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Landes, als eine für das isländische Volk geheiligte Stätte erklärt, die unter dem Schutz des Althings steht und niemals verkauft oder verpfändet werden darf. Das gesamte Gebiet soll in seiner natürlichen Verfassung unangetastet verbleiben. Weder Kulti­vierungen, noch Haus- oder Wegebau, keine Elek­trizitätsanlagen oder andere Baulichkeiten dürfen in dem schonungserklärten Terrain vorgenommen wer­den. Jegliche Beschädigung durch weidende Haus­tiere soll vermieden werden und alle Pflanzen und Tiere, mit Ausnahme derer, die das geschützte Ge­biet oder die Haustiere der anliegenden Farmer schädigen können, sollen unter dem Schutz des Ge­setzes'stehen. Die Verwaltung übernimmt eine vom Reichstage gewählte Kommission von drei Reichs­boten, deren Sond-er-Verordnungen vom Ministe­rium bestätigt werden. Alle unumgänglichen Aus­gaben für den Schutz des Nationalparkes werden von der Landeskasse bestritten.

Das sind Taten eines germanischen Stammes, der ein ganzes Jahrtausend mit den Elementen, mit Not und Tod gerungen, und als schönsten Sieg seine hohe edle Gesinnung gerettet und dazu seine politische Freiheit erkämpft hat.

V.D. A. in Gießen.

Dm Montagabend hielt im Universitäts-Tale (Plockstraße) die Gießener Ortsgruppe des CB.S. QI. ihre diesjährige Jahresver» fammlung ab, bei der im ersten Teil des Qlbends Dr. Steinacher, der geschastsfüh- rende Vorsitzende der Deutich-Oesterreichischen Qlrbeitsgemeinschaft und Leiter der deutschen Arbeitsstelle in Frankfurt a. M., einen Vortrag über ^Das europäische Minder­heit e n .v r o b l e m" hielt. Der Redner knüpfte an das Problem ^Volcstum und Staat" an und suchte durch eine eingehende Anal),? diese beiden CLegrisse zu definieren. Volkstum, sei nicht nur Sprachgemeinschaft, fondern es wi"'ten darin auch Momente wie Dlrt'g irenUcft. Br uchtum, Kultur, Religion, Wirtschaft und selbst Staat mit. Volkstum sei Wefensgemeinschaft und Er- lebnisaemeinscha t zugleich. Die Sprache als der wichtigste Bestandteil des Begriffs schließe i)te Angeht' eigen einer Sprachgemeinschaft n'.cht nur innerlich zusammen, sondern auch nach außen ab. Der Gedanke der staatlichen Einheit und Ganzheit sei somit letzten Endes aus dem Volkstum geboren. Staat rechtfertige sich erst aus dem Volkstum. Trotzdem dieser Gedanke ein sdezifisch deutscher Gedanke sei, hätten wir uns ihm gegenüber taub gezeigt, als ihn Wilson in seinen 14 Punkten als Grundlage eines Frie­dens in den Vordergrund stellte. So sei es gekommen, daß wir nach dem Friedensschluß 35 Millionen deutsche Minderheiten unter frem­der Staatshoheit bekommen hätten. Die Minter- heit-enschuhgcfehe genügten nicht, um das Volks­tum zu schützen. Qlnknübfend an den Zwischen­fall auf der lebten Völkerbundstagung in Lugano, wo der polnische Außenminister Z a l e f k i sich in heftigen Qlnwürken gegen die deutschen Bestre­bungen zum Schuhe der Minderheiten in Ober- schlc.ien erging, kam der Redner dann auf die jetzt im Vordergründe des Interesses stehenden deutschen Anträge und die des kanadischen Ver­treters beim Völkerbund zu sprechen und kenn­zeichnete die Loge dahin, daß die Bestrebungen ver Staaten nicht darauf ausgingen, die Rechte der Minderheiten zu stabilisieren, sondern sie möglichst zu untergraben, ein Klageversahren einznsühren, das schon durch seine Kompliziert­heit unwirksam werden müsse. Eine Verständi­gung von Staat zu Staat sei darum kaum möglich, dagegen könne Wohl ein friedl'ches Ver­hältnis von Volkstum zu Volkstum he.angeführt werden. Es sei Aufgabe, über die Grenzen der Staaten hinaus um unsertwillen und um der Befriedung der Welt willen nach einer Lösung zu suchen, die dem neuen Lebensgefühl eines neuen Europa gerecht werde. 3n der Aussprache beleuchtete älniversitätsprofcssor Dr. G rn e l i n die schwierige Situation, in der sich gerade Deutschland hinsichtlich des Selbstbestimmungs- rechtes der Stationen befindet.

