in 20 Tagen'
u n g de s Reise- Gebiet. Wie der
Verkehrs im besetzten
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Mercedes-Benz
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Berliner Börse.
Berlin, 5. Okt. (WTB. Funtspruch.) Der heutige Frühverkehr stand im Zeichen großer Geschäftsstille. Eine bestimmte Tendenz war noch nicht erkennbar, Kurse wurden nicht genannt
Stiftungsfest. 20,15 Uhr, Cafe Leib. — Erste Reichskurzschriftgesellschast „Gabelsberger": Vereinsabend in der „Stadt Cid)". — Artilleri sten- Verein: Monotsversammlung, 20.30 Uhr. —
Aus der provinzialhauptstadt
Gießen, den 5. Oktober 1929.
Vom Lachen.
bis iefct nidjt.
** Weitere Erleichterun
Aus der Liste seiner Erfolge i
Internationale Alpenfahrt 1929: Zwei goldene Alpenbecher für Bewältigung der ganzen Strecke in Bestzeit
Achtstundenfahrt auf dem Nürburgring: Beide teilnehmenden Achtzylinder Nürburg beendigten die Fahrt strafpunktfrei in der gleichen Sekunde.
Höchstleistungen in zahlreichen Ziel- und Sternfahrten.
Höchste Auszeichnungen bei den Schönheitswettbewerben in Wiesbaden, Budapest, Baden-Baden, Sofia, Wien, St Moritz u. a.
Bahnhofstraße: „Das größte £ Wettfahrt des „Graf Zeppelin' abends 10.30 Uhr: Gastspiel Lilly Flohr: „Das Absteigequartier". — Astoria-Lichtfpiele: „Das verschwundene Testament" und „Ein ge-
Reichskommissar für die besetzten Gebiete mitteilt, hat die Rheinlandkommission zur Erleichterung des Reiseverkehrs die Vorschrift, wonach jeder einen amtlichen Personalausweis bei sich führen muß, weitgehend gemildert. Von jetzt ab soll allgemein jedes beliebige Schriftstück, das zum Nachweis der Persönlichkeit geeignet ist, genügen. Sowohl Einzelper- fönen, als auch Teilnehmer an Gesellschaftsfahrten können sich also einfach durch eine Privatbescheinigung, durch Mitgliedschaft des Vereins und bergt, ausweisen. Die Anmeldung von Gesellschaftsfahrten bei der Rheinlandkommission ist nicht mehr notwendig.
fährlicher Doppelgänger".
— Tagestalender für Sonntag. Stadttheater: „Liebe auf den zweiten Blick", 18 bis 20 Uhr. — Schützengesellschaft: Eröffnungs- fchießen. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Das größte Opfer" und „Die Weltfahrt des „Graf Zeppelin" in 20 Tagen"; abends 1 0.30 Uhr: Gastspiel Lilly Flohr: „Das Absteigequartier".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns getrieben: Als erste Fremdenvorstellung der Wrnterspielzeit findet am Sonntag, 6. Oktober, eine einmalige Wiederholung des Lustfpielschlagers „Liebe auf den zweiten Blick" von Miles Malleson statt. Bei der Gießener Uraufführung wurde „Liebe auf den ersten Blick" . nicht nur von der hiesigen, sondern auch von der gesamten auswärtigen Presse ausgezeichnet besprochen, und wird nach der erfolgreichen deutschen Uraufführung sicher nun auch in England Gegeben werden. Die Spielleitung hat Oberspieleiter Hans Sannett, der auch als erster Donviant die Hauptrolle des Dr. Bob Raine spielt. Seine Hauptpartnerin ist Ingeborg Scherer.— Für nächste Woche ist eine Erstauffüh- rung vorgesehen. Es kommt das Lustspiel „Die Frau, die jeder sucht" von Ludwig Hirschfeld her- aus. Hierin wird sich die neuengagierte Salondame Fväulein Marianne Mewes zum ersten Male vorstellen.
