Ausgabe 
7.12.1929
 
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Nr. 287 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Samstag, 7. Dezember (929

Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Auch m dieser Woche eröffnete der Frankfurter Produktenmarkt in fester Haltung, gestützt auf weiter feste Nuslandmärkte und die bessere Nachfrage der Mühlen nach Inlandbrotgetreide. Das Geschäft war jedoch nicht so lebhaft als sonst, da zu den erhöhten Preisen das Angebot von Brotgetreide relativ groh war.

Weizen hatte vor allem auf die bevorstehend,: Verlängerung des verschärften Dermahlungs Atoangcü weiter gute Nachfrage von feiten der Mühlen zu verzeichnen, und bei steigenden Prei­sen wurde ziemlich viel Material aus dem Markte genommen. Derminweizen in späteren Sichten eher etwas schwächer. In Roggen war das Geschäft infolge der Llnsicherheit über das Agrar- programm nur klein, doch konnte auch hier die Aufwärtslewegung der Preise Fortschritte machen. Derminroggen in späteren Sichten 2 bis 3 Mark höher als prompte Ware. Mehle verzeichneten nur kleines Geschäft bei vorsichtiger Eindeckung des Konsums für die allernächste Zeit. Lediglich feinste Weizen-Auszugsmehle im Hinblick auf die bevorstehenden Weihnachtsseiertagc noch gut ge° fragt und über Notiz bezahlt. Hafer und G e r st e sehr ruhig, wobei Hafer stark angeboten und im Preise rückläufig war. Nur gute Draugerstcqualitäten fanden etwas Beach­tung. Futtermittel waren eher angeboten und hatten nur schleppenden Absatz. Für spätere Monate liegen die Forderungen erheblich über der Promptnotiz.

Zum Wochenschluh war das Geschäft trotz fester Tieberseemeldungen nur sehr ruhig, bei teil­weise etwas nachgebenden Preisen. Nur Hafer in feinsten Qualitäten war etwas gesucht und höher, ebenso Weizenmehle. Sonst blieb das Preis­niveau gut behauptet.

Verglichen mit den Notierungen der vergange­nen Woche lagen Weizenmehle 1 Mark, Noggen und Roggcnmehl je 0,50 Mark. Weizen 0,30 und Hafer 0,25 Mark höher, während Mais und Futtermittel nur knapp gehalten blieben. Gerste unverändert. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 26,75 bis 26,90; Roggen 19.75 bis 20; Gerste 19,25 bis 19,75; Hafer 18 bis 18,25; Mais 18,75; Weizenmehl, süddeutsches, 39,25 bis 40; Weizenmehl, niederrheinisches, 39,25 bis 40; Roggcnmehl 28.50 bis 30; Weizenkleie 10,50 bis 10,60; Roggenkleie 10,75 Mark.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Schon zu Beginn der neuen Berichtswoche konnte man eine ruhigere Beurteilung der allgemeinen Börscnlage beobachten. Das Geschäft war jedoch sehr klein; es mangelte an Anregungen und Kaufauf­trägen. Die Insolvenzen haben an Umfang abge- noinmen. Die Wirtschaftsberichte lauten über auch in dieser Beziehung jetzt günstiger. Es wird besonders betont, daß die Lage viel zu schwarz an­gesehen wurde, und cs bestände keine Befürch­tung, daß sich die Situation noch mehr verschlech­tern werde. Die Lage wird eher als gesund be­zeichnet; die Insolvenzen bedeuten in gewisser Be­ziehung eine Bereinigung der Verhält­nisse. Zum Zahltag kam jedoch etwas Material heraus, und es traten verschiedentlich kleinere Ab­schläge ein. Nach der Ueberwindung schlug die Ten­denz jedoch um und besserte sich.. In erster Linie ging die Besserung von Neichsbankanteilen aus, die von amerikanischer Seite lebhaft gesucht wurden und sprunghaft in die Höhe gingen. Hiervon aus­gehend war die Allgemeintendenz freundlicher, und bas Geschäft wurde nach und nach in Spezial wer­ten lebhafter. Später kamen noch Aufträge hinzu, zumeist von Auslandseite, und die Börse bot feit langer Zeit wieder einmal ein erfreuliches Bild. Nur Kunstseidcnwerte machten eine Ausnahme. Hier unternahm die Baissepartei einen kräftigen Vor­stoß, und es traten in Aku- und Bemberg-Aklien ganz erhebliche Abschläge ein. Zeitweise wurde die Tendenz hiervon berührt, aber im großen und gan­zen ging man seinen eignen Weg, zumal die Auf- sassung vorherrscht, daß eine Besserung der Börsen- fituation nicht mehr in Frage steht. Die zumeist fe­stere Ncuyorker Börse machte einen günstigen Ein­druck, ebenso die verhältnismäßig besseren interna­tionalen Geldmärkte. Das Geschäft wurde recht leb­

