Ausgabe 
14.10.1929
 
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Montag, U. Oktober 1929

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefien)

Nr. 241 Zweites Blatt

Turnen, Sport und Spiel

Ewald

Oktober 1929

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waren, da sagte sie aus ihrem Gedankengange heraus:

Ich werde in der Stadt doch keine Gesellschaft mehr geben, Kind, sondern mit dir auss Land gehen und dorthin einige Gäste einladen. Du kennst ja auch meinen Landsitz noch nicht und wirst staunen, wie schön es in Nonnenwerth ist! Sobald du alles erhalten hast, was wir heute be­stellten, werden wir dorthin übersiedeln. ... Sag' mal, Kind! Tennis, Golf und Hockey hast du Wohl nicht erlernt?"

Käthe schüttelte den Kopf. Sie hatte die Fremden Tennis spielen sehen, Golf und Hockey kannte sie überhaupt nicht.

Die Tante war sofort Feuer und Flamme.

Ich werde dir einen Lehrer kommen lassen, der dir beides beibringt. Wir haben vergessen, die Kostüme dafür zu bestellen. Ich werde das aber gleich nachher noch telephonisch besorgen. 2a, und, Kindchen, was ich vorhin der Direktrice erzählte, das werde ich nun wohl noch oft wieder­holen müssen ich meine, daß du unmittelbar von Iava kommst. Niemand braucht zu wissen, wo du bisher hast leben müssen. Man würde sich wundern und fragen, und das darf nie bei einer jungen Dame der Fall sein. Du selbst wirst mich nicht bloßstellen, nicht wahr?"

Käthe nickte stumm.

Wieder machte die Vergangenheit ihre Rechte geltend. And diese Vergangenheit würde immer vor ihr auftauchen, mochte ihr ferneres Leben sich gestalten, wie es wollte.

Ob vielleicht auch jener junge Herr, der ihr so freundlich geholfen und dessen leuchtende Augen sie nie vergessen hatte, zu den Brannten Tante Adelheids gehörte? Wenn sie ihn wieder- sah, nachdem er sie in jenem Cafe als Kellnerin getroffen hatte?

Rein, Käthe konnte nicht froh werden. And sie atmete auf, als es wieder heimging, als sie end­lich in ihrem Zimmer war.

Doch die Zeit wirkte auch hier Wunder. Als die Geschäfte das Cingekaufte ablieferten, gab es Arbeit genug, alles anzuproben und unter­zubringen. Käthe freute sich nun doch, daß sie so wunderschöne Sachen besah und dah sie alles von ihrem eigenen Geld bezahlen konnte.

Sie war reich! Roch wußte sie nicht, was das bedeutete. Die zweitausend Mark derTante" hatten sie schon ein Vermögen gedünkt. Wie viele Tausende mochten ihr nun gehören?

Käthe lebte sich überraschend schnell in dem Hause der Tante ein. Cs war ihr, als brauchte sie sich nur zu erinnern, wie sie das und jenes getan hatte. Es zeigte sich, daß ihre Erziehung doch recht sorgfältig gewesen war. Immer freund­licher sah Tante Adelheid auf ihre Richte, die sich so schnell zur großen Dame entwickelte.

OBenn hin und wieder Besucherinnen eintrafen, wurde Käthe erst heruntergebeten, nachdem Frau

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Oer große Gauwettkampf der D. T. im Kunst-Geräteturnen.

Die Aeuner-Mannschast des Gaues Zranksurt siegreich in scharfem Kampf mit dem Gau Hessen. .

