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arbeitet tritt), ist noch immer ein Teil unseres Dorfes ohne Wasser. Die Arbeiten sind in dem tiefgefrorenen Erdreich sehr schwierig und zeitraubend. Dielfach mußten sogar Sprengungen vorgenommen werden, um an die schadhaften Stellen gelangen zu können.

ch Stumpertenrod, 2. März. Dieser Tage fand im Beisein des Kreisdireltors und des Schul- rotes des Kreises Schotten im hiesigen Gemeindesaal die Schlußfeier des Haushaltungskursus statt. Der Kursus begann am 1. Februar und war die erste Veranstaltung dieser Art in unserer Ge­meinde. Die Leitung lag in den Händen der be­währten Haushaltlkngslehrerin Frl. D ö ß (Schotten). Da keine andere geeignete Räumlichkeit vorhanden war, wurde für diesen Zweck der Gemeindesaal zur Verfügung gestellt. Es nahmen an diesem Kursus 21 Mädchen teil, und es hätten sicher noch mehr teilgenommen, wenn sie vorher gewußt hätten, was ihnen alles dort geboten wurde. Veranlassung zur Abhaltung eines Koch- und Nähkursus in unserer Gemeinde gab unser Bürgermeister Wilhelm Hahn, der keine Mühe und Arbeit gescheut hat, bis er diesen für unsere weibliche Jugend so notwendigen Kursus zustande gebracht hatte.

IOber-Lais, 2. März. Die Mumps ist auch hier in st a r k e m Zunehmen begriffen. Der Unterricht in der Unterklasse der hiesigen Schule mußte für einige Tage unterbrochen werden, da mehr als die Hälfte der Kinder erkrankt ist. Die Bautätigkeit wird auch in diesem Jahre hier recht lebhaft sein. Außer drei neuen Ein- familienhäusern und zwei Aufstockungen Ist die Er­richtung einer ganzen Reihe von Wirtschaftsgebäuden geplant, so daß die einheimischen Bauhandwerker reicklich Beschäftlgunafinden werden.

/ Gedern, 2. März. Durch die lange Kälte- Periode sind die Drennholzvorräte in den einzelnen Haushaltungen sehr zusammenHe- schrumpft und jedermann sucht sich neu em- zudecken. Dementsprechend sind auch die Preise, die bei den verschiedenen Holzversteige­rungen erzielt werden. So löste gestern die

Fürst!.-Stolbergische Forstverwaltung pro Raum­meter Buchenscheit 1. Klasse 16-18 Mk.. 2. Klasse 1214 OHL. Knüppel 1012 Mk.. Stammreiser 23 Mk., Astreiser 1 Mk. Die DersteigerunH war außerordentlich gut von Auswärtigen be­sucht. ilnfcr Krankenhaus ist feit An­fang des Jahres ständig voll belegt. Ein großer Prozentsatz operativer Fälle konnte hier behandelt werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

O Wißmar, 2. März. Dieser Tage sand hier eine Sitzung der Am tsver tre tung des Am tes Launsbach unter dem Dorsihe des Bürgermeisters Drockmeier zu Krofdorf statt. Die Einrichtung eigner gewerblicher Be­rufsschulen hält die Amtsrertretung nicht für zweckmäßig. Es soU festgestellt werden, ob es sich ermöglichen läßt, die jungen Leute die Berufsschulen der benachbarten Gemeinden Wetz­lar, Gießen und Lollar besuchen zu lassen. Die Beschlußfassung über die Ausgestaltung länd­licher Fortbildu ngsschulen wurde ver­tagt, bis über die evtl. Einrichtung gewerblicher Berufsschulen entschieden ist. Die Rechnung der Amtskasse für 1927 schließt ab in Einnahme mit 25 592,19 Mk., in Ausgabe mit 24 936,35 Mk., mi.hin Bestand 655,84 Mk. Don den Einnrhmeresten sind 356 Mi. einziehbar. Die Sonderrechnung für das Amt Launsbach beläuft sich auf 387,37 Mk. Die Amtsvertreiung nahm die von der Finanzkommission bereits vorgeprüste Rechnung ab und setzte sie wie vorstehend an­gegeben fest. Auf Anregung aus der Mitte der Übertretung um Verbesserung des Bahn­verkehrs auf der Linie Wetzlar Lollar teilte der Vorsitzende mit, daß die Ein­legung von zwei weiteren Zügen auf der ge­nannten Bahnstrecke bereits beantragt ist. Ein Zug wird täglich abends ab Wetzlar 10.20 llßt, ein weiterer werktags vormittags nach Wetzlar.

gegen 9 Llhr eintressend. gewünscht. Zum Schluß bewilligte die Vertretung auf Antrag des Ge­meindevorstehers Dodenbender (Sa'zböden) zur Herausgabe einer Schrif t über den Gleiberg eine einmalige Beihilfe von 150 Mk.

DUlkrcis.

bl. Dillenburg, 3. März. Die Stadtver­waltung pflegt zur Zeit Verhandlungen zwecks Verkaufs des städtifchen Kurhauses. Rähercs kann vorerst noch nicht gesagt werden.