haft; die Spekulation schritt zu Meinungskäufen. Aku verloren insgesamt 30 v.H. Verstimmend war hier der wahrscheinlich völlige Ausfall der Dividende. Aber auch in Bemberg (minus 46 v. H.) kam Mate­rial in großem Umfange heraus; hier wurde be­kannt, daß eine Dividendenreduzierung geplant fei. Vorübergehend konnten sich diese Werte doch etwas erholen, mußten aber zum Wochenschluß weiter nach­geben, obwohl von Verwaltungsseite eine Erklärung herausgegeben wurde. Die Mitteilung der Verwal­tung der Aku-Gesellschaft, daß der Geschäftsgang befriedigend sei und von einem völligen Ausfall der Dividende nicht die Rede fein könne, änderte nichts an dem schlechten Stand dieses Papieres; denn die Tatsache genügte vollkommen, daß, wie die Verwalung weiter mitteilt, die Dividende be­deutend reduziert werden müsse. Auch Bemberg wa­ren im Einklang hiermit weiter schwach. Aber sonst war die Tendenz im allgemeinen sehr fest. Beachtung sanden noch die Zunahme der Spareinlagen im Reiche und die Absatzsteigerung am Kohlen- und Kalimarkte. Reichsbankanteile waren die ganze Woche hindurch lebhaft gefragt und gewannen ins­gesamt 26 v. X). Interesse bestand noch besonders für Ehadeaktien und Svenska, die sich 25 bzw. 15 Mark erholen konnten. Kaliwerte gewannen von 8 bis zu 20 v. H. Auch J.-G.-Farben waren lebhafter gehandelt und zogen 16 v. H. an. Das Zusammen­arbeiten der Standard Oil Eo. mit der I.-G.-Far- benindustrie machte einen günstigen Eindruck. Sie­mens lagen 15 v. H. fester. Gegen Wochenschluh war das Geschäft jedoch wieder kleiner, da die erwartete Diskontsenkung der Bank von England unterblieb. Die Stimmung war aber weiter freundlich, und es traten erst, als die Zahlungseinstellung des Frank­furter Bankhauses Hch. Emden & Co. bekannt wurde, vereinzelt kleine Abschläge ein. Börsenenga­gements bestehen bei dieser Firma nicht, so daß kein Grund zur Beunruhigung vorhanden ist. Die Spe­zialaktien traten etwas zurück, dafür aber machte sich mehr Interesse für Nebenwerte geltend. Der Ordereingang war wieder geringer. In Fällen, wo Abgaben vorgcnommen wurden, handelt es sich in der Hauptsache um Gewinnmitnahmen. Die Börsen­stimmung ist zuversichtlich. Anleihen waren eben­falls lebhafter und höher. Geld war trotz des Ul­timos angeboten.

Wochenbericht

vom Frankfurter Gchtachtviehmarkt.

