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Jirb nun vemuten, daß Sprachendienstes auch die en, beten Posten so be. M Iaht um die Ostetzeit n in bas Auswärtige Amt retscher werden könne. Dir in diesem Aerus ausbilden davon, mit den 2otschas< inister in die verschiedensten eisen, berühmte Persönlich, nenzulernen und alle Inti« >tischen Verhandlungen zu B eine große Enttäuschung s gibt keine Haupt, metfdjer", sagt der zu- Eprachendienstes, .und ei staatliche- Dolmet. (zur Ausübung dieses Te- Dährend des Krieges gab iche Dolmetscherschulen, it r für die ©efangencnlage: Miete ausgebildet toutbcn; iS inzwischen alle aufgc- nn febiglid nad beendetem minar für Oriente- in Diplom erwerben, U t nut bestätigt, dach ma bete orientalische Sprach i dem auch die Senntn- bes Spanischen bescheine 1 an diesem Institut auq

Diese Diplome sind M' staatlichen Approbation chs el t worden, die es üben üt Englisch und WM ; man sich nur durch das ifom einet Universität^

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weisen kann, braucht man tm allgemeinen im diplomatischen Dienst keine Dolmetscher, da jeder Diplomat diese Sprachen beherrscht. Im übri­gen wäre bei den meisten diplomatischen Der- Handlungen mit einem solchen Dolmetscher gar nicht gedient, da man von niemand erwarten kann, daß er neben seinen sprachlichen Fähig­keiten auch noch die notwendigen Kenntnisse in allen in Frage kommenden politischen, wirtschaft­lichen, technischen, chemischen und juristischen Ge­bieten besitze. Als Dolmetscher dient -um Dei- spiel bei juristischen Verhandlungen der jurt- stische Sachreferent des Auswärtigen Amtes, der seine Dolmetscherrolle an einen technisch gebil­deten Kollegen abtritt, wenn das Verhandlungs- thema wechselt. Vereidigte Dolmetscher sind also nicht im diplomatischen Dienst üblich, Wohl aber üben sie eine Tätigkeit bei den Gerichten aus, bei denen man sich nebenberuflich in eine Dolmetscherliste eintragen lassen kann. Auch für diese Tätigkeit reichen sprachliche Kenntnisse al­lein nicht aus: meist werden Rechtsanwälte zu den Verhandlungen als vereidigte Dolmetscher herangezogen. In letzter Zeit findet man in diesen Listen auch die Flamen von Frauen. Für Englisch und Französisch braucht man bei den Gerichten keine neuen Kräfte mehr, doch besteht ein gewisser Bedarf fürausgefallene" Spra­chen.

Man wird einwenden, daß der deutsche Außenminister bekanntlich auf seinen Rei­sen stets von dem Dolmetscher Dr. Schmidt begleitet wird, und daß es daher auch Haupt- berufliche Dolmetscher geben müsse. Aber Dr. Schmidt ist aus der diplomatischen Karriere her­vorgegangen, also keingelernter" Dolmetscher, und er hat int Auswärtigen Amt keineFach­kollegen". Dagegen gibt es bei den Botschaften und Gesandtschaften im Orient die sog. Dra­go m a n e, die das Bindeglied zwischen den fremden Diplomaten und den orientalischen Mini­sterien darstellen. Aus dem Stand der Drago- mane sind auch einige bekannte Diplomaten her­vorgegangen, so der verstorbene Unterstaatssekre­tär Dr. Clemens Busch und der frühere Reichs- cmhenminister Dr. R o f e n.

Gefängnis für die Wetzlarer Falschmünzer.

