Ausgabe 
7.1.1929
 
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Das die Frage der Diskvntermäßigung anbelangt, so ist nach den geschilderten Vorgän­gen mit einer ziemlich schnellen Erleichterung des Reichsbankausweises im Januar zu rechnen. Schon die Hobe Lombark^eanspruchung läßt dies erwarten, wozu noch die Kurzfristigkeit des Dechselmaterials kommt. Andererseits können natürlich die neuen Emissivnspläne Preußens und der Reichsbahn einen nachhaltigen Einfluß auf den Geldmarkt haben und diesen durch die Entziehung seiner großen im Januar verfügbaren Mittel verknappen. 2ln sich ändert der Jahres­ultimoausweis der Reichsbank an dem von uns vertretenen abwartenden Standpunkt in der Dis­kontfrage noch nichts. Auf jeden Fall glauben wir, daß für den Monat Januar eine Diskont- srmäßigung nicht zu erwarten ist.

AufbringungSschlüffel zur Zndustriebelastung.

Vom Reichswirtschaftsminister und dem Reichs­minister der Finanzen ist nunmehr der Derlei- lungsschlüssel zur Aufbringung der Jndustriebelastung für das Kalen­derjahr 1 9 2 9 festgesetzt worden. Für 1929 ist wie im Jahre 1928 zur Verzinsung und Til­gung der auf Grund des Jndustriebelastungsgesetzes ausgestellten Jndustrieobligationen ein Betrag von 330 Millionen Mark aufzubringen. Zu diesem Zweck hatten die aufbringungspslichtigen Betriebe im Jahre 1928 7,65 o. T. des Betriebsvermögens zu leisten. Im Hinblick auf die im Jahre 1928 durchgeführte Neuoeranlagung der Betriebsgrundstücke und die hierdurch erzielte Erhöhung in der Veranlagung der Betriebsvermögen konnte der Aufbringungs­schlüssel für das Kalenderjahr 1929 auf 7,5 v. T. heravgesetzt werden.

* Die amtliche Großhandelsindex- zifferdes Statistischen Reichsamtes ist am 27. De­zember 1928 um 0,4 v. u). auf 139,7 und am 2. Ja­nuar 1929 um weitere 0,5 o. H. auf 139,0 gesunken. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe am 27. Dezember um 1,2 o. H. auf 133,4 und am 2. Januar um 1,6 v. H. auf 131,3 nach­gegeben. Die Indexziffern für Kolonialwaren stellten sich auf 126,1 und 125,5. Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist am 27. De­zember um 0,2 v. H. auf 134,1 zurückgegangen und am 2. Januar wieder auf 134,3 o. H. gestiegen. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren hat mit 159,3 keine Veränderung erfahren.

* Der deutsche Kaliabsatz von Mai bis Dezember 192 8. Die Abladungen der zum Deutschen Kalisyndikat gehörenden Kaliwerke im Dezember 1928 betrugen 1071460 Doppelzent­ner Reinkali, gegen 1004 418 Doppelzentner im gleichen Monat des Vorjahres. Die .Abladungen in den ersten acht Monaten des laufenden Düngejahres (Mai bis Dezember) betrugen 7 819 958 Doppel­zentner Reinkali gegen 6 503 996 Doppelzentnter in den ersten acht Monaten des Düngejahres 1927/28. Im Kalenderjahr 1928 wurden von den Kaliwerken insgesamt 14 213 785 Doppelzentner Reinkali gegen 12 393 722 im Jahre 1927 versandt. In diesen Zah­len sind die Abladungen her Kaliwerke für die Ex- portlager des Syndikates mitenthalten. Der tat­sächliche Absatz cm Kalisalzen im Jahre 1928 be­trug 13 899 574 Doppelzentner Reinkali.

* Die deutschen Genossenschaften im Dezenfber 192 8. Der Schlußmonat des Jahres 1928 konnte wieder den Gesamtbestand der deutschen Genossenschaften etwas erhöhen. Damit ist die Zahl der Genossenschaften seit Fe­bruar 1928 in jedem Monat dauernd gewachsen. Es wurden neu errichtet im Verichtsmonat 105 Genossenschaften und 91 aufgelöst. Unter den auf­gelösten Genossenschaften befinden sich 5 für nich­tig erklärte, 6 Genossenschaften gerieten in Kon­kurs. Das Jahr 1928 schließt mit rund 52 540 Genossenschaften aller Gruppen. Es bedeutet dieses eine Erhöhung des Bestandes gegenüber dem 1. Januar 1928 um rund 340.

