die die Häufung von HnglüdSfällen auf der Sagd durch ungeeignete Jagd- pahinHaber schon längst mit großen Bedenken beobachteten. Es wird also in Zukunft bei dem ersten Lösen eines Sagdpasses, oder bei der Erneuerung des jetzt gültigen Passes mit dem Geld und dem Lichtbild zugleich ein Ausweis über den Abschluß einer den obigen Vorschriften entsprechenden Versicherung vvrzulegen fein. Die Iagdvereine haben meist Sammelversicherungen ftir ihre Mitglieder abgeschlossen, die den Vorzug niederer Prämie mit dem einer kräftigeren Interessenvertretung durch den Verein in Schadensfällen verbinden. Sie werden also ihren versicherten Mitgliedern jetzt Ausweise über Tatsache und Umfang der Versicherung in die Hand geben müssen. Bei nicht zusammengeschlossenen Sägern wird Wohl die Police verlangt werden.
________ H-
Aus Oer Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 5. April 1929.
Gchnellzugsbenuhutig mit Sonntagsrückfahrkarten.
MSI Dielen Wünschen der Oeffentlichkeit entsprechend werden im ganzen Reichsbahn- bereich versuchsweise vom Beginn des Sommerfahrplans ah (15. Mai) die Schnellzüge wieder zur Benutzung mit Sonn- tagsrückfahrkarten freigegeben. Ausgeschlossen blerben wie früher die Lu^uSzüge, Fernschnellzüge und die nur auS Schlafwagen gebildeten Züge. Andere Schnellzüge werden von der Benutzung nur dann ausgeschlossen, wenn auf ihnen ein sehr starker Avrmalverkehr liegt und die Zulassung der Sonntagsrückfahrkarten ihre äleberfüllung zum Rachteil der übrigen Reisenden herbeizuführen droht. 3m Gegensatz zu früher sollen die Schnellzüge nicht mehr nur streckenweise, sondern grundsätzlich auf ihrem ganzen Lauf mit Sonntagskarten benutzbar fein, um früher entstandenen Mißverständnissen vorzubeugen. Um die Benutzung der Schnellzüge mit Svnntagskarten aber auf die Fälle zu beschränken, wo sie wirklich nötig ist. d. h. auf größere Entfernungen, und um zu verhindern, daß sich In Schnellzügen ein starker Nahverkehr auf SonntagSkarten zum Schaden des auf große Entfernungen reisenden Publikums entwickelt, wird bet Schnellzugsbenutzung auf Sonntaaskarten mindestens der Schnell zugSzuschlag der Z v n e II, 6. t 4 'M!, in der zweiten und 2 Mk. in der dritten Klasse, erhoben. Außerdem bleiben die Schnellzüge zu den großen Festen (Ostern. Pfingsten und Weihnachten), bei denen an und für sich ein starker Verkehr auf den Schnellzügen ruht, für Sonntagskarten allgemein gesperrt.
Oie Volkshochschule
im Arbeiisjahr 1928/29.
Die Gießener Volkshochschule führte im abgelaufenen Arbeitsjahre in 233 Doppelstunden 29 Kurse durch, die von 378 (gegen 393 im 3ahr 1927, 305 im Jahr 1926) Personen besucht wurden. Die Zusammensetzung der Hörerschaft hat sich gegen das Vorjahr wenig geändert: erfreulich ist die dauernd stark Beteiligung der Arbeiterschaft. Etwa 80 Prozent der Hörer sind unter 40, etwa die Hälfte unter 30 Jahren: bedauerlich ist, daß die Sugendbewegung durch ihr Dereinsleben zu sehr beansprucht wird, um unter den jüngeren Hörern in nennenswerter Zahl vertreten zu sein. Außer den Kursen fand eine lange Reihe von Sonderveranstaltungen statt, über die in diesen Spalten jeweils eingehend berichtet wurde.
