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Buntes Allerlei

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Berlin

ftraukfurt a. M

Datum:

Devlfenmarti BerlinJtanFri

Telegraphische Auszahlung.

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Banknoten.

Dividende an. ReichSbankdiSkont 7 Prozent, Sombardzinsfuß S Prozent.

Die Linier den Papieren

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als im Vorjahre, und bebrüten eine zusätzliche Versorgung Les Geldmarktes.

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142,0

197 294 173,5

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Kunst und Wissenschaft.

Die Sleiflpreistrügerin ist eine Mainzerin.

Wie aus Mainz berichtet wird, ist di« unter dein Pseudonym Anna Seghers mit dem Kteistpreis 1928 ausgezeichnet« Dichterin die Toch­ter des bekannten Mainzer Antiquitäten- und Kunsthändlers Isidor Reiling am Flachsmarkt. Frau Dr. Vetth Veiling. Sie ist mit eman Ungarn verheiratet und wohnt in Berlin.

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KranUurter Börse

Frankfurt a. M., 31. Dez. Tendenz: freund­lich. Die letzte Börse im alten Jahre eröffnete in freundlicher Haltung, da die Tendenz von günstig lautenden Nachrichten beherrscht wurde. Der feste Schluß der Neuyorker Börse vom Samstag bot eine starke Anregung, auch die flüssige Geld­marktlage am hiesigen Platze und die reibungslose Ueberwindung des heutigen Zahltages gab der Börse eine Stütze. Das Geschäft bewegte sich jedoch in engsten Grenzen und beschränkte sich nur auf favorisierte Werte, die gegenüber den Schlußkursen von Samstag 2 o. H. gewinnen konnten. Nachteilig und geschäftshemmend wirkte der spärliche Orders- Eingang von außen her, so daß die Spekulation auf sich selbst angewiesen war und zu neuen Engage­ments über den Jahresultimo hinaus wenig Nei­gung zeigte. Im Vordergründe standen Kupfer» werie, die lebhaftere Umsätze zu verzeichnen hatten, da die Kupferhausse immer noch günstig nachwirkte. Otavi-Minen plus 2,75 o. H. Auch für einige Elek­trowerte zeigte sich weiter Deckungsbedürfnis. So konnten Elektrische Lieferungen und Siemens bis 1,5 v. H. gewinnen. Nach anfangs etwas lebhaf­teren Umsätzen wurden I.-G.-Farben später ver­nachlässigt. Kaliwerte auf Realisationen angeboten, bis 1,5 d. S). schwächer. Banken lagen durchweg fester und gebessert, da hier einiges Auslandinter­esse bestehen soll. Am Auwmarkt konnten Daimler

* Sie Neichsindexziffer für die L e - benshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung undSonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Rcichsamts für den Durchschnitt des Monats Dezember auf 152,7 gegenüber 152,3 im Vormonat. Sie ist sonach um 0,3 v. H. gestiegen. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen be­tragen (1913 14 = 100): für Ernährung 152,7, für Wohnung 125,9, für Heizung und Beleuchtung 150,8, für Bekleidung 172,6, für denSonstigen Bedarf" einschl. Verkehr 191,0.

** Stillegung der Ei s enwer ke Gag- genau A.-G., Gaggenau. Die Ei entoerte Gaggenau, die bekannt.ich schon feit längerer Zeit in finanziellen Schwierigkeiten sind, wurden am Samstag f-ii(gelegt, wodurch 1203 bi« 1403 Ar­beiter und Angestellte beschäftigungslos werde:. Wie Dürgermeiiter Schneider, Gaggenau, in der in der Handelskammer Karlsruhe stattg?fun»enen a. o. G.-V. der Gesrllschast mitteilte, hat das andere große Werk in ©aggenau (Daimler-Den,;) die Zusage gegeben, die in Gaggenau wohn- hotten Arbeiter nach Mög i h.'e t bei sich aufzu­nehmen. Das Work ist neben sozialen Rück lichten auch insofern an der Weiterbeschäftigung der Arbeiter interessiert, als die GemeindL für die Unterstützungen unverhältnismäßig hohe Mittel auswenden müßte, was für das Werl als größter Steuerzahler nicht gleichgültig sein kann. Es wird nätürlich nur ein kleiner Tel der 2IrLe ter un te - gebracht, da säst alle anb.ren Gemeinden des Murglales Arbeiter des Ci enwerkes Gaggenau als Einwohner haben.

