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Nr. 108 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)

greitag, 10. Mai 1929

Wirtschaft.

Oie Reichsbank Anfang Mai.

Der Ausweis der Reichsbank vom 7. M a i zeigt in der ersten Maiwochc eine Zu­nahme der gesamten Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Reichsschatzwech- sein, Lombards und Effekten um 5,5 Mill. Mk. aus 3287,0 Mill. Mk. 3m einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 6,8 Mill, auf 2783,5 Mill. Mk. und die Lombardbestände um 53,4 Mill, auf 208,7 Mill. Mk. abgenommen, während die Bestände an Reichsschahwechseln um 65,3 Mill, auf 202,0 Mill. Mk. angewachsen sind.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 222,3 Mill. Mk. in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Ilmtal/ an Reichsbanknoten um 189,1 Mill, auf 4442,4 Mill. Mk., derjenige an Rentenbanischeinen um 33,3 Mill, auf 455,9 Mill. Mk. vermindert. Demgemäß ist der Bestand der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 42,1 Mill. Mk. ange­wachsen. Die fremden Gelder zeigen mit einem Bestände von 584,8 Mill. Mk. eine geringfügige Abnahme um 0,4 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen insgesamt haben sich um 171,7 Mill, auf 1819,2 Mill. Mk. vermindert. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 126,0 Mill, auf 1765,6 Mill. Mk. die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen um 45,8 Mill, auf 53,6 Mill. Mk. abgenommen; die Verringerung beruht auf Devisenabgaben an den ersten Tagen der Rechnungswoche; im weiteren Verlauf der Woche waren kleine Rückflüsse an Devisen zu verzeichnen. Die Deckung der umlaufen- den Roten durch Gold allein stellte sich auf 39,7 Prozent gegen 40,8 Prozent in der Vorwoche, Diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen cuf 41,0 Prozent gegen 43,0 Prozent in der Vorwoche.

Oer deutsche Handel mit dem Osten.

Aus einer kürzlich veröffentlichten Liebersicht ^cs Statistischen Reichsamtes über den Welt- !>andel im Jahre 1928, die die Ausfuhrzahlen i'on 42 Ländern der Welt erfaßte, ging hervor, faß die europäischen Länder an der Zunahme les Gesamtvolumens des Welthandels im 3ahre 1928 stärker beteiligt sind, als die außereuro­päischen Länder. Deutschland steht unter den europäischen Ländern mit einer Beteiligung von C9 Prozent an der Gesamtausfuhrsteigerung Eu­ropas an der Spitze. Dieses Ergebnis ist, mengen- ijiäfjig gesehen, ein erfreuliches, cs kann aber dar­aus nicht ein günstiges Urteil hinsichtlich einer firundlegenden Aenderung der Lage des deut­schen Außenhandels geschlossen werden. Denn zweifellos ist im 3afjrc 1929 in der Bewegung des deutschen Außenhandels eine Stagnation cin- getreten, das Gesamtvolumen zeigt eine nicht unbeträchtliche Verminderung. Das gleiche gilt für Den Welthandel insgesamt, Der eine Ver­langsamung in Der aufwärtsgerichteten Entwick­lung auszuweisen hat.

Die Blicke richten sich immer wieder auf die (Gebiete, die bisher nicht ihrer Bedeutung und ihren Absatzmöglichkeiten entsprechend an die Weltwirtschaft angeschlossen werden konnten, und das sind vor allem Rußland und Ostclsien. Durch die Einschaltung der bekannten Kredite an Ruß­land ist es gelungen, den deutschen Außenhandel itit Rußland aktiv zu gestalten; die deutsche Aus­fuhr nach Rußland ist in 1928 von 330 Mill. Mk. auf 403 Mill. Mk. gestiegen, anderseits die russi­sche Einfuhr nach Deutschland auf 379 Mill. Mk. jiirüdgcganqen. Dagegen zeigt sich schon jetzt eine rückläufige Warenbewegung, seitdem Die Kredite cibgetaufcn sind bzw. ausgehört haben. In Die Sstlichen RanDstaaten ist Die Ausfuhr Deutsch- lanDs ziemlich stark gestiegen, vor allem nach Finnland, Polen, der Tschechoslowakei und Li­tauen. Was China anbelangt, so sind die Er­gebnisse über die deutsche Einfuhr trotz einer Steigerung um 50 Mill. Mk. auf 160 Mill. Mk. in 1928 gegenüber anderen Ländern recht 6c- I Heiden. Amerika beispielsweise hat seine Aus- I uhr nach China versechsfachen, Japan verdrei- fachen können. Man kann nur wünschen, daß die I üedliche Entwicklung, die sich in China anzu­bahnen scheint, mehrere Jahre anhalken möge, da Dann die Voraussetzungen für einen Erfolg geschaffen werden können, dem die verstärkten deutschen Esportbestrebungen nachgehen.

