preis; Kaspar Keil, Grünberg, Karl Ludwig Deubel, Rudingshain, 2. Preis; August Gehringer, Freienseen, Konrad Dambmann, Rudingshain, 3. Preis; Ernst Zimmer, Dingmühle, I Ludwig Görnert V., Queckborn, Anerkennung;
Derselbe, Anerkennung. Dullen: Prinz zu Solms-Lich, Mühlsachsen, Ehrenpreis Rr. 1.
III. Ziegen, Saaner.
Familien: Sakob Raumann, Laubach,Ehrenpreis; Heinrich Münster, Hattenrod, 1. Preis; Wilhelm Keil, Ettingshausen, Chr. Durkhard, Ettingshausen, 2. Preis; Heinrich Stengel, Laubach, Heinrich Bon-Eiff II., Laubach, 3. Preis. Zeitziegen: Karl Säger, Laubach, 1.Preis; Konrad Stein, Ettingshausen, Heinrich Von- Eiff II., Laubach, 2. Preis; Wilhelm Keil, Ettingshausen, Heinrich Münster, Hattenrod, 3. Pr.; Sohannes Dörnis, Laubach, Anerkennung. Aeltere Ziegen (3 Sahre und älter) Sakob Raumann, Laubach, Ehrenpreis Rr.3; Heinrich Alban, Hattenrod, Ehrenpreis Rr. 4; Karl Peter, Laubach, Wilhelm Keil, Ettingshausen, 1. Preis; Karl Münster, Hattenrod, Philipp Schul, Hattenrod, Andreas Durkhard, Ettingshausen, 2. Preis; Karl Säger, Laubach, Valentin Meppler, Harbach, Wilhelm Stengel I., Laubach. Heinrich Stengel I., Laubach, Heinrich Don-Eiff II., Laubach, Sohannes Dörnis, Laubach, Sulius Göbel, Laubach, 3. Preis; Heinrich Pitz, Laubach, Heinrich Poth, Ettingshausen, Georg Ludwig Stengel, Laubach, Anerkennung. Zweijährige Ziegen: Heinrich Rau, Hattenrod, Ehrenpreis Rr. 5; Heinrich Münster, Hattenrod, 1. Preis; derselbe 2. Preis; Otto Fink. Hattenrod, Heinrich Münster, Hattenrod, 2. Preis; Wilhelm Keil, Ettingshausen, Konrad Stein, Ettingshausen, Heinrich Von°Eiff II., Laubach, 3. Preis; Wilhelm Stengel I., Laubach. Anerkennung. Einjährige Ziegen: Heinrich Münster. Hattenrod. 1. Preis; Heinrich Stengel I., Laubach, Sakob Raumann, Laubach, 2. Preis; Valentin Meppler, Harbach, Heinrich Pitz. Laubach, Andreas Durkhard, Ettingshausen. Wilhelm Keil, Ettingshausen, 3.Pr.; Wilhelm Stengel I., Laubach, Heinrich Salzmann II., Laubach, Anerkennung. Döcke, zwei Sahre und älter: Gemeinde Hattenrod 1. Preis; Karl Peter, Laubach, 2. Preis. Dö cke, 1 Sahr: Karl Peter, Laubach, Ehrenpreis Rr. 2; Gemeinde Hattenrod und Gemeinde Ettingshausen 1. Preis; Heinrich Münster, Hattenrod, 2. Preis.
Die Stadt Laubach hat den preisgekrönten Simmentaler Dullen (1. Preis) aus Trais-Münzenberg (Konrad Walter) für 650 Mk. gekauft.
Aus dem Amtsverkündigungsblaii.
• Das Amtsverkündigungsblatt R r. 41 vom 14. Suni enthält. Straßensperre. — Reichssteuerüberweisungen. — Reubau eines Postgebäudes in Lich. — Dienstnachrichten.
Berliner Börse.
