Ausgabe 
8.4.1929
 
Einzelbild herunterladen

ftt

SS

ein wagen, den alle bewundern

in Amerika.

der Screinigf« et wurde, hab» Jooa grohi Zahl der lolri r noch erhöhe' Mr betrog ist eine etrrfi vollständig vir-

el.

waren im b Arbeiter m- Ä2 eber Stob Uch zusam- verschüttet n. loähiend dr Arbeit nur tr

Intendant Dr. Prasch die Erstaufführung von Georg Kaisers »Öktobertag". Georg Kaisers letztes Werk hat einen ganz großen Erfolg gehabt. Die Ur­aufführung hinterließ einen sehr starken Eindruck.

Hden ist ab«

P m bei

hier nicht entstanden.

** Prämiierungen von Obstbaum - pflanzen werden auch in diesem Zahre seitens des Landwirtschaftskamrner-Ausschusses veranstal­tet. 3n Betracht kommen: 1. Kreis Gießen, Bezirk Lich, mit den Orten: Lich, Rieder- und Ober-Bessingen, Albach, Hattenrod, Birklar, Hausen, Muschenheim und Garbenteich; 2. Kreis Alsfeld, Bezirk Alsfeld-Grebenau: Alsfeld, Leusel, Reibertenrod, Münch-Leusel, Schwabenrod, Bockenrod, Fischbach, Heidelbach, Elbenrod, Eudorf, Eisa, Altenburg, Grebenau, Schwarz, Reimenrod, Wallersdorf, Eulersdorf, Udenhausen, Dieben; 3. Kreis Büdingen, Bezirk Echzell: Ober- und Hnter-Widders- heim, Bisses, Berstadt, Echzell, Bingenheim, Gettenau, Blofeld, Heuchelheim. Leidhecken; 4. Kreis Friedberg, Bezirk Friedberg- Reichelsheim: Staden, Friedberg mit Fauer­bach, Assenheim, Stammheim, Ober-Florstadt, Wickstadt. Bruchenbrücken, Ockstadt, Ossenheim, Bieder-Florstadt und Dauernheim.

1896: der Dichter Motor von Scheffel tn Karlsruhe gestorben; 1925: der Derlagsbuchhandler Fritz Baedeker in Leipzig gestorben.

Jubiläumsfeier im Reichsbunö der Kriegsbeschädigten.

m geblieben.

SvonLiLr.

'n 700 Mets am Normst ufanne, sahrs

so kennzeichnet die Presse in Österreich, HolEand und der Schweiz anläßlich der Setzten Automobil-Ausstellungen den

MERCEDES-BENZ-ACHTZYLINDER

TYPNURBURG 18/80 FS

®UUtiü 6 nid,! n

Im"*

SW

* in 5

: Nte Ola

Unter, verletzt J

Der Haushaltungstarif

des Llebeilandwerks Oberheffen.

Aus dem südwestlichen Vogelsberg, wird uns geschrieben: Dieser Tage hat das Heberlandwerk Oberhessen seinen neuen Haushaltungstarif zur Kennt-- nis seiner Stromabnehmer gebracht. Wer diesem neuen Tarif in der Hoffnung auf eine fühlbare Erniedrigung der Strom­preise entgegengesehen hat, ist schwer enttäuscht worden. Für den Durchschnitt, insbesondere der ländlichen Haushaltungen, würde seine glück­licherweise nicht verbindliche Einführung keine Verbilligung, sondern eine Derteuerun g des elektrischen Stromes bedeuten. Für einen länd­lichen Haushalt dürften 15 Kilowattstunden Mo­natsverbrauch schon einen recht hohen Betrag darstellen, der wohl selten erreicht werden wird. Hat eine Anlage mit einem derartig hohen Ver­brauch nun 11 bis 20 Brennstellen (und sie wird sie haben, da der Verbrauch, kleinerer An­lagen erfahrungsgemäß wesentlich geringer ist), so stellt sich der Strompreis nach dem neuen Haushaltungstarif wesentlich teurer, als nach dem bisherigen, ebenfalls nicht idealen Tarif. Diese 15 Kilowattstunden kosten bisher einschließlich Grundgebühr 5.75 Mk., nach dem Haushaltungs­tarif 6.30 Mark. Der Fehler liegt auch hier wie­der an der zu hoch fe st gesetzten Grund­gebühr. Der im angezogenen Beispiel ange­nommene Haushalt müßte seinen Verbrauch auf mindestens 20 Kilowatt steigern, wenn er den Strom nur zu demselben Preise erhalten wollte, als bisher. Bei einem Verbrauch von 15 Kilo­wattstunden im Monat betrüge der wirkliche Preis der Kilowattstunde nach dem bisher allein gültigen Tarif 37,7 Pfennige, während er nach dem Haushalttarif 42 Pfennige kosten würde. Das Heber^landwerk Oberhessen will mit der Ein­führung der neuen Tarife eine Hebung des Strom­verbrauches herbeiführen. Es wird damit jedoch so lange keinen Erfolg haben können, als es durch eine zu hohe Festsetzuim der Grundpreise j e - den Anreiz zum Mehrverbrauch im Keime erstickt. Gewiß ist es richtig, daß eine Erhöhung des Stromverbrauches durch Be­schaffung von Heißwasserspeichern, elektrischen Futterdämpfern und ähnlichen Geräten leicht zu erreichen sein wird. Aber diese Geräte sind zu teuer und ihre Einführung in den kapitalarmen Dörfern hat daher noch gute Wege. Ein An­reiz zur Steigerung des reinen Lichtstromver­brauches durch einen entsprechend gestalteten Ta­rif der gewiß auch auf die Heizstromverbrau­cher Rücksicht nehmen könnte würde Wohl größeren Erfolg bringen! 8.

