Ausgabe 
9.11.1929
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 264 viertes Blatt

Samstag, 9. November 1929

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)

Wirtschaft

fsweg 28

Berlin

Saturn

9

9. II.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt

89,75

8 November

9 November

65,75

97,5

105,75

104,5

156,25 i 155,25

100

128,5

16/, io

106,75

59,5

64,75

74,5

50

104,5

19,9

163

342

46,5

282,5

219

141.5

206,5

200

144

96.5

171,25

42,6

47,75

172

20,25

76

160

341

66.75

75 116,25

89,75

4,164 58,23

111,60

20,34 16,415 168,21

21,84

111,60

58,54

2,455

111,92

80.79 58,61 12,33

72.86

21,65

19,5 21-3

1,95

15

12

16

14

13 y.

85.65

283.5

220

209.5 '201,5 145.5 97,13

171,25

43

255

47.75

65.75

100,25 133

129.25

137

121,5

211,5

59,5

119

100.25

115,75

96

106

254

106,4

1(

io

8

tUmeri!anif(fie Noten . . .

Belgische Noten .....

Dänische Noien .......

Englische Noien........

Hranzösische Noten.......

Hollonvische Noten ......

Italienische Noten

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten Schwerer Noten........

Spanische Noien T'chechoslo.oakische Noten..... Ungarische Noten

chung, »«£"bcabsid* $skursu$ emngsinsM des Hand.

99.6

130 128,5 136,25

121

99

119

99,5 115,75

97,75 105,75 251,25

105.4

und Polyphon verloren bis zu 3 v. Sy Deutsche An­leihen behauptet. Ausländer und Pfandbriefe gc- schäftslos. Liquidationspfandbriefe wieder etwas fester. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld wurde mit 6,5 bis 8,5 v. H., Monatsgeld mit 8,5 bis 10 d. Sy und Warenwechsel mit zirka 7,40 v. H. notiert. Nach den ersten Kursen blieb die Stimmung weiter unsicher, und leichte Ansätze zu Erholungen wurden durch die Geschäftslosigkeit immer wieder erstickt. Neubesitzanlcihe hatten vorübergehend etwas mehr Geschäft und konnten bis 9,75 o. Sy anziehen.

7,75

7,8

9,15

14,6

7,3

120,5

222 |

155,51

26 3

2 21,6 19.5

2 /, 75

7,75 7.75

9,1

4,45 7,25

1.9

7.85

344

46,5|

49.5 |

4 .

50 | 105 !

111

121.75 |

104

222

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 82 vom 8. Aovcmber enthält: Bekämpfung der Tuberkulose. Ausstellung von Wander- gcwcrbescheinen. Tewerbelegitimationskarten. Einstellung von Holzhauern. Das Ergebnis der Hauptlörung. Die Wahl der Vertreter der Aerzte und Krankenkassen. Dienstnach­richten.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