Am Frankfurter Schlachtviehmarkt ist in dieser Woche eine wesentliche Beruhigung eingetreten. Nur am Rindermarkt war trotz des geringeren Auftriebs ein weiterer Preis» Verlust festzustellen. Nach ruhigem Handel ver­blieb äleberstand. Am Schweine markt war das Geschäft zu Beginn der Woche weiter recht schleppend, doch gaben die Preise nur gering­fügig nach. Am Nebenmarkt war der Auftrieb so gering, daß die Notierungen ausgesetzt werden mußten. Der Austrieb war insgesamt doch noch erheblich größer, als in der Vorwoche. Kälber hatten infolge des schwachen Auftriebes reges Geschäft bei Preisbesserungen bis zu 3 Mark. Der Markt wurde ausverkauft. Schafe waren nur geringfügig schwächer angetrieben. Nach leb­haftem Handel wurde geräumt. Weidemastschafe konnten nur minimal im Preise anziehen, wäh­rend geringe Qualitäten bis zu 6 Mark gewinnen konnten.

Ter Gesamtauftrieb bestand aus 1646 Rindern, darunter befanden sich 398 Ochsen, 70 Bullen, 593 Kühe und 443 Färsen, ferner aus 1189 Kälbern, 697 Schafen und 5829 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der vorigen Woche, waren 126 Rinder, 562 Kälber und 5 Schafe weniger angetrieben, während 407 Schweine mehr zum Verkauf standen.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 55 bis 58, A 2 51 bis 54, B 1 46 bis 50; Bullen A 53 bis 56, B 48 bis 52; Kühe A 45 bis 48. B 41 bis 44, C 34 bis 40. D 26 bis 33; Färsen A 55 bis 58. B 51 bis 54, C 46 bis 50. Kälber B 77 bis 81. C 73 bis 76. D 68 bis 72. Schafe A 1 Weidemast 43 bis 46. B mittlere Mastlämmer 38 bis 42. C flei­schiges Schafvieh 30 bis 37. Schweine (Notie­rungen vom Hauptmarkt- A 72 bis 74, B 72 bis 74, C 73 bis 75, D 72 bis 74, E 70 bis 72. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche verloren Ochsen 2, Kühe und Schweine

je 1 und Färsen 2 Mark, während Dullen ihren Preisstand behaupten konnten. Kälber zogen um 3 Mark, Schafe von 1 bis zu 6 Mark an.

* Neue deutsche Goldkäuse in 2( r g c n t i n i e n. Wie dieFranks. Ztg." hört, hat die Com­merz- und Privatbank aus Argentinien neuerdings für 5 Millionen Reichsmark Gold zur Verfchiffung nach Deutschland gebracht. Frühere Goldimporte wurden bekanntlich verschiedentlich schon von der Deutsch-Ueberseeischen Bank durchgeführt. Gleich­zeitig verschifft Argentinien fortgesetzt Gold nach Amerika und England.

' Konkurs der Mehlgrohhandlung Jakob Dreyfuh in Frankfurt a. M. In der gestrigen dritten Gläubigervcrsammlung der Mehlgrohhandlung Jakob Dreysuß in Frankfurt am Main teilte der Vorsitzende des Gläubiger- ausschusscs mit, daß alle Versuche, zu einem außergerichtlichen Arrangement zu kommen, er­folglos geblieben seien, da zwischen den Mühlen- und Bankengläubigern eine Einigung nicht zu­stande kam. In der Versammlung wurde von verschiedenen Seiten angeregt, die Bemühungen um einen Vergleich noch nicht endgültig aufyu- geben. Da aber vom Gläubigerausschuh erklärt wurde, daß alle Möglichkeiten erschöpft seien, wird unverzüglich Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens gestellt werden. Der Gläu­bigerausschuh ist zurückgetreten.

* Mainzer A c t i e n - 03 i c r 6 r a u c r e i, Mainz. Diese Brauerei erzielte 1928 29 an Erträgnissen aus Bier, Brauabfällen usw. 9,41 (8,73) Mill. Mk. Demgegenüber erforderten Roh­materialien 2,33 (2,30), Steuern, Unkosten und Löhne 5,89 (5,22) Mill. Mk. Nach 70 000 (70 000) Mark Üeberweisung auf Delkrederekonto und 374 000 (347 000) Mk. Abschreibungen ergibt sich ein Reingewinn von 870 000 (869 000) Mk., wor­aus eine erhöhte Dividende^von 13 (12) D. Sy vorgeschlagen wird. 200 000 Mk. werden zur Bil­dung einer Neubaureserve verwandt, da ein neues Sudhaus errichtet werden müsse. Zum Vortrag verbleiben 78 000 (65 000) Mk. Nach dem Bericht konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz weiter gesteigert werden.

