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halten des Kranken. Alles Schnauben _ unb Husten ist zu vermeiden. Bisweilen bewähren sich kalte Umschläge aus die Base, das Genick oder die Herzgegend. Erst wenn man so vor- gesorgt hat, soll man an die eigentliche Blutstillung gehen. Gewöhnlich blutet es aus einem Nasenloch. Es empfiehlt sich in diesem Falle, zu versuchen, bei aufrechter Kopsstellung den betreffenden Nasenflügel 5 Minuten lang mit dem Finger fest zuzuhalten. Gewöhnlich kommt dann die Blutung zunächst zum Stehen. Delingt es nicht, mit einem Fingerdruck einen Stillstam) der Blutung zu erzielen, so empfiehlt es sich, das Nasenloch mit einem sauberen ODattebauld), den man evtl, vorher mit etwas Wafserstosf- Superoxhd-Lösung tränken kann, sest auszu- stopsen. Dieser Wattepfropf wirkt dann in gleichem Sinne tote der zudrückende Finger. Danz unzweckmäßig ist es, wenn die Blutung auf diese Weise zum Stillstand gekommen ist, alle Paar Minuten nachzusehen, ob es nicht noch weiter blutet Durch häufigeres Entfernen und Neuauflagen des Wattebausches wird die Gerinnung nur hinausgezögert. Ein beliebtes Dolksmittel ist es bei der Nasenblutung zu versuchen, durch Aufziehen von Wasser oder Essig die Mutung zu bekämpfen. Mit dieser Methode wird fast niemals der gewünschte Zweck erreicht, denn auf diese Weise werden etwaige Blutgerinnsel nur hinweggespült und so die Stillung der Blutung ausgehalten. Auch von der Verwendung sogenannter blutstillender Watte ist abzuraten, da sie oft gefährliche Gifte enthält, die unerwartete Nebenwirkungen zeitigen können.
Steht die Blutung mit den Mitteln der ersten Hilse nicht, so säume man nicht, den Arzt zu rufen, zumal wenn es sich um Blutungen handelt, die ihre Entstehung einer inneren Ursache verdanken, und man bleibe sich stets dessen bewußt, daß die Maßnahmen des Laien eben nur solche der ersten Hilfe, nicht aber eine ärztliche Behandlung darstellen.
Daten für Mittwoch, 7. August.
Sonnenaufgang 4.3- Uhr, Sonnenuntergang 19.38 Uhr. — Mondaufgang 7.09 Uhr, Monduntergang 21.06 Uhr. ,
1779- der Geograph Karl Ritter in Quedlinburg geboren (gestorben 1859); — 1898: der Aegyptologe Georg Ebers in Tutzing gestorben (geboren 1837).
Gießener Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 Stück 60 bis 1.40; Matte Pfund 30 bis 35- Wirsing 20 bis 25; Weißkraut 20 bis 25; Rotkraut 25 bis 30; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 20 bis 25; Ro- mischkohl 12 bis 15; Bohnen grüne 20 bis 25; gelbe 25; Erbsen 15 bis 20; Mischgemüse 10 bis 12; Tomaten 25 bis 40; Zwiebeln 10 bis 20; Pilze 40 bis 45; Kartoffeln neue 6; Frühäpfel 30 bis 35; Falläpfel 4 bis 5; Aepfel ausländische 45 bis 70; Birnen 10 bis 40; Sauerkirschen 40 bis 45; Heidelbeeren 35 bis 40; Stachelbeeren 20 bis 25; Johannisbeeren 20 bis 25; Himbeeren 40 bis 45; Pflaumen 25 bis 30; Mirabellen 40 bis 50; Reineclauden 40 bis 50; Aprikosen 50 bis 55; Pfirsiche 60 bis 65; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1.20 bis 1,30; Suppenhühner 1.00 bis 1,20; Tauben Stück 70 bis 90: Eier Stück 13 bis 14; Blumenkohl 30 bis 80; Salat 10 bis
Bekanntmachung. &
Oer Verkaufsraum bei der Wartehalle an der ,b00S'e,,n„u|obann
Dolkshalle soll zum 1. September 0.3. verpachtet werben. Auswärtige,- ver- 'TUrlnnt Ollsn kommen- Mlirkenmilch und sonstiae mieten. Schr, Ang. u.
sehr stark zugenommen. Personenwagen gab e- hl Hessen 1914: 999, 1928: 7273, Lastkraftwagen 19141 124, 1925: 1578, 1928: 2372.
