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wird Ihre Wäsche, wenn Sie richtig waschen, Be» denken Sie bitte, wie ergiebig Persil ist! Auf je 27z bis 3 Eimer Wasser kommt 1 Paket.

Lösen Sie Persil allein und kalt auf! Kochen Sie die Wäsche nur einmal eine Viertelstunde, und spülen Sie erst warm, dann kalt!

Wenn Sie so waschen, werden Sie es nicht mehr anders machen. Der gute Erfolg überzeugt Sie.

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Nachdruck verboten

10 Fortsetzung.

Er an

Sanft stützte der Herr die Wankende, und leise sagte er: ,

Vielleicht wacht die Erinnerung noch werter in"Ihnen auf. Ihr Vater starb..."

Er ist tot?" ächzte sie.

Leider. Sie scheinen das damals nicht ver­standen zu haben. Man hat Ihnen das alles vielleicht aus guter Absicht verhehlt. Was wissen Sie weiter?"

Käthe dachte nach, aber ihre Erinnerungen waren nur schwach. Sie wußte eigentlich nur noch, daß sie mit der Frau zusammen gewesen war, die sie hatte Tante nennen müssen, und die immer so hart und lieblos gewesen war. u

Sie werden sich vielleicht später besinnen , sagte der Herr und bat sie, sich wieder zu sehen. Ich will Ihnen jetzt sagen, was damals ge­schehen ist: _

Das Haus, auf dessen Veranda Sie damals photographiert wurden, stand weit, weit von hier, in Vuitenzorg. Das ist ein Ort auf der Insel Iava. Dort besaß Ihr Vater zusammen mit einem Freunde große Kaffeepflanzungen. Seine Frau, Ihre Mutter, war gleich nach >zhrer Geburt gestorben. Ihr Vater scheint damals auch sein na^s Ende geahnt zu haben, denn er ließ Sie, sein einziges Kind, photographieren und fand noch Zeit, eins der Bilder an seine Schwester zu s chicken, die hier in Deutschland lebte. Als er dann sein Ende nahen fühlte, ließ er seinen Freund rufen, bat ihm sich seines Töch­terchens anzunehmen und dafür zu sorgen, daß es seiner Schwester überbracht würde. Das wurde ihm feierlich versprochen, aber nicht ge­halten.

Der Freund wurde von der Habsucht gepackt. Er wollte das reiche Erbe Ihres Vaters an sich reihen. Damit er das konnte, mußte das Kind beseitigt werden. Gott sei Dank schreckte der Elende vor dem Aeußersten zurück. Er übergab das Heine Mädchen einer deutschen Frau, die sich nach der Heimat zurücksehnte und zahlte ihr eine ziemliche Summe dafür, daß sie das Mädchen mit sich nahm und als ihre Nichte ausgab. So­lange sie dieses Geheimnis wahrte, wollte er ihr halbjährlich einen bestimmten Betrag überweisen, lind die Frau willigte ein...

Es war Frau Wohllebe!" stöhnte Käthe.

Ganz recht!" bestätigte der Fremde.Sie hat auch Wort gehalten und bis an ihr Ende ge­schwiegen. Dann mag sich ihr Gewissen aber doch geregt haben. Sie wollte sprechen, konnte indes nicht mehr alles offenbaren. Vielleicht hätten Sie nie erfahren, wer Sie in Wahrheit sind, hätte nicht der Förster Edelmann jene Todesanzeige veröffentlicht.

Die Sache liegt so: Die Schwester Ihres Vaters, Fräulein Käthe, hatte» d-as Bild er­halten. Sie hatte schvn erfahren, daß Sie ge­boren worden waren. Als dann die Kunde ein­traf, daß ihr Bruder gestorben war, erkundigte sie sich vergeblich nach dem Verbleib des Kindes. Der falsche Freund behauptete, er habe es, wie versprochen, in sicherer Obhut an sie ge­schickt. Er war sogar sehr bestürzt, daß es dann

was sie brauchte, so entkleidete sie sich und schlüpfte in das weiche Bett, nachdem sie das Licht ausgedreht hatte.

Sie wollte all das Wunderbare, was sie erlebt und gehört hatte, noch einmal überdenken. Aber ehe sie sich dessen versah, war sie eingeschlafen.

Käthe ihm entgegen und bot ihm die Hand, aber schaute sie in heimlicher Bewunderung

Sie betrat mit Käthe ein reizendes Mädchen­zimmer, wo sie Platz nahmen. Während sie nun Käthes beide Hände in die ihren nahm, sagte sie:

Also daß ich deine Tante, deines Vaters Schwester bin, das wird dir wohl Herr von Bodenstein gesagt haben. Dein Vater hieß Vor- man von Bernsbruck, und ich bin seine einzige Schwester Adelheid. Ich war verheiratet mit dem Vizeadmiral Gerd Bottrup. Mein Mann ist schon zehn Iahre tot. Da ich selber keine Kinder habe, sehnte ich mich un so mehr nach dir. Der liebe Gott weiß eben immer, was er tut, denn hätte ich ein halbes Dutzend Kinder gehabt, dann hätte ich mich vielleicht nicht groß um dein Schicksal gesorgt und wir hätten uns nie ge­sehene aber so. ...

