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Heften, nahmen sie einen ffroften ®lnf>rurf von Deutschland mit unh drückten immer wieder ihre Draeisterung für .da« Herz Deutschland-" m einer Weife aus. die nicht in das gewohnte Silo b-s schweig! am en Engländers hineinpassen will.

Wir sind uns selbfwerständlich darüber Hot. datz von der persönlichen Srrtiimiüt unseres dei­nen Äreife« bi« Aur groften öffentlichen 2lnSwir- funfl solcher Arbeitsgemeinschaft ein weiter Weg ift Vs gehört schon die Wucht eines Söder-

bl v m dazu. um jetzt schon die Tragweite solcher Zusammenkünfte abzuschätzen. Wer im Rainen der Tagung selbst war e« nicht übertriebst, son­dern gab einem allgemeinen Empfinden Aus­druck, als der Erzbischof von Schweden den Satz aufRellte .Wenn die Wartburg nach Lanterburh kommt und Lanterburh zur Wartburg, dann beginnt eine neue Epoche der Kirche und de« theo­logischen Denken«."

Stirnen, Sport und Spiel.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

ö. Da« Debüt der Ligamannfchaft der Spiel- hercinigung 1900 Gieften vor dem heimischen Publikum vertief recht unglücklich. Der Ausfall von vier Stürmern (mit zweien hatte man nur gerechnet) war denn doch auf die ganze Spiel- weise fo von Einfluß, daß man an dem ge­samten Spielverlauf keine rechte Freude ftafcni konnte Die Ersatzleute genügten nicht alle. Der linke Flügel fiel vollkommen au«. Der Halblinke (sonst Qkrtfcibiger) hatte sich anscheinend- nach feinem schweren Deinunfall doch zuviel zuge­mutet. Lediglich die ßäufrmtftc und Hintermann­schaft tat ihre Schuldigkeit und konnte auch daS Treffen saft ständig überlegen gestalten. Vie un­glückliche Sturmzusammenstelluna verhinderte, mit einer Ausnahme. daS Toremache-i. obwohl reich­lich Gelegenheit dazu vorhanden war.

Der Gegner, der Rasensportverein .Germania 08" Marburg enttäuschte noch mehr, denn alS erstklassiger Verein muh man doch was andere« bieten. Da« Spiel war langsam, brachte aber durch die fast ständige Lleberlegcnheit der 1900er doch recht viel spannende Momente vor dem Germanentor. Das Resultat entspricht deshalb auch keine-weas dem Spielverlauf, konnte doch 1900 bis zur Mitte der zweiten Sptelhälfte mit 1:0 die Führung halten, dazu ungezählte Ge­legenheiten zur Erhöhung des Vorsprunges aus­lassend. Erst gegen Schlich de« Spieles erzielten die Gäste bei einigen schnellen Durchbrüchen kurz hintereinander vier Tore, da die Gießener Hintermannschaft deprimiert nicht rechtzeitig ein- griff. Der Schiedsrichter leitete zur beiderseitigen Zufriedenheit.

1900 « Reserven traten vormittags wieder ein­mal vergebens an. do der Gegner, Verein für Rasenspiele Lich, 1. Mannschaft, ausblieb.

Die dritte Mannschaft gewann nach einem eifrigen Spiel gegen die 1. Els des Sportvereins .Teutonia" Steinberg 7:2 (Halbzeit 4:0).

Die Alten Herren vom FußballklubUnion 07 Frankfurt a M.-Ried^rrad hatten die Begeg­nung abgesagt.

Die 1. Jugend 1900 s begann ihre Pflicht­spiele verheißungsvoll. Ein ..Unentschieden" (3:3) in Wetzlar, gegen den vielleicht stärksten Gegner der Rande zu erzielen, spricht für die Spielstärke des blauweißen Rochwuchse«. Das Spiel war sehr scharf und stand bei der Pause 1:1 Rur durch einen völlig ungerechten Elfmeter kam der Wetzlarer Sportverein gegen Schluß zum Aus­gleich. Der Schiedsrichter war ausgeblieben. Die Leitung durch einen aktiven Spieler vom Wetz­larer Sportverein war lehr iingenügend.