*

* D i e amtliche Großhandelsindck- friffer für den Monatsdurchschnitt

April. Die sür den Monatsdurchschnitt April berechnete Grohhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamtes ist mit 137,1 gegenüber dem Vormonat (139,6) um 1,8 Proz. gesunken. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrar- stoffe um 4,1 Proz. auf 128,2 (133,7) und die Indexziffer für Kolonialwaren um 1,4 Proz. auf 126.5 (128.31 zurückgcgangcu. Die Index­ziffer für industrielle Rohs'.oue und Halbwaren lag mit 133,1 (134,3) um 0,9 Proz. niedriger als im Vormonat, während Diejenige für indu­strielle Fertigwaren nur geringfügig auf 157,8 (158) nachgegeben hat.

*DieFusionBismarckhüttc-Silesia- Kattowitzer A. - G. Die schon lange geplante Fusion der Bismarckhütte, der Kattowitzer A.-G. für Bergbau und Hüttcnbctrieb und der Silesia soll, wie WTB.-HanDclsDienst erfährt, in den außerordenl lichen Generalversammlungen der Gesellschaften, die auf Anfang Juni einberufen werden, beschlossen werden. Die Fusion erfolgt auf die Bismarckhütte. Den außenstehenden Kattowitzer Aktionären wird eine neue Aktie der Bismarckhütte gegen eine alte Kattowitzer Aktie mit gleichem Nominalbetrag ge­liefert.

Einigung über d i e bulgarischen Dorkriegsan leihen. Wie die D rek ion der Disconto-Gesellschast bekanntgibt, ist am 4. Mai ein Abkommen zwischen der von dem ehemaligen bulgarischen Ministerpräsidenten Dr. D a n c f f geführten bulgarischen Delegation und der Dis- conto-Gesellschast getroffen worden, durch welches nunmehr die restlose Erledigung der schwebenden Fragen in Sachen der Vorkriegsanleihen ge­sichert erscheint. Bulgarien zahlt in fünfzehn­jährigen Raten eine Pauschalsumme von 17 Mill. Franken mit auflaufenden Zinsen.

Frankfurter Börse.