2n der Berichtswoche bot die Börse ein all­gemein freundlicheres Bild. Die Dis- tontscnkungen in allen Ländern und die kräftige Erholung der Aeuyorker Börse machten einen guten Eindruck. Bor allem wurden die Dis­kontsenkungen viel erörtert; denn man er­wartet hiervon ausgehend eine allgemeine inter­nationale Geldmarktverflüssigung, und knüpft die Hoffnung daran, daß hierdurch das Börsen­geschäft mit der Zeit wieder ein gesundes Aus­sehen annehmen dürfte. Das Geschäft war aber nicht wesentlich groß, da die katholischen Feier­tage, sowie der Ausfall der Aeuyorker Börse für einige Tage als geschäftshindernd empfunden wurde. Der Ordermangel hielt weiter an, so dah die Spekulation auf sich selbst angewiesen war, aber auch nur geringe Unternehmungslust zeigte. Aach Erledigung der wenig vorhandenen Auf­träge stagnierte das Geschäft zeitweise fast voll­kommen. Sonstige Anregungen waren in der Hauptsache nicht weiter vorhanden, von denen die interessierten Börsenkreise einen Ansporn hätten erhalten können. 3m Gegenteil trat das in Erwartung stehende Endergebnis des Volks­begehrens als älnsicherheitsfaktor im Hintergründe, und die Tendenz der Börse wurde, hcrvorgerufen hierdurch, im Laufe der Woche un­sicherer, ohne daß sich jedoch größere Verluste ergeben hätten, da das Angebot nie dringend wurde. Die Stimmung an der Börse hatte hier­unter verhältnismäßig wenig zu leiden, da man damit rechnete, daß, wenn die erforderlichen 10 Prozent der wahlberechtigten Stimmen er­reicht würden, es doch noch ein sehr weiter Weg bis zum Volksentscheid sei, wodurch erst die An­gelegenheit zum Gesetz wird. Die Börse war daraufhin be^zu nehmendem Vertrauen eher fester, unter Bevorzugung von Elektro- akticn, die trotz kleinem Geschäft teilweise, ganz erheblich anziehen konnten. Rur in Kunstseide- werten kam in Aku-Aktien beträchtliches Ma­terial heraus, und hier ergab sich im Laufe der Woche ein Verlust von 41 Prozent,' hervor- gerufen durch die schwachen Börsentage in Amster­dam und die größeren Abgaben von dieser Seite. Gegen Ende der Woche war die Stimmung lust­los, da ein neuer Kurseinbruch an der Aeuyorker Börse eine Verschärfung der Lage herbeiführte. Aber erstaunlicherweise wurde der Frankfurter Markt, sowie die übrigen deut­schen Börsen hiervor nur ganz wenig berührt. Cs traten vereinzelt sogar noch kleine Besserun­gen ein. Die zunehmende Arbeitslosigkeit im Reiche machte wenig Eindruck, doch war die Spekulation so reserviert, daß sich das Geschäft in den denkbar engsten Grenzen bewegte, zumal der Auftragsmangel anhielt. Günstig ausgenom­men wurde dagegen das große Interesse von amerikanischer Seite für deutsche Motors unter Führung von B. M. W. Autowerte waren dar­aufhin lebhafter gehandelt und fielen aus den Rahmen der Allgemeinverfassung, da noch hinzu­kam. daß durch älebernahme des Schapiro- und Castiglioni--Paktes durch deutsche Banken dieser Industriezweig vom äußeren Druck befreit wurde. Daimler gewannen 10 Prozent. Chade lagen 5 Mk. schwächer, Svenska büßten infolge des Kurssturzes der Kreugcr-Aktien in Stockholm 11 Mk. ein. Sonst hielten sich die Verluste und Gewinne die Waage und gingen kaum über 25 Prozent hinaus. Aur noch Deutsche Lino­leum 7 Prozent schwächer. Anleihen zeitweise etwas lebhafter, jedoch infolge der schwankenden Lage unverändert. Am Geldmarkt war Tagesgeld nach einer vorübergehenden Erleichte­rung mit 8 Prozent wieder gesuchter. Am De­visenmarkt war Spanien weiter abgeschwächt. Der Dollar lag leicht gebessert.

Wochenbericht

vom Frankfurter produktenmarkt.

Die weiter unsichere Haltung an den Ausland- märften, hervorgerufen durch die starken Kurs­schwankungen an der Aeuyorker Effektenbörse, machte an den deutschen Produktenbörsen zu­nächst wenig Eindruck, doch war eine gewisse Zurückhaltung nicht zu verkennen. Die Umsatztätigkeit hielt sich nach wie vor in sehr engen Grenzen.

48 bis 52; Dullen a) 56 bis 59, b) 50 bis 55; I Kühe a) 47 bis 51, b) 43 bis 46. c) 36 bis 42,

d) 28 bis 35; Färsen a) 57 bis 61, b) 53 bis 56,

c) 48 bis 52; Kälber b) 81 bis 85, c) 76 bis 80,

d) 68 bis 75; Schafe a) 44 bis 47, b) 40 bis 43,

c) 30 bis 39; Schweine b) 84 bis 87, c) 85 bis 88, d) 85 bis 83, e) 80 bis 85. 3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnten Ochsen, Kühe, Färsen und Schweine bis 1 Mark anziehen, während Schafe bis 2 Mark nach­gaben. Dullen und Kälber blieben behauptet.

Wctemiflte Stahiw . . .

Clan Mine» - 1

fta weile -.l dirtilpOeti . . .

Ra. werke Lene-egeln liauwei e SaUoet.urlh .

3. ® starven-tznomlNe . . .

Tnnamlt Nobel

Scheideanilast

(rtolDirfimiot ......

Slütgerswerke ......

Metailae-eiüchatt .....

