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Länder- und Städtewappen aller Erdteile in C old • und S ill> er d ruck: Die FREUDE dei KURMARK-RAUCHER $,
ausgegrabenen Kirche ein dem bloßen Äuge schon ausfallendes planiertes Gebiet von 160 Meter Länge und 60 Meter Breite binzieht, an dessen Westseite Dr. Bader einen alten Wassergraben feststellte. Bestrebungen, noch weitere Ausgrabungen vorzunehmen, scheitern vorerst an der sonstigen Inanspruchnahme des Konservators, sowie an der weiten Entfernung und an dem Fehlen der Mittel. Gießen und Wiesbaden als Orte, an denen gleichfalls Fachleute wohnen, liegen doch nicht weit von der interessanten AuSgra- bungsstelle entfernt, so daß vielleicht von dieser Seite — die Zustimmung des Rheinischen Oberpräsidiums vorausgesetzt — schneller Aufklärung kommen könnte.
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auSstellung Dnlin M it von tzindenbur tltorat über die lonuntti Msieliung, die im Aas ’n Woche ‘Berlin 1930 i i 9. Februar in einer k Killen statisinden wird, übe amm dieser Ausstellung z rutsche JägcrimAui ilich von den früheren An Art ab. Das intetdlati ■pebition in unziv. 'len soll durch das Fr rophäen, Qluftüfiungfr m t naiurgeirrue und W n.
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
• Robheim a. d. Bieber, 11. Rov. Das höhere Staatsexamen zum Regierungsbaumei st er bestand der Regierungsbausührer Dipl.-Ing. Ludwig K r a u s k o p f aus Rodheim a. d. Bieker vor dem Technischen Oberprüfungsamt Berlin im Eisenbahn- und Straßenbaus ache mit „Auszeichnung".
T Bieber, 12. Nov. Die diesjährigen Treibjagden in den Gemarkungen Königsberg und Fellingshausen fanden in den letzten Tagen statt. Das schlechte, nebelige Wetter an den beiden ersten Tagen wirkte sich auch im Erfolge der Jagd aus. So wurden am ersten Tag nur 3 und am zweiten Tage 7 Hasen geschossen. Don diesen sieben Stück wurden den Pächtern auch noch drei Stück gestohlen. Günstiger war das Wetter am Samstag, als das Waldtreiben am Dünsberg vorgenommen wurde. An diesem Tage wurden 23 Hasen zur Strecke gebracht.
ch Riederweidbach, 11.Rov. Hier sind sieben Wahlvorsch'äge zur Gemeindevertreterwahl einaegangen. Die Ramen der Lrstenfuhrer sind folgende: Liste 1: Jakob Herrmann VIII.. Schre'.nerrneister; Liste 2: H. 3. Herrmann, Landwirt: Liste 3: Louis Jüngst, Schlosser- Liste 4: Karl Lang, Schroeinehändler; Liste 5: H. Roth I., Landwirt: Liste 6: S. Stern, Handelsmann: Liste?: W. Halbrecht, Landwirt.
gerufene und berufene Gäste in kontinentalen Großstädten — allein nach Frankfurt kommen sie all- jährlich und zuweilen sogar zweimal — haben sie sich auch auf ihrer vorjährigen Reise durch die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika überall einmütige Anerkennung erworben: so waren beispielsweise die großen Räume der Steinway Hall in Ncuyork zweimal ausverkaust, und in Chikago spielten sie vor einer Zuhörerschar, wie sie der dortige Berichterstatter in 40 Jahren Konzertbesuchs nie gesehen hat. Das klassische Programm des Abends lautet: Mozarts Streichquartett in F-Dur (Köchel Nr. 590), Beethovens Opus 59, Razumoo- sky-Ouartett Nr. 1 und Handns Lerchenquartctt: das find gerade die Komponisten, deren Forderungen österreichische Künstler, wie das Ross-Quartett, am besten erfüllen.
Ausnahmetarif für Di eh aus- f u h r. Auf Anregung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft hat die Deutsche Rcichsbahngesellschaft einen Ausnahmetarif bewilligt, der die Ausfuhr deutschen BiehcS über die trockene Grenze mit 30 Prozent in solchen Fällen begünstigt, wo diese Ausfuhr zwecks Entlastung des deutschen Diehmarktes erfolgt. Dieser Tarif kann nur beansprucht werden, wenn das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf dem Frachtbrief das Borliegen dieser Voraussetzung bescheinigt. Der Tarif ist bis zum 30. Rovcmbcr gültig, und zwar für Rindvieh, Kälber, Schweine, Ferkel, Schafe und Schaflämmer.
•* Halte st ellen-Derlegung bei der Kraftpost Gießen — Krofdorf. Mit Ablauf des 16. Rovember wird die Haltestelle Oswaldsgarten der Kraftpostlinie Gießen— Krofdorf für die Wagen in der Richtung nach Krofdorf von der Hammstraße nach der West- anlage/Ccke Reustadt verlegt werden. Für den Kraftpostverkchr in der Richtung Gießen Bahnhof tritt vorläufig keine Aenberung ein.