°rke ßet unb Tel- Ib wurden z« ent Sdjaulpit mit SchnÜ

ze.

Rheinischer Humor im Llchtsplek- haus, Bahnhofstraße. Seit Samstag und bis einschließlich heute abend steht im Lichtspielhaus. Bahnhofftraße, der rheinische Burleskenkomiker Harry B i e n e n st e i n mit seinem Ensemble tn dem SketschReserveleutnant Linsemann" als Haupt­punkt auf dem Programm. Es handelt sich dabei na- türlich nicht um eine darstellerische Angelegenheit, deren Inhalt ernst zu nehmen wäre, sondern es dreht sich einfach darum, durch einen einzigen Schreibfehler und durch die Renommisterei des Kölner Margarinefabrikanten Linsemann" eine ganze Reihe von verzwickten Situationen zu schaffen, die dann mit höchster Aufbietung an rheinischem Humor auf die Bühne zu verpflan­zen sind, damit bei den Besuchern die Lach- muskeln ganz gehörig in Bewegung gesetzt wer­den. Das gelingt Harry Bienenstein in ganz vortrefflicher Weise. SeinReserveleutnant", der in Wirklichkeit nur eine Schwindelei ist, dagegen in einem ganz hahnebüchen vorschriftswidrigen Reservisten besteht, ist eine Figur, bei der man Tränen lachen kann; was die komische Darstel­lung in dieser Hinsicht allein nicht besorgen kann, leistet der urwüchsige Kölner Witz in ausgiebig­stem Maße. Wer ber Dienenstein eine Stunde rheinischer Ausgelassenheit und humorvollster Er­heiterung sucht, kommt vollauf auf seine Rech­nung, da der Hauptdarsteller in seinen Mit­spielern gut eingespielte Kräfte besitzt und durch allseitiges routiniertes Zusammenspiel eine flotte Unterhaltungsdarbietung zustande kommt. Leb­hafter Beifall dankte dem Ensemble und vor allem Bi e n e n st e i n für die genußreiche Abendunter­haltung. Vor und nach dieser Hauptdarbietung läuft je ein fesselnder Film, dem man auch gerne seine Aufmerksamkeit schenkt. Die Hauskapelle würzt die Stunden in anerkennenswerter Weise mit guter Unterhaltungsmusik.

» Auftrieb auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt: 85 Bullen, 310 Ochsen, 529 Kühe, 360 Färsen, 505 Kälber, 41 Schafe, 5190 Schweine.

Ävs ber pwvinzialhauptfiadt.

Gießen, den 8. April 1929.

Krühlingserwachen im Stoffwechsel.

Von Dr. med. Gurt Kayser, Äerlin.

