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Aus der Provinziashauptstadt

Gießen. ben 29. Sesttemb.tt 1928.

Oer Perpen-ikel.

Dec meinem Lchreibttf- (lebt eine grofce etaebubr. 3n chrem OebSufe beftKflt fub der PerpenbUrl. Hin und {per Chamer wieder: Hm und her. Unermüdlich, fotonge btt Ge­wichte an dem Werke ziihen 2üif dunkle» Grunde b-bcrx sie sich mit metallenem ab. Unbeweglich scheinen die ®etrii>te. harr, lkblos. Wenn aber der ^erpenbtfel rin Ctürf geschwungen h^t. sind sie doch tiefer ari aaleu wie freundltche. treue Gefährten bei der Ar­beit sind mir b« beet, der Perpendikel und btt beiden Gewichte IBa* Immer an meinem Lchrribttsch enthebt He sehen mir zu. Zu man- d-.m lieben 'Brief hzt die Hind die «yrbet ge- suhrt. und der unermüdlichc Pcr?.ndi.'«l hat dc-u aeschwungen. 3n gleichem Tafte schwang er. oh ich liebevolle Worte auf* Papier wart, ober Worte de* Lrotze- und der »rbtherung. 1U» ich einsam in meiner Wvh.iung sah und ^~xtr bet Sehnsucht fand an die entfernte ®e« täb-lin meinen Leben*, liebe Worte an mein Kind, schwang et genau so gleichmütig wie damals, al* ich die TraurrxTlünbunj »ur den freund versaht, beffen Tod eine x3abc*ebnte be :eb;nbz .^r<und'cha|t »errth. Zu ten Arbeiten h i rr herübergesehen, die mir 3<eube bereiteten. Und er hat ebenso glrichmäßig geschwungen, al* ich grübelnd über schweren Problemen sah und mir vergeblich in Büchern Hat holen wollte. Als mich schwere Sorgen nieberbrüdten. blickte et gleichgültig b?rübcr, und er änderte leinen Schlag nicht, alS ich in zärtlichen Briefe'.i der ersten Liebe kramte. Unb jeder Schlag, den er schlug, brachte mich eine Sekunde nahet dem Grad. . .

3ch sitze unb flnne und grüble 3eber Schlag ist etwas Verlorene*. Jeder bedeute: eine Se­kunde. die hlnobsällt ins Ungew.sle der Zeit, die aus Unendlichkeiten kommt unb in Unenblkbf itr.i ttömt. Bur ich. wir Menschen, wie wir sind, gehören der Endlichkeit, bet Minute, der Se­kunde. 3eber Pendelschlag nimmt uns riwas. gibt uns etwas. Aber nicht eine ber sinkenden Sekunden fällt zurück. Unaufhaltsam strömen sie weiter Zwecklos bet Aus V.rweile! Zwe^^.o* auch die Bitte: Beeile dich! Keine geht fcbneUeren Sang. Aur unser törichtes Herz tut schneileren Schlag in Wunsch und Begierde, oder stockt ein­mal in Sorge und Entsetzen

DaS Glas wirst mein Bild zurück. AH bin ich geworden. Furchen Hai das ßebin gezeichnet. Unb au all dem hat brr Pendelfchlag gleichmäßig feinen Takt gegeben viele 3ahre lang, unl'cruhn und unbekümmert. Hab die Hämmer haben die Stunde geschlaaen. die verronnene. Bur ein klein wenig haben Me Gewichte dabei gezittect, als sie lief er sanken 3ch aber hab? dessen disiier kaum geachtet. Forlgestürmt bin ich durchs Leden, wie u>tr alle dahinstürmeu. von Freude zu Leid, von Hoffnung zu (Bnttäufcbunq.

Unb ar wird weiterschwingen. der Perpendikel, wenn auch ich die Augen schließe sür immer. Auch mrtn Fortgehen wird ihn nicht beirren in seinem Gang Wie ja alles weitergehl, mit uns und ohne uns. Kaum daß eine Lücke entsteht, wenn wir au* der Beide treten. Sin anderer wird nach mir die Gewichte Hochziehen, und da* Pendel wird weit erschwingen: Hin unb her. Gin AichtS sind Wir im Angesichte ber erhabenen Göttin Zeit Ihre kleinen. armseligen Diener Und doch ist sie auch unser Werkzeug. Wie wir sie nützen, da* aber gibt uns den Wert. S-r.

