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6le Feuer Widerstandsfähigkeit einiger Geldschrank- sabrikate zu prüsen. 35 mit Tüchern unö Papieren gefüllte Geldschränke modernster Konstruktion, von den bedeutendsten amerikanischen Fabrikanten ge­liefert, waren in den Stockwerken des Hauses ver­teilt. 3eber der Geldschränke erhielt «rin Thermo­meter, um den Hitzegrad im Innern desselben feststellen zu können. Man hatte dafür gesorgt, daß das Feuer eine außergewöhnliche Hitze ent­wickelte und zu diesem Zweck noch alle Räume mit Ablallholz und anderem leicht brennbaren Ma- teria. angefüllt. Ton einem feuersicheren Hnt-:r- stand aus beobachteten Beamte desBureau of Standards den Brand. 2ln Hand von Instru­menten, die in direkter Verbindung mit dem bren­nenden Gebäude standen, masten sie die -entwickel­ten Hitzegrade. Man erwartet, dast die durch dieses Experiment ge'amme ten Erfahrungen dazu beitragen werden, die Feuerwiderstandsfähigl-rit der Grldschränke zu erhöhen. Glückliches Amerika, das für derartige Versuche die Kleinigkeit eines grotzen Dureauhauses opfern kann.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

Trohe, 2. März. In der hiesigen Ge­markung wurde dieser Tage ein Rauhfust- b u s s a r d lot ausgefunden. Dieser Raubvogel hat seine Heimat in Rustland und im hohen Rorden, als Winterquartier sucht er die miltel- europäifchen Landstriche auf. Die Flügelspann- toeitc des gefundenen Bogels betrug 1,20 Meter.

Beltershain, 4. März. Sie an gestri­gen Sonntag stattgehabte Bürgermei,ter­wähl, die durch den Rücktritt des seitherigen Bürgermeisters H o r n m a n n, der das Rechner- amt übernommen hat, notig geworden war. hatte als Ergebnis: Stimmberech.igt 215 Einwohner. Abgegebene Stimmen 191 (93 Prozent). Beigeord­neter Reitz erhielt 92 Stimmen, Landwirt Hein­rich Hartmann I. 102 Stimmen, letzterer ist somit gewählt.

