Ruhe, ilni) wieder stand die Erkenntnis fiert und ohne jede Deutelei vor ihm: die Schuld war sein.
Er hob sich aus dem Stuhle, ging zu Fetzmann, der unweit von ihm an seinem Schreibtische lehnte, faßte nach dessen hecabhängender Rechten uni) führte sie an die Lippen. „Ich habe es keinem: anderen noch getan und werde es nie mehr einem! anderen tun, als dir!--Vergib mir!"
3n den Zügen des Arztes zitterten die Mus- kein. Etwas unsicher Flimmerndes verschleierte seine Augen.
„Hans! — —“ Hettingens Stimme schrie heiser auf.
Langsam hoben sich Feßmanns Hande den beiden anderen entgegen, die auf ihn wartetem „Man sollte nicht bis zur letzten Faser so an einem Menschen hängen, wie ich an dir! Dann wäre mir alles erspart geblieben."
„So streiche mich aus deinem Leben!"
„Rie!---"
„Ich danke dir, mein Alter! Es wäre ein bitteres Wort mit auf den Weg gewesen, wenn du anders gesprochen hättest. Ich fahre morgen nach der Schweiz, um meinen Posten als Ingenieur bei den Iankes-Werken anzutreten."
„Muhte es gerade die Schweiz sein, Ioachim?"
„Ia! Amerika wäre mir lieber gewesen! Rur weg! Weit weg! Ie weiter, desto besser!"
„Die vielgerühmte Freundschaft!" sagte Fehmann mit leichtem Spott. In der nächsten Sekunde aber ruhte sein Blick mit der gleichen Wärme wie früher in dem Hettingens. „Was sagt deine Frau Liebste dazu?"
„Meine Mutter?"
„Du weiht doch, dah ich die Ieska meine!"
„Ach so! Du hast also auch davon gehört!'* ein kurzes Besinnen, dann sah er dem Freunde ernst in die Augen. „Du hast mir einmal dein unbeschränktes Vertrauen geschenkt. Rimm heut« das meine dafür: Isabella ist meine Schwester. Mein Vater war auch der ihre. Aber IsaÄ Mutter starb schon vier Tage nach ihrer Geburtehe er sie noch zu seiner Frau machen konnte!'*
(Fortsetzung folgt.)
ITr. 3 Dritter Blatt
Eichener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Gberhessen)
§reltag, 4- Zanuar 1929
noch ehe er sie niederdrücken konnte, hatte Ioachim sie ae aßt.
„H-ans — wenn es wirklich so ist, wie du sagst, dann lah mich dir wenigsteirs bekennen: Ich bereue aus ganzem Herzen, dich in einer Stunde verkannt zu haben, in der ich vor Schmerz der Glieder und Verzweiflung der Seele keines klaren Gedankens mehr fähig war. Ich sehe, dah ich kein Recht mehr habe, dich um etwas anderes zu bitten, als ein paar kurze Worte, dah du mir vergibst! Die wirst du doch noch für mich finden können!"
Feßmanns Blick blieb kühl und wenig er- munternd. „Du scheinst das als etwas ganz Selbstverständliches zu nehmen! Ich betrachte das ganze von einem völlig anderen Gesichtspunkte aus: Du hast mir — leider — zu dieser glänzenden Lebensstellung verholsen! Ich habe meine Schuld an dich abbezahlt! Wir sind quitt!"
Hettingen, dessen Verven noch von der Krankheit her in ständiger Erregung bebten, vermochte sich nicht mehr zu zügeln. Aschfahl im Gesichte rih er den Rock aus und trat dicht an den Freund heran. „Vimm eines von deinen Messern und schnelle mir die Adern aus, dah ich dir dein Blut bis zum letzten Tropfen^ wieder zurück- gebcn Fann — wenn ich doch für alle Ewigkeit keinen Teil mehr an dir haben soll!"
„Du wirst dir schaden, wenn du dich nicht- mäßigst!" warnte Fehmann. „Wer hat dir übrigen- davon gesagt?"
