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Wahrend die dritte Mannschaft spiel­frei ist, steht die vierte ebenfalls auf eigenem Platz, der ersten Diebers im Kampf um die Punkte gegenüber. Der Ausgang des Treffens ist offen.

Von der Jugendabteilung ist nur die erste SchüleriNannschoft auf dem Plan. Sie fährt nach Wetzlar, um den Schülern desSport- Vereins das fällige Pflichtspiel zu liefern.

Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900.

5. Dieser Tage hat die Deutsche Sportbehorde für Leichtathletik dis Liste der dreißig Vesten der Saison 1929 veröffentlicht. Wie erfreulicherweise festzustellen war, ist die S p i e l v e r e i n i - gung 1 900 darin zweimal verzeichnet, näm­lich durch Emil Schäfer im Kugelstoßen, wo er mit seiner Iahrcsbestleistung von 13,50 Meter den 17. Platz einnimmt, und die 4X1500* Meter-Staffel (Willi Töngcs, Sigurd Lange, Reinhard Vepperling und Hans Pe* ters), die an 27. Stelle rangiert. Außer den 1900ern erscheinen nur noch zwei Vereine des Bezirks Hessen-Hannover in der Aufstel­lung (Hessen-Preußen-Kassel durch Schaurig und seine 4 X 1500-Metcr-Staffel, V. f. L. Wetzlar durch Paulus). Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Spielvcreinigungsleute unter besseren Ver­hältnissen noch günstigere Positionen hätten cin-- nehmen können, denn Schäfer mußte sein Trai­ning verschiedentlich unterbrechen, was ihn zu- rückwars, und die Staffel trat nur einmal (bei den Vezirksmeisterschasten) in Aktion. Jeden­falls legen diese Placierungen gutes Zeugnis von der Güte der 1930er Leichtathletik ab, und die Entwicklung deutet darauf hin, daß im kom- menden Jahr noch mehr wie fünf Spielvereini- gungsleute das Dreißig-Vesten-Abzeichen der D. S. B. tragen können.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

ö. Die Spielvereinigung 1900 hat nunmehr ihre 'Beteiligung an den Spielen um die Bezirks­meisterschaft von Hessen-Hannover zugesagt. Die ersten Begegnungen finden schon übernächsten Sonntag statt. Als Bewerber um den Dezirks- meistertttel treten auf: die beiden Ersten der Gruppe Kassel,Kurhessen" undHesfen-Preu-

ßen", der Meister deS Kreises Südhcmnover, Got- I tingen 05, und die 1900er als Lahnkreisvertreter.

Für kommenden Sonntag hat die Abteilungs­leitung zwei Spiele abgeschlossen, um dadurch besser über die endgültige Mannschaftsaufstellung für die Bezirksspiele befinden zu können: auf hie» sigem Platz empfängt eine kombinierte Elf die erste Mannschaft des Turnvereins 1862 Wieseck, der ein aufstrebender A. D. T.-Berein ist und ernst genommen werden muh: eine verstärkte zweite Mannschaft fährt nach Butzbach, um der gleichen des dortigen, handballspielerisch bestens bekannten Polizeisportvereins ein Gesellschafts- spiel zu liefern.

Die erste Jugend- und die erste Schülcrmann- schaften fahren zum Austrag der angesetzten Pflichtspiele zum Wetzlarer B. f. L.

Handball im Gau Hessen (O. T.)

3m letzten Derbandsspick stehen sich am nächsten Sonntag auf dem Llniversitätssportplah der Tv. Großen-Duseck und die Tg. Fried­berg gegenüber. Wenn auch Friedberg nicht mehr vom Tabellenende wegkommen kann, so hat Großen-Duseck immerhin noch Aussichten, da augenblicklich gegen den Tabellenführer Mtv. Gießen ein Verfahren schwebt, an führende Stelle zu gelangen. Die Spielstärke der beiden Gegner ist gleichwertig.

Vorher spielt die 2. Mannschaft des Tv. 18 4 6 gegen die 1. Mannschaft des Tv. Großen- Linden. Die Gäste konnten in überragendem Stil die Meisterschaft der Z-Klasse-West an sich bringen. Sie stellen eine sehr bewegliche Mann­schaft und die 1846er müssen auf dem Posten sein, wenn sie gewinnen wollen.

Arbeiter-Tum- und Gporibund.

Am kommenden Sonntag wird Gießen auf dem Trieb die erste Mannschaft von A. S. V. W e st e n d zum fälligen Kreisklassenspiel zum Gegner haben. Westend, das nach einer schweren Krise wieder im Aufstieg begriffen ist, wird auch in diesem Spiel zeigen, daß es seine frühere Spielstärke bald wieder erreicht hat. Auch Gießen scheint nun wieder eine Mannschaft ins Feld zu stellen, die zu den besten Hoffnungen Anlaß

gibt, wenn auch der unvermeidliche Abstieg zur Dezirksklasse nicht mehr aufzuhalten sein wird.

Auf dem Wiesecker Sportplatz werden Wie­se ck I b und Waldgirmes i sich ein Freund­schaftsspiel liefern, das die Einheimischen wohl als Sieger sehen wird.

Auch im Spiele Wieseck I. Jugend gegen den Reuling Saasen l. werden die jugendlichen Wiesecker ihren Gegner mit einer Riederlage ab­fertigem

Gießener Schwimmverein.