f) Lich, 1. März. In der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes gab der Bürger­meister zunächst bekannt, dast die gemeinsame Durchführung der Mastnahmcn gegen die Krä­henplage in Hessen mangels Beteiligung der überwiegenden Mehrzahl der Gemeinden aufge­geben und die Bekämpfung den einzelnen Ge­meinden und Iagdpächtern überlassen worden sei. Ein Beschlust hierzu wurde nicht gefastt. Sodann beschäftigte sich der Stadtvorstand mit der Gesuchen des August Hisgen und des Mathias E111 zu Lich um Erteilung der Kon­zession zur Führung von je einer Schankwirt­schaft. Tie Dedürfnissrage wurde bejaht. Rach den Vorschlägen der Baukommisfion wurde dann die Fortführung des Bürgersteigs in der Mengesgasse in einer Länge von etwa 100 bis 150 Meier nach dem Hohlenweg zu be­schlossen. Die erforderlichen Randsteine sind auf dem städtischen Lager vorhanden. Das Ainnen- pflaster soll mit den ebenfalls vorhandenen alten P lastcrsteinen durch den Pflastermeister Schrö­der in Rieder-Bessingen, der für die Arbeits­leistung 1,50 Ml. je Quadratmeter erhält, herge­stellt werden. Die Verrechnung der entstehenden .Kosten soll zu Lasten des Voranschlages für 1929 erfolgen. 3m Anschluß hieran teilte der Bür­germeister mit, daß in dem Fichtenbestand der Abteilung Za der Försterei Lich zahl­reiche Windfälle aufzuarbci.en seien, die beim Fall umsangrciche Erdbällen mit dem Wur- zclstock herausgehoben haben. Dieses S.ockholz könne bei dem derzeitig strengen Frost nicht auf-- acarbcitet werden. Eine Reihe von Holzhauern hätte sich erboten, dieses Stockholz nach Eintritt von Lauwetter kostenlos für sich aufzuarbeitcn und für den Raummeter 33 Pf. an die Stadt zu zahlen. Das Forstamt sei der Ansicht, daß dieses Angebot Insofern günstig sei, als bei den Brennholzvcrsteigerungen vielfach nicht der Hauerlohn erlöst würde.' Der Stadtvorstand stimmte der freihändigen Abgabe an die Holz­hauer zu. Der Kapelle der Freiwilli­gen Feuerwehr zu Lich und der Wiegemei- sterin wurden je 2 Raummeter Duchenschcitholz unentgeltlich aus dem Stadtwald überlassen. In der Sitzung des Stadtvorstandes vom 12. De­zember v. I. wurde beanstandet, das) die R e i ch s» bahnverwaltung die Feldwege der Ge­markung Lich vom Hohlenwcg aufwärts von abends 7 Hhr ab durch eine Schranke schließt, und es wurde beantragt, bei der Reichsbahnvcrwaltung auf Rückgängigmachung dieser Maßnahme hinzuwirlcn. Der Bürgermeister teilte hierzu mit, daß nach einer Mitteilung des Eisenbahnbetriebsamtes II in Gießen die frag­lichen Wegübergänge von April bis September von 21 bis 5 Hhr, im Oktober und März von 19 bis 7 Hhr und von Rovember bis Februar von 18 bis 6 Uhr geschlossen gehalten würden. Die vorstehenden Schließungszeiten seien früher mit der Stadt vereinbart und durch das Mini­sterium der Finanzen genehmigt worden. Einer Anregung des Kreisamts Gießen, Gemeindeforde­rungen in Höhe bis zu 1 Mark, die in anderen Gemeinden im Wege des Zwangsverfahrens bei- zu'.rciben wären, allgemein niederzuschlagen, wurde nicht entsprochen. Die Riederschlagung 5er- arlla geringer Geldbeträge soll nur von Fall zu Fall durchgeführt werden. Der von dem Bür­germeister oerge'egte Entwurf einer O.tlsatzung über die Erhebung von Standgeld für Schweine auf hiesigen Märk.en wurde geneh­migt Die Ortssatzung sieht die Erhebung einer Gebühr von 10 Pf. für jedes aufgetriebene Ferkel vor. In Ausführung eines früheren Be­schlusses gab der Bürgermeister die R a m e n der Feldfrevler bekannt. Auf Anregung des Finanzausschus'es des Hessischen Landtages und der Dezirksfürsorgestelle des Kreises Gießen wurde weiterhin beschlossen, auch in hiesiger Stadt eine Aktion wegen Beschaffung von Winter- brand für alle Hilfsbedürftigen durchzuführen. Tie Stadt ist grundsätzlich bereit, sich an dem entstehenden Aufwand mit 2,53 Mk. je Familie zu beteiligen. Da die Hnterstühung in Form von Drennmateriglien zu gewähren ist, sollen durch die Verwaltung Briketts aus schnell­stem Wege beschafft und die Verteilung im ein­zelnen durch Beschluß des städtischen Wohlfahrts­ausschusses erfolgen. Gelegentlich der Ruh­holzsubmission am 11. Februar sind fol­gende Höchstgebote abgegeben worden: Fichten­stammholz: la-Kl. 22.35 Mk.. Ib-ÄI. 24,35 Mk., Ha.Kl. 27,33 Mk., Ud-Kt. 29,30 Mk., Illa-Kl. 31,30 Mk.. Illb-Kll 31,85 Mk.. IVa-ÄI. 32.15 Mk. Fichtendcrbstangen: l.Kl. 1,81 Mk., U. Kl. 1.03 Mark, III. ÄI. 0.414 Wk. pro Stück Fichtenreis- stangen: IV. Kl. 25 Ps., V. Kl. 15 Pf., pro Stück. Fichtenbohnenstangen: VI. und VII. ÄI. 7,6 Ps. pro Stück. Aus Antrag der städtischen Holzver-

Stirnen, Sport uni) Spiel.

Fußball in Hessen-Hannover,

kuchesseo Kassel Sportklub 03 2:0 (2:0).

