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Abschreibungen. »»fonber» traurig lagen bt» Der. HSUntsse im Waldenburger Revier, wo schließlich der Staat helfend eingreifen mußte. Besser Im ober, schlesischen, dem durch den Zollkrieg noch die pob irische (ostoberjchlesische) Kohle ferngehalten wird and in den Braunkohlenrevieren, die Förderung end Brtkettfabrikation weiter zu steigern ver­achten.

Die Verteuerung der Kohle durch die Erhöhung ler Löhne wie Frachten, die Verkürzung der Sir beitMdt steigerten auch die Selbstkosten der eisen- schossenden Industrie. Höhere Eisenpreise brachten bei der stark nachlassenden Aufnahmestibig- teil des Inlands trotz der Besserung auf dem Aus- iandmarkt keinen Ausgleich. Durchschnittserlös und Beschäftigung gingen zurück. Im September war die Rohstahlgewinnung um 186000 Tonnen, die Walzwerkserzeugung um 185 000 Tonnen niedriger als im September 1927. Hob sie sich auch angesichts der drohenden Stillegung im Oktober ein wenig, jo hat diese doch In den weiter arbeitenden Ge- üieten wie Oberschlesien umfassende Feierschichten nicht zu verhindern, geschweige Preissteigerungen derbeizuführen Die vollen Läger der

Händler deckten den laufenden Bedarf. Die durch den verbindlich erklärten «chlichterspruch diktierte Lohnerhöhung kann nicht durch Preissteigerung kompensiert werden. In den ersten neun Monaten verschlechterte sich die deutsche Kohlenbilanz um 170 Millionen Mark.

Weit härter al» die Eisen schossende wird durch ihn die Eisen verarbeitende Industrie: Kleineisenindustrie, Maschinenbau usw. betroffen, bei der eine Rentabilität seit Jahren nur noch uei ganz wenigen Unternehmungen be­steht. Dio meisten arbeiten mit schworen Verlusten. Wo noch ein Gewinn erzielt wird, steht er außer iedem Verhältnis zu den hohen Zinsen, die für Kredite bezahlt werden müssen. Am allerjchlimmsten ist der Lokomottybau trän; die Bestellungen der Reichsbahn fehlen. Wohl hat sich die Ausfuhr dank der Güte des deutschen Fabrikats gehoben, aber sie erfolgt bei der billiger arbeitenden Kon­kurrenz des Auslandes ohne Gewinn. Ebenso trotz hervorragender technischer Fortschritte bei der Automobil fobrikation.

Trosllos war die Lage der Schuhindustrie, die der billig arbeitenden tschechischen Konkurrenz nicht mehr gewachsen ist. Aus einem starken Ex­portland sind wir darin ein ganz überwiegendes Ein­fuhrland geworden. Die tschechischen Löhne sind halb so hoch wie die deutschen, die französischen um 30 bis 40 v. H. niedriger. Die Ungunst des Wetters spätes Frühjahr, langer, schöner Herbst ver­darb do» Geschäft noch besonders. Gut beschäftigt war die Pelzzurichterei, leidlich die Ledersabrika- tion. Leinen-Spinnerei wie .Weberei litten unter der Teuerung und der schwierigen Be­schaffung von Flachs; sie dürfte ihre Kapazität kaum zu 4 ausgenützt haben. Die Wollspin­nerei litt unter dem weit billiger arbeitenden Wettbewerb Frankreichs, Belgiens und der Tschecho­slowakei, die Weberei unter dem schlechten In- landabsatz, während sich die Ausfuhr unter Preis- opfern noch steigern lieh. Gut beschäftigt war die Sammet-, die Teppich- und Möbel­st o f s w c b e r e i. Auf» schwerste Zu kämpfen hatte die Baumwollspinnerei gegen die Kon- kurrenz der vorgenannten Länder und Italiens, teilweise auch Oesterreichs. Auch In Geweben war sie von Frankreich und dem Elsaß so empfindlich, daß gegen den französischen Handelsvertrag Sturm gelaufen wird. Die mangelnde Aufnahmefähigkeit de» Inlandes zwang namentlich in bedruckter Ware zu vermehrter Ausfuhr. $n Strümpfen und Wirkwaren ließ sie nach, da diese immer mehr von Kunstseide verdrängt werben. Deren In­dustrie hotte noch ein recht gutes Jahr zu verzeich- nen, aber auch hier droht die Ueberproduktion und die Verdrängung bisheriger Produktionsmethoden durch neue. Bei dem deutschen Kapitalmangel dringt selbst in sie immer mehr das ausländische Kapitol ein. Die Konfektion klagte bitter Über stockenden Jnlandabsatz, gefüllte Läger und schlech­ten Zahlungseingang. Auch sie litt arg unter dem anormalen Wetter.

