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Die neuen puffernden der Reichsbahn.

Von ^eichsbohnoberroi Or.Zng. Schmindefer.

Mit dem morgigen Tage tritt bei ter Reichsbahn eine Neuerung von weittragender Bedeutung in Kraft, die in aller Stille vollendet worden ist und die Sicherheit des Reisens in ungeahntem Motze erhöhen wird die neuen P u f f er­wäg e n. von denen jeder Zug von morgen ab -Wei mitführt, einen vor ter Lokomotive und einen am Ende des Zuges.

Bei Den Zusammenstößen, die sich bisher er­eignet haben, aber auch beim Ausfahren eines Zuges auf einen andern von hinten, ferner bei zahlreichen Entgleisungen hat es sich gezeigt, daß der Stoß in den meisten Fällen von etwa einer Wagenlänge ausgenommen und abgefangen wird, intern sich beispielsweise zwei Wagen ineinander- schieben oder aufeinandertürmen. Las betraf irgendwelche Wagen im Zuge, die diesem 3netn* unterschieben eben zufällig den geringsten Wider­stand entgegensetzten. während die anderen Wagen verhältnismäßig heil blieben. Schlimm war es aber, daß eben die ineinandergeschobenen Wagen mit Menschen beseht waren, die dann schwer ver­letzt oder gar getötet wurden.

51m nun daS Zusammenschieten beliebiger Wagen zu verhüten, führt man künftig die neuen Puffen wagen mit. Diese Wagen, die äußerlich aussehen wie Tankwagen, sind besonders zum Zusammen­schieben eingerichtet und nehmen dabei keinen Schaden. Sie bergen in ihrem Innern eine Dämp­fungsvorrichtung. die die Wucht des Zusammen' stotzeS verzehrt, so daß schwere Folgen für die Züge so gut wie ausgeschlossen find. Da an jedem Zug ein solcher Wagen vorn und einer hinten ist. so wirken immer zwei Sßuffertoager. stohdämpfend zusammen, also z. B. bei einem Zusammenstoß die beiden vor den Lokomotiven der betroffenen Züge.

Um das Vertrauen in die Vorrichtung auch bei der Gießener Einwohnerschaft zu er­höhen. wird die Reichsbahn morgen mittag um 12 Uhr vor unserem Bahnhof auf ter Strecke nach Lollar zu. in ter Röhe bei* Straßenüberfüh- rungsbrücke im Zuge ter Wihmarer Straße (Beim Rodberg) zwei mit Pufferwagen aus- aestattete Züge aufeinanderfahren lassen. Cs bietet sich somit unfern Lesern Gelegenheit, dieses großartige Schauspiel mitanzusehen. Sie werden sich überzeugen, daß Die Züge unversehrt bleiben.

Obecheffen.

Landkreis Gießen.

! Heuchelheim. 31. März. Der Bau einer Wasserleitung hat unserer Gemeinde schon viel Kopfzerbrechen bereitet. Man unternahm Bohrvcrsuche. man ließ einen Wünschelruten­gänger kommen, olle« vergeblich. Man fand nicht genügend Wasser. Run kommt in allerletzter Stunde eine frohe Aachricht. Einige unverdrossene Gemeindemitglieter haben an ter Heuchel- Heimer Mühle, wo einst daS kleine Müller- Körnchen sein klares Quellwasser in den Bieber­bach ergoß, weiter geschürft und sind dabei auf einige sehr starke Wasseratem gestoßen. Rach fachmännischer Messung ergeben diese Quellen eine solche Menge Wasser, datz es nicht nur für Heuchelheim reicht, sondern es bleibt noch ein Ueberfchich, ter unter Umständen an andere Ge­meinden (Klein-Linden?) abgegeben werden kann. Diese Rachricht kommt um so überraschender, weil niemand eigentlich wußte, daß an dieser Quelle gegraben wurde. Die Fassung der Quelle soll nun am morgigen Tage, nachmittags 2 Uhr, in feierlicher Weise stattfinten. Den Vereinen ging schon der Aufstellungsplan für die Feier KU. Im Anschluß an die Festrede wird sich ein Zug durch das geschmückte Dorf bewegen, unter Vor antritt einer Musikkapelle. Am Abend folgt dann ein Fackelzug. Hoffen wir, daß ter Wettergott lein finsteres Gesicht macht und daß das Wasserfest wenigstens von ober her trocken ist.

