Mittwoch. 10. April 1929
179. Jahrgang
vriiü und Verlag: vrlihl'Iche Umversitätr-Vuch- und Steindruckerei H. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schuistrgtze '■
Bemühungen um die Große Koalition erneut gescheitert
•_____ ifi ~e,L Sa» hi
Tas
GIPKEN5
Mi-
Annahme von Anjetae« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher
Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mni Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/, mehr.
Chefredakteur:
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.
ich!
ilerei
id Lasur- i perfekte n schnll- nommen
Georg
rsweg 36
3l3iO
Nie Reichsmiiiel für den Zeppelinbau. letzte Wort noch nicht gesprochen — sagt Dr. Eckener.
Die preußische Staatsverwaltung
steht unter einem S t a a t s in i n i st e r i u in, das sich folgendermaßen zusammensetzt: 1. Reichs- kanzler, zugleich preußischer Ministerpräsident (mit einem besonderen preußischen ntaatssekretanat), 2. preußischer Finanzminister (mit weitgehendem Vetorecht), 3. preußischer Kultusminister, 4. preußischer Minister des Innern (zugleich Relchs- minister des Innern), 5. preußischer Justiz- Minister (zugleich Reichsjustizminister), 6. Reichsarbeitsminister (zugleich preußischer Arbeitsminister), 7. Reichslandwirlschaftsminister (zugleich preußischer Landwirtschaftsminister). Es gibt in Berlin im ganzen nur 11 Minister (gegenüber 20 heute). Inwieweit das Rcichsftnanz- ministerium seinen eigenen Unterbau (Reichs- sinanzverwaltung) behalten muh, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.
Ein gesunder Finanzausgleich muß den Ländern die Möglichkeit zur Erfüllung ihrer Aufgaben und die erforderliche Selbständigteil und Selbstverantwortlichkeit geben. Grundlage der Ueber- weisungen muß neben dem Steueraufkommen der Länder ihr Umfang und ihre Schulkinderzahl sein.
Reue Aufgaben dürfen den Ländern und Selbstverwaltungskörpern vom Reiche nicht auf» erlegt werden, ohne daß gleichzeitig für Deckung der entstehenden Llnkosten gesorgt wird. Dem Reichs- und preußischen Staatspräsidenten muh ein Einspruchsrecht gegen neue Ausgaben beigelegt werden. Artikel 18 der Reichsverfassung muh in dem Sinne geändert werden, daß den Ländern der notwendige Schutz für ihr Dasein und ihren Bestand zurückgcaeben wird. Eine über das jetzige Mah hinausgehende Verzerrung Preußischer Zeichsratsstimmrn auf Pie
l e r wird zugleich preußischer
Provinzen ist mit den Lebensinteressen de« preußischen Staates nicht vereinbar.
Dieses Programm ist lediglich em R o t * Programm zur äleberwindung der schlimmsten Röte des Augenblicks. Die Partei wird sich in ihrer politischen Arbeit an keine Einzelheit dieses Rotprogramms, sondern nur an seine Gesarnt- durchführung gebunden halten. In der von dem Parteivorstand gleichfalls gebilligten Kritik des Parteivorsihenden an den Vorschlägen des Bundes zur Erneuerung des Reiches wird anerkannt, daß die Begründung der Vorschläge viele gute Gedanken enthalte, dah dagegen bei den Vorschlägen s elbst anscheinend eiskalte Theorie und von jedem Heimatduft freie Konstruktionen aufgestellt worben seien. Der Plan des Bundes gefährde die Einheit des Reiches, weil er praktisch einer neuen Main-Linie und dem zersetzenden Gedanken der sog. Abendlandbewegung Vorschub leiste. Er tue dies insbesondere dadurch, dah er die hier entgegenstehenden historischen Staatsbegriffe und Staats- gebundcnheiten zerstöre oder unterhohle. Er weise keinen Weg für die Möglichkeit der Angliederung Oesterreichs, sondern verbaue sie.
M Nr. 83 Erstes vlatt filmen. »Erscheint täglich,außer Ya't 6cU » Sonntags und Feiertags.