Als wesentlichstes Ergebnis des Arbeitsjahres ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Volks- hochschulkreisen in einer Reihe oberhessischer Orte zu betrachten. Rach den bisherigen Erfahrungen eröffnet sich hier ein Weg. auf dem eine lebensfähige vberheffifche, und das heißt vor allem auch Gießener, Volkshochschuleinrichtung geschaffen werden kann. W. H.
Daten für SamStag, 6 April.
Sonnenaufgang 6.25 Uhr, Sonnenuntergang 18.40 Uhr. — Mondaufgang 5.45 Uhr, Monduntcrgang 14.20 Uhr.
1520: der Maler Raffael Santi in Rom gestorben; — 1528: Albrecht Dürer in Nürnberg gestorben; — 1870: der Komponist Oskar Strauß in Wien geboren.
*
** Die Arbeitsgemeinschaft Hessischer Ornithologen bittet uns um die Veröffentlichung folgender Umfrage: Am 29. März 1929, gegen 12 Uhr mittags, wurde von Freiherrn Ferdinand von Schenk in Rülfenrod ein Fischadler beobachtet, der, vom Ohmtal kommend, in der Gegend von Rülfenrod längere Zeit kreiste. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß es sich diesmal um dasselbe Exemplar handelt, das vor einigen Wochen bereits in einer Reihe von ober- hessischen und Rachbarrevieren zur Beobachtung gelangt ist, und das, wie bereits die damalige Umfrage im „Gießener Anzeiger" ergab, offenbar mit einer gewissen Beständigkeit die hiesigen Futterplähe besucht. Der Zweck der heutigen Umfrage ist nun, festzustellen, ob tatsächlich unser Gebiet, das wie die Beobachtungen ergeben, vorn Ohmtal bis in die Lahngegend bei Wetzlar reicht, mit derartigen regelmäßigen Besuchen bedacht wird, vorauszuschließen wäre, daß das hier beobachtete Tier in unserer Rühe fein Standquartier (vielleicht seinen Horst) hat, oder ob es sich nur um einen Strichvogel handelt, der nicht bei unS beheimatet ist und nur gelegentlich seine Sagdflüge bis in unsere Gegenden auszudehnen pflegt. Rachrichten über Fischadlerbeobachtungen in Hessen sind erbeten an: Karl Rudolf Fischer, Laubach (Hessen), oder Gießen, Bergstraße 9, oder Professor Fr. Balser. Friedberg (Hessen).
** „Gehr. Röhrle." AuS unserem ßefer- kreise wird uns geschrieben: Die verstorbene Freifrau Gremp von Freuden st ein, geb. Gebhardt, hat der Einweihung des Röhrenbrunnens — cS muh um 1840 gewesen sein — beigewohnt und darüber folgendes dem Schreiber dieser Zeilen erzählt: „Hoch oben an der Ecke Frankfurter und Friedrichstraße ward der Brunnen dicht bei der Straße im Vorgarten des Hauses, das später dem „Schwarzen Wenzel" gehörte, gegraben. Das Wasser wurde aus diesem durch eine Rohrleitung bis zu der bekannten Ausflußstelle herabgeleitet. Es war eine große Eröffnungsfeier geplant, die aber immer wieder verschoben werden mußte. DaS Volk aber drängte und die Feier fand statt. Man hatte aber, weil die Leitung noch nicht funktionierte, unter Tüchern versteckt an erhöhter Stelle ein großes Faß Wasser aufgestellt, das wenigstens
während der Feier die Röhren speisen sollte. Man begann mit Musi? und mitten in der schwungvollen Rede streikte auf einmal der Brunnen, das Wasser im Faß war alle geworden. Darob entstand Unruhe, der jedoch, als man die Tücher und Decken vom Faß nahm und fo dieses und die Tat blohstellte, brausende Hurrarufe und allgemeiner Jubel folgte. Bald aber kam die Sache in Fluh und der Röhrenbrunnen galt lange Zeit als eines der sieben Wunder der Stadt Grehen."
Dr. G.
