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Prof. Traut mann machte Len Versuch, an­statt mit einem vollständigen Orchester die Be­gleitung des Chors mit Orgel und Klavier auszufähren, der sehr befriedigend ausfiel. Der Verein vernachlässigte aber auch nicht bas geist­liche Volkslied und weltliche Gesänge: bei Fami­lienabenden. Stistungsfesien und Ausflügen gab cs oft Gelegenheit, auch hierin sein Können zu zeigen. 3m Rückblick auf die 50 3ahre seines Bestehens darf sich der Verein sagen, daß er die ihm bei seiner Gründung gestellte Aufgabe, edle Kirchenmusik zu pflegen und damit der Gemeinde und ihrem Gottesdienst zu dienen, nach besten Kräften erfüllt hat.

Möchte Gottes Segen den Kirchengesangverein auch in den kommenden Jahren begleiten zum Besten unserer Evangelischen Gemeinde.

Wirtschaft.

Oie Oiskonterhöhungsfrage.

Berlin, 10. Mai. Zu der Jrage einer weise­ren Diskonterhöhung erfahrt WTB.-Han- delsdienst, daß die R c i ch s b a nk bis auf weiteres die Auswirkung der in dem vorliegenden Aus­weis noch nicht voll in Erscheinung getretenen ftre- ditre st riktionsn, atz nahmen abwarten wolle.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Anfangs der neuen Woche konnte sich die freundliche Stimmung nicht weiter fortsetzcn, da eine neue Beunruhigung am Devisenmarkt Platz griff. Diese wurde in erster Linie wieder hervor- gerusen durch einige übereilige Devisenkäufc, die von verschiedenen besonders ängstlichen Kreisen vorgenommen wurden. Doch beruhigte man sich bald wieder, als man einsah, das; kein Grund zu irgendeiner Beunruhigung vorlag. Die kleinen Kurseinbutzcn wurden bald wieder oufgeholt, da die Börse in dieser Woche durchweg von optimistischen Ansichten gelenkt wurde. Das Ge­schäft war ober anfangs nicht nennenswert groß, da der stark angespannte Rcichsbankaus- weis verschiedentlich verstimmte. Doch wurde die­ser Grund nicht als besonders ausschlaggebend betrachtet, da vor allem die Hauptsorge, wie schon im Bericht der letzten Woche erwähnt, die Reparationsverhandlungen, die ihrem Endziel entgegenstreben, und einen günstigen Abschluß erwarten lassen, anregten. Die Börse war und blieb beherrscht von dieser Angelegenheit. Die Meldungen lauteten durchweg günstig, auch beurteilte die ausländische Presse die Lage vorteilhafter, so daß einer freundlichen Börsen- verfossung und Geschästsbelebung nichts mehr im Wege stand. Es machte sich auch bald eine kräftige Erholung und Befestigung bemerkbar. Die Börse unterlag aber ver­schiedentlich Schwankungen, da ein besonders ins Gewicht fallendes Gerücht auftauchte, das von einem zustande gekommenen Provisorium sprach. Veranlaßt hiervon waren bei lebhaftem Geschäft sprunghafte Steigerungen festzustellen. Als sich aber herausstellte, daß dieses Gerücht den Tatsachen vorausgeeilt war, blieb selbstver­ständlich eine Reaktion nicht aus, und die Kulisse schritt zu Abgaben, was einen starken Kurs­einbruch zur Folge hatte. Die getrübte Stim­mung änderte sich jedoch bald wieder, da neuere Meldungen aus Paris günstig lauteten, jedoch war man nach diesen Berichten immer noch ziemlich weit vom Endziel: die Kulisse ließ sich nicht mehr so leicht irritieren, und schritt, da auch Auslandorders in erheblicherem Umfange ein­trafen, in größerem Ausmaße zu Deckungskäufen. 3m großen und ganzen war die Stimmung gro­ßen Schwankungen unterworfen. Die Grund­tendenz blieb aber freundlich, wenn sie nicht sogar als fest zu bezeichnen war. Allseits blieb man zuversichtlich, da man aus Erfah­rungen in der letzten Zeit eingesehen haben dürfte, daß doch Befürchtungen in irgendeiner Form, die im Zusammenhang mit den Pariser Verhand­lungen standen, nicht gerechtfertigt waren. 3e weiter die Zeit fortschritt, die das Endergebnis der Verhandlungen bringen sollte, wurde man doch, aber auch nur zeitweise, etwas nervöser. Da aber das Ausland durch seine Käufe eine starke Stühe bot, war man in der zweiten Hälfte der Woche wieder sehr fest und lebhaft. Dies wirkte sich hauptsächlich für solche Werte kräftig aus. in denen noch andere gün­stige Momente mitspielten. Das Hauptaugenmerk blieb auf die Pariser Konferenz gerichtet. Man blieb optimistisch, da man doch nach Erledigung dieser Angelegenheit wieder mit Vertrauen in die Zukunft sehen kann. Verstimmend wirkte wieder zwischendurch das Projekt der neuen 500 - Millionen-Anleihe und der

