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Bezirkssparkasse Gießen

soll die Kommission um die Aufhe - des 3ugendfchuhgesehes bemüht

Weise bang sein.

betrug in Zu- und Abgang 9 800 000 Mark. Der Um s a tz im Kontokorrent- (Giro-) V e r -

Große Strafkammer Gießen.

Gießen, 3. Dez. Dis in die Abendstunden dauerte die Berufungsverhandlung ge­gen den früheren Bankier L. von Butzbach, so­wie seinen Prokuristen H. und einen jüngeren Angestellten, der seinerzeit die Stelle des De- potbuchhalters dort bekleidete. Dor einigen Wo­chen waren, wie wir damals berichteten, die Angeklagten durch das hiesige Erweiterte Schöf- engericht wegen Dergehens gegen das Depot­gesetz, bzw. Beihilfe hierzu, L. außerdem wegen Konkursvergehens zu Gefängnis st rasen, und zwar L. von 3 Jahren, H. von 2 3 a h - ren, und der Angestellte von 3 Monaten verurteilt worden. Während L. sich bei diesem Urteil beruhigte, hielt die Staatsanwaltschaft int Interesse des Kreditwesens und im Hinblick auf den gemeingefährlichen Charakter derartiger Der- untreuungen die gegen L. erkannte Strafe für zu niedrig und verfolgte zum Zweck der Er­höhung der Strafe, bzw. Dersagung mildernder Umstände gegen das Urteil Derufung. Die bei­den anderen Angeklagten hatten zwecks Herab­setzung der Strafe bzw. Freisprechung ebenfalls das Urteil angefochten.

Die jetzt nochmals aufgerollte Verhandlung ergab im wesentlichen das gleiche Dild wie in der ersten Instanz. L.. der damals schon längere Zeit zahlungsunfähig war, hatte in diesem Be- wuhtsein fremde, ihm anvertraute Wertpapiere in sehr beträchtlicher Höhe unterschlagen, wo­bei ihm sein Prokurist H. durch Rat und Lat wesentlich Deihilfe leistete. Durch die rechts­widrige Zueignung dieser fremden Papiere konnte sich L. noch einige Monate über Wasser halten. Doch mußte er Ende April v. 3., nachdem er durch eine finanzielle Beteiligung an einem in­dustriellen Unternehmen größere Berluste er­litten halte, über sein Vermögen Konkurs an­melden. Hierbei stellte sich heraus, daß L. über­mäßigen Aufwand getrieben hatte, durchschnitt­lich erreichten die monatlichen Privatentnahmen die Grenze von 2000 Mk., während sein Verdienst nur ein Bruchteil hiervon war. Außerdem waren die Bücher so geführt, daß sie keinen Ueber- blick über sein Vermögen gewährten.

Das Berufungsgericht, das im wesentlichen zu den gleichen Feststellungen wie die erste Instanz kam. billigte L. mit Rücksicht auf seine bisherige Unbestraftheit, fein Geständnis und seine Fa^ milie mildernde Umstände zu und bestätigte unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft das erstinstanzliche, auf 3 Jahre Gefängnis lautende Urteil. Die Berufungen der beiden an­deren Angeklagten hatten insofern Erfolg, als die gegen H. erkannte Strafe auf 1 Jahr Ge­fängnis herabgesetzt und der Depotbuchhalter mangels ausreichenden Beweises freigespro­chen wurde.

Kirchliche Nachrichten.

_ Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Siidanlage). Samstag, 7. Dezember. Vor­abend: 4.30 Uhr: morgens 9 Uhr: abends 4.35 unt 5.15 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 7. Dezember 1929. Freitag abend 4 Uhr: Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.15; Wochengottesdienst morgens 7; abends 4 Uhr,

Nealkredit (Hypothekengeschäft) zugewandt hat, sind doch die Hypotheken gegenüber dem Vorjahre um 1 397 OO0 Mark gestiegen. Auf Hypotheken sind bis Ende 1928 insgesamt 2 745 000 Goldmark ausgeliehen worden. Auch die Ausleihungen an Gemeinden und öffentliche Körper- schäften erfuhren eine wesentliche Steigerung, in­dem Ende 1928 2 953 800 Mark ausgeliehen waren.