— Der „Hubertus", Verein weidgerechter Jäger, Sitz Gießen, hielt am Mittwoch feine Monatsversammlung ab. Zunächst nächst wurden fünf Reuaufnahmen und vier Reu> anmelbungen bekanntgegeben. Sodann berichtete der Schriftführer, Studienrat Hölzel, darüber, daß sich die Meldungen über Ueberfahren von Wild durch Autos in bedenklichem Maße mehren. Wenn auch zugegeben fei, daß in vielen Fällen, vor allem nachts, solche Vorgänge ungewollt und unvermeidbar seien, so gehe doch aus dem Urteil zahlreicher Auto fahrender Säger hervor, daß anderseits manches Ueberfahren vermieden werden könne. Bekannt ist weiter, daß es nicht wenige Fahrer gibt, bei denen von einem unabsichtlichen Ueberfahren schon nicht mehr die Rede fein kann. Der Vorstand wurde beauftragt, dieser Frage weiter seine Aufmerksamkeit zu schenken und auch die zuständigen Stellen auf sie aufmerksam zu machen. Durch den Verein sind 30 Zentner Salzlecksteine bezogen worden, die jetzt zum Auslegen kommen. Ferner hat der Verein jedem Mitglied Anweisungen über Bekämpfung der Brutkrähen zugehen lassen. Zur Unterstützung der Wildpflege der Mitglieder gibt der Verein, wie es auch an jenem Abend geschah, die außerordentlich wert» vollen Merkblätter der Gesellschaft für Sag&funöe ab. Besonderes Interesse erforderte die Bekanntgabe des neuen hessischen Sagdpahgesehes, das am 1. April 1929 in Kraft getreten ist. Mit Genugtuung wurde begrüßt, daß nun auch in Hessen jeder Sagdscheininhader gegen Sagdhaft- pflicht ausreichend versichert sein muh. Das Säger- ftübchen hat zwei erfreuliche Reuerwerbungen, Stiftungen zweier Mitglieder, zu verzeichnen: einen Kronleuchter aus Rothirschstangen und ein starkes Kudugehörn. Der vorgesehene Vortrag mußte wegen Erkrankung des Vortragenden mißfallen.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
V Mainzlar. 4. April. Bei der letzten, in unserem Gemeindewald stattgehabten R u tz h o l z- Versteigerung waren bei starker Beteiligung die Preise ziemlich hoch. Es koste'en pro Festmeter: Eichen-Abschnitte A: Klasse 3 42 Mk., Klasse 4 56 Mk.. Klasse 5 73 Mk., Klasse 6 82 Mk. Abschnitte B: Klasse 2 24 Mk., Klasse 3 31 Mk.. Klasse 4 43 Mark. Fichten - Abschnitte N: Klasse 3 a 42 Mark, 4a 53 Mark, 4b 54 Mk.. 5a 52 Mk. Kiefem-Abschnitte: Klasse 2b 25 Mk., 3a 38 Mk., 3b 51 Mk. Fichtenderbstangen kosteten 1. Klasse 20 Mk. 2. Klasse 15 Mk. Buchen- Abschnitte 45 Mk., Eichen-Rutzscheiter kamen auf 20 Mk. pro Raummeter. Die Versteigerung tourte genehmigt. — Während im Vorjahre ter erste Hafer bei uns am 21. März gesät tourte, hat man in diesem Jahre erst am 29. März mit der Aussaat beginnen können. Snfolge ter Ungunst der Witterung schreiten die Arbeiten nur langsam vorwärts.
• Bersrod, 4. April. Der hiesige Kriegerverein veranstaltete dieser Tage in der Gastwirtschaft von Ludwig Decker einen Licht - bildervortrag. bei dem Herr Kratz aus Freienseen über seine Erlebnisse in der deutschen Marine während des Weltkrieges sprach. Die Darbietungen des Vortragenden mit den zahlreichen Lichtbildern fanden lebhaften Beifall. Anschließend sprach Gutsbesitzer Reu- m e t) c r, Winnerod, über die Kriegsschuldlüge. Die gut besuchte Versammlung stimmte dem Redner mit lebhaftem Beifall zu.