*KeineRabattemehrimBrennstoff- verkauf. Die Bestrebungen, dem Rabottunwesen im Brennstoffoerkauf zu steuern, haben zu einem gewissen Abschluß geführt Mit Wirkung vom 8. Ja­nuar fallen alle Rabatte, die bisher den Angehörigen gewisser Klubs, gewissen Verbraucherkreisen und beim Einkauf von Gutscheinheften für den Bezug von Brennstoff gewährt worden find, weg. Im Zu­sammenhang hiermit tritt am gleichen Tage eine Ermääßiaung der Benzinpreise um einen Pfennig für den Liter in einer Reihe von Großstädten und im Ruhrgebiet ein.

* Erhöhung des Lombardzinssatzes i n I t a l i en. Das italienische Amtsblatt veröffent­licht ein Dekret, wonach der Diskontsatz für Dar­lehen bet der Banca ^talia von 5,5 auf 6 o. H ab 7. Januar erhöht wird.

* Vor dem Abschluß der Kölner Gasverhandlunger. Wie WTD.nndels- dienst hört, stehen die Verhandlungen über die

Buntes

Ein 400jähriger Tennisplatz.

Ein Jubiläum, das in der Geschichte des Ball>- sports -einzigartig dasteht, wird jetzt in England begangen: Der alte Tennisplatz im Palast Hcimp- ton Court wird nämlich 400 Jahve alt. Kein anderer Sportplatz der Welt kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken, auch nicht das Bailhaus" zu Versailles, das in der französischen Revolution eine so wichtige Rolle gespielt hat. Dennis wurde schon viel früher in England ge- spi-elt, und wir besitzen einen Bericht aus dem Jahve 1519, in dem der venezianische Gesandte am englischen Hose ©iuftiniani von dem Tennis- spi-el K öui i g He in r i ch s VIII. erzählt:Er liebt das Tennis außerordentlich, und es ist das reizendste Bild von der Welt, ihn spielen zu sehen, wenn seine zarte Haut durch ein Hemd von feinstem Gewebe hervorleuchtet." Aber damals spielte Heinrich noch nicht in Hampton Court, sondern erst zehn Jahre später, im Jahre 1529, hat der König diesen Hof für das Spiel in dem Palast ein richten lassen. Wie in einem Aussatz derTimes" ausgesührt wird, ist die Anlage des Tennisplatzes trotz mancher Umbauten doch im wesentlichen unverändert geblieben und zeigt noch ganz dasselbe Aussehen wie auf dem Stich von Wenzel Hollar im 17. Jahrhundert. Shake­speare, der als Schauspieler und Direktor im Palast von Hampton Court heimisch gewesen ist, gibt eine genaue Beschreibung des Tennisspiels in der zweiten Szene des ersten Aktes vonKönig HeinrichV, in der er bereits alle die Einzel­heiten erwähnt, die uns noch heute an dem Spiel geläufig sind. Er selbst hat aber auf dem Platze nie gespielt und wohl überhaupt das Tennis nicht persönlich ausgeübt, denn in diesen Tagen war das Dennisspiel ein Vorrecht der Könige und der hohen Aristokratie, und es war schon ein hohes Glück der Untertanen, wenn sie der Hof- gesellschast bei diesem vornehmen Vergnügen zu- schauen dursten. Viele englische Könige haben auf dem Tennisplatz von Hampton Court dem Spi-el gehuldigt. K a r l l. liebte es so, daß er morgens um 6 Uhr ausstand, um den Schläger zur Hand zu nehmen, und K a r III. galt als ein hervorragender Spieler. Auch der Gatte der Kö­nigin Victoriä, EduardVII., und der jetzige König haben noch auf diesem altehrwürdigen Platz manchen Kampf ausgefochten.

Rewlons Malhematikbuch.

