Nr. 23'f Erster Blaff
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4*orbMrrifen6en ZbrufhjngiSlommiffUm für An- fang 1929 *u empfehlen. 3n sehr gut unterrich- Uten Streifen hat man nur sehr wenig 5HnUng auf eine Derstärtdigung mit tat ■Der einigt en Staaten und sieht bereit» jetzt die 1 Vertagung her Frage der v-rüstungsbeschrän-
Oie Sicherheit auf -er Reichsbahn
en
Ion nage bl, ju einem gewissen Prozentsatz mehr oo n dieser al, von jener Klasse von ftrieg»fd)lffcn ja bauen. Amerika erwarte jedoch die gleiche Rücksichtnahme für sich and bedauere, in dem oorllegenben engllfch-ftan,»fischen Znarinrabtommeo eine Alchlbeachln ng n |.
Die wertvoll ti'ch« Lage ist doch heute ls. bah die OSbrüfLungSfragc nicht mehr in Dens entschieden wird, dah vielmehr die 2Brüfhma dem Zentralproblem zwilchen beiden angelsächsischen Weltmächten geworden .st. Frankreich hat ja durch den
BeUrge*. ölefcfnrr gamilienblätta fertmal km Bild
Die Scholle
■oeats-Bejipprtti;
7 Reichsmark unb X Reich»ps«,«ty ftr Trägt» loh«, auch bei Richter- scheinen ei njd* er Tu non en infolge höherer Gewalt. Sernsprechanlchlüsse:
61. 64 und 112
Anschrift fttr Drahtna^ richten 8»zeiget Kietze,.
PeUdjeflonte;
treeffinae Blate I1CM.
»aler amerikanischer 3ulcref|cn und eine R ü <f (e h r ja m W r (I r u fl c n erblicken ju müssen.
Paris sieht -en Weg für Verhandlungen offen.
Darüber scheinen nun die beiden 8naft vor ihrer eigenen Courage zu bekommen. 3n Vari, da: man wohl nicht gerade ungern gesehen, wie die vorzeitige Enthüllung de, Aottenpakt» den «ngli- schen Parmer in der öffentlichen JReinung ämcri» fas heillos kompromittierte, unh gehofft, chn ba-
Die amerikanische Antwortnote lehnt das Flottenkompromiß ab.
Washingtons Unannehmbar.-Amerika fordert Beachtung feiner Interessen und ist zu neuen Abrüstungsverhandlungen bereit.
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ichrn sich habert. wohl aber gegen Auhl-nd sowohl wie gegen Amerika gemeinsame Zntere'sen verteidigen. Die Bereinigten Staaten würden li<$ allo bei einer eHerausnahme der Dasing- loner und Genfer 't'vrechungen über e.r.c Beschränkung der Geer: ;ungen einer geschloßenen Fron: Frankreichs und iJnglands gegenüber'ehen die im voraus in a..?n we'entüchen Punkten einig sind und inzwßchen alle Anstrengungen machen, auch Italien und 3a^an zu sich herüber- »uziehen. Amerika fühlt sich Koken. ist sich je- doch auch seiner bcnech^Hverten Lage bewußt mehr Dell) zu haben als die anderen, und im Wettrüsten aVo auch den Langtrm Atem, ötf droht daher erst einmal mit der riussichtslolen Durchführung setn-s ursprünglichen sehr umfang- reichen ZloUeiibauprogramms und erklär: ba» fran.zs'ilch-britische Kvmprom.ß als völlig ungeeignete Derhandungsbaß.» ab lehnen zu müssen.
Wund dc» Sozialisten Paul-Boncsur rundheraus erklärt, dah sein auf Grund der letzten Syeetti- reform geschaffener Düstungsstand die auherste Grenze des en barstellt, was ihm seine .nationale Sicherheit" an Lüstungsb:'chrätckuTtg erlaubt. Und eS hat sich Englands Zustimmung in dem berühmten F.'ottenpakt oer'ichert. der Eng- land wiederum Frankreichs Unterstützung zu<agt bei feinem Äatntf mit Amerika um' **c unbo
Berlin. 2S Eeot (WTB.) Das ..Berliner Tageblatt" veröffentlicht einen Auszug aus dem Bericht des Untersuchungsausschusses für die Reichs- bahn. Der Untcrfuchunasausfchuß verlanat <undd>ft
Jefjf werde dieser Vorschlag In neuer and noch unannehmbarerer Form wiederhol!. Dieser Vorschlag benachleilige Amerika und hebe den Grundsatz der Einschränkung des Laues von wichtigen siampsschlften vollkommen auf.