Berlin, 15. Juni. (WTB. Funkspruch. Zum Wochenschluß bleibt das Geschäft weiter außerordentlich still, eine ausgesprochen« Tendenz ist noch nicht erkennbar, es scheint aber nicht unfreundlich zu sein. Kurse sind kaum zu hören. Man taxiert die gestrigen Abendkurse auch heute. So u. a. Siemens 399 bis 400, J.'G.-Farben 255,5 bis 256. Am Devisenmarkt
nennt man London gegen Kabel '484,80, ßonbtnt gegen Madrid 33,90, London gegen Berlin 20,3350 zu 20,3375, Kabel gegen Berlin 4,194750.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
8 Alten-Buseck, 14. Suni. Während eine hiesige Familie sich gestern ins Feld begeben hatte und ein in Gießen studierender Sohn zu- fällig zu Hai^e anwesend war, hörte er im Keller ein verdächtiges Geräusch. Er begab sich sofort dorthin und fand einen hiesigen Mann im Begriff, von der Kellertreppe aus in die Wohnräume zu gelangen. Der natürlich sehr erschrockene Bursche, der mit der Anwesenheit des Sohnes des Hauses nicht gerechnet hatte, war auf die Frage, was er da zu suchen habe, zuerst sprachlos, dann stotterte er heraus, er habe fragen wollen, ob seine Mutter am nächsten Tag beim Pflanzensetzen mithelfen könne. Warum er zu diesem Zwecke nicht den Weg durch die unverschlossene Haustüre, sondern durch den Garten und den hinteren Kellereingang gewählt hatte, dürfte die gerichtliche Llntersu- chung der Angelegenheit ergeben. Der Betreffende ist schon mehrmals wegen ähnlicher Delikte vorbestraft.
chAusderRabenau, 14. Juni. Die zum Teil recht durchweichenden Niederschläge der letzten Tage ermöglichten unseren Landwirten, mit dem Dick - wurzsetzen zu beginnen. Gleichzeitig werden auch die Spätgemüsepflanzen ins freie Feld gebracht. Die Sommerfrucht steht gut. Dasselbe kann von der Winterfrucht berichtet werden. Die Kartoffeln sind bis auf die Sorte „Allerfrüheste Gelbe" gut und vollzählig aufgelaufen und stehen nach dem Regen recht kräftig. — Gegenwärtig herrscht rege Nachfrage nach Ferkeln, da überall infolge der hohen Preise für Jungtiere im Ankauf zurückgehalten wurde. Die meisten kleineren Betriebe haben bis jetzt kaum so viel Schweine im Stall, bas sie ihren Bedarf für die kommenden Hausschlachtungen decken können. Es bleibt ihnen deshalb nichts anderes übrig, als die teuren Einlegeschweine zu kaufen, um noch rechtzeitig geeignetes Material zum Vorwinter zur Hand zu haben. Für Ferkel im Alter von sechs bis sieben Wochen werben 45 bis 48 Mk^ für achtwöchige Tiere 50 Mark befahlt; Einlegeschweine je nach Gewicht bis au 90 Mark. Fette Schweine würben mit 70 Pf. bas Pfunb Lebendgewicht gehanbelt.