Im zweiten Teile des Abends erstattete der Schriftführer des Vereins, Dr. H e n ß , den Jah­resbericht. 3n einer Reihe von größeren öffent­lichen Vorträgen, sowie in besonderen Ortsgrup­penabenden hat der Verein im abgelaufenen Ver­einsjahr eine rege Werbe- und Aufklärungs­arbeit entso'tet. Die Mitgliederzahl stieg von 310 aus 360 Mitglieder. Der Kassenwart, Rektor Reul, erstattete den Kassenbericht. Den Ein­nahmen von 2608.13 Mk. stehen a,n Ausgaben 2200,63 Mk. gegenüber. An den Landesverband touraen 114O2Ö Mk. abg:führt. Hierauf berichtete der Vorsitzende, Dr. König, über die Vorgänge im Gesamtverein, insbesondere auch über die Ab­sicht, an Stelle der vielen kleinen Zeitschriften über V.D.A -Bestrebungen ein einheitliches Zen­tralorgan zu schaffen. Eine besondere Diskussion rief der Gedanke der Tlebernahme eines besonde­ren Betreuungsobjektes durch die Ortsgruppe hervor. Es wurde beschlossen, den Landesver­band zu bitten, den Ortsgruppen ein besonderes Betreuungsobjeki anzab'e en, um damit der per­sönlichen 'Werbetätigkeit einen größeren A.sporn zu geben. Jedoch soll durch diese Sonderleistun- gen der Ortsgruppen die Betreuungsarbeit des Landesverbandes nicht geschä 'igt werden. Hier­auf berichtete der Vorsitzende über die Konstituie­rung einer besonderen akademischen Ortsgruppe des V.D.A. und Herr Loos j u n. über eine Reuorgan sation der Schulgruppen Gießens auf der Grundlage der Arbeitsgemeinschaft. Der letztere Bericht rief eine lebhafte und anregende Aussprache über die Zrage der Beteiligung der I g nd an d n Bestrebungen deZ V.D.A. hervor, eine Erörterung, die um so begrüßenswerter war. als die gleichen und ähnliche Probleme heute auch den Gesamtverein stark beschäftigen. So konnte erst zu vorgerückter Stunde der letzte Punkt der Tagesordnung, die Wiederwahl des Vor­standes, erledigt und der anregend verlaufene Qlbend geschlossen werden.

Feststellung der Wildverluste durch die Kälteperiode.

Durch die Külteperiode sind in allen Teilen Deutschlands außergewöhnlich große Wildverluste einge r:t:n. QLL.eilungen be­sagen, daß diese Verluste in manchen Gegenden geradezu katastrophal geworden sind. Ilm einen Leberblick über die Gröhe dieser Verluste zu ge­winnen und g-gebenenfalls Rotma'nahmen ver­anlassen zu können, hat der Allgemeine Deutsche Jagdschutzverein an cl c Re­vierinhaber die Bitte gerichtet, den für sie zu­ständigen Bezirksvorständen unter Angabe des Revicres mitzuteilen, welche Mengen Fallwild (getrennt nach den einzelnen Wildarten) gefunden

Das Limburger Schloß eine Mine.

DSR. Limburg, 28.Jebt. Jlad) sechsstün­diger angestrengtester Arbeit war wie gestern in einem Teile der Auflage schon gemeldet das Großfeuer im Limburger schloß um 9 Ahr morgens im großen und ganzen gelöscht. Das ganze Schloß bildet, außer dem unversehrt geblie­benen, nach der Lahn zu gelegenen Rordflügel, nur noch eine Ruine. Rur die massiven Steinmauern sind stehen geblieben.