Dasselbe gelte von der vorgeschlagenen linier- scheidung zwischen 600-Ton?.en-T ouchbooten und Tauchbooten mit größerem Raumgehalt. UnterficLoote von 600 Tonnen seien sehr wirksame Kampf schisse. Sie seien mit den gleichen Torpedos au-gerüstet wie die größeren Tauch- boote und konnten mit fünfteiligen beschützen bestückt werden. Amerika wäre gern bereit, Tauchboote überhaupt ab zu schassens wenn sie jedoch beibehalten werden sollen, so sollte der Dau in vernünftigen Grenzen bleiben.
Die Qkräniaten Staaten würden sich glücklich schätzen, ihre Demühungen zur De chr änkung der Flotten rüstungen fortzusetzen, aber sie könnten sich nicht dazu verstehen. Dor chlägen zuzustimmen, die Tür und Tor für einen uneingeschränkten Dau gewisser Schlffstypen von hoh em Gesechts-
Srenzte Zahl von leichten Kreuzern und -iifs- schiften, die es zur Sicherung des sich über den ganzen Erdball dehnenden britischen Empire und seiner DerbindungZweae notwendig braucht. Denn auch die „CnFüllungen“ über angebliche franko-britische Geheimabkommen, mit denen die erstaunte Dell fast täglich überschüttet wird zum guten Teil der von lebhafter Phantasie' und Sen'ationshascherei unterstützten Rombina- tionsgabe ftndiger amerllani'cher. russischer oder rvmi'cher Journalisten ihren llr'Drung verdan- fen mögen, so steht es doch wcchl immerhin -wenftllos fest, daß die erneuerte ententc cor- diale, weit über da- Flottenkornprvmih hinaus- areifend. das gesamte Gebiet der Außenpolitik beider Dächte urnfaßt. die gegenwärtig weder m Europa noch in lieberer AeibungZslachen zwi-
Die Bbrüstungskomodie Ist auf der Herbsttagung de, Völkerbundes um einen in feiner krassen Ein- beutigteit besonders wirkungsvollen Akt bereichert worden. Keine noch so schönen Reden, die die Fried- ferttafeit der Welt preisen, den cheoretischen Willen zur Abrüstung In jedem zweiten Dort manlfeftie- reo, um bann schliesslich immer wieder bei den Schwierigkeiten zu landen, die diesem guten Willen in der Prasi» „heute noch" entgegenftehen, keine noch so wortreichen und schwungvollen Resolu honen, die mit heiligen (Eiben das feierliche Bekenntnis zum »ölkerbundsgedanken erneuern, aber um jede tatsächliche Bindung sich ängstlich Herumdrucken, können noch länger den Eindruck oer- wilchen, dost der Völkerbund vor seiner eigentlichen Ausaabe, nämlich durch die Einleitung einer Sera der ubrüftung den Frieden in der Welt zu stabill- fieren, kläglich kapituliert hat. Gewiß, die Hoffnungen, daß diesmal in Gens etwa» geschehen würde, um den Abrüftungsgedanken oorwartszustoßen' war angesichts ber weltpolitischen Konstellation, un- ter ber diese Dölkerbunbstagung stand, von vorn- herein äußerst gering. Immerhin hätte man erwarten dürfen, baß man sich wenigstens für Fest- l«gung eines Termins für die vorbereitende Sb- rüftungskommission — an die eigentliche Konferenz wogt schon niemand mehr zu denken — auf- gerafft hatte Richt» von alledem. Man war noch dem außergewöhnlich