!9006 2. Jugend gewann trotz zahlreichem Ersatz gegen Hermannstein« 1. Jugend 2:1. ohne Besondere« zu zeigen.

Die 3. Jugend konnte daS vorgesehene Spiel in Leihgestern nicht zum Austrag bringen, da der Gegner den Spielbeginn zu spat bekanntgab.

D. f. B

. L,ga-V.f.R. Offenbach 5:2.

1 Liga-Res.Ehringshausen I. 2:2.

tDritte"ShringShnulen II. 3:4.

Alte Herren - ..Germania" Marburg A.H. 2:2. y I. Jugend1. Jugend RiedergirmeS 5:0.

il. Jugendl. Jugend Heuchelheim 4:2.

III. Jgd.Jgd -S-ondermannschaft Wetzlar 0:6.

I. SchülerI. Schüler Wetzlar 5:1.

II. Schülerl. Schüler Heuchelheim 1:6.

Die Ligamannschast bot in ihrem Spiel gegen die Liga-Els des V.s.R. OfsenbaH eine über­raschend gute Leistung. Man hat einen so klaren Sieg, wie er durch das 5:2-Resultat zum Aus­druck kam. um so weniger erwartet, als sechs Er­satzleute eingestellt werden mußten. Die Mann- schäft ließ treh der vor genommenen Reuaufstel- lung und Umstellungen an Einheitlichkeit nichts

zu wünschen übrig. Spielverlauf: Offenbach fand sich zuerst und war um eine Steinigtet! besser als die Platz-Elf. Das etwa nach einer Viertelstunde von den Gästen erzielte Tor brachte deren le-chke liebertegenfceit zum Ausdruck. Zwei Handelfmeter, von Henrich II. verwandelt, so­wie ein prächtiger Kopfball von Lehrmund ergaben da« Halbzeit-Resultat von 3:1. Kurz nach dem Wechsel konnte Offenbach, ebenfalls durch Verwandlung eine« Handelfmeters, auf 2:3 verbessern. Don jetzt ab wurde Gießen über­legener und beherrschte bis zum Schluß das ."reib. Don einer ganzen Anzahl Torchancen, die zum größten Teil im Eifer des Kampfes ausgelassen wurden, wurden noch zwei verwertet. Der Gesamteindruck des Spiele- war dank de« Eifers beider Parteien, sowie der Ruhe und sport­lichen Anständigteit. deren man sich beiderseits mustergültig befleißigte, der denkbar beste. B.f.R. Offenbach hatte feinen Gegner anscheinend unter- schätzt und fiel, durch daS shftemvolle Spiel Gießens aus dem Konzept gebracht, in der zwei­ten Spielhälfte stark auseinander. Rur der vor­zügliche Torwart bewahrte seine Mannschaft vor einer größeren Riederlage. V.f.B.. obgleich nicht in stärkster Ausstellung, hat gezeigt, daß er seine Spielstärke wieder bebeutenb gegeben hat und mit Zuversicht den kommenden Dechandsspielen entgegensehen kann.

Die Ligareserve-Mannschast mußte sich auch diesmal wieder mit einem 2.2, demselben Re­sultat wie im Vorspiel, zufrieden geben. Einer­seits darf nicht unberücksichtigt bleiben, daß V.f.B. durch Slbgabc von Spielern an die Liga­mannschaft geschwächt war, anderseits muh das wirklich wlide Können der Shringshausener 1. Mannschaft anerkannt werden.

Auch die Ausstellung der Dritten war recht schwach, was auS deren knappen 4:3-Sieg über Ehringshausens Zweiten hervorgeht.

