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Neue Straßenbahnwagen

vieleFliegende Blätter- findet. Unser Straßenbild würde entschieden gewinnen.

** Dienstjub iläum. Der Wagenmeister Karl Stammel, Grabenstraße 6 wohnhaft, kann am Donnerstag, 13.5uni, auf eine 25jährige Tätigkeit beim Bahnbetriebswerk Gießen zurückblicken.

Autobrand in der Marburger Straße. Gestern um 20.20 Uhr wurde die städtische Feuerwache nach der oberen Marburger Straße (Stadtausgang nach LoNar zu) gerufen. Dort war das Auto des Viehhändlers Iakob Simons aus Eltville a. Rh. in Brand geraten. Es handelte sich um eine Limousine, die mit drei Personen beseht war. Den Insassen gelang es glücklicherweise, sich noch rechtzeitig aus dem lichterloh brennenden Wagen zu retten und ihre Habe dabei in Sicherheit zu bringen. Beim Ein­treffen der Feuerwehr waren bereits Arbeiter der Firma Reils & Kraft mit dem Löschen der Flammen beschäftigt, was ihnen jedoch nicht wirksain genug gelang. Dem Eingreifen der Feuerwehr war es dann möglich, den Brand rasch zu unterdrücken, so daß die Wehr bereits um 20.40 ahr wieder abrücken konnte. Der Kraft­wagen wurde durch die Flammen im Inneren vollständig zerstört, ebenso wurde der Vorderbau des Wagens verwüstet. Als Ursache des Un­glücks wird ein Dergaserbrand angenommen. Die Ueberreste des Wagens wurden nach der De- paraturwerkstätte Reils & Kraft verbracht, wäh­rend die Insassen mit einem geliehenen Kraft­wagen ihre Fahrt nach dem Zielpunkt Treis an der Lumda fortsetzten. Der Brandschaden ist durch Versicherung gedeckt.

"HoheAuszeichnungoberhessischer Markenmilchbetriebe. Die Bestrebungen zur Versorgung unserer Bevölkerung mit einer den mo­dernen Anforderungen entsprechenden Qualitäts­milch haben bereits zu beachtenswerten Erfolgen ge­führt. Auf der diesjährigen großen Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft vom 4. bis 9. Juni in München wurden für ihre Markenmilch mit ersten Preisen ausgezeichnet: Dampfmolkerei Gebrüder Grieb, Gießen (außerdem noch mit dem Siegerehrenpreis), Hofgut Friedelhausen bei Lollar und das Unioersitätsverfuchsgut

Mahagoniholz, zwischen denen ein breiter Mittel­gang gute Dewegungsmöglichkeit der Fahrgäste gestattet. Die Fensterscheiben bestehen auch hier aus großen Glasflächen, die als Schutz gegen grelle Sonne bequem auf- und abschiebbare wachstuchartige Borhänge aufweifen. Die Fenster selbst sind feststehend, jedoch wird durch kleine aufklappbare Fensterscheiben über den Fenstern und durch eine bequeme Hebelanlage das Oeffnen der kleinen Fenster am Deckenbau des Wagens ermöglicht. Für Frischluftzufuhr in das Wageninnere sorgt außerdem noch ein beim Fahren selbsttätig durch den Luftzug in Bewe­gung gesetzter Flettner-Ventilator. Die Beleuch­tung der Wagen erfolgt auf jeder Längsseite durch drei über den Sitzreihen angebrachte Lam­pen, deren jede etwa 40 Kerzen stark ist; die Helligkeit in den Wagen wird dadurch völlig ausreichend zum Lesen. Im Innern der Wagen sind unter den Sihbänken Vorkehrungen getroffen, die das Aufstellen von Heizkörpern im Winter und den Anschluß dieser Apparate an die Stromleitungen im Führerstand ohne weitere Umstände ermöglichen. Die Fahr­gestelle der Wagen bestehen je aus zwei einachsigen Drehgestellen, durch die ein absolut sicheres Durchfahren scharfer Kurven ermöglicht wird und außerdem infolge eines größeren Ab­standes der Achsen ein ruhigeres Fahren der Wagen gewährleistet ist. Ein neuartiges Brems- system, bei dem die Bremsen nicht mehr auf die Räder, sondern auf eine auf der Achse ange­brachte Dremsscheibe wirken, garantiert eine voll­kommen sichere Bremswirkung unter weitgehen­der Herabminderung des Materialverschleißes. Die Motorleistung bei den neuen Wagen ist weit stärker als bei den bisherigen, so daß auch große Steigungen bei voller Wagenbelastung mit Anhängewagen glatt bewältigt werden kön­nen. Sämtliche Motor- und Achslager sind als Rollenlager ausgebildet, wodurch ein leichter Gang der Wagen und geringerer Stromverbrauch erzielt wird. Das Schlußlicht an den Wagen, das bei den jetzigen Fahrzeugen durch Dvrstecken einer roten Scheibe an der rückwärtigen Lampe erzielt wird, ist bei dem neuen Wagenthp fest installiert und wird durch einen Schalthebel im »Führerstand in Wirksamkeit gesetzt. Ieder Wa­gen enthält Raum für 38 Personen, von denen 18 im Wageninnern Platz nehmen, wäh­rend je 10 sich auf der vorderen oder Hinteren Plattform aufstellen können.