— Harbach, 13. Suni. Am vorigen Sonntag fand hier das 3 5. Stiftungsfest des Gesangvereins „Germani a“, verbunden mit dem Bundesfest des Volksfängerbundes „Chattia", statt. Das Dorf hatte zu Ehren der Gäste reichen Schmuck angelegt, und auch das Wetter, das zunächst gar nicht festgemäh aussah. entwickelte sich noch zum rechten Festwetter. Mit dem Weckruf der Festkapelle begann das Fest. Am Gefallenendenkmal fand dann eine Gedenkfeier statt, wobei der Ortsgeistliche die Ansprache hielt und neben dem festgebenden Verein mit seinen Chören die Musikkapelle mit* wirkte. Der Empfang der auswärtigen Vereine dauerte länger als im Programm vorgesehen, so daß der Festzug erst nach 2 Ähr sich in Bewegung setzen konnte. Auf dem Festplatz im Wiesgrund am Ortseingang nach Hattenrod zu, fand nach dem Festzug zunächst der Festakt statt. Der fest gebende Verein begrüß te die Sangesbrüder mit einem Willkommen^Lhor. Der Vorsitzende Weiß hielt die Begrüßungsansprache. Rachdem eine neue Fahnenschleife mit Ansprache durch eine Festdame übergeben und vom Fahnenträger übernommen war, folgte die Festrede des Ortspsar- rers. Die Gründer des Vereins, Ludwig A l - b a ch , Karl Döring, Beigeordneter Vieh, Polizeidiener Hartmann, sowie die ehemaligen Präsidenten Hermann Scheid und Heinrich Stark wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Vorsitzende des Chattiabundes, Öppe r (Ettingshausen), überbrachte darauf die Glückwünsche seines Bundes. Darauf sprach der Provinzialvorsitzende des Hessischen Sängerbundes, Lehrer Gengnagel (Grünberg). Das anschließende Singen der Gastvereine zeigte, daß der Chattiabund eifrig die Pflege des Männergesanges betreibt, die Darbietungen fanden wohlverdienten Beifall. Das folgende Volksfest nahm einen ungestörten harmonischen Verlauf, ebenso das Sugend- und Volksfest am zweiten Festtage, das gleichfalls vom Wetter begünstigt war. Linser Dorf darf stolz sein auf sein wohlgelungeneS Fest.
+ Grünberg, 14. Suni. Sn der jüngsten Gemeinderatssitzung unter dem Vorsitz des Beigeordneten Keller waren 10 Gemeinderäte anwesend. Das Gesuch einiger Anlieger der Barfühergasse, den schmalen Verbindungsweg zwischen Barfühergasse und Renthof auf Kosten der Stadt herzustellen, wurde abgelehnt. Eine vom Beigeordneten in dieser Sache verlesene Protokoll-Abschrift aus der Zeit der Anlegung des hiesigen Grundbuches besagt, daß sich die Anlieger damals zur Pflasterung des Weges verpflichtet haben. Sn einem Schreiben teilt das Landesfinanzamt Darmstadt mit, daß, nachdem im vorigen Sahre die Verhandlungen mit der Stadt über die Errichtung von zwei De- amtenhäusern mit je vier Wphnunaen für Reichsfinanzbeamte zu keinem Ergebnis gelangten, nunmehr Verhandlungen nut den beiden Bauunternehmern Bock, Grünberg, und Säger, Queckborn, zwecks Errichtung der Bauten schweben. Es ersucht die Stadt um Erfüllung folgender Bedingungen: 1. die vorgesehenen Straßen sofort auszubauen; 2. Vorkehrungen für Be- und Entwässerung zu treffen; 3. einen Gehsteig anzuleaen und 4. die Bürgschaft für das Reichsdarleyen bis zur Eintragung der hypothekarischen Sicherheit zu übernehmen. Der Gemeinderat war im Prinzip damit einverstanden und beschloß, das im vorigen Sahr für diesen Zweck angekaufte Grundstück, Ecke Bismarckstraße/Diebsturmstraße in Größe von 1375 Quadratmeter, von dem nach Wegfall als Straßengelände noch 748 Quadratmeter als Baugelände für die beiden Häuser verbleiben, den beiden Unternehmern zum Selbstkostenpreis von 3,54 Mk. für den Quadratmeter anzubieten. Der von der Strahenverwaltung angeregten zweiten Teerung des Stückes der Alsfelder Straße innerhalb der Stadt wurde zugestimmt. Die Kosten hierfür, die 400 bis 500 Mk. betragen sollen, werden zur Hälfte von der Stadt übernommen. Gemeinderat Schmidt regte an, die dringend nötige Herstellung der Bahnhofstraße vorzusehen, und schlug Teerung vor. Der Beigeordnete soll durch einen Sachverständigen über die Höhe der Kosten, welche die Chaussierung mit Teerung betragen würde. Auskunft einholen. — Dieser Tage fand die H aup tdrrjammlitttA