Die AL.-Wannschaft war durch kurz vor Be­ginn ihre« Treffens gegen .,Gerwania"-Marburg A-H. erfolgte '2(bfagen einiger Spieler nicht voll­zählig. erwies sich aber trotzdem als recht spiel­stark und verschenkte lediglich durch ein Eigen­tor den Sieg.

Die erste Jugendmannschaft gestaltete ihr erstes Pflichtspiel zu einem vollen Erfvlg. Ihr Gegner, die Erste von Wetzlar-RiedergirmeS konnte sich der forschen und glanzvollen Angriffe Gießens auf die Dauer nicht erwehren und m-uftte ftch am Schluß mit einer 0:5-Riederlage geschlagen bekennen.

Einen beachtenswerten Steg errang die zweite Jugend, indem fte die als spielstark bekannte erste Heuchelheimer Jugend auf dortigem Platz mit 4:2 schlug.

Die dritte 3ugenib stand m Wetzlar einer I u gend -Sondermanns chaf t de« Sportverein« gegenüber, der sie trotz großem Eifer nicht ge­wachsen war. Durch Ausscheiden einiger ver­letzter Spieler war fte außerdem noch geschwächt und ntuftte eine 0:S-Rtederlage hinnehmen.

Die erste Schülermannschaft stellte ihr Mimen erneut unter Beweis und schlug die hart fbieten* den erste,i Schüler Wetzlar« nach überlegenem Spiet mit 5:1.

Dte zweite Schüler-Elf war der körperlichen unb spielerischen Heberlegendeit der 1. Schüler Heuchelheims nicht gewachsen unb verlor 1:6.

Kußball in Heuchelheim.

Sportverein 1920 I Germania Marburg II 1:2.

3u einem fälligen Rückspiel wellte am Sonntag die erste Mannschaft von Heuchelheim in Mar­burg. Die Heuchelheimer, welche mit zwei Mann Ersah an treten mußten, tonnten trotzdem das ganze Spiel überlegen gestalten. Leider versagte der ©türm vor dem Tore des Gegners total,_ so daß die ikbcrlegenbeit nicht in Toren auSgedrückt werden tomtte.

Verhängnisse.

Roman von Lieübet Dill.

Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale-. 12 Fortsetzung. Nachdruck verboten.

..E» ift doch merkwürdig", sagte der Richter,daß von diesem Fremden kein Mensch etwas gesehen haben will." Ls batte auch niemand Besuch befom- men nn diesem Abend. Niemand konnte ihn näher beschreiben, und man konnte sich auch nicht denken, was ein Fremder so spät in B. vorgehabt haben konnte. Entweder war er über Nacht gar nicht in B. geblieben und war auf irgendeinem geheim­nisvollen Wege nach dem Schlößchen ge> langt und hatte van dort aus sich heimlich in der Nacht entfernen können, oder er hatte einen Unter schlupf hier gehabt und Helfershelfer, die ihn nicht verrieten, was immerhin bei der Unbeliebtheit der Frau Longeville möglich war.

Da beide Zeugen dabei blieben, der ausaesliegenc Herr sei groß unb schlank gewesen unb habe keinen Mnebelbart gehabt, so ließ man diese Frage wieder fallen und wandte sich der anderen Spur zu.

Da» Verhör, dem Charles Gontard unterzogen wurde, eyab so wenig, daß der Richter ihn warnte: Wenn Sie etwas verschweigen, was Sie wißen, das kann Sie teuer zu flehen kommen."