schlechte Finanz st and des Reiches. Aber dieser nachteilige Eindruck wurde wieder verwischt, da die Hoffnung besteht, sobald die Reparationsverhandlungen zum Abschluß gelangt sind, daß mit einem Zustrom fremden Kapitals zu rechnen sei, der es der deutschen Wirtschaft ermöglicht, in einen neuen Zeitabschnitt einzu­treten, um zu einer neuen Entfaltung zu ge­langen. 3n der Hauptsache waren wieder die alten Favoriten gesucht: die Gewinne wurden durch das andauernde Hin und Her wieder etwas reduziert, doch blieben immerhin Gewinne von 7 bis 20 Prozent bestehen. Besonderes Interesse bestand für Kaliwerte. Erstens regte die stärkere Kaufbeteiligung des Auslandes an und zwei­tens der stark gesteigerte Kaliabsatz im April, wo ein fast doppelter Versand von Reinkali gegenüber dem Dorjahrsmonat zu verzeichnen war. Führend waren hier Salzdetfurth mit einem Gewinn bis zu 26 Prozent gegenüber der Vor­woche, der Dividendenabzug muß aber berück­sichtigt werden. Auch Elektrowerte erfreuten sich lebhafter Rachfrage. Renten waren reger ge­handelt und konnten sich weiter bessern.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Zu Beginn der neuen Woche war die Tendenz etwas freundlicher. Festere Auslandrnel- dungen und das weiter sehr geringe Angebot von Inlandware wirkten stimulierend, und es halte den Anschein, als wollte sich eine lebhaftere Geschäftstätigkeit entwickeln. Dies war aber nur eine vorübergehende Erscheinung, da gleich wieder ungünstige Momente auf die Stimmung drückten, und eine allgemeine Abschwächung war die Folge. Erstens verstimmten schwache über­seeische Dotierungen und zweitens die passive Haltung der sonst am Produktengeschäft inter- efsierten Kreise. Das Angebot blieb nach wie vor klein, trotzdem ging hiervon keine Belebung aus. Obwohl verschiedentlich die Provinz mit ermäßigten Forderungen hervortrat, blieben die Händler sehr zurückhaltend und schritten nur bei Bedarf zu Deckungen. Auch das Termingeschäft ließ in dieser Woche zu wünschen übrig. Der Mangel an Llnternehmunsslust nahm im Ver­laufe der Woche noch zu, so daß sich das Ge­schäft immer mehr einschränkte. Wich am Haupt­markttag waren die Umsätze sehr bescheiden. Er­neut flaue Auslandmeldungen und das sehr warme Wetter hatten eine stark gedrückte Stim­mung zur Folge, was sich besonders am Futter­mittelmarkt auswirkte. Gegen Ende der Woche verschlechterte sich die Stimmung immer mehr. Anlaß bot hierzu ein starker Preiseinbruch an den überseeischen Märkten, doch konnte sich dies am hiesigen Markt nicht besonders auswirken, da das Geschäft so klein war, daß verschiedentlich nur nominelle Dotierungen zu­stande kamen. Weizen und Roggen blieben gut behauptet, da sich doch zeitweise etwas Dachfrage bemerkbar gemacht hatte. Hier schritten die Mühlen zu Deckungen, itm ihren laufenden Be­darf zu decken. Die in geringem Umfange an den Markt kommende Ware genügte der Dachfrage vollkommen. Hafer, inländ.. war leicht gedrückt. Wie schon erwähnt, waren Futtermittel stärker angeboten, da sich infolge der sehr warmen Witterung kaum mehr Interesse von feiten der Landwirtschaft geltend gemacht hatte. Bei stillstem Geschäft blieben Mehle durchweg behauptet. Dur Weizenmehl lag etwas niedriger. Zum Wochen- schluß blieb die Stimmung flau, da weiter schwache Auslandnotierungen verstimmten. Das Angebot war unverändert gering, doch war kaum Dachfrage vorhanden. Die meisten Preise gaben weiter etwas nach. 3m Vergleich mit den Do­tierungen der vergangenen Woche waren Weizen, Roggen, Sommergerste und Roggenmehl trotz­dem gut behauptet. Bis eine halbe Mark gaben Hafer, inländ.. Mais für Futterzwecke. Weizen­mehl, Weizen- und Roggenkleie nach. Die Woche schloß zu folgenden Dotierungen: Weizen 24, Roggen 22,75, Sommergerste 23,75 bis 24, Hafer, inländ. 23,75, Mais für Futterzwecke 21.50 bis 21,75, Weizenmehl 31,75 bis 32.25, Riederrh. 31,50 bis 31,75, Roggenmehl 30 bis 31, Weizen­kleie 12,75, Roggenkleie 13,25.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche weiter recht lebhaft, namentlich Kälber, Schafe und Schweine wurden wieder reger gehandelt, während in Rindern das Geschäft etwas nachgelassen hat. Auf dem Rin­de r m a r 11 war der Auftrieb etwas stärker, als in der Vorwoche. Dach mäßig regem Geschäft, jedoch wieder etwas stärkerer Beteiligung des Exports, konnte der Markt geräumt werden. Kälber hatten bei etwas geringerem Auftrieb lebhaftes Geschäft aufzuweifen, da die Metzger