Feuer Veilagen
. Die Illustrierte
Gießener Familienblätter 1
nisterpräfident.
Durch Aenderung der Artikel 8 bis 15 der Verfassung werden die gesamten Kultusangelegen- heitcn, die gesamte innere Verwaltung und die darauf bezügliche Gesetzgebung und die gesamte Iustizverwaltung der Zuständigkeit des Reichs entzogen und ausschließlich den Ländernvorbehalten. Der preußische Minister des Innern und der preußische Iustizminister sind als Reichsminister des Innern und Reichsjustizminister Mitglieder des Reichskabinetts. Dagegen wird der Schwerpunkt der wirtschaftlich e n Ministerien in das Reich gelegt.
In Voraussicht dieser Entwicklung werden zunächst Reichswirtschaftsministerium, Reichsarbeitsministerium und Reichsverkehrsministerium zu einem Reichsarbeitsministerium, das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe mit dem preußischen Wohlfahrtsministe- rium zum preußischen Arbertsminist erium verschmvlzen. Ferner verwaltet der „Reichsarbeitsminister" zugleich das preußische Arbeitsministerium sowie u. a. der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft das „preußische Ministerium für Landwirtschaft".
ilerlui” Ui wm" toi* o.Mono rttil-w«
folgende Forderungen auf:
Aufhebung des Artikels 54 der Verfassung und der entsprechenden Bestimmungen der preußischen Verfassung und der übrigen Lan- derversassungen. , . ,
Der Reichspräsident wird zugleich preußischer Staatspräsident. Er ernennt als solcher auch die preußischen Staatsminister aus seinem Vertrauen unabhängig vom Preußischen Landtage. Der Reich skanz-
Friedrichshafen, 9. April. (WB.) Die Tatsache der Streichung des im Reichshaushaltsplan 1929 bisher vorgesehenen Reichszu- schussesfürdenLuftschiffbauZeppe- lin in Höhe von vier Millionen Mark, mit dessen Hilfe der Ban einer neuen Werfthalle ermöglicht werden sollte, veranlaßte unseren Friedrichshafener Vertreter, Dr. Eckener über die Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf die Pläne der Friedrichshafener Werft zu befragen. Dr. Eckener erklärte: „Die weitere Entwicklung des Luftschiffes ist damit in der Tat sehr ernstlich gefährdet, und ich befürchte, dah wir Zeppelinleute Hoffnungen zu Grabe tragen müssen, die zugleich solche weitester Kreise des deutschen Volkes sind. Denn es ist der Zeppelingesellschaft, nachdem sie unter dem Druck der Friedensbedingungen fast verblutet war, ganz unmöglich, aus eigenen Mitteln neben einem neuen Luftschiff auch noch eine neue Werfthalle zu erbauen. Diese Werfthalle aber ist die Vorbedingung für den Bau der verbesserten Schiffstype, die wir in Angriff genommen haben. Ich sehe vorerst keinen Ausweg aus dieser Situation. Ich verstehe lehr gut die Rotwendigkeit, angesichts der schlecht len Finanzlage sparsam zu wirtschaften, und iich kann auch verstehen, dah wir gerade angesichts der Pariser Verhandlungen uns doppelt bemühen müssen, nicht als reiche Verschwender zu erschei- neu, aber es will mir nicht einleuchten, dah man nach den voraenommenen Streichungen noch 3 5 M i l l i o n e n^M a r k f Ü r s o n st i g e L u s 1- sahrtzwecke und keinen Pfennig sur das Zeppelin schiff zur Verfügung haben soll. Ich möchte deshalb annehmen, daß das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht
litischen Arbeit übernehmen. Ob das Zentrum unter solchen Voraussetzungen in die Regierung eintreten könne, hinge davon ab, ob es nach der sachlichen Seite gelinge, die Bindungen zu erzielen, ohne die ein Zusammer^ arbeiten der Regierungsparteien als unmöglich erscheine. Solche Bindungen müssen zunächst die Fragen des Etats betreffen und agitatorische Anträge, die über das Programm der Sachverständigen hinausgingen, unmöglich machen. Ferner müsse jedoch eine Bindung auch für sonstige politisch bedeutsame Anträge derart geschaffen werden, dgh sie nur mi Einvernehmen mit allen Regierungsparteien eingebracht werden könnten. Für die Zentrumspartei komme es auch heute nicht daraus an, etwa in die Regierung einzutreten. Der ganze Kampf, den sie seit dem Sommer vorigen Iahres führe und der zum Rücktritt des Ministers v. GuL- rard geführt habe, gehe um die Gesundung unserer parlamentarischen Methoden und um die Sicherung einer sachlichen und erfolgreichen Regierungsarbeit.