„DaS ist vollständig gleichgültig, ich weih es mm einmal! Und---“
Ehe er noch weitersprechen konnte, hatten zwei keinen Widerstand duldend« Arme ihn gefaßt und in bas kühle Leder eines Klubsessels gedrückt. „Beruhige dich erst einmal! Vimm^ diese Tropfen I" Fehmann hatte nach einem Fläschchen gegriffen, um etwas von einer Flüssigkeit auf ein Stück Zucker rinnen zu lassen!"
Hettingen schob die Hand, die sie ihm reichen wollte mit einem Ruck zur Seite! „Spar dir deine Tropfen, HanS! Sie sind ohne jede Wirkung für mich." Den Kopf zurücktehnend, schloß er für Sekunden die Augen und zwang sein Blut zur
Turnen, Sport und Spiel
Alles.
eben.
Nachdruck verboten
* 36. Fortsetzung
oder Damast
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fiebenraume
staubtet
f. Wäsch®
MM Vaiazrs!
Roman von 3- Schneider-Foersil.
Urheberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau i. Sa.
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,Was machst denn närrlsch, Mtzzerl! sagte fiichtßosen verlegen.
p2'ir danken für deine Geduld und unverdiente Siebe!" war die Erwiderung.
Es siel kein weiteres Wort mehr, bis ste nach Hause kamen.
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“eI zugunsten des Lessma '"en, Lertnebszeit der Los-
SädbeuffHe Fußbsllmeisterfchast
Der Süddeutsche Fußball-- und Leichtathlettk- Lerband läßt am Sonntag bereits die ersten Llcisterschastsspiele austragen, nachdem die De° zirks-Derbands^piele noch im alten Iahre beendet wurden. Die Durchführung der Meisterschasts- stz-iele erfolgt in drei Gruppen.
Die Gruppenmeistcr Germania Brötzingen (Württemberg), KrrlSruher Fußball-Ve.ein lBadcn». Da.,ern München (Südba.ern, 1. F. C. Mrnberg (Vordba^ern), V. f. L. Rcckarau «Rhein), Dorus ta Veunk rchen (Saar), Gnt.acht Zrankrurt (Main) und Wormalia WormS (He sen) ermitteln in einer Doppelrunde den süddeut chen Meister. Der zwecke Tabellen.nhaber ist sofort an den Deutschen Meisterschaftsspielen te lnahme- bcrechligt. Dagegen muh der Dritte noch in Mei Aussch idungs plclen feine S.art'erechtigung Lis dritter süddeutscher Derr re er g: e.i den end- ssiiltigen Sieger der Trostrunde erst erkämpfen.
An der sogenannten Trostrunde nehmen die zweiten und dritten Tabelleninhabw in den Bezirken teil Gespielt wird in zwei Abteilungen. Die Abteilung Süd-Ost umfaßt die Gruppen Württemberg, Baden, Vord- und Südbayern und folgende Vereine: Freiburger Fuhball-Elub, Stuttgarter Kickers, Phönix Karlsruhe, V. f. B. Stuttgart, E . iel-V'g. Fürth, Allg.Sportv.Vurn- b<rg, Schwaben Augsburg und 1860 München oder Wacker München. Dre Abteilung V o r d - West setzt sich aus den Vereinen dw Gruppen ; Main-Hessen, Württemberg-Baden und Rhein- Saar wie folgt zusammen: Fuhball-Sportv. Frankfurt, Union Viederrad, F. Spv. 05 Mainz, V. f. S.Veu-Isenburg, Spv. Waldhof, V. f. R. Mannheim, F. C. Idar, F. C. Pirmasens und Saar Saarbrücken ermitteln die zwei restlich m Teilnehmer unter sich. Die beiden Abttilungssiezer ermitteln den Gewinner der Trostrund', dem das Ked)t zusteht, mit dem Dritten der Meistwrunde um die Teilnahme an der V. F. B.-Meisterschaft zu kämpfen
Süddeuischland in der Zwischenrunde um den D. $. B.-Pokat.