Die Kontokorrentkreditc sind etwas zu­rückgegangen, dagegen sind die Guthaben bei Girozentralen und Banken um mehr als 600 000 Mark gestiegen. Eine geringe Steigerung erfuhr auch die Anlage in Wechseln, die noch keine 30 000 Mark ausmocht. Festgestellt wurde auch, daß die Liquidität derSparkassc nach wie vor als vollkommen genügend zu bezeichnen ist. Den Gesamtverpflichtungen von 11 600 Ö00 Mark standen nahezu 3 Millionen Mark flüssige Mittel gegenüber.

Die Sparkasse vergütete im Berichtsjahr für Spareinlagen 6 und 7 Prozent, teilweise noch einen höheren Zinssatz bei Hereinnahme von Monatsgeldern, oder für langfristige Gelder. 3m Kontokorrentverkehr wurden 5 Prozent Zin­sen vergütet. Der Zinssatz für Hypotheken hielt sich im Berichtsjahr ebenfalls auf dem Satz von 9 Proz., während für Kon'olorrentkredite 10 Pro­zent erzielt wurden. Dabei hat die Sparkasse keinerlei Provisionen oder sonstige Gebühren be­rechnet. Sie arbeitet somit mit kleinstem Ruhen, wie dies dem Charakter eines öffentlichen Geld­institutes entspricht.

Der Voranschlag für 1 930 fand eben­falls die Genehmigung der Versammlung. Ferner wurde der Antrag des Vorstandes, den Rein­gewinn von 21 768,52 Mk. der Rücklage zu überweisen, genehmigt.

Ebenso wurde einstimmig die Aufnahme der Gemeinde Obbornhofen in den Verband der Sparkasse genehmigt. Damit steigt die Zahl! der Dezirksgemeinden auf 40, nämlich die Stadt Gie­ßen und 39 Landgemeinden des Kreises Gießen.

Rachdem noch einige Fragen erledigt waren, auch der Vertreter der Aufsichtsbehörde, Herr Oberregierungsrat Dr. Heß, der Verwaltung, sowie den Beamten und Angestellten der Spar­kasse den Dank für die gewissenhafte Geschäfts­führung ausgesprochen hatte, konnte der Vor- sitzende nach einem kurzen Schlußwort die Ver­sammlung schließen.

vntcrfffltien. Der Redner tarn dann noch attf dfe in England und Amerika bestehenden Bausparkassen zu prcchen um zum Schluß zur tatkräftigen 'Mitarbeit aufzurusen. Nach einigen geschäftlichen 'Mitteilungen des Obmanns il i h l e i n, der erwähnte, daß in Gießen bereits acht Wohnhäuser mit zinslosem Bau­geld errichtet worden sind, wies der Referent in einem kurzen Schlußwort darauf hin, daß wir bei der heutigen Wirtschaftsnot wieder zur Spar- amkeit zurückkehren und uns selbst Helsen müß- ten, durch Schaffung eines Eigenheims, das auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit über manche Schwierigkeit hinweghelfe. Wir feien aber auch ver­pflichtet, unseren Kindern, die ebenso wie wir unter den Folgen des Krieges zu leiden hätten, ein Vater­haus zu fchasfen, damit wir später einmal darüber Rechenschaft geben könnten, alles getan zu haben, was menschenmöglich war. Auch zur Lösung des Problems der Wohnungsnot sei tatkräftige Mitarbeit Pflicht jedes Deutschen.

Äriefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

G. M. in Wieselt. 1. Freud, geb. am 6. Mcn 1856 zu Freiberg (Mähren), lebt noch. 2.Wer ift'3, letzte IX. Ausgabe 1928, Kürschners Li­teraturkalender. Kürschners Gelehrtenkalender, außerdem Reichspatentamt, Berlin SW 61, Git- schiner Straße 97/103.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 5. Dezember 1929.