— Der Goethe-Bund eröffnet, wie man uns schreibt, am kommenden Montag sein dieswinterliches Vortragsprogramm mit einem gewichtigen Auftakt: der bekannte Dichter Arnold Zweig liest aus eigenen Werken. Ein außerordentlich stark besuchter Abend ist wohl zu erwarten. (Siehe heutige Anzeige.)
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210—220, Matte 30—35, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10—15, Rotkraut 15-20, Gelbe Rüben 10—15, Spinat 20—30, Römischkohl 10 bis 15, Bohnen, grüne und gelbe, 25—30, Unter-Kohlrabi 12—15, Feldsalat 100-120, Soma- ten 20—25, Zwiebeln 10—15, Meerrettich 60 bis 120, Kürbis 5—8, Pilze 40—45, Kartoffeln 5, Falläpfel 4—5, Aepfel 10-15, Birnen 10 bis 15, Preiselbeeren 35—40, Pfirsiche 45—60, Brombeeren 55—60, Zwetschen 10—12, Zunge Hähne 120—130, Suppenhühner 100—120 Pf. das Pfund, Tauben 70—90, Ewr 15—16, Blumenkohl 30 bis 80, Salat 10—15, Salatgurken 10—25, Einmachgurken 2—4, Endivien 10—15, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5-10, Rettich 10—20, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Käse 10 Stück 60 bis 140 Pf., Rote Rüben 10-15, Rüsse 60—70 Pf. das Pfd., Kartoffeln 4.00—4.50 Mk. per Zentner.
7. Oktober für Lastautos, Holzheim —Gam- bach ab 7. Oktober, Mainzlar —Treis ab 5. Oktober; die Straßen um die Burg Friedberg im Zuge der Straße Friedberg—Rauheim ab 3. Oktober, jedoch auf eigene Gefahr.
** Unglücksfall a u f dem Messe platz. Gestern abend, kurz vor 20 Uhr, stürzte der Friseur- gehilfe Ludwig Hart aus dem Kettenkarussell auf dem Messeplatz. Der junge Mann fiel auf das Gesicht und erlitt dabei Verletzungen an der Nase. Die städtische Feuerwache brachte in nach erster Hilfeleistung nach der Chirurgischen Klinik, wo sich zum Glück herausstellte, daß die Verletzungen nicht ernst sind. Ob der Unfall durch eigene Unvorsichtigkeit oder durch ein Mißgeschick entstanden ist, weiß man
Oie Beisetzung Prof. Or. Eberles.
WSN. Darmstadt, 3.Okt. Unter zahlreicher Beteiligung der Bürgerschaft Darmstadts und der Spitzen von Staat, Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft fand heute nachmittag im Darmstädter Krematorium die Einäscherung der Leiche des Rektors der Darmstädter Technischen Hochschule Prof. Dr. Eberle statt. Nach einem Musikoortrag nahm Pfarrer Rückert die Einsegnung vor. Der Prorektor der Technischen Hochschule, Prof. Dr.- Rau, gedachte in seiner Rede vor allem der persönlichen Vorzüge des Verstorbenen. Professor Dr. Heidebrock, ein Mitarbeiter des Perftorbenen, würdigte die Verdienste Eberles als Hochschullehrer und Wissenschaftler, die ihn über Deutschland hinaus einen internationalen Ruf gesichert hätten. Unter Kranzniederlegungen sprachen dann noch ein Vertreter der Studentenschaft, Se. Magnifizenz der Rektor der Universität Gießen Prof. Dr.. Brügge- mann, ein Vertreter des hessischen Hochschullehrerverbandes, des Vereins Deutscher Ingenieure, für die Stadt Darmstadt Bürgermeister R i tz e r t, Vertreter der studentischen Verbindungen, ein Vertreter des Bayrischen Revisionsvereins, des Dampfkesselüberwachungsoerbandes, ber Deutschen Gesellschaft für Technische Physik, der Hauptstelle für Wärmewirtschaft und der Generaldirektor des Braunkohlen- Schwefel-Kraftwerkes Wölfersheim Ministerialrat W i n d i s ch.