PHMpo Hm-,mann . .

Leinen weck velvelberg . . .

Lemennvcrl starlftao: . . . iBcgp « m Q m

Schultheis Payenhofer . . .

Lstwerke.........

Bei Gianzstost......

Samberg

Bellitofi Kalbboi ....

8' Uiloit Aichajj.nburg . . üharioiienburger Waner . .

Tenauer Was . . .

HD.....

Srnlfdic Linoleum . . . . Moichincnbau 31.-(3.....

V( rm 1 Mi 0 1 . -

tuoio vertu .. . . Na«, öluiomob'i......

Crcnitein 4 Koppel . . . . v onbnrv Tieg ...... Svenska . . ......

stranst. Maichinea Grinner.........

Veuligenktaevl ......

Iungbano. Lechwerke.

Mainttailwer!. Höchst a. M.

Miag. . .

®ebr. Roeber .

äoigt 4 £>aeffua.....

Sllbv. Lucker.......

Kurszettel der Berliner und Franksurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v. Sy, Lombardzinsfuß 8 p .Sy

Amil.-Rou Bum. Aires Brn-Antw (£hriftiania Uop:nbnq:n Stockholm Helnngfors Italien . . London. . . Wcunort . . Paris... Schwei; . . Spanien . Japan - . »io de st'an

Wien inD Ceft. abflcit Prag . . . . Belirad - Budapest - Bul arien Lissabon Danna Kann ntin. Alben. . . Canada Nrn nah - Cairo ..

Schuch umaiifl. Rur I Rur-'

<?,. Ccfterretdinitic (Soivne.

4 Ceiirr* Silber»'

1% OeslorreichUcke Einheitliche

Rente

4% Utißariidje Golorie . - 1% Unflariidjc Slaa'.Lr. o. 1910 4'/,% ceegl. ovn 1013 ...

1% Unpnriirfie ftronenrle.. -

4°t, Tnrl. Zoüanleih.' v- MN .

<% Türkische Baavavbahn-An: Serie I. .

deia> Cer-e 11

5% Niimänikcke oerelnb Ren:

von 1903 . . . -

W-,u -i Ische nercinb Reine von 1913

i% Rumantiche veremh. J-en.e .

ern und deren Angehörigen gestattet und 25eilnehmem am Kursus gererTeilnehmenahl erhöht r Kursus soll nach Geber- ags nachmittags oder Sonn- Jen.

immer-Nebenstelle Gießen, um 20. November 1929.

«Nebenstelle

90

Röhr, Syndikus, g^

Buveru.' Teutlche Gib 01 . . . Chlencr Steinkohle . . Gelsenkirchener . . .

Harpener

Loesch Eisen.....

Ille Bergbau ... fllodiicriverte Küln-Neuesien 9,'lanneenian -Rühren iiaiiricioci Bergbau . Cberidi'ci. linen-eoair C'uetidilei. STolzroerte. Phönix Bcrobau. . .

iRbcmlidje Braunkohlen Rheinstahi ...

giiebeck Moataa. . .

Stück

|!ab zulrledtct 81 UR Ronden

dien «flfiAbbildangen m üJüllgralli o. Irk

die» wu Sie bnacben Hb. letrtirtotrüiU i liimüiu ütoBaiuiii

1 13.Nov.1929

, d. Lumda mermarkt idiweinemarkt eben werden ans den Fe- Alsfeld und Harburg, dann, wenn eine Bescheim- -bars vorliegt daß die in .pjcpc Marburg seuchenirei 'Ändiortspollz^ igen, daß die Tiere aus de der die Tiere, zum Markt iere nachzuweisen ««« )ls 8'h Uhr stattfinden.

Se«« Uche Bflrgermelaterel.

Rein.

vorteilha«=f,eisbe" Sie ausnurb0sten eigene-Anlerti«"""

Deutsche Bank und Discontogc- s e l l s ch a f t. Auf Grund eines Prospektes lind 135 Mill. RM. neue, aus den Inhaber lau­tende Aktien der Deutschen Dank und Disconto- Gesellschaft zum Handel und zur Aotierung an der Berliner Börse zugelassen worden. 3n dem Prospekt wird mitgeteilt, daß die Kosten der Fusion aus dem äleberfchuß gedeckt werden, der sich durch den Niedergang der Vermögen der Rheinischen Creditbank und der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft auf die D. und D.-Bank gegenüber den bisherigen Einstandspreisen der Aktien dieser beiden Gesellschasten und dem Erwcrbspreise der für den Umtausch weiter be° nötigten D. und D.-Bank-Aktien ergibt. Der verbleibende äleberschuß wird als Agio dem Reservekonto der D. und D.-Dank mit mindestens 3,5 Mill. RM. überwiesen, so daß sich die Reserven auf 160 Mill. RM. erhöhen werden.