WSR. Wetzlar. 6. Juli. In der gestern stattgefundenen Verhandlung vor dem Erwei­terten Schöffengericht stand der Schlosser Hof­mann aus Wehlar-Riedergirmes wegen Ver­gehens gegen das Münzgesetz und we­gen Betruges vor den Richtern. Er hatte aus Lötzinn Fünfmark stücke hergestellt, und es war ihm gelungen, einige Stücke in Umlauf zu bringen. Er leugnete sein Vergehen nicht, motivierte es vielmehr damit, dah er wegen anderer Delikte eine größere Geldstrafe bezahlen mußte, für die ihm da er arbeits­los war jede Mittel fehlten. So sei, er nach mancherlei anderen Versuchen auf diesen be­denklichen Ausweg verfallen, der jedoch bald aufgedeckt werden konnte und ihn heute für 21/s> Jahre ins Gefängnis brachte. Sein Freund, der die Sache nicht rechtzeitig an­gezeigt hatte, erhielt einen Monat Ge­fängnis mit Bewährungsfrist. Er hatte aus Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen die Sache verschwiegen: aber Unkenntnis des Ge­setzes das mußte er zu seinem Leidwesen er­fahren schützt nicht vor Strafe.

Wirtschaft.

D i e amtliche Großhandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 3. Juli berechnete Großhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 1,2 Prozent auf 137,5 (135,9) gestiegen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar- stoffe um 3,9 Prozent auf 131,6 (126,7), und diejenige für Kolonialwaren um 1,5 Prozent au 125,8 (123,9) angezogen. Die Indexziffer für in­dustrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,3 Prozent auf 131,3 (131,7) zurückgegangen, wah­rend die Indexziffer für industrielle Fertigwaren mit 157,3 keine Veränderung aufweist. Irn Mo­na t s d u r ch s ch n i 11 Juni ist die Gesamt- Indexziffer um 0,3 Prozent auf 135,1 (135,5) zu­rückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgrup- pen stellten sich für Agrarstoffe auf 124,7 (125,8), für Kolonialwaren auf 123,5 (125,0), für indu­strielle Rohstoffe und Halbwaren auf 131,5 (131,3) und für industrielle Fertigwaren unverändert auf 157.5.

Der Saaten st and im Deutschen Reich Anfang Juli. Der Witterungsver­lauf im Monat Juni ist der Weiterentwicklung der Saaten im allgemeinen günstig gewesen, so

daß zumeist gute Aussichten für die neue Getreideernte bestehen. Das Winterge- treibe ist zwar häufig im Halm kurz ge­blieben, weist aber im übrigen einen befriedigen­den Stand auf. Der Stand der Sommer­saaten ist gleichfalls zufriedenstellend, bleibt aber hinter normalen Jahren immer noch etwas zurück. Die Kärtoffeln zeigen, obgleich sie teilweise ungleichmäßig aufgelaufen waren, nun­mehr durchweg eine günstige Weiterentwicklung. Auch die Rüben weisen ein gesundes und kräftiges Wachstum auf. Die Heuernte hat überall begonnen; teilweise ist sie schon beendet. Der Ertrag ist der Beschaffenheit nach gut, der Menge nach bleibt er vielfach hinter den Erwartungen zurück. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 gleich gut, 3 gleich mittel, 4 gleich gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung: Winterroggen 2,8 (im Vormonat 2,9), Sommerroggen 2,9 (2,9), Winterweizen 2,8 (2,8), Sommerweizen 2,8 (2,8), Winterspelz 2,5 (2,6), Wintergerste 3,3 (3,5), Sommergerste 2.5 (2,6), Hafer 2,7 (2,8), Frühkartoffeln 2,7 (2,9), Spätkartoffeln 2,8 (3,0), Zuckerrüben 3,0 (2,8), Runkelrüben 2,9 (2,8). Klee 2,9 (3,0), Luzerne 2,8 (2,9), Dewäsferungswiesen 2,7 (2,8), andere Wiesen 2,9 (3,0).