Eine der eigenartigsten Reliquien aus der Ge­schichte der exakten Wissenschaften, nämlich das Exemplar von Euklids Elementen, aus dem R e w- t on Mathematik lernte, ist jetzt im englischen Altbuchhandel aufgetaucht und wird in d.w Zeit­schrift für BücherfreundePhilobiblon" beschrie­ben. Englands größter Mathematiker und Phy­siker Handies Buch bei seinen Studien in Trinity

Versorgung des Kölner Bezirkes mit Ferngas von der Ruhr unmittelbar vor dem Abschluß. Den Kölner Stadtverordneten ist bereits die seit längerer Zeit angekündigte Denkschrift in der Ferngasfrage zugegangen, die die Frage nament­lich vom Kölner Standpunkt aus behandelt. Mit der Veröffentlichung der Denkschrift in aller­nächster Zeit ist zu rechnen. Aus Erkundigung wird miigeteilt, daß das Angebot der Ruhrgas G.-G. an die Kölner Stadtverwaltung sich un­gefähr in den früher angedeuteten Richtlinien bewegt, allerdings mit der Aenderung, daß der vorgeschlagene und vor allen Dingen von der Kilner S'cadtverwa'tung fchr gewünschte Bau der Kokerei in Köln nicht als unbedingt notwendig erachtet wird, da das Gas ausschließlich von ©Jen aus geliefert werden soll. Falls die Kokerei in Köln dennoch gebaut wird, kommt sie lediglich als technische Ersatzanlage in Frage.

2. P. Demberg-A. -G. Rach derFrank­furter Zeitung" beabsichtigt die 2. P. Bemberg- A.-G., Barmen, zur Bestreitung der durch die umfangreichen Aeubauten erwachsenen Kosten eine Kapitalerhöhung um 14 Mill, auf 42 Mill. Mk. (©ine Bestätigung war bei den zuständigen Stel­len noch nicht zu erlangen.)

* Gründung der NSU.-Automobil- A.-G., Heilbronn. Unter der Firma NSU.-Auto- mobil-A.-G., Heilbronn, ist am 4. Januar die be­reits früher vorgesehene Gesellschaft zwecks Ueber- nahme des Heilbronner Werks aus dem Bestände der NSU. Vereinigte Fahrzeugwerke A-G., Neckarsulm, gegründet worden mit einem Kapital von 500 000 Mark Vorzugsaktien mit zehnfachem Stimmrecht und 1500 000 Mark Stammaktien.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Tendenz: schwächer. Zu Beginn der neuen Woche erfuhr die Tendenz

Merlei.

College zu Cambridge benutzt. Es zeigt fein Ex­librisPhilosophemur" uno ist mit Randnoten übersät, in denen der junge Gelehrte die viel zu umständlichen Beweise der Lehrlätze pes alten Euklid in der ihm geläufigeren und. kürzeren Formelsprache der Algebra an den Rand ge­schrieben hat. Der Herausgeber dieser Euklid- Ausgabe, Dr. Darrow, hat übrigens den Stu­denten Rewton geprüft und ihmbemerkenswerte Kenntnisse" bescheinigt. Die einzigartige Reliquie ist mit einem Katalogpreis von 10 000 Mark aufgeführt.

Das Kino als Eheschule.