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-o-. In der Volkshalle zu Gießen wurde aestern nachmittag der dreimalige Wettkampf der -Gaue Frankfurt a. M.. Rhein-Mo­sel und Hessen im Kunstturnen an den Geräten (Barren, Pferd-seit und -lang. Reck) md einer Freiübung eingeleitet. Trotz des schö­nen Herbsttages war der weite Raum mit rund WOO Menschen beseht, die in der verhältnismäßig kurzen Zeit von etwa vier Stunden einen Ein­blick in den Reichtum und die Mannigfaltigkeit oon Leistungen in Kürübungen gewannen, wie I er wohl nicht so häufig möglich ist. Als Ehren- ! aaste wohnten der Veranstaltung bei S. Magnr-

i izenz der Rektor der Landesuniversität Prof. Dr. Vrüggemann, als Vertreter des Provin- b ^ialdirektors Regierungsrat Dr. Krüger, als L Vertreter der Stadt Gießen Beigeordneter Dr. ' Hamm, vom Kreisschulamt Stadtschulrat Fischer und Kreisschulrat Kinkel, Oberstu- I diendirektor Angelberger vom Realgym­nasium. Turnlehrer Paul als Vertreter der Oberrealschule, Vertreter des Offizierskorps un­seres Bataillons, die Rektoren der Volksschul- gruppen usw. und die Mitglieder des Gauvor­standes.

Anter den Klängen eines flotten Marsches r Nr Kapelle Topp hielten die Reuner-Mann- » schäften der drei Gaue ihren Einzug in die Hatte an ihrer Spitze Gauoberturnwart Wilhelm Will (Gießen) als Obmann des Wettkampf- Ausschusses. lebhaft begrüßt von allen Zu­schauern.

Von der Bühne, auf der die Turner im weiten Halbkreis Aufstellung genommen hatten, I entbot

Beigeordneter Dr. Hamm

£ namens des Oberbürgermeisters, des Stadtrats nab der Bürgerschaft den Willlvmmengruß der Stadt Gießen mit den besten Wünschen für den guten Verlauf des Wettkampfes, zugleich auch im Ramen des Vertreters des Provmzral- i direktors; es sei erfreulich, dah wir uns hier auf dem Boden eines Gemeinschaftsgedankens zu- iammensinden können in einer Zeitlage, die mehr Die je von jedem einzelnen und von allen Parteien verlangen muh, alles Trennende zurück- ij treten zu lassen und gemeinsame Ideale hervor­zuheben. und zum andern, wenn es schon ein ehernes Gesetz der Menschheit sei, dah nur durch Reibung und Kampf der Fortschritt möglich werde, so könne doch die Ritterlichkeit des ff Wettkampfes, wie sie in der Deutschen Turner- - schäft zur Darstellung ringt, auch auf das übrige Leben erzieherisch wirken und dadurch zur Ein­kehr und Selbstbesinnung beitragen.

Der erste Bert reter des Wittelrheinkreises und Gaues Hessen,

Arthur Pfeiffer (wehlar)

dankte der Stadt in herzlichen Worten und wies auf die lange Zeit der Selbstausbildung und : Körperkultur eines durchgebildeten Geräteturners hin, die Anerkennung verdienen auch als geistig- b sittliche Leistung, und weiter auf die ehrenamt- : Cicfje Tätigkeit aller derer, die der Iugend den

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Bottrop die Geschichte von Iava erzählt hatte. Dementsprechend war dann auch der Empfang. Damit Käthe aber die Fragen nach ihrer fernen Heimat auch beantworten könnte, hatte Frau Adelheid ihr'eine Menge Werke über Iava und namentlich über Tu.tenzorg kommen lassen und sie gebeten, eifrig darin zu studieren. Sie selbst hatte ihr dabei geholfen und sie dann auch ge­prüft. And jetzt konnte schon sogar ein Kenner des Landes kommen, ohne daß Käthe fürchten mußte, sich eine Blöße zu geben.

Immer aber lag ihr schwer auf der Seele, dah sie doch lügen mußte. And immer wieder fürch­tete sie, daß durch einen Zufall alles an den Tag kommen könnte.

Sie atmete auf, als Tante Adelheid ihr ver­kündete, daß am nächsten Tage die Aebersiedlung nach Ronnenwerth stattfinden sollte. Als sie dann vor dem alten, schlohähnlichen Herrenhcu'e vor­fuhren, von dessen Rampe aus die ganze Gegend zu übersehen war, da war Käthe wieder zum ersten Male von Herzen froh. Sie wußte, daß sie hier glücklich sein muhte.