** Verlängerung der Schonfrist für die Umbei eifung von Zugmaschinen. Vom Reichsverkehrsministerium ist dem Reichsver- banb Deutscher Lastkrastwagenbesitzer eine wichtige Mitteilung zugegangen. Bekanntlich sollten nach der Verordnung über den Kraftfahrzeugoerkehr vom 16. März 1928 alle Zugmaschinen ohne Güterlade­raum, deren betriebsfertige Eigengewicht 3 Tonnen nicht übersteigt, bis zum 1. Juli 1929 mit Luftreifen (anstatt mit Vollgummireifen) ausgestattet werden. Die schweren Zugmaschinen sollten nach der gleichen Verordnung bis zum 1. Juli 1929 mitElastic"- Heifen (statt Vollgummireifen) ausgestattet werden. Nach der erwähnten Mitteilung des Reichsverkehrs­ministeriums an den Reichsoerband Deutscher Last­kraftwagenbesitzer in Frankfurt a. M. ist die Schon­frist für die Umwandlung der Reisen an Zug­maschinen bis zum 1. Juli 1930 verlängert worden.

* Asbach & Co. 21.*®., Rüdesheim. Das Unternehmen erzielte im Jahre 1928, dem ersten Geschäftsjahr als Aktiengesellschaft, einen Warengewinn von 5 192 000 Mk. Davon bean­spruchten Unkosten 4 378 000 Mk. und Abschrei­bungen 267 000 Mk. Aus dem verbleibenden Reingewinn von 546 455 Mk. werden laut Ge­neralversammlungs-Beschluß 8 Prozent Dividende auf 5 800 000 Mk. Aktienkapital verteilt, 70 958 Mark werden der Reserve zugeführt, die damit auf 580 000 Mk. gleich 10 Prozent des Aktien­kapitals anwächst, und die restlichen 74 496 Mk. vorgetragen. Wenn auch die wenig günstige all­gemeine Wirtschaftslage und die mit Beginn des Monats Juni eingetretene Erhöhung der Brannt­weinsteuer den Absatz der Erzeugnisse der Ge­sellschaft erschweren, so hofft die Verwaltung doch, auch im laufenden Geschäftsjahr ein befriedigen­des Ergebnis zu erzielen.

* Heinrich Lanz A. -G., Mannheim. In der G.-V. war das gesamte Aktienkapital von 12 Mill. Mk. vertreten. Der dividendenlose Abschluß wurde einstimmig genehmigt. Wie mit­geteilt wurde, hat der Absatz in den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres infolge des starken Frostes erheblich gelitten. Jetzt nehme der Verkauf von Bulldoggs aber einen erfreu­lichen Aufschwung. Die neue Stahldreschmaschine habe starken Anklang gefunden: sie fei im Aus­lande bereits eingeführt.

~ Rheinische Stahlwerke 21.-®.,, Essen. In der G.-V. führte der Vorsitzende K r a w e h l aus, daß die ersten drei Monate des Berichtsjahres sehr enttäuscht hätten. Die Ver­waltung sei der Ueberzeugung, daß die wieder 6proz. Dividende nicht befriedigen könne, aber eine Aenderung sei auf Grund der derzeitigen Lage nicht möglich. Das Rationalisierungs- Programm sei im großen und ganzen abgeschlos­sen. Aus Aktivnärskreisen wurde die Anregung gegeben, die Dividende zu erhöhen. Rechtsanwalt Grüber (Hamburg) stellte fest, daß die Bilanz erhebliche stille Reserven enthalte und das Wert- papierkonto allein ein Mehr von 32 Mill. Mk. aufweise. Generaldirektor H a ß 1 a ch e r erklärte demgegenüber, daß der Wunsch nach einer hö­heren Dividende durchaus verständlich, aber unter den gegenwärtigen Umständen nicht durchführbar sei. Cs sei richtig, daß die Bilanz große stille Reserven enthalte, vor allem die I.-G.-Farben- Detelligung. Dies sei im Interesse der Gesell­schaft durchaus nötig, zumal ja auch formal- juristisch eine Ausschüttung aus den stillen Re­serven nicht möglich sei. Ohne die vorsichtige Po­litik der Gesellschaft hätte die Rationalisierung nicht in dem Maße durchgeführt werden können. Vor allem habe der Verkauf der Rossenraher Kohlenfelder zu dem günstigen Ergebnis der