o Großen-Linden, 31. März. Zur Ueberleitung aus ter Volksschule in die Be­rn s s s ch u l e mit weiterem dreijährigen Pflicht­besuch kamen mit Schluß dieses Schuljahres 16 Knaben und 19 Mädchen. Aus diesem An­laß fand eine Schulfeier im Klassensaal statt, an ter Eltern. Mitglieder des Schulvorstandes und Lehrer teilnahmen. Rach einem einleitenden Choral kamen Psalmen und hervorragende bib­lische Texte, sowie eine Anzahl Gedichte ter neueren Literatur zu ausdrucksvollem Vortrag. Der Klassenlehrer Rektor Bach gab mit feinen Schülern einen Einblick in Die unterrichtliche Behandlung ter Raturlehre, wobei die Schall- schwingungen elastischer Körper und ihre Ab­wandlungen beim Hörvorgang zu übersichtlicher Darstellung gebracht wurden. In feiner An­sprache faßte ter Schulleiter die seitherige unter-- richlliche und erziehliche Arbeit an den Kin-- tern in kurzen, eindringlichen Worten zusammen und betonte, daß auch die Schule noch eine Strecke weit ihnen zur Seite bleibe. Mit Be­ginn des neuen Schuljahres werden 15 Knaben und 26 Mädchen in die Elemen­tarklasse zur Einschulung kommen.

- -o* Großen-Linden. 30. März. Utter ten Stand der Feldfrüchte in unserer Gemarkung kann im allgemeinen gesagt werten, daß der Roggen nnb 6er Weizen ten Winter gut überstanden haben. Rur in ganz geringem Umfange sind auf manchen Aeckern Auswin­terungsschäden sestzustellen, und zwar haupt­sächlich auf solchen Aeckern. wo Klee als Vor­frucht war. Diese Erscheinungen nehmen aber nicht einen solchen Umfang an. daß von einer, wesentlich ungünstigen Gestaltung des Saaten- stantes die Rede sein könnte. Die Ausstellung der Sommersaaten ist bereits beendet, zum letztenmalc auf ten jetzigen Grundstücken, da nach ter noch im vollen Gange befindlichen Zusammenlegung ter Grundstücke in hiesiger Ge­markung die Uebergabe ter künftigen Grundstücke 'wch in diesem Herbst erfolgen soll. Im Zu­sammenhang mit ter wirtschaftlichen Zusammen­legung ter Grundstücke läßt unsere Gemeinde im westlichen Gemarkungsteile größere B a ch - regulierungen vornehmen, bei denen es sich bet dem Kleebach um Gradlegungen des Dacb- betkeS und bei dem westlicher gelegenen Mühl­graben um die Herstellung eines ganz neuen Flußbettes handelt. Die hierbei überschüssigen Erdmassen werden mittels einer Feldbahn an ten Kleebach geschafft und dort zur Auffüllung ter unebenen Stellen verwandt.

: Aus dem DussckerTal.A). März. Zu den landwirtschaftlichen Arbeiten läßt sich das Frühjahr ausgezeichnet an. Die Aussaat ist in unserem Tal beendet. Der Boden war gut ausgetrocknet und auch gut durchgefroren und ließ sich schön bearbeiten. Durch die lange anhaltende trockene Witterung machten auch die naß gelegenen Aecker bei der Bestellung keine Schwierigkeiten. Die Winterfrucht kommt gut vorwärts, auch der Klee fängt zu treiben an.