Während der nächsten Tage durchstreifte sie zu Fuß den Park und die ganze Gegend, teils allein, teils von einem Diener gefolgt, bis dann Tante Adelheid es an der Zeit hielt, den Unter» richt in Tennis, Hockey und Reiten beginnen zu lassen. And die Tante war entsetzt, als sie er­fuhr. daß Käthe nicht einmal tanzen konnte!

Da mußt du viel lernen, bis wir die Ein­ladungen hinausschicken können!" sagte sie.Sei nur recht sleißig, daß es nicht zu lange dauert!"

Käthe gab sich wirklich alle Mühe, und wieder zeigte sich ihre natürliche Anstellig^it. Es dauerte keine vier Wochen, da war sie schon fest im Sattel, kannte die alten und die modernen Tänze und spielte recht gut Tennis und Hockey.

Tante Adelheid überzeugte sich immer wieder davon. And eines Abends, als sie mit ihrer Richte beisammensah, sagte sie:

Morgen früh werde ich die ersten Einladungen absenden. und ich halte es für meine Pflicht, dich vorher schon über die Leute ju unterrichten, die du demnächst wirst begrüßen müssen.

In erster Linie wird das der Baron Felix von Turnau sein, einer der ersten Kavaliere un­serer Gesellschaft, ein Gentleman im Sinne des Wortes und unermeßlich reich. Ich bin gewiß, daß er dir bald gefallen wird.

Dann möchte ich Isolde von Kletten einladen, die Tochter eines Generals und ebenfalls reiche Erbin. 'Sie spielt eine führende Rolle in der Gesellschaft, ist anerkannte Meisterin in allen Sportarten und unbestrittene Königin der Sa­lons. Von ihr kannst du also immerhin, noch viel lernen, obwohl sie ein wenig zu frei und zu selbstbewußt ist. Sie ist mit Turnau schon seit Iahren bekannt. Die Familien sind eng be­freundet, (Fortsetzung folgt.)

Modengeschäfte wurde aufgesucht. Käthe merkte wohl, wie die Direktrice etwas verächtlich auf das Kostüm schaute, das ihr selber doch als der Inbegriff aller Eleganz erschienen war. Sie fühlte sich beschämt und war Tante Adelheid dankbar, als sie sagte:

Meine Richte, Fräu lein Bernsbruck. konunt aus einem Lande, wo man es nicht so bequem hat wie hier, wenn man sich ausstatten will. Sie hat bis jetzt in Buitenzorg gelebt, wo ihr Vater große Pflanzungen besah. Run aber soll sie Deutschland kennenlernen, und ich vertraue Ihnen, liebes Fräulein, daß Sie aus dieser jungen Wilden eine tadellose Dame machen werden!"

Käthe staunte heimlich, wie Tante diese An­wahrheit so ruhig aussprach, aber sie merkte sofort, wie sich das Benehmen der Direktrice änderte, wie sie die ' Vorführdamen durchein­ander trieb, wie geschmeidig sie wurden.

Sie war sehr müde und erschöpft, als endlich die Auswahl getroffen war. Sie hätte aber nicht sagen können, wieviel Kleider sie nun besaß. And als sie im List hinunterfuhren, da dachte sie nichts weiter als: Wenn ich doch jetzt ein Stück hinaus könnte aus der Stadt, nichts sehen als Bäume* und Büsche!

Als hätte Tante Adelheid diesen Gedanken er­raten, befahl sie dem Chauffeur, ein tpemg ms Freie zu fahren, nach Wildenhagen hinaus.

Käthe lieh sich aufatmend in die Polster zurück­sinken und schloß die Augen. Sie wollte diese Häuser und diese Menschen nicht mehr sehen, wollte die Augen erst wieder öffnen, wenn sie merkte, dah frisches Grün sie umrauschte.