♦♦ Die Gewerbe- und Maschinenbausch u l e G i e ß e n hat am 1. November in den Räu- men der Alten Klinik ihr Wintersemester begonnen. Erfreulicherweise konnte auch diesmal eine Zunahme der Schlllerzahl festgestellt werden, so daß die Abteilungen Maschinenbauschule mit Ingenieurkursus, Baugewerbe, Schreinerfachschule, Malerfachschule, Schuhnracherfachschule, sowie die Abteilung für Kunst- Handwerker von insgesamt 430 Vollschülern besucht werden. Hierzu kommen noch Hospitanten und Teilnehmer aus Sonderklassen.
. ** Von der alten Kirche im Rau- borner Wald im Wehbachtal. Auf Anfragen zu dem Aufsatz in Rr.45 unserer Beilage „Heimat im Bild" teilt der Verfasser Pfarrer Schieserstein mit, daß bei einer Besichtigung durch den Beauftragten des Konservators der Baudenkmäler im Rheinland, Dr. Bader vom Landesmuseum in Bonn, die Annahme des Verfassers, daß es sich bei den Ausgrabungen um die Basilika der Teutbirg von ZZZ handle, vollauf bestätigt wurde. Dr. Bader schließt aus dem vorhandenen reichen Steinmaterial, daß es sich nicht um eine Holzkirche, sondern um eine Stein- kirche handelt, was dem Gotteshaus aus der ersten karolingischen Zeit noch eine besondere Bedeutung verleihe, wie sie sonst bischöflichen Kirchen eigen sei. Jedenfalls aber muß die Besitzerin sehr reich gewesen sein. Als bedeutsam stellte ferner Dr. Bader fest, daß sich neben der
Paris 123,85 zu 123,87, London 93,15, London gegen Spanien gegen Kabel 4,8765 zu 4,8770, Berlin 20,3975, Kabel gegen Berlin 4,1825.
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das vielleicht schön? Run, alles hat zwei Seiten, heißt es, und so ist es auch beim Gähnen.
Aber schön, oder nicht schön! Gesund ist es auf jeden Fall. E-
Daten für Donnerstag, 14. November
Sonnenaufgang 7.15 Uhr, Sonnenuntergang 16.13 Uhr. — Mondaufgang 15.15 Uhr, Monduntergang 3.38 Uhr.
354: der Kirchenlehrer Aurelius Augustinus in Tagaste geboren, — 1716: der Philosoph Gottfried Wilhelm von Leibniz in Hannover gestorben: — 1775: der Kriminalist Anselm Ritter von Feuerbach in Hainichen bei Jena geboren: — 1825: der Schriftsteller Jean Paul (Friedrich Ritter) in Bayreuth gestorben: — 1831: der Philosoph G. W. Fr. Hegel in Berlin gestorben: — 1840: der Bildhauer Auguste Rodin in Paris geboren.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Hochzeitsreise", 20 bis 22.15 Uhr. — Deutsch« Demokratische Partei xmb Volksrechtpartei: Wählerversammlung, 20.15 Ahr im Cafe Leib. — Z. d. A.: Vortrag: „Die Absahfinan- zierung im Einzelhandel", 20.30 Ahr im Ge- werkschaftshaus. — Verein der Einzelhändler: Vortrag „Kunde und Verkäufer", 20 Alfrr tm Kath. Dereinshaus. — Paddler-Gilde Gießen e.D.: Jahreshauptversammlung, 20.15 Ahr in der Pulvermühle. — Lichtspielhaus Bahnhvf- straste: „Rarkose". — Astoria-Lichtspiele: .Der Rächer der Grenze" und »Das Findelkind von S.ngapore".
— Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Me heutige Vorstellung .Hochzeitsreise" beginnt um 20 Ahr. — Freitag, 15. Rovember, letzte Wiederholung von Gerhart Hauptmanns „Der arme Heinrich". Als Sonntagsfremdenvorstellung ist Hirschfelds »Die Frau, die jeder sucht" vorgesehen. Die Reuheit der kommenden Woche ist die südwestdeutsche Erstaufführung des Lustspiels „Scribbhs Suppen sind die besten". Der Autor des Stückes ist Julius Berstl, der bekannte Verfasser von „Dover — Calais". Die Erstausführung findet Dienstag, 19. Rovember, statt.
— Der D. H.D. lädt im heutigen Anzeigenteil zu einer Veranstaltung „3m Reiche des Humors" auf den morgigen Donnerstag, 14. Rovember, abends in das Katholische Bereins- haus ein. Dr. Erich F o r t n e r wird eine Aus- . wähl der lustigsten Geschichten und Schwänke deutscher und österreichischer Humoristen und Dichter bringen. Während der Künstler — so schreibt man iu.ns — bei seinem letzten Abend in Gießen, der noch in bester Erinnerung steht, hauptsächlich Humor aus alter Zeit seit Hans Sachs vermittelte, soll die Dortragssolge diesmal Reueres und Reuestes umfassen. Man beachte die heutige Anzeige.
