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sreitag, \1. Juli 1929

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 161 Drittes Blatt

Wirtschaft. |

Transaktion

Glanzstoff-Enka beschlossen.

3n der gestrigen außerordentlichen Generalver- ämmlung der Glanzstoff A.-G. in Elberfeld 'ührte der Aussichtsratsvorsitzende aus: In der letzten Generalversammlung sei bereits daraus hingewiesen morden, daß die

Kunstfeldeindustrie in eine Aera internationaler Syndikat«, und Konzernbildungen eingetreten

iel und daß es Aufgabe der Verwaltung sein müsse, biefe Vorgänge sorgfältig zu beobachten. Die 'Transaktion, die Gegenstand der heutigen EagesorbnuM sei, hänge mit dieser Bewegung auf bas engste zusammen. Diese Bewegung in der Kunst­eideindustrie hätte sich verstärkt, seitdem sich

internationale Krisenerscheinungen

;ezeigt hätten, heroorgerufen durch das Fehlen iner Organisation und einer Produktions-

md Verkaufspolitik der Großkunstseideerzeuger. Die tzestrebungen, wieder zu einer Ordnung und Be­ruhigung der Marktverhältnisse zu kommen, gingen n zwei Richtungen, einmal in der Richtung der Syndikats- und Kartellbildung zur Regelung der Preise und dann in der Richtung der Truppen- und Ko nzern Zusammen­schlüsse zum Zwecke der Rationalisie­rung, des technischen Austauschs, zur Ausschal- lung der Konkurrenz innerhalb der Gruppe und des Konzerns zum Zwecke der Verstärkung der Macht­position in der gesamten Industrie. Der Gegenstand bcr heutigen Versammlung liege in der zweiten Richtung. Es sei verständlich, daß Glanzstoff angesichts der augenblicklichen Entwicklung eine er­neute Stärkung seiner Stellung und seines Ein­flusses zu erreichen sucht. Die seit langen Jahren be­stehenden

freundschaftlichen Beziehungen zwischen Glanz- stoss und Lnka

seien noch nicht so eng gewesen, daß jede Kollision ausgeschlossen gewesen wäre. Es habe deshalb nahe­gelegen, daß die Bestrebungen beider Gesellschasten Lahingingen, einen Weg zu suchen zur ^vollkom­menen Vereinigung der beiderseiti­gen Interessen durch die BUdung eines ein­heitlich geleiteten Konzern, die jede gegenseitige .lonturrenj auf dem Gebiete der Produktion und Äerkaufspolitik ausschließe. Die Produktion der Künftig zusammengeschlossenen Fabriken umfasse

täglich eine Menge von 60 000 Kilogramm Kunstseide,

eine Produktionskraft, die allein schon die irgend­eines anderen europäischen Unternehmens über­steige. Dazu komme noch der gewaltige Einfluß, den der kommende Konzern durch maßgebliche Betei­ligungen an großenGesellsch asten des In - undAuslandes erhalte und der auch eine Rationalisierung innerhalb der Konzerngesellschaften i n weitgehendem Maße ermögliche. Ueber die Zweck- inäßigleit des Zusammenschlusses seien sich die bei- berfeitigen Verwaltungen und Aktionäre völlig einig. (£inc Fusion beider Gesellschaften sei wegen der verschiedenen Rechtshoheiten ausgeschlos- | e n. Auch durch eine Gewinnpollung sei das er- strebte Ziel nicht zu erreichen gewesen. Die Grün­dung einer neuen selbständigen Dachgesellschaft oer- hot sich durch die enormen Kosten. Es hätten nur ;mci praktische Möglichkeiten bestanden, nämlich die Erweiterung der einen oder anderen Gesellschaft zur Dachgesellschaft. Man habe sich für die holländisck)e Gesellschaft entschlossen und wolle für die Trans­aktion den Mantel der holländischen Ge- s e l l s ch a s t benutzen, um in ihm die

einheitliche Leitung und Führung de« Gesamt- konzerns

rinterzubringen, wobei jedoch der bisherige Ein- fluf) der Glanz st offverwaltung auf die eigenen Interessen aufrechterhalten bleibe und sichergestellt werde. Die rechtliche Selbständigkeit der Gesellschaften bleibe unangetastet. Der Vorsitzende wandte sich schließlich gegen die vielerlei Einwendungen, die er für nicht stichhaltig erklärte.