----- S a a f c n, 4, April. Am Osterdienstag tourte hier eine freiwillige Grundversteige- r u n g abgehalten. Die versteigerten Grundstücke wurden durchweg zu hohen Preisen abgefetzt.
L S a a f e n, 4. April. Die Kinder ter Gemeinte Saasen wurden am zweiten Osterfesttage in ter Kirche in Veitsberg durch den Pfarrer von Wir- berg konfirmiert. Es waren 4 Knaben und 2 Mädchen. nach ter Zahl schön ein Kriegsjahrgang, darunter die Hälfte Kriegswaisen. Lehrer und Organist Herber hatte zur Verschönerung ter Feier zwei Chöre eingeübt. Sn Linden st ruth fand die Konfirmation schon drei Wochen vor Ostern statt, da der Pfarrer von Wirberg als Spezialvikar ter Pfarrei Winnerod dieses 3ahr vier Konfirmationen hat. Sn Liptenstruth wurden 4 Kinder, 1 Knabe und 3 Mädchen, konfirmiert. Bei der Feier fangen die Kinder unter Leitung von Lehrer und Organist Hahn zwei Lieder. Die letzte Konfirmation des Kirchspieles Winnerod findet am Sonntag nach Ostern in Winnerod für Winnerod und Bersrod statt.
ö Wirberg. 4. April. Am zweiten Osterfesttage fand die Konfirmation des Kirchspiels Wirberg hier statt. Es wurden 24 Kinder konfirmiert (13 Knaben und 11 Mädchen), aus Beltershain 7. aus Göbelnrod 7, aus Harbach 5, aus Reinhardshain • 5. Wie alljährlich, war das geräumige Gotteshaus beim Konfirmationsgottesdienst durch eine zahlreiche Gemeinde bis zum letzten Platz gefüllt. Die Kinder von Reinhardshain fangen unter Leitung von Lehrer und Organist Müller einen Chor.
---- H a rb a ch, 4. April. Die Feldbereinigung in unserer Gemarkung ist soweit vorgeschritten. daß in diesem Herbst die Zuteilung ter neuen Stücke erfolgen wird. Da bei der jetzigen Witterung noch nicht zur Aussaat geschritten werden kann, sieht man an vielen Stellen die Landleute beim Fällen alter Obstbäume, öle als Opfer der Feldberelnigung bei den hohen Holzpreisen eine wertvolle Ergänzung des durch ten strengen Winter erschöpften HolzvorrateS bedeuten.
Reinhardshain, 4. April. Der evangelisch-kirchliche Frauenverein schloß in der Karwoche seine winterlichen Vereins- abente mit einer kleinen Schlußfeier. Der Leiter, her Pfarrer vom Wirberg, zeigte dabei einige Serien Lichtbilder. Die Vereinsabente wurden im Schulsaale gehalten, die Schlußfeier fand auf befontere Einladung im Hause eines Mitgliedes, der Frau Kirchenvorsteher A l b o h n, statt.
H- Grünberg, 4. April. Die beiten letzten Holzver st eigerungen des hiesigen Forst- amted fanden in den Förstereien Atzenhain und Harbach statt. Bei ter Versteigerung ter Försterei Atzenhain tourten durchschnittlich höhere Preise erzielt, als bei der Försterei Harbach. Sn Atzenhain tourten bezahlt für 1 Raummeter Scheit-
Schach-Ecke.
Gearbeitet von W Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen ufto. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 206. Don r. Jackson.
8
6
2
5
4
3
Weiß.
h
8
6
5
3
4
2
Schwarz, a b c d e
Weih zieht und seht in zwei Zügen matt. Weitz:8Steine. Kgl; Del; Te5; La2; Se4; Ba3,f4,g2. Schwarz: 7 Steine. Kd4; Td5; Sa5; Beb, d3, d7. g3.