Mil größter Energie wurde seit 2.45 Uhr nachts das um 2.30 Uhr ausgebrochene Großfeuer von der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr bekämpft, der bald auch die hiesige E seubahnfcuerwchr und die Derk- feuerwehr des Buderuswerks in Staffel mit ihren Motorspritzen zu Hilfe eilten. In der ersten hal­ben Stunde konnte jedoch kein Wasser ge­geben werden, da auf dem Domberg selbst sämt­liche Hydranten schon seil Wochen ein­gefroren waren, ohne daß hier Abhilfe geschaffen wurde. Auch die dann aus der unteren Stadt ge­legten Schlauchleitungen konnten dem Jeuer keinen Einhalt gebieten, das von dem Südflügel schnell auf die rechts und links gelegenen Jlügel Überge­bungen war. 3n fieberhafter Eile wurden von der Lahn den steilen Domfelsen hinaus drei Leitungen gelegt, in die mit dem Limburger Motorspritzen ungeheure wassermaßen gepumpt wurden. E'ne weitere Motorspritze fand auf dem Domplah Aufstellung, wenn auch die brennenden Gebäude nicht mehr zu retten waren, so gelang es doch mit größten Anstrengungen, ein llebergrei- fen des Feuers auf den Oskflügel zu verhindern, besten Brand vor allem den Dom In unmittelbare Gefahr gebracht hätte.

3n den abgebrannten, etwa dreiviertel des Schlos­ses ausmachenden Flügeln war u. a. die Städ­tische Gewerbeschule unlergebracht, deren sämtliches Mobilar mitverbrannl ist. Auch die durch eine starke Gewolbedecke geschützte Bibliothek des 5t. Vorromäusvereins, die 4590 Bände umfaßte, ist heute morgen um 6.30 Uhr dem Feuer zum 0 ö f er gefallen. 3n dem westlichen Flügel, den früheren Ställen des Sch'ostes, die jetzt als Lagerräume dienten, gaben viele Zentner kohlen dem Feuer reich­liche Nahrung. Das im Ostflügel befindliche Diözefan-Mufeum ist zum Glück ver­schont geblieben.

Die Ursache der Brandkalastrophe konnte noch nicht f e st g e st e l l t werden. Der Brand wurde durch die wachhabende Krankenschwester des St. Binzenz-Hospilals kurz vor 2.30 Uhr entdeckt.

Die Geschichte des Schlosses.

Das Schloß Limburg seht sich aus einer Ge- bäudcgruppe zusammen, die in verschiedenen Tau­perioden entstanden i't. Den ä l t e st e n Teil bil­det der sogenannte Mittelbau, ein viereckiger Wohnturm, der im Anfang des 13. Jahrhun­derts von dem Grafen Gerlach I. erbaut wurde. Diese ursprüngliche Burg, die ze taaeife R s'.denz der Kurfürsten von Trier war, birgt heute das Diözesan-Museum in seinen Mauern. Rach Süden hin schließt sich an den Wohnturm die St. P e t r i k a p e l l e an. die anscheinend zu­gleich mit der Burg errichtet wurde. Genaue Angaben fehlen darüber, doch wurde die Kapelle schon 1293 erwähnt. In den Jahren 1522 bis 1524 wurde an die Westseite der Kapelle ein zweistöckiger Wohnbau angeletzt. An i'n schließt sich der langgestreckte Südflügel, das sogenannte Langhaus an, das aus dem 14. Jahrhundert stammt und den Rittersaal ent­hielt. Heute ist hier die Gewerbes ch u l e un- tergebrachtz Rach dem Jnnenhof hin i't diesem Gebäude später eine Terrasse mit Ho'lauben an­gegliedert worden. An den Südflügel sind in späterer Zeit nach Westen hin Ställe bzw. Scheu­nen angebaut worden. Auf der andern Seite der ehemaligen Burg, also des Wohnturmes, liegt nach dem Steiger hin der Renaissaneebau, der im 15. Jahrhundert errichtet wurde. Rur dieser Renaissaneebau und der W oh n t u r m sted vom Feuer ganz verschont geblieb"n. Die übrigen Gebäude sind zum größten Teil völlig ausgebrannt. Bon dem Gebäude, das die Petri« kapelle enthält, ist der Dach'tuhl eingeäschert. Die Kapelle selbst war durch Gewölbe g-schützt. Das Sch' wurde im Mittelalter von den Burg­herren von Limburg bewohnt. ©~af Gerlach be­wohnte als erster Hxrr von Limburg von 1258 ab den Wohnturm des Schlosses. Von den spä­teren Limburger Grasen, die das Schloß bewohn­ten. sind bekannt: Johann I. (13121335). Eer- lach II. und Johann II. Als im Anfang des 15. Jahrhunderts das Haus der Herren von Limburg ausstarb, ging das Sch' auf den Kurfürsten von Trier über. Besitznachfolger waren dann spa­ter die Herren von Eronberg, dann wieder Kur­trier und 1803 kam die Burg in den Besitz von Rassau-Weilburg. 1866 siel das Schloß an Preußen.