Es folgte sodann die

Verlesung de« Vertrag«.

Was die technische Durchführung der Trans­aktion anlange, so habe die auf morgen anbe- vauintc G.-V. der Enka die für die Durchfüh­rung des Vertrages notwendigen Statuten­änderungen zu beschließen. Für die

Kapitalerhöhung sei dann eine zweite G.-V. der Enka notwendig. Die Druchführung werde von der Cnkaverwal- tung nach Möglichkeit beschleunigt werden, und es soll sofort im Anschluß daran der

Antrag zum handel der Unie-Aktien der Ber­liner Börse

gestellt werden. Es sei beabsichtigt, die Um« tausch fri st für die Glanzstoff- in Linie-Aktien auf einen so langen Zeitraum zu erstrecken, daß der Llrntaufch, wenn möglich, erst nach der Zulassung der Linie-Aktien an der Berliner Börse erfolgt. Die gegen Glanzstoff­aktien gegebenen älnie-Aktien werden mit dem deutschen Wertpapierstempel geliefert.

Lieber die

Lage auf dem Kunstseidemarkle äußerte sich auf Anfrage Direktor B l ü t h g e n dahin, daß die bekannten, vor einiger Zeit auf dem Kunstseidemarkt entstandenen Schwierig­keiten, die die Konvention nachzugeben ge­zwungen hätten, eine gewisse Nervosität in Erzeuger- und Verbraucherkreise getragen hätten. Cs sei jedoch bald darauf große Buhe und ein Absahaufschwung eingetreten. Seit April stelle der monatliche Absatz jeweils einen Rekord dar. Der Iuniabsah sei seit dem Bestehen der Werke der größte überhaupt, nicht nur was Ge­wicht, sondern auch den erzielten Preis anbetreffe. Auf eine weitere Anfrage wurde mitgeteilt, daß die amerikanischen Tochtergesellschaften befriedigend gearbeitet hätten. Am er ican Bembe rg habe in der kurzen Frist des Be­stehens im Jahre 1928 eine halbe Million Dollar verdient, aber natürlich mit der Dividenden­zahlung zurückgehalten. Die Fertigstellung der Glanzstoffwerke sei vor dem gesetzten Termin er­folgt; man habe dort

trotz der eingetretenen Preisabschläge sämtliche Spesen verdient.

Der ausgebrochene Streik habe dann natürlich empfindliche Stockungen gebracht und verhindere Angaben über die Gewinnaussichten. Aber mit Gewinn arbeiteten beide Gesellschaften. Die G e- winnmarke sei recht erfreulich.

Die Generalversammlung genehmigte sodann die Vereinigung mit der Lnka mit allen gegen sechs Stimmen

des Aktionärs Fröhlich, der Protest zu Proto­koll gab.

* D i e Auswirkungen des Waggon- kredits. Das Kreditabkommen für die Bestellung von Waggons für die Reichsbahn ist bekanntlich zustande gekommen. Auf Grund dieses Kredits wer­den an die Deutsche Wagenvereinigung folgende Aufträge gegeben: 2100 Personenwagen und 200 Gepäckwagen. Bei den Personenwagen handelt es sich um 100 V-Zugwagen 1., 2. und 3. Klasse, um 50 vierachsige, durchgehende Wagen neuer Bauart für Personenzüge, um 1000 2.-Klasse-Wagen, 500 kombinierte Wagen der 2. und 3. Klasse und 450 Z.-Klasse-Wagen. Durch diese Auftragsvergebung beläuft sich dann das Beschaffungsprogramm für 1930 auf insgesamt 98 Mill. Mk. Die Lieferung der bestellten Wagen soll im Frühjahr 1930 er­folgen.

