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Der Betrugsprozeß in Gießen

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Jean Weisel, (Heben, Sonnenstrafte 6, Telephon Nr. 88

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von folgenden Schützen geschossen: Rich. Koch. Ernst Magner, K. Dreher. Ä. Peter. F. Schilling, Th. W e i n e r t und H. S ch m a l L Jeder dieser Sieger wurde mit einer silbernen Hindenburg-Münze ausgezeichnet. Der seitherige Schützenkönig W. Georg und seine Ritter erhielten je einen silbernen Becher. Als Gaumeister des Gaues Gießen erhielten die Schützen H. Sauer, 21. Möhl und Dr. van Bentheim je eine Gaumeisterschaftsnadel. Ge­legentlich dieser Feier übermittelte der erste Sprecher des Männerturnvereins Gießen, Leh­rer Georg Kling, nachträglich noch die herz­lichen Glückwünsche der Männerturner zu dem 50jährigen Bestehen des Schützenvereins. 2lls äußeres Zeichen der Verbundenheit zwischen Tur­ner und Schützen überreichte Georg Kling eine Ehrenschcibe, die mit den Bildern der frühe­ren Oberschützenmeister und Mitbegründer deS Männerturnvereins geschmückt ist.

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Aus der Provinziakhauptstadt.

Gießen, den 31. Oktober 1928.

Die gesunde Milch und ihr Wert.

Don Dr. Sans Kapff, Gießen.

Cht den amerikanischen Haushaltungen wird Btrchschnittlich '/. dis '/» des insgesamt für In Ankauf von Nahrungsmitteln bestimmten Q.-lBefe für Milch und Molkereierzeugnisse ver- L^gabt. Der Amerikaner, der noch immer seinen Sbcteil zu wahren wußte, hat sich genau be- ttintet daß die Ernährung um so billiger wird. |t mehr Milch er verzehrt, und daß er damit |tntt Gesundheit, dem größten Kapital, das In Mensch besitzt, den wertvollsten Dienst lei- |d. Menn wir Deutsche auch nicht alle Wah- mlimen und Gewohnheiten des Amerikaners nach- dmen möchten, so wäre es dock sehr zu be- «iitzen, wenn wir ihm im Milchverzehr gleich- ßr.cn. Der Preis einer gleichgroßen Rahrungs- umge (In Aettokalorien) stellt sich für'):

Milch 3.4 Milliarden. Wenn man bedenkt, daß im gleichen Jahr beispielsweise die deutsche Ma- schineniiidustri« Werte in Höh« von nur 3 Mil­liarden, und der Kohlenbergbau Werte in Höhe von nur 2,3 Milliarden Marl insgesamt produ­zierte, so wird der große volkswirtschaftliche Wert unserer Milcherzeugung offensichtlich. Wir haben also alle Veranlassung, diesem Zweig unserer Wirtschaft aiuch weiterhin unser vollstes Augenmerk zu widmen. Die Stadtbevölkerung kann in sehr bedeutendem Maße an der Stei­gerung der heimi'chm Produktion mitwirken, in- deni sie ihre Ernährung nach vernünftigen Grund­sätzen handhabt und dabei die einheimischen Pro­dukte den ausländischen voranstellt.

Taten für Donnerstag. 1. November 1928.

Sonnenaufgang 6.52 Uhr, Sonnenuntergang 16H5 Uhr, Mondaufgang 18.56 Uhr, Mond­untergang 11.34 Uhr.

1755: Lissabon wird durch ein Erdbeben zer­stört: 1865: der Philosoph Artur Drews in Uetersen geboren: 1868: der Schriftsteller Felix Holländer in Leobschütz geboren: 1903: der Ge­schichtsschreiber Theodor Mommsen in Charlotten- bürg gestorben.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater:Gräfin Eva", Anfang 19.30 Tlhc, Ende gegen 22.15 Uhr. Volkshochschule: Be­ginn des Ku-cseSGoethe". 20 Uhr. Krieger- Verein Gießen: Monatsversammlung mit Fa­milie, im Postkeller, 8.30 ilhr. Reit- und Fahrklub Gießen und Umgebung «. V. Gießen: 6. Jagd. Treffpunkt 15 Uhr Forsthaus Hoch­wart. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die Hei­lige und ihr Rarr. Astoria-Lichtspiele: Der Schrecken von Eolorado.