& Usenet Nochenmarktpreise.

Gs kosteten auf dem heutigen Dochenmartt: Butter Pfund 2.10 bis 2.20; Matte 30 bis 35; Käse 60 bis 1.40; Wirsing 15 bi* 20; Weißkraut 12 bis 15; Aottraut 18 bi* 25. gelbe Rüben 10 bis 15; rote Rüden 10 bi* 15; Spinat 30 bis 40; Aömischkohl 10 bis 15; Bobern (grüne) 30 bi* 35; Bohnen (gelbe) 35 bi* 40; Unter-Kohlrabi 8 bi* 10: Feldsalat 1.00; Tomaten 20 bis 25; Zw.edeln 12 bis 15; Meerrettich 40 bi* 50; Kür­bis 9 bi* 10; Mariofftin 5 bi* 6; ZallLpfel 8 bi* 10; Aepsei 20 di* 30; Birnen 15 bi* 25; Brom»

beeren S0- Greife Beeren SO: Fwetschen 12 bis 15; junge Hühn« 1.00 bt* 1.10; Suppenhühner 1.00 bis 1». Gier Stück 15 bi* 16. B!umenkohi 30 bt* 1.30; Salat 15 bi* 25; Salatgurken 20 bi* 50; Gi*machgurken 2 bis 4; Endivien 10 bi* 30; Obep-Äoblrab» 5 b.S 15; Lauch 10 bis 15; Aettich 10 fn* 20. Sellerie 20 bis 50; Aadieschcn Bund 10 fn* 15.

Pros. Or. Meberger.

Professor Dr Älebetfltt wurde mit Wir­kung vom 1. 3ull zum etatsmätztgen Pro- fesfor und Direktor de* agrikultur- chemischen Instituts ber Landesuni- v e r f t t ä t ernannt. Als Sohn einer alt ein- gesessenen hessischen ®nmbbe<t*et1amilie ist er einer der veingen hessischen Landesföhne 'm Dienste der Ludoviriana.

Aach langjährigen Studien im 3n- unb Aus­lande die ihn u.0. nach Hohenheim. München. 3ena. Bonn. Berlin und Gießen führten, habili­tierte er sich in Sietzen. um bann vorübergehend im Auslandd.enft tätig zu fein. Der Krieg führte ihn als Sochoerständigen auf dem Gebiete des Ernährung*- und Aohstofswesen* In verschiedene Tätigkeit*, unb Benvaltungsgeb-ete. au» denen er sich stets durch seinen praktischen Blick und sein Organllationsgeschick auszeichnete. Um seinen -Heimatstaat und lebte Heimotprvvinz hat er »ich durch seine Tätigkeit bei den Lebensmittclverlor- gungsstellen unb den Dreisprüfung*steilen bi Der Ärieg*» und Aachknegszeit besondere Ber- dienfte erworben.

Seinen Bemühungen ist es zu danken, dah es im Lause der Aachlriegszeit endlich gelang, da* von ihm geschaffene agrikulturchemische Labora­torium der LaudesuniversitSt als Lehr- und Forschungsinstitut in die Reihe ber übrigen CJnHitutc ber Landesuniversitat ausgenommen zu sehen, und feine jetzige Ernennung zum Direktor diese* 3nftitut* muh als wohlverdiente Aner­kennung seiner unermüdlichen, jahrelangen, selbst­losen Arbeiten gelten.

Wissenschaftlich gehört er als Schuler von Sorleth, Änorr, Pfeif s er und Wohltmann der biologisch-chemischen Bichtung an, der auch sein Hauptwer!, da* vierhändig' H-ndbuch ber vff an- zenernä r ng - und Düngerlehre, gew dmei ist.

Möge es gelingen. d.< . ..v-tlc Mitarbeit dickes in den .^reifen der Prapis ebenso trie in den Kreisen der Wissenschaft geschützten Gelehrten der Landesimioersität unb dem Landwirtschaft­lichen 3nftitut noch recht lange zu erhalten.