Oie Aussichten für den Etat.
Weitere Zusammenarbeit
ohne koalitionsmätzige Bindung.
Berlin, 9.April. 3n der Parteiführerbespre- chung beim Reichskanzler soll eine Formel gefunden worden sein, die am Mittwoch Gegenstand einer kabinettssihimg sein wird, und die es der Regierung ermöglichen soll, den Etat auf der Grundlage der bekannlen Vereinbarungen der Finanzsachverständigen der fünf Parteien mit Unterstützung dieser Parteien — wenn auch zunächst ohne koatiti- onsmäßige Bindung — zur Verabschiedung zu bringen.
en unb io
gesprochen ist."
Oer gefährdete Luftverkehr.
Berlin, 10. April. Der Arbeitsausschuß der Deutschen Lusthansa A.°G. hat sich gestern in mehrstündiger Sitzung Über die Sachlage beraten, die durch die beabsichtigten Streichungen im Lust- vcrkehrsetat geschaffen wurde. Der Ausschuß war der Ansicht, daß die geplanten Abstriche eine Vernichtung der langjährigen, mit großen Mitteln geleisteten Pionierarbeit bedeuten und eine katastrophale Auswirkung für das im Luftverkehr tätige, wertvolle Personal nach sich ziehen würden. Sie würden nicht nur den deutschen Flugverkehr irn In lande fast gänzlich lahm legen, sondern auch der Deutschen Lufthansa unmöglich machen, ihre Flugverbindungen nach dem Auslande fortzusehen. Es wurde daher ein Unterausschuß beauftragt, mit den zuständigen Instanzen alsbald Verhandlungen wegen Aufrechterhaltung des deutschen Luftverkehrs aufzu- nehmen.
Oie Lohnbewegung bei der Reichsbahn.
Die Lpitzengewcrkschaften bieten ihre Bcrmitttung an.
Berlin, 9. April. (Priv.-Tel.) Die Spihen- organisationen der Deutschen Gewerkschaften — Allgemeiner Deutscher Gewerkschastsbund, Deutscher Gewerkschastsbund und Deutscher Gewerkschaftsring — haben zum Reichsbahnlohnkonflikt am 9. April je ein Schreiben an die Reichsregierung und die Rcichsbahnhauptverwaltung gerichtet. In dem Schreiben heißt es nach dem „Deutschen": Es sei der Wille der Spihenorga- nisalionen, den Arbeitsfrieden in dem für die Gesamtwirtschaft so bedeutsamen Eisenbahnbetrieb nicht ohne zwingende Rot gefährden zu lassen. Deshalb sollten Reichsregierung und Reichsbahnhauptverwaltung I den Weg der Verständigung beschreiten
DeMnationale Vorschläge zur AeWresom Parlament und Negierung. - Personalunion zwischen Preußen und Reich. Das Problem der Länder. - Gegen die Vorschläge des Lutherbundes.