Eine schöne preisgekrönte Aufgabe.
Partie Nr. 133.
Rachstehend eine interessante Remispartic aus dem Pester Meisterturnier.
Indisch.
Weitz: H. Kowch.
Schwarz: R. 3. Capablaaca.
1. 62-64 1. Sg8-f6
2. c2-c4 2. e7-c6
3. Sbl-c3 3. Lf8-b4
4. a2-a3
Um der Fesselung sofort entgegenzutreten. Der Tempoverlust bedeutet nichts.
4..... 4. Lb4Xc3+
5. b2xc3 5. b7xb6
6. Ddl-c2 6. Lc8-b7
7. f2-f3!
Ausgezeichnet, die Läuferftellung auf b7 wird hierdurch illusorisch.
7..... 7. 67-66
S e2-e4 8. e6-e5
Richt ersprießlich wäre 8. .... Sxe4? 9. fxe4, Dh4 + 10. Df2, Dxe4+ H.Le2 und Weiß hat eine Figur bei günstigem Spiel. 9. Lfl—d3 Verfehlt wäre 9. d5?. da sich ein schwarzer Springer
auf dem Felde c5 festfetzen würde.
9..... 9. c7-q5
10. Sgl — e2 10. Sb8-c6
11. Lcl-e3 11. Dd8-e7
12. 0-0 12. 0-0-0
fangen nun energisch an auf
Beide Gegner
13. Sc6-a5
14. Kc8-c7
Angriff zu spielen.
13. a3-a4
14. Se2-cl
15. Scl-b8
16. Dc2xb3
15. Sa5Xb3
16. a7-a5
Selbstverständlich darf a5 von Weih nicht zn- gelasien werden.
17. Le3-g5!
Um den günstigen Derteidlgungszug SdZ zu verhindern.
17..... 17. Lb7-c6
Ilm nun den Punkt b6 durch den Turm decken zu können.
18. Tal-bl 18. Td8-b8
19. d4Xe5 19. dbxe5
20. f3 - f4!
Räumt im Zentrum auf; Kmoch hat bisher ausgezeichnet manöveriert.
20..... 20. h7-h6
21. Lg5-h4
22. Tflxf4
23 Tf4xf6!
21 e5xf4
22. g7-g5
Ein ausgezeichnetes Qualitätsopfer, es ist zu verwundern, daß sich der Ekweltmeister noch mit heiler Haut aus dieser bellemrnenden Situation rettet
23. . ..
24. Lh4-g3-P
25. Tbl -fl
26. Ld3-e2
Flüchtet beizeiten.
27. Le2-h5
28. Lg3xb8
29. e4-e5.
Roch ein Versuch, stürmen.
29.....
30. Tfl-f7-f-
31. Lh5xf7
32. Db3-dl
33. Ddl-66
34. Dd6-c7+
35. Dc7-c8
23. De7xf6
24. Kc7 — 67
25 Df6-e7
26. K67 —e7
27. f7 —f6
28. Th8xb8
die schwarze Stellung zu
29. f6xe5
30. Dg7xf7
31 Ke7Xf7
32. Tb8 - e8
33. Te8-e6
34. Kf7-g6
Kmoch läßt sich in Anbetracht der Gefährlichkeit deS schwarzen Freibauern nicht auf das Schlagen des b-Bauern ein.
35 .... 35. Kg6-f7
36 Dc8-c74- 36. Kf7-g6
37. Dc7—c8 und Remis durch Zugwiederholung.
Eine schöne Partie.
Losung des Problems Ar. 203.
Don Dr. C. Palloska.
1. Kg8-h7! (Ein feiner Räumungszug, um bet w. Dame g8 und h8 freizumachen), 1 ..Ta3> b3; 2. DcS - g8 ufto. 1 ..., g7xh6; 2. Sb3-d4! ufto. 1 ..., g4 — g3; 2. Sd2xf3+ ufto.
Lösung des Endspiels Ar. 70.