rt Lich. 31. März. Die Woche vor dem Palm­sonntag hat für untere Stadt immer ihre be­sondere Bedeutung, weil in ihr die Winter- arbeit der Kirchengemeinde ihren feier» lichen Abschluß findet. 3m Mädchenkranz, ter regelmäßig unter ter Leitung des Pfarrers im Gemeintesaal zu gemeinsamer Handarbeit. Ge­sang. Lektüre und Spiel zusarnmenkam und alle Monat auch besondere Bibelbesprechungen für die weibliche Jugend hielt, tourte bei Kaffee und Kuchen die Frühlings- unb Schlutzfeier ge­halten. Die gesammelten Liebesgaben im Betrage von 17 Mk. wurden für die Anstalt Bethel bei Bielefeld bestimmt. In ähnlicher Weise, wie der Mädchenkranz versammeln sich im Winter von Rovember an in beiden Pfarrhäusern die Frauenlränze und veranstalten ebenso am letzten Abend eine Schluhfeier mit Kaffee und Kuchen. Der Frauenkranz im neuen Pfarrhaus wurde nach Wegzug des nach Gießen versetzten Pfarrers Lenz im fürstlichen Schloß unter Leitung von Frau Hofgärtner Junker gehalten. Rach einer alten, schon seit Jahrzehnten bestehenden Sitte wurden die im Laufe des Winters gesammelten Liebesopfer für das syrische Waisenhaus in Jerusalem verwandt, das in unserer Stadt viele Freunde und Helfer hat. Die Gaben der Frauen­kränze, betrugen über 200 Mark.

ri. Nieder-Besfingen, 30. Marz. Gestern wurde hier der aus dem nahen Ober-Bessingen ge­bürtige Heinrich Rinker, ein Kriegsveteran aus dem Jahre 1870, z u Grabe getragen. Die Krie­gervereine Ober-Bessingen und Rieder-Bessingen gaben ihm da? feierliche Geleit, der Ober-Bessinger Verein erwies ihm die militärischen Ehren. Jetzt haben wir in unserem Ort nur noch einen Kriegs­teilnehmer aus dem Jahre 1870, den Forstwart i. R. Blei.

& eis Friedberg.

Friedberg, 30. März. Die geschcchtlich- volkskundliche Abteilung ter heimatkund­lichen Arbeitsgemeinschaft des Kreises Friedberg hielt unter dem Vorsitz von Professor Dr. Blecher dieser Tage eine Sitzung ab. Galten die seitherigen Beratungen mehr den vorbereitenden allgemeinen Fragen ter Heimatforschung, so konnte di« jetzige Tagung erstmalig an einem Einzelbeispiel in die Kleinarbeit einführen. Lehrer M e s f e r s ch m i b t sprach über das Thema:Aus ter heimatkund­lichen Arbeit von Rettenberg en". Der Redner zeigte sehr schon, wie Flurbücher. Gemeinderech­nungen und Zinsregister. ferner bte KirHen'- chroniken für die Ortsgeschichte ausgewertei wer­ten können, besonders nach der ttrlturgeschicht- lichen Seite hin. Urkuntenpausen, die ter Redner angefertigt hat und auch im ilnterridjt verwen­det, erläuterten die Ausführungen. Lehrer» Wald (Dad-Rauheim) sprach kurz über ein Eircularbuch ter Dorheirn-Rauheimer Leh- rerkonserenz aus ter Zeit vor 100 Jahren, das sich im Dad-Rauheimer Pfarrarchiv befindet und außer größeren pädagogischen Arbeiten, die heute noch ter Beachtung wert sind, auch wich­tige heimatkundliche Beiträge enthält, u. a. eine topographische Beschreibung ter ehemals ha- ncmischenOrte des Amtes Dorheim (Schwal­heim. Rödgen, Rauheim, Dorheim). 3n Vor­bereitung hat Pros. Dr. Blecher eine Vor­geschichte des Kreises Friedberg für den Schulgebrauch. Das hiesige Museum wurde gestern von einem ungarischen Architek­ten und Archäologen, der zur Zeit deutsche Museen und Sammlungen studiert, einer ein­gehenden Besichtigung unterzogen.

Kreis Schotte».