Daß das Kino gerade zur Ehe erziehen soll, ist gewiß eine kühne Behauptung. Bisher nahm man eher an, daß es manches Eheglück störe, in dem die Frau zu viel ins Kino rennt und da­durch den Zorn des Mannes erweckt. Aber die findigen Amerikaner haben auch die Wichtig­keit des Kinobesuches für das Eheglück entdeckt. Das zeigt zum mindesten das Schreiben eines Reuyorker Lichtspieldirektors, das er an eine große Anzahl von Ehemännern der Umgegend seines Kinos gerichtet hat.Mein Herr," so lautet dieses Meisterstück psychologischer Re­klame,Ihre Gattin, die zweifellos eine eifrige Besucherin meines Theaters ist, kann nicht un­empfindlich bleiben gegen die Schönheit der männ­lichen Stars, die unser ausgewähltes Programm auf der Leinwand vorüberziehen läßt. Sie ist in einen dieser Helden verliebt zu ihrer Freude und zu Ihrer Eifersucht. Die psychologischen Studien, die wir angestellt haben, erheben es zur Gewißheit, daß der Anblick eines eleganten Mannes im Film bei jeder Frau ein Gefühl her­vorruft, das sie für die eheliche Untreue vor­bereitet. Aber seien Sie versichert, mein Herr, daß wir ein Gegenmittel gegen diese gefährliche Erfahrung gefunden haben, die sich zweimal in der Woche wiederholt. Denn wir wechseln unser Programm jeden Sonnabend und jeden Mittwoch. Das Heilmittel ist das folgende: Ahmen Sie Haltung und Benehmen des Filmstars nach, dem Ihre Frau eine geheimer Leidenschaft entgegen» bringt; Sie werden sicherlich aus ihren Bemer­kungen nach dem Kinobesuch erraten haben, wen sie bewundert. 2st es John Gilbert nun wohl, dann lassen Sie sich das Haar ondu­lieren und sorgen Sie für eine ausgezeichnete Zahnpflege. Ist es Adolphe Menjou, dann lassen Sie sich den Schnurrbart wachsen und von dem besten Schneider bekleiden. Rehmen Sie sich diese Herzenbrecher des Films zum Muster, und Ihre Frau wird nur Sie lieben. Dazu müssen Sie aber jeden Abend mein Theater besuchen, das das beste der Stadt ist, die schönsten Pro­gramms bringt und den angenehmsten Aufenthalt darstellt." So etwas bringen entschieden nur die Amerikaner fertig. fb.

eine Abschwächung. Die immer noch herrschende Orderlosigkeit drückte stark auf die Stimmung, und das Geschäft bewegte sich in nur kleinem Rah­men. Die Spekulation hielt sich stark im Hinter­gründe und schritt in verstärktem Maße zu Abgaben, da auch der schwache Schluß der Reuyorker Börse vom Samstag ungünstig beurteilt wurde. Der weiter stark entspannte Geldmarkt wurde wenig beachtet. Gegenüber den Schlußkursen vom Samstag gingen die Verluste durchweg bis zu 4 v. H. Stark angeboten waren am Elektromarkt Siemens mit minus 3,75 v. H., Licht & Kraft mit minus 3,25 v. H und AEG., die ebenfalls 3,5 v. H. nachgaben. Auch Danatbank mit minus 4,25 v. H Ipgen stark im An­gebot. Am Automarkt gaben Adlerwerke im Zu­sammenhang mit der erfolgenden Sanierung erneut 5,5 v. H. nach. Daimler eröffneten daraufhin auch 3,5 v. H. niedriger. J.-G.-Farben eröffneten eben­falls 1,5 v. H. niedriger und hatten nur kleine Um­sätze aufzuweisen. Einiges Interesse bestand dagegen mit plus 1,25 o. H. für Phönix und für Süddeutsche Zucker mit plus 1 v. H. Hier muß der Dividenden- abschlag berücksichtigt werden. Auch Lechwerke waren bet etwas erböhtem Kurse gefragt. Am Kalimarkt gaben Salzdetfurth 3,5 v. H. nach, während Wester­egeln sich gut behaupteten. Der Rentenmarkt lag still. Anatolier etwas gebessert. Im Verlaufe blieben die Umsätze weiter sehr klein. Die Kursgestaltung war uneinheitlich. Verschiedentlich traten kleinere Besse- rungen ein. Adlerwerke waren auf Rückkäufe 0,5 v. H. erhöht, während Daimler weiter geringfügig nachqaben. J.-G.-Farben verloren erneut 1,5 v. H., AEG. blieben gut behauptet, Phönix gefragt und abermals 0,75 v. H. höher. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 4,5 v. H. unverändert. Am Devisen­markt nannte man Mark gegen Dollar 4.2026, gegen Pfund 20,395, London gegen Kabel 4,8515, gegen Paris 124,10, gegen Madrid 29,72, gegen Holland 12,0761.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 7. Jan. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in schwacher Haltung. Das größere Angebot konnte nicht untergebracht werden, da die Kauflust sehr gering ist. Weizen war in geringer Qualität stärker angeboten, so daß der Preis hierfür ermäßigt werden mußte. Am Mehlmarkt war das Geschäft fast ohne Umsatz. Weizenmehl war stärker angeboten und fand kaum Wnehmer, nur für Roggenmchl, und zwar für spätere Lieferung, machte sich Nach­frage bemerkbar. Auch Futtermittel lagen schwa­cher. Es wurden notiert: Weizen 22,75 bis 22,90; Roggen 22,50; Sommergerste für Brauzwecke 23,75 bis 24; Hafer, inländischer 22,75 bis 23; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 32 bis 32,50; Roggen­mehl 29,25 bis 29,75; Weizenkleie 13.65 bis 13,75; Roggenkleie 14,25 bis 14,50; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 35 bis 62; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 70 bis 110; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 13 bis 13,50;