Don D. Halberstadt
LSb7-c5!b6~c5;2. Kfö - g6, Lh6 - fS; 3. Kg6 - f 7, Lf8-d6; 4. Kf7-e6, Ld6-f4; 5. Ke6-f5 und Weitz hält durch dauernden Angriff auf den schwarzen Läufer das Spiet unentschieden.
Aus der SchachweU.
Sm Schachwettkampf Spielmann gegen Hon- linger siegte Spielmann mit fünf Gewinnpartien bei zwei Verlusten und drei Remisen.
Die Kurverwaltung des Bades Karlsbad plant im Augüst dieses Sahres ein internationales Schachturnier.
Auch in Wiesbaden ist eine ähnliche Schach- Woche wie im Vorjahre vorgesehen.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redaktionstisch.
(Eine merkwürdige Sache.
An der Dorpater ilniuerfität lehrte Professor Rohberg. <Sr schwänzte mehr, als er Collegia las. ilnö allmählich bürgerte sich bei den Studenten der Usus ein. daß begabtere Kommilitonen, oft mehrmals hintereinander, schwierige Examina für weniger Fortgeschrittene ablegten. Roßberg ahnte Wohl diese Zusammenhänge. Denn einmal hat er in aller Seelenruhe bei einem Examen konstatiert:
„Als Sie neulich Schmidt hießen, bestanden Die besser als heute, wo sie Schulz heißen, Herr Rah mu s! ..." (Lust. Bl.)
Auffassung.
Herr (im Theater zu einem vor ihm sitzenden. Zuschauer, ter sich laut mit einer Dame unterhält): „Aber man versteht ja kein Wort!"
Der Getadelte: „Es geht Sie ja auch nichts» an, was ich mit meiner Frau spreche!"
wahre Geschichte.
Als ich neulich durch Michendorf komme, lese ich folgende Bekanntmachung vor dem Gasthof £ zum Deutschen Haus:
Bin morgen mit frischen Fischen hier.
Frau Randenrlh, Seddin.
Lind daneben steht die Ankündigung des Kino-: theaters:
„Der Kampf um die Scholl e.“
Gröhes Drama in sechs Akten.
Holz: Buche 14 bis 15 Wk., Eiche 10 Mk., Kiefern 9 bis 10 Mk., Fichte 7 bis 9 Mk.; Knüppelholz: Buche 12 Mk.. Kiefern 8 bis 9 Mk., Fichte 7 Mk.; Stockholz: Buche 7 bis 12 Mk.. Fichte 2,50 Mk. und Buchenreisig 3 bis 4 Mk. Die Preise in der Försterei Harbach waren, für ten Raummeter etwa folgende bei Scheitholz: Buche 10 bis 15 Mk.. Eiche 7 bis 8 Mk.. Kiefern 9 Mk.: Knüppelholz: Buche 8 bis 10 Mk.. Eiche 6 bis 8 Mk., Kiefern 5 bis 6 M. Fichte 5 Mk.; Stockholz: Buche 6 bis 8 Mk.. Elche 5 Mk.. Kiefern 3 bis 4 Mk.. Fichte 2 bis 3 Mk.; Duchenreisig 3 Mk. und Eichenreisig 1 bis 2 Mk.