"Norddeutsche G r u n d - C r e d i t - B a n k, Weimar. Das zur Gemeinschastsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige Institut empfiehlt zum Anlagetermin den Anlauf der an der Berliner Börse soeben eingeführten, vor dem Jahre 1935 nicht kündbaren achtprozentigen Goldpfandbriefe 6m. XXII (Börsenkurs: 97,50 v. H.), sowie der vor

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128

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Wirischafi.

Konjunktur, Preisbewegung und Börse 1928.

Das Institut für Konjunkturforschung gibt so­eben seine abschließenden Untersuchungen über die Wirtschaftsentwicklung im Jahre 1 928 bekannt, die sich sowohl auf die Kon­junktur, als auch auf die Dorfen und den Geldmarkt beziehen.

Der Konjunkturrückgang, dessen erste Anzeichen sich im Herbst 1927 bemerkbar machten, hat während des ganzen Jahres 1928 angehalten. Er hat sich jedoch nur zögernd entwickelt und ist überdies in seinem Umfang wesentlich geringer, als beim letzten Konjunkturrückgang 1925 26. Die einzelnen Lei le der Wirtschaft wurden von dem Äo.'junfturrüdaang nicht gleichzeitig und nicht in gleicher Intensität ersaht. Während in den Pro- duttionsinittelindustrten neuerdings schärsere Ab­schwächungen eintreten, ist in den Berbrauchs-- güterinbuftrien der Rückgang teilweise bereits zu einem gewissen Stillstand gekommen, betrach­tet man das Bild der gegenwärtigen Konjunktur­lage im ganzen, so konnte es scheinen, daß die Wirtschaft ohne merkbare Krisis bereits in eine Depression hinabgesunken sei. Daß dies jedoch nicyt der Fall ist, ergibt sich aus zwei Tatsachen, erstens dem erst geringen Rückgang der Eejdsätze, zweitens der nach tote vor gespannten Lage auf dem Kapitalmarkt. Der Bedarf der Wirtschaft an langfristigen Krediten ist immer noch größer als das Angebot.

Das gesamte deutsche Preisniveau hat sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig ver­ändert. Die Stabilität des Preisniveaus für Industrteerzeugnisse mag zu einem Teil eine Auswirkung des überzögerten Tempos im Kon­junkturabschwung sein. Die geringe Veränderung ist darauf zuruckzusühren, daß die industriellen Pveissteigerungen durch den Preisrüc^ang der Bodenerzeugnisse (bessere Ernte) weitgehend aus­geglichen worden sind.

Auf dem Effektenmarkt hat die Sta­gnation während des ganzen Lahres 1928 ange­halten: eine gewisse Konsolidierung, auf die die Widerstandsfähigkeit des Aktienlursniveaus und die jüngste Teilbelebung auf den Markt festver­zinslicher Papiere hin .uteten, scheint sich jedoch angebahnt zu haben. Da zu Beginn des kommens den Jahres der Geldmarkt verhältnismäßig flüssig sein wird, ist von dieser Seite her ein Druck auf dte Aktienkurse fürs erste kaum zu erwarten. Die Aktienkurse zeigten in 1928 eine ausfallende Sta? bilität: der niedrigste und der höchste Stand des durchschnittlichen Kursniveaus des Jahres 1928 weichen nur um 11 Prozent voneinander ab, gegen rund 40 Prozent in 1927, 63 Prozent in 1926.

Auf dem Geldmarkt bahnte sich eine fühl­bare Entspannung erst im dritten Vierteljahr 1928 an. Es ist zu erwarten, daß nach dem Iahresultimo die gegenwärtige Anspannung min­destens wieder ausgeglichen wird, wahrscheinlich wird sogar mit leichteren Geldmärkten als zu Be­ginn des Jahres 1928 zu rechnen sein. Auf lange Sicht liegt eine Verringerung der Zins- spanne gegenüber den ausländischen Märkten im Bereich der Möglichkeiten, da der sinkenden Ten­denz des deutschen Zinsniveaus steigende Geld- sähe im Aus lande gegenüb erstehen. Ob die rück­läufige Konjunktur hie Entspannung der Geld­marktlags im Januar 1929 beschleunigen wird, läßt sich im Augenblick noch nicht übersehen. Auf jeden Fall sind aber die dem Geldmarkt zufließenden Beträge aus Zinszahlungen auf Wertpapiere, Hypotheken usw. wesentlich größer,