Für den Wagenpark unserer Elektrischen wer­den die neuen sieben Wagen eine vorteilhafte: Bereicherung sein, mit deren Hilfe es möglich werden dürste, auch den stärksten Ver- kehrsandrang glatt zu bewältigen. Außerdem wird das Erscheinen dieser Wagen unser Stadtbild in guter Weise beeinflussen, und schließlich werden auch die Fahrgäste den Aufent­halt in diesen modern eingerichteten Fahrzeugen angenehm empfinden. Aus all diesen Gründen ist die Anschaffung dieser Wagen nur zu be­grüßen.

Aus der provinziathauptffadt.

Gießen, den 11. Iuni 1929.

Saubere Früchte.

Haben Sie, verehrter Leser, svch schon einmal überlegt, durch wieviel Hände das rohe O b st gegangen ist, bis Sie es taufe»? and haben Äe schon einmal darüber nachgedacht, daß not­wendigerweise von diesen vielen Händen zahl­reiche Bakterien aus die Früchte übertragen wer­ten? Kurz gesagt: an allem Obst, das Sie tau- len, hängen Keime, die wenn die rohen 1yrüd)te ungesäubert verzehrt werden in den Körper gelangen. Zwar lehrt die Erfahrung, daß sicherlich die überwiegende Mehrzahl dieser Bakterien harmloser Ratur ist; aber immerhin ist roch mit der Möglichkeit zu rechnen, daß sich larunter auch das eine oder andere Mal Krank- teitdarreger befinden. Die Frage-, wie hoch je­weils bei den einzelnen Früchten der Grad der Verunreinigung ist, wird mit Hilfe der moder­nen hygienischen antersuchungsmethoden im La- loratorium entschieden. 2e höher die Zahl der leftgefteüten Keime, desto stärker die Derunrei- rtgung.

Run brauchen Sie, verehrte Leser, sich hier­durch aber nicht den Appetit verderben zu lassen. Denn wär besitzen seit alters her ein ebenso ein- siches, wie überaus wirksames Verfahren, um die überwiegende Mehrzahl der am Obst hastenden Keime zu entfernen. Sie brauchen nämlich die Früchte nur einmal gründlich mit rei­nem Tr inkwasser abzuw aschen, und Sie können, wie die Laboratoriumsversuche er­geben haben, sicher sein, daß damit die meisten Steimc abgespült werden. Wenn sie aber ein ganz besonders hoch entwickeltes Sauberkeits­bedürfnis haben, so können Sie diese Prozedur iirtt frischem Wasser nochmals wieder­holen; daun werden die so gesäuberten Früchte ohne Zweifel den größten Reinlichkeitsansprü­chen vollkommen gerecht werden. Roch einen guten Rat. Rach dem Abspülen empfiehlt es sich dringend, die Früchte baldmöglichst zu ver­zehren, weil fte sonst sehr schnell faulig werden. Äebrigens: die Annahme, daß das Abreiben der Früchte, z. B. von Pflaumen oder Kirschen, mit ter bloßen Hand, irgendwie das Abwaschen er- schen könne, oörr auch nur einen Akt primitiver Reinigung darstellt, beruht auf einem großen Irrtum. Selbst die zarteste, gepflegteste Hand vermag hier das klare Wasser nicht zu ersetzen.