für beste Kälber etwas größeres Interesse bekun­deten. Betze Mastkälber wurden bei reger Dach­frage über Dotiz gehandelt. Bei anziehenden Preisen wurde der Markt geräumt. Auch Schafe hatten lebhaftes Geschäft zu verzeichnen, doch mußten die Dotierungen infolge des immer noch zu schwachen Auftriebs ausgesetzt werden. Am Schweine marlt ging es am lebhaftesten zu. Dach sehr lebhaftem Geschäft und etwas stärker anziehenden Preisen wurde der Markt ausver­kauft. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1533 Rindern, darunter 316 Ochsen. 66 Bullen. 608 Kühen und 401 Färsen, ferner aus 1751 Kälbern. 153 Schafen und 5098 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vorigen Woche waren 123 Rinder und 37 Schafe mehr, dagegen 50 Kälber und 184 Schweine weniger angetrieben. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Och­sen Klasse AI 5863, AII 5457. BI 49- 53. Bullen A 54-57, B 5053. Kühe A 4449. B 3943, C 34-38, D 30-33. Färsen A 59-63, B 54-58, C 50-53. Kälber B 78-82, C 73-77, D 6572. Schafe wurden aus dem oben erwähnten Grunde nicht notiert. Schweine B 7276. C 73 bis 76. D 7477. E 7075. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnten Bul­len und Kühe je eine Mark. Kälber bis zwei Mark und Schweine bis vier Mark anziehen.

* <5 a r o 11 i A.-G., Berlin. Der Aufsichtsrat schlägt auf das auf 10 (8) Mill. Mk. erhöhte Aktienkapital eine ermäßigte Dividende von 10 (12) Prozent vor. (G.-V. am 1. Juni.)