heftigen Meinungsstreit, den der entschiedene deutsche Antrag oeranlafjt hat, ge- nüfllam geworben und begnügte sich mit einer nichtssagenden, lahmen (Empfehlung an die Mächte, die unter ihrem Wortschwall das vollkommene Desaftre biefer Senser Verhandlungen nicht oer- bergen kann. Aber gerade wie in der Rheinland- frage, so hat auch über das Abrüstungsproblem diese Lolkerbundslagung wenigstens das eine ge- bracht: völlige «larhell darüber, wie die Dinge wirklich liegen. Vast nämlich der Völkerbund als |
gleichzeitig dadurch der Smdruck erweckt, aks ob Deutschland von feiner so scharf präzisierten und von dem Regierungschef p^fonlich so entschieden erhobenen Forderung zurückgetreten, zumindest jedoch vor dem Diderstand der Anderen zurückgewichen sei. Graf Dernsiorfs hat in ferner Schl uh rede wohl den deutschen Standpunkt auf» recht er halten und besonder- wirkungsvoll den von der Gegenseite geäußerten Dedantengang ad absurdum geführt, als ob das Ansehen des Völkerbundes durch eine zu schnell einberufene und deshalb ergebnislose Abrüstungskonferenz ge» schmälert werden könnte. .Für w.it größer halten wir die Gefahr." so sagte der Graf, »daß in der Dell der Gedanke entstehen könnte, al S ob der Böllerbund von seiner dringlichsten Aufgabe, >.e so cng mir der Erhaltung be< Friedens verftiüpft ist. untätig die Hände in den Schoß legt." Da- waren wcchi deutliche Dorre für die. die hören wollen, aber leider hat es sich der deutsche Delegierte versagt, vor aller Oeftentkichkeit der Katze Die Schelle umzuhängen, indem er einmal in die Hintergründe hineinleuchtete, bk diesmal die Genfer Abrüstungsdebatte vom ersten Augen- b.ick an so gut wie illusorisch «-nacht haben und die auch für die Zukunft so äußerst geringe Aussichten bieten.
wert of senließen und lediglich solche 'Typen einer Beschränkung unterwürfen, die den befonberm amerikanischen Dedürsrnsien ent- sprächen.
Cie amerikanische Regierung fühle, baß die Bestimmungen bet engllsch-französischen Abkommen», bie eine fo unbeschränkte Tonnage unb fo viele Schilfstypen zulasten, ben eigentlichen Zweck einer Abrüstungskonferenz vereitelten, und fle glaube da her. baß keinem nützlichen Zweck gebienl fei, wenn sic ben englisch-französischen Vorschlag al» Last» für eine Besprechung annähme. Sie habe nichts gegen irgendwelche Vereinbarung zwischen Großbritan- nien unb Frankreich einzuwenbeu, bie, wie sie glaube, im Jnlereffe einer Rüstungsbeschränkung liege, aber sie könne sich nicht damit einverstanden erklären, daß eine derartige Vereinbarung b I e Bereinigten Staaten binde. Amerika habe ernstlich und konsequent für eine wirkliche Einschränkung ber Seerüstungen gearbeitet. 6» sei auch immer noch bereit, an ber Lösung dieser Frage reeller mltzuarbeilen. unb insbesondere auf die speziellen wünsche Frankreich,. Italien» ober anderer wachte insofern Rücksicht zu nehmen, al» e» etroa jedem Staat überlasten bleibe, inner-
Evcnist Hoffnung auf eine Verständigung.