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Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,50 bis 5,00; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4,00 bis 4,50; Treber, getrocknet 20,00 bis 20,75. Ten­denz: schwach.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Auftrieb: Rin» der 1382 Stück; darunter 308 Ochsen, 54 Bullen, 512 Kühe, 380 Färsen; Kälber 442, Schafe 177, Schweine 4460. Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemäftete höchsten Schlachtwerts, jüngere 54 bis 57, ältere 52 bis 53, sonstige oollfleischige, jün­gere, 45 bis 49; Bullen: jüngere, vollfleischige, Höch, ften Schlachtwerts, 50 bis 54, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 46 bis 49; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 43 bis 47, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 36 bis 42, fleischige 30 bis 35, gering genährte 25 bis 29; Färsen (Kal­binnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 54 vis 58, vollfleischige 49 bis 53, fleischige 42 bis 48. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 75, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71, geringe Kälber 58 bis 64. Schafe. Mastlärnrner und jüngere Masthärnrnel, Weidemast 50 bis 52, mittlere Mastlärnmer, ältere Masthäminel und gut genährte Schafe 45 bis 49, fleischiges Schafvieh 30 bis 44. Schweine. Fett­schweine über 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76, oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 74 bis 77, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 74 bis 78, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 70 bis 74. M a r k t v e r l a u f : Rinder mäßig rege, jedoch bei Ochsen schleppend, lieber» stand. Schweine schleppend, cjeringr Uebcrftanb. Kälber und Schafe ruhig, geräumt.

Letzte Nachrichten.

Erfolgreiche Lerbrecherrcizzia in Lhikago.

Neuyork. 7.3cm. (DTV. Aunkspruch) Die Anfang Dezember erfolgte Ermordung des Polizei- chejs des Lhikagver Vorortes Lhikago - heights, ©ulbert, die Infolge der Namensgleichheit, wie er­innerlich, zu dem Gerücht Anlaß gab, daß der Po- lv.eiprrqifcent von Lhua^.o ermordet worden fei, hat nunmehr die Bundesbehörden zu energischem Einschreiten veranlaßt. Gegen die in Lhikago- hcights tätige Verbrecherorganisation der im übri­gen noch sechzig andere Morde zur £ a ft gelegt werden, wurde eine Razzia unternom­men, bei der 25 Personen verhaftet worden sind. Man fand über hundert S ch r o t f t i n t e n, die wegen ihrer großen Streuung und der damit verbundenen tödlichen Wirkung eine beliebte Waffe der amerikanischen Verbrecherwelt sind, zahlreiche Revolver und außerdem Glücksspielappa­rate in so großer Anzahl, daß zur Fortschaffung drei Lastautos benötigt wurden. Der Schlupfwinkel der Verbrecher wies ein weitverzweigtes Reh unterirdischer Gänge mit ge- Heimen Aus- und Eingängen auf. das den Alkoholschleichhändlern und Verbre­chern als Zuflucht diente, von hier aus wurden auch Raubzüge organisiert, bei denen auf dea durch ausgedehnte Sumpfgebiete führenden ein­samen Landstraßen der Umgebung aus Kanada kommende A lk o ls en b un gen an gehal­ten unb geraubt wurden.

Devisenmarkt ve'-linKrank' -rl

Telegraphische Auszahlung

Banknoten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die L>öhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdislont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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