nach Oregon. Aach einer Steife von vielen Mo­naten langten sie endlich in Portland an, wo damals die ersten Ansiedler mit dem Urwald und den Rothäuten lämpften. Weeker erlebte den Ausstieg des Landes in Oregon mit, und im Alter von 76 Zähren entschloß er sich, die Fahrt quer durch den Kontinent im Ochsenwagen noch einmal zu unternehmen, diesmal nicht aus grim­mer Notwendigkeit, denn er hätte ja auch mit der Eisenbahn fahren können, sondern um das Andenken an jene Pioniere von neuem zu be­leben. Er zimmerte drei dieser alten Plan­wagen, die sich noch erhalten hatten, zusammen, bespannte sie mit seinen Ochsen und fuhr nun von Küste zu Küste 22 Monate lang, von der Vevöllerung mit Jubel begrüßt. Aber mit fünf­undneunzig Jahren wagte er noch eine andere Durchquerung, durch die er dem Geiste der neuen Zeit huldigen wollte. Er reifte im Flugzeug von Seattle nach Washington, und zu der Fahrt, für die er mit seinen Ochien 22 Monate gebraucht hatte, genügten jetzt 24 Stunden.

Das kleinste Restaurant der Delt.

Das kleinste Restaurant in Paris und wahrschein­lich auch in der ganzen Welt ist von einem Bericht­erstatter entdeckt worden. Es befindet sich am Fuße des Montmartre in einer engen Straße in der Nähe der Kirche Notre Dame de Lorette. Das Lokälchen ist so winzig, daß der Kellner es gibt natürlich nur einen ungefähr mit der einen Hanp in die Küche reichen und mit der andern an den Tischen servieren kann. Gewöhnlich sind drei kleine Tische nebeneinander ausgestellt, an denen zwölf Personen sitzen können. Aber bei Hoch'etrieb wird noch ein vierter Betrieb hereingcstellt, so daß 16 Personen hier ihre Mahlzeit einnehmen, allerdings in fürchter­licher Enge. Doch was an Raum fehlt, das wird durch liebenswürdige Bedienung und dur-b glänzende Versorgung von Magen und Kehle reichlich aus­geglichen. Der Wirt selbst rühmt von seinem Minia­turwirtshaus, daß man sich nirgends sonst so zu Hause fühle wie bei ihm.Bei mir", sagte er,wird man sofort bedient. Niemand braucht zu warten, keine Speise wird kalt, und es hen-scht eine ,intime* * ** Stimmung, wie sie nur in einem kleinen Kreise entstehen kann. Da gibt es keine Massenabfütterung. Die Wünsche jedes einzelnen werden befriedigt; ja, der Gast kann sich sogar selbst bedienen und braucht, wenn er Brot verlangt, nur in die Küche zu langen oder über den Schanktisch zu greifen, wenn er eine neue Flasche Wein haben will." Bei dieser Reklame, die jetzt für das Ueinftc Restaurant gemacht worden ist, muß man allerdings befürchten, daß die Ueber- füllung lebensgefährlich werden wird.

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Prozeß um eine Hundestimme.

Daß ein berühmter Sänger feine S.imme hoch versichert, ja, sogar mit 40 000 Wart, d^s will uns wohl einleuchten, daß man aber die S imme eines Hundes ebenso hoch bewertet, will uns nicht recht in den Sinn, selbst wenn es sich um einen ganz ungewöhnlichen, um einen einzig­artigen Hund handelt. Auch dem unga.ischen Grafen Merhazy schien diese Einschätzung einer Hundestimnre stark übertrieben, und er überließ den Gerichten die Entsch idung. Seit zwei Jah­ren geht nun schon der Prozeß um denfingen- den Hund Sambo ' durch alle Insta.izen. Solange ist es her, da ging eia Variotätünstler Joseph Szilo mit seinem Hund im Tata-Park spazieren, der dem Grafen Esterhazy gehört. LInglücklicher- weise erregte das Tier das Wizsallen des Groß­grundbesitzers, der gerade vorüberkain, und eine wohlgezielte Kugel endete das Leben des vier­beinigen Virtuosen, bevor er noch einen einzigen feiner berühmten Töne hatte von sich geben kön­nen. Cs ist begreiflich, daß Szilo dal Hirscheiden seines treuen Gefahr ea auf das tiefste beklagte, denn dieses Phänomen der Hundewelt, der ein­zige singende Hund, der nach Angabe des Be­sitzers je dem Publikum gezeigt wo.d'.n ist, war ja fein Ernährer, und Sambo hatte feinen Herrn sehr gut ernährt. Er klagte daher auf einen Schadenersatz von 40 000 Mark. Aber die ungari­schen Gerichte, die von di sec Gesangskunst augen­scheinlich ktt.e genügende Vorstellung besaßen, gestanden ihm viel weniger zu. Die erste Instanz verurteilte den Grafen zur Zahlung von 1600 Mk., die zweite zu 2203 Mark. Selbst so viel will aber der Gras noch nicht bezahlen und hat nun Berufung bei dem höchsten Gerichtshof des Lan­des eingelegt.