Taten für Lonntap, 30. Leptember.

Sonntnaufgang 555 Uhr; Sonnenuntergang 17 41 Uhr Mondausgang 1823 Uhr; Mond- untergang 6.25 Uhr.

1857: der Dichter Hermann Sudermann in Matzicken geboren: 1856 der Maler Gustav Äampmann in Boppard geboren; 1863: der '♦Tbmlrnl Neinhold Scheer in Obernkirchen lNesjen Nassau) geboren.

Taten für Montag, tzcu 1. Cftubcr

Sonnenaufgang 6 Uhr; Sonnenuntergang 17.38 Uhr. Mondaufgnng 18.43 Uhr; Monduni,rgang 8.12 Uhr.

1386: Gründung der Universität Heidelberg; 1826: der Maler K. o. Piloto in München gebaren (gestorben 1886);_ 1845: ber Maler und Zeich­ner Adolf Oberländer in Regensburg geboren (ge­storben 192.3); 1870: Eröffnung des Reich;. Gerichts in Leipzig.

Pornotizen.

Lageskalender für Samstag Licht­spielhaus. Bahnhofstraße: .Fünf bange Tage". Astoria-Licktspicle: .Schuldig .

Tageskalender für Sonntag. 'Bauer- scher Gesangverein. Familienausllug mit Tanz nach der Karlsruhe Beginn 4 Uhr nachmittags. M. T. B. Q3erein*u>cttumcn, 8 Uhr vor­mittags Turnhalle Oberrealschule. - B. f B Bereinsmeisterschasten. vormittags 9 Uhr. Walb- fpvrtplatz. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: -Fünf bange Tage'. Astoria-Lichtspiele: .Schuldig'

Stadttheater Gieh en. Tie Gröff- nungsaufführung mit K abunds .Kirschblütin eft" findet am 2. Oktober statt. Die Gedenkworte spricht

der Xegifeur bt* Stücke*. Hans Zeitwert

StcBortraa** Bereinigung br.ngt - wie noch einmal erwähnt M am Montag zar (Jrfffnung ihre* die,; winterlichen BoetragePro­gramm* etnrx Lichtbi bervortrag bt» bekanntem veuEchen A'ienfrrfchcrs Dr. Wilhelm Fl Ich ne r. Der weltbekannte Gelehrte wirb über feine G? pebitien*erlefmiffe berichten. (Siehe heutige Anzeige.»

Da* Arbeiter-Kulturkartell Gießen veranstaltet am 14. Oktober, nachm 3 Uhr in ber Boltz»Halle das 2. Uolksk ordert. Sie 2k>rlTQfl*foige ist aus dem heutigen An» ttigenteil enichtlich. ebenso sind dort fc BTtt- U?<rfcnben angegeben Aus die Anzeige sei befon- ber* Hingewi eien

Neuerungen zu m Dintersahr- planabschnitt der Aeichsbahn. Ter für den Personenverkehr in deschrLnltem Umlange freigegebene Personen-Le erwagenzug 4366 Gießen Friedberg. Abfahrt in Gtesten um 7.43 Uhr. Ankunft in Friedberg um 8.26 Uhr, verkehrt auch vom 7. Oktober 1928 bt* 14. Wat 1929 werktags regelmäßig. Der Zug führt nur 3. Klasse unb hält nach Bedarf aut den Bchnhöfen Großen-Linden. Lang-Gons. Butzbach und Bob-71 au beim. Ab Friedberg ver­kehrt dieser Zug als fahrplanmäßiger Zug bis Bllbcf. 3n Biloel erreicht man den Anschlusizug von Heibrnb.rgin nach Fran iurt-Hauxt. ahnhof.