* Set) udert. 11 (i. V. 8) Prozent Dividende. In der gestrigen Auffichtsrats- sitzung der Clektrizitäts-A.-G. Dorrn. Schuckert & Co. in Dürnberg wurde der Abschluß Der 31. März 1929 vorgelegt. Der Geschäftsgewinn des Jahres 1928 29 beträgt einschließlich 192 079 Mark Vortrag 7 948 676 (5 666 573) Mark. Dach Abzug von 1 425 197 Mark für allgemeine Ver­waltung. Steuern. Zinsen, Unlüsten und Ab­schreibungen auf Gebäude ergibt sich ein Rein­gewinn von 6 523 479 (4 634 839) Mark. Hieraus sollen der gesetzlichen Rücklage zur Aufrundung auf 6 Mill. Mark 274 836 Mark zugeführt und an Auffichtsratstantiemen 238 075 Mark verteilt werden. Der auf den 31. Mai einzuberufenden Generalversammlung soll vorgeschlagen werden, 11 (8) Prozent Dividende auf 50 589 700 Mark dividendenberechtigte Stammaktien und 6 (4) Pro­zent für Zinsen und Tilgung der Genußrechte für Altbesitz an Markanleihen der Schuckertgesell- schäft und der mit ihr fusionierten Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen aus- zuschütten. Zum Vortrag gelangen 354 656 Mark.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M 11. Mai. Tendenz fest. Schon an der gestrigen Abendbörse war nach Be­kanntwerden des gestrigen Schuckert-Abschlusscs, roo? nad) die Verteilung einer Dividende non 11 statt 8 d. .f). gegenüber dem Vorjahre zur Verteilung ge­langen soll, die Tendenz fester. Auch zur heutigen Wock)enschlußbörse ging hiervon noch eine starke An­regung aus, die noch durch den festen Schluß der gestrigen Neuvorker Börse, sowie den gebesserten Geldmarktverhältnissen am dortigen Platze von 6 d. 5). nach 14 0.5). unterstützt und noch gefördert wurde. Die Spekulation war hinsichtlich dieser Mo­mente zuversichtlicher und freundlich gestimmt, hielt sich aber trotzdem ziemlich im Hintergründe. Es herrschte eine gewisse Zurückhaltung, da der Stand der Pariser Verhandlungen infolge seiner unver­änderten Lage und das Ausbleiben fast jeglicher Orders keinen Grund zur optimistischen Beurteilung .wliefe. Mit einem günstigen Endergebnis wird selbstverständlich nach wie vor gerechnet, nur ver­stimmte die Uneinigkeit in den Dcrteilungsfragen bei den Gläubigerstaaten. Das Geschäft war aber auch infolge des frühen Börsenbeginns sehr klein. Einige Spezialpapiere hatten jedoch eine etwas lebhaftere Umsatztätigkeit. Der Handel wickelte sich wieder fast nur in der Kulisse ab. Besonderes Interesse wandte sich selbstverständlich den Schuckertaktien und den damit verwandten Werten zu. Schuckert eröffneten 5, Siemens ebenfalls 5, Licht & Kraft und AEG. je 3 v. H. höher, Gesfürel plus 3 v. H. Etwas lebhaftere Nachfrage hatten noch Deutsche Linoleum mit plus 6 v. H. und Glanzstoff plus 5 v. H. aufzuweisen. Ain Chemiemarkt lagen I.-G.-Farben mit Plus 1,25 v. H. nur geringfügig gebessert. Am Kali- markt waren heute die Umsätze ziemlich beschei­den. Westeregeln plus 1,50 v.H. Montan werte waren wie schon in letzter Zeit ebenfalls still. Nur Klöcknerwerke mit plus 1,5 o. H. traten etwas her­vor. Zur ersten Notiz gelangten nur wenige Pa­piere zu Notierung. Von Bankwerten standen Reichsbank im Vordergründe des Interesses mit plus 2,5 d. An den übrigen Märkten war die Um­satztätigkeit äußerst bescheiden, jedoch waren überall Kursbesserungen, die sich in kleinem Rahmen hiel­ten, zu verzeichnen. Renten still, zumeist etwas

gefragt. Im Verlaufe war das Geschäft äußerst still, Umsätze waren nur noch in Spezialwer­ten zu verzeichnen. Die Spekulation nahm Abgaben vor und zwar zwecks Gewinnmitnahmen. Aber auch die Orderlosigkeit dn'ickie auf die Stimmung. Es war allgemein etwas schwächer. I.-G.-Farben ver­loren 2 v. H., die übrigen Märkte bis zu 1,5 v.H. Am Geldmarkt mar Tagesgeld mit 8,5 v. H. un­verändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2175, gegen Pfund 20,4660, London gegen Kabel 4,8527, gegen Paris 124,22, gegen Mailand 92,67, gegen Madrid 34,00, Holland 12/1660.

Berliner Börse.