Rationalisierung beigetragen. Haßlacher ging so­dann auf die hohen sozialen Belastungen und die erneute Erhöhung Der Angestelltengehälter ein, die eine erhebliche Belastung auch weiterhin bringen würden. Das letzte Quartal des Berichts­jahres sei äußerst günstig gewesen, da man die großen Vorräte an Koks habe ab stoßen können. Zur Zeit sei der 2lbsah weiter gut. Feierschichten seien nicht mehr notwendig, dagegen könne man die preisliche Lage noch nicht übersehen, die sich noch nicht befriedigend gestaltet habe. Wenn man jedoch über den Sommer gekommen sei, so könne mit wesentlich günstigeren Ergebnissen ge­rechnet werden. Die G.-V genehmigte sodann einstimmig den 2lbschluß mit wieder 6 Prozent Dividende.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M, 6. Juli. Die Tendenz war fest. Bezahlt wurde pro Stück in Pfennig: bul­garische 9,75 bis 10, holländische 10,5 bis 12,5, südslawische 10 bis 10,75, polnische 8 bis 8,5, russische 10,5, bis 11,5, dänische 10 bis 12,75, belgische 11 bis 11,25, französische 10,5 bis 11,5, rumänische 9,75 bis 10,5, schlesische 10,25 bis 10,5, bayerische 10 bis 10,5, norddeutsche 10,25 bis 11.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 8. Juli. Tendenz un­einheitlich. Rach der älnterbrechung durch den Ausfall der Samstagbörse konnte das Geschäft zu Beginn der neuen Woche nur lang­sam in Gang kommen. Anregungen lagen kaum vor. Rur ging von den günstigen Auslassungen im Geschäfts^richt der Rheinstahl--A.-G. eine Anregung aus, was sich aber nur am Montan­markt auswirken konnte. Trotzdem war die Stim­mung im allgemeinen freundlich ünd zuversichtlich, da die Entspannung des Geldmarktes weiter gebührende Beachtung fand. Rur fehlten Aufträge, was im allgemeinen ge­schäftsstörend empfunden wurde. Gegenüber den 2lbendbörsen-Kursen vom Freitag waren aber zumeist Besserungen zu verzeichnen. Rur lagen Elektrowerte etwas im Angebot. AEG. lagen knapp behauptet. Chade, Licht und Kraft, Felten, Gesfürel und Schuckert büßten bis zu 1,75 Proz. ein. Am Chemiemarkt lagen I.-G.° Farben 1,25 Prozent schwächer, Deutsche Erdöl dagegen 1,25 Prozent fester. Lebhafteres 3nter-

esse bestand für Montanwerte. Klöckner,

Mannesmann, Phönix, Gelsenkirchen und Buderus lagen von 1 bis 1,75 v. H. höher. Aus dem schon erwähnten Grunde konnten Rheinstahl bet regerer Rachfrage 4 v. H. gewinnen. Danken zumeist leicht gebessert. Am Kalimarkt gaben Aschersleben 2 v. H. nach. Hier wirkte der rück­gängige Kaliabsatz im Juni gegenüber der glei­chen Zeit im Vorjahre nachteilig. Interesse be- .stand noch für Glanzstoffaktien mit plus 3 b. Sy, Zellstoffwerte mit plus 1,25 v. H. und am variablen Markte für Frankfurter Maschinen mit erneut plus 2 v. H. 3m Verlaufe war das Geschäft ruhig. Die Kurse blieben gut behauptet. Später gaben die Kurse jedoch um Bruchteile v H. nach, da sich verschiedentlich 2Tbgabeneigung einstellte. Farben, Phönix und Rheinstahl waren gut gehalten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 v. H. etwas höher. Am Devisenmarkt nannte man Mart gegen Dollar 4,2002, gegen Pfund 20,362, London gegen Kabel 4,8496, gegen Paris 123,96, gegen Mailand 92,7650, gegen Madrid 33,60, gegen Holland 12,0775.

Berliner Börse.