Paris. 26. Sept (HL) 3n gutunterndh teten französischen knvlorn.mstixn Kreisen er- Härt man. daß die amerikanische Antwortnote zu dem englisch-französischen Fivttenabkvmrnen troh DerweNung des Abkommen» als einer Der- ftandimn^ebasis zwischen allen Seegroßmächten bie Möglichkeit neuer Desprechun- gen offen lasse Diese Dcsprechungen würden 1”<XD nicht ringel eit et werden, bevor bie fran» ^sifche und englische Regierung sich im Driiy der Antwortnote der japanischen unb her italienischen Regierungen befänden Aach ben in Paris vorliegenden Dachrichten soll bie irnnW Antwort sich günstig über bas französisch-englische Seeabkommen aussprechen während bie italienische Antwort sehr unter bem negativen Einfluß der amerikanisch»-n Antwort fteht und infolgedessen sehr zurückhaltend sein soll. 3m allgemeinen ist man der Anschau- ung. daß die diplomatischen Defpr.chungen zwilchen den fünf Seemächten nicht vor Dvvember beginnen könnten. 3nfolgedessen wirb ber Döl- kerbundsrat nicht in ber Lage sein. w.ch- rend seiner Dezembertagung die »irxberuhnm her Vorbereitenden Abrüstungskommission für 2n-
welche ernsthaften Anstrengungen in Richtung auf bie allgemeine Abrüstung hin zu machen, solange es ben Mochten, die den tatsächlichen Mochtoerhäll- nissen gemäß in Genf die erste (Beige spielen, ein- fad) nicht paßt, daß in dieser Sache irgend etwas Positive» aeschieht Hier zeigt stch eben eklatant die ganze Hilflosigkeit unb Ohnmacht dieser kuriosen Äreiyung aus wohlverstandenem Herrschbedürfni» ber alten imperialistischen Mochte (Europas und bem idealistischen Drang de» Welldeglückers Wil- fon mit dem Im Grunde seine» Herzen» nicht minder imperialiftischen jungen Amerika im Hinter- gründ, diese» seltsamen Produkt», da» sich Liga der Nationen nennt.
durch um so stärker an sich selbst ju feffdn, aber die eigene, zwar traditionelle, aber durch die immer roä) offene Wunde der unbezahlten Kriegsschulden ichon recht durchlöcherte ifreundschaft mit Amerika bat doch einen kräftigen Stoß erhallen. Roch stärker 'st der flagenjammer in (En gl a n b. das sich finan- jieü außerstande siebt, einer ernsthaften Rüstung», brohung Amerika» Asiderparl zu halten und dem sich nun die Ueberlegung aufdrangt, ob der franzö- fifdx Pakt die Soften lohnt, die ihm darau» zu er- schien drohen. E» w,rd sich wohl also kaum auf die Rolle de» Trotzkopf» herau»spielen. bem e» gleübgulr.g ist, welche .Folgen eine oiellercht schon ol» übereilt, jedenfall» in seinen Wirkungen nicht gewollte Bindung haben könnte, sondern er wird versuchen, mü Amerika an den Verhandlungstisch ju kommen, um zumindest Zeit zu gcwin- n e n. co war Lord Eushendun» Stellungnahme in Genf vom enalischen Standpunkt aus zweifellos durchaus ehrllch gemeint England braucht '/eit. Zwar nicht um die Abrüstung ihrem idealen Ziel ngherjubnrgen, wohl aber um mit Amerika |o ober fo tn» reine zu kommen. Da» abrüftunas- Problem stellt sich für die britische Politik bsd> r.cht anber» bar al» wir es sehen, (fs ift b e r » a m p f um die Freiheit ber Meere, mit anderen Dorten bie Sicherung ber Verbindungslinien des britischen Reiche», und an diesem Problem gc- meflen, find für den britischen Staatsmann die Genfer Dolterbundshänbel Bagatellen, die man mit- madK, solange e» der gute Ton vor der öfilntlicheu Meinung Amerika» und de» eigenen Lande» oer- langt, bie man aber entschieben in ihre Schranken nxift. wenn sie ber eigenen Politik unbequem unb hinderlich zu werden drohen. Dann fallen die Schleier unb ber erstaunte Zeitgenosse sieht für einen Augenblick Dinge, die ihn mit erschnckenber Deutlichkeit an die mit Spannungen geladene wtmoiphäre gemahnen, tn der Europa vor halb zwei Jahrzehnten in ben furchtbarsten aller Kriege trieb und die halbe Dell nach sich zog.
emem richtigen Verhältnis zum Ober- bau und zu der Glei.konstruktlon stehen.