Man fand es sonderbar, daß er von der Tante seiner Frau so gut wie nichts ^u wißen schien

Fran Longeville hatte ihre Ürziehung im Kloster der 'Beahintn gehabt und mit siebzehn Jahren einen Seidenfabrikanten aus Lyon geheiratet, der dreißig Jahre älter war als sie. Longeville hatte sich wegen seines Nierenleiden» mit vierzig Jahre zur Ruhe Scsetzt. «ich dieses Haus am Waide getauft unb ier oben ein stilles Rentnerleben geführt. Gr hotte die letzten Jahre fast nur im Bett verbracht und war eines Tage» gestorben

Das Vermögen, dos er bmterlaffen hatte war m ötnatercrüen angelegt, und Frau Longeville galt für eine reiche Frau. Man sah sie jeden Nachmittag in der Stadt, rundlich, blond mil Grübchen unb Löckchen, geputzt unb soianiert, wenn sic in bi? Kathedrale ging, in der |ie ihren eigenen 3uhl hatte, auf dem ein Messmgschlld befestigt nw mit ihrem Namen:Mme. Longeville*. Im Dezember

schloß sie gewöhnlich ihr Haus ab und reifte nach dem Süden.

Sie habe in Marseille Geschäfte, sagte sie zu Odette. Da sich diese nie um die Angelegenheiten der Tante gekümmert hatte, glaubte sie ihr das. Ihre Tante hatte Häuser in Marseille gehabt, weshalb sollte sie nicht auch geschäftlich noch dort zu tun haben?

Während dieser Reisen schrieb sie ihr zuwellen eine Karte aus Nizza, aus Mentonc ober Paris. Unb nachher wußte sie viel zu erzählen von ihren Reiseerlebnissen. Sie war lebhaft, phantastisch und sehr eitel.

Odette hielt diese Erzählungen von ErsolgLN bei den Männern für Einbildungen ober lieber- treibungen.

Frau Longeville war gegen Tiere von einer kin­dischen Gutmütigkeit, gegen Menschen hart unb geizig, geschwätzig gegen Frembe zurückhaltend und mißtrauisch gegen Vie eigenen Verwandten. Immer in Geheimniffen lebend, umgab sie sich gern mit dem Nimbus einer reichen Frau, die auf Reisen Aben­teuer erlebt ...

Obette stammte aus einer Orleanser Bürger fainilic. Ihre Eltern hatten eine Fabrik jener Perlenkränze gehabt, der sogenanntencouronnes", welche die Kirchhöfe hierzulande schmücken Rach dem Tode ihres Paters war diese Fabrik eingegan­gen. Odette brachte nichts in die Ehe mit als sich selbst unb einige schwere flämische Möbel.

Die Familie Gontard rechnete zu den ersten der Stadt. Sie hallen mit den Dupons verkehrt, die Herren geschäftlich, die Damen freundschaftlich.

Madame Longeville dagegen hatte keinen Ber kehr in B. gehabt und ihn auch nicht gesucht. Sic besorgte ihren Garten allein, wirtschaftete in ihrem Hause herum, das vollgepfropft mit Möbeln war. Sie konnte sich von nichts trennen, häufte Silber auf Silber und hatte später noch einmal etwas Vermögen von einer Tonte in ber Bretagne geerbt.

Sie gab nichts her. Den Jungens hotte sie manchmal etwas Obst geschenkt, dos am Verfaulen war. oder einen Korb mehliger Birnen, dte Arte, mis auf den Aschenhausen warf. Trotzdem war 0bette oft zu ihr gegangen, zum Veroruß Ma­dame (Scn:art'A. die den Verkehr mit ber Tante ungern sah.

Leichiaihlettl der Gp.-Dg. 1900.

1900 gewinnt den Ingendclnbzweikompf gegen 1$. f. B. 05 knrheßen Marburg mit 81:63 Punkten.

K. Die erste Begegnung der Leichtathlerckjugend der beiden ältesten Lahnkretsvereme war ein voll« Erfolg für beide Parteien. Für dte 1930er dadurch, daß sie al« klarer Sieger aus dem Kamps bervvrgehen konnten, für dte Marburger dadurch, daß fte den Beweis erb rinnen konnten, welch gut verarllagte Kräfte in ihrer Ingen dabtertung stecken, und haft fte eine leichtathletische Veranstal­tung aufzuziehen und l Port gerecht durchzuführen wissen. Was beiden Teilen gemeinsam zugute kommen dürfte, sind die durch dte Begegnung an­geknüpften freundschaftlichen Bezichungen, die ja zwilchen den Fuhballabteilungen schon lange be­stehen. Als äußeres Zeichen dafür überreichte V. f. D. 05 Kur Hessen Marburg den 1900em einen Deorinswirnpel.