wurden, und wie hoch (gleichfalls getrennt nach Wildarten) die eingetretenen Verluste prozentual cingeschätzt werden. Es ist zu wünschen, daß jeder Revierinhaber dieser Bitte nachkommt, und daß es gelingen wird, geeignete Maßnahmen zu er­greifen, um die eingetretenen Verluste wenigstens einigermaßen wieder auszugteichen. Für die Pro­vinz Oöerhessen werden die Mitte' lungen der Re- vierinhaber erbeten an Forstrat Dr. Zentgraf in Lauterbach. Termin für die Mitteilungen: Möglichst bald!" Spätestens bis 10. März.

Verkehrswacht und Unfallverhütung.

Wenn eine Gruppe unserer Mitbürger an der Reichsunfallwoche besonders interessiert ist, so ist es vor allem diejenige der am Verkehr Beteiligten: das sind wir eigentlich allesamr. Berufstätige und Richtberufstätige, Alte und Junge, Einheimische und Fremde, Gelernte und Ungelernte und so fort.

Welche Bedeutung der Verkehr und welche Be­deutung dieser für die Unfallstatistik hat, mögen wenige Zahlen zeigen:

Lieber 1 Million Unfälle nur in Fabrik­betrieben: jährlich 24 090 Todesfälle. Davon allein im VerkehrSgewerbe 6336 Unfälle mit töd» lichern Ausgang im Jahre 1928! Sie verteilen sich auf die Eisenbahn mit 931, die Straßenbahn mit 320, den Autoverkehr mit 1953, Kraft­räder 423, Treträder 300, Landfahrzeuge 1412 und sonstige 1392. Amtliche Ziffern für Unfälle ohne tödlichen Ausgang und für reine Sach­schäden liegen nicht vor: daß derartige Zahlen nicht gering fein werden, liegt nach Vorstehendem auf der Hand. Der Wert dieser Zahlen liegt vor allem darin, daß sie einmal weitesten Kreisen zu Eernüte führen, daß zwischen Industrie und Land­wirtschaft einerseits und dem Verkehr ander­seits hinsichtlich der Unfallgefcchr ein großer Unterschied besteht. Man kann nämlich durch Gesetz vorschreiben, daß diese oder jene Maschine so oder anders eingerichtet sein muß. Man kann bestimmen, daß diese oder jene Schutzvorrichtung angebracht werden muß. Man kann den Ar­beiter in der Bedienung der Maschine unter­richten. Man kann das st ublikum durch Betriebs­vorschriften von Maschinen fernhalten. Man kann durch berussgenossen'chaftliche Vorschriften man­cherlei regeln und verhüten. Wan kann aber niemals die große und eigentlich unzählbare Menge der am Verkehr Beteiligten, also das Publikum, auch nur annähernd in ähnlicher Weise vor Unfällen schützen, wie es durch gesetz­liche Bestimmungen der vorgenannten Art, durch technische Einrichtungen und berufsgenossenschaft­liche Maßnahmen bei Industrie und Landwirt­schaft möglich ist. Man kann noch weniger das Publikum gegen Unfälle und ihre Folgen ge- schloßen versichern, wie es bezüglich dec Berufs­arbeiter durch die Derufsgenossenschaften ge­schieht.

Es besteht hier also gewissermaßen eine Lücke. Die Ausfüllung dieser Lücke ist um so dringender, je mehr der Verkehr wächst, je mehr die Un­fälle zunehmen. Die Lücke kann jedoch auch nicht nach Analogie von Landwirtschaft und In­dustrie ausgefüllt werden: vielmehr muß ein re.tcr Weg gesucht werden. Das ist durch die Bildung derDeutschen Derkehrswacht" mit den ihr angeschlossenen annähernd 100 ört­lichen Verkehrswachten geschehen, die in diesem Jahr iljr fünfjähriges Bestehen feiern wird und deren Ortsgruppen sich in allen großen und größeren Städten befinden.