(Sin Bäumlein grünt im tiefen Tann j

(Zum Nikolaustag.)

Es wird aus der Zeitung vernommen, daß der heilige Sankt Nikolaus werde kommen

Otis Moskau, wo er gehalten wert und als Heit ger wird verehrt; er ist bereits schon auf der Fahrt, zu besuchen die Schuljugend zart, zu sehen, was die kleinen Mägdlein und Knaben in diesem 3ahr gelernet haben, in Beten, Schreiben, Singen und Lesen, auch ob sie sind hübsch fromm gewesen. Er hat auch in seinem Sack verschlossen schöne Puppen, aus Zucker gegossen. Den Kindern, welche hübsch fromm wären, will er solche schönen Sachen verehren.

(Wunderhorn.)

Cs will wieder Weihnachten werden. Mein kleiner 3ungc hat es in der Zeitung entdeckt; denn da stand im Anzeigenteil, daß einzelne Plätze, auf denen Christbäume verkauft werden follen, vergeben werden, Und beim letzten Wald- spaziergang bat er schon so aufmerksam die jun­gen Tannenbäumchen betrachtet und immer wieder gefragt:Gelt, so einen bekommen wir auch?" Dabei hat er natürlich immer den allergrößten für sich ausgesucht.

Morgen aber kommt der Nikolaus!, der flute Mann, der das Tor öffnet zur Weihnachts- ftimmung. Wohl poltert er rauh daher und will die Kleinen schlagen, aber sie kennen ihn: er hat ein goldues Herz, und schließlich öffnet er feinen Sack und schenkt Nüsse und Aepfel.

Das ist der Ansang. Bon nun an denken die Kleinen Tag und Nacht an das Christfest, an den Tannenbaum, an die Geschenke. Sie leben und weben in diesem Zauber. Tausend Fragen

Wer von uns Alten möchte nicht noch einmal so ganz die Borfreuden der Weihnachtstage mit­erleben. so ganz in froher Erwartung schwelgen und von Herzen auf eine schöne Zukunft hoffen? Wer möchte nicht mit dem Dichter sprechen:

Ein frommer Zauber hält mich wieder, anbetend, staunend muß ich stehn;

es sinkt auf meine Augenlider ein goldner Kindertraum hernieder, ich fühl's, ein Wunder ist gescheh n! (Storm.)

Gießener Wochcnmarktprcisc.

Es kosteten auf dem heutigen Wochen markt: Käse 10 Stück 60 bis 1.40; Butter Pfund 2.10 bis 2,20; Matte 30 bis 35; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 25 bis 35; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 1.00 bis 1,20; Tomaten 50 bis 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 80; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kartoffeln 4'/, bis 5;,Aepfel 10 bis 15; Birnen 10 bis 15: Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,20 bis 1,30; Suppen­hühner 1,00 bis 1,20; Gänse 1,10 bis 1,30; Nüsse 50 bis 80; Tauben Stück 70 bis 90; Kisteneier 17; frische Landeier 18 bis 19: Blumen­kohl 50 bis 1,00; Endivien 10 bis 40; Ober- Kohlrabi 10 bis 50; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln Zentner 3,80 bis 4,00; Wirsing 10,00 bis 12,00; Weiß-

ordentliche Mitgliederversammlung der Sparkasse statt. Nach einleitenden Be- grühungsworten gedachte der Vorsitzende der in den beiden letzten Jahren verstorbenen Gemeindevertrc- ter, der Herren Bürgermeister Völker (Lich), Bürgermeister Will (Treis a. d. Lumda) und Ge- meinderechner Velten (Lang-Göns). Der vierzig­jährigen verdienstvollen Tätigkeit des Herrn Bürger­meisters i.R. Leun (Großen-Linden) als Mitglied des Aufsichtsrates murb: seitens des Vorsitzenden ebenfalls in ehrenden Worten gedacht, nachdem in der letzten Aufsichtsratssitzung dem Jubilar eine be­sondere Ehrung zuteil geworden war.