Berlin, 11. Mai. Bei außerordentlich ruhigem Gcscl)äst eröffnete die heutige Samstagbörse in fester Haltung. Nachdem schon gestern abend, in Frank- furt a. M. zu höheren Kursen gehandelt worden war, wurde man heute früh mit 3- bis 4-o. H.-Kurs- gcroinnen bei den Hauptwertcn überrascht, beson­ders für Schuckertaktien regte der gute Ab­schluß an, der bei einer 50-v, H.-Gewinnsteigerunq die Dirndendencrhöhung von 11 v. H. statt 8 v.H. im Vorjahre möglich machte. Ein zweites stimulieren­des Moment war das rapide Nachgeben des Neu- ijorfer Tagesgeldsatzes auf 6 v. H., da man hoffte, daß hierdurch auch für den deutschen Geldmarkt Er­leichterungen eintreten könnten. Die Aussichten für Paris wurden heute etwas besser beurteilt, beson­ders in London ist man etwas zuversichtlicher ge­stimmt und hofft auf eine baldige Einigung. Man wollte von Auslandkäufen in den führenden Werten wissen, doch dürften die Anfangsgewinne in erster Linie durch Deckungen der Baissespekulation her- Dorgerufen worden jein. Nur wenige Werte waren über den Durchschnitt von 1 bis 3 v.H. gebessert: Allgemeine Lokal-Kraft, Bayrischs Motorenwerke und Ostwerke, Kali Aschersleben, Siemens, Schle­sische Gas, Gesfürel, AEG. und Rheag gewannen bis 4 d. H Schultheis - Patzenhofer, Salzdetfurth, Deutsche Linoleum, Schuckert, Polyphon und Glanz- ftoff mit 6,5 v. H. Anleihen freundlich, Aus­länder geschäftslos, Pfandbriefe fast umsatz­los, aber eher angeboten. Auch nach den ersten Kur­sen blieb die Stimmung zunächst freundlich, die Um­satztätigkeit war aber weiter klein. Etwas aus dem Rahmen fielen Spritwerte und Dank für Brauin- buftric mit 1- bis 2-v. H.-Gewinnen, sonst war die Tendenzgestaltung nicht einheillich. Man konnte Ab­weichungen bis zu 1 o. H. gegen Anfang feftfteflen, wobei aber Gewinne überwogen. Geldmarkt unverändert angespannt. Tagesgeld 8,5 bis 10,5 v. H vereinzelt darunter, Monatsgeld 9 bis 10 v. H., Das Angebot in Privatdiskont wird auch heute wieder sehr stark sein, schon jetzt spricht man von einem solchen von etwa 20 Millionen.

Kunst und Wissenschast.

Professor Wilhelm Wellenberger f.

Wie erst jetzt bekannt wird, ist in Dresden am 5. Mai der seit sechs* Jahren im Ruhestand lebende Geheimrat Pros. Dr. phil. et Dr. med. h. c. et \ et. h. c. Wilhelm Wellenberger im 82. Lebensjahre gestorben. Sein Lebens­werk galt der Förderung unb dem wissenschaft­lichen ' Ausbau der Veterinärmedizin und der Förderung der Entwicklung der tierärzllichen Hochschule in Dresden, in die er 1897 als Pro­fessor berufen wurde. Er hat biefer Hochschule 44 Jahre getreu gedient. Wellenberger wurde 1848 in Beiseförth. Bez. Halle, geboren und studierte in Wien und Göttingen. 1874 trat er in den Lehrkörper der tierärztlichen Hochschule in Berlin ein. von wo er 1897 nach Dresden be­rufen wurde.

Buntes Allerlei.

Bauernsiedluug.

Für das im vergangenen Jahr von der Deut­schen Gesellschaft für innere Kolonisation in Ber­lin-Dahlem für Siedlungszwecke erworbene 6500 Morgen große Rittergut Wart in bei Easekow vor Stettin wurde der E i n t e i l u n g s p l a n von der Landeskulturbehörde festgestellt. Da­nach werden 91 Familien angesiedelt. Insbesondere werden 60 Morgen große Ren­te n g ü t c r gebildet, die mit friedensmäßigen Gebäuden, komplettem lebenden und toten Inven­tar sowie voller Ernte auegeftattet werden. Sie sollen zweiten Bauernsöhnen sowie auf­strebenden kleinen Landwirten die Mög­lichkeit geben, sich eine Existenz zu gründen. In­folge der hohen Baukosten sind zum Erwerb einer solchen Stelle 12 000 Mk. eigenes Kapital als An-ahlung erforderlich. Das Restkaufgeld wird durch Aebernahme auf die Landcsrenten- bank gedeckt. Außerdem wird ein Hanszins- steuerdarlehen gewährt. Evangelische Kirche und Schule befinden sich im Dorf. Die Durchführung des Verfahrens erfolgt unter Leitung des Preu­ßischen Kulturamts in Stettin.