den in manchen L-»reftionsheziri.n «Suddeutschland) noch verhältnismäßig großen De- ™ überalterten Wagen sei eine beschleunigte Ausmusterung zu verlangen. An den Signalen wird ebenfalls Ärinf geübt
öjrb eine Deveinheit.'ichung der Signaldllder Ordert Die zahlreichen R rastvage n- unfäll« auf ben TV« aü Hergängen haben den Ausschuß *u der Feststellung veranlaßt, daß an vielen ih-bergämr-n bie unbedingt zu r sichtlichk« it zu wünschen übrig läßt, ober gar nicht vorhanden ist Hier Este in verstärktem Waße Abhilfe geschasfen werden. Der AuMchuß richtet an den Aeichs-
als oberstes Aussichtsorgan schlteßlich den Appell, „bte Umgestaltung der Dereinhelt.ichuna derFahrdienftvorschrtf- t«n entsprechend der neuen Dau» unb 'Betriebe- ordnung im Denebmen mit der Tteichsbahn , oll- schast baldigst in die Hand zu nehmen unb einheitliche Vorschriften anzuftreden'.
»ashlngton, 28. Sept. (WB.) Die Rote der amenkanischen Regierung, die heute in London und £an» als Antwort auf die britische Rote vom 31. Jul, und die französische Rote vom 3. August überreicht wurde, stellt fest, daß das englisch, französische Marineabkommen für -Smertfa unannehmbar fei (Fine Leschran- nmg der Seerüstungen müßte sich auf alle Schiffstypen erftrecken, das genannte Abkommen lasse jedoch den unbefchränkten Bau von Äreu- jern mit scchszolligen Geschützen, von Zerstörern und von Unterseebooten bi» zu 600 Tonnen Raumgehalt zu.
L» flehe, fest, dah diese Schift»typen sehr wirk- samc Kampfschiffe seien und einen erheblichen Offen floreert besäßen, besonder» für eine Macht, die über guloerlellle Flottenstützpunkte in verschiedenen Teilen der Sell verfüge.
encht De» Untersuchungsausschusses für die Reichs- ibn. Der Untersuchungsausschuß verlangt zunäÄt. iß die Personalbeanspruchung stet» unter der Grenze bleibt, bei der der Mensch infolge Ermüdung feine Arbeit nicht mehr mit der nötigen Zu- veriaisiakeit und Sorgfalt verrichten kann. Au», drücklich stellt der Ausschuß weiterhin fest, daß da» Personal im allgemeinen bi» an bie Grenze feiner A rbe i t » f ä h i a ke i t beschäftigt ist. Bei mehreren Dienststellen sei allerdings die Beanspruchung derart gewesen, „daß teilweise eine (£nt- laftung des Personals im Interesse ber Betriebs- sicherheit geboten erscheint. Der Ausschuß verlangt daher eine Revision der Dienstbauer- Vorschriften. Im Interesse ber Betriebssicher- heil fordert der Ausschuß eine allgemeine Aufnahme ber neuzeitlichen Gleispflege. Der Ausschuß ist der Meinung, baß bie bisherigen Umbau- guoten für den Ersatz überalterter Strecken nicht überall ausreichen. Der Ausschuß empfiehlt eine grünbliche Prüfung, ob die konstruktiv Entwicklung von Lokomotiven und Wagen in
Moderne Kreuzer mit sechszölligen Geschützen bil- beten ja gegenwärtig den größten Teil der In der Welt vorhandenen Kampfschiffe. Demgegenüber bedeute die im Abkommen vorgesehene Beschränkung des Baues von lOOOU-Ionnen-.Hteu- Zern mit Geschützen von mehr al» sechs Zoll Durch- Messer eine Beschränkung gerade ber Schiffstypen, die ben Bedürfnissen ? mmr,Lf - 5 entsprächen. Außerdem würbe die Beschränkung dieses streuzertyps die Offensiv- starke des Staates enorm steigern, ber eine grofee Hanbel-flott« besitze, die schon in ein bloßes "Vollzugsorgan der Sieaer de» Melt^ I ' t e n für eine Bestückung mit
frieges weder willen» noch in der Lage ist, irgend- we^en könne,
m.irh.* »rnfthnh,» _____ I ®<*x>n 18®< P?« ©nglonb auf her Dvetmächte-
konfercnz in Genf zwei Kreuzerllasfen vorgeschlagen. und zwar eine mit achtzölligen und e'Ne mit sechszölligen Geschützen Die Kreuzer der ersten Klasse sollten tn sehr beschränkter 3ab[. d,e der zwriten Klasse tn großer Zahl zu- aclosfen werden. Amerika mußte dies ab« lehnen, da es darin so gut wie keine Beschränkung der letzteren Klass« erblickte.