Die Deutsche Derkehrswacht kann und will die mit technischen Mitteln nicht zu beseitigende Lücke dadurch ausfüllen, daß sie mit allem Rach­druck darauf hinarbeitet, die Selbstzucht und den Selbstschutz der am Verkehr Beteiligten zu entwickeln, sowie auszubauen. Hebung der Verkehrssicherheit und der Verkehrs- litten unter gleichzeitiger Förderung des Ver­kehrs f o r t s ch r i t t e s (soweit Hindernisse von der strahenbaulichen, von der vcrkehrstechnischen

oder verkehrsvolizeilichen Selle aus zu besei­tigen sind), Verhütung unzweckmäßiger, dem Ver­kehr hinderlicher Vorschriften bllden die Haupt­ziele der Deutschen Verkehrswacht. Sie wendet sich deswegen an alle Verkehrsinteressenten, gleichviel ob Fußgänger, Radfahrer usw., aber auch an alle diejenigen, die im Dienste des Ver­kehrs stehen, also Kraftfahrer, Straßenbahn­fahrer oder was sonst sie fein mögen. ..Siche r- h e i t über alles" ist ihr Leitmotiv.

Die Deutsche Verkehrswacht und ihre Orts­gruppen haben sich daher der Reichs-älnfallwvche nicht versagt. Reben anderen Veranstaltungen werden sie vor allem durch Massenverbreitung eines Verkehrs-Merlb'attes mit je 10 Geboten für den Fußgänger, für den Radfahrer, für den Fuhrwerkslenker, den Kraftfahrer usw. aufllären, mit dem Ziele, Menschenleben zu schützen, un- vroduktive Ausgaben zu mindern und damit Dienst am Volke zu leisten.

Oberhessen.

Landkreis Großen.

d A l t e n - B u s e ck, 28. Febr. Eine sehr starke Behinderung erfuhr gestern abend und heute morgen der Omnibusverkehr zwilchen Wiefeck und Alten-Buseck. Infolge des starken Windes war die Schneeverwehung der Straße so stark, daß der Verkehr nur sehr schwer vonstatten ging. Die Fahrgäste mußten an den am höchsten verwehten Stellen den Wagen ver­lassen und einige hundert Meter zu Fuß zu­rücklegen. Es kamen bis über einstündige Ver­spätungen vor. Im Laufe des Vormittags konnte die Straße wieder freigemacht werden, so daß sich jetzt der Verkehr wieder regelmäßig abwickelt.

h. Lollar, 28. Febr. Wie überall, hat auch in hiesiger Gemeinde die Grippeepidemie weiteste Verbreitung gefunden. Leider tritt sie in einzelnen Fällen in Verbindung mit Lungen­entzündung ernster auf. Die Volksschule, die einige Tage geschlossen war, hat den Unter - richt wieder begonnen.

y. Staufenberg, 28. Febr. Dem hiesigen Gesangverein, der in diesem Jahre sein 40jährigcs Bestehen feiert, hat sich seit einiger Zeit ein gemischter Chor angegliedert, der etwa 50 Stimmen zählt. Er trat gelegentlich des in Kirchberg grhallenen Volkstrauertages zum ersten Male an die Oesfentlichkeit und erzielte dank der guten Stimmen und des sicheren Vor­trages bei der großen Versammlung einen guten Eindruck.

Y Mainzlar, 28. Febr. Einen wohlgelun­genen Familirnabend Veranstalter der hiesige Männer gesangverein an Sanstagabe. d im Müllerschen Saale. Mit Rücksicht auf die Pafsionrzeit war der Abend nur den Mitglie­dern und deren Angehörigen gewidmet. Infolge Verhinderung der beiden Dor inenden entbot das Dorstandsmitglied Hrch. Pflüger den zahl­reich erschienenen Angehörigen den Willkomm- gruß des Dorstandes und ermahnte gleichzeitig die aktiven Mitglieder zur weiteren Pflege des deutschen Liedes. Einige unter Leitung des Diri­genten Burger vorgetragenen Ehöre fanden allseitige Anerkennung und zeugten von guter Schulung des Dereins. Für den geselligen Teil der Veranstaltung hatte man den Heimatdichter Heß (Leihgestern! gewonnen, der für seine wohl- gelungenen Dortr ge in oberhesstscher Mundart wohlverdienten Beifall erntete. Die Sänger Ehr. Weber und Wilh. Becker, die im verflossenen Vereinsjchr keine Gesangstude ver ä :mt hatten, wurden mit der silbernen Radel des Hessischen Sängerbundes ausgezeichnet, gleichzeitig wurde das Mitglied Lehrer Kurz, der feit einigen Wochen nach Gießen verzogen ist. in Aner­kennung seiner Derdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Das Mitglied Jak. Rathan, der dem Verein nunmehr 25 Jahre