Don den noch in der Zwischenrunde um den ^ofal des D. F. D. befindlichen Derbandsmann- scha ten treffen sich am 13. Ianuar Westdeutschland und Berlin in Düsseldorf und.Vord- t«utsch.'and und Süddeutschland in Hannover. Süddeutschland hat seine Mannschaftsaufstellung amtlich noch nicht bekanntgegeben, wird aber in der Hauptsache die gleiche Mannschaft stellen, i die in der Borrunde Südostdeutschland in Frank- hjet a. M. glatt schlug. Außer den bekannten Frankfurter Spielern sind noch die beiden Worm- 1 'er Stürmer Winkler und Müller in Aus- I sicht genommen.
Schwaben-Augsburg - Wacker-Mnchen 3:1 (1:0).
3m Fußball-Ausscheidungsspiel um den 2. und f 3. Platz in der Bezirksliga Gruppe Südbay- c in trafen sich am Neujahrstag im Ulmer Stadion Schwaben-Augsburg und Wacker-München. Die i Lugsburger, die während der ganzen Spielsaison | ein schweres Hindernis für alle Mannschaften bil- , beten, konnten auch dieses Spiel gegen die gefürch- | ie len Wackerianer siegreich bestehen. Der Sieg der k Augsburger ist verdient. Wacker-München scheidet nunmehr aus den Spielen der Trostrunde aus. Am : Sonntag werden sich 60 München und Schwaben- t Augsburg im Entscheidungsspiel um den zweiten i«d dritten Platz in der Gruppe Südbayern gegen« uterstchen.
V. f. B.
Mit einem Gesamttorergebnis von 28:4 errangen am vergangenen Sonntag die Liga, Liga- re'erve und dritte Mannschaft drei beachtenswerte Siege.
Eine überraschend gute Leistung bot die Lraa- nrannschast, indem sie trotz geschwächter Auf- sl-cknng di: Viederg'.rmeser nach durchweg ücerlegenem Spiel glatt mit 6:1 schlug. Sie führte d-n weitaus besseren Fußball vor und häcke wvch höher gewinnen können, wenn der binnen-
den. 2lllerdings muß der Sturm der Platzmannschaft, in dem diesmal wieder Sättiger und wohl auch wieder Kleinke mitwirken, bedeutend mehr Durchschlagskraft und Schußvermögen aufbringen, als in den letzten Jahren, da die gute Verteidigung der D.Ucnburgcr ihm die Erfolge nicht leicht machen wird. Die übrigen Mannschaftsteile der V. f. B.-Liga durften, wenn sie sich in derselben Verfassung zeigen wie seither, ihrer Aufgabe gerecht werden, so daß man erwarten kann, daß auch das erste Spiel der Nachrunde einen klaren Sieg des Tabellenersten ergibt.
Die L i g a r e f e r o e hat die gleiche Dillenburgs zum Gegner und sollte nicht allzuviel Muhe haben, das Spiel zu gewinnen.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
ö. 1900 weilte mit der Ligamannschaft am letzten Sonntag zum Meisterschaftsspiel in Butzbach und verlor abermals. Bis auf das vorjährige Treffen, das Unentschieden (4:4) endete, gingen bischer in Butzbach alle Spiele verloren. Die Schuld an der diesmaligen Niederlage trifft die Mannschaft der Blauweißen in erster Linie selbst, da sie es nicht verstand, ein ganz überlegen durch- Srtes Spiel durch sichere Torschüsse, wozu Ge-