Am vorigen Sonntag fand in Frankfurt ein g a u - offenes Iugendwettschwimmen statt. Schauplatz der Wettkämpfe war das neue Fechen- Heimer Stadtbad mit seiner überaus sinnreichen Konstruktion. In dieser Halle wickelten sich die durchweg spannenden Wettkämpfe, zu denen insge­samt über 300 Meldungen abgegeben worden wa­ren, vor einer großen Zuschauermenge flott ab.

Leider mußte die Herrenjugendbrust­staffel des G.S.V. mit Ersatz schwimmen und konnte infolgedessen nicht auf Platz kommen. Die Dameniugendbruststafsel entschieden die Damen Handrick, Schuchard, Hublitz zu Gunsten des G.S.V. Sie hatten gegen Wetzlar einen schweren Stand. Während beide Kopf an Kopf das ganze Rennen hindurch kämpften, sah man die Wetz­larer Staffel um Handschlag früher am Ziel. Sic mußten aber wegen unvorfchriftmäßigen Wendens distanziert werden, so daß die Gießenerinnen zu ihrem wohlverdienten Sieg kamen.

Im 1 0 0 - M e t e r - H e r r e n j u g e n d f r e i st i l konnte Herbert mit 1:13 eine sehr schöne Lei­stung aufstellen und so guter Zweiter werden.

In Anbetracht des kurzen Wintertrainings kann der G.S.V. mit diesen Ergebnissen zufrieden sein.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 4. Dez. Ein noch junger und bis jetzt unbestrafter Mann hat im Sommer dieses Jahres wiederholt in Dad-Rauheim bei Pen­sionsgästen seines Arbeitgebers in dessen Auf­trag Gelder einkassiert, diese aber nicht abge-

Ttefert, sondern für sich verbraucht und sich da­mit der Untreue im einheitlichen Zusammen­treffen mit Unterschlagung schuldig ge­macht. Ferner hat er ihm zur Aufbewahrung anvertrautes Dcpotgeld eines Pensionsgastes unterschlagen. Obwohl es sich um beträcht­liche Summen handelte, ließ das Gericht mit Rücksicht auf die Llnbestraftheit des Angeklagten, sein Geständnis und seine offenkundige Reue weitgehende Milde walten und es bei einer Gefängnis st rafe von drei Monaten unter Anrechnung der Untersuchungshaft bewen­den.

Ein Sandgrubenpächter von Ilbenstadt war der fahrlässigen Tötung angellagt. In seiner Sandgrube in Ilbenstadt war im Sommer d. I. ein Arbeiter durch eine zusammenbrechende Wand verschüttet und getötet worden. Rach dem Sachverständigengutachten traf den Verunglück­ten, der sachkundig war und denBetrieb selbstän­dig führte, die Hauptschuld. Da die Dehauptung des Angeklagten, der unfachgemähe Abbau sei erst kurz vor dem Unfall und ohne sein Vor­wissen erfolgt, nicht zu widerlegen war, erfolgte Freisprechung.

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Eine schriftliche Mahnung ergeht nicht mehr.

Gießen, den 5. Dezember 1929.

Direktion

der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Gießen.

___________________Stolte.____________________

Vekamttmathung.

Die im Zuge der Straße Gleiberg- Gießen liegende Eisenbahnbrücke wird wegen Bauarbeiten vom 9. bis 24. De­zember 1929 für die Benutzung gesperrt.

Krofdorf, den 5. Dezember 1929. 10018D) Die Wegepolizeibehörde.

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Betr.: VolksentscheidFreiheitsgesetz".

Die Stimmkartei (Wählerliste) für die zum VolksentscheidFreiheitsgesetz" in der Stadt Gießen mit Gemarkung Schiffen- berg und Herrnwald stimmberechtigten Personen liegt vom 10016C

Sonntag, dem 8., bi» einschließlich

Sonntag, dem 15. Dezember 1929 im Stadthaus, Bergstraße 20 Zimmer Nr. 13 zu jedermanns Einsicht offen, und zwar werktags von 8 bis 13 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr, am Samstag, dem 14. Dezember 1929, von 8 bis 13 Uhr, an den beiden Sonntagen nur von 9 bis 13 Uhr.

Einsprüche gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Stimmkartei sind inner­halb der Osfenlegungsfrist bei Meidung des Ausschlusses bet dem Oberbürgermeister (Wählamts Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13) schriftlich anzu^eigen ober zur Niederschrift zu geben. Soweit die Richtigkeit einer Behauptung nicht offen­kundig ist, sind Beweismittel beizubringcn. Wird ein Einspruch nicht sofort für be­gründet erachtet, so entscheidet über ihn der Kreisausschuß endgültig.

Stimmberechtigt ist, wer am Abstim mungstage (22. Dezember 1929) Reichs- angcljörigcr, 20 Jahre alt und nach dem Retchswahlgesetz am Stimmrecht weder be. bindert noch von ihm ausgeschlossen ist. Abstimmen kann nur, wer in dte Stimm- Partei eingetragen ist oder einen Stimm­schein hat.

Gießen, den 6. Dezember 1929.

Der Oberbürgermeister. 3.23.: Dr. Seid.

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