Berlin, 8.3uli. Wenn man gehofft hatte, daß durch den Ausfall der Samstagbörse das Geschäft heute um so lebhafter sein würde, so wurde man schon vormittags ziemlich enttäuscht. Es tarnen im Vormittagsverkehr kaum Um­sätze zustande, und auch zu Beginn der Börse war die Unternehmungslust klein. Eine Aus- nahme hiervon machte allein nur der Montan- m a r 11, für Öen verhältnismäßig große Käufe desRheinlandes Vorlagen. Sicher­lich hatten der Geschäftsbericht und die Aus­lassungen in der Generalversammlung der Rhein- stahl-A.-G. bei der Kulisse einen guten Eindruck gemacht und Veranlassung zu dieser 3nteressen- nahme gegeben. Da auch Reuyork nach einem schwachen Beginn erholt schloß, und die Hoff­nungen auf eine weitere Erleichterung des Geld­marktes nach den Steuerterminen erhalten blie­ben, waren auch an den übrigen Märkten lebhaftere älmsätze zu verzeichnen, ohne daß dies kursmäßig zum Ausdruck kam; im Gegenteil, an einigen Märkten über­wog sogar die Abgabeneigung. So eröff­neten Reichsbank, RWE., Schultheis, Waldhof, Karstadt und Svenska überraschend schwach. Kunstseidenwerte tagen bis 4 Prozent erholt, und Rheinstahl gewannen 4,5 Prozent. Deutsche An­leihen ruhig. Ausländer geschäftslvs. Mazedonier etwas fester. Pfandbriefmarkt unentwickelt. Li- quidationspfandbriefe und Anteile zum Teil