Frank flirt a. 2)1., 10. Mai. Tendenz abge- schwücht. An der heutigen Börse konnte infolge Un­terbrechung durch den gestrigen Feiertag das Ge- fd)äft nur zögernd in Gang kommen, aber dieser eine Grund war nicht direkt Schuld daran, sondern es verstimmten verschiedene ungünstige Mo­mente, die sonst der Börse eine kräftige Stütze boten. Bor allem wurde der weiter angc- spannte Ausweis des Reichsbankinfti- t u t s kritisch beurteilt. Die Spekulation war daher sehr zurückhaltend und zeigte nur wenig Unterneh­mungslust, sie war sogar eher geneigt, Abgaben vorzunehmen. Die Folge davon war, daß zur ersten Notiz gegenüber Der Abendbörse vorn Mittwoch Kurseinbrüche bis zu 4 v.H. eintraten. Aber auch die langwierigen Pariser Berhandlungen, die bis jetzt kein Ergebnis zwecks Verteilung der Annuitäten unter den Gläubigerstaaten gezeigt haben, stimmten in Börsenkreisen zur Zurückhatt- tung. Der uneinheitliche Schluß der Neuyorker Börse und die immer noch ungünstigen i n - ter nationalen Geldmarktverhältnisse blieben selbstverständlich auch nicht ohne Einfluß auf die Stimmung. Die Tendenz war daher zu Be­ginn der Börse schwach. Die Abgaben nahmen jedoch kein größeres Ausmaß an, da die Engagements nicht von besonderer Größe waren. Etwas stärker angeboten waren von Kaliwerken Westeregeln mit minus 4 v. H., aber auch Gewinnmitnahmen spielten hier eine Nolle. Aschersleben büßten 2,25 v. H. ein, dagegen bestand vereinzeltes Interesse für Salzdet­furth, die 1 v. Sy anzogen. Stärker gedrückt waren noch am-Ehentiemarkt I.-G.-Farben mit minus 3,5 v. H., Deutsche Erdöl dagegen 1 v. H. fester. Auch der Elektromarkt hatte unter der verschlechterten Lage stärker zu leiden. Schuckert eröffnete 3 v. f). Siemens 2,5 o. Sy, Licht 8- Kraft sowie AEG. je 2 v. Sy und Ehadeaktien 3 Mark niedriger. Montan- werte hatten kaum Geschäft, auch Deutsche Linoleum mären angeboten und bis zu etwa 4,5 u. Sy schwä­cher. Banken waren ebenfalls ohne Umsatz und bis 1,5 v. Sy nachgebend. Stärker vernachlässigt waren noch Zellstofswerte, die bis 5 v. Sy niedriger lagen. Von internationalen 'Aktien bestand für Svenska mit 1,50 Mark einige Nachfrage; Renten still und verschiedeiltlich leicht gedrückt. Im Verlaufe war Geschäft kaum noch zu verzeichnen, da Orders von irgendeiner Seite kaum vorgelegen haben Dürften. Die Kulisse nahm verschiedentlich weiter einige Abgaben vor, so daß sich das Kurs- niveau um 1,5 v. Sy senkte. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 v.H. wieder etwas angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2175, gegen Pfund 20.465, London gegen Kabel 4,8520, Paris 124,22, Mailand 92,63, Madrid mit 34,07 wieder abgeschwächt, Holland 12,068.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Mai. Nach einem schwachen und unsicheren Dormittagsverkehr war Die Vorbörje noch stärker geDrüdt. Zu den ersten Kursen machte sich aber wieder eine gewisse Widerstandsfähigkeit be­merkbar, doch ergaben sich im Durchschnitt noch 1> bis 3-o. Sy«, vereinzelt 4- und 5-v. H.-Verluste gegen Mittwoch-Schluß. Vor allem verstimmte heute Der Neichsbankausweis für die erste Maiwoche, der in Verbindung mit Der weiteren Anspannung am heu­tigen ©clDmarft Die Befürchtungen einer Diskont- et Höhung wieder verstärkte. Auch Ncuyork war ichivächer und die Diskontbefürchtungen erhielten sich. Die Pariser 'Verhandlungen wurden geteilt bc urteilt. Die optimistische Rede des Reichsaußenmini­sters übte nur geringen Eindruck aus, auch die weitere Entspannung des Arbeitsmarktes wurde kaum beachtet. Dagegen machte sich Die schwache Haltung Des OetreiDemarftes und der^chlechte Saa­tenstandbericht verstimmend bemerkbar. Zu den ersten Kursen beobachtete man Abgaben der Speku­lation, doch sollen vereinzelt auch Auslandkauforders Vorgelegen haben. Polyphon verloren 10 o. Sy Berger, Bcmbcrg, Deutsche Linoleum Spritwerte und Schubert 8: Salzer 4 bis 5 d. Sy, G 1 anzstoff und Siemens wurden heute exklusive Dividende gehandelt. Deutsche Anleihen tvaren schwächer. Ausländer wei­ter uneinheitlich. Am Pfandbriefmarkt über­wog das Angebot. Die Sätze am Geldmarkt waren unverändert. Nach den ersten Kursen wurde das Geschäft zunächst stiller. Tagesgeld war weiter angeboten. Das Kursniveau ging bis zu 2 v. Sy zu­rück. Polypphon und Tietz minus 3 0.5).

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 10. Mai. Der heutige Produltcnmarkt verkehrte auf das erneute Ab- gleiten der Austandnoticrungen wieder schwächer und in flauer Haltung. Angebot und Rachfrage hielten sich die Waage, so daß kaum Geschäft zustande kam. Rur für Mehle und außerdem für Mais machte sich einige Rachfrage bemerkbar, ebenso waren Futtermittel etwas gefragter, die aber bei wenig nachgcbenden Preisen Absatz fanden. Es wurden notiert: Weizen 24; Roggen 22,75; Sommergerste für Drauzwecke 23,75 bis 24; inl. Haser 23,75; Mais (gelb) für Futterzwecke 21 50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 31,75 bis 32; Roggenmehl 30 bis 31; Weizcnklcic 12,60; Roggenkleic 13,10 Mk. Tendenz: flau.

Oie Anfechtung der Darmstädter Oberbürgermeisterwahl.