Wenn in den Zeitungen berichtet wird, daß ib Llnstrumente der Erdbebenwarte dieses oder ZpeS Ortes ein viele tausende von Kilometer «tferntes Erdbeben angezeigt haben, dann über- Itleicht uns ein Gefühl hoher, staunender Be­wunderung für die technische Feinheit derartiger Instrumente. Ein Kunstwerk von nicht minder Hoher Präzision ist aber auch der menschliche 3)Ct>er. Wer kennte nicht jene berühmten alten Stute, die schon ein oder mehrere Tage vorher dirch reihende Schmerzen in ihrem kranken oder vrwundeten Bein den nahenden Wetterumschlag --ophezeienl Und wie der alte, gebrechliche, Üe der verwundete, so ist auch der gesunde Organismus, wenn auch in anderem Ausmaße, ipch empfindlicher gegen Klima, Jahreszeit und Witterung. Das zeigt sich mit besonderer Deut- llhkeit gerade im Frühling. Hier reagiert ins- Uondere unser Seelenleben mit der ganzen fltila der Empfindungen vomhimmelhochjauch- yr.l" biszu Tode betrübt". Der blaue Himmel, bc leuchtende Sonne, die milde weiche Luft und -iS prächtige Kleid der grünenden und schwellen- H Statur übt auf unseren ganzen Organismus tuen wenn auch wissenschaftlich noch nicht ganz giElätten, so doch ungemein deutlichen Einfluß vS. Dessen Wesensart läßt sich noch am besten rfaffen in der Umstellung unseres Stoffwechsels m Frühling.

Ts ist nicht zu verwundern, dah man heutzu- kg« als Ursache dieser Umstellung den durch das Men von Gemüsen und Früchten im Winter dingten Mangel an Vitaminen und anderer­seits die mit Einsehen der frühlinghaften Witte- nttg gesteigerte Tätigkeit der Drüsen mit innerer Dfonderung und ihrer Stoffwechselprodukte, die ßbitnone, dafür verantwortlich macht. Vitamine unb Hormone beeinflussen die Zusammensetzung mseres Blutes, in dem ein stets gleichbleibendes mb von eben diesen beiden Faktoren reguliertes Verhältnis zwischen Säuren und alkalischem An- kU besteht. Schon die kleinsten Störungen dieses {(genanntenSäure-Basen-Gleichgewichts" führen zu bestimmten krankhaften Zuständen oder Krank- hrifserscheinungen.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, ial) insbesondere beim Kleinkind zur Frühjahrs- yit oft eine Verschiebung im Kalkstoffwechsel, der Don der Nebenschilddrüse reguliert wird, ein­tritt Als Folge hiervon zeigt sich eine ge- fliiflerte Erregbarkeit des Nervensystems, wobei zu den bekannten im Volksmunde fälschlich ü!sZahnkrämpfe" bezeichneten Kinderkrämpfen bnimt. Gewisse Hautausschläge beim Säugling, la3 gehäufte Auftreten von Gürtelrose und kchuppenflechten wird gleichfalls auf derartige Imhlinghaft gesteigerte Tätigkeit der Drüsen mit innerer Absonderung zurückgeführt.

Dem Vitaminmangel wird man vielleicht das Auftreten abnormer Müdigkeit zuschreiben müssen, ia8 häufige Vorkommen von Kopfschmerzen, Mi- gtine, die nervöse Reizbarkeit und viele andere «roncheitserscheinungen, von denen in der Früh­lingszeit schwächliche und blutarme Menschen, insbesondere Frauen, oft geplagt werden. Diel- lcicht gehört hierher auch die Beobachtung, dah in den Monaten April bis August beim kind- ridien Körper ein vermehrtes Längenwachstum

Die Ortsgruppe Gießen deS Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegsteil­nehmer und Kriegerhinterbliebe­nen feierte am Samstagabend in der Turnhalle das Fest ihres zehnjährigen Bestehens. Das reichhaltige Programm, dessen erster Teil dem Charakter der Veranstaltung besonders an- gepaht war, bot zunächst eine Reihe put zum Vortrag gebrachter Musikstücke, ausgeführt von Mitgliedern unserer Militärkapelle, einen von Frl. Hedwig S t a u b a ch gesprochenen wirkungs­vollen Prolog, sowie Liedervorträge des Gesang­vereinsConcordia" (tellweise mit Orchester- begleitung), welcher unter Leitung seines Diri­genten Groh sehr gute Leistungen bot.