freundlicher. Am Geldmarkt zeigte sich heute eine weitere leichte Entspannung. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent und darunter. Monatsgeld 9,25 bis 10,25 Prozent, Warenwechsel 7,25 Prozent. Rach den ersten Kursen blieb die Tendenz unein­heitlich. DaS Geschäft wurde aber auch am Mon­tanmarkte ruhiger, zumal der Ordereingang nach­gelassen hatte. Elektrvwerte und Farben gaben bis 1 Prozent nach. Montanwerke und im Zu­sammenhang mit Siemens, Deutsche Erdöl, waren meist noch gut gehalten. Polyphon verloren bis 3 Prozent. Zur Zurückhaltung und zur Geschäfts­unlust trugen unbestätigte Gerüchte von einer neuen Erkrankung Dr. StresemannS bei.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 8. 3uli. Der Produkten- markt eröffnete die neue Woche in ruhiger Hal­tung. Anregungen lagen kaum vor. Die höheren Forderungen der Provinz wurden nur zögernd bewilligt. Das an den Markt kommende An­gebot genügte heute vollkommen. Die Preise biteben jedoch überall gut behauptet. Etwas hoher notierte Hafer (inländischer). Etwas schwächer lagen dagegen Roggen und Roggenmehl. ES wurden notiert: Weizen 26,25; Roggen 23,50; Hafer, inländischer, 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) ür Futterzwecke 21,50 bis 21,75; Weizenmehl, üddeutsches, Spezial 0, 38 bis 38,25; Roggenklete mehl 32,50 bis 33: Weizenkleie 12,25; Roggenklete 13; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 33 bis 50; Linsen, je nach Qualität für Speise­zwecke, 40 bis 110; Heu, süddeutsches, mit, ge­sund, trocken, 12 und 10; Weizen- und Roagen- troh, drahtgepreßt, 5; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 4,50; Treber, getrocknet, 18 Mark. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. 3uli. Auftrieb: 1501 Rinder (darunter 371 Ochsen, 85 Butten, 588 Kühe, 440 Färsen), 602 Kälber, 28 Schafe. 4728 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 60 bis 63 Mk., (ältere) 55 bis 59; sonstige vollfleischiae (jüngere) 50 bis 54; (Dutten): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 55 bis 59; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 50 bis 54; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 49 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 48; fleischige 36 bis 42; gering genährte 25 bis 35; (Färsen Kalbinnen, 3ungrinder): voll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 63; vollfleischige 55 bis 59; fleischige 50 bis 54. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 80; mittlere Mast- und Saugkälber 71 bis 75; geringe Kälber 60 bis 70. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 300 Pfund Lebendgewicht 88 bis 91 Mk. M a r f t - verlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Schweine ruhig, Ueberstand. Kälber und Schafe ruhig, geräumt.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 6. 3uli. Die Rachricht vorn plötz­lichen Ableben des langjährigen Vorstandes der (Berliner Produktenbörse rief in Börsenkreisen allgemeine Destürzung hervor, so daß das Ge­schäft nur schwer tn Gang kam. Zudem war di» Beteiligung am Wochenschluß geringer als sonst-. Bereits gestern nachmittag hatte sich nach dem scharfen Preisrückgang an der Börse eine we­sentliche Befestigung durchgesetzt, die auch heute anhielt. Die Lieferungspreise lagen für Weizen und Roggen um 4 bis 6 Mark über dein gestrigen Riveau, wobei die Oktobersichten am stärksten befestigt waren. Das Inlandangebot von Brotgetreide hat sich wieder verringert, und die Forderungen waren zum Teil beträchtlich erhöht, so daß Abschlüsse nur vereinzelt zustande tarnen. Die Offerten für Auslandweizen lauteten allgemein unverändert. Die älnternehmungslust war jedoch sehr gering. Mehl und Futtermittel hatten gleichfalls ruhiges Geschäft. Es notierten (1000kg): Weizen, märkischer, 241 bis 242 (An­dienungsschein vom 4. Juni 251,50), 3uli 252, September 257, Oktober 259 (fest); Roggen, märkischer, 212 bis 215, 3uli 228, September 225 (fest), Oktober 226; Futtergerste 181 bis 188 (ruhig); Hafer, märkischer, 188 bis 198, 3uli 207, September 209 Geld (ruhig); (100kg): Weizen­mehl 29 bis 33 (behauptet); Roggenmehl 28,75 bis 31,75 (behauptet); Weizenkleie 12,50 (be­hauptet); Roggentteie 12,25 bis 12,50 (behaup­tet); Diktoriaerbsen 40 bis 48; kleine Erbsen 28 bis 34; Futtererbsen 21 bis 23; Peluschken 25 bis 26,50; Ackerbohnen 21 bis 23; Wicken 27 bis 30; Lupinen, blau, 18,50 bis 19,50; Lu­pinen, gelb, 27,50 bis 28,50; Rapskuchen 19,30; ßeintud^n 23 bis 23,30; Trockenschnihel 10,60; Sojaschrot 19,80 bis 20,50; (50kg): Kartoffel­flocken 17,60 bis 18 Mark.

Berlin, 5- Juli

Berlin

Sranffuti a. M.

5-7.

197,9

398

1,85

7,4

126

8,5

123,75

123,65

112,75

Banknoten

162,5

M

327,75

329

329

Öen

1,75

7,75

7,7

7,9

108

70,25

248

254

412

234,9

218

137

220

185,5

280

158,75

113,75

127,5

130

145

152

221

112

<¥i . 8 . 8

10 . 8

10 10 12

11

12

10 10

10 . v . e

12 , 5 , S , 5 . 6 11

Schluß» ftutc-

159,5

75,5

88,75

129,25

102,5

299

131,75

Metallbau! ReWban!

113,13

127,25

130

217,5

184,9

279,5

174

159

163,25

113

127,5

130,5

218

185,5

280,5

174,25

159,25

163

184,9

280

174,25

159,25

163

. 6

8 sh

10

10

15

Brief 16,485 168,84 22,11

112,02 59,26 2,515

112,55 80,96 60,62

12,457 73,22

. 6 . 8 . 8 . 7 . 0 . 8 . 7 . 6 . 6 6y,

io

173

78

117,75

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt o. W.

Telegraphische Auszahlung.