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e, die die sog. „Ritter ter gen gesandt haben, heißt es: die nur noch ein leeres tlich gemacht und als lächer- ib hat unsere Bereinigung, angenommen und beschlossen, z zu unternehmen und dafür pler und Betrüger nach Deetz geringen Strafen ihre Tai lt dem Tode. Mr haben Androhung des Totes jur ren, Mammenzuhalten und Ämn folgt bie Se/chreibung ibo=HHarqui5, ber, mie bin aud) bestätigte, neben einer r, jedoch durch ein ruft zugefühlt erhielt, ch Hungers ftarb. w ich zu Lebzeiten für die De- ändlem mit Hilfe von Chlo- d zwar hatte er zu diesem eure gemietet und dort ernt 1 eingerichtete Menschenjalli
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 27. Sept. Ein Gewerbetreibender mit umfangreichem Geschäftsbetrieb hatte sich heute in einer längeren Verhandlung, in der eine große Reihe von Arbeitnehmern als Zeugen vernommen wurde, wegen Vergehens gegen die Verordnung über die Arbeitszeit zu verantworten. weil er als Arbeitgeber eine Anzahl Arbeiter über die gesetzliche Arbeitszeit von täglich 8 Stunden beschäftigt haben soll. Er gab die Anklage unumwunden zu. nahm aber die nach der gleichen Verordnung zugelassenen Ausnahmen, die ihn straflos machten, für sich in Anspruch. Der Beschuldigte wies u. a. darauf hin, daß es sich um sehr dringliche, im allgemeinen volkswirtschaftlichen Interesse gelegenen Arbeiten gehandelt habe, die vor Eintritts des Winters unbedingt hätten beendet sein müssen, daß er auch andere Facharbeiter nicht habe einstellen können, schon allein um deswillen nicht, weil solche nicht zu haben gewesen seien. In erster Linie beruft sich aber der beschuldigte Gewerbetreibende auf den einschlägigen Reichstarifvertrag, in dem es in § 1 am Schluß heiße, daß Ueberstunden zu leisten seien, wenn der Arbeitsauftrag oder die Art der Arbeit dies erforderlich mache. Die Entscheidung mußte auf eine Woche ausgesetzt werden, da es noch der Feststellung bedarf, ob der vorliegende Tarifvertrag von dem Reichsarbeitsminister für allgemeinverbindlich erklärt worden ist.
Das vollendete Ergebnis unserer vierundzwanzigjährigen Erfahrung Im Achtzylinderbau!
DAIMLER-BENZ A.-G., Verkaufstelle GIESSEN, Bahnhofstraße 90/92 E
Wolken bringt.
Oder du erzählst deinem Kinde — noch schö- f ner ist es, wenn es viele Kinder sind — irgendeinen Schelmenstreich vom Till Eulenspiegel. THünchhausen, oder anderen Käuzen. Schau dir die Gesichter an! Hab ich nicht recht, wenn sage: Das Lachen steckt an?
Und wie ost hast du einer harten Wahrheit mit einem Lächeln die Spitze abgebrochen. Wie oft hilft ein Lächeln über die größte Schwierigkeit hinweg. In einer Gesellschaft tritt eine förmliche Pause ein, irgend jemand hat etwas Unangenehmes gesagt. Du brauchst nur eine Heine Bemerkung zu machen, und ein befreiendes Lachen räumt alles aus dem Wege.
Du trittst einer Dame in der Elektrischen versehentlich auf den Fuß. Deine kurze Ent- ichuldigung, von einem herzlichen Lächeln begleitet, wirkt viel mehr als der formvollendetste 5ctz mit ernstem Gesicht gesprochen.
Und dann das Frauenlächeln! "Das ist ja eine Loche für sich. Welches Glück, aber auch wieviel Unheil wurde schon durch das Lächeln holder Frauen in die Welt gebracht.