3am Ausgang des Kampfe- selbst ist zu sagen, daß es im wesentlichen den Erwartungen ent­sprach. Allerdings hatte man der Gießener A*ÄI. doch ein wenig mehr zugetraut, wenn auch nicht unberücksichttgt gelassen werden darf, daß zwei der besten Leute fehlten unb die Marburger her­vorragend talentierte Leute (Böttner im Hoch- sprung mit 1,70 Meter!) zur Stelle hatten. Was die .X-Jugendlichen verloren, holte der Jahrgang 12/13 bi« auf 6 Punkte wieder auf. Hier zeigten die 1900er Schüz 1800 Meter in 2'23.4 bei mit­unter stark auf geweichter Bahn). Dalser(Weit- sprung 5,59 Meter) und Will (Äugdftoftcn 11,30 Meter» recht beachtliche Leistungen. Den Ausschlag gab dte OKlafte. Hier hatte die Sp.-Dg. 1900 in Gräf. Fritzge« und Jvh drei derartig gute Dassen, daß die Marburger den errungener. 27 Punkten nur 3 entgegensetzen konnten.

Die Ergebnisse:

Jahrgang 19 10/1 1:

D reikampf: 1. Böttner (Mbg.) 254 P.; 2. Wolf (Gießen) 227 P; 3. Wicht (Mbg.) 193 P.

1 00 Meter: 1. Böttner (QHbg.) 122 Sek: 2. S t ahmer (Mbg.) 12.4, 3. Rosenau (Mbg.) 12,5.

400 Meter: 1. Kau (Mbg.) 58,4 6d.; 2. Burlvn (Mbg.) 59,2; 3. G la go w (Gies en) 61.8.

1000Meter: 1. Rueff (Mbg.) 3,05.2Min.: 2. 5 rant (Mbg.) 3,09.7; 3. Speier (Gieften» 3,15,4.

Hochsprung: 1. Böttner (Mbg.) 1,70 Meter (!); 2. Wolf (Gießen) 1.55; 3. Schlarb (Gießen) 1,50.

Wei t s pruna: 1. Stah mer (Mbg ) 5,64 Meter. Hannioal (Mbg.) 5.62; 3. Wicht (Mbg.) 5,40.

Kugel st oßen: 1. Müller (Gießen) 14,01 Meter; 2. Wolf (Gießen) 12,60; 3. Böttner (Mbg.) 11.72.

Speerwürs: 1. W. Schädla (Mbg.) 48,10 Meter: 2. Müller (Gießen) 42,45; 3. Bött­ner (Mdg.> 41.30.

4X100-Meter-Stafsel: 1. Marburg I 49.8 Sek.: 2. Marburg II 50.0; 3 Gießen I 51.2.

Olympische Staffel: 1. Marburg I 4,23.5 Min.; 2. Marburg H 4,25; 3. Gießen I 4,34,4.

Jahrgang 1912/13

D reikamps: 1. Balser (Gieften) 240 P.. 2. Becker (Gieften) 227 P; 3. Jungklau« (Mbg.) 212.

1 00 Meter: 1. Balser (Gieften) 12.7 Sek; 2. Guthardt (Gießen) 12,9; 3. Becker (Gie­ßen) 13.2.

200 Meter. 1. Balser (Gießen) 28.4 Set.; 2. Schüz (Gießen, 29,3) 3. Koch (Mbg.) 29.5.

800 Meter: 1. Schüz (Gieften) 2.23,4 Min.; 2. Heinzer (Mbg.) 2L4,8; 3. Stark (Mbg.) 2,32.

Weitsprung: 1. Balser (Gießen) 5.59 Meter; 2. Jungklau« (Mbg.) 5.25; 3. Gut- Hardt lGießen) 5.13.