Born Ochsenwagen ;um Flugzeug.

Einer der letzten Pioniere, die einst im Ochsen­wagen zur Besiedlung Vordamerikas auszogen, ist jetzt mit Czraa Meeker in Seattle gestor­ben. Dieser Veteran der amerikanischen Ge­schichte, der 97 Jahre alt wurde, verkörperte in sich die ganze Entwicklung des Verkehrs, denn er hat den nordamerikanischen Kontinent zuerst im Ochsenwagen und dann 75 Jahre später int Flugzeug durchquert. Vor 77 Jahren gab Meeker seinen Posten als Drucker in Indianapolis auf und machte sich mit seiner jungen Frau im Ochsenwagen auf den Weg, um in Iowa fein Heim zu gründen. Aber ein ungewöhnlich stren­ger Winter überfiel sie in Iowa, und so zogen sie, mit einem sieben Wochen alten Kind, weiter

1. Juli 1934 nicht kündbaren achtprozentigen Gold- Kommunal-Schuldverschreibungen Em. XXIII (Bör­senkurs: 94,50 o. H.). Die Pfandbriefe und Kommu­nalschuldverschreibungen der Gesellschaft sind in Thüringen mündelsicher. Der gesamte Darlehns- bestand wird auf 175 Millionen Reichsmark ange­geben. Auch wenn man berücksichtigt, daß sich hier­unter rund 16 Millionen Reichsmark Aufwertungs­hypotheken befinden, bleibt die Zunahme gegen den Bestand des Vorjahres (112 Millionen Reichsmark) beträchtlich. Für Wohnungsbauzwecke wurden 18,3, zugunsten der Landwirtschaft 9,5 Millionen Reichs­mark ausgeliehen. Man beachte die heutige An­zeige.

Iv.H. anziehen. Don Bauunternehmungen nxtreft Wayß & Freitag 3 e. H. niedriger. Montanaktien er­öffneten überwiegend gebessert. Gelsenkirchen plus 2 o. H. Der verschärfte französische Derabaustreik hatte im Verlaufe eine etwas lebhaftere Nachfrage nach einigen Papieren zur Folge. Der Rentenmarkt lag still, eher schwächer. Nach den ersten Kursen wurde es allgemein etwas schwächer: do die Kulisse verschiedentlich zu Abgaben und Gewinnsicherungen schritt, waren auf fast allen Marktgebieten Kursrück- gänge bis zu 1,5 v. H. gegen Anfang zu verzeichnen. Nur für Otaoi-Minen bestand bei gut gehaltenem Kurs weiter Interest«. Stärker vernachlässigt unb erneut erheblich schwächer waren I.-G.-Farben. Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld mit 7 v. H. eine Per. stkifuvg. Am Devisenmarkt war der Dollar fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4.20, gegen Pfund 20,376. London gegen Kabel 4,8530, gegen Paris 124,08, gegen Madrid 29,75, gegen Mailand 92,72, gegen Holland 12,08.

Be niner Börse.