StadttheaterGießen. Aus dem Stadt- thcaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Operettenvorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Am Freitag, 2. November, findet die dritte Ausführung von ShakespearesRichard 111." statt. Spielleitung hat der Intendant.

Vortrags-Vereinigung. Am kom­menden Donnerstag spricht der Physiker Wilh. P a u ck aus Berlin überDie MusU im Licht der modernen physikalischen Forschung". 3n all­gemein verständlicher Form, demonstriert an einer reichhaltigen Versuchsapparatur und ergänzt durch Lichtbilder, wird der Redner das Rätsel des musikalischen Klanges zeigen und am Schlüsse durchTöne aus dec Luft" ein Konzert geben, das Chor- und Orchesterwerke, Orgelkonzerte und Armeemärsche zu Gehör bringt.

Evangelische r Bund. Am nächsten Freitagabend veranstaltet der hiesige Zweig­verein des Cv. Bundes eine Reformations­feier in der Johanneskirche, diesmal in Ge­stalt eines Luther-Weiheabends von Gustav Hildebrant, der in Gießen kein Unbekannter ist. Schon seit Jahren ist er mit der Deutschen Dortragsbühne bemüht, durch drama­tische Weiheabende an der geistig-seelischen Wie­dergeburt des deutschen Dolles mitzuarbeiten, Sehnsucht und Wunsch au Wille und Tat um- zuschmieden. Gustav Hildebrant hat unter den zahlreichen Lutherdramen den dritten Teil der Trilogie .Der Reformator" von 2ldolf Bar­tels ausgewählt: er eröffnet ihn durch ein Vorspiel in der Hölle auS demReichstag von

Hingebung steht sie sett 13 Jahren der Medizini­schen Klinck vor. Wahrhaft treue Pflichterfüllung gegenüber den Kranken, Umsicht und Güte in der Leitung der Schwestern sind bei ihr verbunden mit einer tief inneren, persönlichen Bescheidenheit. So gibt sie ein heute seltenes Vorbild reinster und edelster Gesinnung.

" Arbeitsjubiläum. Der Hutmacher Hermann Ragel, Mittelweg 4, kann _ am morgigen 1. Rovember auf eine 40jährige Tätig­keit bei der Firma W. & G. Schuchard, Selters­weg, zurückblicken

" Gießener Schützenverein. Am Sonn­tag sand das diesjährige Ausschießen deS Schützenkönigs und der Ritter auf einer Adler­scheibe statt. An den, Schießen beteiligten sich 54 Schützen, die insgesamt 293 Schüsse abgaben. Rach dem Schießen am Vormittag und nachinll- tags vereinigte man sich am Abend im Schützen­haus zu einer Siegerfeier, bei der Oberschützen­meister Phil. R i c o l a u s das Ergebnis deS Schießens verkündete. Die Würde des Schützen­königs errang Christian Weeg. Ritter wurden die Schützen F. Zeller (Krone), Heinrich Ap­pel (Zepter), Willi Bette (Reichsapfel). Der Schützenkönig wurde mit der Königskette, die drei Ritter mit dem Adler dekoriert. Die Auszeich­nungen bleiben bis zum nächsten Königsschießen im Besitze der erfolgreichen Schützen. Die sieben Sterne um den Kreis des Adlers herum wurden