heit in großer Anzahl vorhanden war, siegreich zu" gestalten. Der Platz war trotz des vorausgegan- genen schlechten Wetters bespielbar. Das Spiel litt aber sehr unter der Bodenglätte, wovon besonders die mehr Kombinationsspiel treibende Gießener Els benachteiligt wurde. Der Gastgeber hatte seine Mannschaft vorteilhaft verstärkt, während 1900 das Spiel abermals mit zwei Ersatzleuten bestritt. Dadurch litt die Gesamtmannschaftsleistung: besonders der linke Flügel fiel fast vollkommen aus, wodurch die gesamte Stürmerreihe vor dem Tore des Gegners versagte. Zum Spielverlauf ist zu sagen: Direkt vom Mittelanstoß erzielt 1900 ein Tor. Der Schiedsrichter pfeift und entscheidet dann Abseits des 1900er Halblinken, der nicht ins Spiel eingriff. Der Ball wurde zuletzt von den Butzbacher Verteidigern gespielt. Kurz entschlossen sprang der Gießener Hellmann dazwischen und schoß ein. Dieses Tor wurde aber nicht gewertet. Den Gießenern wollte dann gar nichts mehr gelingen, selbst das verlassene Butzbacher Tor wurde zwei-, dreimal nicht gefunden. Die Niederlage der Gießener wurde besiegelt, als der Schiri von der 16-Meter-Linie einen unberechtigten Strafstoß gegen 1900 diktierte, der in der allgemeinen Erregung zum zweiten Tor Butz- bachs führte. Nach der Pause wurden die Gäste weit besser im Zusammenspiel und gestalteten demgemäß das Spiel überlegen. Die Schüsse verfehlten aber ihr Ziel, oder landeten in den Armen des sicheren Butzbacher Hüters. Erst als ein Butzbacher ein sicheres Tor durch Händemachen verhinderte, führte der verhängte Elfmeter zum Gießener Gegentreffer. Dann schoß der Linksaußen 1900'5 eine sichere Sache an den Pfosten. 1900 erzielte auch noch ein drittes Tor, das der Schiedsrichter nicht gesehen haben will. Damit verlor der Kampf an Interesse. Butzbach war wohl sehr eifrig, die Spielweise jedoch sehr primitiv, die Gießener im Feldspiel technisch wohl überlegen, aber äußerst schwach im gegnerischen Strafraum.
Die Spiele 1900 zweite Mannschaft gegen Frohnhausen zweite und 1900 dritte Elf gegen Laubach zweite fielen aus, da die 'Plätze der Gegner spielunfähig geworden waren.
Was der Sonntag bringt.
ö. Vach dem Mißerfolg vom vorigen Sonntag ftefym die 1900er am kommenden Sonntag vor eener gleich-schwierngen Ausgabe, zumal daS Spiel der Ligamannschast abermals auf einem unzulänglichen Platze stattfindet. Wohl konnten die Blauweißen ihren Gegner vom Sonntag „Sport il Spiel Oranten- Frohnhausen im Vorspiel in Gießen glatt schlagen, jedoch zu Hause geben die Leute von der Dill einen ganz anderen Gegner ab, so daß eZ bei den Gießenern schon einer großen Kraftan.stren.7ung bedarf, wenn sie in Frohichaufen siegreich bleiben wollen. Selbst die besten Mannschaften gewannen in Frohnhausen jeweils knapp, und dann erst nach schwerem Kampfe. Die Mannschaft muß voraussichtlich abermals ersatzgeschwächt die Reise antreten. Da-
Als sie ruß ger wurde, faßte er sie unter und irn ging mit ihr die Treppe hinab, den Hof hrn- besonders 4 hfl ^ch auf die im Sonnenscyrmmer des Abends Der Stück > * lugenbe Straße. .
bestickt, 1 QC Eng ancinand-rgedrückt schrüten sie Hand in 2 50, Hand Maria hob nach einer Weile seine Rechte
Sorge versetzte. „ _ , -
Die Gesundheit ihres Mannes stand auf dem Spiel, und es machte den Anschein, als ob er sie mit Gewalt untergraben wollte.
Endlich hörte sie drüben eine Türr gehen. Dann öffnete !rch die zum Vebenraume, und ^ehmann ft md auf der Schwelle. Mit einem gütigen Ricken !■ iah er zu seiner Frau hinüber, welche die Vorhang? überernanb:rraus5>en ließ.
„CaS ist etwas spät geworden. Hilde! Es ist [ nicht nötig, dah du mit dem Abend- und Mittag- | (not immer wartest, bis ich mich zu Tische setze.