Rheinische Mctallwarcn- und Maschinenfabrik, Düsseldorf. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 5. Dezember einzubcrufendcn G.-V. aus dem nach 2 428 851 (2 197 431) Mark Abschreibungen sich ergebenden Reingewinn von 1 808 407 (1 582 932) Mark die Verteilung einer Dividende von 7 Proz. (1927 28 6 Proz. auf 12 Mill. Mark A.-K.) vorzuschlagen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 9. Nov. Tendenz: lustlos und schwächer. Im Vormittagsoerkehr hörte man noch gut behauptete Sturfe, aber Geschäft kam kaum zu­stande. Zum offiziellen Beginn der Wochenschlußbörse wirkten sich jedoch die Abschwächungen an der gestri­gen Neuyorker Börse stark aus. Bei der herrschenden Lustlosigkeit und Aufnahmeunlust ergaben sich gegen gestern abend Rückgänge von 0,5 bis 3 d. Sy Kaufaufträge von irgendeiner Seite lagen nicht vor. Material kam nur in geringem Umfange an den Markt, doch war die Allgemeinlage ziemlich unsicher, die zu den erwähnten Abschlägen Anlaß bot. Hin­sichtlich der Geldmarktlage war man auch heute nicht zufrieden. Man hatte erwartet, daß nach den Dis­kontsenkungen eine fühlbare Entspannung eintreten würde. Tagesgeld war gegen gestern eher noch ge­suchter. Am Elektromarkt war das Geschäft äußerst bescheiden. Siemens verloren 3 v. Sy, AEG. 0,75 v.H., I.-G.-Farbcn eröffneten 2,90 v. Sy schwächer. Am Montanmarkt ergaben sich Abschläge bis zu 1,75 v. H. Banken zumeist knapp behauptet. Am Kunst­seidenmarkt lagen Aku 1,5 v. Sy schwächer. Renten still. Ablösung für Neubesitz leicht erhöht. Im Ber- laufe waren die Kurse gegen den Anfang ganz unver­ändert. Die Tendenz blieb unsicher. ~.ne Belebung wär nicht zu verzeichnen. Das Geschäft schrumpfte immer mehr zusammen. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 8 v.H. unverändert. Am Devisenmarkt war die Lage nur unwesentlich verändert Man nannte Mark gegen Dollar 4,1797, gegen Pfund 20.3930. London gegen Kabel 4,8790, gegen Pa »ns 123,87, gegen Mailand 93,12, gegen Madrid 34,45, gegen Holland 12,0825.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Nov. Man hatte im heutigen Bor- mittagsvcrkehr trotz des schwachen gestrigen Neu­yorker Schlusses mit unveränderten Kursen gerechnet, da in erster Linie die große Rede Briands in der gestrigen Kammersitzung einen guten Eindruck machte. Zu Beginn der Sitzung überwogen dann aber doch die ungünstigen Momente, vor allem drückte die Geschäftslosigkeit. Orders lagen bei den Banken so gut wie gar nicht vor. Das Ausland hatte mit dem Moment nichts zu tun, und die Spekulation schritt zu den üblichen kleinen Wochenendglattstellungen. Etwas verstimmte wohl auch, daß bei der Favag die Entscheidung über das Zahlungsverbot gestern ver­tagt werden mußte. Auch sind die Schmierigkeiten bei der gestern bereits erwähnten Bankfirma an­scheinend größer, als ursprünglich angenommen war. Im allgemeinen waren die Veränderungen gegen gestern minimal. Es überwogen zirka 1-v. H Rück- aänge, und nur einige Spezialmerte, wie Essener Steinkohlen. Rheinisclie Braunkohlen, Konti Gummi, Schuckert, Siemens, Dessauer Gas, Bemberg, Tietz

8. >1.