Äling
Nmen 2 le
Kerne, die 1460V
Berlin, 9. April. (D.D.Z.) Am Dienstagvormittag trat der Parteivorstand der Deutschnationalen Dolkspartei fast vollzählig zu einer Sitzung im Reichstag zusammen. In einer fast zweistündigen Rede behandelte der Parteivorsihende Dr. Hugen- b er g die Frage der Reichsreform und machte hierfür eingehende Vorschläge, die sich der Parteivorsihende zu eigen machte. Die Vorschläge des Parteivorsitzenden zur Frage der Reichsreform gehen dahin:
Llnbeschadet der großen grundsätzlichen Forderungen der Partei, insbesondere ihrer monarchischen Grundlage, ist der Ausgangs- und Mittelpunkt ihrer Kritik an dem heutigen Verfaf- sungswesen die Entwicklung der deutschen Parlaments - und Parteiwirtschaft. Diese Entwicklung ist eine Folge der marxistischen Erkrankung des Volksgeistes. Dies wird gefördert durch den Artikel 54 der Reichs- Verfassung, der die Regierungsgewalt von dem Vertrauens-undMißtrauensvotum wechselnder Parteikoalitonen abhängig macht.
Die Beseitigung des Artikels 54 ist eine Grundvoraussetzung deutscher Gesundung.
Der zweite Grundfehler der heutigen Ver- fafsungszustände liegt in dem falschen Auf- baudesVerhältnisfeszwischenReich und Ländern, insbesondere zwischen Reich und Preußen. Die Ueberwindung dieses Fehlers ist unter der herrschenden Parlamentswirtschaft nicht zu erhoffen, sondern nur im Zusammenhang mit ihrem Abbau. Sie kann nicht in der Richtung eines nivellierenden und revolutionären Llnitarismus liegen, sondern sie kann sich nur aus einer Politik ergeben, die mit den vorhandenen Bausteinen im Geiste einer großen ilcberliefe- rung neue, der Eigenart und den Bedürfnissen des deutschen Volkes angepaßte Formen schasst.
Die Deutschnationale Volkspartei lehnt bei aller Würdigung des politischen Inhalts der Denkschrift des „Bundes zur Erneuerung des Reiches" die darin enthaltenen Abänderungsvorschläge ab, soweit sie über die Forderungen der deutschnationalen Parteivertretung vom 9. Dezember 1927 hmausgehen. Sie findet in demjenigen, was bisher über die sogenannten Länderkonferenzen bekanntgeworden ist, keinen Ansatzpunkt zu einer gesunden und aussichtsvollen Entwicklung unserer Verfassungsverhältnisse.
Sie stellt ihrerseits
ent« fej Äin« jnoben. 3n ” "ur acht
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für OderWen
' 02)78 SS» SB
ke |
'Kte durch I jgynarrt. I
Es wird in parlamentorifd)€n Kreisen angenommen, daß ein Ausschuß gebildet wird, der, ohne direkt ein interfraktioneller Ausschuß zu sein, der Verständigung zwischen den fünf Fraktionen dienen soll. Die Fraktionen nahmen nach der Besprechung beim Reichskanzler die Berichte ihrer Anterhändler entgegen; dabei wurde festgeftellt, daß das Ersuchen an die Sozialdemokraten, nicht gegen den Panzerkreuzer z u stimmen, nicht als Ultimatum aufzu- fassen sei. Das bisherige Regierungsverhältnis würde also nach Ansicht parlamentarischer Kreise nicht geändert werden, auch wenn die Sozialdemokraten gegen den Panzerkreuzer stimmen und das Zentrum vorläufig nicht im Kabinett vertreten ist. Die Bemühungen um die Schaffung der Großen Koalition können damit einstweilen als gescheitert angesehen werden.
Für Mittwoch sind neue Fraktionssihungen in Aussicht genommen. 3m Laufe des Mittwochnach- mittags wird auch eine neue Parteiführerbesprechung beim Reichskanzler stattfinden. Die für Mittwoch angesehte Sitzung des Haushaltsausschusses, in der mit der Ltatsbcratung begonnen werden sollte, ist vorläufig verschoben worden; desgleichen soll der Aeltestenrat sich morgen darüber schlüssig wer- den, ob auch die für den 16. April angesehte Sitzung des Plenums einige Tage später ffattfinoen soll. Entgegen den in den Spätabend-Ausgaben einzelner Berliner Blätter aufgestellten Vermutungen kann von einem Rü rf tri 11 der Reichsregierung schon mit Rücksicht aus die Verhandlungen der Reparationssachverständigen in Paris trotz der Meinungsverschiedenheiten, die sich aus innerpolitischem Gebiet ergeben haben, keineswegs die Rede sein.