Dr. M., Berlin.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfund 2,00; Matte 30 bis 35; Käse 10 Stück 60 bis 1.40", Wirsing (neuer) 40 bis 50; gelbe Rüben (neue) Bund 20 bis 25; Spinat 25 bis 30; Römischkopl 15 bis 20; Dohnen 50 bis 60; Svargel 45 bis 1,10; Erbsen (grüne) 40 bis 50; Mischgemüse 15 bi'§ 20; Tomaten 70 bis 1,20; Zwiebeln 15 bis 20; Rhabarber 15 bis 20; Kar­toffeln, alte 6, neue 20' bis 25; Aepsel (aus!.) 45 bis 70; Dörrobst 35 bis 40; Kirschen 60 bis 80; Stachelbeeren (unreife) 35 bis 40; Erdbeeren 1,50 bis 2,00; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,20 bis 1,30; Suppenhühner 1,00 bis 1,20; Hüffe 70 bis 80; Tauben Stück 70 bis 90; Eier 12 bis 13; Blumenkohl 70 bis 1,20; Salat 10 bis 15; CSalatgurfen 50 bis 90; Ober-Kohlrabi 20 bis 25; Lauch 10 bis 15; Rettich (neue) 10 bis 25; Sel­lerie 20 bis 1,00; Radieschen Bund 10 bis 15; Aprikosen Pfund 80 bis 1,00; Kartoffeln Zentner 5 Mk.

Bornotizen.

TageskalenderfürDie'Nstag. Stadt- tljeater:Die Frau des Andern", 2d bis 22.15 Uhr. Lichtspielhaus, mhnhofftrahe:Anschluß um Mitternacht" undSeine Heimat".

*

** Straßensperrungen. Vom Oberhessi- Shen Automobil-Club E. D. (A.V.D.), Gießen, wird uns mitgeteilt: 1. Die Straße Hachen- turg Herborn ist von Kilometer 35,7 bis 36,5+30 bis zum 19. Iuni gesperrt, amleitung aber Hörbach oder ArndorfSchönbach. 2. Die Strecke Cölbe Chausseehaus ^Kilometer 80,8 bis 84,7) im Zuge der Strafte Marburg zrihlarKassel bzw. MarburgKirchhainÄls- Helö bzw. MarburgWetter-Frankenberg bzw MarburgBiedenkopf ist vom 15l Iuni bis au »weiteres gesperrt, amleitung über Weidenhau­len Marburg-Süd Bauerbach-Ginseldorf Bürgeln bzw. WehrdaGoßfelden. 3. Die Strecke Landesgrenze bis Sichertshausen südlich Wolfshausen (Kilometer 99 bis ',100) und die Ortsdurchfahrt Gisfelberg im Zuge der -Straße GießenLollarMarburg Ht ab 15. Iuni big auf weiteres gesperrt, amleitung über Lol­larOdenh aufen FrohnhausenRrcherweimar.

** Zur Sauberhaltung unserer St r a ß e n. Zu der kürzlich veröffentlichten Polizei- Verordnung über das Wegwerfen oon Papier, Pappschachteln, Obstschalen und ähnlichen Gegen- Iländen wird uns geschrieben: Mit bieder Verord­nung wird ein wunder Punkt berührt. Daß das Wegwerfen der erwähnten Gegenstände nicht nur unschön ist, sondern für Passanten der Straßen cuch gefährlich werden kann, ist selbstverständlich. Die Polizei kann aber mit viel mehr Nachdruck auf die strikte Beachtung dieser Maßregel bringen, menn zum Unterbringen dieser Abfälle Gelegen­heit geboten wird. Deshalb sollten in den Straßen in Kandelabern und dgl. Papi e r körbe ange­bracht werben, denen man die Abfälle anaertrauen tann mit der Gewißheit, daß die Körbe, zugleich mit den Mülleimern entleert werden. Ebenso emp- iehlenswert ist die Anbringung von kleinen Netallbehältern an ben Ausgsngs- türen bet Elektrischen zur Aufnahme der abgefahrenen Fahrscheine beim Verlasse« bes Sagens, damit man an den Haltestellen u6d)t so

amt; durch Bad- und Kreisdirektor v. B o e h * mer von ber Bad- und Kurverwaltung; durch Bürgermeister Dr. Ahl von der Stadt Bad- Rauheim; durch Pfarrer Hickel vom Verband des Elisabethenstifts in Darmstadt. Herzlichen Dankesworten des Vorsitzenden folgte eine Be­sichtigung der Anstalt, deren moderne Reuein­richtungen allgemeinen Anklang fanden. «

800 > Zahrseier einer Hessischen Familie.