Frau Bottrup beobachtete verstohlen ihre Richte und lächelte dabei. Sie sah immer von neuem, wie schön dieses unschuldige Kind war. und sie freute sich schon im voraus auf all die' neugierig- erstaunten und bewundernden Blicke, wenn sie die erste Gesellschaft geben würde. Die Herren würden die junge Schöne nur so umschwärmen,

Ia, die erfahrene Frau wußte, daß sie sich nicht lange ihrer wiedergefundenen Richte würde erfreuen können. Sie würde bald einem Manne folgen.

Aber welchem?

And insgeheim ging Frau Adelheid alle Man­ner durch, die in Frage kamen. Es war mancher unter ihnen, der ihr willkommen gewesen wäre und ihr auch für Käthe gut genug erschien. Aber endlich dachte sie doch nur noch an einen, an ihren Liebling, den jungen Felix von Turnau, der selber nicht wußte, wie viele Herrschaften er eigentlich besah, wie groß sein Vermögen und seine Einkünfte waren.

Wenn er Käthe sah. ...

Frau Adelheid baute Zukunftsschlösser und störte Käthe nicht. And als sie endlich im Freien

Liebe in Ketten.

Vornan von Hans Mtteweider.

Copyright by Martin F uchtwanger, Halle (Saale). LI Fortietzung. Nachdruck verboten.

And öiefer Gedanke verbannte schließlich alle Sorgen aus ihrem Herzen. Lächelnd schaute sie sich um, lächelnd lief sie durch die beiden Zimmer, die ihr nun gehören sollten. Ein Bade- und ein Ankleideraunr grenzten daran, und was Käthe da sah. das war ihr alles wie ein unerwartetes Geschenk. Sie kam sich vor wie eine Märchen- Prinzessin, die von einer bösen Fee verwunschen und nun von einem fremden schönen Prinzen erlöst worden war.

Einige Zeit später eilte Käthe die Treppe hin­unter zur Tante, die schon zur Ausfahrt fertig foar. Sie mußte sich mustern lassen und Frau Adelheid war sehr zufrieden mit dem Aussehen 3er Richte.

Sie schritten hinaus und durch den Garten. 3er noch immer in hellem Sonnenschein lag. Das Gittertor sprang auf, und draußen hielt ein wundervoller Horchwagen, auf dessen Führersitz 3er Chauffeur in dunkelblauer Aniform und eben­solcher Mühe sah.

Wie wunderbar war es. in diesem eleganten Geführt durch die Straßen der Stadt zu gleiten, llill und geräuschlos, in den Weichen Polstern zu sitzen und auf die Menschen zu schauen, die Hurch die Straßen hasteten oder schlenderten.

Da hielt der Wagen vor einem vornehm aus- lehenden Geschäftshause.

Der armen Käthe schwirrte es im Kopfe, als Ile all diese Herrlichkeiten sah, die sie nie ge­kannt hatte, und die doch, wie Tante sagte, un­bedingt nötig für sie waren. Sie wunderte sich, daß Tante nie nach den Preisen fragte, dah sie lich immer nur das Beste vorlegen lieh. Erst als sie das Haus verliehen, wagte sie die Frage: Tante Adelheid, machst du dir nicht zuviel kosten meinetwegen?"

Rärrchen, glaubst du. dah i ch das zu bezahlen Labe? Du hast doch selbst ein recht nettes Der- mögen. Cs war ja einst großer als es letzt ist. roch wir haben immerhin noch genug für dich retten können, daß du reicher bist als ich. Du kannst dir alles das gut leistem du hast ja bisher idchts ausgegeben. Kind, wenn ich einst abge­rufen werde, so wird dir ja auch haö aufallen, was ich hinterlasse. Rein, nein, sorge dich nicht! Vergiß, daß du arm warst und bedenke, daß auch dein Name dir Verpflichtungen auf erlegt.

Da schwieg Käthe und mußte daran denken, wie sehr sie sich gefreut hatte, als Berndt Klausen ihr in dieser Stadt allerlei gekauft, was sie bis 3ahin entbehrt hatte.