angehört, wurde mit einer entsprechenden 11t- kunde geehrt. Dem hiesigen Radfahr -

* KesseIbach, 23. Febr. Bei der am Sor.n- tag stattgehabten Bürgermeisterwahl, bei der 390 Wähler stimmte.echtigt waren, e.hi Len Bürgermeister Weber 162 Glimmen, Hütt' n- arbeiter B. Dietz 101 Stimmen, Philipp ine Arnold eine Stimme, ungültig 3 Stirn:.en. 33 Wähler machten von ihrem Stimmrecht keinen Gebrauch. .

Kreis Fricdöerg.

2$ Bad-Rauheim, 23. Febr. Eine Folge des harten Winters sind die hohen Holz- preise. Bei der heute im Stadtwald (tätig fun- denen Tersteigerung wurden durchschnittlich 50 Prozent mehr erlöst als beim ersten Verkauf vor einigen Wochen. Cs wurden bezahlt für zwei Raummeter Eichen-Rundscheit 35 bis 38 Mark, für Eichenknüpeel 3) bis 32 Mark, für 100 Eichenwellen 20 bis 25 Mark. Die Zahl der Kauflustigen war sehr groj. Derkholz war im Gegensatz zum Brennholz recht billig.

Kreis Büdingen.

Ridda. 28. Febr. Weil in der hiesigen Gemarkung die Raben in größeren Scharen auf treten, hat der Stadtvorstand beich offen, zur Verminderung der Schädlinge d.durch Beißutragen, daß folgende Vergütungen aus der Stadtkasse bezahlt werden: für eine abge ieferte Krähe 30 Pf., für ein Restjunges 20 Pst und für ein Rabenei 10 Pfennig. Seither wurden nur Prämien bei Ablieferung von ausgewachsenen Vögeln der Rabenarten bezahlt.

]: [ Gelnhaar, 23. Febr. Große Lücken reißt augenblicklich der Tod in die Reihen unserer Ortseinwohner. 2n vergangener Woche wurde eine Frau beerdigt, und am Sonntag starben drei Personen an einem Tage. Sestern wurden diese zu Grabe getragen, darunter der letzte Altveteran uns.res Dörtes, Schneider Scheerer im Alter von 81 Jahren. Drei Beerdigungen an einem Tage ist noch niemals hier vorgekommen. Infolge der bösartigen Grivpeepidemie wurde bis auf weiteres auch der Unterricht in Schule und Fortbildungsschule geschlossen.

Kreis Lauterbach.

* Schlitz, 28. Febr. Am Sonntag fand hier eine gut besuchte Versammlung von geladenen Mitgliedern und Freunden der D e u t s ch n a t i o- nalen Volkspartei im Beisein des Pro- rinzialvorsihendcn, Studienrat Dr. Lenz (Gie­ßen), und der Kreisvorsihenden statt. Rach län­gerer Aussprache über die im Laufe des Jahres zu erwartenden Aufgaben bei den kommenden Gemeinde-, Kre's- in') Pro rin i l agZtechlen und dem Stahlhelm-Volksbegestren wurle die Grün­dung einer Ortsgruppe fcefd/Ioifen, zu welcher sich die Mehrzahl der Anwesenden gleich als Mitglieder eintrug. Auch wurde sofort ein Vorstand gewählt, um ohne Verzögerung mit der Arbeit beginnen zu können. Dann ergriff Dr. Lenz das Wort zu einem längeren Vortrag über die außen- und innenpoliische Lage. Ausgehend von den bei Ausbruch der Revolution gemachten großen Versprechungen der fo-ialdemolratifchen Führer beleuchtete er die Entwickelung der letzten zehn Jahre. älngefähr keine der Versprechungen