Ohne etwas zu erwidern, ging sie zu ihm, nahm ! feine rechte Hand an ihre Wange und schob ihm
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sturm auch nur einen Teil der sich ihm noch bietenden Chancen ausgenutzt hätte. Während er sowohl, wie auch die anderen MannschaftS- teile im Feld eine ebenso ge ällige, wie zweckmäßige Kombination pflegten, vers <t*. der Angriff im (Strafraum in seinen alten Fehler und trieb üleberkombination, anstatt aufs Tor zu schießen. Dis auf diese Ausnahme konnte mm mit ihm recht zufrieden fein. Die Läuferreihe lieferte eins ihrer besten Spiele fett Dcginn der Pmktkämp,e. In der Zerstörung und im Aufbau gleich gut, verstand sie es, durch ihr gutes Dtellungsfpiel die durchLruchartigen Angrifssack onen deS Gegners mit Erfolg $u unterbinden, dabei aber auch stets offensiv spielend und den Sturm mit präzisen Vorlagen bedienend. Die Verteidigung war, wie immer in letzter Zeit, auf der Höhe, machte jedoch öfters den Fehler, zu weit aufzurücken. Auf diese Weife kam auch das Ehrentor der Girmeser zustande, an dem der Tormann, der die wenigen Bälle, die er zu halten hatte, sicher meisterte, schuldlos war. Zusammengesaßt verdient die Els ein Ge'amtlob. Der Gegner reichte mit feinem spielerischen Kinnen an das der Platzmannschaft nicht heran, versuchte aber j dieses Manko durch erhöhten K.astaufwand und äußerste.Energieent'altung auszugleichen. Seine' Spielweise laßt ibn gerade nicht zu den sym- paihi'chsten Mannschaf en des Lahnkreises zählen. Der Spielverlauf war kurz foge.'.der: Von Anfang an wird beiderseits auf daS Tempo gcörüat und hart um den Ball gekämpft. .Girmss merkt man den festen Willeii an, dar Spiel schon in der ersten Viertelstunde zu entscheiden. ,Es vermag wohl während dieser Zeit ein gleichwertiges Feldspiel zu liefern, ohne jedoch einen Er'olg erringen zu können. Dann wirb V. f. B. mehr und mehr überlegen, um allmählich daS Feld zu beherrschen und eine Reihe von planvollen Angci sen Dotjulragcn, von denen bis zur Halbzeit Drei er o'greich abgeschlossen werden können. Vach der Pause läßt daS Tempo etwas nach. Gießen ist auch weiterhin überlegen und kann noch dreimal einschießen (einmal durch Elfmeter wegen unfairem Spiel), wozu jedoch noch mehr als ebensooie'.mal Gelegenheit gegeben war. Girmes erzielt beim Stand von 4:0 ein einziges Gegentor, das der De amt'eiäung nach verdient war. Mit diesem Spiel hat V. f. B. die Vorrunde ungeschlagen beendet und durch den Sieg seine Spitzenstellung erneut behauptet.
Die Ligareserve über uhr die gleiche von Viedergirmes mit nicht weniger als 10:1. V. f. B. war Girmes in jeder Beziehung weit überlegen und gewann nach Belieben. In die'er Form sollte die Mannschaft mit jedem Gegner ihrer Klasse, auch mit ihrem Bezwinger, der Ligareserve des Sportvereins Wetzlar, se.tig werden können. Besondere Erwähnung verdient das vorzügliche Zuspiel der Elf, daS sie ausgeprägter und besser zeigte, als es mancher Lahnkreisttgamannschast möglich ist.
Die Dritte zeigte im Propcaanda'piel in ® a r - ben teich gegen dessen Erste sehr outen Fußball und gewann mit 12:2. In Anoetracht des Zwecks des Spieles wäre es aber v.ielieicht angetaner geween, das Resultat weniger hoch zu gestalten und sich damit zu begnügen, ein möglichst gutes Feldspiel vorzuführen.
Tie Spiele am kommenden Sonntag.