WSN. B r e i t s ch e i d, 2. März. In der vergan­genen Nacht legte ein ©roßfeuer das G c schäftshaus von Ewald Zeiler voll­ständig in Asche. Die Feuerwehren waren gegen das Wüten des Feuers machtlos und mußten sich auf die Rettung der benachbarten Häuser be schränken. Durch den Brand sind drei Familien ob dachlos geworden.

Kirche und Schule.

Morgen, Dienstag, 5. März, veranstaltet die Dorfkirchenoereinigung für denKreis Gießen, Kreis Wetzlar und Nachbarge biete im Iohannessaal eine Dorfkirchentagung für Pfarrer und Lehrer. Das Thema lautet:Sic christliche Dolkssi11e, ihre Pflege durch die Schule" (Vortragender: Lehrer Messerschmidt (Groß-Rcchtenbach), ihre Pflege durch die Kirche (Vortragender: Pfarrer Mahr (Gießen). Die Frage nach der Sitte ist die Frage nach dem tragenden Grund der Ge meinschaft; Dolkssitte erhalten und aufbauen heißt Volksgemeinschaft aufbauen. Das Thema ist von grundlegender Bedeutung für alle Volkserziehung. Pfarrer, Lehrer, Freunde des Volkstums find ein- geladen.

Sprechstunden der Redaktion

11-30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

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gilt der 15. Februar. Die Kosten in Höhe von etwa 1300 Mark werden gedeckt je zur Halste durch ein unverzins.iches Darlehen des Staates und aus Mitteln der Rubr. 27 des Stadtvor­anschlags. Ein Antrag der kommunistischen Fraktion.Sie Stadt versichert die Kinder der Stadtschule gegen Unfälle", wurde abgelehnt, da dies Sache des Staates sei. 3n nicht­öffentlicher Sitzung wurde über die Besetzung von 2 Lehrerstellen verhandelt. Für diese (Stellen hatten sich 61 Lehrer gemeldet.

Kreis Büdingen.

?* Aus dem Niddatal, 1. März. Trotz ab- qcschwächten Frostes und guter Schneebahn macht sich der Schlittenverkehr auf den Landstraßen nur schwach bemer.bar. Es zeigt sich, daß in den mehr in de Ebene gelegenen Gegenden Jagd- und La st schlitt en nur noch vereinzelt anzu- treffen sind. Sie wurden abgeschafft, zersägt und manberten in den Ofen, weil man an keinen richtigen Winter mehr glauben mochte. Im Vogelsberg leisten die Lastschlitten eben gute Dienste, da sie eine rasche und leichte Abfuhr des Holzes ermögl eßen, ohne daß die Wa.dwege dabei Not leiden. Größere Mengen Zelluloseholz, die in den Waldungen agerten, konnten schon den Verlädebahnhöfen zuge- sührt werden. Auch Los- und Steigerungsholz kann wieder einmal m t Schlitten eingeholt werden. Die zahlreichen Rohrbrüche in den Wasser- Ic'tungcn belasten eben die ohnehin nicht übermäßig gefüllten Gemeindekassen stark, da das Auf­graben und Freilegen der Leitungen infolge des trfaefrorenen Bodens auf große Schwierigkeiten stößt.

Kreis Schotten.

i Groß-Eichen, 2. März. Wie viele an­dere Gemeinden, so hat auch Groß-Eichen sehr unter Frostschäden zu leiden. Gar manchem Ortseinwohner sind Kartoffeln und Dick­wurz erfroren. Auch an der Wasserleiung gab es einige Bruchstellen an Hydranten. Trotz­dem eifrigst an der Beseitigung der Schäden ge-

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oMein Schneider war ein Menschenkenner. Wenn er mir das Moss zu einem neuen Rocke nahm, dann pflegte er zu sagen-.Ich weiss schon, was Eucrs> Hochwohlgeboren wünschen.Sie wollen nach neue­ster Mode gekleidet sein,aber nicht wie ein Stutzer. Es würde einem ehrbaren Kaufmann schlecht an­stehen, alle Auswüchse der Mode mitzumacheh. Q)arin hatte der Meister vollkommen recht-,denn ein Kaufmann soll zwar fortschrittlich gesinnt sein, aber nicht deshalb das Neue suchen, weil es neu ist. Das gute Alte erhalten und das gute Neue hinzu- fügen, das ist wahrer Fortschritt.

cfflas der ehrbare Kaufmann OVERSTOLZ hier sagtest gewiss nichts Neues, aber für unser Fach hat es doch seine besondere Bedeutung. Ein Fabrikant, der im­mer wieder seine alten Zigaretten-Marken durch neue ersetzt, spekuliert auf die Neuerungssucht un­verständiger Raucher. Er würde dis Geld, welches solche Neueinführungen verschling en,nützlicher

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auf die Verbesserung seiner allen Marken ver- wenden..Altbewährte Marken erhalten, sie in Qualität und Technik immer weiter vervollkomm­nend ist wahrer Fortschritt in unserm Fach. Ün diesem Sinne ist die overstolz zwar eine der ältesten, gleichzeitig aber eine der modern­sten Zigaretten-Sorten am deutschen Markt.

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