Der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe des Reichsbundes, M. Walldorf, gedachte der jahrelangen aufopfernden Tätigkeit des ernstlich erkrankten Dezirksleiters Benner, begrüßte die erschienenen Vertreter der Behörden, sowie die auswärtigen Kameraden (Dundesvorstandsmit- glied Tauer, Berlin, Gauvorsitzender Sei­bert, Darmstadt, und Gausekretär D e u s e r, Darmstadt, auherdem die Vertreter der Presse. Er wies ferner auf die in den letzten zehn Jahren von der Organisation im Interesse der Kriegs­opfer geleistete Arbeit hin und gab dem Wunsche Ausdruck, dah es bald gelingen möge, den zahl­reichen Kriegsopfern eine ausreichende Versor­gung zu sichern. Derwaltungsamtmann K e i tz e r übermittelte die Glückwünsche der Stadwerwal- tung, des Kreiswohlfahrtsamtes, sowie des Ver­sorgungsgerichts, unb gab die Versicherung, daß sich die Stadtverwaltung, wie bisher, auch weiter­hin für die Belange der Kriegsopfer einsetzen werde. Gauvorsitzender Seibert, Darmstadt, ermahnte die Kriegsopfer, eingedenk des bisher Erreichten, mitzuarbeiten, damit das Ziel: aus­reichende Versorgung der Kriegsopfer, erreicht werde. Die Festansprache hielt Bundesvorstands- Mitglied Tauer, Berlin. Er übermittelte zu­nächst die Grütze und Wünsche des Bundes­vorstandes und nahm dann Veranlassung, ge­legentlich des zehnjähripen Bestehens der hiesigen Ortsgruppe die bisherige Tätigkeit der Organi­sation einer eingehenden Betrachtung zu unter­ziehen. Er schilderte die Gründung des Bundes, die auherordentlichen Schwierigkeiten, welche sich der weiteren Entwicklung zunächst entgegenstellten, erläuterte die Schaffung des Dersorgungsrechts, dessen Reformbedürftigkeit sich alsbald heraus­stellte, und zeigte die beeinflussende Mitarbeit des Bundes bei der weiteren Gestaltung dieses Zweiges sozialer Fürsorge. Er besprach dann weiter die Aussichten für die Zukunft, erinnerte an die vielen, von den mahgebenden Stellen gemachten Versprechungen und betonte, dah die zahlreichen Kriegsopfer ein Recht auf ausrei­chende Versorgung hätten. Unter Hinweis auf die von Reichsregierung und Parlament beab­sichtigten Sparmahnahmen warnte der Redner vor einem Abbau der Mittel für die Kriegs­opfer, besonders auf dem Gebiete der Woh- nungsfürforge, unter Beleuchtung des auch noch bei den Kriegsopfern vorhandenen Wohnungs­elends. Die Oeffentlichkeit sei teilweise den Kriegsopfern gegenüber falsch eingestellt, ja es habe manchmal den Anschein, als sei man in­folge der feit Kriegsende verflossenen langen Zeit etwas abgestumpft. Es sei eine soziale Pflicht, allen durch den Krieg Geschädigten weit­gehende HÜse angedechen zu lassen.

Der zweite Teil des Programms brachte die Aufführung eines Volksstücks in 4 Aufzügen, 3ägerblut, bei welcher die darstellenden Mit­glieder der Süddeutschen Wanderbühne unter Leitung von Direktor Schlashäuser sehr gute Leistungen boten. Außerdem erfreute Frau Volte vom Bellachinitheater, die über eine sympathische Stimme verfügt, durch den Vortrag mehrerer sehr ansprechender Lieder.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Das gottlose Mädchen". Astoria-Lichtspiele:Das Feldgericht von Gorlice.

StadttheaterGießen. Aus dem Stadt- theaterburean wird uns geschrieben: Fn dem Gast­spiel des Wiener Burgtheaters hat Albert Heine die Spielleitung. Es wirken ferner mit die Damen Rosa Albach Retty, Maria Mayen, die Herren Alb. Heine, Fritz Müller, Emerich Reimers, Otto Schmäle. Zur Aufführung gelangt Lernet-Holenias Lustspiel ,Die Frau in der Wolke". Die Borstelluna findet ein­malig statt am Dienstag, 9. April, 20 Uhr. Am Mittwoch, 10. April, ist unter der Spielleitung von

Akademische Ehrungen aus Nor­wegen. Wie uns aus Oslo gemeldet wird, wurden am Samstag bei dem Festakt zur Erin­nerung der 100. Wiederkehr des Todestages des norwegischen Mathematikers Nils Hennik Abel u. a. der Gießener Universitätsdrofessor Friedrich Engel und der Marburger Pro­fessor Kurt Hensel zu Ehrendoktoren der OSloer Universität ernannt.

* Noch einmal Wintersport. Wie nach den starken Schneefällen der letzten Tage und dem damit verbundenen Frost vorauszusehen war, bot der gestrige Sonntag noch einmal Ge­legenheit. in den höheren Lagen unserer heimi­schen Gebirge den Wintersport auszuüben. Die Schneeverhältnisse waren ganz ausgezeichnet, doch war die Gemeinde der Wintersportler nicht so groß, wie man eigentlich hätte erwarten müssen. Es ist eine nicht alljährlich wiederkehrende Er­scheinung, noch mitten im Frühjahr auf Skiern sich auf den Bergeshöhen zu tummeln; aber an­scheinend lehnt auch die Mehrzahl der Winter­sportler eine solche Extratour des Winters ab. Man will jetzt nichts mehr von der weißen Herr­lichkeit sehen, man will Lenzeslust atmen, ersehnt das Grünen und Blühen in der Natur. Hosfent- lich hat der Winter aus seinem gestrigen Miß­erfolg die Lehre gezogen und überläßt nunmehr endgültig dem Frühling das Feld.