Der Vorsitzende wies ferner auf die Einrichtung der öffentlichen Bausparkasse im Volks- ftaat Hessen, die an die Hessische Girozentrale in Darmstadt angegliedert ist, hin und forderte die anwesenden Gemcindevertreter auf, an dieser neuen Aufgabe der Sparkassen mitzuwirken.

Die in der Versammlung vorgelegtc Rechnung, der Rechnungsabschluß, die Bilanz, Gewinn- und Der- lustrechnung wurden einstimmig von der Versamm­lung genehmigt, nachdem der Vorsitzende eingehend Bericht erstattet hatte. Aus dem Bericht ist zu er­wähnen, daß die S p a r e i n l a g e n im Jahre 1928 einen Zuwachs von 3 266000 Mark er­fahren haben. In der Vorkriegszeit betrug der Ein­lagenzuwachs etwa 1 Million Mark, im Jahre 1928 dagegen mehr als 3 Millionen Mark, indem die Spareinlagen von 6118 000 auf 9 385 000 Mark stiegen.

Die Zahl der Sparkonten erhöhte sich um 3269 Stück, sie stieg auf 14 568 Stück. Die Kontokor­rent- (Giro-) Einlagen erfuhren im Jahre 1928 eine Zunahme von über 719 000 Mark, sie er­reichten Ende des Berichtsjahres einen Betrag von 2 314 000 Mark. Der Umsatz imSparverkehr

Tagung der hessischen Lichtspieltheater« bescher.

WSN. D a r m st a d t. 4. Dez. 3m Hotel Zur Traube" waren heute die hessischenLicht- spieltheaterbesitzer zusammengekreten, aktuelle Fragen des Lichtspielwesens zu behan­deln. Der Vorsitzende des Verbandes, Mat­ter ^Frankfurt a. M.), begrüßte die zahlreich Erschienenen und behandele dann in seinem Referat das hessische Stempelsteuer- gesetz. Das Spielverbot und die Pro­grammeinschränkungen am Karfreitag, Palmsonntag und am Totensonntag würden nir­gends so streng durchgeführt, wie gerade in Hessen. Auch das 3ugendschuhgeseh sei. abwegig, weil die Filme ja zensiert und be­sondere 3ugendvorstellungen ausdrücklich bekannt- gegeben würden. Durch die Vorschrift, daß jugendliche nur in Begleitung der Eltern Lichtspieltheater besuchen dürften, entstehe ein großer Einnahmeausfall, da naturgemäß die Eltern Kindervorstellungen nur sehr ungern zu besuchen pflegten. Der Red­ner forderte dann noch die Abschaffung des in der Inflationszeit zustande gekommenen Auf - rundungsparagraphen in der Ver- gnügungssteuerverordnung. Nach leb­hafter Debatte wurde eine Kommission eingesetzt, die einen Antrag an den Hessischen Landtag richten soll, um die Aufhebung des Stempel st euergesehes in bezug auf die als ständige Gewerbebetriebe anzusehenden Licht­spieltheater zu fordern, da man mit diesem Stempelsteuergesetz ausschließlich die fahrenden Schausteller erfassen wollte. 3n der gleichen

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** Die Geschäftszeit an den nädjften Sonntagen. Wie wir vom Polizeiamt Gießen erfahren, werden die Ladengeschäfte an den nächsten drei Sonntagen vor Weihnachten von 12 bis 18 Uhr für den Verkauf geöffnet fein.

Personalien. Ernannt wurde der Gen­darmeriehauptwachtmeister auf Probe, Heinrich Stör zu Friedberg, zum Gendarmeriehaupt­wachtmeister mit Wirkung vom 1. November ab. Verseht wurde der Förster Emil O b e r h e i m zu Rockenberg in die Försterei Lihberg, des Forstamts Konradsdorf, vom 1. 3anuar 1930 ab.