" Zuckerfabrik Rheingau 21.»®., Worm. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der G.-V. (6. Januar 1930) für das am 31. August beendete Geschäftsjahr eine Dividende von wieder 9 Proz. vorzuschlagen.

Süddeutsche Zucker A.G., Mann­heim. Der Aufsichtsrat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, der G.-V. (17. Ian. 1930) für das am 31. August d. I. abgelaufene Ge­schäftsjahr vorzuschlagen. aus dem Reingewinn von 4 739 773 Mark eine Dividende von 12 (i. V. 10) Proz. auf die Stammaktien und 7 Proz. auf die Vorzugsaktien zu verteilen und 1 159 773 Mark auf neue Rechnung vorzu­tragen.

* Preuß. Boden-Credit-Actien- Bank in Berlin. Im heutigen Anzeigenteil lädt die Preußische Boden-Credit-Actien-Bank zur Zeichnung auf 2 Millionen Goldmark ihrer 8prozentigen Gold-Pfandbriefe Emission XXI ein. Der Zeichnungskurs von 96 Proz. vermindert sich um 8 Proz. Zinsen ohne Abzug von Kapi­talertragssteuer bis zum 31. März 1930, so daß bei einer Zeichnung z. B. am 15. Dezember 1929 der Nettopreis für 100 Goldmark Pfandbriefe 93,67 Mk. beträgt. Die Pfandbriefe werden nur im Wege der Auslosung zu 100 Proz. zurück­gezahlt. Die Tilgung beginnt 1936 mit mindestens 1 Proz. jährlich und ist 1959 beendet. Der Pfandbrieferlös dient in erster Linie der Ver­sorgung des Wohnungsbaues mit erststelligen Hypotheken.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 7. Dez. Tendenz: freundlich. Die heutige Wochenfchlußbörse eröffnete in freund- licher Haltung. Das Geschäft bewegte sich je­doch in den engsten Grenzen, da Orders kaum vor­gelegen haben dürften. Die Spekulation bekun­dete sogar, infolge der etwas gespannten politischen Lage, die durch das Memorandum Dr. Schachts beroorgerufen wurde, stärkere .Zurückhal­tung. Im Grundton der Börse konnte man jedoch eine gewisse Widerstandsfähigkeit beob­achten, zumal auch die gestrige Neuyorker Börse sehr fest geschlossen hatte, und auch die Geldmarktverhält­nisse eher etwas günstiger lagen. Die an der gestri­gen Abendbörse aufgetretene Kunstseidehausse konnte sich heute nicht fortfetzen, doch konnten diese Papiere

ihre Gewinne von gestern behaupten. Gegenüber der gestrigen Abendbörfe waren überwiegend Kurs- besserungen zu verzeichnen, die jedoch nur sel­ten über 1 v. H. hinausgingen. Am Elektromarkt er­öffneten Schuckert 1,5 v H., Bergmann 1,25 v. H. und Siemens 1 v. H. höher. Auch Licht und Kraft konnten sich um 1,5 v. H. bessern, doch muß hier der Dioidendeabzug berücksichtigt werden. Etwas niedri­ger lagen dagegen Felten. Am Chemiemarkt waren I.-G.-Farben behauptet, während Rütgerswerke bis zu 1 v. H. gewinnen konnten. Von Kunstseidewerten lagen Aku nach der starken Steigerung von gestern abend eher etwas fchwäcl)er, was jedoch auf Reali­sationen zurückzuführen sein dürfte. Am Montan­markt war die Umsatztätigkeit sehr klein. Hier kamen nur Mannesmann und Westeregeln, bei Besserungen bis zu 1,5 v. H., zur Erstnotiz. Banken zumeist etwas niedriger. Am Bauunternehmungsmarkt bestand noch für Wayh & Freitag mit plus 1 n. H. kleines Inter esse. Renten still. Neubesitzanleihen fester. Wad) den ersten Kursen blieb die Stimmung freundlich, ohne daß jedoch das Geschäft lebhafter geworden märe. Einiges Interesse bestand später in Kunstseidewerten, das durch Deckungen der Kulisse hervorgerufen wurde, und gab der Gesamttendenz eine Anregung, so daß es allgemein etwas fester wurde. Aku ge­wannen 2 v. H. und Bemberg zirka 4 v. H., die übrigen Werte lagen allgemein bis zu 1 v. H. ge­bessert. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 v. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1750, gegen Pfund 20,886, London gegen Kabel 4,8825, gegen Paris 123,98, gegen Mai­land 93,2450, gegen Madrid 35, gegen Holland 12,0975.