-o- Ober-Bessingen, 4. April. Der Gesangverein „Tieuc Eintracht' veranstaltete zu Ehren seines nach Butzbach versetzten Mitglieds, des Eisenbahnassistenten Hugo D u p h o r n, einen Abschiedsabend. Herr Dup- hom. ter sich als Vorsteher des hiesigen Bahn- Hofs allgemeiner Beliebtheit erfreute, war ein besonders eifriges altives Mitglied des Gesang- vereins „Reue Eintracht". Deshalb brachte dieser seinem scheidenden Sangesbruder einen Fackelzug mit einem Ständchen dar. Der Präsident deö Vereins H. Heinz feierte den Scheidenden in einer Ansprache und überreichte ihm eine Urkunde als Ehrenmitglied. Rach dem Vortrag einiger Chöre dankte Herr D u p h o r n für die Ehrung, dann zog der Verein in fein Lokal, wo man mit dem Gefeierten noch einige Stunden verbrachte. Der Verein wünscht seinem Ehrenmitglied alles Gute für seinen neuen Wirkungsort. — Am zweiten Feiertag verunglückte ter frühere Betriebsleiter des hiesigen Steinbruchs H. S ac o b auf einer Radtour von Lich nach hier dadurch, daß er bei Rieder-Bessingen mit einem Motorradfahrer zusammen- stieh. Die Verletzungen sollen glücklicherweise nur sehr gering sein. Am gleichen Tage sand hier die Konfirmation von 6 Knaben statt. Bier von ihnen hatten den Vater verloren, einer davon auch die Mutter. Da unsere Gemeinde noch ohne Pfarrer ist, nahm Pfarrer Ries auS EttingShaufen die Einsegnung vor.
i. L i ch. 4. April. Der Vorstand des Tur n v e r • eins tagte gestern in der Turnhalle. Er beschäftigte sich mit den Vorbereitungen für das diesjährige Gau-Frauen-Wettumen. Nach eingehen- den Beratungen wurden die einzelnen Ausschüsse
bestimmt. Die vorgeschlagenen Ausschußmirgliedek sollen demnächst in einer öffentlichen Versammlung aller Vereine definitiv berufen werden. Eine 23er« fammluhfl, die auf den kommenden Montag norge# sehen und zu der auch der Gau-Frauen-Turnwart, P a u l-Gießen, cingeladen war, wurde leider verlegt. Ein Antrag des Franen-Turnmartv K. Volz auf Anschaffung eines Klaviers für den Turnbetrieb wurde vorläufig zurückgestellt.
S. Trais-Horloff, 4. April Am zweiten Osterfeiertag wurden die Konfirm andenun- seres Kirchspiels, zu dem noch ötc Filialen ältphe und Snheiden gehören, im ganzen 25 an der Zahl, gemeinschaftlich konfirmiert. Zur Verschönerung der Feier trugen zwei zweistimmige Chöre der Konfirmanden bei. Es ist ein schöner Brauch mancher Gemeinten, gerate an diesem Tage der im Hessischen Krüppelheim untergebrachten Kinder.zu gedenken. So ergab denn auch infolge des starken Kirchenbesuches die Kollekte für dieses Heim einen ansehnlichen Betrag. Sehr begrüßenswert ist die Einführung künstlerisch wertvoller Konfirmationsscheine, da diese in unseren ländlichen Häusern gerahmt als Wandschmuck dienen. Der diesjährige Schein soll der Erinnerung an die Entstehung des Lutherliedes „Eine feste Burg ist unser Gott" im Sabre 1529 dienen. Die vier Strophen des Liedes gruppieren sich in Prachtvollem Schriftsatz um das Luther- wappen. Der Schein ist eine künstlerische Leistung.
U Rodheim a. d. Horloff, 4. April. Als am Dienstagabend der Sohn des hiesigen Land- und Gastwirts R. von Llnter-Schmitten auf dem Rate nach Haufe fuhr, wurde er bei Einfahrt in ten Harbwald von zwei Unbcfannten überfallen. Sie drohten ihm mit vorgehaltenem Messer, nahmen ihm das Rad und den Hut, der am Rad befestigt war, ab und eilten davon. Am anderen Morgen wurden Rad und Hut unweit der Weißmühle im Straßengraben auf- gesunden. Ob ein Raubüberfall, bei dem die Täter vielleicht durch irgendwelche Störung daS Rad । zurückliehen, oder nur ein leichtsinniger Dummer- jvngenstreich vorliegt, ist noch nicht geklärt. Di« Gendarmerie nahm sofort die Ermittelungen auf. — Die durch den Frost an unserer Wasser- teitung entstandenen Schäden sind nun wieder ausgebessert worden. Einzelne Haushaltungen sind jedoch immer noch teilweise oder
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