Sage, Käthe, freust du dich denn, daß du nun endlich jemand hast, der dich liebt und den du wieder lieben darfst?"

Aus den Augen der alten Dame strahlte ihre große Herzensgute, und Käthe konnte nicht an­ders, sie sank vor der Tante nieder und barg ihr Haupt in deren Schoß.

Dabei kam ihr der Gedanke: Was spllte sie der Tante erzählen, wenn sie nach ihrer Vergangen­heit fragte. Sie beschloß bei sich, ihre seltsame Che zu verheimlichen: sie sollte begraben und vergessen sein. Berndt Klausen würde sicher nie mehr zum Vorschein kommen.

Ich lasse dich jetzt allein, Käthe," hörte sie endlich die Tante sagen.Du mußt erst ruhig werden. Dann sollst du dich hier heimisch machen. Ich werde dir das Mädchen schicken oder nein klingle selbst, wenn du es haben willst. Dann fahren wir noch vor Tisch aus. Ich werde dir doch allerlei kaufen müssen. ...

So, Kind, nun steh' auf und gib mir noch einen Kuß! Llnd fürchte dich nicht mehr! Das Leben hat dir schon schlimm mitgespielt, doch nun soll es dich nicht mehr zu fassen kriegen!"

Sie zog Käthe empor, nahm das von Trünen feuchte Gesicht zwischen ihre beiden schlanken Hände und schaute lange in die klaren blauen Augen.

Immer heller und freundlicher wurde dabei ihr eigenes Gesicht. Sie sah, daß die Seele dieses jungen Menschenkindes noch rein war, ein fast unbeschriebenes Blatt. Zug um Zug dieses Ant­litzes erinnerte sie an den toten Bruder, den sie so sehr geliebt und um dessen Erbe sie einen hartnäckigen Kampf geführt hatte.

Sanft küßte sie Käthe auf den leise zuckenden Mund.

Kind, wie bin ich froh, daß mein Suchen nicht vergebens geblieben ist, daß ich nun doch noch die Tochter meines Bruders gefunden habe! Ich werde dich sehr, sehr lieb haben, ilnö du?"

Käthe schlang anstatt einer anderen Antwort beide Arme um den Nacken der Tante und preßte ihr Gesicht an deren Brust.

Dann stand Frau Adelheid Bottrup langsam auf:

Auf Wiedersehen, Kind! Unö noch einmal: Mögest du recht, recht glücklich werden in meinem Hause!"

Käthe stand noch lange an der gleichen Stelle, unfähig, sich zu rühren, unfähig auch, etwas anderes zu denken als das eine: Ich habe endlich eine Heimat gefunden und wahre Liebe!

(Fortsetzung folgt.)

Ließe in Keilen.

Vornan von Hans Mitteweider. Copyright by Martin F uchtwanger, Halle (Saale).

Am nächsten Morgen war sie wieder früh auf, wusch sich, kleidete sich an und freute sich, daß sie ein so schönes Kleid hatte und sich nicht vor ihrer Tante zu schämen brauchte.

Sie bemühte sich, sich vorzustellen, wer das sein könnte, wie sie wohl aussah. Sie kam nicht damit zustande. In fieberhafter Aufregung lauschte sie immer wieder, ob noch niemand außer ihr wach sei.

Endlich horte sie im Nebenraum das Kaffee­geschirr leise klirren, und sofort öffnete sie die Tür. Sie erblickte nur den Diener, der sich achtungsvoll vor ihr verbeugte und meldete, daß Herr Bodenstein sogleich erscheinen wurde.

So war es denn auch. Doller Freude eilte

verschwunden sein sollte. Aber Ihre Tante faßte Argwohn gegen den Mann und hat sich all die Iahre bemüht, jene Frau zu finden, die mit dem Kinde verschwunden war. Durch Zufall kam ihr die Todesanzeige in die Hände. Sie las den Namen, den der Elende seinerzeit genannt hatte und sie las auch den Namen der ein­zigen' Leidtragenden nur der Vorname kam in Betracht Käthe. So heißen Sie wirklich: der andere Name stimmt nicht. Ich habe nicht die Erlaubnis, Ihnen zu sagen, welcher Ihnen zu Recht zusteht."

Aber wie konnten Sie mich denn finden? ilnö gerade in dem Restaurant?" fragte das junge Mädchen verständnislos.