** Oberhessen amRhein. Am vergangenen Sonntag veranstaltete, wie man uns schreibt, das Hapag-Reisebureau Gießen seine diesjährige volkstümliche Rhcinsahrt. Mehr als 600 Personen aus Gießen und Umgebung, Oberhessmr und den benachbarten preußischen Gebieten hatten sich eingefunden, um die herrliche Rheingegend Mainz—Rüdesheim. Riederwald. Koblenz zu besuchen. Das Wetter am Sonntag war toarm und freundlich, was die gute, heitere Stimmung der Teilnehmer noch förderte. Pünktlich 6.32 Uhr verließ der Sonderzug Gießen und kam planmäßig 8.27 Uhr in Mainz-Kastell an. Um 9 Uhr setzte sich der Dampser „Barbarossa" in Bewegung, zwei Musikkapellen liehen ihre fröhlichen Weisen erklingen. Nach dein Besuch von Rüdesheim, dem Riederwald-Denkmal und Ahmannshausen wurde Koblenz erreicht, wo da» Deutsche Eck und das Weindorf besucht wurde. Während der ganzen Fahrt herrschte die beste Stimmung. Konzert, Tanz und mehrere Ge- sangsvorträge der vorzüglich geleiteten Gesangvereine .Eintracht", Steinbach, Dirigent G. Sommer, und .Sängervereinigung", Herborn, Dirigent Rektor K ö b e, umrahmten die in allen Teilen gut gelungene Rheintour. Pünktlich um 22.08 kam man in Gießen wieder an, so daß die Anschlußzüge bequem erreicht wurden. Auch diese umsichtig geleitete Rheinfahrt wird allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. — Die vierte, für dieses Jahr letzte volkstümliche Rhein- sahrt findet am Sonntag, 25.~ August, auf allgemeinen Wunsch ebenfalls über Mainz—Rüdesheim—Riederwald—Ahmannshausen nach dem gleichen Reiseplan statt.
Starkenburg.
WSN. Darmstadt, 5. Aug. Ein schweres Unglück ereignete sich am Sonntag in der Technischen Hochschule. Der Monteur Georg Henkel kam beim Arbeiten der Starkstromleitung zu nahe und wurde vom Strom getroffen. Er brach bewußtlos zusammen und trotz dreistündiger ärztlicher Bemühungen zur Wiederbelebung blieben diese Anstrengungen ohne Erfolg.
Verantwortlich für Lokales: i. V. Dr. Thyriot.
15; Salatgurken 15 bis 50; Einmachgurken 2 bis 5- Endivien 20 bis 30; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 20; Radieschen Bund 10 bis 15; Kartoffeln neue Zenter 5,00 bis 5,50 Mk.
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheater Gießen: .Salome", auf der Waldbühne von 20.30 bis 21.45 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Der Berg des Schicksals" und .Larry in der Sägemühle". r<_
— Stadttheater Dietzen (Walb» bühne). Man schreibt unS: Die heutige Ausführung von „Salome" auf der Waldbühne (Spielleitung Dr. Rolf Prasch) beginnt um 8,30 Uhr; Ende kurz nach 10 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet die DorsteUung im Stadttheater statt, was durch Aushängen von Fahnen kenntlich gemacht wird.
— Sonderkonzert. Am Mittwoch, 7. d. M., 20.15 Uhr abends, findet auf der Liebigshöhe ein Sonderkonzert des Musikkorps des 1. Botls. 15. Inf.- Regts. unter Leitung von Obermusikmeister ßöber statt. e
" Welche Fünfmarkscheine sind gültig? In letzter Zeit kann öfters die Wahrnehmung gemacht werden, dah die Fünfmarkscheine mit dem Ausgabedatum vom 2. Januar 1926 nicht mehr in Zahlung genommen werden. Bon maßgebender Stelle wird mitgeteilt, daß wohl die Fünfmarkscheine mit dem Ausgabedatum vom November 1925 (Ausgabe ohne Kopfbild), mit breitem gelben Rand auf der rechten Seite, aufgerufen sind, und nur noch von der Deutschen Rentenbank in Berlin eingelöst werden. Diese Noten sind aber kaum noch im Umlauf. Dagegen sind die Scheine mit Kopfbild und Ausgabedatum vom 2.3anuar 1926 nach wie vor gültig. Cs liegt daher kein Anlaß vor, diese Scheine nicht in Zahlung zu nehmen.
»♦ Schulversonalien. Ernannt wurden: der Lehrer Karl Nicolai zu Gonterskirchen, Kreis Schotten, zum Lehrer an der Volksschule zu Mainzlar, Kreis Gießen; der Lehrer an der Volks- schule zu Wieseck, Kreis Gießen Ludwig Petri zum Rektor dieser Schule; die Lehrer Karl Helle r zu Nieder-Florstadt, Kreis Friedberg, und Da- lentin Stumpf zu Burkhardsfelden, Kreis Gie- ßen, zu Lehrern an der Volksschule zu Wieseck, Kreis Gießen; der Lehrer Heinrich Steinhauer zu Eichelsachsen, Kreis Schotten, zum Lehrer an der Volksschule zu Schotten. „ , ,
** Erledigte Lehrer st eilen. Erledigt sind: Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Fischbach, Kreis Alsfeld, Dienstwohnung ist vorhanden und sofort beziehbar; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Mittel-Seemen, Kreis Schotten.