Laubach, 30. März. Dem soeben erschie­nenen Bericht der hiesigen Realschule (Studiendirektor Dr. Hainer) über das S ch u l - jahr 1927/28, das morgen zu Ente geht, entnehmen wir, daß die Gesamtzahl des Schülerbestautes sich auf 81 belief, darunter 27 Schülerinnen. Hiervon waren 34 auswärtige, aus nichthefsifchen Orten 4. Mit dem Zeugnis der Reise für Obersekunda verliehen die Anstalt zu Ostern 18 Schüler und 6 Schü­lerinnen. An ter Realschule wirken außer dem Direktor 4 Stuöienräte, ein Oberreallehrer, ein Religionslehrer, eine Handarbeitslehrerin und eine Turnlehrerin. Eine wohlgelungene öffent­liche Schluhfeier fand unter dem Titel Moritz von Schwind, ein Märchenabend" am 24. März statt. Die Vereinigung ehemaliger Lehrer und Schüler des Gymnasiums Frideri­cianum, die jetzt 580 Mitglieder zählt und alle zwei Jahre eine Zusammenkunft an tem alten Schulort veranstaltet, war auch in diesem Jahr sehr gut besucht. Sie fand statt am 20. und 21. August 1927 und wurde durch zwei Vorträge eröffnet (Dr. L i st m a n n ,Die Ziele der hu­manistischen Bildung" und Pf. V o lp , ..Wozu verpflichtet ter Besuch des Gymnasiums Frideri­cianum?"). Auherdem fanden ein Festkommers, eine Gedenkfeier für die gefallenen Kameraden und gemeinschaftlicher Kirchgang statt Die Schule bot verschiedene Lichtbiltervorträgc und Lehr- filmvorfuhrungen. Einen weiten Daum nah­men auch Turnen. Sport und Wan­derungen ein. Festlich beging man ten Landesjugendtag. Der Tagesausflug wurde mit einem Besuche ter internationalen Ausstellung in FrankfurtMusik im Leben der 'Völker" ver­bunden. Zum erstenmal beteiligte sich die Real­schule^ mit einer Mannschaft an ten Schlagball- toettfämpicn der höheren Schulen Hessens. Die Laubacher Schlagballmannschaft errang die P r o- vinzmei st er schäft ter Richtvollanstalten von Oberhessen: im Endkampf um die Meister­schaft von Hessen muhte sie allerdings den Sieg der Handelsrealschule Mainz üterlaffen. Der Gesundheitszustand von Lehrern imö Schülern war befriedigend. Eine Reihe von wert­vollen Stiftungen tourte ter Schule überwiesen, darunter eine ansehnliche Schmetterlingscunmlüng aus dem Rachlah von Frau Major v. Bigny. Dem Unterstützunassonds der Real­schule wurden von oer Stadt Laubach und mehreren Privaten namhafte Beiträge über­wiesen, so daß in Rotfällen Schulgelterleichte­rungen eintreten konnten. Das neue Schul­jahr beginnt Montag. 23. April, mit ter Aufnahme der eintretenden Schüler. Sine be­herzigenswerte Warnung erläßt die

Rätsel-Ecke.

Kreuzworträtsel

Von links nach rechts.

3. Landbezirk: 7. Senkblei: 9. Geiangslaui; 11. Stadt in Belgien: 12. Liederkomponist, 13. männ­licher türkischer Personenname; 14. Stadt in der Niederlausitz; 16. überirdisches Wesen; 18. Frucht, 19. Nebenfluß der Donau; 22. Fußabdruck: 26 Teil des Weinstocks; 27. Verpackungsgewicht; 28. Sumpfpflanze; 29. Stadt in Algerien: 30. altes Längenmaß: 31. Haustier.

Von oben noch unten:

1. römischer Staatsmann; 2. Stadt an der Havel (Mark); 3. kleines Raubtier; 4. Hafenmauer; 5. Beleuchtungsmittel; 6. Zeitmesser: 8. Fluß in Sibirien; 9. Zeitabschnitt; 10. afrikanischer Strom; 15. anderes Wort für Vereinbarung; 17. trojani­scher Held: 19. falsche Fährte; 20. dicker Strick: 21. biblische Person; 23. Börsenausdruck; 24. Metall; 25. andere Bezeichnung für Kante.

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im

Fehlaufgabe

Unter Hinzufügung der Silbe Je" als zweiter in jedem Worte fallei aus nachfolgenden 26 Silben 13 Wörter gebildet werden. Sind diese richtig ge­funden, ergeben sie in ihren Anfangsbuchstaben in bestimmter Folge eine Volkssitte.

a ar buch ca chas da et fall grim ho i tl ?on kow l- na nach nik pa pot quenz re fait walk weis wind

WorLbaurätsel.