** D i e Gießener Frühjahrsmesse auf Oswaldsgarten konnte gestern bei verhältnismäßig günstiger Witterung einen guten Anfang verzeichnen. Nachmittags und abends war der Messeplatz stark besucht unb das Interesse des Publikums für die vielfachen Unterhaltungsdarbietungen ständig groß. Hoffentlich bleibt den Schaustellern der Wettergott auch für die folgenden Messetage freundlich gesinnt, damit die auf das Frühjahrsmessegeschäft gesetzten Hoffnungen der Unternehmer in Erfüllung gehen.

** Kellerbrände. Am Samstagabend aegen 9.45 Uhr wurde die Feuerwache nach dem Geschäfts­haus Carl Nowack im Seltersweg gerufen, wo aus dem Keller starke Rauchmassen hervordrangen. Die mit Rauchschutzhelmen eingedrungenen Feuer­wehrleute fanden in dem Keller Packmaterial und sonstige Abfälle brennend vor. Dank tatkräftigen Vor­gehens der Feuerwehr war die Gefahr bald be­seitigt. Sachschaden ist nicht entstanden. In der letzten Nacht gegen 3 Uhr brach in dem Keller des Bäckermeisters Deibel im Neuenweg ebenfalls in Abfällen ein Brand aus, der aber auch durch die schnell herbeigerufene Feuerwehr in halbstündiger Arbeit gelöscht werden konnte. Sachschaden ist auch

eintritt. , ,

Wie man sicht, stehen die Erklärungsversuche

dieses wundersamen Geschehens zur Frühlings­zeit noch auf sehr schwanken Füßen. Die seelischen Zusammenhänge haben unsere Dichter und Denker lenost erahnt und auch die alte Volksmedizin bat diesen Singen in Gestalt der bekannten Früh- schrskuren rein gefühlsmäßig Rechnung getragen. Denn man auch heute im Frühling nicht mehr ju: Ader läßt" oder denBlutreinigungs- mitteln mehr Wert zugibt, als etwa einem bis- beilen nicht unzweckmäßigen Abführmittel, so kommt doch damit bis zu einem gewissen Grade Las zum Ausdruck, was für die Umstellung des btofswechsels im Frühling von Bedeutung ist.

Sorgen wir also durch zarte Rücksichtnahme auf LaS Gefühls- unb Seelenleben, wie durch zweck- riähige frische Gemüse unb frisches Obst bevor­zugende Ernährung dafür, daß die Umstellung ton Körper und Seele im Frühling recht rei­bungslos vonstatten gehe.

Daten für Dienstag, 9. April.

Sonnenaufgang 5.19 Uhr, Sonnenuntergang 18.45 Uhr. Mondaufgang 5.31 Uhr, Monduntergang 18.19 Uhr (Neumond).__

t

si

Seine hohe technische Vollkommenheit wird ebenso gerühmt wie die Eleganz und die W Bequemlichkeit seiner Karosserien » Viele Hunderte von führenden Männern des Wirt-

schafts- und Geisteslebens im In- und Ausland fahren heute schon diesen Klassewagen

Achtzylindermotor mit neunmal gelagerter Kurbelwelle, Spezialvergaser, Saugrohr- heizung, Luft-, Brennstoff- und doppeltes Ölfilter, Bosch-Dynamo-Zündung, unerhörte Straßenlage und damit höchste Fahrsicherheit, Saugiuft-Servo-Vierradbremse, Bremsbänder ebenfalls mit Servowirkung, hervorragend weiche Federung mit doppelt wirkenden Stoßdämpfern, selbsttätige Zentralschmierung des ganzen Fahr-

I H| gestalte nach Mercedes-Benz-Spezial-Patenten, daher unerreicht bequeme Wartung

I HMHSSI des Wagens

Preis der 6-7sitzigen Pullman-Limousine EJEU2 OOO

in vollendeter Ausführung und Ausstattung V v V

ab Werte

DAIMLER-BENZ A.-S., Verkaufstelle GIESSEN, Bahnhofstraße 90/92

ANZEIGEN

für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahme­fällen nicht gewährleistet werden!

VERLA6 DES 6IESSENER ANZEIGERS

0

L <

o,

xW; u.

T7 t>ä 0