Die Fahrt ging weiter. Eines der ersten

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von

auch nur 4 P.. wieder auf. Goetsch (Mar­burg) zeigt hier die Glanzleistung mit 29Vs P- (30 P. ist Vollwertung), und unter brausendem Beifall erhält er dabei zwei Zehnerwertungen: sein Dereinsbruder Keil (Marburg) erringt die zweitbeste Wertung mit 28 P. In der Wertung stehen Ffm.:H. 104:108; in der Gesamtpunktzahl wie 521:492l/2; Frank­furt schließt mit 28V° P- Vorlage. Beim

Längspferd

werden die Frankfurter noch weiter zurück­gedrängt. Sie schließen mit 220'/» P. ab, wäh­rend die Hessen auf 234 P. kommen. Goetsch (Marburg) erringt die höchste Punktzahl mit 28, und hat damit und mit seiner Freiübung (291/2 Punkte) seine geringeren Leistungen am Darren und Seitpferd wieder ausgeglichen. Würtz (Krof­dorf). Reuter. Eckhardt und Fink blei­ben ihm mit 27Vs P- nahe, während die Frank­furter es nur bis auf 26Vs P- im Höchstfall brin­gen. Die Spannung zwischen den beiden Gauen hat sich um 13l/2 P. verringert, die Frankfurter verfügen nur noch über eine Vorlage von 15 P. And dieser Unterschied hätte sich jedenfalls beim

Reck

noch etwas ausgleichen lassen, wenn nicht Karl Reuter vorzeitig seinen Abgang hätte machen müssen; es war schade; zumal Seth und Fink hier ihre Höchstleistungen mit je 29 P. erzielten, und die Frankfurter auch zwei Pechvogel mit sich führten mit je 18 P. Irn übrigen aber waren die Frankfurter hier gut in Form, und Winter (Eintracht) schloß den Wettkampf mit einer Leistung von 30 P. Sie verzeichneten am Reck 224 P., während die Hessen mit 2141/2 P. Abstand nehmen mutzten. Die Frankfurter hatten wieder 9V» P. zugelegt und errangen den End­sieg mit 241/2 P. Aeberschuh.

©cfamfroerfung: Gau Frankfurt a. 211. 965* p.; Gau Hessen 941 p.; (Bau Rhein-Mosel 766 p.

Die Gesamtpunktzahl für eine Gaumannschaft be­trug an den Geräten (ausschließlich der Freiübun­gen) 1080 (4 X 30 X 9); dem Gau Frankfurt fehl­ten daran 218,5 P., dem Gau Hessen 247 P., dem Rhein-Moselgau 397 P.

Die Durchschnittszahl aller Wertungen an den Ge­räten beträgt 88 P.; Otto Textor vom Turn» und Sportverein 1860 Marburg, mit seinen 39 Lebens­jahren, der Senior aller Mitkämpfer, hat sie mit 881 P. am nächsten erreicht. Im ganzen liegen 15 Turner über, und 12 Turner unter dieser Zahl und zwar Frankfurt mit 1 unter, mit 8 über dem Durchschnitt, Hessen mit 3 unter, mit 6 über, und Rhein-Mosel mit 8 unter und mit 1 über dieser Zahl.

Die Duchschnittszahl der Gerätelvertungen betragt im Gau Frankfurt 95,7 P., im Gau Hessen 92,6 P., im Gau Rhein-Mosel 76 P. Frankfurt liegt also 7,7 P. über dem Gesamtdurchschnitt von 88 P., Hessen 4,6 P. und Rhein-Mosel liegt 12 P. darunter.

Im Gaudurchschnitt liegt Hessen 3,1 P. unter Frankfurt, Rhein-Mosel 19,7 P.