Die Silben:

gra he na ran te find entweder ein- oder zweimal in obige Figur einzustellen. damit sie, senkrecht wie wagerecht, drei Wörter mit folgender Bedeutung ergeben: 1. Ge^ schoß; 2. Nebenfluß des Rheins; 3. Stadt in Per- fien; Das mittelste Feld muß frei bleiben.

Rätsel.

Es wohnen zwei in einem Haus, Die quälen sich jabrein, jahraus. Man kann sie durch das Fenster sehn; Die Arbeit scheint nicht schnell zu gehn. Doch wenn man denkt, wie mit der Zeit Ein Tagwerk sich ans andere reiht, Und hat es endlich recht erwogen, Ist manches schon dahingefwgsn.

AnslassungSaufgabe.

Aus ten nachfolgenden zehn Wörtern:

Polka Graus Traufe Pfanne Krater Heinz Meier Stand Hulda Glaube soll durch Auslassung je eines Buchstabens ein neues Wart gebildet werten, während die aus- gefloßenen Buchstaben, aneinanLergereiht, einen christlichen Gedenktag ergeben.

Telegrammrätsel.

---. weiblicher Personenname;

.---. Gewebe;

.------ französische Kolonie:

...------Stadt in ter Provinz Sachsen;

---...---Beamter.

Punkto und Striche stehen an Stelle von Buch­staben. Hat man die bezeichneten Wörter richtig eje-- funten, und die auf die Punkte entfallenden Buch­staben aireinarttergereif)L jo ergeben diese einen christlichen Erinnerungstag.

Auflösungen

BQaaaAHDI9BQ

SIP JE

BBQ QBÖ

Kreuzworträtsel.

ok Jßk

DE

EM

Zufammeugeslelltes Fahrscheinheft.

Zittau, Zwickau, Markneukirchen, Schneeberg. Blauen, Oetsnitz, Reichenbach, Treuen, Franken- berg, Meerane, Stollbera, Tharandt.

Zum Sportfest.

Zikatencälfel.

Nur in ter eigenen Kraft ruht das SchicksÄ jeder Nation.

Openrrätsel.

Orpheus in ter Unterwelt Barbier von Sevilla Euryanche Rienzi Othello Norma.

Oberon.

Dreisilbige Scharade.

Spitzbube.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redaktlonstifch.

Das Sätzchen.

Die kleine Marie war krank und sollte sich einer Operation unterziehen. Vor ter Rarkofe versprach ihr die Mutter, daß sie, wenn sic recht brav und tapser sei. ein kleines Kätzchen beiäme, das sie sich schon längst gewünscht. ,Dav schönste und niedlichste, das zu haben fei

Als das Kind aus ter Rarbose erwachte, hörte die Krankenschwester, als sie sich herabbeugie, die Kleine sagen:Ach Gott, wie schwer ist das ein Kätzchen zu kriegen!"

3m Zeichen ter Verjüngung.

Velin Professor ter Drüsologie meldet sich der Senior einer Firma, ter die Sache an sich auSprvbieren will: ,Aber, bitte, Herr Pro­fessor, lein radikaler Eingriff, ich möchte nur um 12 bis 15 Jahre junger werten".

^Dloß so n bißchen? Das tfl bei meiner Be­handlung total ausgeschlossen. Wenn Sie beute bei mir anfangen, fahren Sie schon übermorgen zum halben Fahrpreis auf ter Elek­trischen". (Lust. Dl.)

Direktion am Schlüsse des Berichtes. Sie warnt entschieden vor übereiltem Austritt vor erfolg­reichem Besuche ter Untersekunda, da die mit unfertiger Schulbildung Entlassenen später zu vielen Berufen keinen Zuttitt erhalten.