•• Eine Obst- und Gernüse-Absah- Genossenschaf t, e. G. m. b. H., wurde in diesen Tagen zur Hebung und Förderung des Obst- und Gemüsebaues hier gegründet. Es hatten sich eine größere Anzahl Interessenten aus dem Kreise Gießen und den benachbarten Bezirken eingcsunden. Generalsekretär Dr. Strub, Darmstadt, und der Vorsitzende Landwirt Heinrich Jäger, Ober-Hörgem, hielten einleitende Vorträge. Zum Geschästssührer wurde
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Franz Rorth, Dietzen, bestimmt. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden den sämtlichen Bezirken des Arbeitsgebietes entnommen, u. a. gehören dazu Bürgermeister Schmidt, Dors-Dill, und Landtagsabgeordneter Fenchel. Ober-Hörgern, welche beide auch gleichzeitig dem Aussichtrat angehören. Die Erzeugnisse der Genossen sollen hauptsächlich an die Einwohner der Stadt Dietzen abgeseht werden, wobei vor allem auf Güte der Ware und zeitgemäße Verpackung besondere Sorgfalt verwendet werden soll.
•• Einbruchsdieb stahl. Der Polizeibericht meldet: 3n der vergangenen Nacht wurde in dem Konsumverein in der Schanzc-nstrahe ein größerer Einbruch verübt. Der Täter drang nach dem Oefsnen der Haustür mit Hilfe eines Nachschlüssels und durch Aufbrechen der Kellertüren in den Keller ein und gelangte von dort aus ungehindert in den Verkaufsraum. Hier hat er alle Behältnisse gewaltsam erbrochen und einen größeren Geldbetrag, Wäschestücke und einige Lebensmittel entwendet.
** Kein Geständnis. Die hiesige Staats- anwaltschaft teilt mit: Durch die Presse ist kürzlich die Nachricht gegangen, der am 25. Juni d. I. bei Gelnhausen angeschossene Wilderer Karl Kipper aus Oberseemen habe auf dem Sterbebett gestanden, den im Juli 1922 in seinem Revier erschossen aufgefundenen Förster Maul ermordet zu haben. — Dies entspricht nicht den Tatsachen. Kipper, der nur leicht verletzt war und bereits wiederhergestellt ist, hat ein derartiges Geständnis niemals abgelegt.
* Richtige Adressen im Verkehr m i t B e h ö r d e n ! In der jetzigen Ferien- und Urlaubszeit kommt es immer wieder vor, dah Eingaben und Mitteilungen, die an eine Gerichts- ober Verwaltungsbehörde zu richten sind, an die persönliche Adresse eines Mitgliedes der betreffenden Dienststelle gerichtet werden. Es sollte das durchaus vermieden werden. Wenn sich der betreffende Beamte auf Reisen befindet, _ was gerade in der jetzigen Zeit sehr wohl möglich ist, so läuft der Absender des Schreibens Gefahr, daß es erst ganz erheblich verspätet zur amtlichen Behandlung kommt. Man adressiere also an das Kreisamt zu T oder das Amtsgericht zu B und man vermeide immer auf der Adresse die Angabe einer Cinzelpersönlichkeit.
•• Haltet auf gute Wandersittenl So verurteilenswert es ist, Wald und Flur mit allen möglichen Warnungsschildern und Verbotstafeln zu verschandeln, so notwendig bleibt es, dem wandernden Publikum gelegentlich ein ernstes Mahnwort zuzurufen. Die „Deutsche Bergwacht e. 03.“ Abteilung „Rhein-Main-Dau" Sih Frankfurt a. M. tut dies, indem sie an den begangensten Wanderwegen und Rastplätzen ihres Arbeitsgebietes den Wanderern auf neuen Merktafeln wie folgt ins Gewissen redet:
Wandrer schone Wald und Flur! Heilig sei dir die Natur!
Halte Weg und Plätze rein! Latz' das Spiel mit Feuer sein!
Die Bergwacht läßt ihre Mahnung in klarer Schrift auf klarem Grund dem wandernden Publikum vors Auge treten in der Hoffnung, daß sie für gute Wandersitten wirken und damit der Förderung echten und rechten Raturgenusses dienen möge.
*• Die Autos in Hessen. Die Zahl der Kraftfahrzeuge in Hessen hat in den letzten Jahren
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