In Tonwaren » Steinzeug - und Por­zellanindustrie war der Innere Markt etwas aufnahmefähiger; teilweise konnten Preiserhöhungen durchgejetzt werden; doch war die tschechische niederländische, französische und belgische Konkurrenz auf dem innern wie auf dem auswärtigen Markt ehr empfindlich. Aehnkich war die Lage der Glas- nbuflrie. die jedoch in optischen und photographi- chen Gläsern die Ausfuhr etwas zu steigern per» mochte. Sin gute» Fahr hatte die chemische In­dustrie. die auch in den Erzeugnissen Der chemi- schen Großindustrie, In Düngemitteln, in pharma­zeutischen Erzeugnissen nur wenig in Farben ihre Ausfuhr steigerte. Ebenso infolge fortschreiten­der Konzentrative und Rationalisierung die Kali­industrie bei verstärktem Absatz nach In- und Aus­land.

Wirtschaft

migen '21 e; -T. ,

Zeitalter der Trlasformation.

Sah« 1927 acht Paar» getraut wurden, fand Im vergangenen Jahr« kein« elnzigeTrau - un g statt, ein selbst für unser kleines Lors sel­tenes Begebnis.

ArciS Friedberg.

<L Bad-Nauheim, 31.Dez. Die Reihe der größeren wissenschaftlichen Kongresse, die das neue Hahr unserer Badestadt bringt, wird eiitgeleitet mit der Tagung der Deutschen G e se l l s cha f t f ü r Kreislausforschung, die am 4. und 5. März 1929 hier stattfindct. Al» Hauptreserate stehen aus der Tagesordnung die Dorträge von Prof. Gruber (Göttingen) ilherAlters» und Abnutzungserschei- nungen an Gefäßen" und Pros. Nonnenbruch (Prag) überOedem und Oedembehandlung .

Streift Büdingen.

Bleiftlftfabrlk norm. Joh. «aber, A.-G. gturnber9- Die Kommission für den Handel in amtlich nicht notierten Werten an der Frankfurter Börse teilt mit, daß sie gegen den Handel in den Aktien der Bleistiftfabrik norm. Joh. Faber A.-G., nämlich zwei Millionen Reichsmark Aktien mit voller Gewlnnberochttgung für 1928 und zwei Millionen Reichmark mit einem Viertel Gc- winnberechtigung für 1928 keinen Widerspruch er- hebt. Die Aktien sind somit In der üblichen Form zum börftnmäßigen Freiverkehr zugelassen worden.

* Liquidation der Iacoa & Richter- Siegmund Strauß U. Bereinigte öprtzenhäufcr A.-G.. Berlin-Frank- f u r t a. M. 3n der a. o. G.-V. der Jacob und Richter-Siegmund Strauß jr.. Vereinig Spitzen- Häuser OLA, Berlin-Frankfurt a. Ak., ist die Liquidation M-r Gesellschaft beschlossen worden. Tie wirtschaftlichen Verhältnisse haben eS alS nicht angezeigt erscheinen lassen, dir unter obiger Firma vereinigten Unternehmungen In Form einer Aktiengesellschaft fortzuführen. Die Ge­schäfts sowohl von Siegmund Strauß n? tote von Jacob und Richter werden tote früher als offene Handelsgesellschaft von Berlin aus wetter- geführt.