Das schönste aber ist das gütige Lächeln der alten Dame. Wenn sie in ihrem Lehnstuhl sitzt, mit ihrem freundlichen, runzeligen Gesicht, dem schmalen Mund, das weiße Haar einfach geschei-
Lchicksal doch nicht undankbarer, als nötig. Wenn Dir zurückschauen in die Vergangenheit, so steigen )od) mancherlei Erlebnisse herauf, bei denen wir ms von Herzen gefreut haben. Rufen wir sie >ns zurück! ilnb wenn wir auch nicht mehr so )«zlrch lachen können wie bamals, so gibt es doch roch ein Lächeln, ein glückliches Lächeln. Es ist eine gesunde Turnübung für unsere Seele. Manche Wolke wird verscheucht, und viel Unmut wurde chon ausgetilgt durch den bekannten Anfang: .Weißt du noch, als wir damals da und da das erlebten?“ Ja, wir wissens noch, die Sache war iud> gar zu komisch. Das Lachen kommt ganz )on selbst, wenn wir zurückdenken,' der harte Alltag scheint zu versinken, schönere Vergangen- j;cit taucht auf. Ra, also!
■ ,Da kannst du aber lachen," sagt man zu einern^ bem irgendein Glück zustieß. Oder wer noch mehr will, der lacht sich einen Ast und setzt srch drauf. Lache dich gesund! Man braucht ja nicht 'o weit zu gehen, wie eine Freundin von mir, die jedesmal, wenn sie eine Tasse oder Dlumen- vase zerbrochen hat, laut ruft: „Hurra!" und dann loslacht. Das ist ja wohl übertrieben. Aber es hilft ihr viel über Aerger und Verdruß hin- ieg. So behauptet sie wenigstens. .
Schau dich aber auch um, wenn deine Mitmenschen lachen! Es gibt nämlich zwei Sachen, bie besonbers ansteckenb wirken: Lachen und Gähnen. §och bleiben wir beim Lachen. Hast du schon einmal ein kleines Kind beobachtet, wenn es vergnügt ist? Hans Thoma schildert uns das einmal in dem Buche „Im Herbste des Lebens": ..... Ich trat zu ihm, nun sah es mich an, nicht gerade sehr verwundert, aber mit so blauen Augen, wie die Unendlichkeit über uns, groß, durchdringend, fast seelenforschend, und es ging wie eine Frage von diesen Augen aus: Was willst denn du hier, du alter Sünder! Wahrhaftig .ch hätte mich wieder still weggeschlichen aus dem Bereich dieser Augen, wenn nicht auf einmal ein entzückendes Lächeln über dieses Kinder- gcsichtchen gegangen wäre, etwas so Schönes, llrfreundliches, so lieblich Versöhnendes, daß ich vor Freude fast hätte weinen mögen — da war es ja, das Lächeln, welches ich so eifrig gesucht hatte — das Lächeln eines unschuldigen Seelchens, welches noch nicht lange aus der Ewigkeit her ,Kzur Verschönerung unseres Staub- und Atom- gcwirres menschliche Form angenommen hat..."