WSR. Alsfeld, 10. Iuni. Am 9. Iuni konnte die Adelsfamilie SchenckzuSchweinsberg auf ihrer im Ohmtal gelegenen Stammburg Schweinsbeeg die Feier des800jährigen urkundlichem Bestehens des Ge­schlechtes begehen. In a l f a im Vogelsberg lag die Stammburg des Geschlechts, von der es den ersten Rameir führte. Erstmalig wird es im Iahre 1129 urfttnblid) erwähnt. Die Burg Schweinsberg, deren Rarne 1215 urkundlich zum erstenmal erscheint, ist auf altem Merlauschen freien Eigen erbaut. Durch die Ehe einer Tochter aus dieser freien Familie mit ©untfjram Vogt ist sie an das Geschlecht gekommen. Gunthram Vogt nannte sich gelegentlich auch von Marburg oder von Grünberg und ist der Stammvater aller heute lebenden Schenck.

Schwerer Mtorradunfall bei Darmstadt.

MSN. Darmstadt, 10.Juni. Auf der Berg­straße ereignete sich am Stabteingang von Darmstadt ein schweres Motorrabunglück, bem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Ein Motorrab, bas mit zwei Personen bc« setzt war, fuhr in einen Lastkraftwage n, an dem nur die rechte Late.rne brannte. Der Führer des Motorrades Friedriä') Konrad Schumann aus Roßdorf bei Darmstadt und der Mitfahrer Os­kar Phil. Merz aus Auarbach wurden so schwer verletzt, daß sie noch in Der Nacht ihren Ver­letzungen erlagen.

Absturz eines (Sportflugzeuges.

Kassel, 11. Iuni. ,(W.T.B.-Funkspruch.) Infolge Versagensdes Motors st ürzte gestern über dem Habichtswald bei Kassel ein von dem Eigentümer Lapp aus Erfurt ge­steuertes Sportflugzeug D 1 5 78 unter­halb des Elfbuchenturmes ab. Der Pilot erlitt nur geringfügige Derl etzungen, wäh­rend die mitfliegende Dame, ein Fräulein He­lene Grote, die sich zu Besuch in Harles­hausen bei Kassel aushält, schwere Ver­letzungen am Kopf und' an den Ober­schenkeln davontrug. Das« Flugzeug selbst wurde verhältnismäßig leicht beschädigt.

Brückeneinsturz bei Klingenberg a.M.

Klingenberg a. M., 11. Iuni. (T.a.- Drahtbericht.) Gestern gegen 15,20 ahr stürzte der zweite Bogen der Klingenberger Mainbrücke bei Verlegung ained Rammge­rüstes aus bisher ungeklärter arsqche mit lau­tem Getöse ein. Bei dem (Umsturz waren einige Arbeiter mit dem Verlegen des Ramm­gerüstes beschäftigt. Der ZimmermeLster S ch o r k wurde sofort getötet, ein Arbeiter schwer und vierleichtverletzt.

Zur Verstärkung des Wagenparks unterer Stra­ßenbahn hat die Direktion des Elektrizitätswer­kes und der Straßenbahn nach Bewilligung der erforderlichen Mittel durch ben Stadtrat sie­ben neue Straßenbahnwagen ange­kauft, die gegenwärtig im Depot der Straßen­bahn fertiggestellt werden. Don den neuen Fahr­zeugen sind sechs Triebwagen und ein Anhängewagen. Rach der Abnahme durch die Aufsichtsbehörde werden die ersten dieser Wagen voraussichtlich Ende nächster Woche in den Verkehr eingestellt.