Kugel st oßen: 1. Dill (Gießen) l l,30Mtt.. 2. Decker «Gießen) 11,11; 3. Jungklaus (Mbg.) 10,36.

Ballwurf: 1. Will (Gießen) 69.13 Meter; 2. Röll (Mbg.) 61.91; 3. Bolscr (Diesen) 61.78.

4 xlOO-Meter-Staffel: 1. Gießen 51,1 Sek.; 2. Marburg 52,7.

Schwedenstaffel: 1. Gießen 2.28,1 Min.; 2. Marburg 2,31.1.

Jahrgang 14 unbjüngere

Dreiiampf: 1. Gräf (Gießen) 371 P.; 2. Fritz geS (Gießen) 305 ; 3. Joh (Gießen) 265.

100 Meter: 1. Gräf (Gießen) 13.4 Sek; 2. F r i tz g e s (Dießen) 13.5; 3. I o h (Gbvften) 14,8.

Wettsprung: 1. DrSf (Gieften)5.14Meter.

2. Fritzge« (Gi^em4.72; 3. JohtGießen-4.S0^ Ballwurf: 1. Gräf (Dießen, 71 Meter;

2. Jvh (Gieften, 58,85 , 3. Hoffmann (Mbg.) 49.30.

4X 100-Meter-Stassel: 1. Gieften 56.4 Sek.; 2. Marburg SO.

Arbeitei- Tuni' uab Cporfbund.

Marburgs 1. Mannschaft hattc^m Samstag die JReife nach Fechenheim u. TO. unternommen, um dort eine Rückspielverpssichtung zu erledigen. Hfn Sonntagvormittag traten nun beide Gegner zum Spiel an. Rach Lnstoß drängte Fechenheim, um bald bas erste Tor zu erzielen, dem sie bti Halbzeit noch eins folgen ließen. Rach Seitenwechsel wirb Fechen. heim mehr unb mehr überlegen, um da, Spiel rmt einem 5:0-iege zu beschließen.

Hm Sonntag fanden im Nürnberger Stadion die Süddeutschen Derdandsmeisterschasten in fieidjt alhletik statt Auch au, unserem Bezirk nahmen einige Sportler teil. Wilhelm Schwarz (Mnne rod) wurde im Kugelstoßen (deftarmig) mit lljto Meter 1. Sieger Im Kugelstoßen (beidarmig) mit 20,78 Meter 1. Sieger, im Diskuswerfen mit 34,20 Meter ebenfalls 1. Sieger, im Hammer werfen mit 2*,70 Meter 2 Sieger

Der Sportler Otto Balser (Gießen)^tm 5000 Meter Lauf mit 16,55 Min. 2. Sieger

Das zweite Bundesfest des Hrbeiter-Ium- unb Sportbunbes findet oom 18. bis 21. 3ufi 1-29 hn neuen Nürnberger Stadion statt. Dte Borarbetten hierzu sind in vollem Gange. Die Stinnnuna im ganzen Bundesgebiete ift die denkbar beste, und die Beteiligung verspricht die Feste von Leipzig unb Franksurtzu übertreffen. Die Ausschreibung ber Wett- unb Mossenübungen wirb in Kürze erfolgen, so daß auch die Dettkämpfer bald zum Training über­gehen werden können.

Gchwimmwettlämpfc in Alsfeld.

Am Sonntag veranstaltete der Al» f« lder Schwimmverein in dem schönen städtischen Alsfelder Schwimmbad W e 111 ä m p f e , an denen neben dem veranstaltenden Verein der Gieße­ner Schwimm verein und der C. f. B. D 5 Stürbe ff en Marburg teilnahmen. Im Bor- fcergnmb de» Interesse» standen die Kämpfe zwi­schen Gießen und Marburg. Die Marburger haben sich zu äußerst schweren Gegnern entwickelt. Sie zeigten sich im Herren-Wasserballspiel ebenbürtig und in der Brustlage überlegen. Diese Stärke ver­danken sie allerdings einigen nach Marburg zuge­zogenen Größen aus Berlin tmb Rheydt.