Kurszettel der Berliner und Frankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsban'diskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

rrtanffurt a M.

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grantzun a. M.

Berlin

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10-5. \

11.5.

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Nation

10- 5.

11.5.

10- 5.

11-5.

6% Dl. ReichSanlcihc o. 1927 .

Di. tinl.-tilblälxGdjulb mit Aus lof.»9led)tcn

DeSgl. ohne AuSlol.-Rcchie .

7% Frantz. Hyp.-Bk Goldpf. un- tünbbar bi« 1932 . .

*14% Rheinisch« Hyp.-Banl Stau. (Solbpf.

lll.E.G. aba. B orkrieg«- Obligation. rückzahlbar 1932

*% Schwei,. BundeSb.-Snl..

*% Oeiterrrichtzche Goldrte.. *,30% Ceften. Silberne. .

<% Oesterreich, einheitl. Rte

*% Ungarisch» Goldrte......

*% Ungarische Staat«!, v-1910 . **/,% bc«gl. von 1913 4% Ungarische Kronenrte.. .

1% Türt. ZoUanIeche v. 1911 . .

4% Türkische Bagdabbohn-Anl..

Serie I

4% bergt. Serie 11

4% Rumänen convert. Rie. . . . 414% Rumänen Goldanl. von 1913

ÜMg. Deutsche Eisenbahn . *y. Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Dampssch. . . 6 Hansa Damvtschitt . . . 10 Norddeutscher Llotzd.....b

Allg. Deutsche Sreditanst. . . 10 Barmer Bankverein ... 1( Berliner Handelrgesellsch. . V Commerz- und Privat-Ban! n DaimfL u. Rational an! 12

Deutsche Bank 10

Tirkonw^Lesellschast Snt. 10

Dresdner Bank U

Mitteldeutsche Sreditbanl ... 8 Metallbank .....

kieiLSbank 15

87,25

51.75

10

88

75,75

87,65

101,5

29,5

2,75

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22

1.9

8,75

8,5

7,4

16,5

119,13

111.25

125

186,5

259

160,5

153,5

158

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10,25

120,25

112

187,25

1 -

158

1 310

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9

9

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149,5

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126,5

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186,75

258,13

161

153,25

158

307,5

51,8

10,2

23,13

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260

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153,5

158

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ül-E-G-. ....... t>

Bergmann...... 9

Sleftr. Lieferungen..... in Licht und fit oft ...... in gelten 6 Guilleaume..... 6

Ges. f. Elektr. Untern.. . . . w Hamb. Elektr. Werke .... IC

Rhein. Elektr........9

Schlei. Elektr........1»

Siemens 6 Halske . 1-

Labmever & Co...... . w

Buderus . . . ....... 5

Deutsche ErdSI ....... 6

Essener Steinkohle......8

GAsenkircheuer ... s. Vi I 4

Harvener. . ........ 6 Hoesch Eisen. .......8

Koln-Neuessen. .......9

Maniselder.........7

Lb-rlchlel. Sisenb. Bedarf... 5

Oberschles. KokSwerke ... 6

Phünix Bergbau......5'4

Rheinische Braunkohlen... 10

Rhetnswhl f. % Jahr 4x,-_

Riebeck Montan......"i,-

Bereinigte Stabil»......6

Otavi Minen ...... 2 «h Kaki Aschersleben ..... 1<

Kaki Westeregeln ...... 1(

Kaliwerk Salzdetfurth ... 1h

3. ®. iyaiben<tnBnfate ... 12

TynamU Nobel . ..... 5 Schetdeanltalt ...... S

Goldlchrnidt .......6

Riligerswerkr . ....... 6

Metallgeseltzchaft. e e l1

169

213

156,5

209.5

138

221^

242,5

376,5

165

129

132

212

100,5

115

88

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117

235,5

241

384

249

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128

172,5

213

224

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102

-

242.5

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-

90

168,5

213 156,25 210,25

139 221,5 140.5

162

186 241,5 376.25 145,5 164,9

70 114,4

116

130

132,5

117

212

100,5

116 115,25 126,5 81,75 104.5

88.5

282

116

91,5

65,5

233,9

252 381,25

248,25

83,5

89,5 129,25

171,75 214

157,75

212

139,25

224.5

139,75

166

189,25

246,4 380 146

166,75

115,25

117

213

101

116,5

127J»