Wir hatten gestern Gelegenheit, die« im Auf­bau am weitesten vorangekommenen Triebwagen zu besichtigen. Die Wagen machen nicht nur in ihrer schmucken äußeren Aufmachung, sondern auch in ihrer neuzeitlichen und zweckmäßigen In­neneinrichtung einen sehr guten Eindruck. An den beiden Stirnseiten der Wagen sind, im Gegensatz zu den mit Holzrahmen versehenen Glasscheiben der jetzigen Wagen, breite Glas­scheiben ohne Holzrahmen angebracht, so daß der Wagenführer einen völlig unbehinderten Aus­blick auf die Strecke und die seitlichen Straßen- flächen hat; die Glasscheiben sind außerdem mit einem Scheibenwischer zur Beseitigung von Re­genwasser ausgestattet. Die Trittbretter sind bei den neuen Fahrzeugen etwas niedriger, als bei den alten angeordnet, ferner ist die zweite Stufe nicht so hoch wie bei den jetzigen Wagen; besonders wichtig und vorteilhaft ist aber eine Beleuchtungseinrichtung, durch die an den Trittbre ttern in den Abendstunden eine breite erleuchtete Fläche erscheint, die ein Verfehlen des Trittbrettes in der Dunkelheit unmöglich macht und dadurch anfall gefahren eigentlich ganz ausschließt. Bequem angebrachte Messingstangen geben alten Leuten die Möglich­keit, sich beim Einsteigen eine gute Stütze zu schaf­fen. Die Plattformen der Wagen sind mit Schiebetüren ausgestattet, deren beiderseitige Teile miteinander in Verbindung stehen, so daß beim Zuschieben der einen Türhälfte automatisch die andere sich mit schließt. Gummischuhpolster an den Türen gewährleisten ein luft­dichtes Abschlüßen der Plattformen, außer­dem bieten diese Gummipolster, die von gro­ßer Elastizität sind, noch einen starken Schuh des Publilums insofern, als sie beim Schlie­ßen der Türen eine eingeklemmte Hand, ober die Finger mit einem beiderseitigen Schuh umgeben, durch den eine Verletzung der Hand ober ber Finger durch die zuschlagenden Türen vollständig ausgeschaltet wird. Wiederholte Pro­ben, die wir bei den besichtigten Wagen vor­nahmen, gaben uns die volle Bestätigung von der Wirksamkeit dieses Schuhes. Die Türöff­nungen selbst sind sehr breit gehalten, etwa doppelt so breit wie die Türen an den jetzigen Wagen. Das Innere der Wagen weist eine vollkommene Abweichung von der Einrichtung in ben jetzigen Fahrzeugen auf. Statt ber jetzigen quergestellten Bänke haben die neuen Wagen an den beiden Seiten je eine lange Dank aus

Unterer Hardthof in Gießen.

** Der V. H. C. Gießen lenkte seine Schritte am Sonntag nach dem hohen Vogelsberg. Das schlechte Wetter der letzten Tage hatte eine ziemliche Anzahl sonst eifriger Wanderer veranlaßt, zu Hause zu bleiben. Die Unentwegten jedoch hatten sich, 44 an ber Zahl, eingefunden, und brauchten es nicht zu bereuen. Wenn auch beim Beainn der Wanderung der Himmel für kurze Zett seine Schleusen recht

den alsbald wieder gut und gab den Wanderern während der ganzen Strecke das Geleite. Der Früh­zug brachte die Teilnehmer über Stockheim nach Gedern. Das freundliche Städtchen, das anläßlich einer Jubelfeier festlichen Schmuck angelegt hatte, wurde durchschritten, und über einen Höhenrücken mit hübschem Rückblick auf das Städtchen und das Niddertal ging es zum Großen See, ber eine über­aus reizvolle Lage hat. Nach kurzer Rast wanderte man zunächst auf einer breiten, mit mächtigen, alten Lindenbäumen bestandenen Allee weiter, um später in schönen Buchenhochwald zu gelangen. Nach ge­raumer Zett wurde der Bilstein erreicht, von dessen Spitze man einen weiten Blick in das Land genoß. Ueber blumenreiche Triften ging es jetzt zum Haupt­ziel des Tages, dem Hoherodskopf, um im Clubhaus bei guter Bewirtung eine längere Ruhepause zu machen. Der Abstieg erfolgte über Breungeshain und Michelbach nach Schotten, wo man noch die Zeit bis zur Heimfahrt mit dortigen Klubgenossen verbrachte.