Keine Beteiligung Amerikas am europäischen Zinkkartrll. La Msldun- gen behaupteten, daß t>* anrerikanischm Zink- Produzenten sich an dem europäischen Zinkkartell sowohl In bezug auf ihre iiüandische Grzeugung als auch die Sinstellung ihrer Ausfuhr beteiligt hätten, gibt G.S. Brooks, der Präsident der von der Anaconda Copper Co. kontrollierten Giesche, Sp. Akc.. eine Erklärung ab. daß die,e Behauptungen falsch seien, da ein solches Ab­kommen den amerikanischen Antttrustgesehm widersprachen würde. _

Kapitalerhöhung der Deutsch- Oftafrikanischen Gesellschaft, Ber­lin. Die Verwaltung her DeutsÄ-Ostasrirant- schen GeseNschast, Berlin, beabsichtigt, ihrer auf den 21. Januar 1929 einberufenen außerordent­lichen Generalversammlung die Erhöhung des Grundkapitals um 1,5 Millionen Mark neue An- teile vorzuschlagen, die den alten AnteilSinhaLern zu Pari zum Bezüge angeboten werden sotten. Das bisherige Grundkapital beträgt 3 Millionen Mark. Das BezugsverhältniS stellt sich also auf 2; 1. Die Gewährung dieses günstigen Bezuges ist bet Gesellschaft möglich, nachdem die Sntfchädi- gungssvage endgülttg geregelt worden ist. DaS jetzt zu Ende gegangene Geschäftsjahr verspricht zufriedenstellende 'Resultate. Mit der Ausschüt­tung einer Dividende kann gerechnet werden.

Frant.urter Börse.

Frankfurt. 2. Jan. Tendenz zurückhattend. ab. freundlich. Am ersten Börsentaae im neuen Jahrs machte sich eine größer» Zurückhaltung bemerk- bar. Die Grundstimmung war aber wieder freund- lit»', da ungünstig lautende Meldungen kaum Beach­tung fanden, Der pessimistisch gehalten» Jahresbericht der Düsseldorfer Handelskammer und die weitere Konjunkturabschwächung, die im Bericht der Dresd­ner Bank zum Ausdruck kommt, traten ganz in den Hintergrund. Dagegen fand der feste Schluß der letzten Neuyorkcr Börse und die glatte ileberwin- düng des Zahltages ein» günstige Beurteilung. Der Jahresbericht de» Reparationsagenten Parker ® Ite bert wurde mit Stllllchwelgen ausgenommen. In daß eine Auswirkung nach irgendeiner Seite schlecht sestzustellen war. Die Spekulation übte Zurückhal­tung und schritt nur zögernd zu neuen Engagements. Das Ge chöft war daher recht klein und be|chrankte

Das gleiche ist von der kartellierte« Paprer- wie von der Kautfchuktnduftrie zu berichten. Auch die elektrotechnische I n d u st r i e war für Stark wie in Schwachstrombedarf des In- und Auslandes recht gut beschäftigt. Nicht minder die R a d i o l n d u st r I e. Auch der Musikinstrumenten, ebenso wie der sonstigen Jnstrumentenindustrie fehlte es nicht an Aufträgen. Das Baugewerbe war ungleich, im großen ganzen aber nicht unbefrie­digend beschäftigt. Die Zcmentfabriken nutz, ten ihre Kapazität nur etwa zur Hälfte aus, erziel, ten aber durch Festhaltung der Jnlandpretfe gute Gewinne.