98

29,5

2,4

1,75

22,9

29,6

2,4

flllp. Deutsche Eisenbahn . . Hamburg-Amerika Pale! . . Hamb.-Südam. Dampssch. . Hansa Dampfschiff.....

Norddeutscher Lloyd . . . . AUg. Deutsche Crediranst. - Barmer Bankverein - - Berliner HandelSgesellsch. - Lommerz- uni Prioot-Ban! . Darm st. u. Nationalbaul Deutsche Banl - - - - TiSkonlo-GeseNschaft 2taL. .

Dresdner Banl -

Mitteldeutsche Erebitbank . .

23,1

20,13

22,13

1,8

7,75

A.E.G........

Bergmann.....

Elektr. Lieferungen. < Licht und Kraft . . Felten 4 Guilleaume. Ges. f. Elektr. Untern.. Hamb. Elektr. Werte . Rhein. Elektr. . . . . Schlei. Elektr. . . . . Schuckert.....

Siemens 4 Halile . . TranSradio . . . e , Lahmeoer 4Eo.. . .

Buderus ..... Deutsche Erdöl . . Essener Steinkohle . Gelsenlirchener . . Harpencr.....

Hoesch Eisen. . . . Ilse Bergbau . . . Rlöductn'crte . . Köln-Neuesten. . . Mannesmann. . .

Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Tan»ig. . . fionftintin. Athen. . . Tauada . . Uruguay. . Latro . ..

Datum . ... t . . . . 9 ... 10 ... 10 . . . . 6 ... 10 ... 10 .... o ... 10 .... 9 ... 12 .... 6 ... 10

.... 6 .... 6 .... 8 f. y* 3 <

ManSseldcr . . - Lbersch'.es. Eiscnb. Bedarf Oberschlcs. Koliwcrlc. .

4% Schweiz. BundeSb^Lnl..

4% Lesterretchiiche Goldrte.. . 4,20% Oeslerr. Silberne. ...

4% Oesterreich, einhriil. gtte. .

4% Ungarische Goldrte......

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .

4&% deSgl- von 1913.....

4% Ungarische KronenNe.....

4% Türl. Zollanleihe 0.1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Lnl., Serie I...........

4% desgl. Serie II - - - 4% Rumänen convert. Rle. . . - 4 y,% Rumänen Goldanl. von 1913

timiL-iHott. Buen.-AireS Brss.-Antw- Lhrtstiania - Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. .. Neovort .. Paris.... Schweiz .. Spanten. . Japan . . . Rio de Jan Wien tn D-' Ceft abgest

Französische Noten.....

Holländische Noren......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr-.äim Kronen Numänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten ......

Geld 16,425 168,16 22,03 111,58 59,02 2,495 112,11

80,64 60,38 12,397

72,92

Phönix Bergbau. . - Rheinische «raunkoblen Rheinstahl . . . s. % Jahr Nicbccl Montan......<<

Bereinigte Stahlw. . Olavi Minen .... Kalt Aichertleben . . Kali Westeregeln . . . Kaliwerl Salzdetfurth I. ®. Farben-Industrie Dvnamii Nobel . . . Scheldeanstalt.... Goldschmidt .... RülgerSwerke .... Metallgeselstchast. . .

5- Jllli

Amtliche Notierung Geld I Brie,

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

ihnen Ziffern geben die Höhe der zuletzt befckloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Ansang Kurs

8.7.

i-U6r gute

8.7.

Schlub- Kur«

5.7.

8. Juli

Amtliche Notierung Geld I Bries

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß-i gute 1

1 Uh» gut«

Schluß. Kurs

Ansang. gut«

Datum

5.7. |

8 7-

5.7-

8-7-

Philipp Holzmann......-

Heidelberger Cement .... 10

Cement Karlstadt......8

Waytz & Freitag......1°

Schultbeil Batzenhose, . . . 15 .................1*

Bcr. Glanzstofs......18

Bemberg..... 1«

Zellstoff Waldhof.....12

Zcllstof« Aschaffenburg ... 12

Charlottenburger Wasser . . . <

Dcstauer Gas . 8

Daimler Motoren ..... 0

Deutsche Maschinen.FabrU . . o

Adlcrwerte Kleoer......5

Ludw. Loewe.......10

Rat. Automobil ....... 0

Orenstein » Koppel ..... 5

Leonhard Dietz........