WER. D a r m st a d t, 8. Mai. Bon Der Teutschnationalen und Der Deutschen Volkspartei war belanntiich beim Kreisausschuß bean­tragt worden, die Wahl des Oberbürger­meisters Mueller durch den Stadtrat am 11. April d. I. für rechtsunwirksam zu erklären und aufzuheben. Dieser Antrag ist vom Krcisausschuß a b g c l e h n t worden, weil er eine Rcchtsungültigkeit für nicht gegeben erachtet. Sie beiden Parteien haben gegen diesen Beschluß Beschwerde eingelegt. Gleichzeitig ist beim Provinzialausschuß eine Klage mit Dem gleichen Antrag auf Ungültigkeitserklärung der Wahl eingcreicht worden.

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Der Gport am nächsten Sonntag.

Leichtathletik. blauwetttämpsc

für II. und III. Leistungselasjc.

ö. Wie im Vorjahre, so soll auch Diesmal zur Er­öffnung Der Bahnsaison Den auf leichtathletischem Gebiet noch fortschreitenden Leuten zunächst Be­tätigungsgelegenheit gegeben werden. 1928 wurden zu diesem Zwecke als amtliche Veranstaltung des Gaues Gießen-Wetzlar die Erstlings-, Anfänger­und Iuniorenwettkampfe in Weilburg durchgeführt. In diesem Jahre als Ausrichter ist die Spielver­einigung 1900 bestellt kommen Die Kämpfe für Die 2. und 3. Leistungsklasse, in letzterer werden jedoch Die Erstlinge getrennt geführt, zum Austrag. Das Leistungsklastensystem kommt in diesem Jahre erstmalig in Westdeutschland zur Anwendung. Maß­gebend für die Einreihung in Die einzelnen Klassen ist, wie schon Der Name jagt, einzig unD allein Die Leistung des einzelnen Athleten. Wird Die Leistung innerhalb einer Klasse es gibt Deren Drei Drei mal überboten, so hat Der Betreffende ohne weiteres in Die höhere Klasse aufzurücken. Festgehalten zu werden brauchen nur Die Den Rahmen Der Klasse 2 bilDenDcn Standardleistungen (für 100 Meter sind sie z. B. 11,3 bis 12 Sekunden), was besser ist, zählt zu Klasse 1, was schlechter ist, gehört in die Dritte Klasse. Da von den Angehörigen der hiesigen Gauoereine taum jemand ohne weiteres in Die Klasse 1 einzureihen ist, werden die am kommenden Sonntag stattfindenden Wettkämpfe ein Betäti­gungsfeld für fast alle Leichtathleten unseres Gaues bieten. Von der Spielvereinigung 1900 werden allein etwa 40 Leute an den Start gehen, der V. f. B. Gießen stellt auch deren 15. Dazu kommen noch Wetzlar und die nicht zu unterschätzenden Landvereine.

Handball £t>. 1899 Großen-Buseck.

An Stelle des verlegten letzten Aufstiegspiels wurde ein Freundschaftsspiel mit Tv. Wetzlar ausgemacht. Die Großen-Busecker 1. Elf wurde durch Die letzten schweren VerbanDsspiele sehr mitgenommen und muß in geschwächter Ausstel­lung antreten. Der Ausgang des Treffens ist ungewiß.

Die 2. Mannschaft spielt gegen Die gleiche von Wetzlar. Durch Abgabe eines ihrer besten Spie­ler an die Erste sind ihre Siegesaussichten nicht sehr groß.

Die Schülermannschast trägt ihr Rückspiel gegen Die Schüler von RieDergirmes aus. Das Vorspiel in Riedergirmes ging unentschieDen aus. Auf eigenem Platze Dürfte ein knapper Sieg vorauszusehen sein.

Handball im Tv. Fronhausen O. T.

Am nächsten Sonntag folgt Die Handballabteilung Des Tv. Fronhausen einer Einladung des Tv. Stau­fenberg. Staufenberg, Das die größere Spiel­

erfahrung Hai, wird wohl Das Spiel für sich cnt- scheiDen, zumal Fronhaufen auf einen seiner besten Spieler verzichten muß. Falls Fronhausen ein Spiel wie am vorigen Sonntag zeigt, so Dürfte vielleicht auch ein UnentschieDen herauskommen.

Zaustbattmeisterschastsspiele im Gau Hessen O. T.