* Abnahme der Arbeitslosigkeit um 3 Prozent. Rach den endgültigen Berichten der Landesarbeitsämter betrug die Zahl der Haupt­unterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversiche­rung am 30. Juni rund 723 000, also etwa 23 000 oder 3 v. H. weniger als Mitte Juni. Die Haupt- unterstützungsempfänger in der Krisenunterstützung haben ihren Stand vom 15. Juni ungefähr gehalten.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 12. Juli. Tendenz: lustlos. Zum Wochenschluß war die Börse wieder von einer großen Lustlosigkeit und Zurückhal­tung behrrscht. Anregungen lagen kaum vor, und der feste gestrige Schluß der Neuyorker Börse, die weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit im Reiche, so­wie die immerhin flüssige Geldmarktlage, die durch ziemlich starken Zufluß von Auslandgeldern heroorgerufen wurde, fanden nur geringe Beachtung, da die sonst zur Geschäftsbelebung beitragenden Or­ders wieder fast vollkommen fehlten. Das G e s ch ä f t bewegte sich in eng st en Grenzen. .Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung keine einheitliche. Die Gewinne und Verluste hielten sich in bescheidenem Rahmen. Nur für Montanmerte bestand einiges Interesse, und Rheinstahl, Klöckner, Buderus und Gelsenkirchen lagen leicht gebessert, während Mannesmann und Phönix letztere traten gestern abend besonders hervor auf Gewinnmit­

nahmen eher angeboten waren. Sehr stark gedrückt eröffneten Salzdetfurth mit minus 4,5 v. H. Elektro­werte waren bei meist gut behaupteten Kursen an­fänglich etwas gesucht. Nur AEG. büßten 1 v. H. und Siemens 2 v. H. ein. Banken waren leicht nachgebend. Trotz der gestrigen Ausführungen auf der Elberfelder Generalversammlung der Glanz- stoff-Akticngesellschaft waren heute Glanzstoffaktien angeboten und 1 v. H. niedriger. Von Chemiewerken eröffneten Farben 1 v. H. schwächer, während Deut- sche Erdöl wieder etwas hervortraten und 0,75 v. H. gewinnen konnten. Auf feste Londoner Notiz konnten Svenska bei regerem Geschäft 5 Mark anziehen. Renten still, Schutzgebiete leicht gedrückt. Ablösung ohne Option etwas gebessert. Von Ausländern Maze- bonicr gesucht und zirka 1 o. H. höher. Auch im Verlaufe war das Geschäft belanglos. Abgaben be­wirkten ein Nachgeben der Kurse um zirka 1 v. H. für fast alle Werte. Reichsbank büßten insgesamt 5 v. H. ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 v.H. unverändert. Am Devisenmarkt laa das Pfund inter­national schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1978, gegen Pfund 20,368, London gegen Kabel 4, 8505 gegen Paris 123,90, gegen Mailand 92,76, gegen Madrid 33,45, gegen Holland 12,0790.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Juli. Auch zum Wochenschluß zeigte der heutige Vormittagsoerkehr ziemlich freund­liche Tendenz. Besondere Anregungen lagen zwar nicht vor, doch verwies man auf die Auslassun­gen in der gestrigen Generalversammlung der Glanz st off-Aktien-Gesellschaft, die sich einerseits mit dem Rekordabsatz des Konzerns, andererseits mit dem unbegründeten Kursrückgang der Aktien in der letzten Zeit beschäftigte. Auch die Abnahme der Arbeitslosigkeit um 3 v. H. im Juni und Gerüchte von einer höheren Roheisengewinnung im vorigen Monat und der weitere Rückgang der Neuyorker Börsenkredite man hatte eher noch mit ansteigenden Ziffern gerechnet mußten freundlich stimmen. Zu Beginn der offiziellen Börse machte sich wieder auf den meisten Märkten Orderlosigkeit stärker fühlbar. Bei derartig kleinem Geschäft, wie es sich momentan eingebürgert hat, ließen sich ab­bröckelnde Kurse nicht immer vermeiden. Hinzu kam, daß die Spekulation zum Wochenschluß Realisations­neigung bekundete. So waren die ersten Notierungen ohne einheitliche Tendenz. Montanwerte und im Zusammenhang mit diesen Deutsche Erdöl eröffneten zwar noch lebhafter und fester, auch Svenska konnten 2 Mark gewinnen. Rheag plus 3 o. H. Dagegen verloren Reichsbank, Salz­detfurth und Siemens 2 bis 3,5 v. H. Auch Farben lagen vernachlässigt und eher angeboten. Deutsche Ton- u nd Steinzeug lagen trotz Berücksichtigung des Dividendenabzugs (9 v. H.) ebenfalls mehrere Prozent schwächer. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer geschäftslos. Mazedonier wieder gesucht. Pfandbrief- mar k t still und uneinheitlich. Geldmarkt wenig verändert. Tagesgeld 6,75 bis 9 v. H., Monatsgeld 9,25 bis 10,25 v. H., Warenwechsel zirka 7,75 v. H. Auch nach den ersten Kursen blieb das Geschäft still. Montanwerte konnten ihren Anfangsgewinn nicht voll behaupten. Svenska zogen erneut um 1,50 Mark und B. M.-W. lagen auf Deckungen zirka 3 v. H. höher. Eine gewisse Anregung ging von der schwächeren Haltung des englischen Pfundes aus,