-"TÖT 59.65 202.5 208,5 330

184

8- 11

TÖT'

202.5

208.5

331

184.9

139 i

66,5

75 i

116 I

89 !

119.5

86,25 I

Weizen war in dieser Woche etwas vermehrt angeboten, und zwar zu höheren Preisen, die nur schlecht erzielbar waren. Cs kamen wieder nur für einige rheinische M lhlcn Umsätze zu­stande, bei leicht anziehenden Preisen. Das wie­der ins Stocken geratene Mehlgeschäft ließ auch kaum Geschäft aufkommen. Das Interesse für Auslandweizen war weiter sehr gering, wozu die unsichere Haltung an den ileberfeemörlten wesentlich beigetragen haben dürfte. 3n Rog­gen hat sich das Angebot wieder vergrößert, was auf die Beendigung der Feldarbeiten, so­wie auf den Geldbedarf der Landwirtschaft zu­rückzuführen sein dürfte. Auch das neuerdings schlechte Kleiegeschäft übte einen gewissen Ein­fluß auf die Haltung des Roggenmarktes aus. Das Mehl geschäft ist wieder ruhiger geworden, trotz der entgegenkommenden Haltung der Müh­len, und beschränkte sich nur auf Bedarfskäufe, wobei Weizenmehl mehr gefragt war. G e r st e war in allen Sorten weiter stark angeboten. Zu erheblich niedrigeren Preisen tarnen einige Um­sätze zustande. Auch Hafer wurde von der un­sicheren Haltung des Brotgetreidemarktes stär­ker in Mitleidenschaft gezogen, und nur zu er­mäßigten Forderungen kamen kleine Bedarfs­umfähe zur Ausführung. Mais im Einklang mit der schwachen Veranlagung des Futtermittel­marktes angeboten und niedriger. Weizen- und Roggenkleie war stark vernachlässigt im Zusammenhang mit dem matten Geschäft am Brotgetreidemarkt, wobei Weizenkleie be­sonders start im Angebot lag.

Zum Wochenschluß war die Haltung ausge­sprochen schwach. Die weiter flauen Uebersee- Meldungen übten jetzt doch einen größeren Ein­fluß aus, und die Preise gaben allgemein nach. Besonders gedrückt lagen Weizen, Roggen und Gerste. Die Preiseinbußen betrugen bis zu 0,75 Mart. Das Geschäft war nicht sonderlich groß, aber das Angebot ziemlich drängend.

3m Vergleich mit den Preisen der letzten Woche lagen Weizen, Roggen, Mais und Roggen- rnehl je 0,50 Mk., Hafer, Weizen- und Roggen- Hcie je 0,25 Mk. und Gerste 0,75 Mt. niedriger. Weizenmehl gab gegen den Montagsmarkt 0,25 Mark nach, war aber gegen die Vorwoche be­hauptet. Die Woche schloß zu folgenden Rotie­rungen: Weizen 25,10 bis 25,20 Mk., Roggen 18,50 (Brief), Gerste 19,75, Hafer 18,25 bis 18,50, Mais 18,75 bis 19, Weizenmehl (südd.) 37,75 bis 38,25, (niederrh.) 37,75 bis 38,25, Roggenmehl 26,75 bis 27,50, Weizenkleie 9,75, Roggen- tleie 10 Mk.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Die Stimmung am Frankfurter Schlachtvieh- martt tonnte sich in dieser Woche wieder etwas heben, und das Geschäft war wieder etwas lebhafter. Die wieder normale Beschickung des Schweinemarktes, sowie der anderen Märkte verhinderte ein weiteres Abgleiten der Schweine- Preise. Auf dem Rinder markt war der Auf­trieb erheblich geringer, als in der Vorwoche. Die Rachfrage tonnte jedoch befriedigt werden. Die Exportbeteiligung war wieder recht start. Das angetriebene Vieh war nur von mittlerer Qualität. Bei mäßig regem Handel wurde nahezu ausvcrtauft. Die Preise tonnten leicht anziehen. Am Kälbermarkt war der Auftrieb gegen die Vorwoche volltommen unverändert. Rach regem Geschäft und unveränderten Preisen wurde der Markt geräumt. 3n Schafen war der Austrieb etwas stärker, verzeichnete jedoch reges Geschäft, bei allerdings etwas nachgebenden Prei­sen. Es wurde ausverkaust. Am Schweine- markt war die Beschickung, wie schon oben erwähnt, wieder normal, uni) das Gefchäft be­wegte sich wieder in etwas lebhafteren Bahnen. Vereinzelte Gewichtsklassen konnten im Preise sogar etwas anziehen. Rach ruhigem Geschäft verblieb geringer Ileberstand. Der Gesamtauf­trieb bestand aus 1608 Rindern, darunter be­fanden sich 338 Ochsen, 60 Dullen. 625 Kühe und 432 Färsen, ferner aus 1328 Kälbern, 1050 Schafen und 5465 Schweinen. Verglichen mit dem Austrieb der letzten Woche waren 128 Schafe mehr angetrieben, dagegen standen 274 Rinder und 803 Schweine weniger zum Verkauf. Kälber hatten unveränderten Auftrieb.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 57 bis 61, a2) 53 bis 56, dl)