Das erste Entscheidungsspiel um die Bezirks- Meisterschaft zwischen Kurhessen Kassel und Sport­klub 03 endete gestern 2:0. Sportklub 03 hatte drei- sachen Ersatz einstellen müssen, während die Kur­hessen komplett antraten. Der hartgefrorene Boden ließ ein einwandfreies Spiel nicht zu. Trotzdem ent­wickelte sich ein flüssiges Spiel. 03 war während der ersten halben Stunde tonangebend, verstand es aber nicht, die Chancen auszunützen. Die Angriffe scheiterten an der vorzüglichen Verteidigung von Kurhessen. Das erste Tor fiel in der Mitte der ersten Sp.elhälfte durch den Linksaußen Kreß. Dann war das Spiel längere Zeit offen, bis der Halb­rechte Kurhessens unerwartet das zweite Tor schoß. In der zweiten Spielhälfte trat 03 nur mit zehn Mann an. Trotzdem hielt die Mannschaft das Spiel zunächst offen, bis sich dann doch das Fehlen des elften Mannes bemerkbar machte. Kurhessen konnte jedoch keine weiteren Tore erzielen.

Borussia Fulda punktgleich mit Lurhessen.

Borussia Fulda hatte gegen die Spielberechtigung von Trabing im Spiel Sport gegen Borussia Fulda Einspruch erhoben. Diesem Einspruch ist Folge ge­geben, so daß Borussia Fulda punktgleich mit Kur­hessen Kassel ist. Das hierzu notwendige Entscheid dungsspiel soll am 10. M ä rz in Gießen statt- finden. Es wird jedoch zunächst der schriftliche Be­scheid abgewartet.

Das für den gestrigen Sonntag auf dem Gie­ßener Maldsportplatz vom T.B.A. telegra­phisch anberaumte Spiel Borussia Fulda gegen Kurhessen Kassel wurde am Samstagmittag telegraphisch wieder abgesagt.

Kußbali in Süddeutschland.

In Süddeutschland war gestern der ge­samte Verbandsspielbelrieb auf drei ordnungs­gemäß ausgetragene Treffen beschränkt. In der Meisterrunde erzwang Germania Brötzingen auf eigenem Platz gegen Eintracht Frankfurt ein 2:2, in der Trostrunde gewann S. D. 1860 München gegen die Stuttgarter Kickers überraschend hoch mit 4:1, und der F. S. Frei- bu.g schiug erwartungsgemäß Phönix Karlsruhe 5:2.

V. f. L. Reu-Isenburg gegen Union Ri derrad wurde bei 1:1 kurz nach Halbzeit des Platzes wegen abgebrochen. Sämtliche anderen Spiele fielen aus.

Frankfurter Hallensportfest.

Jonath (Dortmund) schlägt fiötnig. Heuer Hallenweltrekord hirschfelds.

Das Frankfurter Hallensport eft, das sich am Samstag vor etwa 8)30 Zuschauern abwickelte, nahm in Anwesenheit voiKörnig, Peltzer, Hirschfeld, Dolhe und T r o ß b a ch einen glänzenden Verlauf.

Den 800-Meler-Lauf konnte Kaufmann (FSV., Frankfurt) vor Schwander (Mann­heim) durch bessere Kurventechnik gewinnen. Der darauf folgende 5)-Meier-Lauf für Damen war Frl. H a u x (Eintracht Frankfurt) nicht zu neh­men. Begeistert verfolgt wurde der 50-Meter- Lauf für alte Herren, der den alten Meister- läuser Weider (Eintracht Frank urt) als Sieger sah. Auch das Handballspiel zwischen . SV. Frankfurt und Eintracht Frankfurt, wel­ches 6:1 für FSV. endete, wurde mit Interesse verfolgt. Der 33C0»Te er-ßauf entwickelte sich nach.anfänglicher Führung von Schaumburg (Münster) zu einem erneuten Zw.'ila.npf zwischen Helber (Stuttgart) und Boltze (Hamburg). Letztere.- konnte in fabelhaftem Endspurtstil auch diesmal Sieger bleiben. Kohn (Charlottenburg) kam erst als vierte.- ein. Die Einzelergebnisse:

800-Meter-Lauf: 1. Kaufmann (FSV. Frankfurt) 2:5,9, 2. Schwander (Mannheim), 3. Tuxmeier (D:eieichenhain).

53-Meter-Lauf für Dajnen: 1. Frl. Haux (Eintracht Frankfurt) 6,9.' 2. Dühlmeier (GrieshKm Elektron) 7,3, 3. Gladitsch (Karls­ruhe) 7,3.

10 X 50-Meter-Pendelstaffel für Jugend: 1. Eintracht 6-Mannschaft 1:10, 27 ?3ostfportverein Frankfurt, 3. Eintracht Frank- urt ^Mannschaft.