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 12. Juli. (Drahtbericht des Gieß. Anz.") Der Produktenmarkt verkehrte heute in ruhiger Haltung. Das Geschäft war äußerst klein. Die höheren Auslandnotierungen sanden keinen Wiederhall. Die Preise blieben ganz unverändert. Tendenz: ruhig. Es wurden notiert: Weizen 26,50, Roggen 23,2523,50, Hafer (inL) 23,50, Mais 21,75, Weizenmehl (südd. Spezial 0) 38,50 bis 38,75, Roggenmehl 3132, Weizenkleie 12, Roggenkleie 13.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 11. Juli. Die festeren Schluhmeldun- gen von den überseeischen Terminmärkten blieben an der heutigen Produktenbörse völlig ohne Ein­druck. Der gestern erschienene Lickerbaubureau­bericht der Vereinigten Staaten, der den Ertrag von Weizen mit 833 Millionen Dushels angibt gegen 901 Millionen Dushels, die im Jahre 1928 geerntet wurden, wirkte weder in Liverpool noch hier befestigend. Der hiesige Markt steht völlig unter dem Eindruck des nach der Zollerhöhung plötzlich reichlichen Inlandangebotes von Brotge­treide, wobei namentlich Roggen infolge von Qualitätsbefürchtungen auch zu ermäßigten Prei­sen schwer verkäuflich ist. Am Lieferungsmarkt setzte Iuliweizen 1,50 Mark höher ein. die späte­ren Sichten und Roggen eröffneten bis 2,50 Mark

schwächer, wofür das so plötzlich eingetretene sommerliche Wetter mit maßgebend war. Vom Auslande waren die Cifofferten für Weizen er­höht, die zweite Hand offeriert beträchtlich un­ter den Abladcrforderungen, kommt jedoch sehr chwer ins Geschäft. Mehl liegt weiter sehr fest.

Die Forderungen für Roggenmehl lauteten erneut niedriger. Hafer wird namentlich von Schlesien reichlich offeriert und ist zu gestrigen Preisen schwer unterzubringen. Gerste bei reichlichem An­gebot still. Es notierten (1000 kg): Weizen, mär­kischer, 238 bis 239, Juli 251 bis 252, September 250,75 bis 252, Oktober 252,25 bis 253 Geld.

Kleine Strafkammer Gießen.

' Gießen, 5. Juli. Ein mehrfach wegen Diebstahls vorbestrafter Arbeiter aus Oberhessen war wegen Rückfallsdiebstahls vom Amtsgericht zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er legte gegen das Urteil Berufung ein, da ihm die Strafe zu hoch war. Er wurde beschuldigt, eine Glühbirne entwendet zu haben. Das Berufungsgericht gelangte zur Verwerfung der | Berufung, da das Amtsgericht bereits auf die I geringste Strafe, die das Gesetz § 244 i StGB. vorsieht, erkannt hatte. Den Einwand des Angeklagten, es handle sich bei der Glüh­birne um einen Derbrauchsgegenstand und des­halb könne er nur wegen Llebertretung bestraft werden, wies das Gericht zurück, da eine Glüh­birne wohl dem G e brauch, aber nicht dem Verbrauch diene.