Laubach, 30. März. Gestern fand auf tem DamSterg die letzte Brennholzver- ft e i g e r u n g aus ten Gemein dewal- dunHen statt. Die Preise waren ganz un­gewöhnlich hoch, so hoch, wie im ganzen Win­ter nicht. Der Raummeter Buchenscheit kam durch­schnittlich auf 1516 Mk.. Buchen knüppel auf H12 Mk., Duchenreisig, 4 Raummeter, cuf 34 Mk. Die hohen Preise werden dadurch verursacht, daß zu viel Buchenholz als Ruh- Holz verwandt wird, für Schwellen usw.. so daß Wenig als Brennholz übrig bleibt. Der Schnepfen strich ist hier in diesem Jahre sehr schlecht. Es find bis jetzt in dm hiesigen Waldungen nur 67 Stück zur Strecke ge­bracht worden. Die Ursache dieses Rückgangs ter Schnepfen liegt in dem unbeschränkten Vogel? mord der 3talieuer. Letzten Sonntag fand in der Stadtkirche Lurch Dekan Volp die Prü­fung der diesjährigen Konfirman­den statt. Es find 11 Knaben und 9 Mädchen. Hiervon besuchen 4 Knaben und 2 Mädchen die Realschule.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

-6* Groß-Rechtenbach, 30. März. Wäh­rend im vorigen Jahre die Bautätigkeit in unserem Orte nur geringe Resultate brachte, hat sie in diesem Jahre rege eingesetzt. Am Ort&iuägange nach Lützellinden ist mit tem Bau von zwei Wohnhäusern begonnen, auch dürften durch Vornahme von sonstigen Bauarbeiten im Laufe dieses Jahres für Beschäftigung ter hie­sigen Bauarbeiter gesorgt fein. 3n diesem 3ahre tourten hier 18 Kinder aus der Schule entlassen, und zwar 10 Knaben und 8 Mädchen. Zu Ostern werten 18 Kinder in die Schule ausgenommen

D Ulkreis.

Herborn, 30. März. Auf dem gestern ab-- gehaltenen Markt waren aufgetrieben: 100 Stück Rindvieh unb 220 Schweine. Es wurden bezahll für Kühe unb Rinder 1. Qualität 108 bis 112 Mark, 2. Qualität 84 bis 88 Mark pro 50 Kilogramm Schlachtaewicht. Auf tem Schweinemarkt kosteten Ferkel 18 bis 22 Mark, Läufer 50 bis 70 Mark bas Paar.

Aus dem AmSsverlündigungS-Latt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 2 3 vom 30. März enthält: Bekämpfung der Tu­berkulose. Das öffentliche Anschlägen von Druck­schriften. Den Schutz der Jnheitener Wasser- quellen. Besuch des Lanbesmufeums.

Epielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 1. April, von 19.30 bis nach 22,30 Uhr: Der Zigeunerbaron. Mon­tag, 2 von 19,30 bis gegen 22,30 Uhr: Cosi tan tutte. Dienstag, 3., von 19,30 bis 22,30 Uhr: Othello. Mittwoch, 4., von 19,30 bis gegen 22 Uhr: Tosca. Donnerstag, 5., von 19,30 bis 22 Uhr: Der Waffenschmied. Freitag, 6., von 17 bis gegen 22 Uhr: Parsifal. Saurstag, 7., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Der Zigemier- baron. Sonntag, 8., von 17 bis gegen 2z Uhr: Parsifal. Montag, 9.. von 19 brs 22,30 Uhr: Carmen. Schauspielhaus. Sonntag, 1. April, von 11,30 Uhr: Prüfung erwerbsloser Künstler: von 15,30 bis 17,45 uA: Im weihen Röhl: von 20 bis nach 22 Uhr: Mar der Promi­nente. Wontag, 2., von 20 bis 23 Uhr: Reid- Hardt von ©neifeiou. Dienstag, 3.. von 20 bis 22 Uhr: Ein Volksfeind. Mittwoch, 4.. von 20 bis 23 Uhr: Reidhardt von ©netfenau. Don­nerstag. 5., von 20 bis 23 Uhr: Reidhardt von Gneisenau. Freitag, 6.: Geschlossen. Samstag, 7.» von 20 bis 22 Uhr: Stimm. Sonntag, 8., von 19,30 bis 22,30 Uhr: Reidhardt von Gnei­senau. Montag, 8.. von 15,30 bis 18 Uhr: Alt-Frankfurt; von 20 KiS nach 22 Uhr: War ter

Prominente.