50-Meter-Laus für alte Herren. 1. Weider (Eintracht Frankfurt) 6,4, 2. Knoche (Eintracht Wiesbaden) 6,7, 3. Angstmann (Ein­tracht Frankfurt).

4xDreirunden staffel: 1. SC. 1880 Frankfurt 4:21,9, 2. Sportverein Griesheim 4:23, 3. V. f. L. Frankfurt.

3000-Meter-Lauf: 1. Dolhe (Hamburg) 8:5), 2. Helder (Stuttgart) 8:59, 3. Schaumburg (Münster) 9:5.

Die hervorragendste Konkurrenz neben dem Sprinter-Dreikarnpf bildete das K u g e l st o ß e n. Hier gelang es Hirschfeld (Allenstein) beim zweiten Wurf einen neuen HallenWelt­rekord mit 15,47 Meter aufzuftellen, der stür­mische Begeisterung auslöste. Im 1000-Meter-Lauf führte anfangs Schoemann (Charlottenburg)

hartnäckig vor Dr. Peltzer (Stettin). Erst in der vorletzten Runde ging letzterer an dem Charlotten­burger vorbei, setzte mit grandiosem Endspurt ein und gewann mühelos diesen Lauf. Schoemann mußte sich in der letzten Runde noch von Müller (Zehlendorf) schlagen lasten.

Kugel st oßen: 1. Hirschfeld (Allenstein) 15,47 Meter (neuer Hallenrekord), 2. Schneider (Rüssels- heim) 14,12 Meter, 3. Hehler (Fürth) 13,28 Meter.

1000-Meter-Lauf: 1. Dr. Peltzer (Stettin) 2:36,4; 2. Müller (Zehlendorf) 2:38,2; 3. Schoe­mann (Charlottenburg).

Das Hauptinteresse des Abends bildete der Sprinterdreikampf. In allen drei Läufen ergab sich von vornherein eine klare lleberlegenheit des jun­gen Dortmunder Ivnath, der Körnig (Char­lottenburg) und E l d r a ch e r (Eintracht Frankfurt) glatt schlagen konnte. I o n a t h verfügt über eine starke Anfangsgeschwindigkeit, die ihm von Beginn an die Spitze gab und die er bis zum Schluffe gut behaupten konnte. Im Hürdenlauf ergab der erste Lauf einen knappen Sieg von Steinhardt (Karlsruhe) über Troßbach (Berlin), während der zweite Lauf T r o ß b a ch ganz knapp als Sie­ger vor dem Karlsruher sah. Beide Gegner erreich­ten die gleiche Punktzahl, so daß der Lauf unent­schieden endete.

Sprinlerdreikarnpf: 1. Ionath (Dort­mund) 15 Punkte; 2. Körnig (Charlottenburg^ 12 Punkte; 3. Eldracher (Eintracht Frankfurt) 9 Punkte; 4. Feistel (Wiesbaden) 6 Punkte.

Hürdenlauf: 1. Troßbach (Berlin) 11 Punkte; 2. Steinhardt (Karlsruhe) 11 Punkte; 3. Welscher (Eintracht Frankfurt a. M.) 8 Punkte; 4. Prieß (Kreuznach) 3 Punkte.

3xl000-Meter-Staffel: 1. Eintracht Frankfurt 8:31; 2. Mannheimer Turnges. 8:39; 3. Spielvereininung Gießen 8:42.

5 0 X 5 0 - M te r-P ende Ist as fei für Her­ren: 1. B. f. L. Frankfurt 33 Sek.; 2. Griesheim Elektron 33,3; 3. Eintracht ^Mannschaft.

50x50-Meter°Pendel staffel für Da- men: 1. Ein'.racht Frankfurt ^Mannschaft 32,2; 2. Griesheim Elektron 33,8; 3. Dar Kochba Frank­furt.

50-Meter-Lauf, offen: 1.Tuthe-Pieper (Essen) 6,2; 2. Mehner (Frankenthal) 6,3; 3. Schramm (Gießen).

Fußballspiel Rotweiß gegen Kickers Offenbach 4:1 (1:0).

lOxZweirunden staffel für Klasse B und C: 1. Postsportverein Frankfurt; 2. Gries­heim Elektron; 3. D. b. L. Frankfurt a. M.

Kechi-Länderkampf Deutschland Ungarn.

Deutschland siegt im Florett, Ungarn im Säbel.