Gegen das Urteil eines Amtsgerichts, durch das ein arbeitsloser, vielfach bestrafter Schreiner wegen Bettelns zu 3 Wochen Haft und Lleber- weifung ins Arbeitshaus bestraft wurde, wurde Berufung verfolgt; der Angeklagte wollte die Lleberweisung abgenommen haben. Da in zweiter Instanz durch Zeugen nachgewiefen wurde, daß der Angeklagte sich wirklich um Arbeit bemüht hat, wurde dem Antrag mit Zustimmung des Staatsanwalts stattgegeben und von Lieberwei­sung abgesehen.

Ein Handwerksmeister war in erster Instanz zu 30 Mk. Geldstrafe verurteilt worden, weil er seinen Arbeitern Beiträge zur Invalidenver­sicherung am Lohn abgezogen, aber nicht an die Versicherungsanstalt abgeführt hatte. Die Staats­anwaltschaft verfolgte Berufung, sie hielt die Strafe für zu gering, da mehrere hundert Mark in Frage kämen. Die Berufung wurde aber verworfen mit Rücksicht auf die damalige un­günstige Vermögenslage des Angeklagten und weil er sich bemüht hat, nachträglich seinen Ver­pflichtungen nachzukommen.

Kunst und Wissenschaft.

Der schöne Mensch" Mathildenhöhe, Darmstadt 1929.

Es sind mehrere im Katalog schon aufgenommene Werke neu eingetroffen: Ein weiblicher Akt, Oel- gemälde von Othon Soubine, Paris, zwei kleine Terrakotten von Henri Laurent, Paris, zwei mittelgroße Terrakotten des Spaniers Manuel M a » nolo aus Paris. Verhandlungen über sechs An­käufe sind im Gange. Kürzlich besichtigte der Reichs* kunstwart Dr. R c d s l o b die Ausstellung eingehend und schied mit einem so starken Eindruck, daß er ein erneutes Kommen in Aussicht stellte. Auch Geheime- rat Iusti, Direktor der Berliner Nationalgalerie, hat die Apsstellung besichtigt.

25jähriges Jubiläum der Duncan-Schule.

Die Duncan-Schule begeht Anfang August in Salzburg (Schloß Kleßheim) das Fest ihres 25jährigen Bestehens in Form einer Tagung von Pädagogen und Künstlern mit dem MottoDie Vereinheitlichung der geistigen, körperlichen und künstlerischen Erziehung".

Ein 40 000-Mark-Preisausschreiben entschieden!

Der von Velhagen & Klasings Monatsheften ausgesetzte Preis von 10 000 Mk. für einen mo­dernen Eigenhausentwurf ist nach der überwälti­genden Mehrheit der abstimmenden Leser der Zeitschrift dem Entwurf des Stuttgarter Archi­tekten Karl Keppler zugefallen. 21 andere Entwürfe haben die Preisrichter, sowie die Schriftleitung derMonatshefte" besonders aus­gezeichnet. .Unter sie wird eine Summe von über 5000 Mk. verteilt. Der 25 000-Mark-Preis ist einem jungen verheirateten Arzt in der Gegend von Halle zugefallen. Das Los hat glücklich ent­schieden, denn der Arzt plant, von Wohnungsnot bedrängt, seit Jahren zu bauen und kann nun­mehr mit dem Bau des preisgekrönten Eigen­heims beginnen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurts. M.

Berlin

Schluß- ÄUI6

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Schluß-^Anfang- Kurs | Kurs

Darum

11.7.

12-7.

117.

12 7-

Datum

11.7.

12.7.

11.7.

12-7.

5% Di. ReWanleifre v. 1927 . .

SL Atl.-Ablos^Schuld mti AuL los.-Rechlen

DeSgl. ohne AuSlof.-Rechte - - - «% Franks. Hyp.-Bk. Soldpf. rnv kündbar bis 1932

4Yt% Rhetnilche Hyp^Bank Ligu.