Großen Beifall ernteten wie immer die Eie- fee ne r Springer Rehborn , Dr. Eck und Müller, ebenso die Gießener Damen im Figuren­legen unb Reigenschwimmen. Die Alsfelder zeigten, daß sie tüchtig gearbeitet haben unb baß sie aewilli unb in ber Laae sind, in einigen Jahren ernsthafte Gegner zu werden. Daß das Interesse ber Bürger­schaft an ber Schwimmerei sehr groß ift. bewies bte wohl taufenbtöpfige Zustlxmermenae, die mH Spannung die Wettkämpfe unb sonstigen Darbie­tungen verfolgte. Die Ergebnisse lauten:

Herrenlagen staffel, 3X100 Meter. L Gießen 4:8,8 Min, (Mannschaft: Rothmann, Schaum, Herbert); 2. Marburg 4:10,2. Die vom GSV. erzielte Zeit ift sehr gut unb biifter von ihm noch nicht erreicht worden. Rothmann schwanun 1,29 unb schlug damit vier Sekunden später als Dorfmüller (Marburg) an. Schaum holte iedach den Verlust vollkommen auf, und Herbert konnte ab Schlußmann sicher als erster einkommen

Iugendbrustschwimmen. 100 Meter. 1. Kirschbaum (Alsfeld) 1:31,9; 2. Mewes (Gießen) 1:383; 3. Thraum (Gießen) 1:414; 4. Mösner (Gießen) 1:41,9; 5. Kopp «Marburg) 1:42,6. (Fine feine, oielbcjubelte Leistung des Siegers.

ft c r r c n f r c i ft i l ft aff e l, 3 X 10 0 TO e t e r. 1. Gießen 3:54; 2. Marburg 4:19. Der GSV schwamm hier ebenfalls mit Schaum, Bickel, Herbert eine bisher von ihm nicht erreichte Zeit, obgleich fterbert am Schluß ganz verhalten schwamm. Be­achtung verdient die von Schaum erzielte Zett von 1:14,2.

Damenbrust schwimm en, 100 Meter. 1. Schuler 1:41: 2. Brill 1:47; 3. ftanbrid 1:48,2; 4 ftudlitz 1:49. Eine interne Angelegenheit der Gießener Damen. Die Zeiten müßten eine» Tage» mol besser werben.

fterrenbruftfiaffel, 3 X 10 0 Meter. 1. Marburg 4:30,8; 2. Gießen 4:35,4; 3. Als­feld 4:55,2. Der GSD. kann mit Dr. Eck, Zimmer I.

Was tust du immer da oben bei ber allen Frau?"

Aber es war Obettes einzige Verwandte, und in den ersten Jahren hatte sich die junge Frau in B. sehr ungemüllich und vereinsamt gefühlt. Madame meinte, wenn man seine Arbeit habe, gute» Aus kommen und ein gutes Gewißen zum Schlafen, dann sei man glücklich. Sie bedachte aber nicht, daß Odette jung war und vom Leben noch nicht viel gehabt hatte.

Sie saß tagsüber in dem engen, dusteren Kontor nach dem Hose, wo sie nur Bauern unb Reisende an kommen sah, schrieb Rechnungen und führte die Bücher. Und nacymittags ging sie in die Rotte Dame hinauf, um andere Lust zu atmen, als die des stickigen Kontors. Aber Madame herrschte im Haufe. Odette hatte sich gefügt Aber immer mit dem Gedanken: ewig wird dieses Leben ja nicht dauern ...