Dem Gaudurchschnitt der Frankfurter mit 95,7 P. steht Robert Jansen (Eintracht) mit 95 P. am nächsten und ist merkwürdigerweise auch als sechster in die Mitte seiner Mannschaft gestellt worden; 7 Turner kreisen zwischen 90 und 99! um diese Durchschnittszahl, ein Turner fällt ab auf 81 und einer (Winter, Eintracht) steigt auf zu 107 P. Zwischen diesen beiden Endpunkten 81:107 steht also eine ziemlich ausgelichene Mannschaft van

Weg zu solchen Höchstleistungen bahnen Helsen.

Beide Ansprachen wurden mit großem Beifall ausgenommen.

Rachdem das Kampfgericht, bestehend aus den bewährten Turnerführern W. Hoffer- b e r t. Darmstadt; W. Schalkes. Wiesbaden, und W. Cray. Mainz, an der Spitze als Ob­mann und Vertreter des Mittelrheinkreises der Kreisoberturnwart Georg Frey, Mainz, dem Hause vorgestellt war, trat um 3.15 Ahr der erste Turner zur

Parren-Uebung

an. Rach Ablauf einer Stunde zeichnete sich die Wettkampflage der drei Gau-Mannschaften schon in ihren Grundzügen ab: Frankfurt a. M.: Rhein- Mosel: Hessen = 209:172V2: 201. Rhein-Mosel blieb merklich zurück, und der eigentliche Kamps schien zwischen Frankfurt und Hessen zu ent­brennen. Am Anfang bleiben die Hessen zurück, aber mit Reuter an fünfter Stelle nehmen sie die Führung auf, während der entsprechende Frankfu.ter H o r n i s stark abfällt. Eckhardt, Nidda; Seth, Grohen-Linden, und S i n n w e l l, Bad-Rauheim, liegen um 25 Punkte, während es die Frankfurter nicht mehr so hoch bringen, außer Pfeiffer (Eintracht), der 28V2 Punkte vorlegt. Mit glänzender Hebung und derselben Punktzahl schließt Fink, Marburg, die Barren- Übungen ab, und mächtig steigert sich der Beifall, als auf seinem Punktfeld die erste Vollwertung mit 10 Punkten erscheint. In der Gesamt­punktzahl aber lagen die Frankfurter um 8 Punkte voraus. Run galt es für die Hessen aufzuholen. Bald liegen die beiden Gegner beim nächsten Gerät.

Seitpferd

scharf hintereinander, ein äußerst spannender Kampf um die Führung hält alles in atemloser Aufmerksamkeit, und Beifall regt sich ermunternd dazwischen. Zwar kämpfen beide Gaue zunächst mit wechselndem Glück, Hessen bleibt allerdings etwas zurück, aber wiederum legen Reuter, Eckhardt, Seth und Sinnwell gut vor, Pfeiffer und Winter (Eintracht) bringen es zuletzt auf die Höchstwertung von 27V» P., während Fink (Warburg), der glänzende Letzte am Darren, seine Abschluhübung diesmal wie sagt doch der Turner! glänzendversaut", unter allgemeiner Anteilnahme muh er sich 13 Punkte auf der Anzeigetafel anstecken lassen. Die Frankfurter schließen mit 208 Punkten ab, gleichwertig mit ihren Darrenpunkten (239) und erhalten als Gesamtpunktzahl 417; die Helfen verzeichnen nur 183'/r P-, sind also mit 171/- P. gegen ihre Darrenpunktzahl zurückge­blieben und lesen als ihre Gesamtpunktzahl 3841/2 Punkte. Frankfurt hat seinen Vorsprung von 8 P. auf 32'/2 P- erhöht. Damit war die Entschei­dung gefallen. Allerdings ließen die Hessen den Mut nicht sinken. Del den

Freiübungen

die von je vier ausgewählten Turnern jeder Mannfchaft ausgeführt werden, holen sie, wenn

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m mich gesetzte Ver- ^wahren zu wollen.