Goldpj.......... -

«.E.S. abg. Dorkriegi-Obligation.,

87,25

50,75

10

85,5

79,25

87

98

29,5

2,3 1,725 23,15

19,9

1,75

7,5

7,3

8,5

124,25

116

126,75

130

218 185,75 278,75

173,5 158,75 162,75

10,13

7,25

124

116,25

185,5

173,25

158,75

162,5

320

87,5

50,9

10,1

23,3

20,13

22,2

1,75

7,6

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7,3

17,5

124

195

167,5 116,13 127,13

129,5

217,5

185,75

279,25

173,5

158,75 162,75

325,25

50,9

10,13

1,8 7,5

7,5

124

168

116,6

126,75

129,5

217,5

185,5

278,5

173,9

158,75

162,75

321,5

...................£

Bergmann.....*

Elektr. Lieferungen.....

Licht und Kraft ...... 10

Felten 4 ...............

Ges. f. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elektr. Werke .... 1°

Rhein. Elektr.........»

Schles. Elektr........10

Schocken......,

TranSradio ...»

Lahmeyer 4 So. . 1°

Buderus..........5

Deutsche Erdöl.......

Essener Steinkohle . . . - - 8

Gelsenkirchener ... ! Yi 3- *

..................6

Hoesch Eisen.........8

F!se Bergbau........*

Klöcknerwerkr........

KvlN'Rcukisen........9

Mannesmann...... 8

ManSfelder . .

Lberschles. Eisenb. Bedarf. . . b

Lbcrschlcs. KokSwerie.....6

Phönir Bergbau......5/s

Rheinische Braunkohlen... 10

Ryeinslahl ... f. % Jahr VA

Riebeck Montan......7,2

Bereinigt« Stahlt»......6

Otavi Minen.......9 5b

Kali Aschersleben.....10

Kali Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

F. G. Farben-Fnduftrte ... 12

Scheideanstalt........ 9

RütgerSwerke ........ 6

Metallgelellschast......H

196,75

226,75

215,5

139

217

237

398

173,5

77

119,75

140,5

149.5

219

126

105,65

301

130

110,75

242

247

405

233,25

158,5

78

89

127

195,75

217

237

396

77,5

120,25

z

112

125,5

105,25

130,25

400,5

232,25

196,5 226,5

215,5

140

217

141,75

196 236,75 398,75

144,5 172,25

77 119,25 143,75

140,9 149.25

140 218,75

112

136,5

126 138,75

91,75 109,65 104,75 301,25

130,4

110,4

69,65

241

247 406,5

233,5

78,13 89,25

127,25

225,5

216,5 140,75

216,75

154,5

237,5

396

77,5 120,5 142,5

141

150 140,6

112,75

137 125,5 138,4 91,75

110 105,13 302,5 130,5

111

69,4

403

232,5

78,25

89,4

4% Schweiz. Bunderb^Anl.. . - 4% Ocfterreichtjche Goldrte.. . 4,20% Oeiterr. Silberne.....

4% Oesterreich, einheitl. Rte. .

4% Ungarische StaatLr. v. 1910 . <1/1% deSgl. von 1913.....

<% Ungarische KronenNe.....

i% Lück. Zollanleihe v. 1911 . - 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,

Serie ..........

4% de Sgl. Serie II. 4VO Rumänen convert. vtte. . . . 4sj% Rumänen woldanl. von 1918

aug. Deutsche Eisenbahn . .

Hamburg-Amerika Paket . . . f jamb^Südam. Dampfsch. . - - jansa Dampfschiff.....W

Norddeutscher Lloyd.....J

Lllg. Deutsche Ereditanst. . . U Barmer Bankverein . . . 10 Ifetimet Handelsgesellsch. . . U Lommerz- und Privat-Bank . 11 Tarmst. u. Notionalbank . 1« Sentsche Bonk .....!*

Diskonto-«Hesemchast Lut.. . K Dresdner Bank .... K ^nieweutsche EredltLauI . . - $ vetallbank.........*

NetchSbook........19

Frankfm

Schluß.

a. M.