Die Longeville kam nie in den .AJion d'or'. weil Charles nicht zu bewegen war, ihr Haus zu be­treten.Wenn dein Mann mir den ersten Besuch macht, bann komme ich auch zu euch . ."

Da kann sie lange warten, die Alle", sagte Charles.

Trotz dieser geheimnisvollen Reifen ihrer Tante unb der Erfolge bei den Männern unterwegs, war ihre Tante Witwe geblieben . .

Hat sie Ihnen denn nie ein Bild gezeigt von einem ihrer Verehrer?" wurde Odette gefragt.

Sie besann sich: ihre Tante hatte ihr öfter» Pho­tographien von Männern gezeigt, die ihr Heirats- anträge gemacht hatten. Aber auf ihre Gesichter besann sie sich nicht mehr ...5s waren meist vul­gäre Gesichter ichwarzbehaarter, bärtiger Männer aus dem Midi. Sie erinnerten sie an Schlangen bündiger oder Zauberkünstler, an die Reisendenin Baumwolle" oderin Seife", die unterwegs gern Bekanntschaften mit reichen, alleren Damen an- fnüpfrn und deren letzte Hoffnung eine Heirats­annonce ist. Ihre Tante hatte in Marseille einmal eine Annonce eingefetzt. Darauf waren sehr viele f Briefe mit solchen Bildern gekommen ..

Weshalb hast du uns davon nie etwas ftAahUv" . fragte (Tharle* ber mit Staunen diese fluegra- | bim gen aus der Bcrgangcnheit der Longeville i vernahm.

Weil ich sie für zu kompromittierend hielt, urr sie weiterzuverbreiten", sagte Odette.

Rachdem da» Gericht das ganze Hau», die Schränke unb Möbel, |ogar den Müllkasten und auch den Aschenhausen untersucht unb nichts ge­funden hatte, obwohl das Gericht feine Fühlhörner bis nach Marseille in die Hafenwinkel ber verrufen­sten Schenken erstreckte, wurde Frau Odette au» ber ft art entlassen.

Sie kam heraus: verändert, abgemagert, gealtert Eine Strähne ihres schönen dunklen Haare» wir schneeweiß geworden, gerade in der Mttte. Sie schnllt sich da» Haar ab. Artemi» meinte: Sie's sich doch färben; so eine junge Fvau .

..Ach. für wen und für wo»? sagte Odette

..Nun fängt für mich rin neue» Leben an , sagte sie zu Eharles. .

Der Lion d'or" war merklich leer geroorben. Ar­temis kochte derb und bäuerlich, otif Finessen ließ sie sich nicht ein.

Der Stammtisch hatte sich aufgelost und warjn dieArcades" nbergefiebell, der(Brune Aste hatte sich plötzlich herausgemacht und glänzte, weiß gestrichen, zwischen den alteregraiten Häusern des Markte», schräg gegenüber demfiten d'or-. Die Reisenden blieben allmählich weg. bie Fremden verlangten fließende» Dosier, auch in den Man färben .. . Sie übernachteten lieber in denKna­be«". Schorle» sprach davon, den Omnibu» abzu schassen: er brachte ja doch keinen Gast mehr

Wir müssen umbauen", sagte Odette zu Charles.

Äber ber hatte keine Lust. Er barte überhaupt zu nicht» mehr Mut. Dieser Prozeß hatte ihn ge­brochen, fein Haar war grau geworden, ttr roar um mehr al» zehn Jahre gealtert. Richt» machte Ihm mehr Freude. Seine Mutter sehlle ihm, unb von Rens batte er nie mehr etwa» gehört

Denn man i*bt. wie einem die besten Freunde in der Rot verlassen, woran soll man denn noch glauben Te

Ganz zu machen, bas wäre das beste sagte 0 Harle» wenn er abends bat. leere Gastzimmer überschaute, wo die Kellnerin, die schläsnge, rott Flämin, hinter dem Schenktisch thronte und Hand­arbeiten machte.

(Fortsetzung folgt.)