Oder schau dir einmal deinen Jungen an, wenn .See Sonntagnachmittag den Hörer auf dem Kopf hat und im Rundfunk von ber Märchentante oder gar vom Kasperle eine lustige Geschichte er» |,ahlt wirb. Wie er dasiht, wie seine Gesichtszüge ernst unb gespannt sind: Die Einleitung ber Geschichte. Auf einmal kommen Uebergangssätze, bas crnste Gesicht glättet sich, verzieht sich, geht über in ein stilles, behagliches Lächeln, bas halb, wenn ber Kasperle erscheint, einem lustigen Lachen Platz macht. Es ist, wie wenn bie Sonne nach einem stürmischen Gewitter burch bie
Achtzylinder „Nürburg“ nicht mit großen Worten und Vorschußlorbeeren angepriesen, aber in den schwersten Wettbewerben des Jahres stets erfolgreich und als der überlegene Wagen seiner Klasse bewährt und anerkannt
Verein der Elsaß-Lothringer: Hauptversammlung, 20.30 Uhr. im Hotel Köhler. — Schühengesell- schäft: Erössnungsschießen. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Das größte Opfer" unb „Die
feit, und an vergangene Zeiten denkt, oder wenn sich ihre Enkel zu ihren Füßen scharen unb bitten und betteln um eine Geschichte, oder um eine Mitteilung über den Vater, ob er früher auch Streiche gemacht hätte... Dann überzieht das Gesicht der Großmutter immer wieder dieses gütige, verstehende Lächeln. Sie erzählt, erzählt von dem, was ihr einst Freude bereitet hatte, was sie erlebte in früheren Zeiten.
Schau ihr dabei ins Gesicht! In den Augen allein wohnt noch ber alte Schalk. Die Augen erzählen von ber Jugend. Hier berühren sich Alter und Kindheit. Das unschuldige Lächeln des kleinen Kindes unb bas gütige Lächeln ber greifen Frau, sie beide sind am schönsten. Bei beiden kommt die Freude unbewußt aus tiefster Seele, sie ist das Zeichen von innerem Frohsein, das ganz von Glück erfüllt ist. Es gibt nichts Schöneres als solches Lächeln herzensreiner Güte.
Deshalb schau in dich, und schau um dich! Wo Menschen lachen, da lache mit! Lache dich gesund!
M. E.
Geistriche Abendmusik in derGtadtkirche
Die Veranstaltung der Volkshochschule am Mittwochabend war recht gut besucht. Der kleine Chor der Darmstädter Musikante n g i l d e war zur Ausführung eines sehr geschmackvoll zusammengestellten Programms gewonnen worden. Mancher Hörer wird sich gefragt haben, was eine solche Musikantengilde eigentlich ist. Darauf im näheren einzugehen, ist hier nicht der Ort. Rur soviel sei gesagt, daß diese Musikantengilben eng mit der Iugend- betoegung verknüpft bzw. ein Zweig derselben sind. Mit ihrer Entstehung ist besonders der Rame I ö d e verbunden. In erster Linie fingen und spielen sie um des Kunstwerkes willen, nicht mit dem Ziel, dauernd in der Öffentlichkeit hervorzutreten, ober bas Konzertwesen zu bereichern. Rur die Freude am Gemeinsammusizieren von geistlicher und weltlicher Vokalmusik des 16. und 17. Ihr. führt die jungen Leute zusammen. Darum aber wird die Arbeit nicht weniger ernst geleistet. Der Einzelne tritt dabei der Gemeinschaft gegenüber ganz in den Hintergrund, er ist nur ein Teil vom Ganzen (so z. B. auch der Leiter des Chores), und ordnet sich der Gesamtheit freiwillig unter. Vornehmlich werden Motette, Kanons, Madrigal und geistliche Lieber jener Zeit gepflegt. Die Vortragsfolge wies eine Folge von Chören, Motetten und Kanons von H. Leo Haßler, Clemens non Papa, Wütz, Scheid u.a. auf.
Der Chor singt ausgeglichen und rein, der Ge- samtklang ist gfchlossen. Die Basse sind von bedeutender Tragfähigkeit auch in der tiefen Lage. An der Art, wie die etwa 25 Mitglieder des Chores sangen, merkte man, wie ernst es jeder Einzelne mit der Arbeit nimmt. Der (ungenannte) Chorleiter verstand es ausgezeichnet, die bargebotenen Werke musikalisch zu erfassen unb auszuwerten. Er hat den Chor gut in der Hand, unb dieser folgt ihm auch mit großer Präzision.