" Gießener Ferienkurse. Die äröff- nuna der Kurse fmoet am Montag. 1. Oktober. 10 Uhr in der Meinen Aula ber Universität (1. Stock) statt und ist für jedermann unentgelt­lich zugänglich. Aach der Begrüßung ber Xeil- nehmer werden die Herren Geh. Bat Prof Dr. Beh a g He l und Prof. Dr Dme l in ibre an- gekündigten Bor träge über ..Fremde Ginf lüste tn der deutschen Sprache" und ..Die Verfassung des Deutschen Aeiches" halten. Anmeldungen zur Teilnahme an den Ferienkursen werden Mondng in der Kleinen Aula noch enfgegengenrntmeiL

Militär - Dienftfubiläum. Um 1. Oktober kann der Leiter bto Musikkorps 1. Bati. Jns.-Regt. 15, Obermufikmeilter Löber. sein 40jähriges Militär-Dienstjubiläum begehen. Nach­dem der heutige QubUar vom 14 bi» 17. Leben», jahr die Musikschule in Frankfurt a. M. besucht hatte, trat er am 1. Oktober 18M beim Jns.-Negt. 120 ein. Während seiner Dienstzeit besuchte er vom 1. Oktober 1898 bis 1. August 1901 die Akademische Hochschule für Musik In Berlin, daraus wurde er zum Ttabshoboisten ernannt, im Februar 1909 jum Musikmeister befördert unb am 6 September 1909 zum 3ns -Negt. 116 in (Sichen versetzt. Am 7. August 1914 rückte er mit diesem Regiment ins Feld. 3m Kriege erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse unb die Hessische Tapferkeitsmedaille Au» dem Felde zurückgekehrt, war er ab 18 März 1019 bis zur Aufstellung des Reichsheere, beim Rw. Regt., bann beimJim SchuNenregt 22, ab 1. Januar 1921 ist er beim 1. (Hess.) (»renobler Ball. Ins Regt 15. Der Jubilar erfreut sich nicht nur bei feinen Vorgesetzten und Uameraben, Ion- dem auch in weiten Bevölkerungskreisen der Stadt Gießen und der Provinz Oberhessen, sowie der benachbarten preußischen Kreise großer Beliebtheit.

" Militärische Beförderung. Ober­fähnrich Knetsch wurde mit Wirkung vom 1. September zum Leutnant befördert.

Die Wertzuwachs st euer des Krei­ses Gießen. Der Hessifche Minister des 3nnern hat am 7. September die von dem Kreistag de* Kreises Gießen beschlösse« Kreis- satzung über dir Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachssteuer in den selbständigen Gemar­kungen des Kreises Gießen genehmigt. Die Kreis­satzung Hot (Bettung In allen Fällen, in denen der Absch' de* Beräußerung^geschäste- nach dem 2 0. August 1 928 erfolgt ist

*" Der nächste Pferdeniarkt tn Frankfurt a. W. findet am 1. Oktober statt. Wie man uns mitteilt. wird der 2lustrieb, nach den bisher vorliegenden Anmeldungen zu schlie­ßen, wieder sehr stark werden. Man beachte die heutige Anzeige.

Straßensperrungen. Boni Ober hessi­schen Automobil-Club O. B. (A. v. D), Gießen, werden uns folgende Straßensperrungen mitge-

will S tockhaMsen - Fkensungen lei 3u*e der Straße Mücke taube* für alle Fuhr» jeu*c an 2. und 3. Ohobcr von 7.30 Uhr dis IT Uhr Umleituna über K ein Sichen Linde n - struth-^Grünbera ün 3u*e der Straß, Sieben ,^u!ba für alle Fahrzeuge vom 1. dis U. Oktober. Umleitung übet Hattenrod Har-

* Aufgehobene Straßensperrung Btt Sperrung brr Straße Fnedberg Staden ah Abzweig nach Bruchenbrücken wird am 1. Ok­tober aufgjeboben.

** Die Museen sind am Sonntag 30. Sept., vormittag* von 11 bis 1 Uhr grbffne:.

- Born Botanischen Garten Soweit dao Wetter r* gthan«, wirb der Bosnische »arten noch bis zum 13. Oktober zu den üblichen Stunden geöffnet fein

- 25säbriges Gesch ä s t*jubikäum begeb! am 1. Oktober das Juwelen-. Gold- und Silberwavengefchäft Wilhelm Aeulch, Sei- terswea 77. D.e Gründung entfiel in N< Bahn- hvkstraße und bas Unternehmen wurh. zunächst als Utzren- und Goldwasenge'chäf. betrieben. 3m 3 ab re 1910 errichtete der Inhaber einen z«it- Semäßcn B«ubau im Seitersweg Gleichzeitig eilte er seinen Geschäftsbetrieb aus 3uwel«. Gold- und Silberwavcn feiiwit Stils um. 3n dieser Form ist bit Firma Aeusch tn weiten Käuferkrei'en besten* bekannt.