106,25

88,25

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118

146

90,75

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237

241,75

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89,75

grantzuri a. M. | Berlin

Berlin 10- Mai l^eld «ries

Sch'' l Ubr- Schluß-Ansang fljr. Kur» Kur- Kurs

Französische »n..... 16-465 1^525

holländische Noten...... '§9 ?

Zt-lieniiche Noten...... »]< <-22

Norwegische Noten . _. - - - w'ia

Datum 10.5. | 115- 10.5. i 11-5.

Phüwu Holzmann....... 113

i'ciDt-lbcrgerCemcnt .... le 146

Cement Karlstadt . ..... d 180 1 ~

Wavß L Freitag .....10 - 1 124,25 126,5

Schullhelü Patzenhvfer . . . 1c ~ 1 ~ 297 302

Ostwerre.........12 ~ ~ 238.5 , 242

Brr. Glanzstotz......18 428 424,5 431

Bcilitofi Waldbos..... 12 252 253,5

Zellsioss Aschaffenburg ... 12 187,75

Charlottenburger Woher 1 111,13 111,4

Triiauer Go»........8 1 205,65 205,75

Daimler Motoren......o 51 1 54,25 54

SJeutlrfK Maschineu-Fabrik . . o 50.75 50,25

Rumänische Schwedische Schweircr 9 Spanische Tschechoslow Ungarische 9

Devif

T e

Noren......

Noten......

2.493 2.513

112.33 112,82

81.24 81,56

59,99 60.23

12,47 12,53

73,20 73,50

rankfurt a. W.

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...........

akifche Noten - loten

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10- Mai

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Amtliche Notierung

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Ädlerwerte ÄIcdci......5 |

Ludw. Loewe ......10 [ 208 209

Nai. Automobil....... 01 29 29,75

Orenltein ch Koppel.....ß - ' - 91 .25 91 ,5

Leonhard Tieft ...... 6 1 291 ,5 291.5

Bamag-Meguin ....... O 1 1

Frantz.Maschinen......6 54 1 54,5 I

Gritzncr . ....... 11 80,6 1 80,65

Öcnlmenficcbt .......0 1 |

Iungbon- ........4 61 63,25 64,75 1

Mainkraftwerke ....... 4s 109 ' 1

Mag..........10 124,5 - 124.5 ' 123

Nelarsulmer ........ 8 15,1 14

Beters Union..... 8 120 1 119,25

Gebr. Roeder.......10 no 1 1

Boigi & haesfner......8 205 1 205

Südd. Zucker........8 151.5 152 151'

1

Banknoten

ümit.* Ron. Luen- Aires Brss.Aniw Cdristiania. Kopendagen Slockdolm HclfingforS. Jtalku . .

London. . . Neunork . - Paris.... Schwei; .. Spanien - Japan .. - -Hio dr Jan Wien In T - Cefi. avgefi Prag . . . Belirad > Dudav^i - Bulearicn

Lissabon . Tanzig- - Konst mm-

169,37 1,772

58,49 112,29 112,01

112,51

10,59 22.065 20,442 4,2135 16.455 81,155

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59.21 12,47

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112,51 112,45

112,73

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112,32

112,55

10.59

22.07

20.447

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81,14

60.06

1,385

0,5005

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5,455

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169,77

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58.61

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112,77

10,61

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4,2215

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0,5025

59,32 12,487

7,421

73,555 3,050

18,94

Herlm, 10JJtai

itzeld

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2,055

Hinieruanitdje Noten.....

Belgische Noten ...... Tani'2e Noten ........

Englische Dolen........

4,209

58.40

112,05

20.43

4,229

58.64

112,49

20.51

Athen. . Conado llrit uay Loiro ..

5,455

4.188

4,076

20,955

5,465

4,195

| 4,084

1 20,395

5,465

4,200

4.084

21.01