Das Handwerk war sehr ungleich beschäftigt. Alle Installateure hatten voll zu tun; überwiegend nach stiller Zeit im ersten Vierteljahr -- auch die Bauhandwerter. Der steigende Fleischverbrauch kam dem Fleischerhandwerk zugute, das mit gutem Gewinn arbeitete. Trotz rückgängigen Brotver- brauch) auch das Bäckerhandwerk. Dio moderne kurze Haartracht der Frauen und das Glattrasiert- sein der Männer gibt dem Friseurhandwerk reich­liche lohnende Beschäst'.gung. Unbefriedigend war diese für Schneider und Schuhmacher, namentlich m landwirtschaftlichen Gegenden^ auch für Tischler, Stellmacher, Schmiede und Sattler. Letztere waren gut für den Karosseriebau beschäftigt.

Der Kleinhandel litt unter starker Heber- setzuna bei wachsender Konkurrenz der Warenhäuser und Konsumvereine und bei hohem Preisniveau unter rückgängiger Kaufkraft namentf ch in den landwirtschaftlichen Gebieten, aber auch in den von längeren Streik» und Aussperrungen betroffenen. Allgemein wurde über schlechten Zahlungseingang geklagt.

Die Unterbringung deutscher Anleihen aller Art auf Auslandmärtten mar weit schwieriger als im Doriahr; kurzfristige Kredits wurden von ihm aber weiter gegeben. Das deutsche Publikum hielt sich vom Börsengeschäft zurück, da» nur bann Be- lebung zeigte, wenn das Ausland al» Käufer Im Markt war. Die Zinssätze stiegen weiter, trotzdem bei der geringen Inanspruchnahme de» Geldmark­tes durch die Industrie eine gewisse Geldflüssigkett bestand. Ein trauriges Zeichen unserer völlig unge- ntigenben Kapitalbildung, woburch die Produktion»- kosten und Preist erhöht. Jnlandabsatz und Aus­fuhr gedrosselt werden. Die großen Kapttalerhöhun- gen von Rordd. Loyd und Bemberg muhten dem Ausland überlassen werden. Gerade unsere besten Unternehmungen werden immer mehr überfremdet.

Die Konjunktur des Jahres 1927 nannte man Eine geborgte. Die von 1928 war nur deshalb nicht noch stärker rückgängig, weif uns wenn auch weniger weiter geborgt wurde. Das deutsche Polt ist sich In allen seinen Schichten noch picht klar darüber geworden, baß es über seine Verhältnisse lebt; das die von ihm geführte Aerteuerungspolitik die ungeeignetste ist, zu gesunden Zuständen zu kommen. Deshalb sind auch die Aussichten des kommenden Wirtschaftsjahres feine rosigen.

Obcrbeffen.

Landkreis Gießen.

k Rädgen, 1.Jan. Unter der gesch'ckten Lei» tung des Herrn Konrad Nicolai aus Großen- Buseck beging am Sonntagabend der Gesang­vereinKonkordia" In Wagner» Saalbau ein diesjähriges Wintervergnügen. Der Saal war dicht besetzt, und die Gäste lauschten gespannt den schönen Chören, die der Verein sang. Nach inem Weihnachtsstückchen wurde eine kurze Operette, Frühling am Rhein", flott gespielt. Arn Schluß der Veranstaltung sangen die Sänger unter Orchester- begteitungAn der schönen blucn Donau" von Strauß und erwarben sich damit reichen Beifall.

s. Beuern, 1. Jan. Am Silvestertag ereignete sich hier ein bedauelicher Unglücksfall. Ein bei dem hiesigen Bäckermeister Muth zu Besuch weilende zehnjähriger Junge aus Lollar machte sich an dem Tor der Autyhalle zu schassen, wobei dieses umfiel und dem Jungen ein Bein zerschlug. Nach der ersten ärztlichen Hilfeleistung wurde der Verletzte in die Klinik nach Gießen verbracht.