** Musikalischer Abend der Schule E. F e l d) n e r. Am Sonntagabend veranstaltete Frl. E. F e l ch n e r im Singsaal bes Realgym­nasiums einen gut besuchten musikalischen Abend mtt einigen ihrer Schüler und Schülerinnen sowie ande­ren hiesigen Kräften. Die Darbietungen machten einen guten Eindruck und ließen gediegenen Unter- richt erkennen. Frau Povpert, Jngeborg Poppert, Walter Gundermann, Heinz Wolkewitz, Herma Hechler, Karl Weigand und Frl. Zeichner selbst wett­eiferten miteinander in der erfolgreichen Abwicklung des reichhaltigen Programms. Frl. Horn (aus der Schule Heermann) sang mit sympathischer Stimme ein paar Lieder, und Herr C. B. Knauß (Violine) und Herr Birnbaum (Cello) sorgten im Verein mtt Frl. Felchner (Trio von Haydn, Cellosonate von Martini und Rom. Stück von Dvorak für Violine) für Abwechslung und trugen wesentlich zum Erfolg des Abends bei. Der Beifall war sehr herzlich.

**D a s Gesamtinteresse des deut­schen Steinkohlenbergbaues an ber Gasfernversorgung" betitelt sich ein Flug­blatt, das die Ru h r a a s - A.- G. der heutigen Aus­gabe desGießener Anzeigers" einfügen läßt.

Berliner Börse.

Berlin, 11.Juni. (WTB. Funkspruch.) Nach der etwas niedrigeren Frankfurter Abendbörse ist die Stimmung im heutigen Vormittagsoerkehr sehr zurückhaltend und im Moment eher etwas zur Schwäche neigend. Das Ergebnis der Anleihe wirkt noch nach, ebenfalls verstimmen die Erklärungen des Reichsbahngeneraldirektors zu den angeblichen An- wz......... __.u. v__,_______7-,- _ leiheoerhandlungen in London. Man nennt Farben

kräftig öffnete, so machte die Hebe Sonne ben Scha- | 260 etwa, sonst sind Kurse nicht zu hören.

50 Jahre Eiisabethhaus Bad-Nauheim.

4 Dad-Rauheim. 10. Iuni. Zur Feier des 50jährigen Bestehens der hiesi­gen K i n d e r h e i l a n st a l k Elisabeth- Haus (über deren Geschichte wir schon kurz berichtet haben, die Schriftttg.) fand gestern in der Danleskirche ein Festgvttesdienst statt. Pfarrer Knodt rief in feiner Predigt die Er­innerung an die Gründung der Anstalt wach und gedachte außerdem der 150. Wiederkehr des Geburtstages der von Obcrlön in Steinthal ins Leben gerufenen ersten Kleönkinderschule. Im Anschluß an den Gottesdienst fand im Festsaal der Anstalt eine eindrucksvolle akademische Feier statt, die durch einen Schwestemchor verschönt wurde. Der Vorsitzende der Anstalt. Pfarrer Knodt, konnte zahlreiche Gäste und Ehrengäste willkommen heißen, bevor er einen aeberblick über die interessante) Geschichte der gemeinnützigen Anstalt gab. Im ausgezeichneten und herzlichen Reden wurde der verdienten 2u- bilarin Glückwünsche überbracht durch Oberkir- chenrat Wagner-Gießen oon der hessischen Landeskirche und gleichzeitig vom Oberhessischen Verein für Innere Mission in Gießen, von dem die Anregung zur Gründung des Elisabethhau- ses ausgegangen ist; durch Obermadizinalrat Dr. Rebel (Friedberg) vom Hessischen Ministerium des Innern und vom Kreisgesundheitsamt Fried­berg; durch Pfarrer Wagner (Darmstadt) vom Hessischen Landesverein für Innere Mission; durch Regierungsrat Grein vom Kreisamt Friedberg, insbesondere vom Kreiswvhlsahrts- ANZEIGEN

für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahnw- fäJlen nicht gewährleistet werden!

VERLAG DES GIESSENER ANZEIGERS

St rümpf - Fabrikanten und Strumpf- Geschäfte raten Ihnen- QVäschen Sie kunstseidene Strümpfe mit den milden

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