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Aus diesen Vergleichszahlen sehen wir, daß ßl- Rährstoffe der Milch nur den vierten bis ßhfien Teil des Preises der Rährstoffe anderer Mchligen Rahrungsmittel kosten. 1 Psd. Rind» ftä'ch und 9 Eier entsprechen z. B. dem Rähr- tri von nur 1 Liter Milch. Bei einem anderen Hijpiel haben 1 Liter Milch und 2 Brötchen Br. gleichen Rährwert wie ein Vesper von AL las Mein, 2 Brötchen und einer Platte mit Bt'Lnfen, Wurst. Butter, Kaviar und Fischchen. Gi Wert der Kuhmilch als Rahrungsmittel be­icht: aber nicht nur auf der Zufuhr äußerst BUiger Rährstosse (Eiweiß, Fett, Zucker), die ltd> dazu einen hohen Grad der Verdaulichkeit »gen, und In dem so wichtigen Dasenüberschuß la Derbrennungsasche, sondern auch auf beson- Bttc-n Eigenschaften, welche die Vollmilch auf- frifi Sie ist reich an verschiedenen Schutzstosfen, er Fermenten, an A- und S-Vitaminen, die für Bi' Gesundheit und Lebensenergie des Menschen, eng besonders auch der stillenden Mütter, des Ecuglings, der Kranken und Schwachen, sowie eEcc arbeitenden Menschen eine so wichtige Rolle foeten. Die physiologische Forschung hat uns ge- Krt, daß solche spezifischen Eigenschaften am «nsten den Rahrungsmitteln zukommen, die in »hem Zustande verzehrt werden können, und so- wird die rohe Milch zu einem Rahrungs- r.ttel, das von keinem anderen übertroffen wer- Br kann. Durch Erhitzen werden die S-Vitamine nrh Fermente der Milch leicht zerstört, auch die IkirDaulichkeit der Eiweiße kann leiden. 2lller- BiiAs, nur die hygienisch einwandfrei gewon- Urne MUch, die von gesunden, fortwährend kon- jrlCietten und zweckmäßig ernährten Tieren Ichtmt, kann roh genossen werden. Die Hygiene Btr Milch ist daher ein wichttger Tell der all- kleinen Volkshygiene.

LNatürlich würde die Milch als alleiniges Rah- ru-gSmiktel prozentual für den menschlichen Kör- )xr zu reichlich Flüssigkeit enthalten, auch ist es Iliht jedermanns Sache. Milch in ihrer Rohform x sch zu nehmen. Da kommt denn die Her- Hilümg der verschiedensten Milchspeisen und <ppen in Frage, welche die Hausfrau in

Variationen in ihrem Kochbuch verzeichnet V Die Milch bietet heute ein« Fülle von 2^lcxchllung in ihrer Weiterverarbeitung! Ev- 'tlchrungsphysivlogisch sind für den täglichen Ge­mfi besonders Joghurt und Buttermilch, i.i für die Tarrntäl.qictt und Dlutbildung günstig teifen, zu bevorzugen. Während Dollmllch alle Dhiwerte enthält, rft Magermilch nurett- «nn, jedoch im Vergleich zu chrem übrigen Rähr- fcrt als äußerst wertvoll und ganz besonders 'billig zur Bereitung verschiedenster Speisen zu VitVLnden. Kefir ist mit Joghurt niemals .ji verwechseln, da eS sich bei Kefir um eine acholische Gärung handelt, di« Kindern und t!:kOnvaleszenten unbedingt schädlich ist, während frt Wert des Joghurt als diätetisch günstig Hrk-cndes Rahrungsmittel gar nicht hoch genug engefchäht werden kann. Dm den festen Milch­et,rmgnissen ist der frische Weißkäse von T)IntiH<6 sowohl als von Magermilch (Quark). «st es als Brotbelag oder a<s süße Speise .be- Ivd-ers hervorzuheben. Richt nur, daß er billig -tf, iondern er enthält auch leicht verdauliches -Eoeiß in hohem Prozentsatz und außerdem 'DhicsalAe, Milchsäurebaklerien mrd andere Er- ?«ingungsstoffe. Der Weißkäse besitzt eine Viel- fttiigfdt In der Verwendungsact, wie nicht leicht c anderes, ähnlich billiges Rahrungsmittel. l:r Wert unserer Edelkä e ist bekannt, ihr Preis H allerdings mitunter nicht unerheblich.

Will man sich vergegenwärtigen, welche Roille gesamte Milchwirtschaft innerhalb unserer ^Jswirtschast spiell, so findet man in der Sta- ttitzl imteressante Vergleiche. 1913 betrug di« ge- IcmLe deutsche Erzeugung an Agrarprodukten 1(,4 Milliarden Mari. Davon «ntftelen auf die

) Rach einer Darstellung auf der Ausstellung Die Ernährung" in Berlin 1928.