Die neue Regelung Der VerbandsrunDe in Den Sommerspielen sieht ab diesem Jahr im Früh­jahr Die Gaumeisterschasten in Vor« und Rück- runDe vor. Die Bezirksspiele sollen erst im Herbst stattsinden, um so vor allem den Landvcrcinen Zeit zum Heben zu geben. Die Vorrunde kommt am nächsten Sonntag in Friedberg zum Austrag, die Rückrunde Sonntag, 26. Mai, in Marburg. Gemeldet haben von Den 6 Bezirksmeistern 4, die im Spiel jeder gegen jede Mannschaft den Gau- meiftcr ermittelt werden. Da das Faustballspiel im Gau Hessen auf einer recht beachtlichen Höhe ist, werden recht spannende Spiele zu sehen sein, die zeigen werden, daß man heute auch Faust­ball in Die Reihe Der Kampfspiele rechnen kann. Die 4 Mannschasten, Friedberg, Gießen 1846, A. F. V.Kurhessen" Marburg und Frankenau sind eine besonders gute Klasse, und der zu­künftige Gaumeister wird schwer um den Titel kämpfen müssen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

ö. Die L i g a m a n n s ch a f t fährt am nächsten Sonntag zum Rückspiel nach Mudersbach an der Sieg. An einen Sieg wird wohl auch dort für Die Gießener nicht zu Denken fein, Da Diese bekanntlich Das vor kurzem in Gießen ausge­tragene Vorspiel auch mit 2:0 Toren verloren. Die zur westdeutschen Meisterklosse gehörenden Mudersbacher Germanen spielten hier ein sehr schönes Spiel. Bei etwas gutem Willen und Energieaufwand Dürfte Die eventuelle Rieder­tage der 1900er in mäßigen Grenzen gehalten werden.

Einer Einladung des Sportvereins 1920 Drei­hausen im Ebsdorfer Grund solgend, fahren die Ligareserve- und Dritte Mann­schaft zwecks Austragung von zwei Gesell­schaftsspielen nach dort. Die Gießener Mann­schaften werden dort großen Schwierig­keiten in bezug auf Gröhe und Bodenbe- schaffenheit des Sportplatzes gegenüberstehen, Deren Lösung nicht so einfach ist, Da die Mann­schaften zahlreichen Ersatz aufweisen. Der Spiel- ausgang ist vollständig offen.

Zweite und Dritte Jugend 1900s spielen vor­aussichtlich gegen Die erste und zweite Jugend Leihgesterns.

Die erste Schülerelf fährt zum Pflichtspiel nach Aßlar gegen die Dortigen Schüler.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

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22.22

112,59

59.35

2.52

112.82

81.56

60.24

12.54

73,50

Telegraphische Auszahlung.

8. Mai

10- Mai

Anuliche Notierung

Amtliche Notierung

v)eid

Brie'

well'

Brie,

nnra-Noki.

169.34

169.63

169.37

169.71

Burn.-Aire?

1.771

1.775

1.772

1.776

Brfs.-Antw

58,47

58.59

58.49

58,61

fchriftinnia.

112,33

112,53

112,29

112,51

Äournhagrn

112,29

112,51

112.01

112,45

Stockholm .

112,55

112.77

112.51

112,73

HelltngforZ.

10,588

10.608

10,59

10,60

Italien. . .

22,07

22,11

22,065

22,105

London. . .

20.441

20.481

20,442

20,432

Neunork . .

4.2125

4.2205

4.2135

4.2215

Pari 4....

16.455

16.495

16.455

16,495

Schwei; . .

81,16

81.32

81.155

81,315

Svanion .

60.06

60.18

59.84

59.96

Java» . .. Mio de (Vnit

1,884

1.888

1.838

1,892

0.500

0.502

0.502

0.504

Vien inT Lest, abgeil

59,195

59,315

59.21

59.33

Prag . . . .

12,466

12,486

12,47

12.49

Belgrad . .

7.407

7,421

7.407

7,421

Budapp st - -

73.40

73.54

73,41

73,51

Sulaarien

3.047

3.053

3,044

3,050

Lissabon . .

18,90

18.94

18,88

18,92

Damig. . .

81,69

81,85

81,72

81,88

Konstantin.

2,056

2,060

2,051

2,055

Athen. . .

5.455

5,465

5,455

5.465

Canada .

4.182

4.190

4.188

4.196

UrugorU). .

4.076

4,084

4,076

4.084

Cairo . .

20,966

21,006

20,955

20,995