Nachdem die L i g a m a n n s ch a f t am vergangenen Sonntag die Vorrunde beendet hat, trägt sie schon am kommenden Sonntag auf hiesigem Platz das erste Spiel der Nachrunde aus. Ihr Gegner ist die Liga von Spiel und Sport Dillen- bürg. Das Vorspiel auf dortigem Platz endete mit 7:2 für D. f. D. Das letzte Treffen der Dillenburger in Gießen gegen die Spielvereinigung 1900 ließ so- wohl durch seinen Verlauf, wie auch durch das Resultat erkennen, daß sie unbedingt als beachtenswerter Gegner eingeschätzt werden müssen. Daran ändert auch nichts die Tatsache, daß Dillenburg om Sonntag Sportverein Wetzlar kompstos die Punkte überlasten hat. Die Gäste werden alles daransetzen, den verlorenen Boden wieder aufzuholen. Ob sie taffächlich in der Lage sein sollten, den Siegeszug der V. f. B.-Elf zu unterbrechen, muß bei deren der- zeitiger guter Form zumindest stark bezweifelt wer-
dann den bequemen Stuhl, in welchem er zu sitzen» psl gte, zurecht.
Er hatte kaum die Häl'te sein'« BratenstückeS zerfchnckten, als draußen d.e K i g-rl ansch ug. Boll Sorg: bckckte die junge Frau in sein müdeS Gesicht. „Ich werde der Schwester sagm, dah du nicht mehr zu sprechen bist!"
„Vein!" Das Besteck zur Seite legend, faltete er"die Serviette zusammen und g ng nach seinem Arbeitszimmer hinüber, in da« er den späten Gast hatte treten hören.
Im Lichtkegel der großen Schreibtischlqmpe stand Ioachim Hettingen, machte einen Schritt auf ihn zu und streckte ihm die Rechte entgegen, die, ohne von einer anderen gefaßt zu werden, in der Luft hängen blieb.
.Hans!"
.Du wünschest?"
,Ich bin gekommen, dir Abbitte zu leisten!"
ES erfolgte keine Antwort. Mit auf dem Rücken verschränkten Händen lehnte Feßmann gegen die Türe. Die weißen Striche in seinem Haare blitzten silbern auf, der Schatten, der zur Hülste über fein Gesicht fiel, ließ die beiden Furchen, die sich zu den Mundwinkeln herabzogen, noch härter und tiefet erscheinen. Mit einem kühlen Blick glitt sein Auge über Hettingen
„Hast du mir noch etwas zu sagen? — Sonst können wir die Hntextetning al« beendet betrachten."
„Hans, ist das alle ßie&e, die du noch für mich hast?" .
„Ia!" Der harte Zug in Feßmanns Gesicht verschärfte sich um ein Merkliche«. „ES wundert mich überhaupt, woher du den Mut nimmft, noch einmal zu mir zu kommen, noch allem, wa« zwischen uns beiden vorgekommen ist!"
„Dir das abzubitten, bin ich doch hier! Genügt dir daS nicht T
„Vain!"
„HanS!"
„Du hast etwas zerschlagen in mir, das me wieder auferstehen wird! Bemühe dich nicht weiter!" Er legte die Hand auf die Klinke, aber
. nur ßlite | 3m Wohnzimmer Dr. FeßmannL beleuchtete 50/10° ..... . rfl die seidcnbrfranste Stehlampe den llernen runoen
trüb gcwor iß mit 0 Dsch mit dem weißen Da nasttuche und den beiden .... Gedecken. Frau Drunhilde horcyle nach dem welcher Feßmanns OrdlnattonS- Lhaltigef jiimner war. Immer noch hörte sie chn sprechen. :ldlhpS Ter Ärb^.s'o -g eit der frü^ren Taae toar eine enHT'JJ Überlastung g.folgt, die sie täglich mehr in
mit sinken natürlich die Aussichten bedeutend. Vur taktisch richtiges Spiel, angepaßt an di« beschränkten Plahverhältnisse, gepaart mit großem Siegeswillen, kann zur Erringung eines erträglichen Resultats für die Gießener führen.
1900s Reserven tragen vorausfichtlich ein Gesellschaftsspiel in Vidda aus. Gegner wird die zur süddeutschen A-Klasse gehörende erste Elf vom Sportclub „Viktoria" Vidoa sein. Der Spielausgang ist offen, da die Stärke der Gießener noch nicht bekannt ist.