Der deutsche Reichskanzler hafte In seiner großen Rsde vor der Völkerbundsoersammlung die gor- derung nach allgemeiner Abrüstung in den Brennpunkt de» Interesse» gerückt. „Deutsch- land", so hatte er erklärt, „will und darf nicht ver- gessen, daß selbst nach dem Vertrag von Versailles die deutsche Abrüstung^ der Anfang der allgemeinen Abrüstung fein soll. Da» ist ein versprechen, bas den Völkern der ganzen Welt gegeben worden ist, und da» der Einlösung bedarf." Briands maßlos brüske unb ausfällige Antwort konnte die deutsche Entwaffnung zwar nicht wegdisputieren, aber nun mußten bie gewaltigen wirtschaftliche n An- ftrengungen. Die Deutschlanb in den letzten Jahren unternommen hat, um die ihm auferlegten Repa- rationslaften tragen zu können, dafür herhalten, um Frankreich» und der Welt Sicherheit von einet neuen deutschen Gefahr bedroht erscheinen zu lassen. Graf Bernstarss. dem deutschen Delegierten im Ab- r.istung»ausfchuß, fiel die Aufgabe zu, dem fron- zesischen Außenminister Rebe unb Antwort zu flehen. E» war ihm ein leichte», darauf binzuwei« fen, daß die Erfüllung des Dawesplane» selbst unsere Industrie zu Höchstleistungen zwingt und daß unsere gegenwärtige Wehrverfassung uns von denselben Herren in Versailles auferlegt wurde, die sie heute beanstanden.
Deutschland hatte die (Einberufung einer ersten internationalenAbrüstungskonferenz beantragt mit ber Begründung, daß Völkerbund, deutsche Abrüstung, Loearnopakt und zuletzt noch das sielloggabkommen hinreichend Sicherheit gewährleisteten, um schon jetzt eine erste Etappe auf dem Dege zu einer allgemeinen Abrüstung zu r- reichen. Der heftigste Widerstand gegen diesen Vorstoß des Grasen Dernstorf, ging Dtctma. bemerkens» trcrtertrrife nicht von Arankr.ich aus. sondern o o n dem britischen Delegierten. Lord | Eushendun, Austen E hamberiains Plahhafter im Londoner Außenamt hielt jeb? weitere 35- rüftungtietörtcrung —- von der Festlegung eines bestimmten Termins gar nicht zu red.m — für unzweckmäßig, solange nicht unter den großen Seemächten eine Einigung erzielt sei. Dei den Mannten Differenzen zwischen Amerika und England und der geringen Aussicht, daß vor 1932. dem Ablauf der Konvention von Washington. neue Verhandlungen der Seemächte in s^ang kommen bedeutet dieser Standpunkt Englands eine Dertagung der Abrüstung ad alendas I graecas. P a u l - D o n c o u r. Frankreichs Abrüstung Sdelegiert er ha: zwar eine Kompromiß- formd zustande gebracht. >ie aber der deutscher! I Forderung so wenig Aechnunz trug, dast Gras I Dernstorfs glaubte, ihr nicht zustimmen zu können. Sine glatte Ablehnung hätte der Degen- I seftc jedoch möglicherw.ite die Thance gegeben. Deutschland vor der Del: aU den schwarzen ORann hinzu stell en. der durch übertriebene, von vortcherein aussichtslose Anträge den ehrlichen .Friedens»reunden die Arbeit erschwere und durch DiSkveditierung des Dölkerbundes d.e Abrüstung I sabotiere. Das ist nun zwar durch die Stimmern- I Haltung der deutschen Delegation vermiLden, aber I
ter be* übrigen Teil vtrnft $luwtl<bcni; ftr ben Sn» letgcntctl Aurl HiNmann. sämtvch im (Biefetn
_ 178. 3^rgang Samstag, 29. September 1928
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General-Anzeiger für Oberhessen
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