Ärief 4,184 58,47 112,04 20,42 16.475 168.89 21.92 112,04 58,73 2,475 112,36

81,11 58,88 12.39 73.16

a. m.

Kunst und Wiftenschast.

Professor Dr. Georg wolsf t-

Frankfurt, 8. Rov. (211.) Hier starb im Alter von 85 3ahrcn Professor Dr. Georg Wolff. Wolsf, der früher Lehrer an einem Frankfurter Gymnasium war, widmete sich nach seiner Pensionierung ausschließlich der Archäo­logie und erwarb sich einen internationalen Ruf durch seine Arbeiten auf römisch-germani­schem Gebiet. Seine Tätigkeit galt vor allem der Limesforschung und der Erkundung der früheren Römerstadt Rida bei Frankfurt. Er war Mitglied der römisch-germanischen Kommission dxs deut­schen Archäologischen 3nstitutes in Frankfurt.

Neues vom Insel-Verlag.

Bruder und Schwester", Leonhard Franks soeben erschienener neuer Roman, in dem das uralte Motiv der Liebe zwischen Bru­der und Schwester zu einem kühnen Ende ge­führt wird, ist schon vor seinem Erscheinen in Deutschland von Amerika, England, Holland und Spanien erworben worden.

129

136.5 '

212 !

99

100

116

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 10. November. 24. Sonntag nach Trinitatis.

Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinder­kirche für die Markusgcmeinde; Pfarrer Becker; 5: Pfarrer Mahr. bohannestirche. 9.30: Pfarrer Ausfcld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 5: Pfr. Bechtolsheimer; 8: Bibelbespre- chung im Johannessaal: Pfarrer Bechtolsheimer. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. Elisabeih-Kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas; 6: Pfarrer Lic. Waas. Konfirmandensaal (Liebig- straße 56). 2: Taubstummengottesdienst; Pfarrer Bechtolsheimer. Klein-Linden. 10: Hauptgottes­dienst; 11: Kindergottesdienst. Wieseck. 9: Beichte; 9.30: Predigtgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls. Allen-Vuseck. 9.30: Beichte; 10; 11: hl. Abendmahl; 1.30. Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Feier des hl. Abendmahls für die Jugend von Lollar. Hausen-Garbenleich. 10: Hausen; 1: Gar­benteich. Watzenborn-Steinberg. 9: Beichte; 9.20: Predigtgottesdienst; im Anschluß Iugendabendmahl; Kollekte; 1.15: Christenlehre (Schlußfeier). Cid). 10.30: Stiftsdechant Kahn; 12 45: Kindergottesdienst. Rieder-Bessingen. 10.45: Pfarrer Köhler.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 9. November.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag. 10. November. 25. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre­digt; 16 30: Versammlung der Iungfrauen-Kongre- gation; 17: Christenlehre und Andacht Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. (jungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt. Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Collar. 8.45: Messe mit Predigt.

onnt<in5bieinth.1,er.itcn.<!lyotbc^«*it nm 10 11 -?9 SaniiötSrat Dr. Srlilievbake. Dr Block. Engel-

Avoibeke. Knbnnrzl: Dr. Buckinger. *D

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

.in*

Banknoten.

'Berlin, 8. Nvw'mbcr | (Delo

'ranlfurt a 91

w fiiir; | Wnr

SA

Deutschlands

'ranHun o

Berll,

ab-

Ul

Schw»

Vlttfünfl.

Qur?

ifvr

«...

n,:r

Ta um

9. .1

8. 11.

9. 11.