1 Uhr.

Berlin

Schluß-IAnsang

Berlin, 11. Juli

Französische Noten.....

»nfliinhtllft« Noten ......

Geld

16,41

168.11

Brief

16,47

168.79

Kure

Kur:

Bure

Kure

Italienische

Norwegische

J?otcn ...

97.01

22,09

111,99

11.7. 1

12.7.

11.7- 1

12 7.

Noten. . .

111,75

59,06

2,48

59,30

2,50

Philipp Holzmann . . .

...»

112,5

112,75

111,5

Rumänische Noten . . .

Heidelberger Cement . .

. . 10

»'

Schwedische

Sckweircr N

Noten ...

117.91

112,65

81,01

Gement Karlstadt . . .

. . . 8

10

181

OtEll ....

80,69

Wayß & Freitag ....

. . 10

1,5

102,25

101,75

Spanische Noten ....

60,43

60,67

Schultheis Patzenhofer .

. . 15

. . 12

309

246,5

309,75

Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten ....

»

12,405

72,93

16,465

73,23

ver. Glanzskvff ....

Bemberg.......

Zellstoff Waldbos . . .

. . 18

. . 14

. . 12

420

419

418

326,5

247,5

419,5

325

246

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Zellftoss Aschaffenburg . Charlottenburger Wasser Dessauer Gas.....

ÄUiimIer Motoren . . .

. . 12

' ' ' 8

. . . 0

162

1,13

1

111,25

201,75

55,75

11. Juli

12. Juli

_

54,5

56,13

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

52,75

52,75

oieio

'-önct

Geld

Brief

Adlerwerke kiever . . .

. . . b

51

50

zimrt.-ytott.

168,44

168,78

168,43

168,77

Ludw. Loewe.....

Na«. Automobil .... Lrenstein & Koppel . . Leonhard Tietz .... Bamag-Meguin . . . . Franks. Maschinen . . Gritzner.......

Heyligensiaedt . . . . Junghans.......

Lechwerke.....

Mainkrastwerke . . . . Mag.........

Nckarsulmer.....

Peters Union.....

Gebr. Roeder.....

Boigt 4 Haeffner . - . Südd. Zucker.....

. . 10 . . . 0 . . . 5 ... 6 . . . 0 ... 6

1 1 1 1 1 Er

205

24

91,75

220

58,25

I11

Buen.-AireS Brss.-Antw Christiania Kopenhagen Stockholm - Helstngfors. Italien. . .

1,759

58,28

111,76

111,73

112,42

10,544

21,945

1,763 58,40

111,98

111,95

112,64 10,564 21,985

1,760 58,275 111,75 111,72 112,44

10,54 21,95

1,764 58,395 111,97 111,94 112,66

10,56 21,99

. . . 0

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62 107,25 105,75 123,75

122 114,5

220

63,5

London. . .

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20,347

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. . 10 ... 8 ... 8

. . 10 ... 8 ... 8

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222

149

124

Schweiz . - Spanien - Japan . . - Rio de Jan Wien in D-- £eft. abgeft IcUrab" !

80,645

60,72

1,890

0,497

58,995

12,415

7,365

80,805 60,84

1,894 0,499

59,115

12,435

7,379

80,665

60,82

1,910 0,4975

59,025

12,411

7,363

80,825

60,94

1,014 0,4995

59,145 12,431

7,377

Budapest. .

73,09

73,28

73,10

73,24

Banknoten.

Bulgarien. Lissabon . . Danzig. . Konstantin.

3,032 18,73 81,39

2,020 5,43

3,033

18,77

3,027

18,75

81,35

2,021

3,033

18,79

81,51

2.025

Berlin, 11. Juli

Geld

Brief

81,55

2,024

5,45

4,173

Lmerikamiche Noten Belgische Noten . . .

4,175

4,195

Athen. .

5,42

5,43

58,35

58,59

Canada .

4,165

4,168

4,176

Dänische Noten . . .

111.53

111,97

Urnanaö .

4,036

20,87

4,044

20,91

4,036

20,855

4,044

Enallsche Noten. ..

20,31

20,39

Cairo - .

20,905