Berliner Börse

Berlin, 7. Dez. Natürlid) stand auch heute nod) das Memorandum Dr. Schachts und die dadurd) veranlaßte Erklärung der Reichsregierung im Mit­telpunkt der Diskussionen. Man glaubt aus der be­vorstehenden Veröffentlichung der Fi­nanzreform, obwohl diese noch größere poli­tische Debatten zur Folge haben dürfte, eine Anre­gung erwarten zu dürfen. Vor allem beruhigte aber, daß die Auslandpressestimmen betreffs des Vor­gehens Schachts ziemlich gemäßigt klingen, und die meisten Blätter diese ganze Frage als eine interne Angelegenheit Deutschlands hinstellen. Hinzu kam die große Hausse der Kun st seidewerte gestern abend in Frankfurt. Die dort erzielten Ge­winne konnten sich heute voll behaupten. Anregend wirkte auch der sehr feste Verlauf her gestrigen Neu­yorker Börse. In erster Linie handelt es fid) heute wohl um Deckungen der Spekulation, die sah, daß die Kundschaft trotz der gestrigen Schwäche nicht mit Ware herauskam. Anderseits war aber felbst unter Berücksichtigung des gewohnten kleinen Samstags- gcschäftes auf der Sauffeite eine beutln e Zu­rückhaltung des Publikums sichtb.'.r. Ge­genüber gestern mittag setzen sich ziemlich einheitlick) ein- bis zweiprozentige Befestigungen durch. Die be­reits erwähnten Kunstseidewcrte gewannen 12,75 bzw. 11,5 v. H. Bemerkenswert schwach lagen Sa- rotti mit minus 3 v. H. Bon Nebenwerten erfd)icnen Vereinigte Schuhfabrik Berneis Wessel mit Plus- Plus-Zeichen. Elektrische Licht und Kraft notierten heute exklusive Dividende. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Der Pfandbriefmarkt war ge­schäftslos. Der Geldmarkt war unverändert. Tages­geld 7,75 bis 10 v. H., Monatsgeld 8,75 v. H. bis 10 o. H. Nach den ersten Kursen geschäftslos und eher abbröckelnd. Bei fehlenden Anregungen zeigte die Spekulation eher Abgabeneigung, der aber die Jnterventionsbereitschaft der Banken gegenüberftanb.

Kunst und Wissenschaft.

Auszeichnung Daniel Greiners in Paris.

Der 2. Preis der Gesellschaft zur Förderung der Buchillustration in Frankreich, Stiftung Antoine Claraz (Association pour favoriser lillustratiou des livree en France, Fondation Antoine Claraz, Paris) in Paris wurde, wie uns mitgeteilt wird, soeben dem deutschen Maler, Bildhauer und Gra­phiker Dr. Daniel Greiner, Jugenheim an der Bergstraße, für feine ausgezeichneten Holzschnitte zur Genesis (1. Buch Moses) zugesprochen. (Inter­nationaler Wettbewerb 1929.)

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag gefchlossen.

Anzeigenaufträge find lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v.H., Lombardzinsfuß 8 v.H.

Frankfurt a M

Berlin

Frankfurt a M

Berlin

Frankfurt a M

Berlin

Bantnoten.

cdjlufr

Kure |

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Schluß- Kure

An,ang. Kur-

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Schlug Kur-

Anfang- Kur

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Schluß- Kure

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Berlin, 6. Dezember

Geld

AIR

Datum

6.12.