6. DerhandlungStag.

® i« 6 « n , 30. Olt. Das Erweiterte Schöffsn- gericht setzt« heut« die Derha.rdlung gegen di« Angeklagten H., R. und H«. mit der Zeugen­vernehmung fort.

Rachdem einige Zeugen ihre früheren Aus­sagen durch Vorlage schriftlicher Unterlagen. Bankauszügen bzw. der mit den Angeklagten seinerzeit geführten Korrespondenz ergänzt und vervollständigt hatten, wurde in der Verhand­lung über weitere unter Anklage stehende Be­trugs fälle sortgefahren.

Ein Schlosser von Durgsolm-wollte bauen. Da seine Ehefrau den Angeklagten H. schon von Jugend auf kannte, wandte sie sich zwecks Geld- be'chafsung an ihn. Während sie nur einen Be­trag von 1500 Mk. haben wollten, verstand es H.. die <^«leute zu bestimmen, sich einen Hypo­thekenbrief über 2500 Mk. ausstellen zu lassen. Auf diesen versprach er die Beschaffung eine- gleich hohen Betrages. In der Zwischenzell war die Zeugin infolge ihr bekannt gewordener an­derer Vorfälle stutzig geworden, sie begab sich sofort an das Grundbuch amt. wo zu ihrem Glück ihr Hypothekenbrief noch lag. Sie lieh sich selbst den Brief aushändigen und ist so, abgesehen von den Hypothelbestellungskosten und Fahrgeldkosten, mutmaßlich vor weiterem Schaden bewahrt wor­den, denn, wie sie weiter bekundete, hatte sich H. bereits mit der Rödelheirner Gewerbebank in Ver­bindung gesetzt, um auf diesen Dries 2500 Mk. zu leihen, wobei er angegeben haben ft>H, daß er den Brief valuttert habe.

Worms" und ergänzt ihn durch Szenen aus Kohdes Roman .Dir Wittenbrrgisch Rach igall". Die musikalische Um ahmung Hit Organist Ra­bl ch t übernommen. (Raperes folgt Im An­zeigenteil.)

** Der neue Präsident der Oberpost- d i r e k t i o n D a r m st a d t. Der mit der Leitung der Oberpostdirektion Darmstadt seit 1. April d.I. betraute Abteilungsleiter Leister ist jetzt zum Prä­sidenten der Oberpostdtrektion Darmstadt ernannt worden.

Di« Bele uchtung der Fuhrwerke. DaS Kreisamt Gießrn hat mit sosortger Wirk- samkeit folgendes angeordnet: Fuhren, die inner­halb der Gemar.'ung des Detriebssihes. oder be­nachbarter Gemarkungen für Zwecke der Land- und Forstwirtschaft ausgeführt werden (Wirt- s ch a f t s s u h r e n). sind von der Deleuchtungs- pfllcht nach § 4 Abs. 1 der Straßenverkehrsord­nung dann befreit, wenn die Fuhren auf Feld- und Holzabfuhrwegen ausgesührt werden. Unter den gleichen Voraussetzungen sind zusammen- gekoppelte Fuhrwerke von der Verpflichtung, ein« zweit« Laterne am Hinteren Ende des letzten Fuhrwerks zu führen, befreit. Die Beleuchtung der Fuhrwerke muß aus einer hellbrennenden Laterne mit farblosem Glas« bestehen und auf der linken Seit« des Fuhrwerks so angebracht sein, daß der Lichtschein von entgegenkommenden und überholenden Fahrzeugen leicht bemerkt wer­den kann. Es müssen danach all« Fuhrwerk«, auch wenn si« der Einbringung landwirtschaft­licher Erzeugnisse unmittelbar vom Feld aus dienen, während der Dunkelheit und bei starkem Rebel vor'chriftSmäßig beleuchtet werden, sobald eine Provinzialstrah« benutzt wird. Dies« An­ordnung hat sich als notwendig erwiesen, nachdem der Verkehr auf den Straßen einen derartigen Umfang angenommen hat. daß im Interesse der allgemeinen Verkehrssicherheit, und zwar nicht nur der Kraftfahrzeuge, sondern ganz besonders auch der Fuhrwerk« selbst, auf ausnahmslose Durchführung der Beleuchtung bei Benutzung von Provinztalstraßen nicht mehr verzichtet wer­den kann. Zuwiderhandlungen sind zur Straf­anzeige zu bringen, falls Verwarnungen, die für die Uebergangszeit der nächsten Wochen rroch angebracht erscheinen, unbeachtet bleiben sollten.