Bamog-Meguin.......0

Franks. Mmchtneu......6

Gritzner ......... 11

Heyligenstaedt ......

FunghanS..........<

Lechwerke...........

Mainkastwerke.......8

...............10

....................

PeterS Union ... 8

Gebr. Roeder ....... ll

Voigt & ......»

Südd. Zucker........8

113,5

139,25 182

101,75

417

Ä

58

50,75

53,5

73,5

66,5

105,5 106

121

122,5

114,5

220 149

113

139

102,75

420

173

55,25

105,5

105,5

149,75

113,5

101,25

311

249 416

326

250

170

113,25

203,65

58,5

54,25

50,5

208

24

91,75

235

54

72

66,5

121

122

222

148

113,75

309

420

330

246,25

175,5

112,75

203,5

53,75

51,5

205,5

23,5

91,75

135

123,5

Franlsurla.M.

Berlin

Schluß- güte

l-Utzr- gute

Schluß-sAnsang

gut«

gute

Datum

5.7.

8.7.

5.7.

8 7.

6% Dt. Rcichsanleihe o. 1927 . . Di. «nt.-Ablos.-Schuld mit AuS

87,25

87,5

lvs..Rechten

50,8

50,9

50,9

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte ?% Ötantl. Hyp.-Bl. Goldpf. un-

10,65

10,4

10,6

kündbar bis 1932

<y,% Rheinische Hyp.-Bank Ligu -

85,75

Goldpf........

A.E.G. abg. Vorkriegi-Obligatton. rückzahlbar 1932

79

85,5

96775'

197,5

198,25

224,5

224,75

161

159,5

217,25

217,75

216,5

136,25

137,25

137

219

219,9

219,5

142

197,75

197,5

238,5

239,25

238,75

398

398

399

-

147

147,5

174

174

78,5

77,75

78

117

117,5

119

141,5

144

146,9

144,9

146,9

152

151,4

152,4

139,75

141,9

220

220,25

112,5

111,75

113

135,9

137,5

127

125,25

126,5

140,13

142.

89,75

89,75

109,5

111,25

103,4

101,9

103,13

299

299,75

135,75

132

136,5

109,13

108

109,25

70,65

70,25

246

248

247

253,75

254

412,25

412

233,5

234

234

110

110,75

77

89

89,4

129,25

168,42

168,76

168,47

168,81

1,759

1,763

1,760

1,764

58,25

58,37

58,26

58,31

111,77

111,99

111,76

111,98

111,72

111,95

111,74

111,96

112,42

112,64

112,43

112,65

10,54

10,56

10,543

10,563

21,955

21,995

21,95

21,99

20,344

20,384

20,348

20,388

4,1955

4,2035

4,194

4,202

16,395

16,435

16,41

16,45

80,67

80,83

80,66

80,82

60,48

60,60

60,59

60,71

1,866

1,880

1,880

1,884

0,497

0,499

0,4965

0,4985

58,995

59,115

59,00

59,12

12,415

12,435

12,412

12,432

7,365

7,379

7,368

7,382

73,10

73,24

73,12

73,26

3,032

3,038

3,027

3,033

18,73

18,77

18,73

18,77

81,34

81,50

81,35

81,51

2,015

2,019

2,008

2,012

5,43

5,45

5,43

5,44

4,160

4,168

4,164

4,172

4,036

4,044

4,036

4,044

20,865

20,905

20,87

20,91

Berlin, 5. Juli

Held

Brief

Amerikanische Noren.....

4,174

4,194

Belgische Noten ......

Dänische Noten........

58,25

111,50

58,49

111,94

Englitzdr Stotau

20,315

20,395