7- 12

6. 12

7- 12

Datum

6. 12-

7. 12-

6. 12-

7. 12-

Datum

6. 12

7. 12

6 12.

7- 12-

Belgische Noten . .

Dänische Noten . . .

53,22

11,60

20,328

16,39

167.96

21,71

111,53

58,50

2,465

112,13

80,94

58,38

12,33

72.80

frankfur

58,46

112,04

20.408

16.45

168.64

21,79

12,02

58,74

2.485

112,62

81.26

58.62

12.39 "3.10

1.2U.

6 .' cu |d)e üt. miMiui . ort ...... . .

7% Deutsche RelchSanIeihe von 1929 .........

.'in... Abiös.»Schuld Aus i" Rechten........

11 rfin l'hi 'o>. Necht»

8% Hell. Bo!Maat von 1929 (rüdjntjlb. 102%)

Oberhellen Provinz - Anleihe mit Auclol.-Nechten . . . .

Deutsche Slonim. Sammelabl.

Anleihe Serie i

6% r,ranff. Hnp.-Bank Goldvle

87,3

99

50

89,5

46

46,05

1 1 1 £l 1 1

87,5

99

50,1

8,05

89,25

46,3

50,1

Hamburg-Amerila Patel .

Hamb.-Südam. Dampssch. . Hansa Damlfschisj.....

Norddeutscher Lloyd .... Allg. Deutsche Eredilairst. . - Barmer Bankverein .... Berliner Handelegc,ell|ch. . - Commerz- und Prival-Äank . Dariull. u. Natronalbank .

Deutsche Bank......

Tit^nlo.Gesellschasl. Ank. . Dresdner Bank.....

Sieichsban'

. h 1( . t li li li 11 I 1 1< I l

99,25

97

117

116,5

173

153

233

148.5

147.5

275

152,75

148

147,5

99

162

143

97.25

118

116

173,5

152.5

232.5

148

147,5

274.5

99.6

US

98

117.75

116

174,5

152.75

234

148

147,5

275

Bereinigte Slahlw Olam Minen . Kal werke Aschersleben . Ka. werke Westeregeln . ßohro. r e Laltbeiiurrh .

I. ® sZarben.Industrte . Thnamll Nobel .... Ccheideanllalt.....

Goldschmidt.....

Stülgerswertr.....

Meraiigeiellichaft . . .

Philipp Hofmann

Lewen werk veit-lbetg . Semem werk Karlstadt . titaDB & ok U1

- 16'/.

M . . LS

. . 12 . . . 6 . . . y . . . 5

. . . 6

.8

... 7

102,5

184,5

190,-5

315

177

139

61,5

69

113

82,5

117,5

164

191,4 177

69.75 -

102.5 103

54.75 55

183.5 , 186

189, 192

314,75 ! 316,25

175,5 176.75

82,65 83,75

63,25 -

70 70,5

113,5

89 1

Zranzosische Noten .......

Holländische Noten.......

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, S 100 Schilling Rumänilckie Noten.......

Schwedische .............

Schweizer Noten .......

Spanische Noten........

Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten ......

Devisenmarkt Berlin

XIII unkündbar bis 1931.

1% itranff. Hnp.-Bank ÖOlDpfe. unkündbar bis 1932 . . .

>'/,% Rbeinilche Hnp.-Bank

L'iqu. Goldpse........

Pr. Landeepsandbrlekanslall, Pfandbriefe R. 17.....

8% Pr Landeepsandbrlesanllall

Stomm.-Cbl R U>.....

7% Pr. Lande-vsandbriesansloll, Pfandbriefe R. 10.....

v..u ia uua. L-orrrrego-Lbligarion ruckrablbar 1932

4% Lelterrrichilche «oiörte..

4.20% Ceftcrr Silbern-

4% Ocsterreichilche Einheitliche 8ieiue....... . . .

4% Ungarische Goldrte.....

4% Ungarische SlaatSr. o. 1910 4Y,% dergl. von 1913 ....

4% Ungarilche Kronenrie.. .