ri. L t ch. 1.Dm vergangenen Jahre ।anbei In der evangelischen Gemeinde Lich statt: 43 Tau­fen (1027; 45), 23 (19) Trauungen und 28 (26) Beerdigungen. Nach altem Brauch werden die drei ältesten der Beerdigten im DeujahrSgvttes- dienst von der Kanzel verlesen. Dies« drei, im Volksmrmddie Kirchenältesten" genannt, waren diesmal Anna Margarete Schmidt geboren« Fuhr, die Witwe des Schreinermeisters Heinrich Schmidt (geboren 1840), Juliane Kretsch­mann Eyefrau geborene Fischer (geboten 1842) und Johann Heinrich 3 i m m «t VlIL, Bäcker und Landwirt (geboren 1641).

r. 21 i e b e r - B e f s i n g e n. 1. Jan. Im Jahre 1928 sanden in unserer feinen, von Lich aus pastovierten Kirchsngemeinds 9 Taufen (1927 8) und 1 (8) Beerdigungen statt. Während im

sich nur auf bevorzugte Werte, bis fedoch reckst leb­haft qehondelr wurden. Gegenüber den Schlußkurfen non Montag überwogen jedoch die Kursgewinne bi» etwa 1,5 v. H. Im fBorbergrunbe des Jntcreffes stan­den C h a d e a k t i e n mit plus 3 v. H. Auch Kup­ferwerte waren weiter verlangt und tonnten er­neut bis 1 o. H. anziehen. Sonst bestand noch Nach­frage nach Siemens mit Plus 2 o. H. und Ehade- attien blieben gut behauptet. AmFarbenmorkt waren Farben mit plus 1 v. 5). etwas reger verlangt. Auch Schcideanitalt konnten bei etwa» v»r- mehrtein Jntecefst 8 v. H. gewinnen. Starker an« geboten waren am Mo ntanmarkt Rhsinifch » Braunkohlen mit minus 4 v. H. Buderus minus 1 o. H. Die übrigen Papier» waren durchweg etwas höher. Don Bankwerten waren <om» merzbank 1 v. H. und M e t o l l b a n k 1,75 v. H. gebessert. Renten still. Im Verlaufe zeigte die Börse ein weiter freundliche» Aussehen. Es konnten sich auf allen Märkten erneut Kursbesferungen burth- jetzen. Das Geschäft war im großen und ganzen mi­nimal. Nur favorisierte Werte standen weiter im Vordergrund und wurden lebhafter gefragt. Rh.c l nische Braunkohlen, die anfänglich schwächer lagen, konnten 7,5 v. H. anziehen. Auch für Otavi und 6 d) e i b c a n ft a (t machte sich weitere Nach­frage bemerfbar. Am Tagesgeldmarkt trat für Ta­gesgeld mit 6 v. H. eine Entspannung ein. Am De- vi s c n m a r k t nannte man Mark gegen Dollar 4,2030, gegen Psund 20,3875, London gegen Kabel 4,8530, jegen Paris 124,07, gegen Madrid 29,76, gegen Mailand 92,70, gegen Holland 12,0790.

BerUner Börse.