Einen sicheren Sieg erwartet man von 1930s dritter Mannschaft, die in Gießen E t - tingShausens zweite Mannschaft im Meisterschaftsspiel zu Gast hat.
V. f. R. Lich.
Da am letzten Sonntag die erste Mannschaft die gleiche von Nieder-Weisel zu Gast hatte (4:0 für Lich), muß sie am^nächsten Sonntag die Fahrt nach Lollar zur elften Mannschaft des Turnvereins Lollar antreten. Das Vorspiel konnte Lich mit 2:1 gewinnen. Es ist leicht möglich, daß Lollar den Spieß umdreht. Lich wird aller Voraussicht nach in kompletter Aufstellung erscheinen.
Die zweite Mannschaft hat die zweite von G r o - ßen-Buseck zu Gast. Lich tritt in neuer Aufstellung an. Bei dem Spiel handelt es sich um zwei gleichwertige Mannschaften.
Arbeiier-Turn- und Sportbund.
Watzenborn I — Hungen I 3:2 (2:0).
Am Neujahrstage hatte die erste Mannschaft Watzenborn die erste von Hungen zu Gast. Mik dem Anstoß entwickelte sich ein flottes Spiel, das Watzenborn leicht überlegen führen konnte, so daß der Halb- zeitstand 2:0 zeigte. Nach Seitenwechsel kam Hungen immer mehr auf und erzielte zwei Tore, denen Watzenborn nur noch eins entgegensetzen konnte. Mit obigem Resultat trennten sich zwei Mannschaften, die sich bemühten, dem Arbeitersport alle Ehre zu machen.
Handball im Turnverein 1846 Gießen.
Die erste Mannschaft spielte am vergangenen Sonntag das letzte Derbandsspiel in Grohen-Buseck. Wer den Großen-Bu^eaer Platz kennt, weiß, daß schon bei gutem Wetter schlecht darauf spielen ist. Durch die Witterung in der letzten Zeit aufgeweicht, glich der Platz am Sonntag einem Sch.ammbade. Der Schiedsrichter erklärte den Platz aber für spielsähig. Von einem Spielen konnte man allerdings nicht sprechen, eher ist hier der Ausdruck „wühlen" am Platze. Dis über die Knöchel im Dreck stehend, watete jeder, so gut ec konnte, dem Balle nach., der einer Lehmkugel glich. Was man sonst noch sagen kann, ist kurz: Großen-Duseck warf in dec ersten Halbzeit ein Tor. Vachdem der Schiedsrichter sich durch Hinfallen mehrmals aktiv betätigt hatte und der Lehmbrei schließlich alle Körperteile bedeckte, brach Gießen das Spiel nach einer Fehlentscheidung ab.
Vorschau für Sonntag.
Die Derbandsspiele der ersten Mannschaft sind beendet. 11m in Gießen guten Handball zu zeigen, hat der Spielausschuß des Tv. v. 1846 Gießen jüc die kommenden Sonntage gute auswärtige Wann- fefraften nach hier verpflichtet, so Polizei Frankfurt und Turnges. Offenbach. Letztere spielt am kommenden Sonntag in Gießen mit zwei Mannschaften. Offenbach gehört der Gau-Sonderkla se an und hält in der Tabelle einen guten Mittel- Platz. Man wird gespannt sein dürfen, wie sich die 1846er gegen die spielstarken Offenbacher halten werden.
Handball im Lahn-Oünsberg-Gau.
To. tieffeibad' I — To. Allendocf I 2:1 (2:0).
Mit einer Ueberraschung endete das am Sonntag in Kesselbach zum Austrag gekommene Verbandsspiel obiger Gegner. Hatte man mit einem sicheren Siege Allendorfs gerechnet, so wurde man von der Mannschaft, die ein sehr zerfahrenes Spiel lieferte, sehr enttäuscht.
Am Sonntag treffen sich in Kesselbach Garbenteich und Kesselbach. Den bisher gezeigten Leistungen nach müßte Garbenteich das Spiel für sich entscheiden.
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