Am Samstag fand in Nürnberg ein Länderwett­kampf im Florett- und Säbelfechten zwischen den Atannschaften Ungarns und Deutschlands statt. Die Ungarn stellt m im Florett Piller, Kalnicky, Haidu, Hatz und im Säbel Garay, von Uhlyarik, Piller und Kalmar. Deutsch'.and war vertreten durch Erwin Casmir, Moß, Sommer, Hartwich im Flo­rett und Casmir, Thomson, Müller, Knoch im S'bel.

Wie zu erwarten war, konnten die Ungarn einen sicheren Sieg im Säbel mit 11 6 (46:63 Treffern) erzielen, während Deutschland im Florett mit 9:7 (55:67 Treffern) knapper Sieger blieb. Der deutsche Meister Casmir konnte von acht bestrittenen Kämpfen allein sieben zu feinen (Surften entscheiden. In der Pause zeigten die deutsche Olympiafiegerin Helene Mayer und die Ungarin Baba Dani) in einem Schaufcchten glänzende Proben der Fecht­kunst.

Heuer deutscher Schwimmrekord.

3m Rahmen des Westdeutschen Wasferballtur- niers in Duisburg unternahm der Kölner K i n - zius einen Angriff auf den deutschen Rekord im 200 Meter-Seitenschwimmen. Kinzius legte die Strecke in 2:38,7 zurück und verbesserte damit den von Dingeldey (Darmstadt) gehaltenen Rekord von 2:40,5.

Deutsche Schwimmerinnen in Paris.

Die deutschen und holländischen Schwimmerin­nen starteten am Freitagabend bei einem vorn Shorting Club Paris re.anftalte'.en internationa­len Wettbewerb. Die deutsche Freistilmeisterin Reni Erkens (Oberha.sen) und ihre Klub­kameradinnen Fischer und Wilke mußten sich jedoch hinter den holländischen Danen Braun bzw. Baron mit den Plätzen begnügen.

Die Ergebnisse: 103 Meter Rücken- 1. Braun- Holland 1 :23,3; 2. Grandel-Hplland 1:24; 3. Reni Erkens (Oberhausen) 1:31,4. 103 Meter Freistil: 1. Braun 1 :13,2; 2. Erkens 1 : 16,6. 200 Meter Brust: 1. Baron-Holland 3 :19,4, 2. F. Fischer (Oberhausen) 3 :32,0. 150 Meter Staffel: 1. O. D. Z.-Rotterdam 1 :57; 2. Moueties Paris 2 :03,6; 3. Amateur-Oberhausen 2 :03,4.

Wertungskommission wurde den Höchstbietenden der Zus^lag erteilt.

T Aus der nördlichen Wetterau, 2. März. Die Preise für gutes Wiesenheu, das allenthalben stark begehrt .ft, sind in den letzten Wochen außerordentlich hoch gcstiegen. Für den Zentner werden gegenwärtig 7,50 Mark bezahlt.

U Ronnenroth, 2. März. Ein Auto­unglück, das leicht schlimme Folgen hatte haben können, ereignete sich in der Rähe unseres Dorfes. Ein aum L i ch stammender Kraftwagen, der mit zwei Herren besetzt war, kam von Grün­berg her und geriet an dem Berge oberhalb unseres Dores infolge der stark ver­eisten Straße ins Rutschen. Da der Lenker d e Gewalt über den Wagen verlor, fuhr dieser in den Graben und überschlug sich dort. Wie durch ein Wunleo kamen die beiden Insassen mit einigen kleineren Verletzungen da­von. Das Auto wurde beschädigt und mußte abgeschleppt werden.

Kreis Friedberg.

pb. D u h b a ch. 2. März. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung teilte Bürgermeister Dr. Jansen vor Eintritt In die Tagesordnung mit, daß infolge der Kälte im städ.ischen Wasfcrleitungsnetz 14 Rohrbrüche entstanden sind, woran 10 Haupt- und 4 Reben­rohrbrüche sind. Beseitigt sind hiervon bis jetzt 12.