** Gepäckmarsch der Gießener Stu­dentenschaft. Auch in diesem Jahre veranstaltet die Gießener Studentenschaft wieder einen Gepäck­marsch, der am nächsten «eonntag durchgeführt wer­den soll. Der Marsch beginnt um 11 Uhr an der Universität und führt von dort aus durch die Lud- wigstraße, Kaiserallee, Grünberaer Landstraße durch die achte Schneise, Licher Straße, Kaiserallee, Lud- wigstraße zur Universität zurück, wo die ersten Teil­nehmer voraussichtlich gegen 12.30 Uhr zu erwar­ten sind. Die Strecke beträgt 12 Kilometer, die Be­lastung jedes Teilnehmers 10 Kilo. Der Marsch besteht aus Einzel- und Mannschaftskämpfern. Für die besten Mannschaften der Korporationen ist von der Dozentenschaft ein Bild als Wanderpreis ge­stiftet, für die Fachschaften ein Preis des Hessischen Ministeriums für Kultus- und Bildungswesen.

** D i e kirchenmusilalischen Feier­stunden sind nun schon fast zu einer ständigen Einrichtung unserer Gemeinden geworden, und ihr seitheriger starker Besuch zeigt, daß man da­mit lebhaftem Bedürfnis entgegemommt. Gerade diese Adventszeit mit ihrem Warten auf Weih­nachten scheint aber dafür besonders geeignet. Deshalb ist es mit Freude zu begrüßen, daß auch am nächsten Sonntagabend wieder eine solche musikalische Adventsfeier in unserer Stadi- tirche stattfindet, die von der Markusgemeinde veranstaltet, zu der aber jedermann herzlich willkommen ist. Der Altmeister 3ohann Se­bastian Bach und der moderne Max Reger wer­den in Musik und Lied zu uns sprechen. (Siehe heutige Anzeige.)

** Sie Deutsche Bau- und Siedlungs­gemeinschaft,Ortsgruppe Gießen, ver­anstaltet am Sonntagnachmittag im Saale des Cafe Leib eine gut besuchte Versammlung. Nach einer kurzen Einleitung des Obmanns U i h 1 e i n sprach der Vorsteher Philipp (Darmstadt) überWoh­nungsbau mit zinsfreiem Kapital". Seine Ausfüh­rungen galten zunächst der Einführung in das Pro­blem der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft. Er schilderte dabei vor allem deren Ziel, den Mitglie­dern noch zu Lebzeiten ein schuldenfreies Besitztum zu sichern. Der Redner behandelte sodann die Frage: Auf welchem Wege kommen wir zu einem Eigen­heim?" In diesem Zusammenhang zeigte er, wie Sparer und Darlehensempfänger die gleichen Ziele hätten, auch gleiche Pflichten und gleiche Vorteile. Der Redner erläuterte dann in längeren Ausführun­gen, teilweise durch praktische Beispiele illustriert, die Vorteile des zinsfreien Systems, auch in bezug au die Bekämpfung der Wohnungsnot, um sich hicrau mit den Leistungen der Bausparer vor und nach der Darlehensgewährung zu befassen. Weiter sprach der Redner von der Wartezeit, welche durch höhere Lei­stungen und Steigerung der Mitgliederzahl noch we­sentlich abgekürzt werden könne, sowie von dem Ver- teilungssystem und dessen Auswirkung. Er kam dann auf die finanziellen Grundlagen der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschoft zu sprechen, erläuterte eingehend die den Bausparern gebotenen Sicher­heiten und wies bei dieser Gelegenheit auf das weit­gehende Selbstbestimmungsrecht der Baujparer hin. Weiter besprach er die auf Grund der Satzung den Bausparern zukommenden Rechte und Pflichten. Der Redner kam dann auf die ungünstigen Finanzen der Kommunen zu sprechen, denen ein besonderer Anteil an der Lösung der Wohnungsfrage zukomme. Die Kommunen seien daher gezwungen, Mittel und Wege zu suchen, um ihre Aufgaben in dieser Hin­sicht ohne Aufwendung größerer Mittel zu erfüllen. Der Redner zeigte an Hand von Beispielen die Mög­lichkeit der Zusammenarbeit von Bausparkasse und Kommune. Auch für die Hausbesitzerorganisationen bestehe die Möglichkeit, durch Zusammenarbeit mit der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft ihre Mitglieder bei der Ablösung von Hypotheken zu