Paml)uin>'Amer,la $ate: Hamb. Cüdam. Dampllch Hansa Tam fi-ljiff.....

gZor66rundicr UlotjD . - 12111« TeuischeCrediiansb .

. >- IC . t

1'

109,25

3

119,5

108,75

104

109,25

151,5

104.5

119.65

120

108,75

104,75

119,5

120

Barmer Bankverein ....

l'

120

BerUilcr Hanvelegcielljch. . - (Sommers- uns Prival-Ban! .

1.

1

166

165,75

187.25

166

185.5

165

Lärmst, u. Nalivnalbonl .

J.

246

245.5

244

Dcul'kste Bani......

V

157,25

156,75

157

156

Lircanio-Gesellschasl, Anl. .

11

157-25

156.75

157

156

Drcsvner Bank......

8leid)äban.

1

1

153

273

152,5

153

273,25

152,5

272

A.E.G.......

Bergmann . . (Jiclit. LieferungSgelellsliiast

"1

172

169

171,5

-

172

208.75

169-5

174

118.75

170,75

169,5

Licht uno Straft stellen & Guilleaume....

I

7 V,

174

118.5

118,75

Gei. f. Bleltt. Untern.....

1'

173,5

1 7d

Hamb liier; .inerte ....

1

132,9

150

Sibein. mehr ......

151

150-5

150

Echiei. Eie' ......

1'

164

162

Schocken & Go......

11

193

191,25

193,5

191,25

Girmens & Schake.....

IG

311,5

308,5

310,5

308

TranöraViv . . ......

. 8

Lahmeyer & Go.......

1(>

165

165

3ranlfurt a M

Berlin

^chiust-

<ture

Ui «ur

Schlug «n r

Ulniaitfl, 11 ur

Darum

8. 11-

9. 11-

8. 11.

9- H.

6 eu sche i <ai. .

on ...... .

87,25

87,5

7% Tenlsche fllcfdtSanleltje von 1029 . ........

99

99

St. .in . eiblüs. Schul!» mit An.- tm.,Rechten.....

50

50

50,1

50,1

L-» rfm ' In" m. Nacht"

9,55

9,6

9.55

9,6

8% Heg. VoNestaal von 1929 (riickzahlli. tO2%)

89,4

89,75

Oberhciien Provinz - Anleihe mit . 5lu?lc).'9icd)tcn . -

47,25

-

Teutidte fiomm. Sammelabl Anleihe Serie 1 .

47,75

47,5

8% sträng. Hnp.'Banl OolbCfc XIII unkündbar 618 1934 .

96,5

7% stranks. Hnp.-Bank OJolöpfe unkündbar bi: 1932 .....

85,5

i y.% Rbelngche Hvd -Bank

80,5

-

s% -yt. Landespsandbrleianstali, Pf.'.nvbriese 9L 17.....

% Pr. y.»noe: pfanDbrtelanftalt fli>min..£bl ili. 16.....

'n Br. VdnDcvVfanDbrtelanftalt, Pfandbriefe Si. 10

98

98

95

95

89

89

»> o'-.fi ^uunc;,i-£bliaQtwii actabioar 1982

-

Amtliche Notietuna

Äm.liche Notierung

Geld 1 Brief

Geld

Brief

168.54

168-88

163.55

163,89

1.728

1,732

1,721

1.725

58,41

58 53

58.39

58,51

111,89

112.11

111,87

112.09

111,89

112,11

111,90

112,12

112,15

112-37

112,17

112,39

10.491

10.511

10.491

10,511

21.88

21.92

21,87

21,91

20,366

20,406

20,37

20,41

4,176

4.134

4,175

4.183

16.44

16.48

16.44

16.48

80,92

81.03

80,935

81,095

58,69

53,81

59.12

59.24

2.037

2,041

2,049

2,050

0.486

0,488

0.484

0,486

58,71

58,83

58.70

58,82

12.368

12.388

12,371

12,391

7.389

7,403

7,389

7.403

73.00

73,14

73.00

73,14

3,017

3.023

3,012

1,018

18,32

18.86

18.78

18,82

81.48

81.64

81.45

81.61

1,978

1,982

1.978

1.982

5,425

5,435

5,425

5,435

4.096

4,104

4.101

4,109

4,036

4.044

4,046

4.054

20,885

20,925

20.89

20.93