— Vom Konzertverein wird uns geschrieben: Das nächste, am Sonntag, 17. November, nachmittags in der Universitäts-Aula stattsindende Kon- zert bringt uns hervorragende Wiener Gäste: das hier noch nicht erschienene, seit langem begehrte und trotz vieler Bemühungen bisher unerreichbare, weltberühmte Rosö-Ouartett. Professor Arnold R o s 6 - mit seinen Quartettgenossen, den Professoren Paul Fischer, Anton Ruzit- ska und Anton Walter hat seit Jahrzehnten das Erbe Joachims als Sachverwalter des klassischen Streichquartettsspiels bewahrt. Als immer wieder
Berlin, 13.Rov. (WTD. Funkspruch.) Auch der heutige Frühverkehr lag lustlos ohne jede Anregungen, Kurse waren noch Am Devisenmarkt nannte man
Aus der provinzialßauptstadt j
Giesten, den 13. Rovember 1929.
Vom Gähnen.
tzs gibt doch eine ausgleichende Gerechtigkeit, onst wären wir bei langweiligen Vortragen, bei iden Ges« lisch aftsabenden und ähnlichen Veran- 1<iltungen vollständig verloren. Die Ratur schenkte utf di« Gabe des — Gähnens. Wir Ipnnen. Denn wir nicht ganz vorn sitzen, doch ein bißchen .'ungengymnastik und Muslelübungen vornehmen. Luch hinter der vorgehaltenen Hand kann man ;Unz schön gähnen. Leiter merkt es mancher Vor- ’ rigide erst, wenn die damit verbundenen Oe- -dusche merklich hörbar werden. 3st er ein Keniat dann wird er schleunigst sagen: „Wegen der )oegetorittenen Zeit usw. ..." Die Zuhörer ste-
auf, und nun kommt das Allerschönst«: draußen, schon in der Garderobe oder auf der btraße. auf dem Heimweg, können wir unferm Drehten Herzen Luft machen. Ein befreien- ) e s Gähnen, da« alle Rot der letzten Stun- )rn wegwischt, steigt zum Himmel auf.
3ft es nicht auch ganz hübsch, wenn,wir noch ’.nmal zurückdenken? Wir glauben natürlich, der Machbar habe angefangen. Ganz umständlich kam ta8 Taschentuch zum Vorschein, es wurde sich ein bi.hchen geräuspert, und dann erschien die Hand ecc dem Mund: leise, leise — wir horten es ober doch — wurde gezähnt. Man muß sich schon |4r gut in Zucht haben, wenn man dann nicht Wort Rachahmer wird: denn nichts steckt mehr er als Lachen und Gähnen.
I Dom Lachen wurde hier vor einiger Zeit schon einmal gesprochen. Wie schön es sei! Wie man le ine Mitmenschen glücklich machen könne mit einem herzlichen Lachen! Auch das Gähnen kann uns erfreuen, wenn es auch nicht so für die L^effentlichleit ist, sondern mehr fürs still« Kämmerlein.
Ich bin ein Freund vom Turnen, halte auch viel davon, wenn man morgens und abends ein paar Aebungen mckcht, damit das Blut wieder frisch durch den Körper pulst. Aber man vergesse dabei das Gähnen nicht! So ein richtiges, von Herzen kommendes Gähnen stärkt unser« gesamte Muskulatur. Wenn man sich dabei auf die Zehenspitzen erhebt, di« Arme hoch in die L'rft wirft und tief Atem holt, auch — wenn wir ollein sind — das wonnige Aaha! ausstoßm kann, gibt es eine bessere Erholung nach einem arbeitsreichen Tage, oder nach schwieriger Arbnt? ILnb vor uns das weiche D^tt! Anbeschwert und mit gutem Gewissen lassen wir uns in die Federn ZsAlen und gähnen noch einmal richtig... Kann man da nicht von einer ausgleichenden Gerechtigkeit sprechen?
Ich habe schon kleine Kinder beobachtet, wenn - sie gähmen. und ich finde das ganz reizend. Der Rachmittagsschlaf ist zu Ende. Das kleine Ding reibt sich die Aeuglein und guckt hell in di« Welt. Dann fängt es an und dehnt wohlig das Körperchen, dabei sperrt es das Mäulchen auf, daß wir die ersten weihen Zähnchen sehen, und gcihnt, gähnt noch einmal. 3ft das nicht schön?
3a, sagt mancher, wenn aber so ein alter Kerl den Mund weit ausreiht, daß man hinter dem struppigen Bart noch einige dunkelbraune Zahn- (■ruinen sieht, und mit lautrni Grunzen gähnt, ist
Der Künstler:
Im Schaffensdrang meiner Arbeit empfinde ich das Handwerksmässige fast als hemmenden Ballast.
Die sdi affen de Hand vermag kaum dem Flug der auf mich einsfürmenden Gedanken zu folgen, wenn das Rauchen von Ggareffen ausgeglichener üeschmackswirkung mich in wunderbarer Weise belebt.
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