4% Türi. Zollanleihe v. 1911 .

4% Türkische Bagdadbabn-Anl.

Serie I..........

4% beSgl. Serie II .

5% Rumänische oeretnv. Rente von 1903 . . . .

4)4% «» manische oereinh. Rente ton 1913 .......

4% Rumansch» vereint,. >Kente .

96,5

A.E.S .

Bergmann

(Seht. LtcserungSgeiellichasi

Licht und Kraft

157,5

158,25

203

155,5

158

201,75

163.5

159

. . 10

10

-

-

6 Dezember

7 Tczembci

85

80

98

95

89

24 2,85

2 21,3 19,25

2 7,25

1,2 7,2

8,8

13,95 7.1

163,25

156,5

. 8

83

83

amtlich. Noiterung

Geld Brie,

Amtliche Not en

Geld ü>i e

1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 1 1 II 1 II

98

95

88,5

24,5

2

21,3

19,5

2

7,5

7,5

7,3

8.8

14,1

7,1

1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 1 <> 1 1 II

Felten 4 Guilleaume . .

Gei. s Elektr. Untern.. . . Hamb. Elehr »Werte .... Rhein. (Hehr.......

Schlei. 6lefr ......

Schuckert 4 Go. ......

Siemen, 4 Halske.....

Transradio........

Lahmeycr 4 So. .....

Buderus . . .....

Deutsche Grb8l......

Essener Steinkohle.....

Gelsenkirchener . ..... Harvener. . .....

Hoesch Eilen........

Ilse Bergbau.......

Klockuerwerke .....

Köln-Rcuelien . . .

Mannesman» -RShrea . . . Manssclbct Bergbau .... Lberich'es. Euen.eoars . . . Lberichlej. Kokswerke....

Phönix Bergbau......

Rbe-nisch? Braunkohl». . . Siheinstahl........

Riebeck Montan......

7 V, i 1

1- 11 IC

. b 10

. 5

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.' 8 . 0 6V, 10

* 7

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. 6

7,2

115

156,5

177,5

284

160

62

124

215

90,5

11,5

101

245

104,5

1 1 1 1 1 1 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 1 1<2> 1 1 1 Ln

114,5

156

126.75 ' 141 148,5

176,75

282,5 123,5

160.5

62.13

92.5

129.75

124

133.5

107,75

215

91

105,5

90,65

111

69

93,5

101.13

245

103,25

115,5 153

151,5

179 286.25

122

62,5 93,5 131,5 124,4 134.5 108,25 215,25

91 106.25 92.25 ,2

94.9

102

104,75

i-chulibe!» Payeuhoser ... 15 Ostwcrke........ 12

Ber. Glanziiofi .... 18

Bemberg........."

liellklosi Waldhos .... 18% tZellstoss Ruiiass nburg . . .>

.harivitenburgec Prasser ... 8 Tehauer Gas . .......S

Daimler Motoren .......

Deuliche Linoleum.....

Maschinenbau 21.-0......0

Ä tlD El111 0 1......L

riuow 5,'ppid .....k

Nat. Automobil.......(

Lremtem 4 Koppel.....6

Vonbaro Dietz......10

SvenSko . .......

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Griyner..........6

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Iunghanr......... . 6

Lechwerke. . «

Matllkrajtwerle Höchst o. TI. . 8

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Gebr Roeder......10

Boigt 4 Haeffnsr ....... 9

Südd. Bucker.......10

119

148

134,75

37,25

238

323

12,75

48

5,6

47,5

102,5

120.5

222

161,5

1 1 1 1 1 1 1 1 1 £ IIII i III. 1211

279,25

216

107,5

136

175

135,5

90.75

155 25

37,25

235.5

40.5

155,5

18,13

68.5

148

322.5

42 46

47,25

120

222

160,65

281,25

216,5

119

148,75

177

92

157

38

236,5

40,5

157

325

2

120

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' Uru nat) . . Tatro . -

168,31 1,719

58,375 111,81 111,91

112,42 10,486

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1,868

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20,885

168.65 1,723

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1,872

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58,705 12,376

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1.719

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58.825

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4,004

20,925