Weiter sind noch 200 Wassermesser aus­

gefroren. 3m P.impwerk bei Griedel sind drei Filier zugesroren, die noch herzustellen sind. Die Ergiebigkeit des Wasserwerkes hat um 23 Prozent nachgelassen, jedoch liegt kein Grund zu Besorg­nissen vor, daß die Wasserversorgung irgendwie gefährdet wäre. An Stelle des ausgeschie­denen Stadtv. Dr. Schmidt wurde Stadtv. E i m b r o d t in den Schulvorstand der Stadt­schule, und für die ausgeschjedenen Stadtv. Holz­appel und D a m b s die Stadtv. R u p p e I und Etaubach in den Schulvorstand der Fort­bildungsschule gewählt. Die Grundstücke der Stadt und des Armenfonds, deren Pachtzeit im Herbst 1929 und 1933 abläuft, wer­den den seitherigen Pächtern zu den gleichen Preisen und Bedingungen bis zur Hebergabe der Ersatzgrundstücke ie8 Felbl erein g n's^e.foh enS belassen. Der der Stadt zur Sicherheit für eine übernommene Rückbürgschaft für die Firma Autoverkehr Du' bach und Hmg g nd über­eignete Omnibus Rr. 2 wird an Die Firma zurückübereignet. Der mit der Firma abgeschlos­sene Vertrag vom 9. März 1927 ist damit er­loschen. Die jetzt rechtwinlelige Vorgarten­ecke bei dem Hausgrundstück Herrn. Küchel, Ecke Bahnhofs- und Wciseler Straße, die bei dem heutigen zunehmenden Verkehr einen erheblichen Gefahrenpunkt bedeutet, muß au8 Gründen der Verkehrssicherheit in Anwendung der Art. 4 ff. bet Hess. Dllgem. Bauordnung v. 30. 4. 61 an

dieser verkehrsreichen Straßenkreuzung abgerun­det bzw. durchbrochen werden. Die Kosten von rund 253 Mk. hat die Stadt zu tragen. Für das Rechnungsjahr 1923 sind bei der Gewerbesteuer vom Ertrag wesentliche Erlässe zu verzeichnen, woraus sich für die S adt nach­träglich bedeutende Gewerbe st euer- a u s f ä l 1 e ergeben, für die Deckung aus Vor- anschlagsmitteln des Jahres 1928 nicht möglich ist. Hm die Deckung dieser Ausfälle zu ermög­lichen, soll in Anwendung der betreffenden mini­steriellen Bestimmungen auch für die Rechnungs­jahre 1926 und 1927 die Gewerbesteuer für diese Jahre entsvrechend Öen Ansch.'agsätzen des Jahres 1928 umgelegt bzw. berechnet werden. Für die InstandsetzungsarbeitenimSt.Wen- del-Hospital sind gemäß eines früheren Beschlusses 3333 Mk. bewilligt worden. 3m Laufe des Jahres sind noch andere dringend notwen­dige Arbeiten entstanden, die eine Mehrausgabe von 2400 Mk. verursachen, welche nachträglich bewilligt werden. Für die Abnahme von K r a f t st r o m (D ehstrom) während der l eil ü:n 22 Hhr bis 6 Hhr wird ein verbilligter Tarif eingeführt. Der Preis für die Kilowatt­stunde wird mit 12 Pf. berechnet. Für den zur Verrechnung dieses Tarifs erforderlichen Dop­peltarifzähler wird eine monatliche Zählermiete von 2 Mk. erhoben. Rach Artikel 129 c. II St. O. kann die Regierung, wenn der Bürger­meister die Lokalpolizei ausübt. die Anstellung eines ihm untergeordneten Polizeikommissars oder mehrerer derartiger Beamter verlangen. Der Minister des Innern drängt darauf, daß hier eine Reuregelung der Polizei­verhältnisse erfolgt, und daß zur Verein­heitlichung aller polizeilichen Aufgaben ein besonderer leitender Polizeibeamter eingestellt wird. Heber die Bestellung eines solchen ha­ben wiederholte Verhandlungen mit dem Kreisamt und dem Ministerium geschwebt. Der. in Aussicht genommene Beamte, ein pensio­nierter Polize.hauptmann, hat jedoch eine Reihe von Bedingungen und Forderungen gestellt, die der Stadtverordnetenversammlung als zu weit­gehend erschienen. Es fand eine eingehende Aus­sprache über die Bestellung eines Kom­missars überhaupt statt. Stadtv. Ioutz berichtete eingehend über die beim Minister Leuschner ftatt-efunbene Aussprache, wobei insbesondere auf die derzeitige ungünstige Fi­nanzlage der Stadt hingewiesen wurde, die es kaum ermögliche, reue Ausgaben durch Anstel­lung eines Kommissars rechtfertigen zu können, la-.i ter einen S:ite würde fortgesetzt von Sparen und Abbauen gesprochen, aus der anderen wieder eine neue Beamten st eile gescha fei, die die Stadt belaste. Der Minister ging jedoch von seinem Standpunkt nicht ab, sondern erklärte sich nur damit einverstanden, daß ein pensionierter Poki^eibeamter als Kommissar eingestellt werde, der ja jederzeit zu haben sei, wenn man ihm die 23 Prozent Dillere.rz zahle, die er an Pension weniger erhalte, als sein früheres Gehalt be­trage. Die Angelegenheit wurde zur nachmaligen Beratung an den Finanzausschuß zurückverwie- fen. Don der sozialdemokratischen und der kommunistischen Partei war der Antrag gestellt worden, den Erwerbslosen, Klein- und Sozial­rentnern in Anbetracht der großen Kälte eine Unter ft ütjung in Form von Brennmaterial zu gewähren. Verheiratete foltm sechs Zentner, Ledige drei Zentner Briketts erhalten. Dem Antrag wurde z u g e st i m m t. als Stichtag