Berlin, 2. Jan. Während der heutige Vor-- mittagsverfehr eins freundliche Tendenz zeigt«, herrschte zu Beginn des osfizlellen Verkehrs eins wenig einheitliche Haltung. Der Order»« eingang bei den Banken war so gut wie Null, und die Spekulation legte ein» außerordentlich stark» Zurückhaltung an den Tag. Das heute die Börse bewegende Moment war der Bericht de» Repara» tionsagenten Parker Gilbert. Dis Ansichten über ihn waren sehr geteilt, man konnte aber doch feststellen, daß die Börse nicht sehr befriedigt war, soweit bis jetzt beurteilt werden konnte. Dadurch, daß der Bericht Deutschland» Lage In einem sehr günstigen Licht schildert, kann, nach Ansicht der Börse, im Ausland der Eindruck entstehen, daß_ wir zu noch größeren Verpflichtungen Im Stande wären. Diesen günstigen ^Beurteilungen durch Parker Gil» bert stehen die Betrachtungen der Preist zum neuen Jahrs gegenüber, in denen besonders die starke Der« schuldung Deutschlands an da» Ausland betont wird. Der Monatsbericht der Dresdener Bank wurde befriedigend oufgenc-nmen, ba er betont, daß der Tiefstand der Konsunktur in Bälde erreicht sei und ein neuer Aufstieg folgen dürfte. Die ersten Kurse zeigten ein uneinheitliches Bild. 1» bis 2-v.- H.-Schwankungen nach beiden Seiten waren festzu- stellen, meist aber ergaben sich Abschwächungen. Am Montanmarkt sielen Buderus durch einen 3-V.-H.- Berlust auf. Auch Reichsbank, Polyphon, Gesfürel, Rheinische Elektrizität und Stöhr lagen bis etwa 4v.H. chwächer. Lebhafter waren Chadeaktlen. Siemens und Rheinisch-Westfälische Clekttizität und Akkumulatoren, die bis 3 vH., letztere öv-H. höher lagen. Deutsche Anleihen etwa» fester. Ausländer nicht einheitlich. Bosnier schwächer. Psandbriefmarkt unverändert. Der Geldmarkt lag zum Jahresbeginn leichter. Tagesgeld war mit 6 bis 8 v. H. angeboten. Monat-gelb 8,5 bis 9,5 v.H., Warenwechsel etwa 7v.H. Rach den ersten Kursen wurde das Geschäft etwas lebhafter. Die feste Haltung von Rheinisch- Westfälische Elektrizität, die auf angebliche Ausland- kauft 8 v. H- über Anfang gewannen, stimmte auch die übrige Börse freundlich, [o daß sich In vielen Werten Gewinne von 1 bis 2 vH-, oerelnxelt 3 p. H. ergaben. Otavi-Minen 1,40 Mark hoher, bei grö­ßeren Umsätzen.

frankfurter Schlachtviehmarkt.

F r a n k f u r t a. M.. 2. San. Der erst« Produk- tenrnarkt im neuen Jahre zeigte bei minimaler Ge° fd)ä tstätigteit eine sehr ruhige Tendenz. Die Prets- aeftaltung war im allgemeinen unverändert, jedoch die Stimmung eher schwächer. Welzen verlor «ine Kleinigkeit, wahrend die Übrigen Preise ofstziell un- verändert notiert wurden. Es wurden notiert: Wel­zen 22,90; Roggen 22,50; Sommergerste für Brau- zwecke 23,75 dis 24, Hafer, Inländischer, 22,75 bis 23; Mal» (gelb) für Futterzwecke 32; Welzenmchl, süddeutsches, Spezial 0 32,60 bis 32,75 (32 bis 32,25); Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,75 bis 13,85; Roagenklele 14.25 bis 14,50; Erbsen je nach Qualität für Speisezwecke, 35 bis 62; Linftn, je nach Qualität für Speisezweckc, 65 bis 105; Heu, süddeutsches, gut. gesund, trocken, 13,50 bl« 13,75; Weizen- und Roggenstroh, drohtgepreßt, 4,50 bl» 4,75; Welzen- und Roggenstroh, gebündelt. 4 dis 4 25; Treber, getrocknet, 20,50 bis 20,75 Mart. Tendenz: ruhig.

Bl»tchenbach, 31- Dez. Im Abraum- goräll eines früheren Sanb[telnbrudiea wurde auf einer Platte der Abdruck eines Zweiges der Voltzia heterophYlla gefunden. Die Volyla war ein hoher, ftatücner Nadelbaum mit quirlfor- migen Aeften, ähnlld) unserer Zimmertanne, im

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