Berlin. 31.Dez. Die heutige letzte Börse' des alten Lahors zeigte, wenn auch die Kurs-- gestaltung nicht ganz einheitlich war, doch eure freundliche Grund st immun g. Eine Reihe nicht ungünstiger Momente lagen heute vor. So die trotz nicht einheitlichen Schluffes doch feste Aeuhorker Börse und günstige Mel­dungen über den Geschäftsgang verschiedener Unternehmungen. Hierzu gehörten Stollwerk, Phönix. Bon den amerikanischen Glanzstoff wird eine Verdoppelung der Produktion im Zusammen­hang mit einer neuen Emission von 150 000 Aktien geplant. Die Messing- und Kupserpreise sind wieder erhöht worden, wovon besonders Otavi profitierten. Die ersten Kurse schwankten um 1 biis 2 Prozent nach beiden Seiten, doch waren die Besserungen in der Mehrzahl. Der heutige Zahltag dürste als überwunden gelten, Geld tsti angesichts des Ultimoß sogar leicht. Tagesgeld, gleich Geld über Ultimo war mit 8,5 bis 10L Prozent und Monatsgeld mit 8,5 bis 10 Prozent angeboten. Der Monatsbericht der CommerzbanL tourbe viel besprochen, ebenfalls ein Bericht über die Lage des Kalimarktes, der allerdings eine kleine Verstimmung aus löste, da er die zu er­wartende Dividende mit Kurssteigerungen nicht recht in Einklang bringen will. Zu den heute bevorzugten Werten gehörten vor allem Tietz, die 4,5 Prozent anzogen, da man mit einem günstigen Bezugsrecht rechnet. Elektrowerte wa­ren meist etwas fester. Siemens zogen irber 3 Prozent an. Montanwerte waren meist etwas fester. Siemens zogen über 3 Prozent an. Mon­tanwerte lagen uneinheitlich. Lebhafter unb fester tagen Mannesmann. Berger, Polyphon, Sa- rotti und Salzdetfurth lagen 2 bis 3 Prozent niedriger. Deutsche Anleihen be,e;tigt. Aus­länder ebenfalls befestigt, von denen Armtolier: und Mazedonier etwas schwächer lagen. Der Pfandbrief markt lag heute ruhig, doch freund­licher'. Aach den ersten Kursen wurde es zeit­weise etwas schwächer.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt, 31. Dez. Auftrieb: 1529 Rinder, darunter 417 Ochsen, 62 Bullen, 579 Kühe, 386 Färsen, 404 Kälber, 61 Schafe, 2509 Schweine. Ochsen: vollst., ausgemästete, höchsten Schlacht wcrts, jüngere, 52 bis 55 Mr., ältere 47 bis 51 Mark, sonstige vollst. 42 bis 46 Mk.; Bullen jüngere, Doufl., höchsten Schlachtwerts 47 bis 50 Mark, sonstige vollst, oder ausgemästete 43 bis 46 Mark; Küh e. jüngere, vollst., höchsten Schlacht­werts 40 bis 45 Mark, sonstige vollst, oder ausge- mäftete 33 bis 39 Mark, fleischige 28 bis 32 Mark, gering genährte 22 bis 27 Mark; Färsen (Kalbinnen, Sungrinber): vollst., ausgemäftetc, höchsten Schlachtwerts 53 bis 56 Mark, vollst. 47 bis 52 Mark, fleischige 40 bis 46 Mark; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76 Mark, mitt­lere Mast- und Saugkälber 65 bis 71 Mark, ge­ringe Kälber 56 bis 64 Mark; S ch w e i n e. Fett- fchweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 75 bis 78 Mark, vollst. Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd. 76 bis 79 Mark, von etwa 200 bis 240 Pfd. 76 bis 79 Mark, von etwa 160 bis 200 Pfd. 76 bis 80 Mark, Sauen 74 bis 78 Mark. Marktver­kauf: Rinder fchleopend, lleberjtanb; Schweine schleppend, größerer Ueberftanb. Kalber und Schafe ruhig, geräumt Mastkälber über Notiz.

Straßenbauprogramm, die Ausgestaltung der im Entstehen begriffenen st ä b i i s ch e n Kraft­omnibuslinie zu einer sog. Ringoerbindung, weitere kräftige Beteiligung am Wohnungsbau unb anhaltend starke Förderung der Verkehrs- Werbung. Als Forderungen auf weitere Sicht nennen wir z. B. noch die Lösung der Gaswerk- frage, die räumliche Zusammenfassung der Ver-- waltung durch einen neuenRathausbau, die Hinausoerlegung der oberhessischen Bahn- ft r e d e n aus den Wohnvierteln der Stadt, den Ausbau unserer Sttaßendahn zu einer elektri­schen Ueberlanddahn unb vor allem die ernstliche Inangriffnahme der Eingemein­bunasfrage, selbst wenn dabei zunächst nur eine Teillösung erzielt wirb.

Zu all diesen Arbeiten gehört natürlich Geld, sehr viel Geld sogar, dessen Voraussetzung in erster Linie eine weiterhin gesund unb kräftig aufwärts st redende heimische Wirt­schaft ist. Liese wünschen wir unserer Stadt vor allen Dingen, und hofseiillich erfüllt das Jahr 1929 diesen besonderen Wünscht

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