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Wie uns die Direktion der Bezirkssparkasse Gießen mitteilt, fand am 29. v. M. unter dem Vorsitz des Direktors Z a ch e i s in Gegenwart des Vertreters der Aufsichtsbehörde, des Herrn Ober- regierungsrats Dr. H e h die diesjährige außer-

Kammerspieltag (zusammen mit dem Goethe- bund): das chinesische StückEin Spiel vom Schmetterlingstraum". Der Spielleiter Dr. Karl Ritter beabsichtigt, diesen Einakter ganz in chinesischem Stil herauszubringen Gang und Be­wegung werden nicht in der Art der europäischen Bühne, sondern im chinesischen Stil dargestellt. Vorher einführender Vortrag von V e w Ting, erster Assistent des China°3nstikutes Frankfurt a.M.

- Vorträge über Friedrich Ritte I- meyer. Man schreibt "uns: Die Persönlichkeit von Friedrich Rittelmeyer ist als religiöse Per­sönlichkeit durch dessen Vortragstätigkeit und durch die von ihm ausgehenden Schriften über ganz Deutschland bekannt. Durch sein ganzes Wirken geht als besonders charakteristisch das Bestreben hindurch, das Christentum f o zu ver­treten, wie es dem Menschen der Gegenwart angemessen ist. Er betrachtet als die allerwich- tigste Aufgabe einer jeden Zeit, das Christentum s o zu verwirklichen, wie es im Sinne der je­weiligen Zeit liegt; Das gilt auch für die heutige Zeit; es erfordert, daß das Christentum nicht stehen bleibt, sondern sich neu besinnt auf die durch die heutige Zeit gestellten Aufgaben. Wenn das Christentum diese Aufgaben aufgreift, so er­weist sich darin dessen Fülle und Lebendigkeit. Aus Grund seiner gewissenhaften Auseinander­setzungen mit dem modernen Zeitgeist und mit Len modernen Geiftesströmungen (Nietzsche, Tol­stoj, Johannes Mueller, Rudolf Steiner) hat sich Friedrich Rittelmeyer die Möglichkeit erworben, etwas auszusagen, was als Beitrag zur Frage: Gegenwart und Christentum, angesehen werden kann. Daher veranstaltet die Bewegung für reli­giöse Erneuerung in dieser und in der kommenden Woche zwei öffentliche Vorträge, in denen Lic. Robert Goebel zur Frage sprechen wird: W as hat Friedrich Rittelmeyer un­serer Zeit zu sagen?" Der erste Vortrag am Freitag, 6. Dezember, behandelt das Thema: .Der Ruf der Gegenwart nach Christus; der zweite Vortrag am Freitag, 13. Dezember, das Thema:Meditation und Seck sterziehung'. Beide Vorträge: Universität, Hörsaal 41, jeweils 20.15 Uhr. (Vgl. die Anzeigen,)

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Morgen, Freitag abend im Postkeller" öffentliche Versammlung mit dem Vor­tragschemaDas Volt erwacht!" (Siehe heutige An- aeiflc.)

Deutscher Sprachverein. Am Mon­tag, 9. Dezember. Vortrag von Professor Dr. Alfred Götze überWandlungen der deutschen Sprache von Barock zum Sturm und Drang". Siehe gestrige Anzeige.

Zu Eigenheim und Eigentum durchSelbsthilfe der Arbeit". Heber dieses Thema findet am morgigen Freitagabend im Cafe Leib ein Vortrag statt, der von der Zwecksparkasfe der Selbsthilfe der Arbeit ver­anstaltet wird. 3nteressenten werden im heutigen Anzeigenteil eingeladen. Näheres in der Anzeige.

stellen sic. hundert Wünsche bringen sie vor.