D i e n sti u b i l ä u m. Am heuttgen 'Lage begeht Fri. Maria Hermann von hier das 3ubiläum ihrer 23jährigen Tätigkeit bei ber Firma Modehaus Salomon in ber Schulftraße.

OubUartn hat an hem Aufstieg ber Firma wrientlichen Anteil. Durch ihr ireundiiche* Wesen hat fte sich auch die Funeigimg weiter Kreise be* Äunbenfretfe* erworben

"Aach Kassel berufen. Bieter Heer­mann ist al* Gesang'.ehrer an da* Kastelet Äon- kroatecium und BluiiHeminar berufen worden. Or tritt seine dortig« Stellung b/rrits Anfang Oktober an. Sein« Gießener Lehrtätigkeit er­leidet dadurch keinerlei Ginschräntung, sie wird, wie uns aus dem heutigen Anzeigenteil eriicht- lich ist, von ihm unb seiner .Frau Irmgard Heermann rn vollem Umfang« sortgeführt.

" Eine große Modenschau veranstaitet das Kaufhaus Avsenau am nächsten Dienstag nachmittags und abends, im Saal« des Casö Leib. Die Darbietung soll die neuesten Blode- schvpsunaen in umfassender Weife vor die Augen unserer Damenwelt bringen. Die heutige Anzrige sei ber besonderen Beachtung enipsohlen.

" Die i r ma Ludwig Stern eröffnete gestern ihr« neuen Geschäftsräume Die beiden Häu- frr Bahnhofstraße 2 unb 4 weich, brr Inhaber käuflich erworben hat, sind Im Erdgeschoß ^u einem modernen und großäugig angelegten Geschaftelokal umgebaut warben. Das Veutzerr des neu eröffne- len Kaufhauses In feiner 19 Meter langen Fron« zeigt vier große Schaufenfteranlaaen mit einem in der Mitte angelegten pastageäholichen Eingang. Vie llrchitrknir. In Verbindung mit den geschmackvollen Dekorationen der Schauscnfter, zeigt ein» Geschäft.- bausfront, welche unserer Stadt zur Zierde gereicht. Beacht,nswerl Ist die neu« Art der Fassadenbeieuch- tung. 3m Inneren wurde durch Drgnahmr aller Zwsichrnwande und der Wohnungitrepp», sowie durch Hinzunabme de» Hintergebäude», ein (B-- schSftslok.il gefchaffen, welche» In feiner Ausdeh­nung mit zu den gnifotrn in Gießen gehören wirb Dtrle große Raumfülle hat r» auch ermöglicht, di» verschiedenen Waren-Bcrkaussabteilungen in Narre unb für den Besucher leicht übrrfehdarer Weif« ein- zuteilen. So finden wir je eine Abteilung für Schnittwaren, Herren-, unb Damen-Mobearlikel, Dösche, Gardinen, Bettem Vamenkonfektton mit '/Inprobifrfablnen ufw, alle» in ber mobervsten Aufmachung Im hinteren Teil de» Gelchöfti- raumro find noch angeordnet ein großer Kontor- raum, Personalraum, Toiletten, sowie Trepoen- aufgang zu den Lagerräumen Die gesamten Um- bauarbfiten wurden nach Entwürfen und unter der Bauleitung des Architekten Schuhmacher au»gesührt Der Inhaber der Firma, Herr Ludwig Stern, führte bereits feit vielen Jahren sein Ge­schäft in einem der obengenannten ßauser. Es Ist anzuerkennen, daß er sich aus kleinsten Anfängen ui diesem großzügigen Unternehmenmporgrar- beitet hat

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am Samstag,

dem 24ANjovembeM928

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Sonntag, den 30 September 1928. nachm 2 Uhr. Abiahrcn ron der Wei len bürg Abend» ab 8 Uhr daselbst gemütliches Beisammensein mit radsportlichen Dar­bietungen. Freunde und Gönner stad herrlich eingeladen

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