* Geschäftsjubiläum. Am morgigen 1. Rovember kann die Seifenfabrik P. Jof. Möbs, Gießen, auf ihr SOjähriges Bestehen zurückblickeru Das Unternehmen wurde am 1. Rovember 1878 von P. Jos. Mobs gegrün­det, unter dessen umsichtiger und rühriger Ge­schäftsführung in Gemeinschaft mll seinen drei Söhnen das Geschäft aus kleinen Anfängen zu einem angesehenen Betrieb emporblühte. Rach dem Kriege übernahmen die Söhne den Betrieb. Im Jahre 1927 wurde die Fabrik durch Reu- bauten und Neueinrichtungen wesentlich vergrö­ßert. Im Verlaufe der Jahre erfuhr das Fabri­kationsprogramm des ^Internehmens durch Hin- zunahme weiterer, in das Fachgebiet einschlägi­ger Artikel eine immer größere Ausgestaltung, vis es auf den heutigen Stand neuzeitlicher Pro- I duktton gebracht wurde.

25 Jahre Schwester. Die Oberschwester der Medizinischen llniversitäts-Klmik, Katharine Lippert, sieht am 1. Rovember auf eine 25jährige Tätigkeit an der Gießener Frauen- und I Medizinischen Klinik zurück. Mit unermüdlicher

Berliner Börse.

Berlin, 31.Ott. (WTB. Funkspruch.) 9m heu­tigen Vormittagsverkehr ruht das Geschäft noch gänzlich. Die Tendenz ist abwartend, da von den Verhandlungen über den Ruhrschiedsspruch im Mrbeitsminifterium verlautet, daß sie ergebnislos abgebrochen sind. Mon nennt an Kursen Schuckert etwa 280, Siemens etwa 397, Farben etwa 252. Am Devisenmarkt hört man Paris 124,13, Schweiz 25,1990 bis 2013, Mailand 92,59 bis 62, Mark 4,1970 bis 1975, Pfund 4,8415 bis 4,8460.

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Zum Bau einer Scheune benötigte tm Früh­jahr 1925 ein Schlosser von Königsberg etwa 2500 Mk. Der Angeklagte R. versprach gegen Aushändigung eines Hypothekenbriefes übet 3500 Mark, da er nur bis zu »/, belieben wurde, die Beschaffung des Geldes in etwa 3 bis 4 Wochen. Mll vieler Mühe erhtell der Zeuge tm Aurntst einmal einen Betrag von 100 Mk. ausg«zahlt. In der Fvlgezell hat er einen wetteren Gegen­wert nicht mehr erf) alten 3m Rovember erfuhr er schlteßlich durch die Rodheimer Spariasse. daß der Hhpo:h«kenbnes b.i der Kommunalpsandbrief- bank in Frankfurt a. M liege. H. hatte auch diesen Dries, wre so manchm anderen, der Spar­kasse Rodheim zur Sicherung für den chrn ge­währten Kredit übergeben

Ein Händler brauchte für sein Geschäft emen größeren Kredit. H. versprach ihm 6500 Mk. gegen Ausstellung ein?s Hypothekenbriefes m gleicher Höh«. Aus diesen Drres will der Zeuge Sund nach einschließlich der von den An- igtcn geforderten Provision, der aufgelau- it Zinsen, sowie sonstiger Kosten einen Be­trag von annähernd 5800 Mk. erhalten haben Auch dieser Dries ging, nachdem ihn die Spar­kasse Rodheim nach Angabe ihres Rendanten voll beliehen hatte, an die Girozentrale nach Frankfurt a. M., di« nunmehr von dem Zeugen einen Detrag von 6500 Mk. fordert.

Ein totiterer Fall konnte noch nicht vollständig aufgeklärt werden, da der Zeuge die erforder­lichen Unterlagen nicht mttgebracht hatte. Dem Zeugen wurde daher aufgegeben, diese Delege in der morgigen Sitzung vorzulegen.

^effedaae.