7 Köpfen, im Städtewettkampf schon mehrfach er­probt.

Dem Gaudurchfchnitt brr Hessen mit 92,6 P- teht Karl R e u t c r mit 96 P. am nächsten in sei­ner Riege an 5. Stelle, 4 Turner stehen z. T. er­heblich über diesem Durchschnitt (98 bis 103* P), 4 Turner z. T. erheblich darunter (81 bis 88* Pll-

Gau Rhein-Mosel mit Durchschnitt 76 P. indet seinen Vertreter in Willi Grifar (Wirges) mit 75* P., an 7. Stelle in der Riege, 5 Turner liegen zwischen 80 bis 84 P., und dieser ausgegli­chenen Gruppe stehen 3 Turner gegenüber mit 36,56 und 103* P.; diese höchste Zahl hat Fritz Wernt- gen, Tgs. Koblenz, der Senior der Mannschaft mit 37 Ähren, erreicht.

Die geringste Punktzahl überhaupt beträgt 36 (3oft, Rh.-M), die höchste 107 (Winter, Ein­tracht), die höchste erreichbare Einzelwertung 120 P. Es folgen Werntgen (Rh.-M.) mit 103$ P. und Hessen mit Seth 103$ P., Sinnwell 103 Punkten und Eckhardt mit 100 P. Seth und Eckhardt find Mitglieder größerer Landvereine, ein Beweis, daß nicht nur große Städte nötig sind, um gute Turner heranzubilden.

Zum Schluß ließ Gauoberturnwart W. Will (Gießen) die Riegen antreten und überreichte mit ehrenden Worten den Frankfurter Siegern den schlichten Eichenkranz unter denGut-Heil"°Rufen ihrer Mitkämpfer und der Zuschauer.

Fußball in Hessen-Hannover.

Bei den gestrigen Fußballkämpfen im Bezirk Hessen-Hannover ergaben sich folgende Resultate:

Hessen 09 Hermannia Kassel 1:1.

S. C. 05 Göttingen Kurhessen Marburg 6:0.

Kußball in Süddeuischland.

Dei drn gestrigen Fußball-Derbandsspielen in Süddeutschland fielen im Dezirk Main- Hessen wichtige Entscheidungen. Ramentlich in der Gruppe Main, in der die vier Tabellenersten gegeneinander spielten, erhielt die Meisterschaftsfrage eine Art Vorklärung. Die erste Anwartschaft liegt nun­mehr zwischen Eintracht Frankfurt und Anion Riederrad. Eintracht schlug in einem sehr schö­nen Kampfe Rotweih Frankfurt knapp, aber ver­dient mit 1:0 Toren, und Union Riederrad be­siegte F. Sp. D. Frankfurt einwandfrei mit 2:0 Toren, F. Sp. D. allerdings mit viel Ersatz. Ger­mania Bieber schüttelte auf eigenem Platz die Sp. Dgg. 02 Griesheim mit 4:0 ab. Bei Kickers Offenbach gegen 1. F. C. 93 Hanau handelte es sich um fast dringende Abstiegsfragen. Offenbach schaffte sich durch sein 5:3-Spiel auf den 3. Platz vor, während die Lage für Hanau mehr und mehr unbehaglich wird.

Die Gruppe Hessen sah in Wormatta Worms gegen S. V. Wiesbaden auch die Begeg­nung der beiden Tabellenersten. Wormatta hatte mit 5:1 den Sieg sicher. Reu-Isenburg gewann gegen S. D. 98 Darmstadt mit 2:0 nur recht knapp, Hassia Bingen überraschte durch sein 2:1 gegen den F. Sp. D. 06 Mainz.

Der Bezirk Bayern hatte in der Gruppe Rordbayern durchweg knappe Resultate. Die Sp. Dgg. Fürth schlug den F. D. 04 Würzburg nur mit 2:1, auch A.S.V. Nürnberg gegen Bayern Hof endete 2:1, und F. C. Bayreuth gegen V. f. R. Fürth verlief 1:1 unentschieden. Der Tabellenletzte, Sp. Dgg. Hof, hielt sich gegen den 1. F. C. Nürnberg mit 0:3 Toren leid­lich gut

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