Oie Sozialdemokratie lehnt die neue Panzerkreuzerrate ab.
Berlin, 9. April. (VDZ.) Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion trat am Dienstagnachmittag zusammen. Den Bericht über die Verhandtun- gcnderFinanzsachoer ständigen und der Parteiführer erstatteten die Abg. Hertz und Breitscheid. Rach eingehender Diskussion, in der vor allem dasultimativeverlangenderbürger- tichen Parteien nach Ausgabe der bisherigen Stellungnahme der sozialdemokratischen Fraktion zum Panzerkreuzer erörtert wurde, beschloß die Fraktion bei Anwesenheit von 124 Mitgliedern mit 93 gegen 29 Stimmen und zwei Stirnmenthal- hingen, beiderblsherigenhaltunginder Panzerkreuzerfrage zu bleiben.
Der sozialdemokratische Fraktionsbeschluß hat weitere Koalitionsverhandlungen so gut wleunmöglich gemacht. Die Lage ist auch insofern erschwert, als sich der Beschluß der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion indirekt auch gegen die sozialdemokratischen Kabl- nettsmitglieder richtet, die die Rate für den Panzerkreuzer als einen von den Sachverständigen der Fraktionen eingesetzten Haushaltsposten gutgeh e i ß e n hatten. Man hofft nun, wenigstens den h a u s h a l t auf der Grundlage der bisherigen Ver- einbarungen zwischen den Parteien unter Dach bringen zu können. Allerdings häst sich em Teil öec Parteien, vor allem das Zentrum, nach einem Scheitern der Koalitionsverhandlungen auch an die Finanzvereinbarungen nicht mehr gebunden, vielmehr haben die Parteien jetzt wieder freie Hand.
Keine Kabinettskrisis.
Befürchtungen der Berliner Presse.
Heimat im Bild Die Scholle.
Bezugspreis für2wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112.
Anschrift für Drahtnach- 'richten: Anzeiger Gießen.
Postscheckkonto: zrankfurtam Main 11686.
Berlin, 9. April. (Priv.-Tel.) Heber bie Lage, die durch den Beschluß der lWaldemokra- tischen Reichstagsfraktion herbeigefuhrt wurde chrmbt die Sabmett OTun«-
Franken ist stark gefährde t wird sich vielleicht in den nächsten Stunden schon zur Ge amtdernifsion gezwungen sehen. Aus diesen schlimmen Ablauf der^Koaliftonsveihand- r,tTirton innr die öffentliche Vleinung nicht vor bereitet In keinem Stadium der Verhandlungen
ÄÄ 'M
Erreicht- hinMig werden wurde. UM zwei willen, die in dem Etat jur veil
Panzerkreuzer „A“ angefordert wird, konnte man
I Jz'wLdf"k°in'Einw°nd^gege7^h°^u. d°h JRf^ta^rathon übte. I
rechnete damit. daß die »7-
ÄolitiL sMe sondern M auch
LL ÄÄÄ« Äau direkt nLi.t-.gdi- Stimmung
Mitgliedern mid den Führernoer ö stattge unden hat, und die fparer in u Lagern fortgesetzt wurde, eine gewisse ruhigung bemerkbar gemacht Das ^luiia. dieser Beratungen charakterisiertdieVost Ztg. dahin, daß die Austastung b-g ->°ß
"Lrung-n^zwiL"^''^/''^ o”toä?t P'. Z-SGWMGL einen Veschluß gefaßt hat, wie chn nicmarto anders von ihr erwarten konnte. — Die „S.
stellt fest, daß die Bildung einer festen xe qierungsbafts nach zehnmonatigen .vergeblichen Versuchen wieder an der Sozialdemokratie gescheitert sei, an der gleichen © zialdemokratie, die durch das Wahlergebnis vom 20. Mai die Verantwortung für die inner politische Führung übernommen habe. Die „Ge^ mania" schreibt, das Kabinett werde vermutlich zur Lösung der Krise die Vorschläge der Finanzsachverständigen als Grundlage seiner Po- \