Zur Einleitung spielte ein ebenfalls ungenannter Organist ein Präludium von Bach, Cho- ralvariat von Daniel Magnus Gronau unb einen Choral von Samuel Scheibt, mit recht sicherem unb flüssigem technischen Können. Die Choralvariationen würben mit großer technischer Sicherheit gespielt.
Die wohlgelungene Veranstaltung, mit ber die Volkshochschule ihr diesjähriges Semester ein» leitete, beschloß ein ganz besonders schön gesungener Choral von Melchior Vulpius: „Hinunter ist der Sonnenschein". B.
Oie Wahlvorschläge zu den Kommunalwahlen.
Auf Anordnung des hessischen Innenministers müssen bie W a h l v o r s ch l ä g e zu ben am 17. Rovember stattfinbenden kommunalen Wahlen bis einschließlich 18. Oktober bei ben Bürgermeistereien abgegeben sein. Die Vorschläge bürfen höchstens boppelt soviel Bewerber enthalten, als Gemeinderats- ober Stadtratsmit- glieber zu wählen sind. Bekanntlich besteht in Gemeinden bis zu 500 Einwohnern ber Ge- meinberat aus 7 Mitgliebern, bis 1000 Einwohnern aus 9, bis 3000 Einwohnern aus 12, bis zu 5000 Einwohnern aus 15, bis zu 8000 Einwohnern aus 18, bis zu 10 000 Einwohnern aus 20, bis zu 20 000 Einwohnern aus 24 Mitgliedern.
Vornotizen.
— Tageskalenber für Samstag. Hessische Vereinigung für Volkskunde: Vortrag mit Lichtbildern über „Oberösterreichisches Volkstum", 20.15 Uhr, im Hörsaal 33 der Universität. — Volkshochschule: Einführungsvortrag zum Winterspielplan im Stadttheater, 20 Uhr, Realgymnasium. — Radklub „Germania": 30jähr.
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LU. Von der Landesuniversität. Der ordentliche Professor für Kirchengeschichte an unserer Landesuniversität D. Heinrich Bornkamm hat einen Ruf an die Universität Halle erhalten.
** D i e Museen sind am morgigen Sonntag von 11 bis 13 Uhr zu kleinen Preisen geöffnet.
** Der Neubau ber Rinderkuttelei im stäbtischen Schlachthof. Rachbem im Laufe dieses Sommers die schwierigen Fundamentierungsarbeiten für diesen Reubau ausge- sührt wurden, ist man zur Zeit mit dem Bau bet Umfassungsmauern beschäftigt. Der untere Teil dieser Mauern wird mit braunen Eisenklinkern, der obere mit weihen Klinkern hergestellt.- Das ganze Gebäude erhält nur ein Geschoß und fügt sich im Aussehen dem neuen Teil ber Schlachthofgebäude würdig an. Man hofft, das Gebäude in Kürze im Rohbau fertigzustellen. Dann hat man Zeit, im Lause des Winters die inneren Einrichtungen, die nach ben neuesten Erfahrungen zur Ausführung kommen sollen, einzubauen, so daß im kommenden Frühjahr mit ber Inbetriebnahme bes Gebäudes gerechnet werden kann.
*♦ Aufgehobene Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club (A. v. D.) Gießen: Folgende Sperrungen sind wieder aufgehoben: Gießen — Rod- Heim (zwischen Krofdorfer Straße und Hardt- allee ab 2. Oktober), Ermenrod — Schellnhausen im Zuge der Straße Gießen—Grün- berg-Alsfeld ab 2. Oktober, Alsfeld —Romrod ab 3. Oktober für leichte Fuhrwerke, ab
Detterlage.
In vielen Lebenslagen hilft ein gutes Lachen jUid)t nur körperlich weiter, sondern auch seelisch, i’iemüt unb Herz werden durch Lachen erfrischt, . bie Lebensfreude wird geweckt: man muß eben nur lachen können. Mancher seufzt: „Ja, wenn ich nur einmal so recht aus tiefstem Herzensgrund , lachen könnte!" Jeder kann es. Seien wir dem
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