3n der Schule wurde am Montag der Advents­kranz. aus grünen Tannenzweigen geflochten, mit roten Lichtlein besteckt, aufgehängt. Es war ein kehr betrug in 1928 in 141941 Posten 45 750 000

düstrer Morgen, und gar lieblich nahm sich der Mark. Der Gesamtumsatz stieg von 102 900 000

Kranz der brennenden Kerzen aus. Ein ahnungs- Mark aus 118 200 000 Mark. Die Rechnung schließt

volles Schweigen ging durch die Klosse, eine in- mit einem Rechnungsrest von 412 539,29 Mark.

nerc Vorfreude ließ die Herzen erheben: Nun Aus dem Rechenschaftsbericht geht hervor, daß kommt das schönste Fest,das wir auf Erven auch die hiesige Sparkasse sich mehr und mehr dem

- .. , Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: Lichtbil-

Mn '^nf*aette( getrieben? «amburg.

Gbr.iMint.4cn. Wenn bu aber to>Mm n.cht 'gÄ9 20.15 UfcS.l?

^crUg ^iDoröen btft, unö das 'st sicher de K . __ (Bortraq über Stosfmalerei mit Ausstellung, dann schreibe ruhig weiter 16,30 bis 18,30 Uhr und von 20 bis 22 2hr.

juni Fenster hinaus, wenn bie 6ferne blnifen. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die weiße dann fliegen die kleinen Englern unftchtbar am $ßUe oon Astoria-Lichtspiele:

.vjuninel entlang und ue^nen alle Wunschzettel ^önig Howbvy" undDer Straßensänger von mit. Wenn du sie auch nicht siehst, lege den Zettel ntcncs|Q«

Fenster. Er wird abgeholt und dem _ dem S t a d t t h e a t er b u r e a u

E'hr'ltkindlein überreicht. , , , wird uns geschrieben: Morgen. Freitag, 6. De-

Unb wenn du merkst, daß esi mi W naä) ^rnkxw. 20 Ahr. Berstls LustspielSkribbhs Sup- Mandeln. Margipan und andern guten Sachen pje besten". Sonntagvormittag zweiter duftet, dann sei nicht neugierig, sondern Der- > v- - - 1 - - - - -

suche, der Mutter zu Helsen, wo und wann du kannst. Laß' aber deine Finger von all den Sachen, die du nicht berühren sollst! Das Christkind sieht und merkt alles. Schreib auch <ms deinen Wunschzettel, daß wir zu Weih­nachten Schnee, richtigen Schnee, haben wollen, dann ist es noch einmal so schön. Das Christ- kindchen kommt dann gegangen, wie auf einem weichen Teppich. Es freut sich, wenn alles schön geschmückt ist. Auch du kannst da mikhelfen. Du kannst aus buntem Glanzpapier schon Sterne schneiden, Nüsse versilbern oder gar vergolden. All diese Herrlichkeiten kommen dann an das Bäumchen, das eben noch im grünen Tann wartet, bis es geholt wird. Aber lange wird's nimmer dauern.

Hast du auch daran gedacht, daß sich deine Geschwister und deine Eltern freuen, wenn du ihnen etwas zu Weihnachten schenkst? Es braucht gar nicht viel zu fein, aber etwas wird dir schon einfallen. Du sollst einmal sehen, welche Freude es allen macht! Wenn du etwas gestickt, gemalt oder gebrannt hast, wickle es hübsch ein. Das Christkind wird es schon unter den Tannen­baum legen.

3n der Schule fangt ihr an und singt Weih­nachtslieder: Vom Himmel hoch, da komm ich her; Ihr Kinderlein kommet; Stille Nacht! und viele andere. Mach deine Ohren auf, daß du sie recht gut behältst; denn am allerschönsten ist es, wenn unter dem Weihnachtsbaum gesungen wird.

kennen". . .......

Sie wollen den Zauber ewig jung erhalten, QfltClt für Freitag, 6. Dezember. ÄÄÄSnÄÄÄ ««

Die ersten Strahlen der Erwartung, der kom° Hesselby geboren (gestorben 1928). wenden Freuden vergolden ihre Zukunft. Was I Bovnotizctt.

toirb es alles geben? , Tageskalender für Donnerstag.