lüewinnauszug

6. Klasse 32 Prcnszisch-Ciiddeulscht (258. Prcuß.) ftlaflcn-Vollecic Ohne Gewadr DladibiuJ verboten

20. Ziehungstag 2. Marz 1929

Aus jede gezogene 9ummer sind zwei gleich bebe Ecnunne gefallen, und zwar je einer

aus die Lose gleicher Stummer in den beiden

Abteilungen I und 11

In der Vormittags,zieining wurden Gewinne über 150 M. gezogen

4 tetoinn» zu 5000 M. I 73759 379861

8 ^«tolnne ,u 3O0U M. 5041 65633 223890 263781

12 Gewinne «u 2000 M. 4278 32331 85184 100140 146676 272140

30 Kevnnnen 1000 M. 35378 68325 71162 80260 125049 144240 190235 208645 221610 273117

313159 337184 345515 348080 376501

86 Gew nn. »u 500 Oll 23943 32556 67158 61113 69687 78832 82660 83.321 64442 92874 9*344 98971 103645 11.3316 124973 126297 127754 137567 142826 144938 146263 160700 162529

165613 168422 169307 170400 170806 17'924

178288 190493 2129.31 212974 257003 2'17373

273113 292025 301301 305576 359310 362319

380444 396449

276 nue ku 300 «M 1701 3088 6396 8665 10460

10951 11664 12916 20769 22600 26 >87 28076

29341 33614 34709 35228 42877 43562 46912

48023 49095 49241 61191 64377 67931 60179

61077 61414 61615 66590 69508 69983 71058

73022 79237 79849 64672 85504 90140 93884

97750 102967 111269 111722 117761 119865 133458 133535 144383 146424 178995 182529 194256 195187 224080 229258

253040 254212 266185 266194 287742 2927t6 307268 310904 322640 322939 340870 342877 358187 363097 383876 392061 399265 399548

103087 IOH076 116535 116964 120085 120225 13456.3 134952 166294 156729 183686 186768 195619 198994 232790 248477 255398 259985 275630 279.354 293732 301642 311264 312036 326685 330716 348169 346202 370561 371923 393027 394023

110066 111268 117042 117759 123123 128468 136722 137089 173313 176348 188672 191635 216670 218532 251508 252465 261013 263876 279448 286160 305580 305802 317756 319477 333227 335409 351.341 358182 375043 38201*9 396847 396912

3n der Rachmittagsziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinn« «n 6000 411 66785

8 ®«tolnn« iu 3000 M. 42816 147596 221914

294427

10 Gewinn« ,v 2000 M. 15114 177645 189086

221121 230931

36 Gew, - 1000 <M. 1972 23665 30554 50723

63914 115104 118000 128070 147910 I65957 173965 190083 208933 219172 223813 279139 293239 351783

80 Gew..... iu 500 W 20317 22631 25059 37637 42456 46768 60862 65705 6'011 72'52 79087 85479 91038 92100 94708 109543 I13100 123596 134156 143432 160520 172286 178098 184314

188154 201592 206467 220766 235661 267514

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Zm Geivlnnr.ide verblieben 2 Prämien zu 500000 2 Gewinne zu 200000, 2 zu 50000, 4 zu 25000, 24 zu 10000, 46 zu 5000, 118 zu 3000. 252 zu 2000, 548 zu 1000, 1420 zu 500. 3756 zu 300 Mk.