©eirlnnnusjttg

6. Klasse 32. Preußjfch-Suddtussche (258. Prcuß.) Klasjen-Lollcne

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich höbe Gewinne gefallen, und zwar |t einer auf die Lose gleicher Nummer in de» beiden

Abteilungen I und II

18. Ziebungslag

28. Februar 1929

ön der Bormitlagsziebnng wurden Gewinne über 15U 3)1. gezogen

4 »ctoinnt xu 6000 HL 126565 250482

8 ®en»nne 4u 3000 W. 258034 287651 364045

370992

24 Gewinn, xu 2000 M.

94939 108914 116243

49268 52131 74801 92349

180099 202876 221964

326871 376400

69937 73009 7528' 80271

1000 M.

146827

144370

183846

257890

342813

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156424 199998 273479 357798 386187

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275990

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118453 138854 183708 215462 226813

251405 273072

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396355

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157061 197477

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118408 138046 171263 215040 224737 240405 271359 290905 301941 326837 344074 369090 395458

115061 130243 162099 211243 218104 231669 262089 278029 300609 319634 336799 368586

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151454 186970

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115328 136455 167624 2U850 219043 232705 270546 287750 301582 325949 339696 368984 389303

361913 63748

139'>99 1755.50 224063 314147 363515

32 Gewinne >u ----- ------

104920 139308 146827 162418 2009-8

285494 311785 313460 319654 344867

78 Gewinn» xu 500 OH. 9360 9992 26750

------------ ----- ------ 122845

35982 44769 66880 96237

------ ------- 210698

87437 87550 91753 94437 102818 106671 ----- ------ ------ 118816

224 Gewinn, w 300 M 3620 4981 9366 9829 17607

17827 2'979 24755 36236 45814 45943 49316

51716 68442 6'571 64632 68996 69'87 69737

71024 77'45 78453 80719 82723 84060 85126

----- ----- ---------------------- 1,2817 122253 159398 208388 217133 231321 255291 276021 300533 315130 335394 359437 378661 398488

398622

ön der NachmiNagsziedung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinn« io 500000 '47519

2 @«nnnne »u 5000 M 99645

8 Gewinn« »u 3000 W. 65661 172917

270063

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109273

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114555 148365

160835 182826 200715 232598 250448 277383 306266 336147 359265

119796 149923 164233 183006 2H210 233838 255143 278315 325859 339892 360158

121764 150152 166444 186297 2'6936 234496

257929

325865 341060 367410

106636 132989 156552 169518 197494 228143 238875 272034 293565 327976 350877 368647

130752 154004 168099

193418 223506 235002 265604 291639 327342 346499 367603

6 »MDinne xu 2000 M. 78430 274701 385161

32 Sew'nne -u 1000 -M. 11788 36417 64497 90608 114574 116055 177020 202350 214105 240120 252984 277379 281786 309400 3'5665 333241

84 S-w nn^ ,n 600 M 2022 5008 10772 15772 '9320 24204 37683 40635 4'590 5"'785 63923 69053 75282 85395 109222 '105'2 113293 13'700 138424 176.326 179117 180796 162187 186246

210549 243673 243710 259330 260151 267639

275609 277689 280689 296871 301920 314227

328782 352259 374967 378684 379384 396439

200 s«n>nne v 300 M. 9442 13529 14689 22882

23136 23823 28950 30090 31297 35807 36302

38404 44635 45123 43915 4960 56474 58508

59553 60952 64'22 69'03 7'5'4 73433 75762

389773 392774

Die m der beuNqen NochmMngszielinng oe> zogenen beiden H»>ipmeu»nuie oon je > M Eine grofce Vo4- fick» an» Nr. 147 519 in tib» leilung i noch Berlin, in Äbieilnng II Berlin.

Zm (fleroinnrabe nerbheben 2 Prämien zu 500000 2 Gewinne 3-,0oüO, 2 zn 200000. 2 zu 500GG, 4 ju 25000. 32 w 10000. 5fc ,n 5000. 144 m 3''00, 296 zu 2UUU, 670 zu 1000. 1742 zu 500, 4018 6u 300 ÜRL