Da lächelte ihr Gegenüber und erwiderte:

Ich fand Sie nicht erst dort, sondern ich war Ihnen schon dorthin gefolgt. Sie haben nur das 2luto nicht bemerkt, das hinter dem Ihren her­fuhr. Um es-kurz zu machen: Ich bin Privat­detektiv und von Ihrer Tante beauftragt wor­den. die Käthe Femau zu suchen, die als Nichte der verstorbenen Frau Wohllebe in der Todes­anzeige genannt war. Es war nicht schwer, da Sie selbst ja dem Förster Ihre Adresse angegeben hatten. Als Sie heute aus dem Hause auf die Straße traten, als ich Ihr blondes Haar sah, da wußte ich schon, daß ich die richtige Fährte hatte..." . E r.

Käthe Fernau faßte das alles noch nicht, sie gab sich auch keine Mühe. Sie hatte aus seinen Rtzden nur eins herausgehört: Ihre wirkliche Tante lebte noch!

ilnö außer sich vor Freuöe faltete sie nun öie Hänöe unö bat:

Bringen Sie mich zu meiner Tante, Herr...!

Bodenstein heiße ich", sagte öer Detektiv.

Herr Boöenstein, Sie werben begreifen, wie ich mich öanach sehne, meine Tante kennenzu­lernen, Öen einzigen Menschen, öer mir noch geblieben ist...

Sie verstummte mitten im Satz, denn auf ein­mal war ihr, als sähe sie unmittelbar vor sich ein Paar leuchtenöe Augen. Schauöernö er­innerte sie sich öes Vorfalls im Cafe Metropol, wo er toieöer vor ihr aufgetaucht war, dem diese Augen gehörten.

Bodenstein antwortete:

Morgen werde ich Sie zu Ihrer Frau Tante begleiten. Heute werden Sie mir die Ehre er­weisen, mein Gast zu sein. Ich habe meinem Diener schon die nötigen Weisungen gegeben. Daß Sie bei mir nicht das geringste zu fürchten haben, das brauche ich Ihnen nun wohl nicht erst noch zu versprechen, nicht wahr?"

Nein, nein, Herr Bodenstein! Ich vertraue Ihnen! Ich will auch hierbleiben, und ich danke Ihnen so sehr! Aber nicht wahr. Sie bringen mich morgen früh gleich zu meiner Tante? Wie sieht sie aus? Ist sie-schon alt? Wie heißt sie?"

Wozu soll ich Ihnen sagen, was Sie morgen selber sehen unö hören toeröen! sagte öer De­tektiv.Sie toeröen müöe sein unö schlafen wollen..."

Er klingelte öem Diener. Dann reichte er ihr öie Hanö unö verbeugte sich vor ihr. Käthe betrat ein Schlafzimmer, öas in seiner Ausstat­tung Öen übrigen Räumen entsprach. Sie fürch­tete sich wirklich nicht im geringsten, unö öa eine unbekannte Hand für alles gesorgt hatte,

unö sagte ernst:

Ihre Frau Tante toirö sich sehr freuen!* ^.Meinen Sie öas wirklich?"

Gewiß, Fräulein Käthe."

Aber er sagte nicht, öaß sie nicht erwartet hatten, ein so schönes unö fo reizvolles Kinö zu finden. Er war noch nie so stolz auf einen feiner Erfolge gewesen wie auf öiefen, öer Öoch sehr, sehr leicht zu erringen gewesen war.

Er lenkte öas Gespräch geschickt auf anöere Dinge, beöiente sie beim Kaffee trinken unö ber- schwank) dann einen Augenblick, um sich 3um Ausgehen fertigzumachen.

Wieder wartete Käthe voll Llngeduld. Bald erschien Bodenstein wieder. In dem bereit- stehenden Auto fuhren öie beiöen öurch öie Staöt in öas vornehmste Viertel, öas Käthe überhaupt noch nicht kannte.

Vor öem kunstvollen schmieöeeifernen Tor einer im Grün versteckt liegenden Villa hielt der Wa­gen. Bodenstein sprang heraus und half Käthe. Dann drückte er auf öie Klingel.

Ein Diener in gestreifter Iacke schloß öie Tür auf, Öen Detektiv als Bekannten begrüßenö.

Käthe wußte nicht, was sie öenfen sollte. In einer so vornehmen Villa wohnte ihre Tante? Dann mußte sie sehr reich sein!

Als sie öie Stufen zum Eingang emporschritten, kam aus öer Tür eine schlanke, weißhaarige Dame in schwarzem Seiöenkleiö unö eilte ihnen ent­gegen.

Noch einmal blieb sie, wie stutzend, stehen, dann rief sie laut:

Käthe! Herzenskäthe! Endlich!"

Sie breitete beide Arme aus und Käthe warf sich an ihre Brust. Beide hielten sich lange um­fangen, beide schluchzten. Endlich gab die alte Dame Käthe frei und schaute ihr ins Gesicht.

Ia, du bist es! Das sind die Züge meines Bruders, deines Vaters, Kind! Willkommen, tausendmal willkommen!"

Sie zog Käthes Arm unter den ihren unö führte sie ins Haus.

Erst will ich dir öein künftiges Reich zeigen, Kind! Alles steht schon für öeine Aufnahme fertig!

Niemals lose - nur in Originalpackung.

Persil bi» Persil